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Janina (Flukke) #ProjektArbeitstitel

Janina (Flukke) #ProjektArbeitstitel

Janina (Flukke) #ProjektArbeitstitel

Heute bei #ProjektArbeitstitel: Strahlefrau Janina (Flukke)

Hallo ich bin Janina, aber die meisten werden mich eher als Flukke auf Social Media kennen.

Ich schreibe vor allem Fantasy.

Ich schreibe eigentlich seit ich meinen ersten selbst ausgedachten Satz in der zweiten Klasse geschrieben habe.

Es war ein überwältigendes Gefühl zu wissen, dass ich etwas aus dem Nichts erschaffen konnte, um es mit der Welt zu teilen. Geschichten habe ich mir schon immer ausgedacht und Freunden erzählt. Ich fand es aber schade, dass all diese Abenteuer, Gefühle und Figuren nur für den Moment existieren. Darum entschied ich irgendwann, dass ich es aufschreiben möchte, um meine Geschichten langlebiger und für andere Menschen zugänglich zu machen.

Bis jetzt habe ich noch nichts veröffentlicht.

 

Sonne und Mond und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Mein Hauptprojekt ist eine High Fantasy Trilogie mit dem Arbeitstitel „Sonne und Mond“. Die Protagonistin Zoe gelangt durch einen Traum in den Besitz eines magischen Medaillons. Ihr wird vorgeworfen es  der unsterblichen Königin gestohlen zu haben und mit einem gefürchteten Magier zusammenzuarbeiten. Durch unglückliche Umstände gerät Zoe durch ein Portal in eine andere Welt, wo ihr wegen ihres vermeintlich begangenen Verbrechens die Todesstrafe droht. Doch dann erscheint eben dieser schwarze Magier und stiehlt das Medaillon. Zoe bekommt eine zweite Chance ihre Freiheit zu erlangen und zurück in ihr altes Leben zu ihrer Familie und ihren Freunden zu kehren, wenn sie den Dunklen Meister findet und das Medaillon zurückbringt.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Projekt „Sonne und Mond“ beschäftigt mich nun schon viele Jahre. In dieser Zeit habe ich mich sowohl handwerklich, als auch geistig enorm weiterentwickelt und entsprechend oft überarbeitet, angepasst und neugeschrieben. Ich denke ich bin jetzt endlich an einem Punkt, an dem ich Band 1 beenden kann und hoffe dies bis zum Ende diesen Jahres zu schaffen und mit der Überarbeitung starten zu können. Vermutlich werde ich mich dann sofort an den zweiten Teil machen, bevor ich den ersten Veröffentliche, weil sonst einfach die Abstände zwischen den Veröffentlichungen viel zu lang werden könnten. Ich dachte früher immer, dass ich mir dann einen Verlag suchen würde, bin mir darüber aber nach vielen Gesprächen mit Selfpublishern nicht mehr so sicher. Momentan tendiere ich tatsächlich sogar ein bisschen mehr in Richtung Selfpublishing. Was ich aber ganz sicher weiß ist, dass ich unter meinem echten Namen veröffentlichen möchte.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich habe noch eine Menge angefangener Geschichten, von denen mich einige nicht vollständig loslassen. z.B eine düstere Fantasygeschichte mit Sirenen und Riesenkraken. Außerdem schreibe ich noch mit einer Freundin in Kooperation an einer Urban Fantasy Reihe mit Vampiren, Vampirjägern, Hexen und Werwölfen voller Dramen und Intrigen, deren Umfang und Komplexität völlig eskaliert ist.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Ideen kommen mir eigentlich immer sehr schnell und nehmen auch schnell Form an. Ich liebe es Dialoge zu verfassen, aber sobald es in Richtung Beschreibungen geht stockt es einfach schnell und ich muss mich ziemlich durchbeißen. Ich mache mir auch zu viele Gedanken über den Ausdruck und bleibe dann schnell an einer Formulierung hängen, weil ich mich so schwer von dem Gedanken lösen kann, dass ein Text beim ersten Versuch perfekt sein muss. Außerdem glaube ich, dass ich ziemlich schlecht im Bewerben meiner Geschichten bin; vermutlich weil sich so viel geändert hat.

Hast du eine Schreibroutine?
Da ich Vollzeit arbeite verwende ich die meiste Freizeit aufs Schreiben, wobei dann die meiste Zeit an der gemeinsamen Vampirreihe mit meiner Freundin gearbeitet wird, da wir ja gemeinsam anwesend sein sollten. An „Sonne und Mond“ arbeite ich meist so gegen Mitternacht, denn ich bin eine Nachteule, bis ich ins Bett muss. Dann plane ich meist ein paar Szenen bis ich einschlafe.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Hinterfrage die Motive und Beweggründe deiner Figuren vor dem letzten Kapitel, auch wenn dir die Geschichte stimmig erscheint, sonst fängst du nämlich kurz vor Schluss von vorne an.

Wie ist es, gemeinsam ein Buch zu schreiben?
Ich empfinde es als sehr anders gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Man muss viel mehr planen und selbst dann interpretiert der andere eine Szene vielleicht anders als man es selbst getan hätte und man muss wieder besprechen welche Variante die bessere ist. Dafür kann man über einen viel längeren Zeitraum Schreiben ohne zu ermüden, weil man immer wieder Pausen hat, in denen der andere schreibt. Und es ist möglich eine ganz andere Vielfalt von Charakteren zu haben. Auch die Komplexität einer Geschichte kann durch eine Zusammenarbeit zunehmen und Logikfehler fallen etwas schneller auf, da man quasi sofort Rückmeldung bekommt, von jemandem, der alle Facetten der Handlung kennt.

 

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Mich motiviert und inspiriert es ehrlich gesagt grundsätzlich, wenn ich mitbekomme, dass jemand ein Buch geschrieben und veröffentlicht hat. Das spornt mich jedes mal an weiter zu schreiben.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Mein Wunsch wäre es in erster Linie vom Schreiben leben zu können, um einfach noch mehr Zeit zum Schreiben zu haben. Das aktuelle Ziel ist aber erst mal etwas zu veröffentlichen und möglichst vielen Menschen mit meinen Geschichten ein paar schöne Stunden zu verschaffen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Das gesamte letzte Jahr steckte voller toller Autorenmomente, die ich nicht wirklich gegeneinander aufwerten kann. Seit ich in der Buchcommunity unterwegs bin habe ich so viele wundervolle Menschen kennengelernt und Freunde dazugewonnen. Außerdem werde ich langsam als Autorin wahrgenommen und sogar mein privates Umfeld beginnt dies ernstzunehmen und zu unterstützen.

 

Eine kleine Kostprobe…

 

Ganz langsam gewöhnten sich ihre Augen wieder an die nächtliche Beleuchtung. Neugierig, aber vorsichtig ging Zoe zu der Stelle, an der die kämpfenden Kreaturen verschwunden waren. Es war keine bewusste Entscheidung ihrerseits, eher ein Gefühl, dass sie leitete. Ihre Beine waren noch etwas wacklig und ihr Puls erhöht. Freudige Erwartung wandelte steigerte sich mit jedem Schritt mehr und mehr in Euphorie. Sie erwartete Schmauchspuren oder einen kleinen Krater zu finden, doch nichts dergleichen war zu finden. Nicht einmal Hinweise auf einen Kampf waren dort. Stattdessen lag dort ein goldenes Medaillon.

Ohne zu zögern hob Zoe es auf. Sofort durchfuhr ein angenehmes Kribbeln, ausgehend von ihren Fingerspitzen, ihren gesamten Körper. Mit geschlossenen Augen ließ sie sich von diesem Gefühl durchströmen bis sie vollständig davon erfüllt war. Es war angenehm warm, beruhigend und doch belebend. Zoe schloss die Finger fester um den glänzenden Anhänger. Er pochte; leise, wie ein zaghafter Herzschlag.

