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Benefiz Anthologie – Entzünde den Funken

Benefiz Anthologie – Entzünde den Funken

Benefiz Anthologie – Entzünde den Funken

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Aaaah es ist soweit! Die Benefiz Anthologie „Entzünde den Funken“ von Siiri Saunders und Adrian R. Stiller ist erschienen. Mit darin: meine Geschichte.

Ich bin immer noch ganz baff, dass das so flott ging. Und dass meine Geschichte um Psychologin Julia auch auf dem Klappentext geteasert wird. Mein Exemplar trudelt bestimmt die Tage bei mir ein, damit ich all die tollen anderen Geschichten lesen darf. Die Druckfahne sah auf jeden Fall schon richtig schön aus. Mit dem Kauf der Anthologie spendet ihr übrigens an soziale Projekte in Deutschland.

Das Erscheinen ist aber auch euch zu verdanken, schließlich konnte dank euch das Crowdfunding und somit Lektorat, Korrektorat und Coverdesign finanziert werden.

Wer sich die Geschichte um die Entstehung des Buches durchlesen möchte, kann auf der Website der Anthologie nachlesen.

Über diesen Link gelangt ihr zum twentysix Shop, wo ihr das Buch als Paperback oder Ebook kaufen könnt.

  • Herausgeber: Siiri Saunders und Adrian R. Stiller
  • Titel: Entzünde den Funken
  • Benefiz Anthologie, verschiedene Genres
  • Enthaltene Geschichten:
    15x All Age, 8x ältere Teenager/Erwachsene, 2x ab 9 Jahren, 5 Gedichte
  • Autor*innen: A.M. Harries, Adrian Richard Stiller, Alexa Znih, Andrea Kerstinger, Anna Kleve, Anne Zandt, Barbara Weiß, Birgit Letsch, Constanzia Norström, Jana Schikorra, Jessica July, Jule Reichert, June Is, Katharina Rauh, Laura Nieland, Mia Schulz, Michaela Ofitsch, Nina E. Christ, Patrick Kaltwasser, Sandy Mercier, Siiri Saunders

 

 

[Interview] Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang!

[Interview] Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang!

[Interview] Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang!

Hallodriho ihr Halunken!

Ihr habt noch nicht genug von Benjamin Spang? Dann bekommt ihr jetzt zur Abwechslung mal ein Interview ohne viele Worte. Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang – inspiriert von der Interviewreihe der Süddeutschen Zeitung.

Den Beitrag zur Blogtour und ein ausführlicheres Interview findet ihr *hier*

Unterstütze die Crowdfunding Kampagne zu Blut gegen Blut 2!


Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang!

1. Blut gegen Blut 2 im Vergleich zu Teil 1 – was hat sich getan?

2. Wie sieht Ihrer Meinung nach ein echter Vampir aus?

3. Was mögen Sie am meisten an Katrina und Helena?

4. Blut gegen Blut wird verfilmt!

5. … mit Robert Pattinson als Katrina und Kristen Stewart als Helena!

Haha, ja das ist Absicht! 😀

6. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an die gerade laufende Crowdfunding-Kampagne denken?

7. Die Kampagne ist erfolgreich!


Damit das letzte Bild tatsächlich wahr wird, brauchen wir weiterhin EUCH! Vielen Dank für das Interview lieber Benjamin!

Ich hoffe, euch hat der Beitrag heute auch so gut gefallen wie mir. Hihihi.

[Rezension] Orelios: Das Erwachen von Clemens Kiefhaber

[Rezension] Orelios: Das Erwachen von Clemens Kiefhaber

Durch eine gemeinsame Freundin erhielt ich die Gelegenheit mit Clemens Kiefhaber in Kontakt zu treten. Freundlich und sichtlich aufgeregt stellte er mir sein Debut „Orelios: Das Erwachen“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung. Vielen lieben Dank!


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  • Autor: Clemens Kiefhaber
  • Titel: Orelios – Das Erwachen
  • Selpfublishing via Kindle Direct Publishing
  • Genre: High Fantasy, 612 Seiten
  • auf amazon* kaufen
  • Band 1 von voraussichtlich 5

Worum geht’s?
Die Länder Antaijan und Tenrack sind seit Jahrhunderten getrennt. Erzürnte Geister und ein grausamer Krieg entzweiten die beiden Länder einst. Das Überqueren der Grenze ist strengstens verboten. Einige Studenten aus Antaijan stoßen in der Bibliothek auf ein mysteriöses Tagebuch, das alle Geschichten ihres Landes auf den Kopf stellt. Im nördlichen Tenrack erscheint ein blasser Junge, der ein Dorf nach dem anderen abschlachtet. Während die Studenten die Grenze in den Norden passieren, droht im Süden ein politischer Umbruch und es scheint, als wäre die Zeit des Friedens in beiden Ländern vorbei.


