Schlagwort: zombies

Elenor Avelle #ProjektArbeitstitel

Elenor Avelle #ProjektArbeitstitel

Elenor Avelle #ProjektArbeitstitel

Lasst euch von den blutigen Zombieromanen nicht täuschen, diese Frau ist zuckersüß und unglaublich lieb und enaggiert sich außerdem im Nornenetz! Heute bei #ProjektArbeitstitel Elenor Avelle

Ich bin Elenor Avelle, vornehmlich Autorin von Dystopien, Fantasy und Science Fiction.

Die ersten Romane, die ich veröffentlicht habe, sind zombiekalyptisch. Schreiben ist für mich die ideale Ausdrucksmöglichkeit, um meine Gedanken über die Welt, Politik und die Gesellschaft auszudrücken. Deshalb habe ich wahrscheinlich auch so ein Faible für Zombies, denn nichts symbolisiert den Untergang der Vernunft in der Masse so gut und wandelt sich dabei fortlaufend mit der Vorstellung der Zivilisation.

 

Schneerot und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Ich arbeite zurzeit an drei Projekten.

Das erste ist der Abschluss meiner Gefesselt-Trilogie. Gill, ein Nebencharakter aus Infiziert, der mit Gefesselt ein eigenes Spin-off bekommen hat, in dem er die Hauptrolle spielt, wollte eigentlich nur nach Hause nach London und musste sich jetzt vorher durch zwei Geschichten gegen die Firma Genetics und den Weltuntergang erwehren. Armer Kerl.

Das zweite Projekt ist ein Gruppenprojekt mit anderen Autoren und ist ganz Genreuntypisch für mich, eine Familiengeschichte. Wir sind vier Autoren und jeder schreibt aus der Sicht eines anderen Familienmitglieds. Ich schreibe über Max, den mittleren Sohn, der sich schon mit Sechzehn aus dem Staub gemacht hat, weil er sich von niemandem verstanden fühlte. Jetzt kehrt er als Erwachsener zurück und stellt fest, dass nicht alles so war, wie er sich zu erinnern glaubt.

Das dritte Projekt ist mein neues Herzensprojekt. Es ist eine Märchenadaption von Schneeweißchen und Rosenrot, auf Grundlage der Fabel, die die Grimms mit ihren Prinzen entfremdet haben. Es geht um die unerschütterliche Beziehung der beiden Schwestern, die sich trotz aller Unterschiede lieben und unterstützen. Das Setting wird eine atmosphärische Mischung aus venezianischem und Voodoo Flair. Das Genre wird Clockpunk und auch wenn ein Prinz vorkommt, wird Rosenrot ganz ohne sein Zutun alle Probleme lösen.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Im nächsten Sommer (2020) schließe ich die Gefesselt Reihe ab. Dann erfahren endlich alle, wie es mit Gill endet.

Wann Projekt #schneerot fertig wird, steht noch in den Sternen. Ich hätte es gerne diese Weihnachten rausgebracht, aber das wird vermutlich auch erst nächstes Jahr etwas. Die Geschichte ist so toll, da möchte ich es nicht aus Zeitdruck an Sorgfalt mangeln lassen.

 

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich habe unter anderem ein vierbändiges Fantasy Epos in meiner Schublade, das ich irgendwann gerne veröffentlichen möchte. Der Arbeitstitel ist „Zeit der Stürme“. Ce’vanne, ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, deckt ihre magische Herkunft auf. Sie ist die Widergeburt der Tochter des Chaos und des Lichts. Auf ihrer Suche nach der Vergangenheit, deckt sie die finsteren Pläne ihres Vaters auf und muss sich selbst finden, um ihn aufzuhalten. Ich mag besonders die kulturelle Vielfalt, die diese Geschichte enthält.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deiner ersten Veröffentlichungen und deinen jetzigen Projekten?
Ich habe schon immer viel Wert auf geschlechtsunabhängige starke Charaktere gelegt. Es war mir wichtig, dass Frauen auch ihre eigene Geschichte und ihre eigene Rolle haben, statt Randdeko zu sein. Was ich dazugelernt habe, ist, verstärkt auf weitere Diversität zu achten, wenn ich meine Charaktere designe.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Die Bürokratie, die mit der Veröffentlichung eines Buches verbunden ist, empfinde ich persönlich als sehr große Herausforderung. Der Schreibprozess selbst gefällt mir in allen Facetten. Ich habe aber auch das passende System für mich gefunden.