In diesem Moment krähte ein Rabe in den Bäumen über ihr und riss sie aus ihren Gedanken. Suchend schaute sie sich nach dem Vogel um, während sie mit dem Daumen über die filigran verzierte Oberfläche strich, bis einen kleinen Knopf berührte. Der Rabe auf dem Ast tänzelte unruhig hin und her. Er schien sie erwartungsvoll zu beobachten. Nachdenklich schaute Zoe zwischen ihm und dem Schmuckstück in ihrer Hand hin und her. Dann öffnete sie es mit leisem Klicken, woraufhin der Rabe aufgeregt krächzte und mit den Flügeln schlug, bevor er sich kraftvoll vom Baum stieß und davon flog.

 


Janina (Flukke)

 

Aktuell steht noch keine Veröffentlichung in den Startlöchern.

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Anabelle Stehl #ProjektArbeitstitel

Anabelle Stehl #ProjektArbeitstitel

Anabelle Stehl #ProjektArbeitstitel

Die meisten von euch kennen Anabelle vermutlich von ihrem tollen Blog oder ihren interessanten Videos. Aber wusstest ihr, dass Anabelle auch schreibt?

Hey! Ich bin Anabelle und schreibe – typische Autorenantwort – schon immer. Meine erste vollendete Geschichte habe ich in der Grundschule geschrieben. Sie handelt von einer Schnecke, deren Haus bemalt wurde, wodurch sie gehänselt und aus ihrem Schneckendorf vertrieben wurde. Spoiler: Entgegen des dramatischen Anfangs hat die Geschichte ein Happy End.

Leider wurde sie nicht veröffentlicht, weshalb ich gerade an der Veröffentlichung meines New-Adult-Projekts arbeite. Für gewöhnlich schreibe ich Fantasy und Science-Fiction und habe hier bereits mehrere Bücher geschrieben, die ich aber alle noch einmal überarbeiten würde, bevor ich versuche, sie zu veröffentlichen.

Eine New Adult Geschichte und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Gerade schreibe ich, wie schon gesagt, an einem New-Adult-Projekt. So viel mag ich gar nicht darüber erzählen, außer, dass ich darin Themen anspreche, die mir sehr wichtig sind und die mich seit meiner Jugend, aber auch noch heute, sehr beschäftigen und geprägt haben.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Aktuell habe ich 25.000 Wörter und wollte das Projekt bis Oktober beenden. Leider habe ich den Blog und die Arbeit ein wenig unterschätzt, aber dieses Jahr wird es auf jeden Fall noch fertig!

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Zu viele. Ein Projekt, das ich gerne überarbeiten würde, ist eine Urban-Fantasy-Trilogie, in der Bücher, luzides Träumen und griechische Mythologie eine große Rolle spielen. Das Buch, das ich begonnen habe und dessen Geschichte schon am längsten in mir wohnt, ist ein Science-Fiction-Projekt. Die ersten 180 Seiten sind auch bereits geschrieben und ich freue mich, die Geschichte noch fertigerzählen zu können.

Außerdem schlummern da etliche lyrische Texte – insbesondere aus der Zeit, in der ich in Irland gelebt habe – aber ich weiß nicht, ob ich mich jemals traue, die zu publizieren.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Mir die Zeit zum Schreiben zu nehmen. Sobald ich die habe, bin ich noch nie auf Probleme gestoßen. Leider haben Arbeit, Blog und Instagram häufig Vorrang, da dort aktuell wahnsinnig viel passiert und die Erfolge im Gegensatz zum Schreiben zeitnah absehbar sind, sodass ich dem Schreiben oft erst danach Raum gebe – dann, wenn ich eigentlich schlafen sollte. Aber da arbeite ich dran.

Hast du eine Schreibroutine?
Ich schreibe, wie oben schon angedeutet, abends, wenn alle anderen To Dos erledigt sind. Das mag nicht besonders schlau sein, aber erst dann habe ich den Kopf wirklich frei.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Lies nicht alles hundertmal, lösch nicht so viel, schreib einfach. Man entwickelt sich beim Schreiben so sehr weiter, dass es – insbesondere direkt am Anfang – gar nicht auf Perfektion ankommt. Der Spruch „Don’t Compare Your Chapter 1 To Someone Else’s Chapter 20“ passt hier ganz gut. Zeit zum Überarbeiten ist immer. Und Schreiben ist nie umsonst. Egal, ob es veröffentlicht wird, egal, ob es – subjektiv gesehen – schlecht ist, das ist alles Teil des Prozesses.

 

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Laura Kneidl, Bianca Iosivoni und Marie Graßhoff, weil sie die beste Schreibtruppe der Welt sind, unfassbar ehrgeizig, professionell, kreativ – und einfach rundum wundervoll. Ansonsten natürlich Lieblingsautoren wie Patrick Rothfuss und Goethe, die mich sowohl von ihrem Schreiben als auch von ihrem sonstigen Wirken her inspirieren.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Jemandem das geben zu können, was Bücher mir gegeben haben. Durch meine Bücher mehr Raum für Toleranz und Selbstakzeptanz zu schaffen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Ich freue mich über jedes positive Feedback der Testleserinnen. Und einmal, als ich mich auf dem Blog doch getraut habe, Auszüge der Gedichte zu zeigen, kamen ebenfalls positive Rückmeldungen. Das war toll, weil es mich so viel Überwindung gekostet hatte.

 

Eine kleine Kostprobe…

„Wow, du bist echt mutig.“

Ich stutzte und hätte fast laut aufgelacht. „Glaub mir, das denkst du nur, weil dieser kleine Ausschnitt das Erste ist, was ich dir von mir und meinem Leben erzählt habe.“

Obwohl ich ihre Worte abtat, merkte ich, wie meine Wangen warm wurden. Um die Verlegenheit zu überspielen, nahm ich schnell einen Schluck von meinem Kaffee. Er schmeckte himmlisch.

„Und wenn dein Finger zufällig in Florida gelandet oder hoch nach Alaska gerutscht wäre, dann wärst du jetzt dort?“, fragte Shae. Ich hatte ihr erzählt, wieso meine Wahl auf Colorado Springs gefallen war. Wie ich mir die Karte an der Wand unserer WG-Küche geschnappt und die Augen geschlossen hatte. Und dann solange mit dem Finger über das vergilbte Papier gestrichen war, bis es sich richtig angefühlt hatte. Und er war in Colorado gelandet, etwas unterhalb der Markierung für Denver. Zugegeben, es hätte jede kleinere Stadt in dem Staat sein können, aber als mein Blick auf den kleinen Punkt fiel, der als Colorado Springs gekennzeichnet war, wusste ich einfach, dass es die richtige Entscheidung war. Und mit den Bergen, Seen und Wäldern im Westen hatte es direkt mein Interesse geweckt.

„Alaska war nicht mit auf der Karte, nur noch ein Teil Kanadas“, gab ich zu bedenken. „Aber ja, vermutlich. Wenn meine Ersparnisse es zugelassen hätten.“

„Das ist so cool. Und von deinen Freunden wolltest du niemanden dabeihaben?“

Ich schüttelte den Kopf.

„Ich habe niemandem gesagt, dass ich gehe“, ergänzte ich, als Shae mich fragend ansah. „Nur meiner Mitbewohnerin hab ich einen Zettel auf den Tisch gelegt, dass ich im Urlaub bin.“ Ich grinste schief. „Und selbst sie hat mir direkt geschrieben, ob es ein Scherz sei, und mir erst geglaubt, als ich ihr ein Selfie vom Flughafen geschickt habe. Ich bin sonst nicht besonders abenteuerlustig. Also … so viel zum Mutigsein.“

Shae schüttelte vehement den Kopf, sodass ihre dunklen Locken wild um ihre Schultern flogen.

„Nein, Lia, du siehst das falsch. Wer ist mutiger: derjenige, der ständig ein Abenteuer nach dem anderen erlebt, immer auf Achse ist? Oder die Person, die ihre gewohnte Umgebung und Routine liebt und es dann plötzlich wagt, aus ihr herauszubrechen? Ich glaube, wir Menschen sind alle Gewohnheitstiere. Es kommt einfach nur darauf an, was deine Gewohnheit ist. Die zu durchbrechen, das ist mutig.“

 


Anabelle Stehl

 

Aktuell steht noch keine Veröffentlichung in den Startlöchern.

