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Carina Schnell #ProjektArbeitstitel

Carina Schnell #ProjektArbeitstitel

Carina Schnell #ProjektArbeitstitel

Ich freue mich sehr, euch mit Carina Schnell eine wunderbar liebe Schwester aus dem Nornennetz vorzustellen! Carina veröffentlich bald ihr drittes Buch und hat somit schon Einiges an Erfahrung sammeln können.

Ich heiße Carina, komme aus Kaufungen bei Kassel und schreibe und lese schon immer am liebsten Fantasy.

Ich habe meinen Eltern und Großeltern schon Geschichten „vorgelesen“, als ich noch gar nicht lesen konnte und sobald ich schreiben konnte, habe ich meiner Fantasie auch auf dem Papier freien Lauf gelassen. Ich schreibe also schon seit ich denken kann – Kurzgeschichten, Gedichte und jetzt eben auch Bücher. Das war irgendwie immer selbstverständlich, so ein innerer Drang, die Ideen, die mir im Kopf herumspuken, aufzuschreiben. Eigentlich werde ich täglich von allem um mich herum inspiriert – ein schöner Sonnenuntergang, ein Falkenschrei, die besondere Stimme einer Person, die aus der Menge heraussticht.

Am Schreiben gefällt mir besonders, dass es sich anfühlt, als würde man eine neue Dimension betreten. Alles ist möglich, alles ist erlaubt, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Vor allem am Fantasyschreiben gefällt mir deshalb der Weltenbau, das Erschaffen von etwas völlig Neuem, das vorher nur in meinem Kopf existierte und dass ich dann durch das Schreiben mit meinen Lesern teilen kann.

Mein Debüt erschien 2017 in zwei Teilen bei Forever by Ullstein und die nächste Veröffentlichung steht schon am 01. Juni an.

 

Alba und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Da muss ich mich leider bedeckt halten. Ganz bald habe ich nämlich große Neuigkeiten zu verkünden. Bis dahin müsst ihr euch noch etwas gedulden. 😉

(c) Droemer Knaur

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Alba erscheint ja schon am 01. Juni dieses Jahres und ich stecke gerade bis zum Hals in den Vorbereitungen für die Veröffentlichung. Ich gebe mir viel Mühe beim Marketing und bin jetzt sehr gespannt, was die Blogger-Crew, die ich eigens dafür ausgewählt habe, Tolles auf die Beine stellen wird. Ansonsten poste ich schon fleißig Textschnipsel und Fun Facts über Schottland, wo meine Geschichte spielt, und es wird eine Woche vor der Veröffentlichung tolle Überraschungen auf meinen Kanälen in den sozialen Medien geben. Nach dem Erscheinungsdatum gibt es dann auch noch eine Leserunde bei Lovelybooks.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich habe noch eine fertige Märchenadaption (Jugendbuch) in der Schublade, für die ich als nächstes einen Verlag suche. Ansonsten habe ich noch zwei angefangene Thriller und eine Idee für historische Fantasy.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Das man sich nicht alles von Verlagen gefallen lassen sollte, bzw. die Zusammenarbeit von Verlag zu Verlag sehr unterschiedlich ist. Damit meine ich vor allem Mitspracherecht bei Titeln und Covern und die Qualität vom Lektorat. Und – ganz wichtig – dass dein Buch niemals allen gefallen kann und das ist auch gut so.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem ersten Buch und dem aktuellen Projekt?
Es gibt riesige Unterschiede. Ich möchte mal behaupten, dass sich mein Stil weiterentwickelt hat und ich vor allem gewisse Anfängerfehler hoffentlich nicht mehr mache. Da ich seitdem die Autorenschule der Textmanufaktur mit Sylvia Englert als meiner Mentorin absolviert habe, habe ich, vor allem handwerklich, unheimlich viel gelernt. Ich habe mir eine Schreibroutine zugelegt und gehe allgemein professioneller ans Schreiben ran, anstatt es nur als Hobby anzusehen. Und mittlerweile probiere ich mich auch an anderen Genres, z.B. Thriller.

 

Schreiballtag

 

(c) Forever by Ullstein

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Ich glaube das Schwierigste ist für mich persönlich tatsächlich das Marketing, weil ich davon wenig Ahnung habe. Das Schreiben und Überarbeiten macht mir hauptsächlich Spaß, auch wenn es manchmal frustrierend sein kann. Und alle AutorInnen stimmen mir sicher zu, wenn ich sage, dass der schlimmste Teil des Autorenlebens das Warten ist – auf Antworten von Verlagen, Agenturen, LektorInnen etc. Das kann einen ziemlich verrückt machen.

Hast du eine Schreibroutine?
Ich bin gelernte Übersetzerin und übersetze neben dem Schreiben für einige große deutsche Publikumsverlage. Zweimal die Woche arbeite ich außerdem als Deutschlehrerin, weil man ja irgendwie auch seine Rechnungen bezahlen muss, nicht wahr? 😉 Das Schreiben passt dann irgendwie so dazwischen. Ich versuche, jeden Tag zu schreiben, aber wenn ich ehrlich bin, schaffe ich das nicht immer. Am meisten schreibe ich an Wochenenden. Ich hoffe aber, ab nächstem Jahr von meiner freiberuflichen Tätigkeit als Literaturübersetzern und Autorin leben zu können und dann endlich mehr Zeit dafür zu haben.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Schreib! Schreib immer weiter und hör nicht auf. Es ist das Wichtigste, dass man an sich selbst und seine Geschichten glaubt und nicht damit aufhört, nur weil man vielleicht nicht sofort Erfolg hat.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich glaube nicht, dass ich konkrete Vorbilder habe. Jeder orientiert sich im Leben an etwas und wir alle schauen auch zu gewissen Personen auf, bewundern sie, oder möchten so erfolgreich sein/so gut schreiben können wie sie, aber ich glaube lieber an mich selbst und versuche nicht, jemand anderem hinterher zu eifern, egal wie sehr mich eine andere Person auch faszinieren mag. Allerdings sind meine Autorenkolleginnen, von denen einige zu guten Freundinnen geworden sind, täglich eine große Inspiration für mich.

(c) Forever by Ullstein

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Schreiben, schreiben und nochmals schreiben. Wie gesagt, würde ich gerne vom Schreiben und Übersetzen leben können und arbeite darauf hin. Mein größtes Ziel ist es aber vor allem, all die tollen Geschichten zu Papier zu bringen, die ich im Kopf hab, egal, wie erfolgreich sie im Endeffekt sind.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Ich glaube dieser Moment kommt jedes Mal wieder, wenn ich eine E-Mail von einem Verlag mit einer Zusage im Postfach finde. Das ist jedes Mal ein Moment unfassbaren Glücks, der tagelang anhält. Ansonsten ist der Austausch mit anderen AutorInnen und BloggerInnen für mich immer eine der schönsten Dinge.

 

Eine kleine Kostprobe…

 

Hier sind ganz exklusiv für euch die ersten Zeilen von Alba – Zwischen den Welten. Ich hoffe, sie machen Lust auf mehr:

„Willst du mich heiraten?“

Ben sah mich mit seinen blauen Augen erwartungsvoll an. Er kniete vor mir auf dem exquisiten Teppich des The Palace, eine samtbezogene Schatulle in der einen Hand, die er mit der anderen langsam öffnete. Zum Vorschein kam ein Ring, gekrönt von einem gigantischen Diamanten.

Ich verschluckte mich an meinem Dom Pérignon.

Bens strahlendes Lächeln verwandelte sich in eine besorgte Grimasse, als ich äußerst undamenhaft zu husten begann. Die Blicke der anderen Gäste, die Ben mit seinem Kniefall auf uns gezogen hatte, erdrückten mich.

Ich hustete, konnte nicht atmen. Mein Blick huschte zwischen Ben, den reich verzierten Kronleuchtern an der Decke und dem Hummer auf meinem Teller hin und her. Ich bemühte mich, das immer lauter werdende Getuschel unserer Tischnachbarn auszublenden, während ich verzweifelt nach Luft schnappte. Mein panisch umherirrender Blick fiel auf den Diamantring, den Ben mir noch immer entgegenhielt.

Meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen, der Champagner brannte in meinem Hals. Da schlug mir jemand von hinten heftig auf den Rücken.

 


Carina Schnell

(c) Droemer Knaur

 

Das Buch „Alba – Zwischen den Welten“ erscheint am 01.06.2019 bei Droemer Knaur. Ihr könnt das Buch bei amazon* vorbestellen.

 

Bisherige Veröffentlichungen:

  • „Die Kurtisane – Erwachen der Leidenschaft“ erschienen am 01.06. 2017 bei Forever by Ullstein (Magische Leidenschaft Teil 1).
  • „Die Magierin – Entscheidung aus Leidenschaft“ erschienen am 01.07. 2017 bei Forever by Ullstein (Magische Leidenschaft Teil 2)

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

Katania de Groot #ProjektArbeitstitel

Katania de Groot #ProjektArbeitstitel

Katania de Groot #ProjektArbeitstitel

Ich freue mich sehr, #ProjektArbeitstitel mit einer so wunderbaren und coolen Person zu eröffnen: Katania de Groot! Ihr Debut „Wolfkisses: Ankunft der Jäger“ erscheint übrigens in genau einer Woche. Höchste Eisenbahn also, Katania näher kennen zu lernen!

Hallo! Ich bin Katania. Ich komme aus der Nähe von Erlangen und schreibe eigentlich schon immer. Nur, dass ich es offiziell mache, ist erst ein Jahr her.

 

Wolfkisses und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Gerade fertig und in Druck ist der erste Band von Wolfkisses. Einer Wolfwandler-Dark-Romantasy-Reihe. Mich hat geärgert, dass Männer in Romance eigentlich immer übergriffig dargestellt wurden. Noch mehr, wenn sie in irgend einer Form paranormal sind. Das war etwas, dass ich anders machen wollte. So entstand der Plot für Sofie und Luke. Dazu kam dann der von Becca und Alex, in den ich mich vielleicht ein bisschen zu sehr verliebt habe.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Der erste Wolfkisses Teil, Ankunft der Jäger, erscheint am 20. Mai. Wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, soll hier halbjährlich ein neuer Teil erscheinen. Auf Steampunk und Dystopie werdet ihr noch etwas warten müssen. Ich will beide Geschichten erst vollständig fertig haben und konzentriere mich aber aus Zeitgründen vor allem auf die Wölfe.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Einiges! Ich plotte gerade eine Steampunk-Piraten Geschichte mit paranormalen Meereslebewesen, von der ich noch nicht so wirklich sicher bin, wo sie mit hinführen wird. Bis jetzt haben wir da Piraten-Sirenen-Dämonen. Dann gibt es da noch diese »King Arthur trifft auf Robin Hood Dystopie« auf die ich mich total freue.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Das ständige Wechselbad zwischen »Boar ist das geiler Scheiß« und »Das kann man doch niemanden lesen lassen« Ich hab ungefähr das Selbstvertrauen einer Kartoffel und das ist es, was mir den ganzen Prozess teilweise recht schwer macht.

Hast du eine Schreibroutine?
Ich würde sagen halbberuflich?  Ich habe das Glück sehr viel Zeit zum Schreiben zu haben und diese auch zu nutzen. Allerdings verdiene noch nichts damit. Aber selbst, wenn ich gerade nicht schreibe, arbeite ich im Hintergrund meiner Gedanken an Plot, Figuren, Dialogen. Es ist eigentlich immer präsent.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Lass dich nicht kleinreden. Du hast etwas zu sagen? Dann sag es auch.

 

Motivation

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich habe einige Autorinnen, mit denen ich mich austausche. Darunter Katrin Ils, Jill Noll und Kathy Wild. Dazu kommen viele liebe Autoren auf Twitter, das Gemeinsamkeitsgefühl, das dort entsteht, hat mir unglaublich geholfen und dank der LitCamps konnte ich so viel lernen. Austausch ist etwas, dass ich jedem empfehlen kann.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Vermutlich ähnliche, wie jeder andere Autor auch. Irgendwann würde ich gerne vom Schreiben leben können und irgendwann vielleicht sogar anderen Autoren unter die Arme greifen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Ich habe meinen Testleserinnen das Manuskript ausgedruckt und zugesendet und als es zurückkam, und die Kommentare gelesen hab. Die Gefühle die ich hervorrufen wollte scheinen genau an den richtigen Stellen auch angekommen zu sein. Man könnte sagen, ich hab ein Bild mit Worten gemalt und meine Testleser konnten zu der Melodie tanzen.

 

Eine kleine Kostprobe…

Es ist ein Teil der Szene die ich schon in Leipzig bei #9lesen vorgetragen habe. Ich mag sie sehr gerne.

»Es riecht nach nassem Hund.« Die barsche Stimme im Nebenraum war ihm unbekannt. »Nach fremdem, nassem Hund. Wieso erzählst du mir nicht, was er hier zu suchen hat?«
»Ich habe es dir schon gesagt. Zwei Mal. Aber ich erkläre es dir auch gerne noch ein drittes Mal. Er war hier um mich abzuholen. Wegen eines Jobs.«
»Du hättest mich anrufen können, ich hätte dich gefahren.« Der Fremde knurrte, die Drohung darin jagte Luke einen Schauer über den Rücken.
»Und ich dachte, ich hätte dir ausreichend klargemacht, dass ich nichts mehr mit dir oder deinen Speichelleckern zu tun haben will.« Die Lautstärke in Sofies Stimme nahm zu. Sie hatte keine Angst vor ihrem Gegenüber. Etwas, das Luke von sich nicht sagen konnte. Die Clanmacht tobte in ihm. Verzweifelt versuchte sie, ihn zum Gehen zu bewegen, drängte ihn, den Laden und die Stadt zu verlassen. Und zwar, bevor King ihn bemerkte.
»Entschuldigung?«, sagte Luke und verfluchte sich im gleichen Moment selbst dafür. »Sofie, du hast die Notizen liegenlassen.« Er klammerte sich an das Klemmbrett und betete, dass der Schutz durch die Arbeit ausreichte, obwohl er seinen zweiten Besuch nicht angemeldet hatte.
Sofie kam aus dem Hinterzimmer zum Tresen.
»Danke, Luke.« Sofie griff über die Theke und legte ihre Hand auf seine.

Er zuckte zusammen, als der fremde Wolf den Raum betrat. King musterte ihn abfällig, dann beugte er sich zu Sofie herab und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. Für einen Moment schloss Luke die Augen. Seine Fingernägel gruben sich in die Handballen, wo sie deutliche Spuren hinterließen.
Jede von Kings Handlungen drückte Missbilligung aus. Der kurze Kuss gehörte genauso dazu, wie die Tatsache, dass er den Wolf in Luke komplett ignorierte.
Luke sank in sich zusammen, damit er möglichst klein und ungefährlich wirkte. Klein, ungefährlich, unscheinbar. Bloß nicht auffallen. Sein Mantra bei jeder Begegnung mit einem Fremden.
King schritt an dem Tresen vorbei und Luke drückte sich gegen ein Pflanzenregal, um ihm möglichst viel Platz zu lassen. Einen Moment blieb der Ranghöhere neben ihm stehen und musterte ihn. Luke senkte den Blick, gab so auch in der menschlichen Gestalt seinen Nacken frei um seine Unterlegenheit deutlicher zu betonen. Es gab hier keine Gefahr für den Warith, nur Bestätigung. King schnaubte abfällig, ehe er den Weg zum Ausgang fortsetzte.
Erst als die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen war, wagte Luke, sich zu bewegen. Er sah auf. Sofie musterte ihn.