Meine Meinung:

 

~Videorezension folgt~

Ein 612 Seiten starkes Debut erfordert viel Arbeit und man merkt bei Clemens Kiefhaber, dass er viel Mühe und Liebe hineingesteckt hat. Mit den Ländern Antaijan und Tenrack baut er eigene Kulturen, Religionen und Traditionen auf, zeichnet eine komplexe und reiche Fantasy-Welt abseits des Elfen-Zwerge-Einheitsbreis. Eigene Fauna, Flora, Tiere und Mythen geben dem ganzen einen wunderbaren Rahmen.

Wir begleiten allerlei Charaktere aus beiden Ländern und so ist das Charakterverzeichnis am Ende wirklich sehr hilfreich, da es zeitweise schwer ist, einen Überblick zu behalten, wer wer war. Einige Perspektiven heben sich positiv hervor, wie die der tenrackischen Jägerin Noriat oder die des Soldaten Ilfran, dessen Rolle im Gefüge noch nicht ganz klar wird. Dass alle Charaktere irgendwie zusammenhängen, wird Stück für Stück deutlich. Alle sind Zahnräder in der Geschichte einer Welt, denn wir erleben live den Umbruch zweier Länder.

Ein bunter Mix von Charakteren…

Die Kapitel mit Regotar haben mir leider am wenigstens gefallen. Es ist zwar interessant, die Steinmetzzucht und das Dorfleben kennen zu lernen und mehr über das geheimnisvolle blaue Metall zu erfahren, aber seine persönliche Geschichte und sein Charakter haben bei mir für keinerlei Interesse gesorgt. Seine Abschnitte habe ich meistens übersprungen.

Student Dargan wirkt in der altertümlichen Welt durch seine Gewieftheit und Intelligenz fast etwas fehlplatziert. Seine Handlungen und die seiner Freunde bringen jedoch die wichtigsten Steine ins Rollen und lehren uns mehr über die Welt. Manchmal waren mir seine Gedankengänge zu ausufernd und ich hoffe, er wird noch etwas menschlicher. Er ist sehr sympathisch, aber er scheint mir fast etwas zu perfekt und liebenswert? Ich würde ihn mit Sherlock Holmes vergleichen – da er noch zu wichtig und intelligent ist, fürchtet man nicht wirklich um ihn und bangt mit ihm mit.

Noriats erstes Kapitel war fesselnd und auch sonst war die tapfere Jägerin mein liebster Charakter im Buch. Sie ist hitzköpfig, liebevoll und entschlossen. Ihre verschiedenen Beziehungen zu ihrem Bruder, den anderen Jägern und Kriegern und den späteren Gefangenen sind vielschichtig und faszinieren. In ihren Kapiteln erfahren wir außerdem viele Schlüsselmomente und Informationen.

Die Kapitel von Aschandreij und Sheijan haben sich teilweise etwas gezogen, waren aber interessant und ein spannender, wenngleich weniger turbulenter Gegensatz zu Noriats und Dargans Abenteuern.

Da ist noch Luft nach oben…

Clemens Kiefhabers Schreibstil ist solide und lässt sich flüssig lesen. Dennoch sehe ich an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf bzw. mehr Gründlichkeit des Lektorats.

Ich musste beim Lesen oft ausufernde Beschreibungs- und Gedankenabsätze überspringen. Eine komplett eigene Welt zu erschaffen ist eine große Leistung und benötigt viele Erklärungen, jedoch fühlte ich mich manchmal von den Informationsblöcken erschlagen. Hier würde ich mir für kommende Bände mehr „Show, don’t tell“ und Selektion wünschen (Was ist jetzt für den Leser wichtig? Was spielt im folgenden Kapitel eine Rolle? Was kann ich in Dialoge oder Handlungen einweben?). Außerdem sind mir einige Redundanzen aufgefallen – Die Charaktere dachten sehr viel nach und stellten sich oft viele Fragen. Fragen, die ich mir als Leserin ohnehin stelle. Manchmal waren es auch unnötige Dopplungen und Füllwörter.

Dargan machte sich schon jetzt Sorgen um Teveij, die es selbst in einer kühlen Nacht schon zu sehr fror. Wie sollten sie die eisige Kälte von Tenrack überstehen?

Man kann dem Leser ruhig ein wenig eigene Denkleistung zumuten, denke ich.