Hast du eine Schreibroutine?
Manchmal lässt sich das Schreiben gar nicht mit meinen sonstigen Pflichten vereinbaren. Hin und wieder erschöpfen sie mich auch so sehr, dass für das Schreiben keine Energie mehr da ist. Aber das ist okay, ich nehme es wie es kommt.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Gar keinen. Entwicklung kommt mit der Erfahrung. Unsere Eltern geben uns viele Tipps. Auf die meisten hören wir nicht, weil es erst verstehen, wenn wir es selbst fühlen können.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Die Menschen, die mich am meisten inspirieren, sind diejenigen die mein Leben berühren. Es sind keine großen Namen, sondern die echten Personen, die mir ihre Zeit schenken, darunter viele Menschen aus der Onlinebuchwelt bei Twitter und co. Und mein Mann und meine Söhne.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Ich würde gerne vom Schreiben leben können und hätte gerne einen Verlag oder Distributor an meiner Seite, der mich aktiv unterstützt.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Die schönsten Momente, sind die Interaktionen mit anderen Autoren, Literaturmenschen und Bloggern, die einen gut leiden können. Das schönste Erlebnis, das mir gerade im Gedächtnis ist, weil es mir zeitlich am nächsten liegt, ist die interaktive Leserunde mit @AnisBuecherwelt @Pink_Anemone77 und @vermukkelt. Es war ein Spaß.

 

 

Eine kleine Kostprobe…

„Hol dir so viele Fleischsäcke wie möglich. Lass sie ausbluten. Mach schneller.“

Sie schüttelte wie betäubt den Kopf. „Das geht nicht.“

„Jetzt ist keine Zeit für Gewissensbisse. Hol dir diese Invitros. Ich warne dich.“ Malcom wandte sich ab und ließ sie stehen. Erschöpft blieb sie mit Reynell zurück.

„Ich wurde angewiesen, das HAB abzuholen, damit das Personal und die Gäste geimpft werden können“, informierte er sie.

„Was auch sonst.“ Natürlich wollte Malcom das HAB nicht, um bedeutungslose Menschen von draußen zu retten.

„Du solltest weniger Rücksicht auf das Leben der Retortenheinis nehmen. Sonst kommt Dr. Addison noch auf die Idee, dich zu melken.“

„Für Sie immer noch Dr. Meo, Mr. Reynell“, zischte sie. „Und wenn er mir zugehört hätte, wüsste er, dass ich unsere Antivirenquelle versiegen lassen würde, wenn ich die Invitros töte.“

„Wieso?“, fragte Reynell.

„Deshalb habe ich die Versuchssimulationen gemacht, während ich auf die Bewilligung der Probanden wartete. HAB bleibt im Organismus, es heftet sich an, damit keine neue Infektion durch X passieren kann. Ich kann nur die umprogrammierten Nanos mit dem Blut entnehmen. Die sind allerdings schwächer, weil die Bekämpfung von X nicht ihre Hauptprogrammierung ist. Brächte ich die HAB-Träger um und würde immer neue Invitros leeren, dann wäre die Wirkung irgendwann gleich null.“

„Dann mach mehr von dem harten Zeug.“

„Das ginge zu langsam. Vor allem jetzt. Die effektivste Methode wird die Extraktion aus dem Blut der zehn Probanden sein.“

Reynell runzelte die Stirn. „Bist du dir sicher, dass du nicht bloß eine Ausrede suchst, um keine Opfer bringen zu müssen, Dr. Weiße Weste?“

Natürlich wollte Rebecca keine Invitros töten. Schon gar nicht zugunsten von irgendwelchen reichen Typen, die X hinter sicheren Toren ausschließen konnten. Aber wie sollte sie den Menschen dort draußen helfen? In diesem Moment starben tausende überall auf der Welt.

„Vielleicht könnte ich eine Streuwirkung programmieren“, überlegte sie laut. „Dann würde sich HAB verbreiten wie X.“

„Würde das nicht auch immer schwächer werden?“, fragte Reynell wenig interessiert.

„Schon möglich.“ Fluchend verwüstete Rebecca ihre Frisur. „Aber wir müssen etwas tun.“

Reynell zog geringschätzig einen Mundwinkel hoch. „Sie haben keine Ahnung, was die Infizierten mit wehrlosem Frischfleisch machen. Die Träger und die paar Menschen, die sie immun machen, werden da draußen nicht lange überleben.“

Rebecca sah ihn verständnislos an. „Wir müssen die Immunen dann natürlich hierher evakuieren.“

Genetics wird den Bereich abriegeln. Sobald die letzten Gäste hier sind, kommt nichts mehr in den Komplex rein oder raus.“

„Was ist mit den Leuten da draußen? Die Kinder! Wir können sie doch nicht ihrem Schicksal überlassen.“

„Alle Personen, die von Bedeutung sind, werden hergebracht. Konzentrieren Sie sich nur darauf, genug von Ihrem Teufelszeug herzustellen, damit wir hier alle bei guter Gesundheit bleiben. Der Rest ist egal.“

War es das, was Elli gesehen hat? Das Ende der Welt?

 


Elenor Avelle

 

Ihre bisherigen Veröffentlichungen:

  • „Infiziert – Geheime Sehnsucht“, SP bei BoD Juli 2017, Postapokalypse
  • „Gefesselt – Der Anfang“, SP bei BoD Juli 2018, Band 1 von 3, Technothriller
  • „Gefesselt – Der Aufstand“, SP bei BoD Juli 2019, Band 2 von 3, Dystopie

 

Geplant:

  • „Gefesselt – Die Rückkehr“, geplant als SP bei BoD Juni 2020, Band 3 von 3, Postapokalypse
  • Arbeitstitel Schneerot, geplant Dezember 2020, Clockpunk

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

Magret Kindermann #ProjektArbeitstitel

Magret Kindermann #ProjektArbeitstitel

Magret Kindermann #ProjektArbeitstitel

Die liebe Magret Kindermann, die ich euch heute bei #ProjektArbeitstitel vorstellen möchte, hat ein Händchen für schöne, nachdenkliche Worte und besondere Texte.

