Kategorie: Bücher

[Rezension] Schuldig von Kanae Minato

[Rezension] Schuldig von Kanae Minato

[Rezension] Schuldig von Kanae Minato

Vor ca. 2 Jahren habe ich mein erstes Buch von Kanae Minato gelesen und war absolut begeistert von „Geständnisse“. Nun ist ihr neues Buch erschienen und ich habe es vom C. Bertelsmann Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank!


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  • Autorin: Kanae Minato, aus dem Japanischen übersetzt von Sabine Mangold
  • Titel: Schuldig
  • Verlag: C. Bertelsmann
  • Genre: Drama, Spannungsroman
  • 320 Seiten, geb.: 18€ | Ebook: 15,99€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Fünf Studenten wollen ein Wochenende auf einer Berghütte verbringen. Doch einer von ihnen, Hirosawa, stirbt bei einem Autounfall auf der kurvigen Bergstraße. Drei Jahre später plagen Fukase immer noch Schuldgefühle. Verstärkt werden diese nur als eines Tages ein Zettel mit den Worten „Du bist ein Mörder“ für ihn auftaucht. Fukase begibt sich auf Spurensuche. Wer war Hirosawa und war es vielleicht doch kein tragisches Unglück?


Meine Meinung:

Die Prämisse des Buches erinnert an klassische Horrorfilme: „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ oder Ähnliches. Dennoch kommt alles ganz anders als erwartet. Unser Erzähler ist einer der fünf Studenten von damals – Fukase – und ihn begleiten wir durch das Buch. Er hat den Tod seines Freundes nicht wirklich überwunden, plagt sich mit Schuldgefühlen und seiner eigenen Unsicherheit.

Fukase ist ein Charakter mit reichem Innenleben. Er grübelt und denkt sehr viel nach. Dabei beschreibt er seine Umgebung sehr genau, vor allem Essen und Trinken. Das Buch lädt wirklich zu einer Tasse Kaffe und zu Honigbroten ein. Ein Großteil des Buches spielt im bezaubernden Café Clover, in dem Fukase nachdenkt und verschiedenste Kaffeemischungen ausprobiert. Hier fühlt er sich zuhause und wird nicht ständig von Gefühlen der Unzulänglichkeit geplagt.

Denn er sieht sich als langweiligen, leeren Versager mit einem unspektakulären Leben. Die anderen haben es immer etwas besser oder leichter. Gleichzeitig schwingt eine gewisse Arroganz mit dieser Klarheit mit. Neben dem Café ist sein Lichtblick seine neue Freundin Mihoko. Doch diese präsentiert ihm eines Tages einen Zettel auf dem steht „Fukase ist ein Mörder“. Und er beginnt zu erzählen, was wirklich in dieser Nacht geschehen ist.

Doch damit ist das Buch nicht beendet. Wie auch „Geständnisse“ gliedert es sich in Abschnitte. Im zweiten Abschnitt fährt Fukase in Hirosawas Heimat um mehr über seinen verstorbenen Freund und auch den Schreiber des Briefes herauszufinden. Im dritten Akt spitzt sich alles zu und wir bekommen eine Lösung präsentiert.

Milch Kaffee und Honig

Die Biene auf dem Buch und der gelbe Schriftzug lassen vermuten: Es geht auch um Honig. Der Honig wird immer recht beiläufig erwähnt. Fukase rührt ihn sich gerne in den Kaffee – was für viele wie ein Affront wirkt – nach dem Probieren doch auch andere Charaktere im Buch begeistert. Kaffeebohnen, Honigsorten, Buchweizennudeln und Gebäck – bei dem Buch wird man hungrig und durstig. Kanae Minato beschreibt die Leckereien, ihre Zubereitung und ihre Wirkung sehr präzise. Durch ihren Charakter offenbart sie wieder einen sehr scharfen und klaren Blick auf die japanische Gesellschaft. Auf Konformität, Angepasstheit, innere Leere und zurückgestellte Träume und Gefühle.

Es ist ein Buch, dass sehr eng mit dem japanischen Wesen verknüpft ist. Denn in einem anderen Land hätte die Geschichte und auch ihre Auflösung vielleicht nicht so funktioniert. Weil es in Kanae Minatos Japan mehr Zurückhaltung, mehr Unausgesprochenes und mehr Vorbehalte gibt als vielleicht in Deutschland wo die Leute im Bus über ihren letzten Urologen-Besuch reden. Das macht es spannend und auch ein bisschen frustrierend.

Ein kleines bisschen zähflüssig…

Das Buch plätschert mir teilweise etwas zu ruhig vor sich hin. Der große Unbekannte, der Verfasser der Briefe, ist über das Buch hinweg wenig präsent. Zwar beschleicht einen immer mal wieder so ein kleiner Verdachtsmoment oder ein ungutes Gefühl – aber wirklich beklommen und ängstlich war ich selten. Anders als „Geständnisse“, dass sehr schonungslos und deutlich war, erlebt man bei „Schuldig“ eher eine dramatische Zuspitzung als eine Achterbahnfahrt. Das hat durchaus auch seinen Charme, es ist trauriger und aussichtsloser. Mehr Drama als Thriller.

Das Gemeine an dem Buch ist – es gibt quasi zwei Auflösungen. Einmal erfahren wir die Identität des Briefverfassers und einmal noch was wirklich zu Hirosawas Tod geführt hat. Mein Verdacht bezüglich des Briefschreibers formte sich schon ab der Mitte des Buches und war dann auch tatsächlich richtig. Dennoch eine schockierende Enthüllung, die einige weitere Fragen aufwarf. Die Umstände zu Hirosawas Tod werden auf der letzten Seite enthüllt und haben mich mit der Wucht eines Güterzuges umgefahren. Was für ein Schachzug am Ende!

Kanae Minato hat auch schon „Geständnisse“ mit einem Knall beendet, der genial war und im Gehirn gekitzelt hat. Sie beantwortet die wichtigsten Fragen, aber viele Details bleiben ungeklärt, das weitere Geschehen bleibt ungeklärt. Man fragt sich vieles, ist entsetzt, aufgewühlt, nachdenklich. Und doch ist es gut, dass das Buch genau hier endet. Für mich ist klar: Auch das nächste Kanae Minato Buch darf hier ohne Vorbehalte einziehen!

Fazit:

Wieder ein erzählerischer Geniestreich von Kanae Minato. „Schuldig“ ist ein spannendes Drama mit einem bombastischen Ende. Leider gelingt es nicht das ganze Buch über die Spannung und die beklemmende Stimmung aufrechtzuerhalten. Dafür spürt man die tiefe Trauer, Wehmut und auch die Reue der Charaktere. Ein nachdenkliches Buch mit vielen Fragen über das Leben, über Freundschaft und Unausgesprochenes. Es hat mir sehr gut gefallen und das Ende lässt mich einfach nicht los.

Weitere Meinungen:

 


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[Rezension] Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen von Ava Reed

[Rezension] Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen von Ava Reed

[Rezension] Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen von Ava Reed

Ich betreue in unserem Buchladen u.a. das Kinder- und Jugendbuchregal. Gerne hole ich mir dabei Inspiration von Booktube, Bookstagram und Booktwitter. Melody Of Books schaue ich schon lange, wenn auch eher unregelmäßig. In ihrem Lesemonat März stellte sie ein paar Bücher vor und eines, das ich ohnenhin schon auf dem Schirm hatte. Ihr habt es geahnt: „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ von Ava Reed. Also bestellte ich es für die Buchhandlung, schmökerte rein, kaufte es und schmökerte es am selben Tag zu Ende.


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  • Titel: Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
  • Autorin: Ava Reed
  • Verlag: ueberreuter
  • Genre: Jugendbuch, psychische Gesundheit
  • 320 Seiten, E-Book: 14,99€ | geb.: 16,95€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Leni ist eine ganz normale Jugendliche, glücklich mit Freunden und auf dem Weg zum Abitur. Doch im letzten Schuljahr passiert etwas, dass Lenis Gefühle durcheinander würfelt. Plötzlich ist da Leere, Traurigkeit und jede Menge Angst. Es wird ein Spießrutenlauf bis Leni endlich die Therapie bekommt, die sie braucht. Doch die Angststörung klammert und Leni hat sich festgefahren in ihren Mustern. Erst als Matti in die Klinik kommt, beginnt Leni, sich zu verändern.


Meine Meinung:

Vorweg eine kleine Triggerwarnung, die sich auch im Buch findet: Das Buch behandelt Themen wie psychische und körperliche Erkrankungen, Depression, Panikattacken und den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik.

Das Buch besticht zuerst natürlich durch das wundervolle Design. Die Farben, Lichter und Gestaltung ist wunderschön. Innen drin sind vereinzelt Tagebucheinträge, die von Ava Reed selbst geschrieben und illustriert wurden. Das verleiht dem Buch noch eine Spur mehr Realität. Tatsächlich ist auch Lenis Geschichte selbst so erschreckend(?) real.

Ava Reed hat Lenis Entwicklung sehr gut dargestellt. Als Leserin fühlte ich mich Leni so nah, hab mitgelitten und für sie gehofft. Angsstörungen sind neben Depressionen die am häufigsten diagnostizierten psychischen Erkrankungen. Wie auch im Buch gehen sie oft Hand in Hand, im Fachjargon nennt man das „komorbid“. Die Beschreibungen von Lenis Gefühlen und Ängsten fühlten sich sehr glaubwürdig an. Sowohl aus persönlicher Perspektive als auch mit meinem kritischen Psychologie-Studi-Blick.