Die erste Hälfte war teilweise etwas zäh und es dauerte bis ich in die Geschichte hineinkam und die Charaktere und ihre Bedeutung verstanden habe. Der umfangreiche Weltenbau und die vielen originellen Ideen und Verstrickungen sind jedoch definitiv Pluspunkte und für ein Debut ist das auf jeden Fall richtig gut. Außerdem gibt es eine liebevoll gestaltete Karte am Anfang!

Da das ganze erst der Auftakt zu einem epischen Abenteuer ist, würde ich mir folgende Bände ein bisschen mehr Pfeffer und Tempo wünschen. Ansonsten: Mehr von dieser Welt und ihren Geschichten!

Fazit:

Das High Fantasy Debut von Clemens Kiefhaber hat noch einige kleine Kinderkrankheiten, hat jedoch durch den tollen, einfallsreichen Weltenbau und die komplex gestrickte Geschichte eine Menge Potenzial. Für Fans von detailliertem Weltenbau und genauen Beschreibungen ein Genuss, für ungeduldige Leser aber leider etwas zu langatmig. Von mir gibt es drei Seesterne.

Weitere Meinungen:

Ihr habt eine Rezension zu diesem Buch geschrieben? Schreibt mir gerne, dann verlinke ich euch!


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Hobbyautoren vs. seriöse Autoren? Von Spaßprojekten und ernsten Kindern

Hobbyautoren vs. seriöse Autoren? Von Spaßprojekten und ernsten Kindern

Hobbyautor*innen – gibt es das überhaupt? Sind alle Autor*innen, die nicht vom Schreiben leben können gleich Hobbyautor*innen? Oder ist jeder, der eine Geschichte schreibt ein Autor*in?

Früher, als ich hauptsächlich Fanfiction geschrieben habe, und noch keinerlei Ambitionen hatte meine Geschichten bei einem Verlag zu veröffentlichen, habe ich mich selbst als „Hobbyautorin“ betitelt. Ich sehe mich als Autorin, denn ich habe eigene Projekte beendet und möchte bald mit meinem Exposé auf der Suche nach einer passenden Agentur gehen.

Kurzgeschichten habe ich schon immer ohne große Bedenken im Internet veröffentlich, bei manchen Projekten – vor allem bei meinem Baby Save Our Souls – war ich da zurückhaltender. Aber warum? Liegt es daran, dass SoS ein „ernstes“ Projekt ist? Und was bedeutet das? Sind „nicht-ernste“ Geschichte automatisch schludrig und nachlässig geschrieben?

 

Plotten, Komplott, Kompott

Ich bin kein Plotter. Je genauer ich eine Geschichte plane, desto sicherer schreibe ich mich in eine Sackgasse. Die erste, richtig lange Geschichte, die ich beendet habe, war eine Fanfiction. Ich habe immer ein paar Kapitel mit ca. 2000 Wörtern geschrieben, dann veröffentlicht und auf Leserfeedback gewartet. Ein grober Plan. Einige Eckpunkte. Mehr gab es nicht und die Kapitel sind nach Lust und Laune, nach Tagesstimmung aus meinen Fingern geflossen. Natürlich haben sich einige Logikfehlerchen oder Inkonsistenzen ergeben, denn mit 50 Kapiteln habe ich gut über ein Jahr an der Geschichte geschrieben. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht und ich bin dieses Projekt ernsthaft angegangen. Als Fanfiction allerdings mit dem Wissen, dass es nie bei einem Verlag landen wird (Shades of Grey war da noch nicht so bekannt). Ich konnte mich austoben, ausprobieren. Und dass ohne den Druck irgendeinem Maßstab gerecht zu werden.

 

Die ernsten Kinderlein

Dann aber gibt es Projekte, an denen ich im stillen Arbeite. Mit etwas mehr Plan als die Fanfictions. Der große Unterschied: Kaum jemand bekommt sie zu Gesicht, bevor sie fertig sind. Und der Grund?

Das ist eine ernsthafte, wichtige Geschichte.“

Alle meine Geschichten sind meine Babys, aber es gibt ein paar, die sind mir besonders wichtig. Die möchte ich polieren, perfektionieren, ihr Potenzial und ihre Charaktere ausschöpfen. Wie bei Save Our Souls. Ich hoffe, dass es irgendwann in einem Verlag unterkommt. Oder dass ich es als Selfpublisher veröffentliche. Das ist keine Geschichte, die ich „leichtfertig“ aus der Hand gebe. Nichts, das im Internet landen soll und eventuell kopiert und auf einer anderen Plattform von jemandem hochgeladen wird, der sich meine Lorbeeren umhängen will. Man veröffentlicht nur Ausschnitte, Schnipsel, vielleicht eine Kurzgeschichte zur Welt, aber auf keinen Fall die ganze Geschichte. Heutzutage treiben sich bei Sweek und Wattpad auch Leute herum, die nach guten Geschichten mit großer Fangemeinde Ausschau halten. Aber früher hieß es: „Wenn die Story schon irgendwo gepostet ist, hast du keine Chance mehr bei einem Verlag.“ Der Gedanke hält sich immer noch hartnäckig bei mir. Die Chance entdeckt zu werden ist mir zu gering als das ich bestimmte Geschichtenschätze freilassen würde.

