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[Rezension] Am Horizont Schwarz von Nika Sachs

[Rezension] Am Horizont Schwarz von Nika Sachs

[Rezension] Am Horizont Schwarz von Nika Sachs

Ich bin ein totaler Nika Sachs Fan. Sie ist einfach ein wundervoller Mensch, unglaublich kreativ und feinfühlig und schreibt fantastisch! Nach „Schneepoet“ war ich hungrig auf mehr Geschichten von ihr. Umso glücklicher war ich als sie bei uns in der Buchhandlung und zuhause auf meinem Sofa direkt aus „Am Horizont schwarz“ vorgelesen hat.

Irgendwie hat es trotzdem ewig gedauert, bis ich Zeit für das Buch gefunden habe. Und wieder eine Weile bis ich die richtigen Worte finden konnte.


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  • Autorin: Nika Sachs
  • Titel: Am Horizont schwarz
  • Genre: Jugendbuch, Entwicklungsroman
  • Veröffentlicht bei: Twentysix
  • Prequel zur Luc Reihe, 1.: Schneepoet, 2.: Karmapoet, 3.: Abseitsliebe
  • 256 Seiten, TB: 9,99€ | Ebook: 6,99€
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Worum geht’s?
Inga ist fünfzehn Jahre alt und seit kurzem mit ihrem Sandkastenfreund, dem drei Jahr älteren Lukas zusammen. Der nachdenkliche und eigensinnige Lukas, die Schule und die Zukunft bereiten Inga oft Sorgen. Was bringt die Zukunft? In welche Richtung geht es nach dem Schulabschluss? Die beiden verbringen die Nachmittage nach der Schule mit philosophischen Gesprächen, jeder Menge Unfug und stellen sich den Herausforderungen des Lebens. Dabei wird auch deutlich, dass Lukas einige Geheimnisse hat, die er nicht mit Inga teilen kann.


Meine Meinung:

Das Buch „Am Horizont schwarz“ spielt zeitlich zwar vor „Schneepoet“, aber ich fand es gerade spannend das Prequel erst nach Band 1 zu lesen. Man muss AHS auch nicht gelesen haben, um Schneepoet zu verstehen. Das als kleine Info vorweg.

Nika Sachs schafft etwas, was nur wenigen Autor*innen gelingt. Sie holt aus den unspektakulärsten Szenen Tiefgründigkeit und Spannung heraus. Dabei wechselt sie wunderbar zwischen Alltagskomik und Albernheit und Schwermut und Philosophie.

Ihre Charaktere sind lebendig, so leibhaftig und real. Als würde man mit ihnen bei Oma am Küchentisch hocken und sich bei Kaffee und Kuchen die Geschichte ihres Lebens erzählen lassen. Irgendwie nahbar, heimelig, zum Anfassen.

Die Fragen, die Inga beschäftigen sind so real und gut verständlich. Die Zweifel und Unsicherheit, mit der sie umgehen muss, das sind Gefühle, die uns alle in unserer Jugend und auch noch heute beschäftigen.

Inga ist schlagfertig, clever und absolut liebenswert, auch wenn sie manchmal richtig bockig sein kann. Lukas sehen wir in diesem Buch von einer ganz anderen Seite. Aus Ingas Sicht. In „Schneepoet“ haben wir so viel über ihn erfahren, dass es angenehm und spannend ist, ihn in jünger und mit Ingas Augen zu sehen. Man erahnt die Schatten, die auf seiner Seele lasten. Man beobachtet, wie er sich entwickelte und was die Beziehung für beide bedeutet.

Grufti und Hippie?

Sie sind ein wunderbar schrulliges Pärchen, unromantisch romantisch und teilen so viel miteinander und gleichzeitig so wenig.

Ich tue mich immer schwer mit Rezensionen zu Nikas Büchern, weil sie so vielschichtig, tiefgründig und auf besondere Weise einzigartig sind, dass ich dem Ganzen mit Worten kaum gerecht werden kann. Aber sie lösen in mir Gefühle aus, fesseln mich und machen mich nachdenklich.

„Am Horizont Schwarz“ ist definitiv eher ein Jugendbuch, es fühlt sich leichter an als „Schneepoet“, bei dem man durchaus oft Schlucken musste. Das ist auch mein einziger „Kritikpunkt“ – ich liebe die Reihe und vor allem ihren Tiefgang. Davon gibt es auch viel in „Am Horizont Schwarz“, dennoch ist Inga nicht ganz so nachdenklich wie Lukas. Oder auf eine andere Art und Weise. Die Grüblerei hat mir tatsächlich ein bisschen gefehlt.

