Schlagwort: schneepoet

Nika Sachs #ProjektArbeitstitel

Nika Sachs #ProjektArbeitstitel

Nika Sachs #ProjektArbeitstitel

Eine wahnsinnig talentierte Autorin, deren einzigartige Entwicklungsromane um ihre liebenswert angeknacksten Figuren Lukas, Inga und Silas viel mehr Aufmerksamkeit verdienen. Meine Rezension zu Schneepoet findet ihr auch hier auf dem Blog. Nika Sachs hat außerdem bereits einige Erfahrungen gesammelt, an denen sie uns heute hier teilhaben lässt.

Ich bin Nika, irgendwas knapp über 30 und Geschichtenverrückt, seit ich denken kann.

Mein erstes Buch habe ich geschrieben als ich vierzehn war. Leider fiel es einem PC-kurzschluss zum Opfer. Damals war kam mir der Gedanke noch nicht, dass ich meine Texte regelmäßig extern speichere. Nach langer Pause über mehrere Jahre begann ich mit Anfang Zwanzig wieder mit dem Schreiben und stellte 2015 mein Debut „Namenlos“ fertig. Danach war es um mich geschehen und ich schrieb in drei Jahren vier weitere Bücher. Leider ist am Ende der Zeit immer noch so viel Idee übrig.

Nach dem Buch ist vor dem Buch.

 

Schneepoet und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Derzeit schreibe ich am fünften Band der Reihe über meinen Protagonisten Luc und seine Familie. Da er bereits den fertigen Titel hat, kann ich noch nicht so viel verraten. Allerdings laufen meine Bücher gedanklich jederzeit als „Textbaustelle“ in meinem Hirn. Hin und wieder arbeite ich zwischendurch außerdem an einem Jugendbuch, das phantastische Elemente hat. Dieses Projekt hat in der Tat bisher keinen Arbeitstitel. Meine Projekte wachsen aus Alltagsgründen derzeit viel langsamer als bisher, aber nicht mit weniger Freude und Ideen. Eben nur ein bisschen mehr durch die Grauzone Leben ausgebremst als sonst.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Am liebsten würde ich bis Ende des Jahres mit dem aktuellen Luc veröffentlichen. Aber ich mag mir auch genauso viel Raum für seine aktuelle Lebensphase lassen, die mir nach den letzten drei Bänden Familienchaos sehr am Herzen liegt. Meine Protagonisten verändern sich und ich mich mit ihnen. Das erfordert immer neue Herangehensweisen beim Schreiben.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Tatsächlich habe ich über zehn angefangene Manuskripte im Bereich Jugendbuch bzw. Roman und Novelle. Und daneben habe ich noch ein paar weitere Ideen, die alle nach und nach reifen und sich in einen möglichen Weiterführungsprozess einreihen. Wahrscheinlich haben meine Projekte alle ein bisschen Melancholie, Philosophie und Faszination Alltagsmagie gemeinsam, da bleibe ich mir treu.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Dass mir ein Vertrag bei einem konventionellen Verlag nichts bedeutet, wenn ich nicht ich bleiben kann.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem ersten Buch und dem aktuellen Projekt?
Ich schreibe routinierter in Bezug auf Technik des Schreibens und die Sprache der Protagonist*innen und befasse mich eigentlich direkt nur noch mit ihren Gedanken und Entwicklungen.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Der Anspruch an mich selbst. Ich will es immer und immer wieder selbst lesen können ohne mich daran zu stören. Dabei geht es mir weniger um die genaue Wortwahl, etwaige Fehler im Sprachbild oder offene Fragen, ob eine andere Option an dieser oder jener Stelle besser gewesen wäre. Ich versuche immer das Bild eines Gefühls wiederbringbar mit Worten zu „zeichnen“. Wenn ich das Gefühl, das ich beim Schreiben hatte, beim Lesen immer wieder habe, bin ich glücklich. Da ich meine Bücher bisher selbst verlege und überwiegend selbst gestalte bzw. entwerfe, bin ich unabhängig. Werbung mache ich kaum, dafür fehlt mir die Zeit. Ich hoffe immer, dass meine Geschichten gefallen und sich, wenn auch langsam, durch die Leser in der Welt verteilen.