Natürlich würde es mir sauer aufstoßen, wenn jemand einfach meine Fanfiction kopiert und unter anderem Namen veröffentlicht. Aber es ist eine Geschichte, die ich wissentlich und bewusst bereits in einem frühen Stadium in die Welt hinaussetze.

 

Liebst du nicht all deine Kinder gleichermaßen?

Jein. Ich mag meine Geschichten. Ich mag meine Charaktere. Aber ich weiß, dass es qualitative Unterschiede gibt. Ideen, die Potenzial haben. Ideen, die neu und außergewöhnlich sind. Und Geschichten, die ich vielleicht aus einem Gefühl heraus schreibe, weil ich Lust auf eine romantische Geschichte habe. Womöglich haben all diese Rohlinge dasselbe Potenzial, aber ich kann nicht alle Steinchen schmirgeln und polieren, die in meiner Schatztruhe liegen. Meine aktuelle „Romantasy“-Idee ist so ein Steinchen. Ich glaube, dass die Welt durchaus Potenzial hat, dass es nicht der totale Einheitsbrei ist – aber ich möchte die Geschichte in die Welt schicken, um sie wachsen zu sehen. Möchte Kapitel für Kapitel auf Abenteurreise gehen und Leserfeedback hören und einbauen. Es ist ein Stein, der sich hoffentlich durchs über den Boden rollen und über das Wasser flitschen, abreibt und den Edelstein freigibt. Es ist eine Geschichte, die ich zwanglos und entspannt angehen kann. Eine, bei der ich mir keine hohen Maßstäbe setzen muss, bei der ich einfach schreibe. Gerade wenn man sehr verbissen und konzentriert an einer Story feilt, kann es gut tun, zwischendurch mal ein bisschen gröber arbeiten zu können. Ein bisschen weniger anspruchsvoll zu sein, ohne zu schludern.

 

Hä, Babsi?

Ich prüfe die Geschichten trotzdem auf Herz und Niere, lese die Kapitel Korrektur, aber ich schicke sie mit einem anderen Zweck in die Welt hinaus. Und ich lerne daraus für die Feinarbeit, die Save Our Souls mir aktuell abverlangt – denn das Testleserfeedback trudelt nach und nach ein und die große, zweite Überarbeitung steht an. Denn Save Our Souls lässt sich nicht so Kapitel für Kapitel mit dem Kopf in den Wolken schreiben, Save Our Souls packt mich am Kragen und zwingt mich zur vollsten Konzentration, da es viel komplexer ist.

Zwischendurch also eine „einfache“ Geschichte zu konstruieren ist eine willkommene Abwechslung, ein Ausflug, eine Fingerübung. Einfach bedeutet dabei aber nicht gleich schlecht. Es ist anders, eben ein bisschen kompliziert. Autorinnenhirnwortsalatdings.

 

Üben, üben, Üben

„Seriöse“ Autor*innen belächeln gerne die Fanfiction-Schreiber, die jungen Teenager, die ihre Geschichten auf Wattpad, fanfiktion.de etc. hochladen. Aber das ist falsch und ziemlich dumm. JUNGE MENSCHEN, die SCHREIBEN. Die LESEN. Die ihre Geschichten präsentieren und riskieren, kritisiert zu werden. Was Besseres gibt es doch gar nicht? Aber vermutlich sind diese „seriösen“ Kritiker genau diejenigen, die sich über Jugendliche mit Smartphones aufregen und die Verrohung der Gesellschaft fürchten. Schreiben & Lesen sind das genaue Gegenteil. Und wenn es eine simpel konstruierte Twilight Kopie mit jeder Menge Kitsch und peinlichen Sexszenen ist – es ist ein Anfang. Es ist ein geschriebenes Wort, es ist eine Geschichte, ein Stein. Nicht überall schlummern Juwelen, aber das findet man erst mit der Zeit heraus. Schreiben ist ein Handwerk, das man lernen kann. Und ein Handwerk für das man sich begeistern kann. Ich finde es wundervoll, dass junge Leute schreiben und lesen und sich trauen, ihre eigenen Werke im Internet zu publizieren, wo sie manchmal ziemlich schroffe Kritik abbekommen. Macht niemanden nieder, weil er nicht „ernsthaft“ genug schreibt. Ermutigt stattdessen, sich zu verbessern, Potenzial auszuschöpfen, die Edelsteine freizulegen.