Doch es ist eine wundervolle Ergänzung für die Reihe – ein neuer, interessanter Blickwinkel. Die Themen, die Inga und Lukas umtreiben, kennt wohl jeder Mensch und das macht das Lesen und die Entwicklung der Beiden so spannend und unmittelbar.

Fazit:

Eine dicke Empfehlung für alle von Nikas Büchern! Ihr einzigartiger Schreibstil, die lebensnahen Themen, die lebensechten Charaktere, die Balance zwischen Humor und Ernst. „Am Horizont Schwarz“ ist definitiv eher für eine jüngere Zielgruppe gedacht, aber wer die „Schneepoet“-Reihe liebt, der sollte definitiv auch zugreifen.

Weitere Meinungen:

 


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Verlagsvorschauen 2019 – Meine Highlights!

Verlagsvorschauen 2019 – Meine Highlights!

Verlagsvorschauen 2019 – Meine Highlights!

 Ich hab mich durch die Verlagsprogramme gewühlt und wieder einige Schätze ausgegraben, die auf meine Wunschliste kommen. Wie soll man mit dem Lesen hinterher kommen, wenn so viele Highlights erscheinen. Hach!


(Werbung wegen Namensnennung)

Jugendbuch

Julie Murphy: Ramona Blue

Ramona liebt Mädchen, da ist sie sicher. Sie weiß auch, dass sie obwohl sie ihre Eltern sehr liebt, nicht ewig in ihrem Heimatstädtchen leben möchte. Als ihr alter Freund, der Wettkampfschwimmer Freddie wiederkommt und sie überzeugen kann, mit ihm gemeinsam zu Schwimmen zu gehen, gerät Ramonas Leben durcheinander. Freddie weckt Gefühle in ihr und Ramona muss sich fragen – kann man Mädchen UND Jungs lieben?

  • Autorin: Julie Murphy, Übersetzung: Kattrin Stier
  • Titel: Ramona Blue
  • Verlag: Fischer FJB
  • ISBN: 978-3-8414-4025-9
  • gebunden 18,99€
  • lieferbar ab 22. Mai 2019

Warum ich mich freue?
Ich mochte Dumplin‘ von Julie Murphy schon total gerne. Sie hat bewiesen, dass sie Themen, die (nicht nur) Jugendliche bewegen, in unterhaltsame Geschichten verpacken kann. Dass mit Ramona ein LGBTQ+ Charakter im Fokus steht, finde ich wunderbar. Und wenn es einen Sport gibt, den ich gerne mag, dann ist es Schwimmen! Schließlich war ich selbst mehrere Jahre als Rettungsschwimmerin aktiv.

 

Lucy van Smit – The Hurting

Nell glaubt nicht an Liebe auf den ersten Blick. Bis sie Lukas, dem Sohn eines reichen Ölmagnaten, begegnet. Mit ihm ist sie glücklich, doch er hat eine dunkle Seite voller Geheimnisse. Als Nell dahinter kommt, ist es bereist zu spät und sie wird von der Polizei gesucht. Sie flieht sich in die norwegischen Wälder und ein Kampf gegen die Mächte der Natur, das Gesetz und ihre große Liebe beginnt.

  • Autorin: Lucy van Smit, übersetzt von Sophie Zeitz
  • Titel: The Hurtig
  • Verlag: Carlsen/Chicken House
  • ISBN: 978-3-551-52112-5
  • gebunden 17€
  • erscheint im März 2019

Warum ich mich freue?
Mädels, die nicht an Liebe auf den ersten Blick glauben und sich dann doch Hals über Kopf verknallen – das ist nichts Neues. Mich lockt eher der zweite Teil der Geschichte. Kindesentführung? Eine Flucht in die Wälder? Das klingt nach einer spannenden, turbulenten Geschichte.

 

Ceylan Scott: Auf einer Skala von 1 bis 10

Tamar sitzt einer geschlossenen Jugendpsychiatrie und ihre Freundin Iris ist tot. Sie soll Fragebögen beantworten, in Gesprächen über Iris‘ Tod sprechen. Doch Tamar bringt kein Wort heraus, denn das Monster in ihrem Kopf tobt viel zu laut. TW: Borderline Persönlichkeitsstörung

  • Autorin: Ceylan Scott, übersetzt von Beate Schäfer
  • Titel: Auf einer Skala von 1 bis 10
  • Verlag: Carlsen/Chicken House
  • ISBN: 978-3-551-52111-8
  • gebunden
  • erscheint im März 2019

Warum ich mich freue?
Psychische Krankheiten sind tabuisiert und werden dämonisiert. Die Autorin des Buches leidet an derselben psychischen Erkrankung wie ihre Hauptfigur und schreibt ehrlich und ungeschönt über die Schwierigkeiten und Vorurteile. Das kombiniert mit einer Prise Thriller und Coming of Age klingt hochspannend!