»Es tut mir leid, ich hätte gehen sollen.«
Mit wenigen Schritten umrundete sie die Theke und griff nach seinen Händen. »Beruhig dich. Es ist alles in Ordnung.«
»Das war dein Freund?« Seine Stimme versagte mitten in der Frage.
»Mein Ex-Freund und ja, er und bevor du fragst: Ja, sein Benehmen ist der Grund dafür, dass ich nicht mit Werwölfen ausgehe.«
Luke lachte auf. »Jede Wölfin würde dir erklären, dass er ein äußerst guter Fang ist.«
»Wenn man darauf steht, als Besitz oder Trophäe angesehen zu werden, vielleicht. King ist so sehr Wolf, dass er immer vergisst, dass ich ein Mensch und kein Wolf bin. Ich kann nicht immer gegen ihn kämpfen. Ich will keinen Mann, dessen Gene dafür sorgen, dass er versucht, mich zu dominieren. Damit will ich nicht leben-«, sie lächelte gequält, »Ich bin eine eigenständige Person und ich will nicht darum kämpfen müssen, es zu sein.«


Katania de Groot

 

Das Buch „Wolfskisses: Ankunft der Jäger“ erscheint am 20.05.2019 im Selfpublishing. Ihr könnt es bei amazon* bereits vorbestellen.

 

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[Rezension] Unstern von Katrin Ils

[Rezension] Unstern von Katrin Ils

[Rezension] Unstern von Katrin Ils

Viel zu lange lag dieses Buch ungelesen auf meinem SuB. Ich habe es auf der Buchmesse gekauft und mir direkt von Katrin signieren lassen, es stand auf meiner 18für2018 Buchliste. Trotzdem wurde es jetzt Dezember bis ich es gelesen habe. Die liebe Katrin Ils ist einer der herzlichsten, fröhlichsten und liebsten Menschen, den ich kenne. Außerdem liebe ich ihren österreichischen Dialekt. Wenn ihr das live hören möchtet, schaut am Besten bei ihren Youtube Videos vorbei. Hier gelangt ihr zu Katrins Homepage.


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  • Autorin: Katrin Ils
  • Titel: Unstern
  • Genre: Dark Fantasy
  • Selfpublishing
  • 310 Seiten, Taschenbuch: 12,90€ | Ebook: 3,99€
  • Teil 1 einer Reihe (bisher zwei Bände + ein Kurzroman erschienen)
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Kerra, Dolan und Sidra sind seit Ewigkeiten befreundet. Gemeinsam sind sie aus ihrer Heimat in die Stadt Alat geflohen und haben sich ein neues Leben aufgebaut. Als jedoch ein gefährlicher Serienmörder aus dem Gefängnis entkommt und Magie aus ihrem Heimatland angewandt wird, stehen die drei schnell unter Verdacht. Die Stadtwache hat Kerra ohnehin schon im Blick. Doch da sie ihr nichts nachweisen können, stecken sie Dolan hinter Gitter. Seine Hinrichtung ist nur eine Frage der Zeit, die Stimmung in der Stadt ist aufgeheizt und nervös. Kerra sieht sich gezwungen, einen alten Bekannten um Hilfe zu bitten. Den unberechenbaren, grausamen Verbrecherkönig der Stadt: Ravid.


Meine Meinung:

Schon nach dem ersten Kapitel war mir klar, dass Katrin Ils zumindest handwerklich Einiges auf dem Kasten hat. Die Beschreibungen, der Schreibstil, die präzise Wortwahl. Das konstante und gut in die Geschichte eingewebte Wordbuilding. Es ist einfach, in die Stadt Alat abzutauchen, unter der wilde Magie schlummert. Ich bin ganz wunderbar in die Geschichte gezogen worden und das ist so unglaublich wichtig, wenn man eine eigene Fantasy Welt erschafft.

Katrin bewirbt „Unstern“ auch gerne als Geschichte ohne unnötige Liebesbeziehung. Und ja, es funktioniert wunderbar auch so. Die innige Beziehung der drei Freunde Kerra, Sidra und Dolan wird schnell klar. Sie haben viel zusammen durchgemacht, viel erlebt. Auch, wenn sie sich nicht immer einer Meinung sind, Geheimnisse voreinander haben, so sind sie wie eine Familie. Deswegen wird klar, dass die beiden Frauen handeln, als ihr Kumpel im Gefängnis landet.

Kerra ist als Läuferin, als Botin, in der Stadt unterwegs. Für ihre Jobs erkunden wir die verschiedenen Ecken der Stadt Alat, die lebendig und pulsierend wie eine Metropole auf uns wirkt. Die bunten, belebten Viertel und die Elendsviertel und verlassenen Gassen, in denen nur Kadaver und Isch (Rabenartige Aasfresser) hausen. Dass Kerra eine vielschichtige Persönlichkeit ist, lernen wir schnell. Einerseits ist sie stolz, ein wenig streitsüchtig und kann sich doch zusammenreißen, wenn es darauf ankommt. Als sogenannter Unstern ist sie nicht magiebegabt, kann diese jedoch sehen. Als Jägerin kann sie kämpfen, ist aber in engen Straßen schwer bewaffneten Männern in der Überzahl unterlegen. Sie hat keine außergewöhnlichen Zauberkräfte, ist keine Kampfgöttin, die wie ein Berserker jeden Gegner niedermetzeln kann. Sie hat ihre Fehler und Schwächen. Das macht sie sympathisch und macht es auch spannender ihrem Abenteuer zu folgen.

Vertraue niemandem!

Sie holt sich Hilfe beim mysteriösen, fragwürdigen Verbrecherkönig Ravid, der überall in der Stadt Fäden zieht und Leute mit Schuldzaubern an sich bindet. Er ist kein harmloser Onkel, der milde mit Kerra umgeht. Im Austausch für seine Hilfe will er immer etwas. Gefallen, deren Ausmaß noch nicht bekannt ist.

Doch es bieten sich überraschenderweise mehrere Helfer an, um Dolan zu befreien. Kerras Läuferkollege Jorrah, der die Stadt unbedingt verlassen möchte. Ein Magier, der mindestens ebenso zwielichtig ist wie Ravid. Eine Stadtwache, die den „Mondschieber“, einen Menschenschmuggler, dingfest machen will.

Dass der Mondschieber auch eine Rolle spielt, wird klar, als wir lernen, dass man die Stadt nur mit Passierschein verlassen kann. Schleierzauber werden durch Magie an den Eingängen und Ausgängen der Stadt gebrochen. Und mit einem befreiten Gefangenen würde das auffallen. Doch niemand weiß, ob es den Mondschieber wirklich gibt und wer er ist.

Während wir all den spannenden Figuren folgen, zieht sich die Schlinge um Dolans Hals enger. Genau wie Kerra finden wir fast alle Personen, die ihr Hilfe angeboten haben, irgendwie zwielichtig. Es ist unmöglich zu sagen, wer es gut meint und wer nicht. Kein Schwarz und Weiß, sondern viele Graustufen. Deswegen bin ich richtig am Buch geklebt, nachdem ich mich in die Welt eingefunden habe.

Die Ereignisse überschlagen sich bald und es ist unfassbar spannend, langsam die verworrenen Geheimnisse der Stadt zu entschlüsseln.

Selfpub-Perle!

Das Selfpublishing professionalisiert sich und erkämpft sich weiter Anerkennung, wird nun in der Buchbranche auch wahrgenommen und besser gefördert als noch vor einigen Jahren. Viele der Bücher haben eine hohe Qualität und packende, fantastische Geschichten, die sich keinesfalls hinter Verlagsbüchern verstecken müssen. „Unstern“ ist so eines dieser Bücher. Es ist fesselnd, spannend, hat einen wunderbaren Weltenbau, clevere Charaktere, interessante Geheimnisse und das gewisse Etwas. Der Schreibstil von Katrin Ils ist mir auch sehr positiv aufgefallen. Flüssig, wortgewandt mit präzisen Beschreibungen und lebhaften Bildern.

Wie sie die Geschichte aufbaut, in die Welt einführt und wie die Geschichte an Spannung aufnimmt und einen bis zum Ende nicht mehr loslässt, ist einfach sehr gut gelungen. Wie gut, dass der zweite Band „Flammendunkel“ auch schon in meinem Besitz weilt, denn ich möchte gleich weiterlesen und mehr Abenteuer mit Kerra erleben.

Fazit:

Düstere, spannende Fantasy ohne Liebesgedöns und trotzdem auch emotional packend. Moralische Dilemma, zwielichtige Verbrecher, Geheimnisse und die sympathische Protagonistin Kerra entführen uns in die Stadt Alat. Es fällt schwer, das Buch wegzulegen, wenn man einmal abgetaucht ist. Ich will definitv von Unstern und Katrin Ils lesen.