Ich bin Magret und schreibe Geschichten, seitdem ich das Schreiben lernte.

2011 oder 12 veröffentlichte ich in einem Blog Geschichten über Begegnungen beim Bahnfahren. Die waren oft eine Mischung aus Fiktion und Wahrheit. Ich erinnere mich an ein Paar, dessen Liebesgeschichte ich über Monate hinweg immer weiter erzählte, jedes Mal mit anderen Personen bestückt. Bis zum Schluss, denn leider trennten sie sich. Durch diesen Blog schrieb ich zum ersten Mal regelmäßig und mir wurde bewusst, dass ich so besser wurde. Aber erst Ende  2015 begann ich ernsthaft mit dem Schreiben und damit mit meinem Debüt. Diesen Sommer veröffentlichte ich mein viertes Buch, das erste in einem Verlag. Der New-Adult-Roman „Killing Zombies and Kissing You“ erschien im GedankenReich Verlag.

 

Die Feindin des Todes und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Zum ersten Mal schreibe ich Fantasy. Das ist ein Genre, das ich eigentlich gar nicht ausstehen kann. Aber das Prinzip finde ich toll und das will ich umsetzen. Aber mal gucken, ich bin nämlich kein Plotter oder Worldbuilder. Vielleicht setze ich das Projekt auch total in den Sand. Dazu kommt, dass ich momentan fast nur mit einer Hand tippe, weil mein Baby nur auf mir schlafen will. Erschwerte Bedingungen also.

Es geht um den Tod, der sich in ein Mädchen verliebt. Es ist eine Welt, in der kein Gott angebetet wird, sondern der Tod, voller Furcht vor dessen Macht. Also wird das Mädchen gemieden, selbst von ihrer Familie. Es verführt den Tod, sich sein Herz einzusetzen, um sich der Liebe ganz hingeben zu können, denn sie hofft auf sein Mitleid. Das tut er, doch die neuen intensiveren Gefühle machen ihn rasend. Aus Eifersucht tötet er den Verlobten der inzwischen jungen Frau und macht sie unsterblich, um sie für immer behalten zu können. Damit hat er allerdings gesorgt, dass sie damit eine Waffe gegen ihn hat. Zum ersten Mal hat der Tod eine Feindin …

Eigentlich ist dieses Projekt nur die Vorgeschichte eines weiteren Fantasy-Romans, in der sie ebenfalls eine Rolle spielt. Hoffentlich stolpere ich da nicht in etwas hinein, das mich jahrelang verfolgt. Der Arbeitstitel lautet sehr unkreativ: Der Tod und das Mädchen.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Es gibt keine Pläne. Beziehungsweise momentan lautet der Plan, wenigstens ab und zu ein bisschen zu schreiben. Durch das Baby bin ich zwangsläufig in einer Pause und ich denke, bis zum nächsten Sommer wird nicht viel passieren. Bisher habe ich 749 Wörter, alle mit einer Hand geschrieben.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich hab Bock auf einen Krimi, sowas zwischen Agatha Christie, Gone Girl und Tana French. Außerdem hab ich noch was Experimentelles mit dem Arbeitstitel „Zuckerschock“ angefangen. Das wird wohl was Kürzeres und dafür Hartes. Ach ja, eine Fortsetzung meiner Novelle „Tulpologie“ wartet auch noch. Sie spielt in den 70ern und Marlene ist in einer Beziehung, in der sie sich hundertprozentige Ehrlichkeit schwören. Das wird „Himmelogie“ heißen.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Ich kann das. Wirklich, diese Erkenntnis ist bereichernd und machte für mich einen gigantischen Unterschied aus. Mein Debüt schrieb ich, um mal ein Buch geschrieben zu haben. Um nichts zu bereuen. Weiter schrieb ich, weil ich erkannte, dass ich gut bin und dass Bücher schreiben gar nicht so unmöglich schwer ist.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deiner ersten Veröffentlichungen und deinen jetzigen Projekten?
Ich traue mich mehr, Regeln zu brechen, aber auch, welche einzuhalten. Insgesamt bin ich selbstsicherer geworden. Ich denke weniger daran, was die Leser über mich denken, stattdessen will ich was Echtes, Wahres erschaffen. Es geht beim Werk nicht mehr um mich, die Autorin dahinter, sondern um die Geschichte.