Roman

Shaun Bythell: Tagebuch eines Buchhändlers

Buchhändler! Absoluter Traumjob, oder? In Wigtown ist die größte Second Hand Buchhandlung Schottlands, in der Shaun Bythell arbeitet. Hinter meterhohen Büchertürmen, Regalen bis zur Decke und dem Geruch von Papier verbergen sich allerlei Geschichten. Nervige Kunden, rare Fundstücke und schwächelnde Umsätze – die Geschichte über Buchhandlungen hinter den Kulissen.

  • Autor: Shaun Bythell, übersetzt von Mechthild Barth
  • Titel: Tagebuch eines Buchhändlers
  • Verlag: btb
  • ISBN: 978-3-442-71865-8
  • Taschenbuch 11,99€
  • erscheint im September 2019

Warum ich mich freue?
Bücher über Bücher, Buchhändler*innen und Buchhandlungen haben ihren ganz eigenen Charme. Da ich selbst in einem modernen Antiquariat jobbe, hat dieses Buch sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Es hört sich witzig, interessant und sehr sympathisch an!


Fantasy/SciFi

Jonathan Maberry: V-Wars – Die Vampirkriege

Los Angeles: Der Schauspieler Michael Fayne wacht nach einem One Night Stand neben einer verstümmelten Leiche auf. Bald stellt er fest: Er ist Patient 0 eines vampirartigen Virus. Das Auftauchen der Vampire wirft die Gesellschaft in ein moralisches Chaos. Müssen die Blutsauger beseitigt werden oder ist ein friedliches Miteinander möglich?

  • Autor: Jonathan Maberry, Übersetzung: Maike Hallmann und Birgit Herden
  • Titel: V-Wars – Die Vampirkriege
  • Verlag: Fischer TOR
  • ISBN: 978-3-596-70458-3
  • Paperback 16,99€
  • erscheint am 27.02.2019

Warum ich mich freue?
Ich mag klassische Vampire. Also Blutsauger, die nicht glitzern. Außerdem mag ich es, wenn die gesellschaftlichen Konsequenzen und politischen Folgen miteinbezogen werden, wenn es um die Aufdeckung übernatürlicher Wesen geht. Im Manga Devil’s Line werden die Monster auch „entdeckt“ und müssen sich mit den Folgen auseinandersetzen. Das gibt den klassischen Problematiken um das Vampirdasein nochmal einen Haufen Schwierigkeiten und Hindernisse. Außerdem wird zu dem Buch eine Netflix Serie produziert. Yay!

 

Ransom Riggs: Der Atlas der besonderen Kinder

Das vierte Buch um die besonderen Kinder der Miss Peregrine und der Auftakt einer neuen Trilogie. Die Geschichte schließt an die Trilogie an, weswegen ich zum Inhalt nicht so viel erzählen möchte. Aus den Zeitschleifen in die moderne Welt werden die Bindungen der besonderen Kinder, ihre bisherigen Erfahrungen und Einstellungen herausgefordert. Denn in Amerika sind die Besonderen ganz anders organisiert als in Europa.

  • Autor: Ransom Riggs, übersetzt von Silvia Kinkel
  • Titel: Der Atlas der besonderen Kinder
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3-426-22657-5
  • gebunden 18€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
ICH LIEBE DIE BESONDEREN KINDER Ich habe schon lange auf das Buch hingefiebert. Nachdem ich das englische Original bereits verschlungen habe, kann ich nur bestätigen: Das wird wieder ein tolles, übernatürliches Abenteuer mit viel Wortwitz und genialen Ideen (MILLARD UND LILLY FTW). Aber auch unter ulkigen Szenen geht die Ernsthaftigkeit nicht verloren. Unsere Helden müssen sich hinterfragen, sich selbst und ihren Ängsten stellen und wachsen. Einfach genial!