Das Buch würde ich allen ans Herz legen, die gerne Dark Fantasy lesen, lebendige Großstädte, Schurken, dreidimensionale Charaktere ohne Heldenkomplex und übertriebene Superkräfte mögen. Auch Leser*innen, die sich bisher nicht an Dark Fantasy oder Selfpublisher oder beides getraut haben, können beruhigt zugreifen.

Weiter Meinungen:


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#SPBuch Adventskalender – 17 – Tanja Hanika

#SPBuch Adventskalender – 17 – Tanja Hanika

#SPBuch Adventskalender – 17 – Tanja Hanika

(Werbung wegen Namensnennung)

Hallöchen und Willkommen zum siebzehnten Türchen des Selfpublishing Adventskalenders – heute habe ich mit Tanja Hanika eine unglaublich liebe Person im Boot. Man würde ihr auf den ersten Blick gar nicht zutrauen, gruselige und blutige Romane zu schreiben. Aber genau das macht sie und zwar sehr gut!

Zwei ihrer Werke, nämlich Zwietracht und Scream Run Die, habe ich hier auf meinem Blog schon rezensiert.

Auf ihrer Website findet ihr weitere Infos zu ihren Büchern.


1. Liebe Tanja, du schreibst vorwiegend gruselige und blutige Geschichten! Bei Weihnachten denkt man nicht gleich an Horror. Gibt es etwas im Advent und im Festtagstrubel, dass du gruselig findest?

Ich mag Weihnachten und an sich finde ich daran nichts gruselig. Knecht Ruprecht hätte aber Potenzial. Man kann jedes Setting gruselig schreiben. Ein leerer Weihnachtsmarkt mit leiernder Weihnachtsmusik und einem einzigen offenen Stand beispielsweise, der etwas ganz Spezielles verkauft.

 

2. Hast du dir schonmal überlegt eine unheimliche Weihnachtsgeschichte zu schreiben oder ein weihnachtliches Motiv für eine Horrorgeschichte zu adaptieren?

Da bringst du mich auf eine Idee.^^ Eine Weihnachtsgeschichte habe ich noch nicht adaptiert, aber ich finde generell, dass Horror gut in die Weihnachtszeit passt. Er bietet eine angenehme Pause von der Dauerbesinnlichkeit im Advent, lässt einen durchatmen und anschließend ist man wieder bereit für Plätzchen, Punsch und Co.

 

3. Dieser Adventskalender präsentiert eine Fülle wunderbarer Selfpublisher*innen. Wo liegen für dich die Vorteile beim Selfpublishing?

Der für mich wichtigste Vorteil ist die Freiheit, alles selbst zu organisieren, selbst zu entscheiden und auch die Geschichten zu veröffentlichen, die vielleicht nicht mainstreamig genug für einen Verlag wären. Ich habe Handlungsfreiheit bezüglich meiner Geschichten, der Themenwahl und ich kann bestimmen, wann ich sie veröffentliche, ohne zu lange Vorlaufzeit. Es muss nicht in ein Programm passen, sondern nur zu mir als Autorin. Die Branche hat sich stark Professionalisiert, sodass man genügend Ansprechpartner findet, wenn man Hilfe beim Feinschliff des Textes oder bei der Covergestaltung braucht. Ich kann mir sogar dabei aussuchen, mit wem ich zusammenarbeiten und wie ich es haben möchte. Welcher Verlag könnte mir all das bieten? 🙂

4. Was war dein bisheriges Highlight als Autorin?

Ein einzelnes Highlight kann ich wirklich nicht herausgreifen, es gibt da verschiedene Ebenen. Ein riesiges Highlight war das Autorenportrait über mich im Magazin »Der Selfpublisher«. Auch die Messen und Litcamps, wenn ich meine Kollegen und Leser treffen darf, sind jedes Mal Highlights mit ganz besonderen Momenten.

Das erste Mal das Taschenbuch des jeweils aktuellen Buchprojekts in den Händen zu halten, ist ein Highlight im Arbeitsprozess, weil man das Ergebnis sieht, wo hinein man all sein Herzblut und die Mühe gesteckt hat.

 

5. Was magst du an der Weihnachtszeit am Liebsten und welcher Nascherei kannst du nicht widerstehen?

Leuchtende Kinderaugen sind für mich das schönste an der Weihnachtszeit. Ich versuche, die meines Sohnes möglichst oft zum Strahlen zu bringen und gerade in der Weihnachtszeit ist das leicht.

Kaum widerstehen kann ich selbstgebackenen Plätzchen. Gerade die von meiner Oma wecken Kindheitserinnerungen und schmecken besonders lecker.

 

6. Gibt es etwas an Weihnachten, das dich nervt oder stört?

Weihnachtliche Pseudo-Freundlichkeit bringt mich auf die Palme. Menschen, die das ganze Jahr über nichts von Höflichkeit oder Freundlichkeit halten, können sich das auch in der Weihnachtszeit sparen.

 

7. Hast du einen Lieblingsfilm/-buch, dass du jedes Jahr zu Weihnachten aus der Kiste holst?

Nein, ich lese zwar jedes Jahr zu Halloween »Der Rabe« von Edgar Allan Poe, aber so eine Tradition für Weihnachten habe ich nicht. In den letzten Jahren haben mich Vorleseadventkalender für Kinder durch die Weihnachtszeit begleitet, das wird wohl dieses Jahr genauso sein.

 

8. Hast du aktuell ein Projekt in den Startlöchern und kannst du uns schon etwas darüber verraten?

Vor inzwischen fast einem Monat ist mein Schauerroman »Werwölfe in Aremsrath« erschienen. Die nächste Veröffentlichung dauert daher noch ein bisschen, aber ich schreibe momentan an einem modernen Hexenhorrorroman, der im Sommer 2019 erscheinen soll und gegen Ende 2019 möchte ich meine zweite Gruselanthologie veröffentlichen. Beides wird gewohnt gruselig und fies. Ich habe großen Spaß beim Schreiben. 🙂

 

9. Was wünscht du dir für 2019?

Wenn 2019 so wird wie 2018, bin ich an sich sehr happy. Vielleicht ein paar weniger Kindergartenviren, aber ansonsten ist jeder Tag das, was man daraus macht. 😀

Konkret wünsche ich mir, viele Litcamps und die Frankfurter Buchmesse besuchen zu können. Und falls es eine kleine Fee gibt, die Wünsche erfüllt, dann würde ich mir wünschen, dass sich mehr Leser an Horrortexte heranwagen. Damit meine ich nicht nur meine eigenen, sondern das Genre generell.

Liebe Tanja, vielen vielen Dank für deine Antworten!

Das war das letzte Adventskalender Special auf meinem Blog. Den krönenden Abschluss gibt es übrigens am 24.12 auf KeJas Blogbuch – mit einer riesengroßen Verlosung. Dort könnt ihr auch eines der Bücher meiner „Schützlinge“ gewinnen. Welches? Das wird noch nicht verraten.


Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

 

#SPBuch Adventskalender – 12 – Nina C. Hasse

#SPBuch Adventskalender – 12 – Nina C. Hasse

#SPBuch Adventskalender – 12 – Nina C. Hasse

(Werbung wegen Namensnennung)

Heute darf ich die liebe Nina C. Hasse im Adventskalender begrüßen!

Die liebe Nina war eine der ersten Personen, der ich damals auf twitter gefolgt bin und die mich auf meiner ersten Frankfurter Buchmesse als Autorin begrüßt und unter ihre Fittiche genommen hat. Aber sie ist nicht nur eine unglaublich liebe Person, sondern auch Autorin und Lektorin!

Übrigens, ihr Buch „Ersticktes Matt“ habe ich bereits hier auf meinem Blog rezensiert. Es ist eine der ersten Rezensionen, die ich hier geschrieben habe und ist noch ganz anders aufgebaut als meine jetzigen Rezis.

Auf Ninas Website erfahrt ihr mehr über ihre Bücher und die Arbeit als Lektorin. Auf ihrem Blog gibt es persönlichere Beiträge und auch die spannende Create & Inspire Interviewreihe.


 

  1. Hallo Nina! Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wie entstand die Idee, einen Steampunk-Krimi zu schreiben?