Dass das Buch sehr persönlich ist, auch wenn die Geschichte von Leni erfunden ist, kann man im Nachwort lesen. Auch dieses Nachwort enthält nochmal wichtige Botschaften und ermutigt, sich Hilfe zu suchen. So eine Art Nachsorge finde ich bei Büchern zu solchen Themen unfassbar wichtig.

Lenis Spirale

Wir starten mit Leni als fröhlichem Mädchen mit Freunden und dem Weg zum Abitur. Doch dann kommt die Angst. Übel, Schwindel, Panikattacken. Ihr Umfeld ist machtlos, doch ihre Eltern sind sehr engagiert, kümmern sich aufopferungsvoll und besuchen mit ihr mehrere Ärzte. Da gab es ein paar echte Idioten, die Leni nicht ernst nahmen und mich beim Lesen so wütend gemacht haben. Doch Ava Reeds Ziel war es nicht, Ärzte oder Psychologen zu verunglimpfen. Denn es gibt sie, die Lenis Problem erkennen und sie bestärken, die sich kümmern und auskennen. Sie bekommt ihre Diagnose – und damit beginnt die zweite große Hälfte des Buches.

Leni kommt in eine Klinik, in der sie andere Jugendliche trifft, die ähnliche Probleme haben. Anna, die Depressionen hat und Philip, der an Magersucht leidet und aufgrund seiner Homosexualität starke Selbstwertproblem entwickelt hat. Beide sind für meinen Geschmack etwas kurz gekommen. Sie haben zwar wichtige Schlüsseldialoge mit Leni, wir erfahren auch am Ende wie es mit ihnen weiterging, aber mehr so im Nebensatz. Das fand ich sehr schade.

Matti hingegen kommt in die Klinik, weil er sich mit Rasierklingen geschnitten hat. Nicht, weil er sich umbringen wollte, sondern weil er an einer seltenen Erkrankung leidet. Diese lässt ihn weder Schmerz, noch Hitze und Kälte fühlen. Aus Angst, dass er sich verletzt, lässt ihn seine überfürsorgliche Mutter kaum aus dem Haus. Kaum in der Klinik will Matti endlich die Chance nutzen und die Welt erkunden. Er unternimmt einen Fluchtversuch, wird jedoch zufällig von Leni gefunden. Die beiden werden erwischt und bekommen ordentlich Ärger.

Matti sagt einige sehr unsensible Dinge zu Leni, doch in der gemeinsamen Zeit entwickeln sie mehr Verständnis füreinander. Auch wenn die Klinik nicht als Ort des Grauens dargestellt wird, wenn das behandelnde Personal nett und fürsorglich ist – Mattis Entschluss steht fest. Er will raus aus dieser Klinik. Und ein Teil von Leni möchte mit. Die Zeit in der Klinik ist durch Aufs und Abs geprägt, durch interessante Gespräche und Selbsterkenntnis.

Matti will Meer

Die Psychologin von mir und auch mein braves Ich halten das für die beschissenste Idee überhaupt. Ich hatte auch ehrlich Sorge, dass die beiden sich verlieben, diese Reise unternehmen und danach auf magische Weise geheilt sind. Doch das passiert nicht. Fettes Danke an Ava Reed. Wie das Buch weitergeht, werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nur soviel: Auch, wenn einige eher unrealistische Dinge passieren, lösen sich die Krankheiten und Probleme nicht in Luft auf. Aber der Kurs steht auf Hoffnung.

Insgesamt fand ich die Geschichte unglaublich gut. Ich habe das Buch an einem Tag gelesen, das sagt auch einiges aus. Der Schreibstil ist angenehm lesbar. Die Geschichte wirkt persönlich, emotional und ist doch behutsam erzählt. Ava Reed hat mit diesem Buch ihr Fingerspitzengefühl und Emotion bewiesen. Für ein jüngeres Publikum ist dieses Buch wunderbar geeignet, um psychische Erkrankungen besser zu verstehen. Um die Angst davor zu nehmen. Um sich ermutigt zu fühlen, Hilfe zu suchen und sich seinen Freunden anzuvertrauen. Und das sind unfassbar wichtige Botschaften!

 

Fazit:

Danke, Ava Reed, für dieses Buch. Die einfühlsam erzählte Geschichte von Leni, ihrer Angsstörung und dem Weg der Besserung bieten einen tiefen Einblick in eine jugendliche Seele. Das Buch erzählt eine wichtige Geschichte auf unterhaltsame und doch sensible Art und Weise. Nicht alles an dem Buch ist total realistisch, vieles ist hoffnungsvoll und ein bisschen idealisiert worden. Doch es ist real genug, um zu berühren und zu bewegen. Und fantasievoll genug, um Hoffnung zu schenken und das schwere Thema angenehm aufzuarbeiten. Lediglich von den Nebencharakteren, die mir etwas zu sehr instrumentalisiert wurden, hätte ich mir mehr gewünscht. Von mir gibt es 4 Sterne und eine dicke Leseempfehlung!

 

Weitere Meinungen:

 


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[Lesechallenge] Wir lesen Frauen

[Lesechallenge] Wir lesen Frauen

[Lesechallenge] Wir lesen Frauen

Wie viele Autorinnen stehen bei euch im Regal? Greift ihr bewusst eher zu Autoren eines bestimmten Geschlechts? Achtet ihr überhaupt nicht darauf? Meidet ihr z.B. Krimis von Personen mit weiblichem Namen?
Egal welcher Fraktion ihr angehört, Frauen sind in der Literatur sind unterrepräsentiert. Literaturpreise, Feuilleton, Lehrplan, Literaturlisten – hauptsächlich Männer. Und Spoiler: Das liegt nicht daran, dass Männer besser schreiben.

Die #WirLesenFrauen Challenge, die Eva-Maria Obermann am 8. Februar ausgerufen hat, richtet das Augenmerk besonders auf Autorinnen. Und das ist großartig! Alle Infos über die Challenge, Inspiration, Ideen und Hintergrundwissen gibt es bei Evas Blog Schreibtrieb!

(Titelbild (c) Eva-Maria Obermann)


Wir lesen Frauen

(Ich werde alle Bücher von Autorinnen mitzählen, die ich seit Februar gelesen habe und die Liste fleißig updaten!)


(c) Chris Murray // Unsplash

Vielen Dank liebe Eva für diese tolle Challenge! Welche tollen Menschen noch alle mitmachen, seht ihr auf der Übersichtsseite.

 

 

[Rezension] New York Bastards: In deinem Schatten von K.C. Atkins

[Rezension] New York Bastards: In deinem Schatten von K.C. Atkins

[Rezension] New York Bastards: In deinem Schatten von K.C. Atkins

Guilty Pleasure! Ich liebe Bösewichte mit einem guten Kern. Das ist mein liebster Literaturtrope, denn ich liebe es, wenn die rauen, fiesen Charaktere beweisen, dass sie eigentlich gar nicht so böse sind. Wenn sie die Chance bekommen, etwas Gutes zu tun und zu (Anti-)helden werden. Vermutlich auch deshalb habe ich mir vor ein paar Jahren das Ebook zu K.C. Atkins‘ New York Bastards geholt.


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  • Titel: New York Bastards: In deinem Schatten
  • Autorin: K.C. Atkins
  • Verlag: LYX
  • Genre: Thriller, Erotik
  • Band 1 von bisher 3, in sich abgeschlossen
  • 488 Seiten, Ebook: 4,99€ | TB: 12,90€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Lissiana Stafford arbeitet als Polizistin in New York. Sie ist mit ihrem Kollegen Nathan dem „Bräutigam“ auf der Spur, einem Serienmörder, der Frauen ausbluten lässt und ihnen Brautkleider anzieht. Doch er ist scheinbar ein Phantom ohne klares Muster. Sie brauchen einen Experten für die Unterwelt der Verbrecher, um ihm auf die Schliche zu kommen. Lissiana bleibt keine andere Wahl, als sich an den Mann zu wenden, den die betrogen und ins Gefängnis gebracht hat: Den ehemaligen Gangsterboss John Cohen. Ihre Gefühle für ihn waren nicht gespielt, doch der Verrat sitzt tief und es fällt ihnen anfangs schwer, wieder Vertrauen zueinander zu fassen. Doch sie müssen sich zusammenreißen und zusammenarbeiten um den Killer hinter Gitter zu bringen. Doch John hat keineswegs vor, danach wieder wie abgemacht ins Gefängnis zu gehen…


Meine Meinung:

Es ist ein Erotikthriller und meine Erwartungen waren eher niedrig. Ich erwartete eine flache Geschichte mit vielen Plotlöchern, einer Menge heißer Sexszenen und wenig Tiefgang. Und ich wurde eines Besseren belehrt! Ich suchte süße Zerstreuung und fand einen unterhaltsamen Mix aus Romantik, Humor, Thriller und Erotik. Wer hätte das gedacht?