Die Genres fliegen bei mir wild durcheinander. Am liebsten werde ich nicht in welche eingeordnet. Aber dazu kann man sagen, dass ich mir eingestehe, mich mit dem Schreiben mehr dem Geschmack der Masse anzupassen. Ich glaube – und es ist mir unangenehm, das zuzugeben –, dass ich früher zu eingebildet war, um weniger intellektuell zu schreiben. Jetzt habe ich erkannt, dass eine Geschichte über Zombies und Liebe nicht weniger intelligent oder künstlerisch sein muss. Im Gegenteil, eine solche Mischung ist richtig geil.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Am schwersten fällt mir das Weiterschreiben nach einer langen Pause. Dann traue ich mich nicht mal, das Projekt zu öffnen, und finde es scheiße. Ist es erst mal geöffnet, finde ich es plötzlich klasse und es geht wieder. Aber in der Zwischenzeit fühlt es sich an wie Versagen.

Hast du eine Schreibroutine?
Mein Debüt „Zwei Königinnen“ schrieb ich innerhalb eines Jahres in Vollzeit. Ich nahm mir 1.500 Wörter täglich vor, einen Tag die Woche hatte ich frei. Ich war zwischendurch aber auch mal in Griechenland und Budapest zur Selbstfindung. Das Schreiben ging überraschend flott, im Sommer war ich fertig und korrigierte schon. Die „Tulpologie“ und „Und dein Leben, dein Leben“, schrieb ich zwischendurch, das war Wahnschreiberei, fast am Stück. „Killing Zombies and Kissing You“ schrieb ich irgendwie zweigeteilt, denn der Beginn meiner Schwangerschaft brachte mich aus dem Konzept. Das Interesse des Verlages rüttelte mich Monate später wach und ich schrieb den Rest. Bisher gibt es also keinerlei Routine für mich. Ich kriege das Schreiben gut unter, weil ich keine Serien gucke, denke ich. Aber der Alltag mit Baby wird mir nun zeigen, was es heißt, wirklich nicht schreiben zu können.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Mach dir nicht so viele Gedanken, wie ein Buch zu sein hat. Und sei gewissenhafter und nicht so ungeduldig.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich mag, wie Jennifer Lawrence mit ihrem Erfolg umgeht, wie Muhammad Ali überzeugt Werbung für sich selbst machte, wie furchtlos sich Freddie Mercury sich seinem kreativen Wahn hingab, wie schamlos ehrlich Anaïs Nin schreibt und wie zärtlich Milan Kundera dies tut.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Noch tausend Geschichten schreiben können und dass diese gelesen und verkauft werden, denn ich will auf jeden Fall vom Schreiben leben können. Das sollte ich in den nächsten fünf Jahren schaffen können, oder?

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Meine erste Buchmesse in Leipzig, denn dort traf ich Menschen, die diese seltsame, schreibwütende Seite an mir sehr gut von sich selbst kannten. Ich war nicht mehr allein damit. Und ich dachte, ich bin der einzige Mensch, der so tickt.

 

 

Eine kleine Kostprobe…

Da öffnete das Neugeborene ein Auge. Neugierig beugte er sich über es. Er hatte schon mit Säuglingen zu tun gehabt, aber da waren sie meistens schon tot gewesen. Seine Schwester hatte drei Kinder bekommen, doch nach den Geburten hatte man ihn nicht eingeladen. Den Tod hält man lieber auf Abstand, selbst wenn er der Bruder war. Dieses Kind war anders. Dieses war am Anfang seines Lebens, an Tag Null.

»Niemand ist gerade so weit von mir entfernt wie du«, sagte er.

»Was sagt er?«, flüsterte die Alte.

»Lauter!«, sagte die Köchin.

Der Tod hob den Kopf und betrachtete das Wesen mit dem einen blauen Auge vor sich. An schönen Tagen war das Moor genauso blau, doch diese Tage waren selten. Er hob seine Hand über den Korb. Die Augen der Frauen wurden größer. Der Tod machte hilflos eine Handbewegung, als würde er Salz über das Mädchen streuen.

»Bist du überhaupt eine gute Fee?«, fragte die Köchin und stemmte einen Arm in die Hüfte. Es musste der sein, mit dem sie immer die Eier aufschlug, denn der Bizeps war deutlich zu sehen.

»Er hat’s gesagt!«, rief die Alte. »Mich trifft keine Schuld, ich habe überall gesucht und er hat’s gesagt.«

»Ich bin die beste gute Fee, die ihr hättet finden können und das gerade war erstklassige Magie. Macht man jetzt überall so, hat euer Moorloch wohl noch nicht erreicht.«

Die Köchin blickte ihn länger an. »Wir haben auch nur dich. Also mach fertig, drei Gaben und so und dann raus hier.«

Der Tod hatte sich wieder dem Mädchen genähert. Hallo, hallte es in seinem Kopf. Erschrocken fuhr er zusammen. Es hatte nicht wirklich das Wort benutzt, aber es war die Bedeutung dessen gewesen, das Kind hatte ihn begrüßt. Und es sagte noch mehr. Es sagte: Guck mal. Mit dem zweiten Auge, das es öffnete, zeigte es dem Tod seine Seele.

Tränen stießen ihm in die Augen. Ergriffen wischte er sie sich weg und schniefte. Die Seele war zwar jung und ungestüm, doch sie war stark und hatte eine Ruhe, die ihn in die Knie zwang. Während ganz Jui an nichts Übermenschliches als den Tod glaubte, begann eben dieser an Götter zu glauben.

