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#SPBuch Adventskalender – 17 – Tanja Hanika

#SPBuch Adventskalender – 17 – Tanja Hanika

#SPBuch Adventskalender – 17 – Tanja Hanika

(Werbung wegen Namensnennung)

Hallöchen und Willkommen zum siebzehnten Türchen des Selfpublishing Adventskalenders – heute habe ich mit Tanja Hanika eine unglaublich liebe Person im Boot. Man würde ihr auf den ersten Blick gar nicht zutrauen, gruselige und blutige Romane zu schreiben. Aber genau das macht sie und zwar sehr gut!

Zwei ihrer Werke, nämlich Zwietracht und Scream Run Die, habe ich hier auf meinem Blog schon rezensiert.

Auf ihrer Website findet ihr weitere Infos zu ihren Büchern.


1. Liebe Tanja, du schreibst vorwiegend gruselige und blutige Geschichten! Bei Weihnachten denkt man nicht gleich an Horror. Gibt es etwas im Advent und im Festtagstrubel, dass du gruselig findest?

Ich mag Weihnachten und an sich finde ich daran nichts gruselig. Knecht Ruprecht hätte aber Potenzial. Man kann jedes Setting gruselig schreiben. Ein leerer Weihnachtsmarkt mit leiernder Weihnachtsmusik und einem einzigen offenen Stand beispielsweise, der etwas ganz Spezielles verkauft.

 

2. Hast du dir schonmal überlegt eine unheimliche Weihnachtsgeschichte zu schreiben oder ein weihnachtliches Motiv für eine Horrorgeschichte zu adaptieren?

Da bringst du mich auf eine Idee.^^ Eine Weihnachtsgeschichte habe ich noch nicht adaptiert, aber ich finde generell, dass Horror gut in die Weihnachtszeit passt. Er bietet eine angenehme Pause von der Dauerbesinnlichkeit im Advent, lässt einen durchatmen und anschließend ist man wieder bereit für Plätzchen, Punsch und Co.

 

3. Dieser Adventskalender präsentiert eine Fülle wunderbarer Selfpublisher*innen. Wo liegen für dich die Vorteile beim Selfpublishing?

Der für mich wichtigste Vorteil ist die Freiheit, alles selbst zu organisieren, selbst zu entscheiden und auch die Geschichten zu veröffentlichen, die vielleicht nicht mainstreamig genug für einen Verlag wären. Ich habe Handlungsfreiheit bezüglich meiner Geschichten, der Themenwahl und ich kann bestimmen, wann ich sie veröffentliche, ohne zu lange Vorlaufzeit. Es muss nicht in ein Programm passen, sondern nur zu mir als Autorin. Die Branche hat sich stark Professionalisiert, sodass man genügend Ansprechpartner findet, wenn man Hilfe beim Feinschliff des Textes oder bei der Covergestaltung braucht. Ich kann mir sogar dabei aussuchen, mit wem ich zusammenarbeiten und wie ich es haben möchte. Welcher Verlag könnte mir all das bieten? 🙂

4. Was war dein bisheriges Highlight als Autorin?

Ein einzelnes Highlight kann ich wirklich nicht herausgreifen, es gibt da verschiedene Ebenen. Ein riesiges Highlight war das Autorenportrait über mich im Magazin »Der Selfpublisher«. Auch die Messen und Litcamps, wenn ich meine Kollegen und Leser treffen darf, sind jedes Mal Highlights mit ganz besonderen Momenten.

Das erste Mal das Taschenbuch des jeweils aktuellen Buchprojekts in den Händen zu halten, ist ein Highlight im Arbeitsprozess, weil man das Ergebnis sieht, wo hinein man all sein Herzblut und die Mühe gesteckt hat.

 

5. Was magst du an der Weihnachtszeit am Liebsten und welcher Nascherei kannst du nicht widerstehen?

Leuchtende Kinderaugen sind für mich das schönste an der Weihnachtszeit. Ich versuche, die meines Sohnes möglichst oft zum Strahlen zu bringen und gerade in der Weihnachtszeit ist das leicht.