Lissiana (ich finde diesen Namen grauenhaft und muss jedes Mal nachschauen, wie er geschrieben wird. Dabei frage ich mich auch wie die Autorin das in dem Buch hingekriegt hat.) ist eine interessante Figur. Sie ist eine überarbeitete Polizistin, mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und Biss. Aber sie hat zu knabbern. Daran, dass sie sich in den Mann verliebt hat, den sie verraten hat. John Cohen, einer der Cohen Brüder und Boss eines Verbrecher Syndikats aus New York. Undercover schmuggelte sie sich in seine Organisation und sein Herz, aber auch sie verliebte sich – und sammelte Beweise gegen ihn. Dabei fand sie auch viele Eigenschaften, die sie an ihm Schätzen lernte. Und die werden auch herausgearbeitet. Dreidimensionale! Charaktere! in! einem! Erotikbuch! Danke!

Natürlich ist John Cohen auch gutaussehend und durch seine illegalen Geschäfte reich – im Buch wird auch gut auf den moralischen Zwiespalt eingegangen, der damit einhergeht. Dazu hätte ich gerne noch mehr Gespräche von Lissiana und John gehört. Dass er „nur“ Drogenhandel, Prostitution, Schmuggel etc. betreibt und von Kinderhandel oder Missbrauch die Finger lässt, mag zwar für ihn sprechen, aber er ist dennoch ein Verbrecher und ein Mörder. Da die beiden bereits vor dem Beginn des Buches einmal ein Paar waren, hat sich Lissiana sicher ihre Gedanken dazu gemacht, aber ich hätte gerne mehr davon gelesen. Andere Figuren stellen John Cohen nämlich mehr in Frage und das zurecht. Ein bisschen hat es sich die Autorin auch „zu leicht“ gemacht, indem sie nur Andeutungen über die Machenschaften und das Ausmaß der Taten der Cohen Brüder gemacht hat. Für den legendären Ruf, den John und sein Bruder Butch haben, muss es aber Einiges sein.

Gangster, aber Gentleman

John Cohen ist ein harter Hund, nicht ganz so derb und brutal wie sien Bruder Butch, aber eben ein Mann der Straße. Dennoch behandelt er Lissiana gut und mit Respekt. Am Anfang gibt es eine Art Fluchtversuch und eine Rangelei, aber dass die beiden sich dabei eine reinhauen macht absolut Sinn. Natürlich gibt es im Buch weiterhin Konflikte zwischen den beiden, aber niemand wird handgreiflich und die Grenzen werden geachtet. Es gefällt mir, dass John Cohen eine dunkle, raue Persönlichkeit bleiben kann ohne dabei ein übergriffiger Arsch zu sein. Er ist mitfühlend, intelligent und ermutigt und stärkt Lissiana, ist bereit, ihr zu verzeihen, obwohl sie ihn hintergangen hat.

Aber auch Lissiana ist eine toughe Frau. Sie hat ihre Schwester Victoria nach dem Tod der Mutter fast alleine großgezogen und wacht mit Argusaugen über ihre Schwester. Sie glaubt an die Gerechtigkeit, an ihre Moral, aber zweifelt oft an sich selbst und ihren Entscheidungen, leidet mit Betroffenen und Opfern und ist zielstrebig.

Es wird gemordet!

Interessant waren auch die Absätze aus der Perspektive unseres Killers, der absolut nicht zurechnungsfähig, sondern besessen und brutal dargestellt wird. Dass er Lissiana und John augenscheinlich kennt und auch beobachtet, verleiht dem Buch außerdem mehr Spannung. Auch, wenn seine Denkweise als Serienkiller und sein Motiv nicht komplett neu oder außergewöhnlich waren, hat es die Geschichte gut getragen. Und das, obwohl ich Serienmörder selten wirklich stark finde.

Generell waren neben der komplizierten und vorbelasteten Beziehung zwischen Lissiana und John und den moralischen Fragen auch die Ermittlungsabschnitte und die Suche nach dem Killer zentral. Es gab actionreiche Szenen, auch brutale Szenen und somit war für mich ein gelungener Genremix geschaffen. Für ein Buch mit einem nackten Männeroberkörper auf dem Buch gab es vergleichweise wenig explizite Sexszenen – was mich nicht so gestört hat. Mehr hätte bei der Thematik und dem Tempo der Geschichte auch gestört und dadurch waren die Techtelmechtel auch etwas besonderes für Lissiana und John.

Die Ermittlungsarbeit und die Jagd nach dem Killer war etwas repetetiv und auch, wenn vieles vorhersehbar war, hat mich das Buch gut unterhalten. Ich freue mich auch, dass es im zweiten Band um Lissianas Schwester und Johns Bruder gehen wird, denn die beiden mochte ich von den Nebencharakteren am Liebsten. Die anderen auftretenden Charaktere, inklusive Lissianas Partner Nathan, waren ziemlich blass – auch, weil sie so gut wie keine großen Auftritte hatten. Auch deren absolute Loyalität und die „Gangsterehre“ vieler der Verbrecher im Buch fand ich etwas unglaubwürdig.

Ein paar Mal hat die Autorin auch in die Klischeekiste gegriffen, das aber auch im Buch in Lissianas Gedanken aufs Korn genommen z.B. den italienischen, schmierigen Mafioso.

Insgesamt hat mir das Buch also ziemlich gut gefallen und positiv überrascht. Die Autorin stammt übrigens aus Osnabrück und ist durch einen Schreibwettbewerb mit diesem Buch bei Lyx gelandet. Das habe ich erst während des Lesens herausgefunden, sonst hätte ich es vermutlich für ein amerikanisches Buch gehalten, denn das New York und die Stimmung dort fühlten sich sehr real an. Mich hat K.C. Atkins auf jeden Fall neugierig gemacht. Band 2 liegt schon auf dem E-Reader bereit.

Fazit:

Wer ein seichte Erotik sucht, muss woanders suchen. Wer einen hochkomplizierten Thriller sucht, auch. Aber die Mischung beider Genres, vereint mit sympathischen Charakteren und einem flüssigen Schreibstil haben für mich ein gutes Buch geschaffen. Ich hatte Spaß, Gefühle und Spannung beim Lesen und fand die Mischung aus allem wirklich gelungen.

Weitere Meinungen:

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[Rezension] Und dein Leben, dein Leben von Magret Kindermann

[Rezension] Und dein Leben, dein Leben von Magret Kindermann

[Rezension] Und dein Leben, dein Leben von Magret Kindermann

Dieses Buch stand schon etwas länger in meinem Regal und ganz weit oben auf meiner Leseliste, da ich Magret Kindermann persönlich kenne sehr gerne mag. Ihre Art, die Welt zu betrachten, zu sprechen und die Dinge zu sehen ist sehr besonders und ich war neugierig, ob sich das auch in ihren Büchern widerspiegelt.


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  • Titel: Und dein Leben, dein Leben
  • Autorin: Magret Kindermann
  • Genre: sanfte Psychothrillernovelle(?)
  • 107 Seiten, Ebook: 1,49€ | TB: 9,99€
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Worum geht’s?
Krimiautorin Carmen lebt in einem Bootshaus abseits der Zivilisation in der Nähe eines Waldes, wo sie eine Leiche gefunden hat. Sie genießt die Einsamkeit und lässt ihrer Fantasie in ihren Manuskripten freien Lauf. Einziger Begleiter ist ihr Hund, mit dem sie gerne ausgedehnte Waldspaziergänge macht. Eines Tages wird sie jedoch bewusstlos geschlagen und sitzt plötzlich in ihrem eigenen Haus gefangen einem Fremden gegenüber, der von sich sagt, er seie ein Serienmörder.


Meine Meinung:

Ich liebe das simple und doch schicke Cover mit den dunklen Wellen, die mich an den See aus der Geschichte erinnern. Dieses Buch ist eines dieser Bücher, über die ich einerseits ganz viel und gar nicht reden möchte. Es ist eine dünne Novelle, die man verschlingt und in einem Rutsch durchlesen kann und möchte. Dementsprechend kann ich auch nicht viel über den Inhalt oder die Charaktere sprechen ohne etwas vorweg zu nehmen.

Die Prämisse des Buches ist düster und bedrohlich, doch wir lassen uns ein bisschen Zeit Carmen und ihr Leben kennen zu lernen. Warum sie so lebt, wie es ihr geht und warum sie so fasziniert von Verbrechen ist. Als leidenschaftliche Zuschauerin von Aktenzeichen XY und True Crime Sendungen kann ich diese bizarre Faszination am Tod und den dunkelsten Seiten der Menschen gut nachvollziehen. Auch wenn Krimiautorin Carmen ihr täglich Brot damit verdient, jagen ihr die Tatortfotos, ihre eigenen Werke und das tiefe Abtauchen in die Materie im einsamen Bootshaus manchmal Schauer ein.

Magret Kindermann philosophiert gerne und denkt außerhalb gesellschaftlicher Konventionen und Normen. Das überträgt sie auch wunderbar auf die Geschichte. Da wir alles aus Carmens Kopf heraus betrachten und sie viel mit sich allein ist, passt das wunderbar. Wir tauchen die Zehenspitze in die düstere Gedankenwelt von Carmen, die ein Bild von einer Geschichte vor Augen hat, das sie nicht ganz fassen kann. Die Story, die ihr bestes Buch bilden soll, das sie doch nicht schreiben kann.

Schatten und Licht.

Die oberflächlichen Gespräche mit den Leuten aus dem Ort am anderen Ufer des Sees, ihre Belanglosigkeiten aber auch ihre Heiterkeit stehen im Kontrast zur düsteren Carmen.