»Darf ich es halten?«, fragte er.

Da lächelte selbst die Köchin.

Mit Fingern, die sonst eher zupackten und würgten, hob er das Neugeborene aus dem Hängekorb und hielt es sich an sein flatterndes Herz. Die Seele des Kindes flocht ein Band aus ihrer Selbst und schnürte es um das Organ des Todes, das sich sofort beruhigte. Die Körperwärme des Kindes ließ ihn schwindeln. Er spürte den starken Drang, am Köpfchen zu riechen. Durfte er das? Das wäre sicher merkwürdig.

»Also gut, drei Gaben«, sagte er und wiegte das Geschöpf in seinen Armen. »Ich wünsche dir, dass die, die dich am meisten lieben, immer an deiner Seite bleiben. Ich wünsche dir, dass du die Ruhe im Sturm bist. Ich wünsche dir, dass du erkennst, was du suchst, was du willst und was du brauchst.« Er drückte einen Kuss auf die winzige Stirn und das Kind schloss schnell die Augen.

»Das war schön«, seufzte die Geburtshelferin, die mit blutigen Händen auf einem Schemel saß und das Putzen vergessen hatte.

 


Magret Kindermann

 

Ihre bisherigen Veröffentlichungen:

  • Zwei Königinnen“ (Februar 2017)
    • Soft Sci-Fi, SP bei Twentysix – auf amazon* kaufen
  • Tulpologie“ (Oktober 2017)
    • Novelle, SP bei Twentysix – auf amazon* kaufen
  • Und dein Leben, dein Leben“ (März 2018)
    • Novelle, philosophischer Thriller, SP bei Twentysix – auf amazon* kaufen
  • Killing Zombies and Kissing You“ (Juli 2019)
    • New Adult, Endzeit + Romance, im GedankenReich Verlag

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

(Werbung wegen Namensnennung)

Heute im Adventskalender darf ich euch eine liebe Freundin und Nornennetz-Kollegin vorstellen.

Die kreative, engangierte und fabelhafte Elenor Avelle!

Bei so einer liebevollen und vergnügten Persönlichkeit würde man es nicht erwarten – aber Elenor liebt Grusel, Zombies und Halloween! Ihr erstes Buch „Infiziert – Geheime Sehnsucht“ habe ich rezensiert und zum Release damals mit einer Blogtour begleitet.

Auf ihrer Website findet ihr immer kreative Aktionen und spannende Hintergrundinfos rund um ihre Bücher.


1. Deine Geschichten „Infiziert“ und „Gefesselt“ spielen beide in einem dystopischen Settings mit immerhungrigen Zombies. Feiern die Charaktere trotzdem Weihnachten? Und wenn ja, wie?

Weihnachten spielt vor allem in „Infiziert“ eine große Rolle. Die Zombiekalypse findet kurz vor Weihnachten statt und der langsam verrottende Schmuck des Festtages, verkörpert den Niedergang unserer Zivilisation und der Werte der westlichen Welt insbesondere. Eine Weihnachtsfeier kommt allerdings in beiden Büchern nicht vor.

 

2. Dieser Adventskalender präsentiert eine Fülle wunderbarer Selfpublisher*innen. Wo liegen für dich die Vorteile des Selfpublishing?

Als Selfpublisher bin ich nicht an Marktforschung gebunden. Während ein Verlag Bücher veröffentlicht, die den gerade vorherrschenden Vorlieben entgegenkommen, kann ich schreiben, was immer mir am Herzen liegt.

 

3. Zu Halloween verwandelt sich dein Haus in einen magischen Hexenhof mit Zaubersteinen, Labyrinth und tollen Extras – wie sieht Weihnachten bei dir aus?

Wie Weihnachten bei mir aussieht, hängt sehr von meiner Jahresstimmung ab. Da wir nicht religiös sind, feiern wir das Ende der langen Nächte. Je nachdem, wie weihnachtlich mir zumute war, habe ich von Tannenzweigen, Kerzen, Spekulatius und Kakao Ende Dezember genug und packe zu Sylvester freudig alles wieder weg.

 

4. Welchen Charakter aus deinen Büchern würdest du gerne mal treffen?

Ich würde Gill gerne treffen. Nicht nur viele meiner Leser sind #TeamGill. Er ist ein außergewöhnlicher Mensch, ehrlich, verlässlich und locker.

 

5. Elenor Avelle ist nicht dein richtiger Name, oder? Wie bist du auf dein Pseudonym gekommen und warum hast du dir eines ausgewählt?

Meine Persönlichkeit kommt den Anforderungen des heutigen Autorendaseins nicht sehr entgegen. Deshalb finde ich ein Alter Ego für mich unerlässlich, dass meine Autorenseite nach außen präsentiert. Ein Pseudonym zu finden, ist gar nicht so einfach. Ich habe meinen Vornamen eingebaut, meinen Lieblingscharakter aus den Jane Austen Romanen, eine Schriftstellerin, die ich sehr bewundere. Auch ein Teil meines Nachnamens ist enthalten und da ich ein Fable für Schnörkel habe, habe ich noch zwei Buchstaben mit weichem Klang eingebaut.