So eine positive Autor*innengemeinschaft wünsche ich mir jedenfalls. <3

→ Meine maritime Romantasy-Geschichte bei Sweek: Der Horizont hinter den Wellen

 

Konntet ihr diesen Gedankenwust entknoten, am Ende sogar nachvollziehen? Schreibt mir gerne eure Meinung dazu in die Kommentare!
Tüdelü, eure Babsi

 

Babsi schreibt #1 Wie die Idee zu mir fand

Babsi schreibt #1 Wie die Idee zu mir fand

„Save Our Souls“ lautet der Arbeitstitel meines Herzprojektes. Einer Geschichte, die ich Anfang des Jahres beenden konnte und die nun mitten in der Überarbeitung steckt. Eine Leseprobe gibt es hier. Aufgesetzt habe ich die Geschichte allerdings schon mehrmals, teils auch wirklich weit geschrieben. Noch länger begleitet mich die Idee – oder besser gesagt die beiden Protagonisten:

Victoria, ein Medium, das Geister sehen und mit ihnen kommunizieren kann und Nero, ein launischer Teufel aus der Hölle, der sich gerne in die Angelegenheiten von Menschen einmischt.

Woher kamen die beiden? Wie kam ich auf ihre Geschichte?

Ich habe in meiner Jugend, zwischen 13 und 16, unglaublich viel gelesen. Durchschnittlich zwei Bücher pro Woche – mindestens. Harry Potter, Bis(s) zum Morgengrauen, Chroniken der Unterwelt. Nebenzu auch Mangas wie Naruto, One Piece und Vampire Knight. Ich habe Charmed und Supernatural im TV verfolgt. Gezockt habe ich auch, am liebsten Witcher und Devil May Cry. Warum ich genau diese Titel nenne? Weil sie alle etwas mit der Enstehungsgeschichte zu tun haben.

Viele von uns mögen die rebellischen, bösen Jungs, die anecken, Tabus brechen und Schwierigkeiten selbstbewusst entgegen treten. Gleichzeitig war ich in dem Alter vor allem von Liebesgeschichten und Romantasy angezogen. Ich habe alles gelesen, was mir in die Finger kam. Wer sich in dem Genre auskennt, weiß, dass die meisten Geschichten sich sehr ähneln. Das stört mich z.B. heute viel mehr als damals.
Angefangen ernsthaft zu schreiben habe ich mit Fanfictions. Ich stieß irgendwie darauf und begann auch schlechte, sehr schauderhafte Liebesgeschichten zu schreiben zwischen erdachten Charakteren (OCs) und beispielsweise Charaktere aus One Piece oder Naruto. Ich habe wirklich viel geschrieben und es hat unfassbar viel Spaß gemacht. Aber es hat mir nicht gereicht nur über bereits existente Charaktere in einer bereits fertigen Welt zu schreiben.

„Aber, wenn das so und so wäre…“ „Wenn das so wäre und nicht so…“ „Wenn Edward kein glitzernder Waschlappen, sondern ein mächtiger und düsterer Typ wäre“ „Wenn eine weibliche Protagonistin kein unbeschriebendes Blatt, sondern tough und intelligent wäre…“ „Mir fehlt etwas an dieser Geschichte, es wäre doch viel cooler, wenn…“ „Hier fehlt mir das und das…“ „Also nur Romantik ist öde, ich möchte mehr Action“

Ich wollte eine Geschichte erzählen, die es so noch nicht gab. Die zwar viele Elemente meiner liebsten Bücher und Geschichte hatte, aber eben anders war. Von diesen Gedanken kam ich nie los und daraus wurde irgendwann Victoria geboren. Ich erinnere mich daran, dass sie zuerst einen japanischen Namen hatte und Halb-Deutsche, Halb-Japanerin sein sollte, weil ich so ein krasser Japan-Fan war. Meine FFs und sie waren damals von allen möglichen Klischees geprägt, die man sich so über Fanfiktion-Schreiber erzählt. *hust* Aber die Grundzüge waren nicht komplett für die Tonne.
Ich habe die Geschichte oft angefangen, oft durchdacht und halbherzig einige Szenen geschrieben. Weil ich innerlich nicht zufrieden mit dem stereotypen Mädchen war. Und weil das Gegenüber, heute Nero, nicht fest war. Ich wollte einen mächtigen Typen, cool, böse und unabhängig. Jemand, der nicht sofort der Protagonistin verfällt und ein weichgespülter Wischi-Waschi Typ ist. Aber gewalttätige Rapefiction wollte ich auch nicht schreiben. (Wobei einige meiner FFs teils ungünstige Beziehungsmuster hatten… durch Twilight etc. dachte ich damals, dass sowas wie „Nachstellen“ wirklich romantisch ist… Ja, dafür haue ich heute auch noch gerne meinen Kopf uffe Tischplatte)