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann ich mit dem Schreiben begonnen habe. Ich weiß aber noch, dass ich bereits in der Grundschule Geschichten zu Bildern aus Zeitschriften geschrieben habe, teilweise mit verkehrt herum geschriebenen Buchstaben. Als ich 16 Jahre alt war, habe ich so richtig ernsthaft mit dem Schreiben begonnen. Damals war der Wunsch zu veröffentlichen schon da, allerdings habe ich das meiste für die Schublade geschrieben, darunter einen halben Fantasy-Roman und einen über die Hexenverfolgung in Salem.

Der Steampunk-Krimi war ursprünglich ein normaler Krimi – ganz ohne Steampunk. Allerdings habe ich beim Schreiben recht schnell gemerkt, dass der Roman in unserer »normalen« Welt nicht funktionierte. Ich bin dann recht zufällig auf Steampunk gestoßen  und dachte mir »Hey, das ist cool, damit will ich mich näher beschäftigen«. Ich habe den bis dato verfassten Roman dann noch einmal neu geschrieben und plötzlich funktionierte die Geschichte wesentlich besser.

 

  1. Dein Steampunk-Krimi „Ersticktes Matt“ spielt in einer überfluteten Welt in New York – was hat dich zu diesem Setting inspiriert?

Ehrlich gesagt, war auch das wieder Zufall. Ich hatte jetzt die Steampunk-Version meiner Geschichte, dennoch fehlte noch das gewisse Etwas. Im Urlaub sah ich eine Dokumentation über den Klimawandel und den Anstieg der Meeresspiegel und sogleich setzte mein Kopfkino ein. Also habe ich die Geschichte noch einmal umgeschrieben, die Floodlands entwickelt und Story und Figuren daran angepasst. Erst nach drei verschiedenen Fassungen hatte ich dann endlich ein rundes Bild.

 

  1. Feiern die Menschen in den Floodlands und der Stadt auch noch Weihnachten? Fährt der Weihnachtsmann vielleicht im Schnellboot statt im Schlitten?

Natürlich wird auch in meiner Version von New York Weihnachten gefeiert und auch die Menschen in den Floodlands feiern ihren Möglichkeiten entsprechend, wenn sie dem christlichen Glauben anhängen. Mit Santa bin ich persönlich nie so wirklich warm geworden, aber ich könnte mir Madelines Ehemann Antoni sehr gut als Weihnachtsmann verkleidet vorstellen.

  1. Du arbeitest sowohl als Autorin als auch als Lektorin – beeinflusst das dein eigenes Schreiben?

Auf jeden Fall! Mit jedem Manuskript, das ich im Lektorat bearbeite, lerne ich auch etwas für mein eigenes Schreiben dazu. Die vielen Fragen, die ich den Autoren im Manuskript stelle, versuche ich auch in meinem eigenen anzuwenden. Auf ein Lektorat kann ich meinerseits leider auch nicht verzichten. Man kann seine Texte zwar bis zu einem gewissen Grad überarbeiten, aber nicht selbst lektorieren. Irgendwann setzt die Betriebsblindheit dann doch ein.

Allerdings bin ich mittlerweile sehr sensibel für gern genutzte Formulierungen wie das allseits bemühte „Achselzucken“, „lächelte“, „blickte“ usw. Die fallen mir besonders auf, wenn ich sie in mein Manuskript schreibe. In der Rohfassung lasse ich sie oftmals stehen, spätestens der Überarbeitung fallen sie dann aber meist zum Opfer. 😀

  1. Selbst Schreiben und Lektorieren – das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Was macht dir in diesen zwei unterschiedlichen Prozessen denn am meisten Spaß?

Im Schreibprozess mag ich das Plotten am liebsten. Dieses Gefühl, wenn noch alles möglich ist, du die Figuren und eine ganze Welt um sie herum erschaffen kannst, ist manchmal ziemlich überwältigend, aber herrlich.

Beim Lektorieren mag ich auch das erste Lesen des Textes besonders, bei dem ich die Geschichte erst einmal selbst entdecken darf und nur erste Anmerkungen zu Figuren/Spannungsbogen/etc. mache. Dann habe ich das Gefühl, meinen Autorenkollegen am nächsten zu sein.

 

  1. Wie verbringst du Weihnachten am liebsten? Feiert ihr groß mit der Familie mit brennenden Tannen, angekokeltem Truthahn und Gezanke? Oder läuft alles besinnlich und friedlich ab?

Weihnachten ist bei uns eindeutig ein Familienfest, das seit ich denken kann gleich abläuft. Heiligabend verbringen wir bei Oma und Opa, mit Bescherung und leckerem Essen. Am 1. Weihnachtstag kommen dann Tanten und Cousinen dazu. Es ist immer fast schon kitschig-harmonisch und wir genießen diese Zeit gemeinsam sehr, weil wir eine recht große Familie sind und nur selten alle zusammenkommen.

  1. Was ist deine liebste Weihnachtsleckerei? (Falls du ein altes Familiengeheimrezept für umwerfend gute Plätzchen hast, gerne her damit!)

Ich liebe Zimtsterne und Lebkuchen, die ich aber immer kaufe. Ich bin koch- und backtechnisch nur so semi-begabt. Meine Oma macht superleckere Kokosmakronen, die ich dieses Jahr auch gerne selbst einmal ausprobieren möchte. Drückt mir bitte die Daumen, dass ich dabei nicht die Küche in Brand setze!

Hier das Rezept:

  • 4 Eiweiß
  • 200g feiner Zucker
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 2 Tropfen Bittermandel Backöl
  • 200g Kokosraspeln

Das Eiweiß zu Schnee schlagen, der so fest ist, dass ein Schnitt mit einer Messerspitze sichtbar bleibt. Nach und nach mit einem Esslöffel Zucker, Zimt und das Backöl unterschlagen. Danach langsam die Kokosraspeln unterheben. Mithilfe zweier Teelöffel kleine Teighäufchen auf Backoblaten setzen und bei leichter Hitze (je nach Ofen etwa 100° – 130°C) auf einem Backblech für etwa 35 Minuten backen. *yummy*

  1. Hast du ein aktuelles Projekt, an dem du arbeitest bzw. vielleicht in den Startlöchern zur VÖ? Und kannst/magst du uns mehr darüber erzählen?

In den Startlöchern zur Veröffentlichung leider noch nicht, aber ich arbeite natürlich am 2. Teil der Floodlands-Reihe. Und jetzt im NaNoWriMo habe ich ein Projekt geschrieben (bzw. schreibe es noch), das ich im Alter von 17 Jahren begonnen und irgendwann auf Eis gelegt habe. Die Geschichte hat mich allerdings nie losgelassen und bekommt jetzt endlich einen neuen Anstrich und ein funkelndes Steampunk-Gewand. Ausnahmsweise wird es mal kein Krimi, sondern ein Abenteuerroman, den ich gerne mit „Lara Croft trifft Jules Verne“ beschreibe. Wer also Abenteuer, Archäologie, Schatzsuche, Indiana Jones und Steampunk mag, kann sich unter dem Hashtag #AdLucem bei Twitter und Instagram schon einmal einen ersten Eindruck verschaffen. Ach, und eine Pinterest-Pinnwand gibt es natürlich auch – wie für alle meine Projekte.

  1. Was wünscht du dir für 2019 und worauf freust du dich im neuen Jahr besonders?

In erster Linie wünsche ich mir Gesundheit und ein wunderbares Jahr für mein gesamtes (digitales) Umfeld, meine Familie und Freunde und natürlich auch für mich. In Bezug auf meine schriftstellerische Tätigkeit hoffe ich, zwei Romane so weit fertig zu schreiben, dass sie in absehbarer Zeit veröffentlicht werden können.

Besonders freue ich mich auf eine Europareise, die ich im Sommer gerne machen würde, auf die Geburt meiner zweiten Großcousine und auf viele tolle Begegnungen mit lieben Menschen – online wie offline. Und natürlich auf spannende Abenteuer mit meinen Figuren.

Vielen Dank für das tolle Interview, liebe Nina!