 

 

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Sina Bennhardt #ProjektArbeitstitel

Sina Bennhardt #ProjektArbeitstitel

Sina Bennhardt #ProjektArbeitstitel

Heute möchte ich euch bei #ProjektArbeitstitel die liebe Sina vorstellen, die großartige und interessante Blogbeiträge schreibt und auf deren Projekte ich ebenfalls wirklich gespannt bin!

Hallo zusammen! Ich bin Sina und ich schreibe Geschichten, Märchen und Gedichte in fast allen Genres, obwohl mir die Fantasy am liebsten geworden ist.

Wie ich zum Schreiben gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr. Seit ich mich erinnern kann, habe ich kleine Gedichte, Märchen und eben längere Geschichten geschrieben. Seit ein paar Jahren nehme ich mein „Hobby“ ein bisschen ernster und habe neben meinem Blog (Sinas Geschichten) ein Buch geschrieben. Aber dazu im Verlauf der weiteren Fragen mehr. 😉

 

Die Chroniken der alten Welt und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Im Moment schreibe ich an meiner Fantasy-Reihe, die ich unter dem Titel „Die Chroniken der alten Welt“ auf meinem PC gespeichert habe, aber der Titel überzeugt mich noch nicht wirklich. Der erste Teil heißt „Göttersterben“ und ist eine High Fantasy Geschichte in einem orientalischen Setting. Dabei geht es um die Freunde Taymour (kurz: Tomo) und Rouka, die bei einem Kampf zwischen zwei Göttern auf unterschiedliche Seiten gezogen werden. Das woran ich gerade schreibe, hat den Arbeitstitel „Königsbrecher“ und ist eine lose Fortsetzung von Göttersterben, die zwar in derselben Welt stattfindet aber mit komplett neuen Figuren bestückt ist.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Mein absoluter Traum wäre es, bei einem Verlag veröffentlicht zu werden. Ich habe tatsächlich auch schon mein Exposé abgeschickt, aber die Wartezeiten von ca. 6 Monaten pro Bewerbung haben meinem Veröffentlichungsplan ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen. Aber veröffentlichen möchte ich auf jeden Fall! Wenn es mit den Verlagen nicht funktioniert, dann werde ich mich ans Selfpublishing wagen. Bis es aber so weit ist, werden wohl eher noch ein oder zwei Jährchen ins Land gehen.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Uff, da schlummert viel. Hauptsächlich die nächsten 7 Bände meiner „Chroniken der alten Welt“-Reihe. Aber da kann ich leider nicht allzu viel zu erzählen, ohne die ersten beiden zu spoilern. 😉

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
An Ideen und Inspiration hat es mir noch nie gemangelt. Es ist eher die Zeit, die mir Schwierigkeiten bereitet. Weil ich durch das Schreiben kein Geld verdiene, fällt es mir schwer da so viel Zeit reinzuinvestieren, wie ich es gerne hätte. Aber leider kann ich mich nicht einfach hinsetzen und an meinen Geschichten schreiben, wenn Bewerbungen und ähnliches ausstehen. Da geht das „normale“ Leben (leider) vor.

Hast du eine Schreibroutine?
Aus den oben genannten Gründen habe ich keine feste Schreibroutine. Trotzdem schaffe ich es meistens mich jede Woche ein paar Stunden hinzusetzen und an meinen Projekten zu arbeiten. Das muss nicht immer wirkliches Schreiben sein, sondern hat auch viel mit Planung und Weltenbau zu tun. Das muss gerade bei so einer lang-geplanten Fantasyreihe getan werden. Im Moment behandle ich das Schreiben am ehesten wie ein sehr zeitintensives Hobby.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Das ist eine schwierige Frage. Vielleicht das: „Dein Wordcount sagt nichts über deine Produktivität aus. Gerade das Plotten und Planen nimmt viel Zeit in Anspruch, ist aber ein unglaublich wichtiger Teil des Schreibprozesses. Oft bringt es dich viel weiter, dich für eine Stunde hinzusetzen und den Plot/die Welt auszuarbeiten, als dir irgendwelche Worte aus den Fingern zu saugen, die du später eh löschen wirst.“

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Nicht im wörtlichen Sinne „Vorbilder“. Ich ziehe Inspiration aus meinen Freunden und dafür müssen sie sich noch nicht einmal an meinem Schreiben interessiert sein. Aber wenn ich sehe, dass sie sich Ziele setzen, sie verfolgen und schließlich erreichen, gibt es mir Hoffnung, dass ich es auch schaffen kann. 🙂

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Mein absoluter Traum wäre es, Vollzeit als Autorin zu arbeiten. Oder einfach nur veröffentlicht zu werden. Ich möchte, dass Leute meine Geschichten lesen und ich sie zum Träumen bringe.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Das ist mir bisher zweimal passiert: Zwei meiner Testleser haben mein Buch erstes Buch „Göttersterben“ an einem Tag durchgelesen (einer von ihnen trotz wichtiger Klausur am nächsten Tag), obwohl sie es eigentlich nur antesten wollten. Und dann haben sie mir ewig lange (Sprach)Nachrichten auf WhatsApp geschickt und mit mir „geschimpft“, dass ich sie ja hätte warnen können. 😀

 

Eine kleine Kostprobe…

Nur zu gerne. Damit ich euch nicht viel von der Hintergrundgeschichte erzählen muss, nehme ich doch direkt die erste Szene. Viel Spaß damit!

Staubteufel tanzten über die Dächer von Hedassimar, rissen lose Tücher von den Schultern der Feiernden und ließen sie in einiger Entfernung wieder zu Boden sinken.

Obwohl die Sonne unerträglich vom Himmel brannte, blieben die Menschen auf den Straßen. Blütenblätter rieselten aus ihren Taschen und hinterließen bunte Farbtropfen auf den abgenutzten Sandsteinplatten.

Tomo schloss die Augen und zog sich noch weiter in den Schatten des Hauseingangs zurück. Es roch nach frischem Gebäck und Gewürzen. Musik schallte aus allen Richtungen und mischte sich mit den lebhaften Gesprächen der Menschen. Er konnte in dem Chaos kaum einen eigenen Gedanken fassen und er genoss es in vollen Zügen.

Heute war kein Tag zum Nachdenken. Es war Yaam alsah‘me, Tag des Pfeiles, der größte Feiertag in Hedassimar zu Ehren ihrer Göttin Hedia. Tagelang hatten sich die Bewohner der Stadt auf die Feierlichkeiten vorbereitet und nun kosteten sie das Ergebnis ihrer Arbeit mit Begeisterung aus.

Sogar in den schmalsten Gassen hatten Händler ihre Stände aufgebaut und boten allerlei Kleinigkeiten zu absurden Preisen feil. Blumen, Datteln, delikat gearbeitete Opferschalen und Anhänger mit dem Zeichen von Hedia. Die Menschen gaben ihr Geld mit einem Lächeln im Gesicht aus, denn schließlich war dieses Fest nur einmal im Jahr.

Unwillkürlich musste Tomo grinsen.

Er hatte seinen Geldbeutel zu Hause gelassen, wohlwissend wie groß die Versuchung wäre, sich ein wenig gezuckerten Granatapfel zu gönnen. Es war besser, wenn ihm gar nicht erst der Gedanke kam.

»Ich bin dann weg«, tönte eine Stimme aus dem Inneren des Hauses hinter ihm und die Tür schwang mit einem leisen Knarren auf. Vor ihm stand ein ausgemergelter Junge mit blonden Haaren, der erstaunt den Kopf hob.

Kein Junge, schalt sich Tomo innerlich, ein Mann. Sein Freund zählte bereits zwanzig Sommer, auch wenn sein kleiner Wuchs ihn deutlich kindlicher wirken ließ.

»Du bist ja schon da!«, sagte Rouka und schlüpfte neben ihm ins Freie, »Ich wollte dich nicht warten lassen. Ich hätte mich beeilt.«

»Ich weiß«, antwortete Tomo, »Deswegen habe ich nicht geklopft.«

Rouka hatte dunkle Ringe unter den Augen und seine Bewegungen waren zittrig. Tomo schüttelte innerlich den Kopf. Er hätte ihn überreden müssen, im Bett zu bleiben. Vielleicht sollte er es immer noch tun.