Kaum widerstehen kann ich selbstgebackenen Plätzchen. Gerade die von meiner Oma wecken Kindheitserinnerungen und schmecken besonders lecker.

 

6. Gibt es etwas an Weihnachten, das dich nervt oder stört?

Weihnachtliche Pseudo-Freundlichkeit bringt mich auf die Palme. Menschen, die das ganze Jahr über nichts von Höflichkeit oder Freundlichkeit halten, können sich das auch in der Weihnachtszeit sparen.

 

7. Hast du einen Lieblingsfilm/-buch, dass du jedes Jahr zu Weihnachten aus der Kiste holst?

Nein, ich lese zwar jedes Jahr zu Halloween »Der Rabe« von Edgar Allan Poe, aber so eine Tradition für Weihnachten habe ich nicht. In den letzten Jahren haben mich Vorleseadventkalender für Kinder durch die Weihnachtszeit begleitet, das wird wohl dieses Jahr genauso sein.

 

8. Hast du aktuell ein Projekt in den Startlöchern und kannst du uns schon etwas darüber verraten?

Vor inzwischen fast einem Monat ist mein Schauerroman »Werwölfe in Aremsrath« erschienen. Die nächste Veröffentlichung dauert daher noch ein bisschen, aber ich schreibe momentan an einem modernen Hexenhorrorroman, der im Sommer 2019 erscheinen soll und gegen Ende 2019 möchte ich meine zweite Gruselanthologie veröffentlichen. Beides wird gewohnt gruselig und fies. Ich habe großen Spaß beim Schreiben. 🙂

 

9. Was wünscht du dir für 2019?

Wenn 2019 so wird wie 2018, bin ich an sich sehr happy. Vielleicht ein paar weniger Kindergartenviren, aber ansonsten ist jeder Tag das, was man daraus macht. 😀

Konkret wünsche ich mir, viele Litcamps und die Frankfurter Buchmesse besuchen zu können. Und falls es eine kleine Fee gibt, die Wünsche erfüllt, dann würde ich mir wünschen, dass sich mehr Leser an Horrortexte heranwagen. Damit meine ich nicht nur meine eigenen, sondern das Genre generell.

Liebe Tanja, vielen vielen Dank für deine Antworten!

Das war das letzte Adventskalender Special auf meinem Blog. Den krönenden Abschluss gibt es übrigens am 24.12 auf KeJas Blogbuch – mit einer riesengroßen Verlosung. Dort könnt ihr auch eines der Bücher meiner „Schützlinge“ gewinnen. Welches? Das wird noch nicht verraten.


Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

 

[Rezension] Scream Run Die von Tanja Hanika

[Rezension] Scream Run Die von Tanja Hanika

Scream Run Die von Tanja Hanika

Nachdem ich von Tanjas Buch „Zwietracht“ begeistert war, hat sie mir auf dem Litcamp 2017 in Heidelberg ihr Buch „Scream Run Die“ geschenkt. Vielen Dank dafür und entschuldige, dass ich erst so spät dazu gekommen bin, es zu lesen und zu rezensieren.


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  • Autorin: Tanja Hanika
  • Titel: Scream Run Die
  • Genre: Horror, Slasher, blutig
  • 122 Seiten, Taschenbuch: 7,99€ | Ebook: 2,99€
  • auf amazon* kaufen

Worum geht’s?
Milton überfährt auf dem Highway eine seltsame Kreatur. Um den Unfall geheim zu halten, verstaut er das Wesen in seinem Kofferraum und fährt zu seinen Freunden, die eine Hausparty veranstalten. In der Abgeschiedenheit, provoziert von Alkohol und Langeweile, probieren sie Gläserrücken mit einem Ouija Brett aus unds müssen bald erkennen, dass sie von jemandem oder etwas verfolgt werden…


Meine Meinung

Das Buch inklusive Survival Tipps des Killers verspricht eine spannende Hetzjagd auf eine Gruppe Jugendlicher.