Wenn ihr euch das Buch kaufen möchtet, dann ist der Dezember die beste Gelegenheit. Denn die liebe Nina spendet pro verkauftem Buch 1€ an den Bund Naturschutz. Tolle Sache!


Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

(Werbung wegen Namensnennung)

Heute im Adventskalender darf ich euch eine liebe Freundin und Nornennetz-Kollegin vorstellen.

Die kreative, engangierte und fabelhafte Elenor Avelle!

Bei so einer liebevollen und vergnügten Persönlichkeit würde man es nicht erwarten – aber Elenor liebt Grusel, Zombies und Halloween! Ihr erstes Buch „Infiziert – Geheime Sehnsucht“ habe ich rezensiert und zum Release damals mit einer Blogtour begleitet.

Auf ihrer Website findet ihr immer kreative Aktionen und spannende Hintergrundinfos rund um ihre Bücher.


1. Deine Geschichten „Infiziert“ und „Gefesselt“ spielen beide in einem dystopischen Settings mit immerhungrigen Zombies. Feiern die Charaktere trotzdem Weihnachten? Und wenn ja, wie?

Weihnachten spielt vor allem in „Infiziert“ eine große Rolle. Die Zombiekalypse findet kurz vor Weihnachten statt und der langsam verrottende Schmuck des Festtages, verkörpert den Niedergang unserer Zivilisation und der Werte der westlichen Welt insbesondere. Eine Weihnachtsfeier kommt allerdings in beiden Büchern nicht vor.

 

2. Dieser Adventskalender präsentiert eine Fülle wunderbarer Selfpublisher*innen. Wo liegen für dich die Vorteile des Selfpublishing?

Als Selfpublisher bin ich nicht an Marktforschung gebunden. Während ein Verlag Bücher veröffentlicht, die den gerade vorherrschenden Vorlieben entgegenkommen, kann ich schreiben, was immer mir am Herzen liegt.

 

3. Zu Halloween verwandelt sich dein Haus in einen magischen Hexenhof mit Zaubersteinen, Labyrinth und tollen Extras – wie sieht Weihnachten bei dir aus?

Wie Weihnachten bei mir aussieht, hängt sehr von meiner Jahresstimmung ab. Da wir nicht religiös sind, feiern wir das Ende der langen Nächte. Je nachdem, wie weihnachtlich mir zumute war, habe ich von Tannenzweigen, Kerzen, Spekulatius und Kakao Ende Dezember genug und packe zu Sylvester freudig alles wieder weg.

 

4. Welchen Charakter aus deinen Büchern würdest du gerne mal treffen?

Ich würde Gill gerne treffen. Nicht nur viele meiner Leser sind #TeamGill. Er ist ein außergewöhnlicher Mensch, ehrlich, verlässlich und locker.

 

5. Elenor Avelle ist nicht dein richtiger Name, oder? Wie bist du auf dein Pseudonym gekommen und warum hast du dir eines ausgewählt?

Meine Persönlichkeit kommt den Anforderungen des heutigen Autorendaseins nicht sehr entgegen. Deshalb finde ich ein Alter Ego für mich unerlässlich, dass meine Autorenseite nach außen präsentiert. Ein Pseudonym zu finden, ist gar nicht so einfach. Ich habe meinen Vornamen eingebaut, meinen Lieblingscharakter aus den Jane Austen Romanen, eine Schriftstellerin, die ich sehr bewundere. Auch ein Teil meines Nachnamens ist enthalten und da ich ein Fable für Schnörkel habe, habe ich noch zwei Buchstaben mit weichem Klang eingebaut.

6. Wie gehst du beim Schreiben deiner Geschichten vor? Wird alles haarfein geplottet oder lässt du deine Charaktere auch manchmal ins Ungewisse laufen?

Ich plotte so gut wie gar nicht. Das ist für mich, als würde ich als Mutter meinen Kindern vorschreiben wollen, wer sie zu sein haben. Das Schreiben ist für mich ähnlich wie ein Rollenspiel. Es entwickelt sich, von Gewissen Grundlagen ausgehend, selbst.

 

7. Was macht dir bei der Entstehung eines Buches, vom Schreiben über Überarbeitung bis hin zur Veröffentlichung und dem Marketing am meisten Spaß?

Das hängt stark von meiner Stimmung ab. Alles kann Spaß machen und ich habe auch schon bei jedem Schritt höllisch geflucht.

 

8. Was war dein bisheriges Highlight als Autorin?

Es gab viele Highlights. Der Schritt mich in die Autorenwelt hinauszuwagen, ist für mich wahrscheinlich das größte aller Highlights insgesamt.

 

9. Wird dein nächstes Buch auch wieder im „Infiziert“ Universum spielen und kannst du uns schon ein bisschen was darüber verraten?

Mein nächstes Buch, das im kommenden Sommer 2019 erscheinen soll, wird der Abschluss der Reihe. Es ist der Folgeteil zu „Gefesselt-Der Anfang“. „Gefesselt“ war eigentlich nie geplant. Die Geschichte ist entstanden, weil einige meiner Leser sagten, sie würden gerne mehr über Gill und die Hintergründe erfahren. Allen voran eine gute Freundin von mir, der ich das Buch auch gewidmet habe. Ursprünglich habe ich Gills Geschichte nur für sie geschrieben, doch das ganze hat sich verselbstständig und dann wurde nicht nur ein Roman daraus, sondern zwei. „Gefesselt – Die Rückkehr“, die Geschichte, in der es um Gills Heimreise nach London geht, und was er in seiner Heimatstadt vorfindet, ist das Buch, dass ich nach „Infiziert“ geschrieben habe. Daraus entwickelte sich dann der Vorgängerband „Gefesselt- Der Anfang“ und Rebecca erwachte zum Leben. Das ist der spannendste Moment für mich als Schriftstellerin, wenn eine Welt oder ein Charakter aus dem Nichts entsteht.

 

10. Was wünscht du dir für 2019 und worauf freust du dich im neuen Jahr besonders?

 Ich freue mich auf viele weitere tolle Momente mit Lesern und Kollegen und bin gespannt, wohin der Wind mich treiben wird.
Vielen Dank für das spannende Interview!

Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

Wie werde ich eigentlich Autor*in?

Wie werde ich eigentlich Autor*in?

Wie werde ich eigentlich Autor*in?

Wie wird man eigentlich Autor*in? Habt ihr euch die Frage jemals gestellt?

Genau darüber spreche ich in meinem neusten Video:

In Filmen setzen sich verkappte Genies oft einfach abends an die Schreibmaschine, getrieben von einer krass-genialen Idee. Sie tippen die Nacht durch und zack, am nächsten Morgen ist das Buch fertig. Man ahnt zwar, dass das in der Realität anders abläuft, aber so ganz genau wissen es viele wohl nicht.

Dass viel Arbeit, Frustrationstoleranz und Ausdauer gefragt ist, scheinen viele unter den Teppich zu kehren. Jung-Autor*innen, die ihr erstes Manuskript fertig haben, geben sich gerne der Illusion hin, dass die Veröffentlichung jetzt ein Klacks wird, wenn man mal fertig ist.

Mein „Baby“ Save Our Souls ist seit geraumer Zeit fertig, war schon bei den Testleser*innen und trotzdem ist noch keine VÖ in Sichtweite. Bin ich dann überhaupt schon Autorin?

Ich bin schließlich auch Mitglied im Nornennetz, einem Netzwerk für Phantastikautorinnen. Ich lese bei 9lesen aus meinen Werken. Und quatsche im Heldenreise Podcast über meinen Weg als Autorin.

Also ja, ich sehe mich schon als Autorin! Was denkt ihr darüber? Wann ist für euch jemand Autor*in?

Wenn ihr Lust auf weitere Beiträge rund um das Thema Schreiben habt, dann schreibt es in die Kommentare!

Tüdelü, eure Babsi

Benefiz Anthologie – Entzünde den Funken

Benefiz Anthologie – Entzünde den Funken

Benefiz Anthologie – Entzünde den Funken

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Aaaah es ist soweit! Die Benefiz Anthologie „Entzünde den Funken“ von Siiri Saunders und Adrian R. Stiller ist erschienen. Mit darin: meine Geschichte.