Hast du eine Schreibroutine?
Ich schreibe entweder, wenn ich Zeit und den unausweichlichen Drang dazu habe oder wenn ich eine grobe Idee habe und in naher Zukunft einen freien Abend dazu habe. Am besten schreibe ich abends bis spät in die Nacht oder vormittags. Da ich studiere und zudem in einem Angestelltenverhältnis arbeite, bin ich derzeit nicht so flexibel wie bei den Büchern, die ich bisher veröffentlicht habe.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Noch weniger Erwartungen an Wirtschaftlichkeit der Kreativität zu stellen, dafür aber an die Qualität der Arbeit. Man kann es niemals allen recht machen und schreiben um gezielt damit zu verdienen finde ich sehr restriktiv für die Kreativität.

Wie ist es, gemeinsam mit anderen ein Buch zu schreiben?
Für den aktuell veröffentlichten Band „Abseitsliebe“ durfte ich ein ganzes Kapitel gemeinsam mit Nicole Neubauer schreiben und mir ihren Protagonisten Hannes Brandl „ausleihen“, der auf Luc trifft. Nicole ist meiner Meinung nach eine fabelhafte Krimiautorin und gegen meine Befürchtung hat das super geklappt, dass wir beim gemeinsamen Schreiben (an zwei Laptops im gleichen Raum) auch den jeweils fremden Protagonisten übernommen haben. Ich habe definitiv Lust, noch einmal ein gemeinsames Autorenprojekt anzugehen.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Mich inspirieren viele Menschen, weil sie ein Netz aus Erkenntnissen, Strukturen und Konzepten in sich tragen. Aber einige haben mir so viel Anerkennung für meine Arbeit zukommen lassen, dass mich das schon sehr motiviert, weiterzuschreiben.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Den ersten Teil von Lucs Tagebüchern als Kunstprojekt zu verfilmen. Und vielleicht noch ein paar Leser mehr, denen meine Bücher Türen zu sich selbst öffnen oder ihnen einen anderen Blickwinkel ermöglichen, um andere besser zu verstehen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Dass ich Leser*innen habe, die meine Geschichten auch im realen Leben mit sich weiterführen wollen.

 

Eine kleine Kostprobe…

Diese Szene entstammt aus dem fünften Buch um Lukas, Inga, Silas und Véro, welches sich noch in Arbeit befindet.

Das war das hässlichste Geräusch seit Langem. Dabei hat der Tag vorhin so vielversprechend begonnen. Ich werfe der zugefallenen Tür einen wehleidigen Blick zu. Post aus dem Briefkasten holen wollte ich, jetzt habe ich mich ausgesperrt. Lukas hat mir zwar letztens gesagt, wo ich den Ersatzschlüssel finde, aber weil ich ihm wie immer nur so halb zugehört habe, weiß ich es natürlich jetzt nicht mehr. Shit.

Nachdem ich im Garten die gängigen Verstecke dummer Menschen für einen Ersatzschlüssel abgeklappert habe ohne fündig zu werden, mache ich meinem eigenen Dasein als dummer Mensch alle Ehre. Ich klettere barfuß auf den Kirschbaum und von dort auf das Garagendach. Hoffentlich sieht mich niemand dabei, wie ich es jedem potenziellen Einbrecher vormache, uns zu überfallen. Mit etwas Anlauf schaffe ich es auf das flache Vordach. Von hier ist es leicht, über die Schindeln zum Badezimmerfenster rüber zu kriechen, das ich vorhin offengelassen habe. Okay, ich dachte das zumindest. Das Dach ist steiler und rutschiger als gedacht. Scheiße, scheiße, denke ich. »Drei Meter, du Muschi!«, sage ich zu mir selbst. Nach etwa zwei Metern geht mir die Kraft aus. Ich wäge ab, ob es sich ungefährlicher vom Dach rutschen lässt, oder ob ich besser ein paar Minuten warte, bis ich den Rest auch noch schaffe. Die Nachbarn mit einem Hilferuf zu mobilisieren scheint mir keine Option. Dann heißt es wieder ›Die Kartoffeln!‹

Ich entschließe mich, zu warten.