Und dann kommt der Tag, an dem sie bewusstlos geschlagen wird und einem Fan ihrer Arbeit gegenüber sitzt. Ein Serienmörder, gelassen und doch bedrohlich. Eine Zwickmühle aus Angst, Faszination und Neugier. Wir fiebern mit Carmen und lauschen dem interessanten Austauschs einer Mörderin auf Papier und eines realen Mörders. Die Luft ist klirrend kalt und die Seiten fliegen vorbei, während man dem Spiel der beiden folgt. Kann Carmen entkommen? Wird sie überleben? Hat dieser Mann etwas mit ihr zu tun? Wir decken Geheimnisse aus Carmens Vergangenheit auf, während der Mörder ein Rätsel bleibt. Wird er sie umbringen? Was hat er vor? Warum Carmen? Nicht ganz greifbar und mit vielen Fragezeichen, aber so ein faszinierender Charakter!

Ich mochte auch die Geschichte in der Geschichte, die Carmen dem Mörder vorliest. Generell liebe ich es, wenn in Büchern über Bücher und das Schreiben gesprochen wird.

Ich kann gar nicht so genau benennen was mich so in den Bann zieht. Der melancholisch, nachdenkliche Schreibstil? Die schrulligen Figuren? Diese bedrohliche Geschichte? Vermutlich ein Mix aus allem. Und ein Mix, der Magret Kindermann wirklich gelungen ist. Etwas vom Tod klebt an der Geschichte, dunkel und schwer wie der See. Auch das Genre einzuordnen fällt mir schwer. Es ist schon ein Psychothriller, aber ohne Blut, ohne Hektik, sondern langsam und bedrohlich wie eine Schlange im Gras.

So gerne würde ich mehr über dieses Buch erzählen, aber es ist schwierig, in Worte zu fassen welche Emotionen und Gedanken das Buch in mir losgetreten hat. Fies!

 

Fazit:

Ein kleines Kunstwerk! Dieses Buch muss man einfach selbst gelesen haben, um die Magie zu verstehen. Für alle, die einen kühlen Schauer suchen. Menschliche Abgründe und Untiefen, die einen zum Nachdenken anregen. Leise Töne, interessante Gedanken statt Action und Blut. Gute Gespräche, schöne Wörter und eine Geschichte, die im Nacken kitzelt. Dafür gibt es die volle Anzahl Seesterne!

Weitere Meinungen:

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[Rezension] milk and honey + the sun and her flowers von Rupi Kaur

[Rezension] milk and honey + the sun and her flowers von Rupi Kaur

[Rezension] milk and honey + the sun and her flowers von Rupi Kaur

Heute gibt es eine Doppelrezension! Und zwar zu den wunderschönen Gedichtbänden „Milk and honey“ und „The sun and her flower“ von Rupi Kaur. Ich habe die beiden Gedichtbände auf Englisch gelesen. Es gibt die beiden Bücher auf mit deutscher Übersetzung, allerdings mag ich es – gerade bei Gedichten – in der Originalsprache zu lesen. Beide Bücher habe ich dieses Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen.


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  • Titel: Milk and Honey
  • Autorin: Rupi Kaur
  • Verlag: Simon + Schuster
  • Genre: Gedichte
  • 208 Seiten, Ebook: 7,49€ | TB: 9,36€
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Worum geht’s?
In „milk and honey“ finden sich verschiedene Gedichte rund um die Themen Feminismus, Weiblichkeit, Liebe, Selbstbestimmung. Sie sind in vier Abschnitte gegliedert:  the hurting, the loving, the breaking, the healing. Die meisten Gedichte sind kurz, ein paar wenige Zeilen, andere sind länger.

 

  • Titel: The sun and her flowers
  • Autorin: Rupi Kaur
  • Verlag: Simon + Schuster
  • Genre: Gedichte
  • 248 Seiten, Ebook: 7,73€ | TB: 10,71€
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Worum geht’s?
In „the sun and her flowers“ finden sich verschiedene Gedichte rund um die Themen Feminismus, Weiblichkeit, Selbstbestimmung und das Wachsen. Sie sind in fünf Abschnitte gegliedert:  wilting, falling, rooting, rising, blooming. Die meisten Gedichte sind kurz, ein paar wenige Zeilen, andere sind länger.


Meine Meinung:

Ich bin bei (modernen) Gedichten und Lyrik eher schwer zu begeistern. Vieles davon wirkt auf mich zu gewollt, zu konstruiert. Die Emotion kommt nicht bei mir an, die Bedeutung ist zu nebulös oder zu offensichtlich. Ganz anders bei Autorin und Poetin Rupi Kaur.

Ihre Gedichte haben nicht viele Worte, nicht viele Reime oder komplexe Versmaße, aber sie berühren, kitzeln etwas in mir und bringen mich zum Nachdenken. Rupi Kaur schreibt über ihr Leben. Sie schneidet unfassbar viele Themen an, aber eines kommt immer rüber – Emotionen.

(c) Rupi Kaur

Egal ob sie über Missbrauch und Vergewaltigung, Trauma, schmerzhafte Trennungen, ihre Mutter, ihre Erfahrungen, ihr Wachstum oder über die Liebe schreibt – man fühlt mit ihr.

Ihre Erfahrungen, ihr Leben, ihr Leid, ihre Liebe mit Worten auf Papier gebrannt. Und sie brennen wirklich. Mal wie eine Wunde, dann wieder entfachen sie die eigene Leidenschaft, bestärken und bekräftigen. Dann lassen sie etwas in mir zerbrechen. Viele Gedichte haben mich traurig gemacht, andere haben mich laut rufen lassen „YES GIRL!“, haben mir Mut gegeben, mich an meine Talente und Kräfte erinnert. Rupi Kaur schreibt für sich und für andere Mädchen und Frauen. Viele Gedichte drehen sich um feministische Themen, Selbstbestimmung und Rollenbilder. Aber ich würde ihre Werke dennoch jedem ans Herz legen, auch wenn man sich nicht mit dem weiblichen Geschlecht identifiziert. Denn in ihnen stecken viele Lebensweisheiten, positive und lebensbejahende Botschaften.

Gefühle pur

Gerade die Liebesgedichte waren so schön, melodisch und sehnsüchtig. Und sie haben dafür gesorgt, dass ich mich gefragt habe „Habe ich je so intensiv geliebt?„. Meine Gefühle sind weitaus weniger aufschäumend, weniger bunt und farbig wie die von Rupi Kaur. Aber ihre Worte haben bunte Pfotenabdrücke auf meiner Seele hinterlassen. Und ich hoffe, dass ein bisschen davon abfärbt. Leben ist eine stetige Entwicklung. Ein wiederholter Kreislauf aus Welken, Fallen, Verwurzeln, Auferstehen und Blühen. So sind auch ihre Gedichte in Wellen. Manche sind wie ein Sturm, andere ruhig, manche direkt, manche mit verstecktem Humor und Biss.

Ich wollte, musste, einige der Gedichte laut vorlesen. Sie waren kraftvoll und mutig, sanft und leise, wunderschön und hässlich, aber auch liebevoll und zart. Facettenreich. Wie Rupi Kaur selbst. Ich kann nur empfehlen, ihr auf Instagram zu folgen, denn ich finde sie und ihr Schaffen unglaublich inspirierend.

Dazu sind die Gedichte teilweise von ihr illustriert. Auf eine sehr einfache und doch schöne Art. Wie ihre Gedichte: einfache Linien, aber kraftvolle Bilder. Es gibt sie, diese Bücher, denen man mit Worten nicht gerecht werden kann. Bücher, die man lesen muss, um zu verstehen, wie sie auf einen wirken.

Gedanken, die bleiben und nachhallen.

(c) Rupi Kaur

Fazit:

Wer viel Wert auf lyrische Konventionen steht, wird mit diesen beiden Büchern vielleicht nicht glücklich. Dennoch haben sie mich berührt, bewegt und begeistert. Inspirierende, moderne Lyrik. Worte, zum inhalieren. Einfach großartig.

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Babsis Leipziger Buchmesse 2019

Babsis Leipziger Buchmesse 2019

Babsis Leipziger Buchmesse 2019

In kompakter Videoform gibt es meine Messeeindrücke natürlich wie immer auf meinem Youtube Kanal:

 

Mittwoch: Wiedersehensfreude und Aufbau

Nornennetz Stand

Die Anreise begann für mich bereits am Mittwoch. In Erfurt hüpfte ich in den Zug, in dem schon Elenor Avelle saß. Gemeinsam rollten wir fleißig Lose für den Messestand des Nornennetzes. Anne Zandt sammelte uns mit dem Auto vom Bahnhof ein und über viele Treppen ging es zur Nornen-Messe-WG im vierten Stock eines schönen Altbaus. Hier wurde erstmal begrüßt, geplaudert und dann persönliche Gegenstände und Ausrüstung für den Messestand in verschiedene Häufchen sortiert. Wir rollten weiter fleißig Lose für den Kelch und dann ging es los zum Messegelände. Efeu sprießen lassen, Bücher ordentlich präsentieren und Gewinne für die Verlosungen sortieren. Unter einem fast vollen Mond tuckerten wir schließlich wieder heimwärts, freudig gespannt auf den Messebeginn.

Donnerstag: Es ist sehr voll hier!