Ich bin immer noch ganz baff, dass das so flott ging. Und dass meine Geschichte um Psychologin Julia auch auf dem Klappentext geteasert wird. Mein Exemplar trudelt bestimmt die Tage bei mir ein, damit ich all die tollen anderen Geschichten lesen darf. Die Druckfahne sah auf jeden Fall schon richtig schön aus. Mit dem Kauf der Anthologie spendet ihr übrigens an soziale Projekte in Deutschland.

Das Erscheinen ist aber auch euch zu verdanken, schließlich konnte dank euch das Crowdfunding und somit Lektorat, Korrektorat und Coverdesign finanziert werden.

Wer sich die Geschichte um die Entstehung des Buches durchlesen möchte, kann auf der Website der Anthologie nachlesen.

Über diesen Link gelangt ihr zum twentysix Shop, wo ihr das Buch als Paperback oder Ebook kaufen könnt.

  • Herausgeber: Siiri Saunders und Adrian R. Stiller
  • Titel: Entzünde den Funken
  • Benefiz Anthologie, verschiedene Genres
  • Enthaltene Geschichten:
    15x All Age, 8x ältere Teenager/Erwachsene, 2x ab 9 Jahren, 5 Gedichte
  • Autor*innen: A.M. Harries, Adrian Richard Stiller, Alexa Znih, Andrea Kerstinger, Anna Kleve, Anne Zandt, Barbara Weiß, Birgit Letsch, Constanzia Norström, Jana Schikorra, Jessica July, Jule Reichert, June Is, Katharina Rauh, Laura Nieland, Mia Schulz, Michaela Ofitsch, Nina E. Christ, Patrick Kaltwasser, Sandy Mercier, Siiri Saunders

 

 

(Blogtour) Die magischen Wesen aus „Das steinerne Schloss“ von Anna Weydt

(Blogtour) Die magischen Wesen aus „Das steinerne Schloss“ von Anna Weydt

Die magischen Wesen aus „Das steinerne Schloss“ von Anna Weydt

Ahoi ihr Lieben!

Willkommen zum letzten Stopp der Blogtour. Ich stelle euch heute die magischen Wesen aus „Das steinerne Schloss“ von Anna Weydt vor!

 

Magische Wesen

Greif

Ein Greif ist ein mythologisches Geschöpf, das bereits in vielen Büchern eine Heimat gefunden hat. Seidenschnabel aus der Harry Potter Reihe dürfte eines der bekanntesten Exemplare sein. In der Rollenspielreihe „Das schwarze Auge“ ist der Gott Praios eine Greif. Greife haben einen Vogelkopf, Flügel und einen Löwenkörper. Es gibt Abwandlungen in denen nur die Hinterläufe die eines Löwen sind. Sind die Hinterbeine die von Pferden – wie bei Seidenschnabel – spricht man von einem Hippogreif.

http://kulturschnitte.de/Rollenspiel/Bobbel/alveran.htm

Mit ihren Flügeln erobern sie den Himmel und mit ihren scharfen Pranken haschen sie nach ihrer Beute. Überall werden Greife als majestätische und mächtige Geschöpfe bewundert. Sie gelten als intelligent, stolz und eigensinnig. Gelingt es einem Menschen, die Gunst eines Greifen zu erlangen, so darf er vielleicht eine Runde auf dem breiten Rücken mitfliegen.

Sie hörte Krallen über den Boden schaben, und kurz darauf schob sich ein gefiederter Kopf in ihr Sichtfeld. Eilig wollte sie sich abwenden, doch die goldenen Augen des Greifen bannten sie an Ort und Stelle. Sie bewegte sich nicht, und auch er verharrte einen Herzschlag lang. Dann begann er sich an ihrer Hand zu reiben. Dabei schnurrte er so laut wie ein alter Dieselmotor und knabberte mit seinem Schnabel an ihrer Hand. Charlie grub ihre Finger in den fedrigen Kopf, was den Greifen nur noch lauter schnurren ließ.

Protagonistin Charlie begegnet im Buch recht früh einem Vertreter dieser Rasse und lernt: „Die Weibchen haben bunte [Federn], die Männchen schwarze.“ Greife sind der menschlichen Sprache nicht mächtig, sind jedoch intelligent genug, um Menschen zu verstehen und durch ziepen, zwicken und kuscheln zu kommunizieren.

 


Ghul

Ein schattenartiges Wesen mit stacheligem Schwanz, das krabbelt und kriecht oder auf seinen hufigen Hinterläufen geht. Sein Biss kann für normale Menschen tödlich sein, wenn er nicht sofort behandelt wird. Dieser Kreatur will man weder tags noch nachts begegnen!

Über den Lärm hinweg hörte sie sein Geifern, roch den faulen Hauch, der ihn umgab. Wie in Zeitlupe sah sie das Wesen auf allen Vieren mit verdrehtem Gang bis zur Kante des Bahnsteigs rennen – und abspringen. (…) Gleich würde der Ghul über sie herfallen, sie zerreißen, mit seinem stacheligen Schwanz würgen, wie er es schon im Altenheim hatte tun wollen.

Ghule gelten in der persisch-arabischen Mythologie als sehr gefährliche Dämonen, finden sich jedoch in vielen Kultur- und Mythologiekreisen wieder. Durch die „Geschichten aus tausenduneiner Nacht“ erlangten sie weltweite Popularität und bevölkern seither zahlreiche Bücher, Filme und Serien. Wie Zombies haben sie oft großen Hunger auf Menschenfleisch und gelten als eher einfältig. Jedoch sind Ghule im Gegensatz zu Zombies oder Wiedergängern nie Menschen gewesen.


Hydra

Das Wesen war eine Schlange – zumindest, wenn man davon absah, dass es mehr als sieben Köpfe besaß, die sie alle mit einer Intensität anstarrten, die ihr angst und bange werden ließ.

Die vielen Augen der Hydra zogen sich zu schmalen Schlitzen zusammen. „Dir steht die Wahl nicht frei, Trägerin. Du kannsssst dich entscheiden: Entweder du kommsssst mit, oder deiner Familie wird essss schlecht ergehen.“

Auch die Hydra ist ein Wesen aus der griechischen Mythologie. Für jeden Kopf, den man ihr abschlägt, wächst einer nach. Will man das wirklich ausprobieren, wenn man keine Superkräfte wie Hercules hat? Jedenfalls ist die Hamburger Hydra auch in dieser Erzählung keine freundliche Gestalt, sondern arbeitet gegen unsere Helden Charlie.

 


Harpye

Harpyen gibt es auch in Hamburg! Von Griechenland aus haben sich diese Vogelwesen inzwischen überall ausgebreitet. Scharfe Klauen, Flügel und ihr elsterngleiches Wesen machen sie zu hartnäckigen Feinden. Wer einen Schatz aus ihren gut bewachten Nestern stibitzen will, sollte sich vor diesen launischen Kreaturen hüten! Ihr natürlichen Erzfeinde sind die Greifen.

Behutsam bahnte sie sich ihren Weg über die verschmolzenen Metallgegenstände, die den Boden und die Wände des Nestes bildeten. (…) Stattdessen flogen sie hinein und heraus. /

Sie hatte sich mit ihren Vogelkrallen an den Rand des Nestes gekrallt. (…) Ihr Blick aus reptilienartigen Augen (…). Das Wesen hatte in etwa die Größe eines Menschen. Mit Ausnahme des menschlichen Kopfs glich die Harpyie ansonsten aber eher einem Vogel.

Wusstet ihr, dass Harpyen in „Das steinerne Schloss“ wie Fledermäuse über Kopf schlafen? Irgendwie niedlich. Zumindest solange bis sie aufwachen! Ihre Flügel können sie zumindest für kurze Zeit in menschliche Arme verwandeln, um besser Dinge greifen zu können.

„Was tut ihr hier?“, fragte sie mit einer Stimme wie der Wind selbst. Sie klang so fremd, dass Charlie ein kalter Schauer über den Rücken lief.


Weitere Wesen

In Anna Weydst Buchwelt wimmelt es nur so von Kreaturen! Natürlich kann nicht jedes Wesen eine wichtige Rolle einnehmen und viel Platz im Buch klauen, denn schließlich geht es um unsere menschliche, aber besondere Charlie! Vorenthalten möchte ich sie euch dennoch nicht. Einigen magischen Wesen werdet ihr nur begegnen, wenn ihr das Buch selbst lest…

Baby-Kraken?