6. Wie gehst du beim Schreiben deiner Geschichten vor? Wird alles haarfein geplottet oder lässt du deine Charaktere auch manchmal ins Ungewisse laufen?

Ich plotte so gut wie gar nicht. Das ist für mich, als würde ich als Mutter meinen Kindern vorschreiben wollen, wer sie zu sein haben. Das Schreiben ist für mich ähnlich wie ein Rollenspiel. Es entwickelt sich, von Gewissen Grundlagen ausgehend, selbst.

 

7. Was macht dir bei der Entstehung eines Buches, vom Schreiben über Überarbeitung bis hin zur Veröffentlichung und dem Marketing am meisten Spaß?

Das hängt stark von meiner Stimmung ab. Alles kann Spaß machen und ich habe auch schon bei jedem Schritt höllisch geflucht.

 

8. Was war dein bisheriges Highlight als Autorin?

Es gab viele Highlights. Der Schritt mich in die Autorenwelt hinauszuwagen, ist für mich wahrscheinlich das größte aller Highlights insgesamt.

 

9. Wird dein nächstes Buch auch wieder im „Infiziert“ Universum spielen und kannst du uns schon ein bisschen was darüber verraten?

Mein nächstes Buch, das im kommenden Sommer 2019 erscheinen soll, wird der Abschluss der Reihe. Es ist der Folgeteil zu „Gefesselt-Der Anfang“. „Gefesselt“ war eigentlich nie geplant. Die Geschichte ist entstanden, weil einige meiner Leser sagten, sie würden gerne mehr über Gill und die Hintergründe erfahren. Allen voran eine gute Freundin von mir, der ich das Buch auch gewidmet habe. Ursprünglich habe ich Gills Geschichte nur für sie geschrieben, doch das ganze hat sich verselbstständig und dann wurde nicht nur ein Roman daraus, sondern zwei. „Gefesselt – Die Rückkehr“, die Geschichte, in der es um Gills Heimreise nach London geht, und was er in seiner Heimatstadt vorfindet, ist das Buch, dass ich nach „Infiziert“ geschrieben habe. Daraus entwickelte sich dann der Vorgängerband „Gefesselt- Der Anfang“ und Rebecca erwachte zum Leben. Das ist der spannendste Moment für mich als Schriftstellerin, wenn eine Welt oder ein Charakter aus dem Nichts entsteht.

 

10. Was wünscht du dir für 2019 und worauf freust du dich im neuen Jahr besonders?

 Ich freue mich auf viele weitere tolle Momente mit Lesern und Kollegen und bin gespannt, wohin der Wind mich treiben wird.
Vielen Dank für das spannende Interview!

Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

Blogtour "Infiziert: Geheime Sehnsucht"

Blogtour "Infiziert: Geheime Sehnsucht"

Achtung, Achtung!

Die höchste Sicherheitswarnstufe wurde ausgerufen. Der Virus ist freigesetzt. Die Säuberungseinheiten bitte zu Block C, die Spezialeinheiten zu den Toren. Die Evakuierung der Zivilisten wird eingeleitet. Bitte bleiben Sie ruhig und folgen Sie den Anweisungen der Ordner. Professorin Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Siren bitte begeben Sie sich unverzüglich ins Labor.

drew-hays-206414
Photo by Drew Hays on Unsplash

Forschungstagebuch von Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Siren

Die Lage ist ernst. Ich musste meine wichtigen Studien zum Psychrolutes Marcidus unterbrechen, weil einige Wissenschaftler aus dem Institut nicht für den Ernstfall vorgesorgt haben (Einmal mit Profis! *seufz*). Der gemeinhin als „Zombie„-Virus bekannte Erreger wurde freigesetzt und hat sich ausgebreitet. Ich bin im Labor und mir obliegt es, die verschiedenen Ausprägungsformen zu untersuchen und zu dokumentieren – in der Hoffnung dabei auf ein Gegengift, das den Prozess aufhält, umkehrt oder zumindest endgültig das Licht in den verwesenden Gehirnen ausknipst, zu stoßen.

Womöglich ist diese Forschungsarbeit das Letzte, was ich tue, aber ich werde mein Bestes geben. Bitte sagen Sie meiner Katze, dass ich sie liebe.


Vorsicht! Es sind Spoiler enthalten.

Virus #01 – Beißer (The Walking Dead)

Dieser Virus schlummert in jedem von uns. Mit dem Tod des Organismus übernimmt der Virus die Kontrolle über das Gehirn. Eine weitere Übertragungsmethode ist „beißen“, woher auch der Name stammt. Nach dem Versterben bleiben die Gehirnareale, in der Verstand und Persönlichkeit vermutet werden, tot. Der Virus übernimmt lediglich die für Hunger und Motorik zuständigen Gehirnlappen und -kerne. Die Beißer sind in der Lage auch ohne Extremitäten zu „existieren“ und sind immun gegen Verletzungen, Tod durch Ertrinken oder Vergiftungen. Eine Säuberung kann nur durch die Zerstörung des Gehirns oder die vollständige Auflösung des Körper z.B. durch Säure oder Feuer erfolgen. Tod durch Verhungern bzw. fortschreitende Verwesung ist ebenfalls möglich, dauert aber länger als andere Tötungsarten. Da das Gehirn-Areal für Schmerz ebenfalls abgestorben ist, ist auf eine schnelle Tötung zu achten, da Schuss- oder Schnittwunden die Beißer nicht lange zurückhalten.