Am Donnerstag war ich ziemlich erschlagen von den einströmenden Massen. Die erste Nacht in einem fremden Bett mit mehreren Leuten im Zimmer ist immer etwas holprig und so fühlte ich mich kaum ausgeruht. Für jeden Messetag hatte ich mir Programm aufgeschrieben – am Donnerstag habe ich nichts davon geschafft. Ich war so erschöpft und überfordert, dass ich morgens einfach nur meinen Kaffee umklammerte und versuchte, mich zu sammeln. Zum Glück war der Standdienst bei den Nornen eine Konstante und meine Schwestern total lieb und rücksichtsvoll. Am Stand konnte ich mich außerdem langsam „klimatisieren“ und an die ganzen neuen Eindrücke gewöhnen. Viele liebe Leute kamen am Stand vorbei, um mich zu besuchen und zu knuddeln.

Nornentalk & Phantastik Leseabend

So langsam setzte dann die Nervosität ein, denn gemeinsam mit Anne Zandt, Michelle Janßen und Eleonore Laubenstein, würde ich bei der Phantastik Leseinsel 2 eine 30-minütige Diskussionsrunde moderieren. Wir sprachen die Fragen nochmal in Ruhe durch, aber ich war natürlich trotzdem aufgeregt. Aber es saßen viele liebe Freund*innen im Publikum, die es ganz leicht machten, sich zu konzentrieren und nicht vor Nervosität einzugehen. Obwohl wir schneller mit den Fragen durch waren als geplant und ich ein bisschen improvisieren musste, lief alles gut und wir konnten die wichtigsten Punkte ansprechen. Es wird den Beitrag auch wieder als Transkript bzw. zum Nachhören geben, sobald ich mehr weiß, verlinke ich euch das auch gerne hier.

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Danach ging es nach einer kurzen Pause direkt zur Verleihung des Seraph Phantastikpreises. Mit Stella Delaney und Nora Bendzko waren zwei Nornen auf der Shortlist, für die ich natürlich feste die Daumen gedrückt habe. Das Rennen gemacht haben Bernhard Hennen, Birgit Jaeckel und Kris Brynn. Gemeinsam mit ein paar lieben Freundinnen brachen wir dann auch schon auf zum Phantastik Leseabend, an dem ebenjene Gewinner*innen neben anderen Phantastik-Autor*innen lesen würden (Die liebe Jenny hat mich übrigens eingeladen, danke!). Für Essen blieb jedoch keine Zeit, da wir sonst viel zu spät gekommen wären. Vor Ort gab es nur kleine Knabbereien und ich wollte nicht zwischendurch raus und mir gegenüber beim Imbiss was holen. Der Abend war wirklich fabelhaft, auch wenn mir zur Pause die Puste ausging. Ich hätte gerne noch länger zugehört, aber der Magen hing in den Kniekehlen und ich war total platt. Gemeinsam mit Nora ging es nach Hause in die Messe WG, kurz unter die Dusche und ab ins Bett.

Freitag: 9lesen

Der Freitag begann etwas besser ausgeschlafen. Heute fühlte ich mich den Massen besser gewappnet. Mit der Verlosungsbox der #MesseFürDaheim vom Nornennetz ging es los in Halle 1 und 3. Die #MesseFürDaheim Box wurde vom Nornennetz auf je drei Kanälen verlost und ich traf einige liebe Freundinnen, die mir Goodies dafür spendeten. Für mich selbst habe ich bei den vielen tollen Künstler*innen natürlich auch was gekauft.

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Nach einer weiteren Runde Standdienst mit Lose verteilen, glückliche Gewinner beschenken und guten Gesprächen ging es für mich zur Bloggerparty von Tolino. Die liebe Julia hatte mich eingeladen und bei Popcorn und Eistee gab es weitere gute Gespräche und neue Bekanntschaften. Dazu gab es eine total süße, prallgefüllte Goodiebag mit Tee, Keksen(die haben nicht lange überlebt), Notizbuch, Stickern, Badezusatz und vielen anderen süßen Kleinigkeiten. Danke!

Allerdings hatte ich noch einen wichtigen Termin: Das erste Jubiläum von 9lesen! Nach Stärkung mit leckerem Flammkuchen startete die Veranstaltung im vollbesetzten Café Eigler. Der einzige Wehmutstropfen dieser Location waren die geteilten Räume. Aber der Livestream funktionierte, die Stimmung war trotz Müdigkeit gut, die Texte abwechslungsreich und die Bilanz des Abends positiv. Wir hoffen, weiterhin wachsen zu können und euch einen bunten Mix aus unveröffentlichten und veröffentlichten Autor*innen sowie verschiedenen Genres bieten zu können! Vielen Dank an alle, die da waren.

Samstag: ES IST WIRKLICH SEHR VOLL HIER

Es ist bei jeder Messe dasselbe Spiel: Kaum hat man sich einigermaßen an die Menschenmassen gewöhnt, kommt das Wochenende und wenn man Donnerstag denkt „Wow, ist das voll hier!“, wird man Samstag eines besseren belehrt. Dieses Mal habe ich gemerkt, dass ich mit so vielen Reizen und Eindrücken schlecht umgehen kann. Ich werde schnell müde, gereizt und bin überfordert. Deswegen weiß ich die Pressetage auf der Frankfurter Buchmesse umso mehr zu schätzen. Ich wünschte, in Leipzig gäbe es auch wenigstens einen solchen Tag. Denn es ist wirklich schwierig, sich zu den Veranstaltungen zu kämpfen, die man sehen will oder die Stände genauer anzuschauen.

Ich hatte direkt morgens Standdienst beim Nornennetz und hatte mir danach einige Dinge vorgemerkt. Ich habe mich todesmutig in Halle 1 begeben und dort die liebe Melanie Schober wiedergetroffen und mir das vorbestellte Buch „Drawing Dilemmas“ abgeholt. Anschließend plauderten wir noch und dann ging es für mich in Halle 5 zur Bloggerlounge wo ich an meiner Kaffeetasse hing und mit lieben Menschen plauderte – froh um die Ruhe und den Sitzplatz. Anschließend tuckerte ich, getragen vom Menschenstrom, noch etwas durch die Hallen, ohne bestimmte Dinge anzuschauen.

Abends fuhren wir dann mit den Nornen zum großen Nornen-Messe-Essen. Wir waren alle total müde, aber nach einer Stärkung ging die Müdigkeit in Heiterkeit über (Nach müde kommt blöd) und wir haben sehr viel gelacht. Ein wunderschöner Abend, mit dem wir uns für den letzten Messetag wappnen konnten.

Sonntag: Ich will nicht, dass es vorbei ist

Bizarr, wenn man eigentlich total k.o. und hinüber von der Messe ist und am letzten Tag doch nicht will, dass es aufhört. Kaum hat man sich ein bisschen eingewöhnt und einen Überblick verschafft, ist es schon wieder vorbei. Sonntag stand deswegen wieder im Zeichen der Menschen. Ich lauschte am Nornennetz Stand Lesungen und dachte endlich daran, Selfies zu machen! Nach dem Abbau ging es dann noch kurz mit ein paar Lieblingsmenschen essen, bevor ich erschöpft in den Zug purzelte.

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Mein Fazit

Die Leipziger Buchmesse 2019 war wunderschön und reich an wundervollen Begegnungen und Gesprächen mit lieben Menschen. Allerdings hat sie mir auch knallhart meine Grenzen gezeigt. Während ich auf der Frankfurter Buchmesse noch meine Antidepressiva nahm war das die erste Messe ohne Medikamente. Wie bereits erwähnt, merkte ich, dass mein Atem wieder kürzer war. Dass mich vieles überforderte, verängstigte und anstrengte. Weniger als noch in meinen schlimmen depressiven Phasen, aber mehr als mit den antriebs- und stimmungssteigernden Medikamenten. Diese Erinnerung klebt bittersüß in meinem Hinterkopf.

Ich wachse, Ich gedeihe…

Aber es ist eine Lektion über mich und meine Grenzen, die mich lehrt, mir weniger vorzunehmen, mich mehr treiben zu lassen und gut auf mich zu achten. Das habe ich auf der Leipziger Buchmesse geschafft – aber die nagende, selbstkritische Stimme war noch da. „Ich schaffe nicht genug“, „Ich muss doch mehr Energie haben“ – wenn ich dieses fiese Nervtöterchen noch besser in den Griff bekomme, dann werde ich eine gute Balance finden. Vor allem aber freue ich mich, dass ich so viele tolle Menschen getroffen habe, die auch Verständnis dafür hatten, wenn ich nicht sonderlich gesprächig war. Ich bin dankbar, lerne und wachse und ich zehre von den schönen Erfahrungen, den Umarmungen, den lieben Worten und den Menschen, die mich mögen und akzeptieren.

Beim Sichten der Fotos habe ich gemerkt, dass ich mit vielen Menschen keine Fotos gemacht habe. Natürlich ist es schöner zu quatschen als Selfies zu schießen, aber manchmal bin ich doch etwas traurig, dass es kein gemeinsames Bild gibt. Memo an Zukunftsbabsi: Mehr Fotos mit Menschen!

Danke liebe LBM19, dass ich bei dir nach Hause kommen und all diese wunderbaren Menschen treffen kann!

 


Weitere Messerückblicke:

 

[Rezension] Splitter der Nacht von Katrin Ils

[Rezension] Splitter der Nacht von Katrin Ils

[Rezension] Splitter der Nacht von Katrin Ils

Die liebe Katrin Ils hat mit ihr Buch „Splitter der Nacht“ samt geheimnisvollem Kristall als Rezensionsexemplar zugeschickt. Vielen Dank dafür! Das Buch spielt im „Unstern-Universum“, hat aber zumindest bisher nichts mit der Hauptgeschichte zu tun. Wie ich „Unstern“ fand, könnt ihr in dieser Rezension nachlesen.