»Bist du so weit?«, fragte er stattdessen.

Rouka nickte atemlos. »Bereit.«

 


Sina Bennhardt

 

Aktuell sind keine Veröffentlichungen geplant.

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Kiara Roth #ProjektArbeitstitel

Kiara Roth #ProjektArbeitstitel

Kiara Roth #ProjektArbeitstitel

Mit Kiara Roth habe ich bei #ProjektArbeitstitel quasi eine Kollegin. Auch sie studiert Psychologie! Ob Themen des Studiums auch in ihrem Schreiben auftauchen? Lest selbst.

Ich bin Kiara, bin 25 Jahre alt und studiere forschungsorientierte Psychologie im Master. Ich weiß, dass „ich schreibe, seit ich es kann“ mittlerweile zum Klischeesatz verkommen ist, aber es beschreibt mein Verhältnis zum Schreiben immer noch am besten. Ich kann an keine Zeit zurückdenken, in der ich mein Umfeld nicht mit ausgedachten Geschichten genervt habe. Mit ungefähr 14 Jahren habe ich dann begonnen, mich ernsthafter mit dem Schreiben und dem Schreibhandwerk zu beschäftigen und meinen ersten Roman fertiggeschrieben – davor haben sich etliche Romananfänge angesammelt. Sechs weitere fertige Romanenden folgten auf mein erstes, allerdings habe ich noch nicht alle fertigen Romane überarbeitet.

Bisher habe ich noch keinen Roman veröffentlicht, aber mein Debüt Dem Horizont entgegen wird voraussichtlich dieses Jahr noch erscheinen.

 

Dem Horizont entgegen und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Ich arbeite meistens an mehreren Projekten parallel. Dem Horizont entgegen ist ein Coming-of-Age-Roman, bei dem die Themen Mental Health und Trauer im Vordergrund stehen. Es geht um Leila, die anfängt, ihre tote Schwester zu sehen und in dem Glauben, diese sei ihr Schutzengel, vieles aufs Spiel setzt, um sie bei sich zu behalten.

Vor kurzem habe ich die Rohfassung meines Romans The Years We Lost beendet, ein Jugendbuch und das erste, das ich im weiteren Sinne der Romance zuordnen würde. Auch hier ist Mental Health ein zentrales Thema, genauso wie Mobbing und Freundschaft. Es geht um Marek, der nach jahrelangen Psychiatrieaufenthalten an seine alte Schule zurückkehrt und versucht, die Jahre seiner Jugend, die er verpasst hat, nachzuholen, um Jara und darum, wie die ehemaligen besten Freunde sich wieder annähern.

Das Projekt, das ich zurzeit in der zweiten Runde überarbeite, trägt den Arbeitstitel Lebensrausch. Es ist – richtig geraten – ein Jugendroman. Hier geht es um Enya, die an eine Jugendbande gerät, zu der sie unbedingt gehören möchte, wobei sie sich bald in Gruppenkonflikten verfängt und es ihr immer schwerer fällt, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Dem Horizont entgegen wird in den nächsten Monaten in einem luxemburgischen Kleinverlag erscheinen. Für Lebensrausch und The Years We Lost habe ich noch keine konkreten Pläne. Eine Veröffentlichung ist natürlich das Endziel, aber die nächsten Schritte bestehen erst einmal darin, die Überarbeitungen komplett abzuschließen und Exposés zu schreiben. Dann werde ich mir überlegen, ob ich die Projekte Agenturen anbieten möchte oder mir lieber passende Kleinverlage heraussuche und da mein Glück versuche. Noch lieber wäre mir, wenn ein passender Romanwettbewerb auftaucht, aber mal sehen. 🙂

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Wie bereits erwähnt habe ich viele Romananfänge in der Schublade liegen, die ich irgendwann vielleicht neu aufrollen möchte, und natürlich wie wohl alle Autor*innen eine weitere Schublade voller Ideen. Einige davon sind:

Irrwege, Urban Fantasy über widersprüchliche Wünsche und was sie anrichten können,

Silberseele 2, eine Fortsetzung meiner Dystopie mit empathischen Androiden und einer Rebellion, die noch keine ist,

This is not a Love Story, eine Geschichte über Missbrauch, Misstrauen und vielleicht doch ein kleines bisschen Liebe?,

Namenloser potenzieller NaNo-Roman, irgendwas mit einer App, Gruppendenken, anerkennungsdurstigen Jugendlichen und vielen Eskalationen.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Beim Schreiben selbst ist oft der Mittelteil besonders fies, wenn die Anfangseuphorie nachlässt und Selbstzweifel aufkommen. Die Anfänge sind meistens noch gut geplottet, die Motivation für das neue Projekt frisch – und in der Mitte wird es dann wahnsinnig schwer, nicht doch den neuen, viel besseren Ideen zu verfallen.

Auch das Überarbeiten ist eine Sache für sich. Ich gehöre zu den Autor*innen, die prinzipiell gerne überarbeiten. Oft verliebe ich mich erst während der Überarbeitung so richtig in meine Geschichte (während des Schreibens finde ich sie hingegen oft grottig). Allerdings habe ich oft Hemmungen, mit der Überarbeitung überhaupt anzufangen, weil dann mein Perfektionismus einsetzt und ich genau weiß, dass dieser mir vieles erschwert.

(Das Plotten hingegen liebe ich. Das ist der Moment, in dem die Ideen fließen, ich in den Flow gerate und spüre, wie alles entsteht. Ich weiß, das ist nicht die Frage, wollte ich aber auch mal erwähnen. 😊)

Über die Projektarbeit hinaus wird bald meine größte Herausforderung sein, mich in die Buchwelt hinauszuwagen und mich öffentlich zu präsentieren. Am schwierigsten wird es sein, mich meinen Versagensängsten zu stellen und mit den Rückschlägen und Absagen klarzukommen, die wohl alle Anfänger*innen erwarten.

Hast du eine Schreibroutine?
Leider macht die Uni es schwierig, eine richtige Routine in mein Schreiben reinzubekommen. In den Prüfungs- und Projektphasen schreibe ich kaum, während ich am Anfang des Semesters, wenn der Lernstress sich noch im Rahmen hält, mehr an meinen Schreibprojekten arbeite.

Was mir hilft, dennoch an einer gewissen Routine festzuhalten, ist der regelmäßige Austausch mit meinen Schreibfreund*innen, im Autorenforum oder auf Autorenstammtischen. Unter anderem hilft es mir, mir konkrete Monats- und Jahresziele zu setzen. Am liebsten schreibe ich abends nach der Uni oder dem Praktikum, wenn ich einen (ansatzweise) freien Kopf habe.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Mach so weiter wie bisher! Genieß es, wie wenig Gedanken du dir beim Schreiben machst. Erlaube dir ruhig, dich in deinen Geschichten zu verlieren. Nichts muss perfekt sein, aber die Leidenschaft zu behalten, ist das Wichtigste. Ach, aber lass das mit dem Bad Boy-Trope vielleicht doch lieber.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Das eine Vorbild habe ich eigentlich nicht, stattdessen ganz viele oder oft einfach die Autor*innen der Bücher, die ich derzeit lese, von denen man sich fast immer irgendwas abschauen kann. Viele bewundere ich für einzelne Sachen, z.B. John Green für die Dialoge, Ava Reed dafür, wie sie Emotionen zwischen den Zeilen transportiert, Gillian Flynn für ihren bissigen Schreibstil. Nicht zuletzt bewundere ich sehr viele Autor*innen in meinem privaten Umfeld für ihre Zielstrebigkeit, ihre Ideen, ihr Nicht-Aufgeben. Gerade die Werke meiner Autorenkolleg*innen mitverfolgen zu dürfen und zu sehen, wie viele Ideen in uns allen schlummern, inspiriert mich.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Auf kurze Sicht: Dass tatsächlich ein paar Menschen mein Debüt lesen und dass ich auch für Silberseele, Lebensrausch und The Years We Lost ein Verlagszuhause finde.