Hierbei sollte ich vielleicht auch erwähnen, dass die Geschichte sehr lange als Romantasy gedacht war. Davon bin ich vor zwei, drei Jahren abgekommen, da sich andere Charaktere auch weiterentwickelt haben und klarer geworden sind. Zum Beispiel Victorias Mitbewohnerin die Dämonenjägerin Dawn oder die Lamia-Dame Sasha. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt. Mit mir und meinem Alter haben sich also meine Charaktere auch weiterentwickelt und haben sich schließlich von mir gelöst.

Victoria wurde erwachsener, unabhängiger und weniger self-insert. Nero hingegen wechselte mehrmals die Spezies, wurde dreidimensionaler, komplexer und geheimnisvoller. Sie haben wirklich einen Prozess durchgemacht, ebenso wie ihre Geschichte. Heute kann ich sagen, dass es kein Mädchentraum mehr ist, in dem ein dunkler Ritter eine sensible Maid aus ihrer öden Welt befreit.

Heute ist es wirklich nahe dran an dem, was ich gewollt habe. Ein Mix aus diversen Genres: Action, Horror, Übernatürliches und ein bisschen Drama und Romantik. Mit lebendigen Charakteren und verzwickten Dilemmata. (Also ich hoffe, dass es mir gelungen ist).

Und ich glaube mein jüngeres Ich würde die Geschichte auch gut finden. 😉


Euch hat dieser Beitrag gefallen? Was würdet ihr gerne noch über meine Geschichte wissen?

Beitragsbild: https://pixabay.com/photo-525958/

Babsis #Litcamp17 Rückblick

Babsis #Litcamp17 Rückblick

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Mit Eva @variemaa und Nora @ElenorAvelle

Literaturcamp in Heidelberg

Am 25.06.2017 und 26.06.2017 fand das zweite Literaturcamp in Heidelberg statt. Genauer gesagt in den Räumen des Dezernat 16, einer alten Feuerwache in der Nähe des Hauptbahnhofes.

DSCN8322Die Sessions im größten Raum wurden außerdem aufgezeichnet und auf dem offiziellen Youtube Kanal des Literaturcamps hochgeladen. Das Ganze wurde ermöglicht durch Livestream-Watch.

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Valentin Bachem war fleißig unterwegs um Fotos zu schießen, schaut euch unbedingt die tollen Schnappschüsse an.

 

Hier berichte ich über meine liebsten Sessions:

Zusammen mit der lieben Rena und der lieben Julia habe ich übrigens eine Session zum Thema Autorengesundheit gehalten. Unter anderem kamen Themen vor wie man den inneren Kritiker wegscheucht, wie man mit Rückschlägen umgeht usw.. Auch die liebe Nicole Neubauer hatte eine ähnliche Session gehalten, in dem sie durch die Beschwörung eines hauseigenen Patronus den Kritiker/Dementor ganz flix wegzaubert.

Mir hat vor allem die Session von Kathrin von be_ebooks zum Exposé geholfen, da mein Manuskript gerade in der Überarbeitung ist und ich mich bald daran machen möchte, es bei Verlagen einzureichen. Ich wusste z.B. nicht, dass es durchaus gewünscht wird überhaupt Vergleichstitel zu nennen à la „Mein Buch könnte Lesern von Kim Harrisons Blutspur-Reihe gefallen“. Sie hat es auf jeden Fall geschafft, mir die Angst vor diesem Schritt zu nehmen und nach den Klausuren und dem Umzug, werde ich mich wohl an die Arbeit machen!

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Ich durfte mir mit der lieben Jana Tomy ein Zimmer teilen und habe am Sonntag ihre Session „Charaktere (er)leben“ besucht, die Improtheater und Charaktererstellung vereint. Im Raumlauf sollten wir uns vorstellen, welche Körperteile schwer sind, wie man als Tier läuft und wie unsere Charaktere laufen und anderen begegnen würden. Dabei musste man nicht nur die Gangart imitieren sondern durfte auch am eigenen Leib erfahren, wie ebendas auf den Charakter wirkt. Wenn ein Charakter selbstbewusst läuft, muss er noch lange nicht selbstbewusst sein. Ich konnte tolle Impulse und Anreize für mich mitnehmen.