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  • Autorin: Katrin Ils
  • Titel: Splitter der Nacht
  • Genre: Dark Fantasy
  • 210 Seiten, TB: 9€ | Ebook: 2,99€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Schattenmagierin Jara arbeitet für einen freien Magierzirkel. Frei ist das in ihrer Stadt aber nicht wirklich. Per Eidzauber ist sie an ihren Zirkelmeister gebunden, die freien Zirkel liefern sich untereinander blutige Kämpfe und der Bund der reinen Sonne macht ihnen das Leben schwer. Nach einem missglückten Raub liegt Jara im Kerker des verhassten Bundes. Ihr Meister ist mit ein paar Zauberern und der Beute – einem Kristall namens „Splitter der Nacht“ entkommen. Der Bund möchte den Splitter um jeden Preis zurückbekommen. Jara wird vor die Wahl gestellt – qualvoll sterben oder ihren Meister töten und den Kristall zurückbekommen. Jara fackelt nicht lange…


Meine Meinung:

Auch wenn es für die Geschichte keine riesengroße Rolle spielt, möchte ich erwähnen, dass Jara lesbisch ist. Es ist ein kleines, aber schönes Detail und die Unaufgeregtheit mit der alle Buchcharaktere das hinnehmen würde ich mir für unsere reale Welt auch wünschen. Jaras Herz gehört einer Zirkelkollegin, diese Liebe bleibt jedoch unerwidert. Aber es sind diese scheinbar winzigen Details, die auch für mich eine Geschichte aufbessern und mir zeigen, dass die Autorin eine wirklich lebendige Welt mit lebendigen Figuren im Kopf hat.

Jara ist eine sehr interessante Protagonistin. Während es in ihrem Inneren oft brodelt, schafft sie es, sich immer wieder zu Gelassenheit zu mahnen. Sie ist eine sehr fähige und mächtige Magierin, bleibt aber trotzdem vorsichtig und lieber im Hintergrund. Ihr Leben bisher war alles andere als leicht, das hat sie stark gemacht, aber die Wunden der Vergangenheit schmerzen noch. Diese Mischung macht Jara für mich sehr lebendig und auch glaubwürdig. Während sie durchaus kaltblütig und entschlossen vorgeht, ist da noch etwas Menschlichkeit in ihr. Etwas Weiches in all der Härte. Ich würde unglaublich gerne noch mehr von Jara lesen, da ich sie aufgrund der vielen liebevollen Details fast noch ein bisschen lieber als Unstern Protagonistin Kerra mochte.

Die spielerische, selbstständige und lebendige Magie in der Unstern Welt gefällt mir sehr gut. In diesem Buch erfahren wir auch mehr über die Dämonen und ihr Reich, was ich sehr cool finde. Dämonen, Düsternis und schwarze Magie – das liebe ich in Büchern einfach. Katrin hat durch ihre eigene Lore, ihre eigene Dämonologie und ihr Magiekonzept der Dark Fantasy Welt einen besonderen Touch gegeben. Auch, wenn wir uns in Unstern bisher nur in der Stadt Alat und auch in Splitter der Nacht in Städten befinden, lassen diese Details erahnen, dass da wirklich eine ganze Galaxie in Katrins Kopf existiert.

Katrins Schreibstil ist magisch!

Präzise, detailreich und dennoch flüssig und angenehm zu lesen. Zwischen knallharten Kämpfen und blutigen Ritualen, scheinen sanfte Zeilen und Gedanken durch. Besonders gut haben mir in diesem Buch die Beschreibungen von Jaras Magie, den Elementaren und den Dämonen gefallen. Dieses Buch war absolut verdient auf der Longlist des Seraph 2019 und ich hätte es gerne auch auf der Shortlist gesehen. Wer auf schöne Sprache wert legt, der kann bei Katrins Büchern nichts falsch machen.

Das Genre der Unstern Reihe lässt sich in Dark Fantasy einordnen – dennoch ist Splitter der Nacht in punkto Brutalität, Blutigkeit und auch bei traumatischen Erfahrungen wesentlich expliziter. Folter, körperliche und psychische Gewalt. Und alles nochmal etwas derber als in Unstern. Wenn euch das stört, solltet ihr bei „Splitter der Nacht“ vorsichtig sein. Nichtsdestotrotz wirkt die Gewalt nicht unverhältnismäßig oder deplatziert. Der Ton in diesem Buch ist einfach etwas rauer und schrecklicher. Und wie ihr von meinem bisherigen Lesegeschmack wisst – ich mag es düster und blutig.

Diese Rezension fällt leider recht kurz aus – aus dem einfach Grund, dass mir dieses Buch rundum gefallen hat. Ich habe sogar ein Fanart von Jara gezeichnet!

Fazit:

Mit „Splitter der Nacht“ hat Katrin Ils wieder bewiesen, dass sie Dark Fantasy drauf hat – und Schreiben generell. Spannung, Action und Charaktertiefe zeichnen auch dieses Buch aus. Jara ist mir sogar noch ein bisschen sympathischer als Kerra. Die vielseitige Welt, die liebevollen Details und die interessanten Charaktere ziehen einen direkt in ihren Bann. Katrins Schreibstil hat mir auch wieder unglaublich gut gefallen. Wer sich von viel Blut und Gewalt nicht abschrecken lässt, darf beherzt bei diesem Dark Fantasy Schmankerl zugreifen.

Weitere Meinungen:

 


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Was ist deine besondere Fähigkeit? (Der Atlas der besonderen Kinder – Blogtour)

Was ist deine besondere Fähigkeit? (Der Atlas der besonderen Kinder – Blogtour)

Was ist deine besondere Fähigkeit? (Der Atlas der besonderen Kinder – Blogtour)

 

Herzlich Willkommen zur Blogtour zu „Der Atlas der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs!

Das Buch ist gestern bei Droemer Knaur erstmalig auf Deutsch erschienen. Meine Rezension dazu findet ihr hier. Vielen Dank an Droemer Knaur und Patricia, die uns bei der Blogtour unterstützt und uns die Bücher vorab zur Verfügung gestellt haben! Zwar bildet „Der Atlas der besonderen Kinder“ zwar den Auftakt einer neuen Trilogie, dennoch ist es ratsam zuerst die vorhergehende Trilogie zu lesen.


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  • Autor: Ransom Riggs, übersetzt von Silvia Kinkel
  • Titel: Der Atlas der besonderen Kinder
  • Verlag: Droemer Knaur
  • 512 Seiten, Hardcover: 18€ | Ebook: 12,99€

Reihenfolge:

  1. Die Insel der besonderen Kinder
  2. Die Stadt der besonderen Kinder
  3. Die Bibliothek der besonderen Kinder
  4. Der Atlas der besonderen Kinder


Worum geht’s?
Nach den Ereignissen der ersten drei Bände ist Ruhe eingekehrt – könnte man denken. Doch der Wiederaufbau der zerstörten Gebiet und die Etablierung von neuen Strukturen beschäftigen die besonderen Kinder. Jacob hingegen ist unzufrieden, hin und hergerissen zwischen zwei Welten. Das Erbe seines Großvaters stellt ihn vor viele Rätsel, denen er auf den Grund gehen möchte. Doch dazu muss er sich über die Regeln und den Kopf von Miss Peregrine hinwegsetzen und sich auf unbekanntes Terrain begeben: Die Welt der Besonderen in den USA, die nach ganz anderen Regeln funktionieren. Werden ihn seine Freunde dabei unterstützen? Was für Gefahren lauern in den unbekannten Zeitschleifen, wer ist der mysteriöse H und warum sind besondere Kinder wieder in Gefahr?


 

Die Teilnehmer*innen der Blogtour:

02.03 *Du bist hier*

03.03 Lieschen Liest: Auf Reisen mit den besonderen Kindern

04.03 Hertzklecks: Die Charaktere und ihre besonderen Fähigkeiten

05.03 Bücherwanderin: Must Haves für einen besonderen Roadtrip

06.03 The Booted Kat: Die Victorians und die Fotografie

07.03 Bibliophilara: Zehn besondere Fotos

 

Was ist deine besondere Fähigkeit?

Zum Start der Blogtour erwartet dich hier ein interaktives Quiz, bei dem du entdecken kannst, welche besondere Fähigkeit vielleicht in dir schlummert! Notiere dir bei jeder Antwort den entsprechenden Buchstaben.

1. Du gelangst in den Besitz eines rätselhaften Briefs, einer alten Karte, eines mystischen Gegenstands – etwas, das eindeutig mehr ist als es zu sein scheint. Der Beginn eines Abenteuers vielleicht. Was machst du?

A – Ich versuche in der Bibliothek oder im Internet mehr darüber zu erfahren
B – Das weckt meinen Forschungsdrang. Ich setze alles daran herauszufinden, was es damit auf sich hat
C – Ich gebe es an jemanden weiter, der mehr Erfahrung mit solchen Dingern hat.
D – Sobald ich denke, dass es etwas Böses oder Dunkles ist, versuche ich, den Gegenstand zu zerstören

2. Um ein Abenteuer zu bestreiten braucht man ordentlichen Proviant! Was packst du für eine lange Reise ein?

A – Ein paar Brote belegt mit Wurst oder Käse, etwas Gemüse und etwas Obst und genug Wasser. Und etwas als Nachtisch!
B – Eine Flasche Wasser muss reichen, um den Rest kümmere ich mich unterwegs!
C – Die Reste vom Abendessen gestern.
D – Ein koffeinhaltiges Getränk und energiereiche, aber praktische Snacks z.B. Müsliriegel & Äpfel

3. Wen nimmst du mit auf dein Abenteuer?

A – Ein sich gut ergänzendes Team mit ausgewogenen Fähigkeiten für verschiedene Situationen.
B – Die fähigsten Personen unter meinen Vertrauten.
C – Meine Freunde und Familie.
D – Nur wenige Personen, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.