Auf lange Sicht: Veröffentlichung in Publikumsverlagen, vielleicht Messeauftritte und Lesungen, im Idealfall die Zusammenarbeit mit einer tollen Agentur.

Auf noch längere Sicht: Mein größter Traum wäre es, mit dem Schreiben eines Tages genug Geld zu verdienen, um nur in Teilzeit arbeiten zu müssen. Im besten Fall könnte ich mich dabei meinen beiden Leidenschaften widmen: der psychologischen Forschung und dem literarischen Schreiben.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Leider gibt es (noch?) gar nicht den schönsten Autorinnenmoment bei mir. Zu meinen Erfolgsmomenten zählt, dass ich zwei Mal beim impress-tolino-media-Wettbewerb auf die Long List gekommen bin und dass ich im Finale des luxemburgischen Jugendliteraturwettbewerbs Prix Laurence meinen Text vor Publikum lesen durfte. Am besten allerdings bleiben die Momente, in denen ich mich in meine eigenen Texte verliebe. Das kann beim Schreiben, Überarbeiten oder bereits beim Plotten passieren und gehört zu den unbezahlbarsten und motivierendsten Erfahrungen überhaupt.

 

Eine kleine Kostprobe…

Ausschnitt aus der Rohfassung von The Years We Lost:

Laut meinen Kalkulationen hätte ich damit rechnen müssen. Zwei gemeinsame Grundkurse mit Marek entsprechen so sehr der durchschnittlichen Wahrscheinlichkeit, dass ich nicht einmal auf das Schicksal wütend sein kann.

Er spricht mich nicht an. Ich ihn noch weniger. Dennoch kommunizieren wir miteinander, mit Blicken, von denen ich gerne behaupten würde, dass sie mehr sagen als tausend Worte. Vielleicht tun sie das auch, doch was bringt das, wenn ich kein einziges davon verstehe? Wir sprechen einander unergründliche Fremdsprachen. […]

»Ich brauche das hier!« Sein Blick wird gehetzter, verzweifelter. »Diese Normalität. Eine entspannte, oberflächliche Party. Es klang so wunderbar.«

»Und wie soll ich dir dabei helfen?« Ich verschränke die Arme.

»Du bist die Einzige in dieser Halle, die mich kennt. Die mich nicht vorverurteilt. Die Einzige, der etwas an mir liegt. Überzeug mich vom Gegenteil und ich haue ab. Doch wenn ich recht habe … Hilf mir, bitte.«

Der Stein in meinem Magen macht sich wieder bemerkbar. Ich will nicht, dass er geht. Ich will auch nicht, dass er bleibt, weil ich keine Ahnung habe, was ich zu ihm sagen soll. Alles fühlt sich falsch und unvollständig an. »Es ist besser, wenn du gehst, wirklich. Du bist mir …« Es fällt mir unendlich schwer, das Wort auszusprechen. »Egal.«

Seine Mundwinkel zucken. Er sieht beinahe erleichtert aus. »Mach mir nichts vor.«

»Warum denkst du das?«

»Das Armband. Du trägst es immer noch.« Er deutet auf meinen Glücksklee. »Das zeigt, dass es eine Lüge ist. Du magst mich vielleicht hassen, aber das ist alles andere als Gleichgültigkeit.«

»Ich hasse dich nicht.« Meine Stimme wird brüchig. Verdammter Glühwein. »Außerdem habe ich mich einfach an das Armband gewöhnt. Ich habe fast schon vergessen, dass du derjenige warst, der es mir geschenkt hat.«

So eine dämliche Lüge.

Flashback. Mein dreizehnter Geburtstag. Meine Eltern streiten, Jamiro und Taynara nerven. Marek hat mir damals den Tag gerettet, nicht nur mit seinem Geschenk, sondern auch mit seinen Umarmungen, seinen tröstenden Worten, seinen Versuchen, mich mit Pinguinvideos aufzumuntern.

Ich habe ihm viel zu verdanken und das kann ich nicht leugnen.

»Also gibst du es zu?« Sein Blick ist eine stumme Herausforderung.

Ich beschließe, sie anzunehmen. Diese Art der Interaktion liegt mir besser als das peinlich berührte Anschweigen. »Okay. Du bist mir nicht egal. Kein Mensch ist mir egal. Lust auf Glühwein?«

 


Kiara Roth

 

Bisher sind noch keine Veröffentlichungen vorhanden.

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Laura Stadler #ProjektArbeitstitel

Laura Stadler #ProjektArbeitstitel

Laura Stadler #ProjektArbeitstitel

Die wunderbare Autorin, die ich euch heute vorstelle war auch eine der Personen, die mich überhaupt erst zu diesem Projekt inspiriert haben. Und je mehr ich über ihre Projekte erfahre, desto dringender brauche ich diese als Buch zum inhalieren und verinnerlichen. Also look at this cutie

Hi! Ich bin Laura. Ganze 23 Jahre alt und wohne in der bayerischen Hochburg Schwabens – also viele Grüße aus Augsburg. 😀

Ich schreibe eigentlich schon, seit ich weiß, wie herum man einen Stift halten muss. Ich glaube, ich war 4 Jahre alt, als ich mich hinter einen Sessel im Wohnzimmer gequetscht habe und mich mit Kugelschreiber auf der weißen Tapete verewigt habe – und meinen Eltern auf ihre Nachfrage, was ich da denn mache, ganz stolz verkündet habe, dass ich da eine Geschichte geschrieben habe. (Das war übrigens auch der Moment, an dem ich dann lesen gelernt habe und meine Eltern mir Bücher geschenkt haben, damit ich weiterhin an meine Geschichten komme, aber die Wände im Haus in Ruhe lasse.)

Ein bisschen ernsthafter hat das Ganze dann in der Grundschule angefangen, da war ich so sechs/sieben Jahre alt. Da saß ich wie auf dem Schreibtischstuhl festgeklebt und habe eine ganz großartige Abenteuergeschichte geschrieben über einen Piratenschatz, den zwei Kinder während eines Schulausflugs finden. Und jetzt bin ich hier, schreibe mir seit 17 Jahren die Seele aus dem Leib und habe trotz mancher Flauten und Selbstzweifellawinen doch nie den Wunsch, damit aufzuhören. Ich will immer sagen, dass ich noch komplett unveröffentlicht bin, weil ich’s jedes Mal vergesse, aber man findet bisher eine Kurzgeschichte von mir (»Weiß das Leben, Schwarz der Tod«) in der Anthologie vom Schwäbischen Literaturpreis 2017. Ansonsten gibt’s ein paar Schnipsel auf meinem Ko-Fi-Account, aber die großen Projekte (aka Romane) sind alle noch unveröffentlicht.

 

Regennächte und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Die meiste Arbeit stecke ich (immer noch) in „Regennächte“, weil es einfach mein ultimatives Herzprojekt ist. (Und, weil ich Anfang des Jahres großspurig behauptet habe, ich würde es 2019 noch in die Veröffentlichung davon schaffen – wir werden sehen, wie das funktioniert, hm? :D) Regennächte ist vor allem Slice of Life und Romance. In Buchhandlungen würde es wahrscheinlich bei den Jugendbüchern irgendwo stehen, schätze ich.

Bevor ich das Thema grob anreiße: Regennächte hat nicht umsonst eine halbe Seite Triggerwarnungen. Es ist kein fluffiges happy-ending-Liebeswolkenschloss, das ist vor allem Traumaaufarbeitung, das ist vor allem realistischer Umgang mit mental health und das Ausbrechen aus toxischen Beziehungen. Es ist auch eine Liebesgeschichte, aber es ist am Ende so viel mehr als nur das.

So, worum geht’s also?

Wir haben Charlie, die schon immer mit utopisch hohen Erwartungen aufgezogen worden ist, die schon immer dafür bestimmt war, die Zukunftsträume zu leben, die ihre Mutter träumt, die in der Schule systematisch gemobbt wird, weil sie mit ihrer angeschlagenen Psyche nicht ins System passt. Und die dann als Enttäuschung der Familie gebrandmarkt wird, weil sie diese Träume in den Wind schießt und sich für ein Leben nach ihren eigenen Plänen entscheidet . Weil sie nicht innerhalb der Grenzen, die ihre Familie und ihre Mitschüler ihr geschaffen haben, eingehen will.