»Madame?«, ruft jemand. Das hat mir gerade noch gefehlt.

Ich drehe mich langsam um, in der Hoffnung, dass ich nicht gleich mit samt den Schindeln den Abflug mache. Mit in die Hüften gestemmten Händen steht er da und glotzt zu mir hoch, als wäre ich das einzige Problem in seinem Leben. Ich zeige langsam auf mich selbst. Bloß keine hektischen Bewegungen.

Der weißhaarige Hobbit nickt. »Qu’est-ce que vous faites là, hein?«

Ja, was mache ich hier wohl … Ich seufze und sehe mich um. Scheiße. Dann zucke ich mit den Schultern. »J’habite ici.«

»Vraiment?«

Ich nicke. Natürlich wohne ich hier!

Der Hobbit textet mich zu, aber ich verstehe nichts davon, weil er redet wie ein Wasserfall und ich seiner Sprache nicht mächtig bin. In der Hoffnung, es mir nachhaltig zu verkacken und ab sofort meine Ruhe zu haben, sage ich wehleidig die drei magischen Worte: »Je suis allmande.«

»Mon dieu!«, stöhnt er. Ich könnte gerade losprusten, so lustig finde ich sein Gesicht.

Der Hobbit flüchtet mit großen Schritten für so einen Zwerg, ich widme mich wieder der Aktion Dachfenster. Kurze Zeit später schleift etwas über unseren Steinweg.

»Attention, Foiärrrwärrr!«, ruft er mir zu. Dann stellt er die Leiter an die Hauswand und verschwindet aus meinem Sichtfeld. Ich glotze auf die Regenrinne und gehe durch, was ich gefrühstückt habe. Lukas hat mir bestimmt LSD ins Müsli gemischt. Kommt mich gerade ein bretonischer Hobbit vom Dach retten, der auf Deutsch – oder so was Ähnliches, Bestimmt hat er das im Panzerhandbuch gelernt – Feuerwehr ruft?! Okay, Leben, eins zu null für dich.


Nika Sachs

 

Worum geht’s in „Schneepoet“?
Luc ist innerlich zerissen. Zwischen seiner Identität, seiner Entscheidung die Liebe seines Lebens Inga zu verlassen, zwischen Deutschland und Frankreich. Er flüchtet sich zu seinem Zwillingsbruder Silas nach Paris, wo er Heilung und Ablenkung in Exzessen sucht. Frauen, Drogen – nichts stillt dauerhaft seinen Hunger nach Liebe. Im Kampf gegen sich selbst, seine bipolare Störunge und selbszerstörerischen Tendenzen begleiten wir Luc in Form von Tagebucheinträgen. Wir sehen die Welt mit seinen Augen, erhalten Einblick in seine verletztliche, poetische Seele.

 

Ihre bisherigen Veröffentlichungen:
  • Schneepoet (Band 1), auf amazon* kaufen, ISBN 978-374073164
  • Karmapoet (Band 2), auf amazon* kaufen, ISBN 978-3740743659
  • Abseitsliebe (Band 3), auf amazon* kaufen, ISBN 978-3740735777
  • Am Horizont Schwarz (Spin Off), auf amazon* kaufen, ISBN 978-3740734312
  • Namenlos (Novelle), auf amazon* kaufen, ISBN 978-3741205149
  • Mitheerausgeberin der Anthologie „Sehnsuchtsfluchten“, auf amzaon* kaufen, ISBN 978-3740730710

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

[Rezension] Schneepoet von Nika Sachs

[Rezension] Schneepoet von Nika Sachs

Ich habe das Ebook als Rezensionsexemplar vorab von der lieben und fantastischen Nika zur Verfügung gestellt bekommen! Vielen lieben Dank.