Leider war es für mich kein fesselndes Erlebnis. Die 122 Seiten reichen nicht, um eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, man leidet und bibbert nicht mit ihnen, sondern zuckt lediglich mit den Schultern, wenn sie aufgeschlitzt werden. Manche Handlungen und Entscheidungen, sowie die Motive des Killers waren auch einfach nicht wirklich glaubwürdig und nachvollziehbar.

Tanja Hanika spielt gezielt mit einigen typischen Horrorfilmklischees – Jugendliche allein zuhaus, Gläser rücken, die durchtrennten Stromkabel, das mysteriöse Wesen im Kofferraum, der maskierte Killer. Bei mir hat das leider aber weder für ein Schmunzeln, noch für Schauer gesorgt.

Ich bin eher der Fan von psychologischem Horror, was nicht heißt, dass ich es nicht auch mal blutig und klassisch mag. Aber bei diesem Buch ist der Funke leider nicht übergesprungen, vielleicht weil ich so viel in diesem Genre unterwegs bin.

Ich hätte mir mehr Zeit gewünscht, die Charaktere kennen zu lernen, mehr Zeit für das Versteckspiel mit dem Killer, mehr von der bedrohlichen Atmosphäre und Ausweglosigkeit oder noch blutigere Kills. So bleibt das Buch leider für packenden Psychohorror zu harmlos und für einen gedärmereichen Slasher zu seicht.

Tanja Hanikas Schreibstil und ihre Ideen sind gut, womöglich hatte ich nach Zwietracht einfach etwas zu hohe Erwartungen. Die Begeisterung beim Schreiben, die Extras und die Liebe zum Detail merkt man Tanja aber absolut an. In meinem Exemplar des Buches war wirklich der Glückskeks-Spruch versteckt, der im Buch erwähnt wird und ich war richtig geflasht, als mir der beim Lesen in den Schoß gefallen ist. Die Tipps des Killers sind unterhaltsam und Pflicht für alle Horror-Neulinge.

Fazit:

Mich konnte das Buch leider nicht vollends überzeugen. Die guten Ideen sind leider durch die Kürze nicht richtig ausgenutzt worden, sodass die Spannung ihren potenziellen Gipfel nicht erreichen kann. Tanjas Schreibstil ist gut und bei Zwietracht hat sie bewiesen, dass Horror ihr liegt, aber „Scream, Run, Die“ war für mich leider kein Highlight. Ich würde das Buch eher Leser*innen empfehlen, die sich sonst nicht an Horror heranwagen und sich zur Abwechslung mal trauen möchte. Ich vergebe 2,5 bis 3 Seesterne.

 

Weitere Meinungen:


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[Rezension] Tanja Hanika – Zwietracht: Mörderische Freundschaft

[Rezension] Tanja Hanika – Zwietracht: Mörderische Freundschaft

Meine liebe BartBroAuthors Kollegin Tanja Hanika schreibt düstere, schaurige Romane und ihr neuestes Projekt hat mich sowohl vom Cover als auch von der Kurzbeschreibung neugierig gemacht.

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Das Ebook kostet 6,99€, das Taschenbuch 11,99€.

Auch diese Rezension gibt es als Video auf meinem Youtube Kanal!

Worum geht’s?
Es geht um zwei beste Freundinnen, die gemeinsam in einen Kurzurlaub in eine abgelegene Hütte im Wald fahren. Lina, eine Schriftstellerin, möchte dort ihre Schreibblockade überwinden um ihr nächstes Buch veröffentlichen zu können. Millie, die in einer Bank arbeitet aber gerne mit ihren Fotos Geld verdienen würde sucht unterdessen in der Natur nach schönen Motiven.
In der Hütte gibt es eine verschlossene Tür, die Linas Interesse weckt, vor allem nach dem sie in der ersten Nacht kratzende Geräusche von unter der Hütte wahrnimmt. Kurz darauf fällt ihr Millies Verhalten seltsam auf und bald ist sich Lina sicher, dass irgendjemand es auf sie abgesehen hat. Am Ende sogar ihre beste Freundin?