Auf der anderen Seite haben wir Liam, der Charlie schon immer darin unterstützt hat, aus den Grenzen auszubrechen. Der schon immer da war, wenn Charlies depressive Episoden sie in tränenreiche, schlaflose Nächte (Regennächte, womit wir wieder beim Titel wären :D) getrieben haben. Der sie festgehalten hat, wenn sie in Scherben zu zerfallen drohte. Der sie am tiefsten Boden der Schlucht, in die Depressionen Menschen treiben können, gefunden hat und der jetzt jeden Schritt, den sie in Richtung Licht macht, neben ihr geht. Der dabei auch seine eigenen Päckchen trägt und lernt, dass Unterstützung in sowas keine Einbahnstraße ist.

Ich hab’s oben schon angerissen, aber gerne nochmal: Regennächte ist, Charlie dabei zuzusehen, wie sie aus toxischen Beziehungen ausbricht.

Wie sie durch Freundschaft und Liebe lernt, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich lohnt. Es ist, Charlie dabei zu begleiten, wie sie langsam lernt, mit den Folgen von Mobbing umzugehen. Ihr dabei zuzusehen, wie sie endlich, endlich, endlich lernt, dass sie den Krieg gegen die Depressionen, gegen die Dämonen in ihrem Kopf, nicht mehr allein ausfechten muss. Es ist auch, Liam dabei zuzusehen, wie er lernt, Ängste loszulassen. Es ist, Liam dabei zuzusehen, wie er lernt, dass Mauern im Kopf nicht immer das sicherste Versteck der Welt bedeuten.

Dass es manchmal nötig ist, eben diese Mauern einzureißen und sich anderen Leuten anzuvertrauen. Ganz große Motivation hierbei war tatsächlich, dass ich es leid bin, wie mental illnesses in Hollywood und Jugendbüchern immer romantisiert werden. Man ist nicht automatisch geheilt, wenn the one true love™ auftaucht und ewige Liebe schwört. Das passiert hier in Regennächte nicht. Das wird in keinem meiner Bücher passieren, weil es so verdammt unrealistisch ist.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Nachdem ich festgestellt hatte, dass Regennächte mit dem ursprünglichen Plot nicht in die Richtung geht, in der ich es haben wollte, habe ich nochmal komplett umgekrempelt, geplottet, geplottet und noch mehr geplottet und mache noch einen Rewrite. Den will ich im Juli eigentlich noch über die Bühne kriegen, damit ich hinterher genug Zeit für die Überarbeitung habe und es Mitte/Ende August hoffentlich in ein Paar der fähigsten Lektorenhände geben kann, die ich kenne. Im Hintergrund laufen da auch the talks™ mit zwei grandiosen Menschen, die auch – hoffentlich – maßgeblich dann am Endergebnis von Regennächte beteiligt sein werden. (Aber darüber breite ich ganz subtil den Mantel des Schweigens, mh? 😀)

Long story short: Ich plane seit Anfang des Jahres mit einer Veröffentlichung, aber wenn die sich nach 2020 schiebt, dann kann ich damit auch ganz gut leben. Aber es wird veröffentlicht. Das kann ich schonmal versprechen.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ufff, ich habe so viel in diversen Schubladen, wo soll ich da anfangen? Ich habe zum einen paper skin, was ein sehr düsterer Contemporary-Roman werden wird, der sich mit den tiefsten Abgründen beschäftigt, zu denen Menschen fähig sein können. Silberstreifen, das mit seinem militärisch-apokalyptischen Setting eher in die dystopische Schiene schlägt. Ich habe eins, das momentan noch unter the gods aren’t alright läuft und das sich viel mit der Reinkarnation von Seelen und mythologischen Figuren beschäftigt. Und nebenbei gibt’s noch inkskinned, was irgendwann mal in die lyrische Schiene geht, weil ich darin meine ganze Prosapoesie sammle.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass mir bei der Veröffentlichung irgendetwas ganz gravierend mquerschießt, weil ich so sagenhaftes Glück bei all den großen Baustellen hatte – mir sind Cover-, Lektorats- und Verlagssuche einfach komplett in den Schoß gefallen. Aber mal ernsthaft: Ich glaube, meine größte Herausforderung ist tatsächlich mein eigener Perfektionismus. Ich höre nie auf, an allen möglichen Ecken und Enden herumzuschrauben, weil ich nie vollständig zufrieden bin mit dem, was ich mache. In meinem Kopf klingt alles immer größer, besser, schöner als das, was dann am Ende rauskommt. Ich muss erst lernen, dass es irgendwann immer diesen einen Punkt gibt, an dem man aufhören muss – und wenn man das nicht tut, geht’s gravierend bergab. Davon abgesehen: Exposés und Klappentexte sind meine absoluten Endgegner.

Hast du eine Schreibroutine?
Mein Leben war schon immer viel zu unregelmäßig, um da eine gesunde Routine aufbauen zu können. Das wird jetzt, wo ich zwischen Studium, Freizeit, Nebenjob und meinem Job im Wohnheim hin- und herschaukle, nicht wirklich besser. Ich schreibe, wenn ich die Zeit dafür habe – dafür dann aber (mittlerweile wieder) in jeder freien Minute. Sei das mit Laptop auf dem Schoß im Zug oder mit Notizbuch aufm Boden in der Innenstadt, weil ich gerade eine Viertelstunde Pause habe, auf Freunde warte oder so. Ich brauche keine feste Tageszeit oder einen fixen Ort fürs Schreiben. Egal, ob das 3 Uhr morgens ist oder 16 Uhr nachmittags; wenn die Zeit da ist, dann schreibe ich. Und da kann es dann auch passieren, dass ich mit Bleistift auf umgedrehte Kassenbons kritzle – been there, done that.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
»Verbieg dich bitte nicht, um anderen zu gefallen. Das ist dein Stil. Das ist deine Stimme. Drück sie nicht zu einem Flüstern, weil andere mit deinem Thema nichts anfangen können. Lass dich nicht zum Schweigen bringen, weil andere Menschen glauben, sie wüssten besser, was du kannst und was nicht. Brenn für deine Projekte. Lass das einfach zu. Trag deine Begeisterung in die Welt hinaus und versteck dich nicht. Du kannst schreiben. Also lass es die Welt auch sehen, okay? Da wartet ein ganz grandioser Weg auf dich.«

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Mich inspirieren alle Menschen, die für ihre Projekte brennen. Die ihre Begeisterung und ihren Ehrgeiz in die Welt schreien und damit Feuer entfachen, das einfach auf andere übergreift. Mich inspirieren Menschen, die ehrlich sind und nicht nur die schönsten Seiten des Autorenlebens beleuchten. Die auch dem Zweifel seinen Platz in der Öffentlichkeit zugestehen. Mich inspirieren und motivieren einfach alle Leute, die bereit sind, diesen Weg vom Ideenfunken zur Veröffentlichung mit mir zu gehen, ihn mit mir zu teilen und mit denen man Erfahrungen austauschen kann.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Ich weiß nicht, ob das komplett utopisch ist oder nicht, aber ich möchte irgendwann einmal durch eine Buchhandlung gehen und zumindest eins meiner Bücher in einem Regal stehen sehen. Einfach nur, damit ich es dann herausziehen, über das Cover streichen und es lächelnd wieder zurückstellen kann.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Ich glaube, einer meiner all-time-favorite-Momente bisher war, als die sagenhafte Nadine mir als Aufmunterung für einen bad mental health day ein so zauberhaftes Cover für Regennächte gebastelt hat, in das ich mich einfach schockverliebt habe. Was ansonsten auch jedes mal das Autorinnenherz in meiner Brust frohlocken lässt: Wenn Leute meine Sachen lesen und sich die Zeit nehmen, mir dann zu schreiben, wie sehr sie etwas bewegt hat. Oder dass man sie zu etwas inspiriert hat. Es ist ein ganz eigener Zauber, der sowas anhaftet: Wie grandios ist es, zündender Funke für Ideen oder Emotionen in Menschen sein zu dürfen? ♥

 

Eine kleine Kostprobe…

Aus Regennächte:

»Charlie, hey. Wie sieht’s heute aus? Was haben wir? Soll ich mit dir reden oder ist’s dir lieber, wenn ich dich einfach nur umarm‘?«

Seine beste Freundin sieht so klein und verloren aus, wie sie sich am Fußende des Betts zusammengekauert hat und die Finger in ihre eigenen Oberarme krallt. Als hätte sie Angst, sonst einfach auseinanderzufallen. Liam hört ihr Weinen eher, als dass er es sieht; das Mondlicht reicht nicht bis in die Nische, in der das Gästebett steht, in dem sie übernachten. Aber Charlies schniefendes Nasehochziehen und das zittrige Atmen reichen auch so. Da braucht er keinen Blick in ihre garantiert tränennassen Augen mehr, um es zu kapieren.