Anzeige

Nika Sachs – Schneepoet

Worum geht’s?

Luc ist innerlich zerissen. Zwischen seiner Identität, seiner Entscheidung die Liebe seines Lebens Inga zu verlassen, zwischen Deutschland und Frankreich. Er flüchtet sich zu seinem Zwillingsbruder Silas nach Paris, wo er Heilung und Ablenkung in Exzessen sucht. Frauen, Drogen – nichts stillt dauerhaft seinen Hunger nach Liebe. Im Kampf gegen sich selbst, seine bipolare Störunge und selbszerstörerischen Tendenzen begleiten wir Luc in Form von Tagebucheinträgen. Wir sehen die Welt mit seinen Augen, erhalten Einblick in seine verletztliche, poetische Seele. „Schneepoet“ bildet den Auftakt zu Lucs Geschichte.

Genre: tragisch-komisch-romantisch-erotischer Entwicklungsroman
Verlag: TWENTYSIX
Taschebuch: 10,99€*|Ebook: erscheint noch

Schneepoet_Cover_Preview_Front

Meine Meinung:

Die Aufmachung ist toll. Das Cover hat Nika selbst gestaltet, der Strommast-Eiffelturm ist selbstgezeichnet! Für mich spiegelt das Cover wunderbar die Stimmung wieder. Wolken, ein grauer Himmel und eine Stromtrasse, die scheinbar in die Unendlichkeit verläuft. Es wirkt professionell und zeitlos.

Nikas Schreibstil ist für mich einzigartig und fesselnd. Ab Seite Eins steigen wir in Lucs Gedankenkarussell ein. Wir drehen uns im Kreis, sehen durch seine Augen, unverfälscht, ironisch, nachdenklich. Die Geschichte wirkt keinesfalls abgehackt oder bruchstückhaft, durch die verschiedenen Einträge erhalten wir ein klares Bild, Luc, der die Ereignisse reflektiert. Mit Wortwitz, tollen Formulierungen und zahlreichen klasse Wortspielereien, die ich gerne mit einem Textmarker angemalt hätte (Auf dem E-Reader geht das nur nicht so gut). Ich war überrascht wie fesselnd, turbulent und emotional die Sprache die Geschichte transportierte. Ich will mehr lesen, was Nikas Fingern und Hirn entsprungen ist. Mehr von diesem Erzählstil, mehr von diesem mühelos wirkenden Wortwitz, der Selbstironie.

Die Charaktere bilden natürlich das Herzstück der Geschichte.

  • Luc, unser Erzähler, unser kaputter Philosoph, den man einfach in den Arm nehmen möchte. Ein junger Mann, der seine Entscheidungen trifft, der sich in Abenteuer und Liebschaften stürzt, der dennoch sympathisch und liebevoll wirkt. Er wirkt im Leben immer ein bisschen deplatziert, ein bisschen fehl am Platz. Seine Suche nach einem emotionalen Zuhause ist spannend und er liegt mir als Leserin unfassbar am Herzen.
  • Sein Zwillingsbruder Silas ist anders und doch ähnlich. Der schroffe, intelligente Raucher, der Luc gegenüber kein Blatt vor den Mund nimmt und sich dennoch sorgt. Man könnte meinen, dass die beiden kaum verschiedener sein könnten und doch suchen sie beide nach einem sicheren Hafen. Silas bewältigt sein Leben jedoch ein wenig geschickter als Luc. Silas wirkt auf seine eigene Weise anziehend, verrucht und deutlich erwachsener als Luc. Ich hab ihn zwischendurch ein bisschen angeschmachtet.
  • Inga, Lucs Exfreundin, die im Buch nie selbst agiert. Wir erleben sie nur in Lucs Erinnerung und dort wirkt sie wie ein warmer Sonnentag, ein unperfekter, aber liebevoller Mensch. Kreativ, forsch und selbstbestimmt. Und wir leiden mit Luc, der seine alte Liebe nicht aus dem Kopf bekommt. Ich freue mich schon sehr auf das „Prequel“ zu Schneepoet, das aus Ingas Sicht geschrieben sein wird.
  • Veró, Lou, Niri – Frauen, die sowohl in Lucs als auch in Silas‘ Leben durchaus wichtige Rollen übernehmen. Starke Frauenfiguren, die ihre eigenen Dämonen mit sich herumtragen. Niri, Lucs Mitbewohnerin, ist mir so unfassbar sympathisch und ich liebe ihre Gespräche mit Luc zu Anfang des Buchs. Verónique war mir etwas unsympathischer. Sie gab die starke Löwin, die verbotene Frucht und war doch selbst so unglaublich zerbrechlich. Sie erschien mir weniger greifbar, weniger real und doch verstand ich die unwirkliche Faszination, die sie auf unsere Zwillinge gewirkt hat. Lou, eine intelligente, junge Frau war wichtig für Lucs Entwicklung und mir gefiel ihre teils kompromisslose, direkte Art.
  • Oma Hanni – so eine Oma wünscht sich jeder.