Genre: Horrorroman

 

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Design/Gestaltung:

Das Cover ist schlicht gehalten, aber genau das gefällt mir sehr gut.

Schreibstil:

Den Anfang der Geschichte fand ich mit den Formulierungen teilweise etwas holprig. Es wirkte einfach zu bemüht abwechslungsreich und anschaulich zu schreiben. Aber das hat sich dann bald verflüchtigt, Tanja hat in die Geschichte gefunden und es ließ sich flüssiger und besser lesen. Die Spannung konnte auch ohne große dramatische Formulierungen aufgebaut und durchweg gehalten werden. Ich fand es sehr fesselnd und habe es tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen! (Was bei mir als Leseschnecke auch bei eher dünnen Büchern selten ist 😉 )

Inhalt:

Ich war sehr eingenommen von dem Buch, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Die erste Hälfte des Buches ist aus Linas Sicht geschrieben, die zweite aus Millies. Den ersten Twist habe ich kommen sehen, einfach weil ich unfassbar auf Horror stehe und so viele Bücher und Filme gelesen habe, dass man sich anhand kleiner Anzeichen schnell denken konnte, was los ist. Der Twist zum Ende hingegen kam etwas unerwartet aber nicht unpassend. Zu viel über den Inhalt möchte ich hier konkret gar nicht sagen, aber es spitzt sich zum Ende sehr stark zu, sodass man wirklich nicht aufhören kann zu lesen.

Charaktere:

Neben Lina und Millie gab es kaum Charaktere, die wirklich eine große Rolle gespielt haben. Stefan und Barbara – Barbara war mir allein wegen ihres Namens schon sympathisch – ich freu mich immer, wenn jemand Barbara heißt. Ich glaube, aus denen hätte man noch ein bisschen mehr machen können indem man sie noch mehr einbindet, da sie ja in der Nähe der Hütte gewohnt haben. Man hätte vielleicht auf ihrer Seite noch den ein oder anderen Zweifel setzen können, um den Leser zu verwirren. Allerdings hat es der Geschichte keinen Abbruch getan, sondern ist nur meine persönliche Meinung.
Lina war ein kleines bisschen unsympathisch. Aber ich denke gewollt. Einfach weil sie quengelig und unzufrieden war und ich ihre Paranoia zu Anfang nicht ganz verstanden habe. Ihre Neugier bezüglich der Tür und ihre Panik wegen dem Kratzen an der Hütte schon! So etwas würde mich auch ganz wuschig machen.
Millie war deutlich menschlicher und gerade in ihrem Teil hat man sie ins Herz geschlossen. Ihre Handlungen fand ich teilweise verwirrend, aber Horror funktioniert selten mit Charakteren, die nur geschickte und richtige Entscheidungen treffen. Man hat sich nicht an den Kopf gegriffen, aber das ein oder andere Mal hat man sich schon gewünscht, dass sie einfach direkt sagt, was Sache ist.
Alles in allem waren die Charaktere für so ein kurzes Buch gut ausgearbeitet und nicht zu eindimensional.
Ende

Das Ende war dann doch ein wenig überraschend, im positiven Sinne und mir hat es gut gefallen. Vor allem die letzten Szene. Es sind einige Fragen offen geblieben, aber um aus meinem meiner liebsten und ersten Horrorspiele zu zitieren.

In a horror story, the victim keeps asking „Why?“ But there can be no explanation, and there shouldn’t be one. The unanswered mystery is what stays with us the longest, and it’s what we’ll remember in the end.” – Alan Wake

Rückblickend finde ich tatsächlich die Horror Filme und Bücher, in denen einem nicht alles haarklein erzählt und vorgekaut wird, besser bzw. spannender. Manche enden zu offen, sodass es wirklich unbefriedigend ist aber Tanjas Geschichte endet akzeptabel offen.

Wenn man nun alle Einzelwertungen zusammen rechnet ergibt sich ein Ergebnis von 4 Seesternen! Eine klare Leseempefhlung für Freunde von Horror und Leute, die einen spannenden kurzen Ausflug zu einer Waldhütte machen wollen! 😉4seesterne.png