»Nicht anfassen«, presst sie zwischen zwei Schluchzern hervor.

»Okay. Alles klar.«

Sie haben das hier schon so oft durch, manchmal wochenlang jede Nacht. Mittlerweile hat er den Dreh einigermaßen raus, um abschätzen zu können, in was für einer Art Regennacht sie stecken. In manchen braucht Charlie jedes bisschen Körperkontakt, das sie kriegen kann, dann flüchtet sie sich in seine Umarmungen und wenn sie könnte, würde sie wahrscheinlich mit in seine Haut kriechen, damit er die Kälte in ihrem Inneren vertreibt. Und wenn er wüsste, wie’s geht, würde er’s tun. Dann würde er sie in seine Haut lassen, damit sie ganz nah an dieser Wärme ist, die sein Herz immer, immer, immer für sie abstrahlt.

In anderen Regennächten erträgt sie schon eine Hand auf der Schulter nicht, da sind ihr seine Finger in ihren Haaren zu viel. Es ist meistens ein Anzeichen für so eine Art, dass sie sich dann von ihm losmacht und sich ganz klein am Fußende vom Bett zusammenrollt. Manchmal läuft sie dann auch ruhelos im Zimmer herum, weil sie nicht stillhalten kann, weil Stillhalten bedeutet, den Dämonen in ihrem Kopf noch mehr Raum zu geben, als sie sich in solchen Nächten sowieso schon erzwingen.

 


Laura Stadler

 

Die Anthologie des Schwäbischen Literaturpreises 2017 ist vergriffen. Bisher sind noch keine weiteren Veröffentlichungen vorhanden.

Einen Einblick ins erste Kapitel könnt ihr jedoch hier bekommen.

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Nadja #ProjektArbeitstitel

Nadja #ProjektArbeitstitel

Nadja #ProjektArbeitstitel

Heute stelle ich euch eine meiner liebsten Freundinnen und Schreibkumpanin vor: Nadja!

 

Hallo zusammen 😊

Ich bin Nadja und seit diesem Sommer mit meinem Master fertig. Im Gegensatz zu meinem technischen Studium steht meine Kreativität. Bereits mit Zwölf Jahren wollte ich Schriftstellerin werden, so wie man das mit Zwölf nun mal selbstsicher und naiv beschließt. Ich dachte mir, Bücher zu schreiben wäre der Traumjob schlechthin. Doch schnell stellte sich heraus, dass das Schreiben ein aufwendiger Prozess ist und man nur selten davon leben kann.

Trotz Schreibpausen und jeder Menge abgebrochener Projekte, gab ich meinen Herzenswunsch nicht auf und hielt an meiner Leidenschaft fest. Auch nach fast 15 Jahren Schreiben glaube ich an mein Ziel: ein Buch zu veröffentlichen.

Aber erst seit ich auf LBM18 war, packte mich der Tatendrang endlich mein eigenes Projekt anzugehen. Ich wollte keine Fanfiktions mehr schreiben, sondern meine ganz eigene Geschichte. Nach Abgabe der Masterarbeit gab ich mir endlich einen Ruck und begann an meinem Manuskript zu schreiben.

 

4 bunte Steine und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Mein eigenes Projekt trägt den Arbeitstitel „4 bunte Steine“. Der Grund für diese vorläufige Namensgebung beruht auf einer Aussage eines Charakters, der in der Geschichte vorkommt.

Der Roman ist im Genre Urban Fantasy angesiedelt, der in der Fortsetzung – es steht noch nicht einmal die Rohfassung des ersten Teils – auch Züge von Romantasy annehmen wird. Dennoch bleibt das Hauptgenre dasselbe sowie der grundlegende Inhalt: die vier Elemente. Ich habe mal versucht in wenigen Worten zusammenzufassen, um was es im ersten Teil von „4 bunte Steine“ geht:

Bei dem Versuch sich ihren Pass von ihrer Exfreundin zurückholen, trifft Elli auf Jess. Die beiden sind sich direkt unsympathisch. Als Jess dann auch noch behauptet, sie wisse etwas über das Herz der Lüfte, ist ihr klar: Blondie spinnt. Doch er lässt nicht locker und identifiziert Elli als Luftbegabte. Trotz einem Haufen eigener Probleme, wie die Verfolgung durch ihre ehemalige Gang oder die bohrende Frage nach ihrer Herkunft, siegt Ellis Neugierde. Sie lässt sich auf seine Welt der Elemente ein. Aber die anfängliche Faszination für Windklingen und alte Runen schwindet schnell. Ihr neues Zuhause ist nicht nur konservativ und regelvernarrt, sondern auch verschwiegen und von Intrigen geprägt. Gerade als Elli beschließt lieber zu verschwinden, kommt sie einer uralten Verschwörung auf die Spur und plötzlich will auch sie das Herz der Lüfte finden.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Ich möchte den ersten Teil von „4 bunte Steine“ erst einmal beenden. Das ist noch viel Arbeit. Ich bin gerade dabei die Rohfassung zu schreiben und manche Charaktere müssen noch ausgearbeitet werden. Die NadNad-Reihe (s.u.) plane ich bereits mit Babsi seit Anfang des Jahres. Sie wird noch diesen Sommer starten. Ich bin gespannt, wie sie ankommt.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Neben meinem großen Urban Fantasy Projekt „4 bunte Steine“ arbeite ich immer mal wieder an Fanfiktions zu Harry Potter. Dort habe ich ein Langzeitprojekt (3 Wünsche für Hazel). Darüber hinaus quellen meine Notizbücher von Plotbunnies über.

Konkret geplant ist eine kleine Sparte direkt hier bei Babsi, liebevoll „NadNad“ getauft. Kolumnenhaft möchte ich über verschiedene Themen schreiben. Dabei geht es mir vor allem darum Gedanken und Erfahrungen zu teilen. Es gibt viele Dinge, die interessant sind und über die ich gern reden würde, wie Menstruationstassen oder als Frau in der Männerdomäne zu arbeiten. Aber auch über LGBTQ+ würde ich gern etwas berichten.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Da ich noch nichts veröffentlicht habe, was über eine Fanfiktion hinausging, ist für mich dann später sicher alles Unbekannte, wie Verlag, Werbung und Co, eine Herausforderung. Doch im Moment ist es der Schreibprozess an sich. Eine Idee zu haben ist einfach, doch diese auch in eine logische Struktur zu lenken ist wahre Kunst.

Im Schreibprozess allgemein finde ich es schwierig am Ball zu bleiben. Die Ausreden und Entschuldigungen nicht weiterzuschreiben sind vielfältig. Hinzu kommt bei „4 bunte Steine“, dass ich meine Schreibgewohnheiten geändert habe. Ich habe diesmal einiges an Zeit in die Vorarbeit investiert. Im Vergleich zu meinem sonstigen Geschreibsel, habe ich aufs Plotten verzichtet und stattdessen auf Charakterbögen, Weltenbau und ähnliches gesetzt. Natürlich habe ich eine grobe Richtung, wo es hingeht und bestimmte Vorstellungen was passieren soll. Doch dieses Mal sehe ich von einer konkreten Plotplanung ab und überlasse es von vornherein meinen Figuren die Geschichte zu beschreiten. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass sie sich ja doch nicht an meinen Plot halten, also spare ich mir die Arbeit.