Es scheinen nur Tiere der Spezies homo sapiens sapiens vom Ausbruch betroffen zu sein, eine Übertragung des Virus‘ durch andere Rassen scheint zumindest möglich.

Die Subjekte bewegen sich unabhängig voneinander, werden aber oftmals durch Geräusche aufgeschreckt und bilden nach und nach lange Züge, die in Wellen über das Land schwappen.

Beiße können einfach Tätigkeiten wie „rennen“, „Gegenstände greifen“ und „unverschlossene Türen öffnen“ ausführen. Sie reagieren auf Geräusche und können Menschen von Untoten anhand des Geruchs unterscheiden. Schmiert sich jemand mit Beißer-Blut voll, kann er sich eine Zeit lang unbemerkt unter diesen bewegen. Beobachtungen zeigen außerdem gewisse Unterschiede in Reaktionszeit und Geschicklichkeit bei verschiedenen Subjekten. Die Forschung hierzu ist noch nicht abgeschlossen.

Virus #02 – Infizierte (Infiziert: Geheime Sehnsucht)

Erfreulicherweise ist durch meine Vorarbeit im Bereich dieser speziellen Sorte von Zombies einiges über den Ursprung des Virus‘ bekannt, ebenso liegt ein Impfstoff vor.

Die Untoten, im Verfolgungsmodus auch „Jäger“ genannt, verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn, der sie die Spuren Überlebender auch über mehrere Kilometer verfolgen lässt. Diese Art von Zombievirus ist hochansteckend, allein die bloße Exposition mit infizierten Körperflüssigkeiten wie Blut oder Speichel kann bereits eine Übertragung auslösen. Die Untoten bevorzugen dunkle Orte und sind ebenfalls zu einfachen Tätigkeiten in der Lage, so können sie sogar „Objekte werfen“ oder „einfache Waffen“ verwenden. Ähnlich wie Subjekte der Gattung #01 verspüren sie keinen Schmerz oder werden dadurch zumindest nicht beeinträchtigt. Da auch die ausgeschalteten Subjekte noch ein hohes Ansteckungspotenzial aufweisen ist eine fachgerechte Entsorgung durch Feuer oder Säure ratsam. Diese Subjekte sammeln sich in „Nestern“ was eine Ausräucherung durchaus gefährlich, aber bei Erfolg effizient macht.

Durch die vorliegenden Aufsätze meiner geschätzten Kollegin Prof. Dr. med. phil. Elenor Avelle war es uns möglich, den Ursprung des Virus‘ zurückzuverfolgen. Der Erreger steckt in einer Gruppe in vitro gezüchteter Menschen, die ihn unwissentlich verbreitet haben. Durch ihre besondere Körperbeschaffenheit bricht der Virus bei ihnen jedoch nicht aus. Ein Impfstoff bzw. Gegengift konnte durch die Bemühungen von Charlie und Liam hergestellt werden, wenngleich seine Verfügbarkeit limitiert ist. Inwieweit der Impfstoff auch bei direkten Bissen oder bereits betroffenen Untoten wirkt, ist noch zu untersuchen. Eine Ansteckung zwischen homo sapiens sapiens kann jedoch damit unterbunden werden. Der Virus scheint bei anderen Tieren nicht auszubrechen, eine Übertragung ist jedoch möglich, was bei der Bekämpfung des Virus unbedingt berücksichtigt werden sollte. Wir sind zuversichtlich, dass die Bekämpfung des Virus auf einem guten Weg ist.

joey-banks-380271
Photo by Joey Banks on Unsplash

 

 

 

 

 

 

Virus #03 – Zombies (Left 4 Dead)

Die Infizierten treten immer in großen Horden auf und sind sehr angrifflustig, es ist fast unmöglich sie zu umgehen, weswegen mit schweren Geschützen auf sie geschossen werden muss. Sie machen großen Lärm, weshalb sie meist zu hören sind, sodass man sich auf einen Schwall aus dem Höllenschlund vorbereiten kann.

Aufzupassen ist jedoch auf die genmutierten besonderen Zombies. Zum einen der sog. Smoker, der Überlebende mit seiner langen Zunge wie ein Lasso einfängt und sie aus dem Schutz der Gruppe zieht. Tötet man sie, gehen sie in einer hochgiftigen Rauchwolke auf, daher der Name. Boomer sind wohl die groteskeste Form, die der Virus annehmen kann. Sie sind auf eine unnormale Größe angeschwollen und explodieren beim Gebrauch von Schusswaffen, woraufhin die klebrige Körperflüssigkeit überall hinspritzt. Sie ist säureartig und vermindert die Seh- und Bewegungsfähigkeit. Tanks, die sich durch die Menge pflügen und nur schwer zu verwunden sind und Hunter, die schnell und agil sind und sich immer das schwächste Opfer herauspicken, sind ebenfalls Schädlinge, die man besser schnell ausschaltet. Besonders trügerisch ist jedoch die Witch, die perfekt das Schluchzen und Weinen von Menschen imitieren kann. Sie hält sich meist in dunklen Ecken auf und wartet auf ihre Opfer. Wenn man sie aufschreckt, dann zerfleischt sie einem mit ihren Klauen direkt die Kehle.