Die Charaktere waren vielfältig und unfassbar facettenreich. Ich wurde oft überrascht und habe wirklich zu jedem Charakter eine Bindung aufgebaut. Manchmal mit zwiespältigen Gefühlen, doch immer emotional. Es gab für mich kaum Charaktere im Buch, die unwichtig oder überflüssig waren. Und alle wirkten real und lebending, als existierten sie wirklich irgendwo da draußen in den Straßen von Paris.

Inhaltlich ist das Buch schonungslos, besonders und dreckig. Nika wie Luc nehmen kein Blatt vor den Mund, nennen die Kinder beim Namen und das auf eine sehr philosophische Art und Weise. Mir gefiel die Entwicklung, die Einblicke in Lucs Psyche. Seine innere Aufgewühltheit und seine Beobachtungen. Die Fahrt in Lucs „Gedankenkarussell“ war mitreißend und voller Eindrücke. Man landete mit Luc im Rausch auf dem Zimmerboden, fühlte die Extase seiner Beziehungen. Streit, Liebschaften, Höhen und Tiefen waren so real und schmerzhaft, als wären wir eines der kleinen Männchen auf Lucs Schulter. Die Konsequenzen jedes Verhaltens, die Zufälle, die bewusst begangenen Fehler – Luc wurde zu einer wirklichen Person und sein Leben ist spannend und ungeschönt. Das Buch will kein exzesshafter Erotikroman sein, es erzählt Lucs Leben mit allen, wirklich allen, Facetten.

Das „Ende„, die letzte Seite wirft uns zunächst grob vom Gedankenkarussell, dabei sind wir noch gar nicht fertig all die Eindrücke und Details zu verarbeiten. Ich möchte nochmal fahren. Davor vielleicht aber ein paar Schokofrüchte und ein Glas Gin Tonic für die Nerven. Der zweite Teil erscheint 2018, die Vorgeschichte aus Ingas Sicht im Dezember.

DIAldTOXsAAJzvL.jpg large

Mein Fazit:

Ich habe ein Stück meines Herzens verloren. An Luc, an Silas, an Inga und an Nikas geniales Buch. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache, Lukas bei seiner Achterbahnfahrt zu begleiten, aber für mich war es fesselnd, spannend und emotional. Ich möchte mehr lesen, mehr von der Ehrlichkeit, der schmutzig-ironischen Poesie, mehr von diesem Lebensgefühl. Ich bin sehr gespannt auf die folgenden Geschichten aus diesem Universum. „Schneepoet“ war für mich eine bisher einzigartige Leseerfahrung und deswegen kann ich nicht anders, als die volle Punktzahl von fünf Seesternen zu vergeben. Eine klare Leseempfehlung für alle, die keine Angst vor den schonungslosen und düsteren Seiten des Lebens haben.

5seesterne

Weitere Meinungen:

 


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Wenn ihr etwas über den Link kauft, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch entstehen jedoch keinerlei Mehrkosten. Diese Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.