4. Eine gute Freundin/Ein guter Freund ist in Schwierigkeiten! Du …?

A – Ich überlege mir einen Plan, wie wir am besten vorgehen.
B – Ich hole mir Verstärkung und dann helfen wir.
C – Ich eile ihr/ihm sofort zur Hilfe.
D – Ich beseitige die Ursache des Problems.

5. Im Laufe des Abenteuers ändern sich eure Informationen – was ihr erreichen wollt, könnte katastrophale Konsequenzen für viele haben. Was tut ihr?

A – Ich wäge die Vor- und Nachteile ab und entscheide mich je nachdem wie wahrscheinlich die negativen Konsequenzen wären.
B – Ich versuche, mein Ziel zu erreichen und gleichzeitig die negativen Konsequenzen einzudämmen oder zu verhindern.
C – Ich breche ab, denn ich würde meinen eigenen Nutzen nie über das Gemeinwohl stellen.
D – Um die Konsequenzen kümmere ich mich, wenn es soweit ist. Meine Liebsten und ich sind es mir wert, dieses Risiko einzugehen.

6. Was ist deine größte Angst? 

A – Krankheiten und das älter werden.
B – Nichts im Leben zu erreichen.
C – Geliebte Menschen zu verlieren.
D – Einsamkeit.

7. Wie steht es um deine körperliche Fitness?

A – Bei Gefahr könnte ich wegrennen, aber nicht für lange. Fitness ist nicht so meins.
B – Ganz gut, aber ich würde eigentlich gerne öfter Sport treiben.
C – Ich mache einigermaßen regelmäßig Sport, aber hauptsächlich, weil es mir Spaß macht.
D – Ich arbeite regelmäßig an mir und treibe oft Sport. Körperliche Fitness ist mir sehr wichtig, ich gehe auch gerne auf Wettkämpfe.

8. Euer Erzfeind ist endlich besiegt. Wie verfahrt ihr mit ihm?

A – Ich werde seine Informationen und sein Wissen nutzen und ihm die Chance geben, gemeinsam mit mir zu arbeiten um sich zu rehabilitieren.
B – Ich sperre ihn ein. So jemand Gefährliches sollte nicht frei herumlaufen!
C – Er soll vor Gericht für seine Schandtaten geradestehen.
D – Er wird doppelt und dreifach für all das büßen, was er verbrochen hat.

9. Das Abenteuer ist geschafft, endlich wieder Zeit für dich. Wenn du es dir aussuchen könntest, was für einen Urlaub würdest du machen?

A – Ein entspannter Aufenthalt in einem Spa-Hotel mit Therme. Ausschlafen, ausgedehnte Spaziergänge, Gesichtsmasken und Massagen – Hauptsache kein Stress!
B – Ein Städtetrip mit kulturellem Programm. Die Tage sind gut durchgeplant mit Museen, Stadtführungen, Sehenswürdigkeiten und leckerer regionaler Küche.
C – Ein Urlaub am Meer, mit viel Sonne, faulenzen am Strand, leckerem Eis und gelegentlichen Bootsausflügen.
D – Etwas Abwechslungsreiches wie ein Roadtrip oder ein kleiner Abenteuerurlaub mit Safari, Dschungelexpedition oder Erlebnis-Wanderungen.

10. Was für Hobbies hast du so, wenn die Welt nicht gerade gerettet werden muss?

A – Lesen, neue Dinge lernen, Bullet Journal oder Tagebuch führen.
B – Nicht wirklich viel. Serien oder Fernsehen schauen. Für mehr habe ich kaum Energie.
C – Etwas mit meinen Händen machen. Gärtnern, Töpfern, Zeichnen o.Ä.
D – Vieles! Ein Instrument spielen, Pfadfinder, Reiten oder Tanzgruppe – ich brauche Abwechslung.

11. Mit welchem Charakter aus der Welt der besonderen Kinder wärst du am liebsten befreundet?

A – Millard.
B – Ich kann mich nicht entscheiden.
C – Miss Peregrine.
D – Jacob.

Am häufigsten A

Puh, besonders sein ist ganz schön anstrengend! Du hältst dich lieber von Kämpfen fern und agierst unterstützend und aus dem Hintergrund. Dein ruhiges, rationales Gemüt wirkt ausgleichend auf die anderen Hitzköpfe in deinem Team. Demenstprechend wären deine Fähigkeiten auch eher subtil wie Horaces Visionen, perfide wie Enochs Nekromantie oder geheimnisvoll wie Millards Unsichtbarkeit. Manchmal stellst du dich und deine Fähigkeiten unter den Scheffel, dabei hast du das gar nicht nötig. Vertraue in dich und deine Fähigkeiten.

Am häufigsten B

Immer tapfer voraus! Dein starkes Gespür für Gerechtigkeit, dein Tatendrang und deine Entschlossenheit machen dich zur geborenen Anführer*in. Trotzdem verlierst du nicht den Überblick über das große Ganze und bist kreativen Lösungswegen nicht abgeneigt.  Zu dieser großen Verantwortung passen große Kräfte wie Jacobs Gespür für Hollows, Frankies Puppenspiel oder die Ymbrine Fähigkeiten von Miss Peregrine. Pass nur auf, dass dein Ehrgeiz deine Sicht nicht trübt! Manchmal kann es ratsam zu sein, abzuwarten oder sich mit seinen Freunden zu besprechen sonst kann es sein, dass du schnell vom Held zum Bösewicht kippst.

Am häufigsten C

Hauptsache drauf! Oft bist du eher verwirrt und überfordert mit der Situation, aber du stehst deinen Freunden immer helfend zur Seite, wenn Not am Mann ist. Du bist loyal und stehst stets für deine Lieben ein. Du hättest vermutlich Bronwyns Stärke, Hughs Bienen oder Claires bissigen, versteckten Mund. Du folgst lieber, als den Ton anzugeben. Trau dich ruhig, auch Hilfe in Anspruch zu nehmen, Rücksicht auf dich und deine Bedürfnisse zu nehmen und deine Meinung zu sagen.

Am häufigsten D

Explosiv! Du bist tough, entschlossen und weißt genau was du willst und was nicht. Faule Kompromisse sind nicht deins. Du hättest vermutlich die Kräfte, Elemente zu bändigen, so wie Emma das Feuer, Fiona ihre Pflanzen oder Noor das Licht. Du bist eine treue und gute Seele, aber alle werden sich davor hüten, dich zu ihrem Feind zu machen. Manchmal übermannen dich deine Gefühle und du sagst vielleicht Sachen, die du später bereust. Sei nicht zu stolz, dich zu entschuldigen oder Fehler einzugestehen.

Mehrere Buchstaben gleich häufig

Die Welt ist nicht schwarz oder weiß. Vielleicht hast du Talente in mehreren Bereichen oder deine besondere Fähigkeit hat sich noch nicht herauskristallisiert? Sharon, Lily und viele andere Charaktere im Buch sind ebenso wichtig wie unsere Helden – und zwar ohne Flammen aus ihren Händen zu schießen o.Ä.. Lass dich nicht davon beirren was andere können und machen, sondern folge deinem Herzen und dem woran du glaubst. Fehler, Neuanfänge und Kurswechsel sind in Ordnung. Es ist deine Geschichte. Jeder ist auf seine Art und Weise besonders und wichtig.


Ich hoffe, euch hat dieses kleine Quiz gefallen! Schreibt mir doch gerne in die Kommentare, welches Ergebnis ihr bekommen habt.

Morgen geht es weiter mit der Blogtour und zwar bei Lisa von www.lieschenliest.de!

Header Blogtour
[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder von Ransom Riggs

[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder von Ransom Riggs

[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder von Ransom Riggs

Wer mich schon länger verfolgt, weiß es. Ransom Riggs hat sich mit seinen besonderen Kindern in mein Herz geschrieben. Seit J.K. Rowling habe ich niemanden mehr so gehyped. Umso mehr freute es mich, zu hören, dass auch der vierte Teil aus dem Universum der besonderen Kinder wieder bei Droemer Knaur erscheint. Und zwar als schmuckes Hardcover! Vielen Dank an Droemer Knaur (Grüße an Patricia!), die es mir ermöglicht haben, das Buch vorab zu lesen.

Da mit dem Buch eine neue Trilogie eingeläutet wird und ich ausführlicher über die besonderen Kinder reden möchte, hier eine Spoiler Warnung, für alle, die Band 1-3 noch lesen möchten. Ich versuche aber, nicht zu konkret zu werden. Die ersten drei Bände habe ich hier drei Bände habe ich hier rezensiert.