Außerdem hatte ich die Ehre nicht nur die Session der fabelhaften Bianca aka Literatouristin zu besuchen, wir sind auch gemeinsam mit anderen abends auch noch durch Heidelberg gezogen und haben eine köstliche Männermilch im Thanner getrunken. Während der Session haben wir in der Runde fleißig gebrainstormed was für Beiträge und Möglichkeiten es gibt, den eigenen Blog zu pimpen und ihn zu etwas Besonderem zu machen. „10 Dinge, die Autoren niemals sagen würden“ – und Nummer 2 wird dich überraschen! Dabei war besonders der Appell laut: „Seid kreativ, traut euch und schreibt auch seltsame Gedankengänge und Ideen auf!“ – ob man danach auf veröffentlichen klickt oder nicht, die grauen Zellen sind in Schwung gekommen.

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Als bekennendes Benjamin Spang Fangirl musste ich natürlich auch seine Session zum Thema Crowdfunding besuchen. Dabei konnte man wieder mal merken, wie viel Arbeit hinter so einer Kampagne steckt, wie viel Mühe, Herzblut und Liebe – und dass es weniger um das Geld geht als darum das eigene Projekt zu verwirklichen. Benni hatte viele hilfreiche Tipps parat. Die Kampagne sollte früh bekannt gegeben werden und nicht zu lange dauern. Reizvolle Dankeschöns, liebevolle Mails an Blogger und mögliche Unterstützer sowie ein seriöses Marketing gehören zu dem ganzen aufwendigen Paket namens Crowdfunding.

Eva-Maria Obermann hielt eine Session wie Blogger*innen sich professionalisieren und was Buchblogs mit Literatuwissenschaften gemein haben. Dabei kam nicht nur eine Liste mit Leuten zustande, die eine LitWi-Blogparade machen wollen, sondern es gab auch interessante Anekdoten, Beispiele und konkrete Ideen, wie man Themen aus der Literaturwissenschaft auf dem eigenen Blog aufarbeiten kann. Dazu muss der Beitrag nicht perfekt wissenschaftlich sein, sich z.B. mit Stereotypen oder bestimmten Motiven genauer auseinanderzusetzen, ist bereits ein interessanter Schritt. Durch solche Themen haben nicht nur Leser mehr davon, sondern auch der eigenen Blog wird womöglich Leute anlocken, die vielleicht sogar Literaturwissenschaften studieren – und wer weiß, vielleicht wird euer Blogeintrag demnächst im Vorwort einer Bachelorarbeit zitiert?!

Außerdem wohnte ich einer spannenden Diskussion zum Thema Digitalisierung von Janet Clark bei.
Bastian von MeinVerlag2020 machte deutlich, wie wichtig es ist, seine Zielgruppe zu kennen und sich auch fernab des Buchbereichs zu vernetzen.
Maggo, der beste Pen&Paper Leiter überhaupt, verzückte das Publikum mit seiner Karamell-Frapuccino-Stimme und brachte uns seine kreative Herangehensweise an den Weltenbau nahe.
Anna von inkofbooks erklärte, wie man den eigenen Blog persönlicher gestalten kann und wie man einen Wiederkennungswert schafft. Ihre Session „Lebe deinen Blog“ hat sie auch auf ihrem Blog nochmal zusammengefasst.

Abends unterhielt uns die liebe Susanne Kasper von literaturschock mit den witzigsten Buchcovern, den skurrilsten Ratgebern und einigen wirklich hilfreichen Rezensionen.

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Einhorn – Insel von Ruhe und Regebogen in Dezernat16 Farben

Es gab so viele interessante Runden, Workshops und Sessions, dass es wirklich schwierig war, sich zu entscheiden. Man wünschte sich einen Zeitumdreher oder die Fähigkeit sich zu vervielfältigen. Und in jeder Session konnte ich doch das ein oder andere Bisschen für mich mitnehmen.

Für mich war mein zweites Literaturcamp und das erste Mal in Heidelberg ein absolutes Highlight. Eine angenehme Atmosphäre, spannende Sessions und das alles im Rundum-Sorglos-Paket: Slushies, Kaffee, Getränke und köstliches veganes Catering, Sonnencreme, ein Pool für die Füße, kostenlose Kinderbetreuung, Hunde zum Streicheln, Sofas,  ein Ruheraum, bunte Pfeile zur Orientierung, ein aufblasbares Einhorn – für all diese Dinge wurde gesorgt. Einfach nur wow.

Dafür ein großes DANKESCHÖN an alle Beteiligten, die dazu beigetragen haben. Zwischen den spannenden Sessions gab es wunderbare, lockere Gespräche und nirgends fühlte man sich unwillkommen. Große Autoren neben absoluten Neulingen im umgezwungenen Plausch bei Tschunk.