Wie sieht es mit der Übertragung des Virus aus? Nun, bisher hat noch niemand, der gebissen wurde, es überlebt…

Virus #04 – „Zombies“ (Warm Bodies)

Im Kopf scheinen sie zwar einigermaßen klar zu sein, doch sie sind kaum Herr ihrer Sinne und ihres Körpers. Erst durch zunehmenden Kontakt mit Menschen erlangen sie ihre Menschlichkeit wieder. Bonies hingegen sind bereits zu weit verrottet, um wieder zu klarem Verstand zu kommen und greifen schneller und grausamer an. Eine Ansteckungsgefahr scheint nur durch einen Biss zu bestehen.

Nur der Kuss der wahren Liebe kann sie wieder in Menschen verwandeln.

Die Forschungsberichtnotizen sind an dieser Stelle unleserlich. Lediglich eine Notiz vermerkt: „Das scheint mir eher eine Form des Vampirismus der Sorte meyerii zu sein.

Virus #05 – Lebende Tote (iZombie)

Durch die Kombination von Max Rager und einer Untergrunddroge gelangt eine Bootsparty außer Kontrolle und die Leute verwandeln sich in gewalttätige, hirnfressende Zombies. Durch eine stete Ernährung mit Hirn sind die Zombies jedoch in der Lage ihren menschlichen Verstand und die Kontrolle über sich zu bewahren. Lediglich Verletzungen, Wut oder extremer Hunger rufen den Zombie-Modus hervor. Leidet ein Zombie zu lange an Hunger, verbleibt er in dem Zustand der Seelenlosigkeit und verwest weiter.

Die „lebenden“ Toten sind nur durch ihre weißblonden Haare, die kalkweiße Haut und ihre roten Augen im Zombiemodus von Menschen zu unterscheiden. Außerdem haben sie keinen Puls.

Sowohl den lebenden Toten als auch den Zombies muss das Gehirn zerstört werden, damit sie sterben. Lebende Tote sind jedoch in der Lage gewissen Schmerz zu spüren. Eine Übertragung des Virus‘ ist durch Kratzen oder Beißen möglich.

Durch die Aufzeichnungen von Dr. Moore und Dr. Chakrabarti konnte jedoch mehr zu diesem Typus der Zombies geforscht werden. Infizierte, die das Hirn eines Menschen zu sich nehmen, haben für die Dauer des Verdauungsprozesses Erinnerungen und Charaktereigenschaften des Verstorbenen. Für die polizeilichen Ermittlungen ist Dr. Moore somit eine große Hilfe. Ebenso konnte Dr. Chakrabarti in Tierexperimenten erste Prototypen eines Gegengifts herstellen, die jedoch nicht auf Dauer wirken.


Die Erforschung von Untoten, Infizierten, Zombies und der sie auslösenden Viren ist noch lange nicht abgeschlossen. Angstvoll harren wir den weiteren Berichten und Analysen von Augenzeugen, Streunern und Überlebenden.

Ich beende meinen Forschungsbericht an dieser Stelle und mache eine Pause von meiner Arbeit. Draußen kann man die schlurfenden Schritte und das ständige Stöhnen der Karawane der Verrottung hören. Noch bin ich hier sicher, aber für wie lang? Ich muss meine Kräfte sparen. Irgendwo hatte ich doch noch eine Dose Ravioli…

Weiter geht es morgen bei der Autorin höchstselbst

22281709_1855847581109305_2032872196428425192_n

~Wir verlosen 1 signiertes Printexemplar von „Infiziert – geheime Sehnsucht“~

Wenn ihr gut aufgepasst habt, dann ist euch das blutige Wort im Text nicht entgangen. Solche blutigen Worte findet ihr auch in den anderen Beiträgen der Blogtour. Sie ergeben einen Satz, den ihr an schreibtrieb-buchblog@gmx.de schicken könnt.  Sie lässt euch dann in den geheimen Bunker für Überlebende. Doch nur ein Los kann gewinnen und so wird der Zufall entscheiden, wer von euch das Handbuch zum Überleben in der Zombiekalypse (den Roman „Infiziert“) bekommt.

Teilnahmebedingungen

  • Gewinnspielteilnahme ab 18 oder mit Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, für Versand wird keine Haftung übernommen, eine Barauszahlung ist nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärst du dich bereit, dass deine Adresse an die Autorin übersendet werden darf und im Gewinnfall dein Name öffentlich genannt wird.
  • Pro Person ist eine Teilnahmemöglichkeit gegeben.
  • Das Gewinnspiel endet am 22.10.2017, 23:59.