Eine Blogtour zum Buch startet übrigens morgen genau hier auf meinem Blog, also haltet die Augen offen. 😉


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  • Autor: Ranroms Riggs, übersetzt von Silvia Kinkel
  • Titel: Der Atlas der besonderen Kinder
  • Verlag: Droemer Knaur
  • Genre: (Urban) Fantasy, Roadtrip
  • 512 Seiten, Hardcover: 18€ | Ebook: 12,99€
  • auf amazon* kaufen

Reihenfolge:

  1. Die Insel der besonderen Kinder
  2. Die Stadt der besonderen Kinder
  3. Die Bibliothek der besonderen Kinder
  4. Der Atlas der besonderen Kinder (Beginn einer neuen Trilogie, aufbaunend auf 1-3)

 

Worum geht’s?
Der Auftakt zu einer neuen „besonderen Kinder“ Trilogie.
Jacob hat Devil’s Acre schweren Herzens verlassen, nachdem er gemeinsam mit den besonderen Kindern die Wights und Hollows besiegt hat. Doch er fühlt sich seinen Eltern und seinem alten Leben gegenüber verpflichtet. Als seine Eltern ihn in eine Psychiatrie stecken wollen, weil ihnen sein seltsames Verhalten Sorgen bereitet, geschieht das Undenkbare. Alma Peregrine und die besonderen Kinder stehen vor seiner Haustür. Die große Schlacht ist vorbei, doch es gibt Einiges aufzuräumen. Während Jacob versucht, die besondere und normale Welt in Balance zu halten, stößt er auf weitere Geheimnisse, die sein Großvater vor ihm hatte. Auf der Spur seines Opas reist er mit seinen Freunden durch Amerika und muss schnell feststellen, dass die Spielregeln der besonderen Kinder hier so ganz anders sind.


Meine Meinung:

Ich habe das Buch bereits auf Englisch gelesen, weil ich einfach nicht warten konnte! Umso schöner war es, jetzt nochmal die deutsche Version vor sich zu haben.

Dass ich ein großer Fan der besonderen Kinder bin, dürften regelmäßige Besucher meines Blogs schon gemerkt haben. Mir gefällt die Mischung aus Urban Fantasy, bizarren Fähigkeiten und liebenswerten Charakteren, die wortgewandte und präzise Sprache und der kleine Hauch Schaurigkeit.

Klar ist – wer die ersten drei Bände nicht gelesen hat, wird über dem Buch vermutlich verzweifeln, denn Ransom Riggs erklärt nur ganz grob, was bisher geschehen ist. Es gibt keine Vorstellungen und das Wissen aus den ersten drei Bänden wird teilweise als Voraussetzung gesehen. Selbst ich musste nochmal in Band 3 bezüglich einiger Punkte nachblättern. Hier würde ich mir vom Autor etwas mehr Erklärungen wünschen, denn er selbst ist als Erschaffer natürlich ständig in der Materie, dem Plot und der Geschichte. Als Leser*in muss man aber doch manchmal ein oder zwei Jahre auf die Bücher warten, da vergisst man leichtsam ein paar Details.

Zu Gemütlich? Zu rasant?

Wie schon beim allerersten Band der besonderen Kinder zieht sich die Geschichte stellenweise etwas. Es gab einige wirklich bezaubernde Stellen, z.B. als Jacob die besonderen Kinder mit in einen großen US-Supermarkt mitnimmt. Zur Vorbereitung des eigentlichen Abenteuers auf Achse muss aber noch einiges an Aufklärungsarbeit passieren. Das Haus von Jacobs Großvater versteckt einige Geheimnisse, die es zu entschlüsseln gibt. Und schließlich der mysteriöse Bekannte, der die Geschichte erst so richtig ins Rollen bringt.

Ab der zweiten Hälfte passiert dann wieder sagenhaft viel, dass man kaum Zeit hat, all die Details und Infos zu verarbeiten. Hier hätte ich mehr zwischendurch etwas mehr Zeit gewünscht, während am Anfang ruhig etwas mehr Pfeffer hätte sein können. Es treten eine Fülle von Personen auf. Gerade der Übergang von Frankies Haus zum Treffen der New Yorker Chefs war ziemlich hart und ich musste die beiden Kapitel mehrmals überfliegen.

Holzkopf Jacob

Leider ist Jacob – nachdem er in den letzten paar Bänden so viele Pluspunkte sammeln konnte – in diesem Buch wieder eher in meiner Gunst abgerutscht. Das lag vor allem an seiner Starrköpfigkeit und seinem eingeschränkten Blick für das große Ganze. Er hat teilweise wirklich unverantwortlich gehandelt und wirkte mehr wie ein pubertärer Bengel denn je. Natürlich ist es auch realistisch, dass er manchmal bockt – schließlich ist er ein junger, heranwachsender Mann – aber man sollte doch meinen, dass die ganzen Erfahrungen ihn etwas reifer gemacht hätten. Allerdings fällt er durch seinen Stolz auch oft genug auf die Schnauze. Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung – und der ist Jacob nicht so ganz gewachsen.

Ein Auge für Feinheiten hat Ransom Riggs auch bewiesen, indem er sich auf weniger Charaktere konzentriert hat und deren Beziehungen und Persönlichkeiten genauer exploriert hat. Auch wenn ich einige besondere Kinder wieder schmerzlich vermisst habe – Horace! Hugh! – so war die Kombination aus unseren Helden Bronwyn, Emma, Millard, Enoch und Jacob bunt genug. Mir hat gefallen, dass die Beziehungen und Freundschaften nicht in Stein gemeißelt waren. Es gab Streitereien, Schwierigkeiten, Zweifel und Weiterentwicklung. Besonders um die zarte Romanze von Emma und Jacob muss man sich im Laufe des Buches häufiger Sorgen machen, denn Emmas Temperament und Jacobs befeuerter Wille seinen ganz eigenen Weg zu gehen stoßen oft aneinander.

Ransom kann schreiben!

Bisher habe ich die Bücher nur auf Deutsch gelesen, diesmal eben auf Englisch und auf Deutsch. So hatte ich einen schönen Vergleich über die Sprachlichkeit. Übersetzerin Silvia Kinkel fängt die Besonderheiten von Ransom Riggs‘ Schreibstil, die kräftige Bildsprache, die Wortgewandtheit und den trockenen Witz wunderbar ein. Sie bleibt dabei nah am Original, was mir sehr gut gefällt.

Generell würde ich Ransom Riggs‘ Schreibstil als sehr individuell beschreiben. Er hat einen breiten Wortschatz, schreibt abwechslungsreich und für ein Jugendbuch auch durchaus anspruchsvoll. Das mindert ab keineswegs die Leseflüssigkeit oder die Verständlichkeit. Auch ohne die skurrilen Fotografien kann man sich wunderbar in die Szenerie hineinträumen.

Besondere Charaktere hat er auch drauf. In „Der Atlas der besonderen Kinder“ treten unglaublich viele neue Figuren auf den Plan. Viele davon spielen eher kleine, untergeordnete Rollen, andere sind sehr wichtig.

Mir gefiel, dass viele der neuen Charaktere auf ihre Weise nicht gut-böse, schwarz-weiß, sondern sehr ambivalent waren. Das System der Besonderen in  den USA unterscheidet sich stark von den bisher bekannten Regeln und so lässt sich erahnen, warum einige der neu auftretenden Figuren so handeln wie sie handeln. Auch, wenn ihr Handeln böse oder gemein erscheint, agieren sie in ihrem Weltbild logisch. Anders als in den ersten drei Büchern ist „der Bösewicht“ bzw. „die Gegner“ gar nicht so leicht erkennbar. Frankie zählt auf ihre Weise sicherlich dazu, Leo ist hart aber nicht gnadenlos und auch viele andere Personen im Buch brillieren durch feine Graustufen.

Spannend fand ich vor allem die Geschichte rund um Noor, die sich gegen Ende des Buches spinnt. Hier wird auch deutlich, dass es wieder eine Gefahr für die besonderen Kinder gibt, gegen die sie sich wehren müssen. Außerdem ist es erfrischend, einige moderne besondere Kinder kennen zu lernen, die sich wie Jacob im 21. Jahrhundert zurecht finden. Das ganze Buch habe ich übrigens über genau das Szenario nachgedacht, dass mit Millard und Lily eingetreten ist und war begeistert, dass auch Ransom Riggs sich diese Idee nicht entgehen ließ. Millard ist ohnehin mein liebster Charakter!

Das Ende ist jedenfalls wieder schön fies mit leichtem Cliffhanger und ich hänge schon wieder hibbelig in meinem Stuhl, wenn ich darüber nachdenke.

Nicht vergessen: Morgen startet die Blogtour bei mir. 🙂

 

Fazit:

Das vierte Buch um die besonderen Kinder macht große Lust auf die neue Trilogie. Wir haben die charmanten und einzigartigen besonderen Kinder und ein ganz neues Setting, das sie vor einige Probleme stellt. Darunter litt für mich aber manchmal ein wenig die verzauberte, weltfremde Stimmung, die ich in der Urtrilogie so sehr mochte. Dennoch liest sich das Buch spannend, es geschieht viel. Die Welt um die besonderen Kinder wird größer und gefährlicher. Die Geschwindigkeit und die Aufteilung der Schwerpunkte im Buch haben mir nicht ganz so gut gefallen wie in den bisherigen Büchern. Ich bin trotz kleiner Kritikpunkte sehr gespannt, wie es weitergehen wird!

Weitere Meinungen:
  • Du hast eine Rezension zu diesem Buch geschrieben? Schreib mir, dann verlinke ich dich hier!

 


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