Natürlich, an manchen Punkten könnte man vielleicht noch ein bisschen optimieren. Und wahrscheinlich wird man es nie allen Recht machen können, aber für mich war es wieder ein wundervolles Spektakel voller neuer Eindrücke, toller Kontakte und lieber Menschen.

Ich bin totmüde, aber motiviert und voller Freude nach Hause gefahren. Mein Herz und meine Gedanken hängen immer noch ein wenig vor dem Dezernat in der brütenden Sonne herum und lassen den Blick verträumt über die Menschenmenge schweifen.

Vielen vielen Dank an alle, die dabei waren, die mitgemacht haben, die sich beteiligt haben, die geholfen haben und alle, die da waren. Ich habe ein unvergessliches Wochenende in Heidelberg verbracht und freue mich schon aufs nächste Jahr!

Weitere Impressionen:

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Ein großes Danke auch an die lieben Sponsoren, ohne die das Litcamp nicht möglich wäre:

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Schluss machen

Schluss machen

Schluss machen fällt mir unglaublich schwer. Also damit meine ich jetzt nicht Beziehungen beenden – das ist auch nicht leicht, aber eine ganz andere Kiste! Ich habe unzählige angefangene Schreibprojekte auf meiner Festplatte herumdümpeln.ordner

Alles feinsäuberlich sortiert und thematisch in Ordner gegliedert. 15 Dokumente allein im Fantasy-Ordner. Einige habe ich bereits angefangen, Szenen aufgeschrieben und könnte eigentlich weiterschreiben. Bei manchen ist immerhin eine Wordseite vollgeschrieben, andere sind nur Ideen.

Auch in meinem Hauptprojekt, meinem „Baby“, das den Arbeitstitel „Save Our Souls“ trägt, bin ich noch nicht zu einem Ende gekommen. Ich stecke seit Anfang des Jahres im letzten Viertel fest. Mir fehlt noch der große Showdown und dann ein Ausblick auf die Geschehnisse in Band 2. Aber ich ächze und krieche seit Wochen in diesem Showdown und will nicht so recht zu einem Ende kommen. Viel lieber prokrastiniere ich damit in den vorigen Kapiteln zu basteln und zu editieren.

Woran liegt das? Nun, ich glaube einerseits habe ich Angst oder Respekt davor.

Angst, dass es ernst wird, wenn ich in die Überarbeitung gehe. Angst, dass der Zauber verloren ist und dass ich nichts mehr zu sagen habe, wenn diese Herzensgeschichte fertig erzählt wird. (Was bei meinem wirren Hirn eigentlich unmöglich sein sollte)

Ich bin ein Discovery Writer. Mir reicht eine kleine Idee, ein Aufhänger, ein Charakter und ich schreibe los. Bei manchen Geschichten setze ich natürlich feste Fixsterne auf die ich hinarbeite, um mich zu orientieren – aber alles was dazwischen kommt bleibt ungeplant. Das bedeutet im Nachhinein oftmals viel Arbeit durch Umschreiben, Umstellen und neu schreiben – aber es ist die Methode mit der ich am Besten fahre. (Auch ein Grund, warum ich ganz selten Schreibtipps gebe. Ich schreibe zu wirr und zu unordentlich, als dass ich glaube, das meine Methode wirklich für viele Autoren und Autorinnen da draußen geeignet ist)

Je ausgeklügelter, konstruierter eine Geschichte von mir ist, desto langsamer komme ich voran. Paradox, oder? Ich kann es mir nicht richtig erklären. Vielleicht hemmt mich das auch kurz vor dem Ende, weil das Ende oftmals eines der ersten Dinge in einer Geschichte ist, die bei mir fix sind.

Aber ich will diese Geschichte beenden. Ich will sie hinaus in die Welt schicken und mit euch teilen. Ich will auch Band 2 schreiben und noch viele Geschichten mehr, die in meiner Schatztruhe aka Hirn schlummern.

 

An meine lieben Autorinnen und Autoren da draußen – was fällt euch beim Schreiben schwer? Wenn ihr auch Schwierigkeiten habt, Schluss zu machen, was sind eure Kniffe, Ratschläge und Tricks?

 

 

Romantik? Bäääh

Romantik? Bäääh

Mein Schreibprojekt ist vom Genre her Urban Fantasy mit Einflüssen aus Horror und Humor. Für kitschige Liebesgeschichten ist da nicht viel Platz, aber ein bisschen Bussi-Bussi gibt es trotzdem!

Nach den Klausuren verrate ich euch mehr dazu.

Grüße an alle, die das lesen! Liebe beschränkt sich nicht auf den Partner, Liebe ist viel mehr!

Die #BartBroAuthors lieben das Schreiben und die Bücher!

#BartBroLove

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Exklusiver Ausschnitt 🙂