Hast du eine Schreibroutine?
Schreibdates helfen oder auch früher aufstehen, um sich Zeit für wenigstens 500 Worte zu nehmen. Trotzdem passiert es schnell, dass ich nicht so viel tippe, wie ich gern wollte. Auch weil das Schreiben neben dem großen, kräftezehrenden Job geschieht.

Aber so schwierig es auch ist regelmäßig zu schreiben, noch viel schwieriger ist es nicht zu schreiben. Daher nutze ich Zugfahrten oder ähnliches für Szenenideen oder andere Kleinigkeiten, die mir später über Plotlöcher oder Schreibblockaden hinweghelfen können. Mein ultimativer Tipp: ein/e Betaleser/in! Jemanden zu haben, der sich immer alles zu deiner Idee anhört und kritische Fragen stellt, hilft unglaublich weiter.

Wie vermutliche viele Autoren habe auch ich eine Pinnwand bei Pinterest und eine Playlist bei Spotify. Extrem hilfreich sind auch Charakterbögen, die ich zwischendurch ausfüllen kann, wenn es mit der Story an sich gerade nicht weiter geht. Ich schreibe trotzdem an meiner Geschichte, auch wenn es erst einmal nur eine Personenbeschreibung ist. Das alles hilft sehr, sich wieder in Stimmung zu bringen und die Sehnsucht zu wecken, die eigene Geschichte in Händen halten zu wollen.

Ansonsten helfen mir persönlich feste Schreibtermine, ähnlich wie das wöchentliche Fußballtraining anderer, und Notizbücher voller kreativer Ergüsse. Auch versuche ich, wenn ich merke, dass ich gerade besonders große Lust aufs Schreiben habe, dann auch tatsächlich etwas zu Papier zu bringen, egal ob digital oder analog.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Es ist der Erstentwurf! Es wird sowieso nicht perfekt sein, also lass es so stehen und weiter geht’s. Hör auf ständig daran herumzudoktern, sondern schreib lieber weiter. Verbessern musst du alles sowieso noch ein dutzend Mal, aber dafür hast du Zeit, wenn die Story geschrieben ist. Bring dein Projekt erst mal zu Ende und dann mach dir Gedanken über Perfektion.

Also auf geht’s, kleine Autorin: schreiben, schreiben, schreiben. Alles andere kommt mit der Zeit. Ach, und suche dir Leidensgenossen! So völlig allein am PC zu tippen ist zwar nötig, aber auf Dauer eher mühsam, wenn man sich nicht darüber austauschen kann.

Oh, und Fanfiktions sind ein großartiger Einstieg in die Welt des Schreibens. Es gibt genügend Websites, wo man sie veröffentlichen kann und mit anderen Schreiberlingen in Kontakt kommt. Also nur Mut und glaub an dich, meine Liebe.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich bewundere Autoren, die ein ganzes Universum erschaffen haben, wie J.K. Rowling. Auch die Schreiberlinge auf Twitter, die darüber berichten wie ihre Schreibarbeit, Veröffentlichung und ähnliches laufen, motivieren mich. Aber ein direktes Vorbild habe ich nicht. Kurz gesagt: mit anderen Autoren im Austausch zu stehen, das spornt mich mehr an als irgendjemand Unbekanntes, von der/dem ich „nur“ das fertige Buch gelesen habe.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Genügend Zeit für meine Leidenschaft haben. Ich liebe das Schreiben, es gehört zu mir. Darum wünsche ich mir vor allem Freiraum dafür zu haben. Als Ziel steht fest: ein Buch, eine eigene Geschichte, veröffentlichen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Auf FanFiktion.de habe ich hin und wieder gelesen, dass die/der ein oder andere Leser/in mit meiner Protagonistin mitgefühlt hat. Ich hatte es geschafft mit meinen Worten Emotionen zu erzeugen, wie Wut, Traurigkeit oder Nervosität. Das war wahnsinnig toll zu lesen, dass man eine fiktive Figur erschaffen hat, der etwas ausgedachtes wiederfahren ist, was wiederum bei jemand völlig Unbekanntem zu Gefühlsregungen geführt hat. Total verrückt, was Worte von mir bewegt haben.

Direkt danach kommt, wie viele Leser mir rückgemeldet haben, dass ich spannend erzähle. Gerade die lange, unfertige Fanfiktion: insbesondere neue Leser, die sich dann zu Wort melden, sagen, dass sie die Geschichte bis zum aktuellen Stand in einem Rutsch durchgelesen haben. Das ist auch total schön zu hören.

Diese beiden Dinge habe ich nun schon einige Male gesagt bekommen. Das macht mich stolz und lässt mich selbst jetzt, da ich mich nur daran zurückerinnere, breit grinsen. Irgendwas muss ich richtig machen bisher und daran halte ich fest, wenn es gerade mal wieder nicht so optimal vorangeht mit dem Schreiben. <3

 

Eine kleine Kostprobe…

Aus „4 bunte Steine“:

Für einen unendlichen langen Moment konnte Elli sich vom Anblick der Männer nicht losreißen, die aufeinander einprügelten. Sie verspürte Reue, dass sie den Zweien eine Überzahl an Angreifern aufgehalst hatte. Doch als ihr Blick auf den unbewachten Eingang des Clubs fiel, war ihr schlechtes Gewissen verflogen.

Mit dem Ziel vor Augen hastete Elli los. Hinter sich hörte sie wilde Beschimpfungen und Stimmen durcheinanderrufen. Es war nicht mehr weit, nur noch ein paar Schritte, dann war es endlich geschafft. Ihr Plan funktionierte! Sie war so gut wie drinnen.

„Hey, kleine Lufti!“, grollte eine tiefe Stimme hinter ihr und ließ sie zusammenzucken. Entgegen ihres besseren Wissens drehte sie sich um.

Es war Blondie, der sie mit Blicken zu erdolchen versuchte. Ihm klebte das nasse Haar im Gesicht und Blut tropfte von seiner Nasenspitze. Mit dem Handrücken wischte er es weg und fragte: „Wem unterstehst du, Lufti?“

„Niemandem“, war alles was Elli herausbrauchte, während sie sich gleichzeitig fragte, warum er sie Lufti nannte.

Die Stirn krausziehend machte er den Anschein, als wollte er zu ihr herüberkommen. Doch da bekam ihn der Türsteher Heinz zu fassen. Unerbittlich schlang er seinen kräftigen Arm um Blondies Hals. Trotz des Würgegriffs wandte dieser den Blick nicht von Elli ab. Jetzt flogen auch Heinz‘ Augen hoch und bemerkten sie.

Der Schock ließ sie erstarren und ihren Herzschlag aussetzen. Dann wirbelte Elli herum und rannte blindlings hinein in den Club. Hinter sich hörte sie die Worte: „Folg ihr!“

Verdammte Scheiße!

Nackte Angst ergriff Besitz von Elli, doch sie hatte keine Zeit dafür. Sie drängte sich selbst weiterzugehen und bloß nicht zurück zu sehen. Das eklige Gefühl der lähmenden Furcht raubte ihr den Atem und benebelte ihr die Sinne. Entschlossen presste sie Luft in ihre Lunge. Sie würde die Panik nicht zulassen! Es gab nur diese eine Chance ihren Ausweis von Cato zurück zu holen.

In Gedanken war sie bereits im Flur des Büros ihrer Exfreundin. Sie dachte an die Sicherheitsvorkehrungen, die sie umgehen musste, als sie zu scharf um die Ecke bog und ausrutschte. Elli strauchelte, fiel fast, stoppte aber nicht. Ohne sich umzusehen, hetzte sie weiter.

Hatte Heinz sie erkannt? Kam er ihr tatsächlich nach? Was sollte sie dann tun? Gegen Heinz half ihr auch das mickrige Taschenmesser nichts. Das hätte er ihr schneller abgenommen, als sie es öffnen könnte.

Gottverdammte Scheiße!

 


Nadja

 

Bisher ist noch keine Veröffentlichung geplant.

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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