[Die Kreatur] ähnelte einem Oktopus. Einem Oktopus, der extrem viele, extrem scharfe Zähne zu haben schien. (…) Das Vieh war total auf sie fixiert(…) und streckte seine Tentakel nach ihr aus. Er riss sein Maul auf, und Charlie stockte der Atem: Hinter der vorderen Reihe Zähne rotierten in seinem Rachen fünf weitere.

Ich möchte eins! Ob das ein Baby-Kraken ist?

Drachen

Sie gehören zu den bedrohlichsten Kreaturen der Welt in „Das steinerne Schloss“.

Ein Kreischen durchbrach die Stille der Nacht. Es klang wie tausend Stimmen, gefangen in einer. (…) „Das war ein Drache. Verflucht, das macht es uns schwerer. Drachen sind ein ganz anderes Kaliber als Ghule und Vampire.“

Vor ihnen stand ein einzelner Mann auf der Straße. Er war wie aus dem Nichts erschienen, hatte seine Finger in die Gürtelschlaufen gehängt und starrte sie aus rot glühenden Augen an.

Fee

Feen spielen in „Das steinerne Schloss“ keine allzu große Rolle. Sie sind klein und verstecken sich gerne in Bücherregalen. Sie sind liebreizend und flirten gern.

Irrlicht

„(…) Irrlichter haben nur dann einen freien Willen, wenn sie in der Nähe eines Moores sind. Ansonsten sind sie wie schwebende Glühbirnen.“

 

„Das steinerne Schloss“ lohnt sich nicht nur wegen Magie, ein bisschen Romantik und Action, sondern auch um die beeindruckende Riege an magischen Kreaturen besser kennen zu lernen. Zu viel wollte ich nämlich nicht verraten, denn einige dieser Kreaturen spielen wichtige Rollen im Buch.


Gewinnspiel:

Natürlich gibt es auch ein Gewinnspiel! Es läuft vom 13.09 bis zum 18.09 um 23:59 Uhr. Die Gewinner werden am 19.09 von Anna Weydt bekannt gegeben (Teilnahmebedingungen).

Was müsst ihr tun? Besucht diesen Beitrag von Anna Weydt und macht den Test, welcher euer magische Begleiter sein wird. (Den Test findet ihr hier.)

Die Beiträge zur Blogtour


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Das Buch

  • Autorin: Anna Weydt
  • Titel: Das steinerne Schloss
  • Verlag: books2read
  • Genre: Urban Fantasy
  • 323 Seiten, Ebook: 0,99€
  • auf amazon* anschauen

Worum geht’s?
Die Hamburger Studentin Charlie vergisst den Talisman ihres Großvaters eigentlich nie. Als es trotzdem eines Abends passiert, werden sie und ihr Dozent von einer schattenartigen Kreatur gejagt und verletzt. Ein mysteriöser junger Mann, der auf einem Greif reitet, kommt ihnen zu Hilfe. Damit wird Charlie in eine magische Parallelgesellschaft und einen uralten Kampf verwickelt, in dem sie selbst noch eine große Rolle spielen soll. Doch jeder verbirgt Geheimnisse und hat eigene Interessen und Charlie scheint der Schlüssel zu sein – wem kann Charlie vertrauen?


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[Rezension] Hanover’s Blind von Kia Kahawa (XL Leseprobe)

[Rezension] Hanover’s Blind von Kia Kahawa (XL Leseprobe)

Heute gibt es mal einen etwas anderen Beitrag – und zwar eine Rezension zu einer XL Leseprobe! Nämlich zu „Hanover’s Blind“ von Kia Kahawa.

Warum nicht zum ganzen Buch? – Weil das Buch noch gar nicht erschienen ist!


  • Autorin: Kia Kahawa
  • Titel: Hanover’s Blind

Worum geht’s?
Adam möchte seinen Platz im Leben finden. Einen ersten Schritt macht er als er alleine nach Hannover in eine fremde WG zieht. Er ist hungrig nach Leben, hungrig nach Liebe, nach Erfahrungen. Was niemand weiß: Adam hat eine Sehbehinderung und ist fast blind – das versucht Adam aber mit allen Mitteln zu verheimlichen, um nicht ausgeschlossen zu werden oder eine Sonderbehandlung zu bekommen. Aber kann das auf Dauer gut gehen?


Kia Kahawa: Hanover’s Blind

Zum ersten Mal erfuhr ich von diesem Projekt als Kia mir auf der LBM18 ihr Exposé zeigte. Und nun ist es soweit, das Buch steht in den Startlöchern – Kia ist als Selfpublisherin bereits erfahren, aber Hanover’s Blind ist etwas besonderes. Deswegen ist auch die Veröffentlichung etwas anders als bei ihren anderen Büchern. Es gibt nämlich eine große Crowdfunding Kampagne, damit das Buch sowohl als Taschenbuch als auch als Hardcover herauskommen kann – vielleicht sogar mit Illustrationen? Ich würde mich freuen, wenn ihr bei der Aktion auf startnext vorbeischaut.

Es gibt auch einen Buchtrailer:

Meine Meinung:

Das erste Kapitel beginnt an Hannovers Bahnhof – mit Adam kommen wir an, hören Geräusche und lernen ihn und die Umgebung kennen. Erste Hinweise auf seine Geschichte, seine Beweggründe und seine Persönlichkeit. Besonders schön – das Kapitel beginnt mit einem „Nein“ und endet mit einem „Ja“. Ein wundervolles kleine Detail. Kias Beschreibungen sind fließend, humorvoll und sind gut eingebettet in die Handlung. Wir werden als Leser nicht von Emotionen erschlagen und trotzdem formt sich ein Bild vor unserem inneren Auge. Ein Bild, das ein bisschen anders ist als üblich, denn wir sehen nicht durch Adams Augen – wir hören, riechen, fühlen und schmecken durch ihn.

Im zweiten Kapitel

begleiten wir Adam in die WG zu Muriel und Johanna – die auf den ersten Blick sehr liebevoll und aufgeschlossen wirken. Natürlich ist es einerseits ein bisschen doof, dass er nicht erzählt, dass er eine Sehbehinderung hat, andererseits wirken seine Motive glaubwürdig und es erzeugt natürlich Spannung und viele mögliche Fettnäpfchen, auf dich ich mich als Leserin schon diebisch freue. Locker und amüsant geht es weiter und auf Adams Weg gibt es direkt ein paar kleine Schlaglöcher.

Und Kia schafft es fabelhaft Adams gemischte Gefühle rüberzubringen. Ein Feuerwerk nur zu hören, während andere staunen. Das schmerzt. Und während ich mich jetzt auch nach Sandelholz-Karamell und einem „White Lady“ sehne, geht die XL Leseprobe zu ende.

Kias Schreibstil liest sich flüssig, es steckt viel Humor, viel Wortwitz, aber auch Sehnsucht in dieser Geschichte.

Ich möchte weiterlesen, wissen wie es weitergeht, wie Adams Weg aussieht. Insgesamt hat das Buch 180 Seiten, eine Novelle – aber allein in diesen drei Kapiteln steckte schon viel an Geschichte und Gefühlen drin, die Lust auf mehr machen!

Fun fact: Adam und mein erstes Wort als Babys stimmen überein! 😀

Ohne Augenlicht wäre mein Leben… (c) Kia Kahawa

Ich will es haben!

Ihr auch? Dann schaut bei startnext.com/hanovers-blind vorbei – ihr könnt zwischen Ebook, Taschenbuch und Hardcover wählen – denn nur, wenn wir zusammen anpacken, kann dieses besondere Projekt um Adam wirklich zum Leben erwachen! Und erzählt und teilt den Link gerne – es müssten sich (Stand 13.06) nur noch 44 Personen ein Hardcover bestellen, damit Hanover’s Blind gedruckt werden kann!

 

Weitere, spannende Beiträge zu Hanover’s Blind:

 

Vielen Dank liebe Kia, das ich bei diesem tollen Projekt mitwirken und vorab eine Leseprobe lesen durfte!