 

Liza Grimm: Die Helden von Midgard

Die Vorgeschichte zu „Die Götter von Asgard„! Walküre Kára war eine der coolsten Figuren in DGvA, großherzig und tough. Aber wie wurde sie zu dieser Frau? In „Die Helden von Midgard“ erfahren wie ihre tragische, emotionale Geschichte. Sie verliebt sich in den Menschen Erik, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Die einzige Möglichkeit für ihre Liebe ist, Erik, zu einem Helden zu machen und ihn nach Wallhalla zu holen. Doch es scheint, dass die Götter sich gegen sie verschworen haben…

  • Autorin: Liza Grimm
  • Titel: Die Helden von Midgard
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3-426-52371-1
  • Broschur 12,99€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
Ich durfte der lieben Liza als Testleserin meinen Senf aufdrücken und schon in die Geschichte spitzeln. Deshalb weiß ich, dass sie gegenüber „Die Götter von Asgard“ nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt hat. Fesselnd und emotional packt euch Káras Vergangenheit am Kragen. Zwar ist die Geschichte romantischer, aber auch düsterer und stellt viele philosophische Fragen an die Welt und die Charaktere. Das. wird. großartig!

 

Katharina V. Haderer: Das Schwert der Totengöttin

Im Stadtstaat Tradea erheben sich die Toten. Gardist Erik ist sicher, dass dahinter nur die Kräuterhexe Mirage stecken kann. Als er sie stellt und dem Gericht übergibt, erzählt sie ihm jedoch vom gestohlenen Artefakt der Totengöttin Nif.

  • Autorin: Katharina V. Haderer
  • Titel: Das Schwert der Totengöttin
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3-426-52452-7
  • Broschur 9,99€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
Die Geschichte hört sich düster, spannend und magisch an. Außerdem Dark Fantasy einer deutschen Hybridautorin – das würde ich gerne unterstützen. Auch das Cover sieht wunderbar mystisch und geheimnisvoll aus, findet ihr nicht?

 

Mara Elbrach: Die Gabe des Winters

Heldin Nuria ist Gefangene am Hof des dunklen Lords und Magier Tarik, der das Volk knechtet. Im Land herrscht ewiger Winter. Doch dann entdeckt Nuria Fähigkeiten in sich, mit denen sie den Kälte beenden könnte. Aber dazu muss Nuria Tarik vom Thron werfen, in den sie sich in ihrer Zeit in Gefangenschaft verliebt hat.

  • Autorin: Mara Elbrach
  • Titel: Die Gabe des Winters
  • Verlag: Blanvalet
  • ISBN: 978-3-7341-6193-3
  • Paperback 12,99€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
Ein bisschen Romantasy darf nie fehlen! Ein dunkler Lord, eine junge Magierin und ein winterliches Setting? Das klingt genau nach meinem Geschmack. Ich bin gespannt wie die Liebe des Lords Tarik und der Gefangenen Nuria entsteht. Und schaut euch mal das Cover an. Wie schön ist das denn?

 

Quifan Chen: Die Silizium Insel

Auf der Silizium Insel im Südwesten Chinas wird der Elektroschrott der Welt recyclet. Auf der Insel herrschen ganz eigene Gesetze und Dynamiken, giftige Dämpfe, Müllsucher, Elend. Als eine amerikanische Firma ihre Fühler nach der Insel ausstreckt, droht die labile Ordnung der Insel vollends zusammenzubrechen.

  • Autor: Quifan Chen, übersetzt von Marc Hermann
  • Titel: Die Silizium Insel
  • Verlag: Heyne
  • ISBN: 978-3-453-31922-6
  • Klappbroschur 16,99€
  • erscheint im Oktober 2019

Warum ich mich freue?
Ich bin ja nicht so der SciFi-Freund. Aber die Geschichte um eine Elektroschrott-Insel klingt gleichzeitig fantastisch und sehr realistisch. Außerdem habe ich bisher kaum Bücher von chinesischen Autoren gelesen, was mich zusätzlich neugierig auf den Erzählstil von Quifan Chen macht!

 

Madeleine Puljic: Noras Welten – Durch den Nimbus

Selfpublishing Preis Gewinnerin Madeleine Puljic schreibt über Nora, die Angst vor Büchern hat. Warum? Weil sie jedes Mal, wenn sie beginnt, zu lesen in die Geschichte hineingezogen wird. Um das zu überwinden begibt sich Nora zu einem Hypnosetherapeuten. Doch nun werden sie beide in eine Geschichte gesogen und müssen feststellen: Sie kommen vermutlich nur wieder raus, indem sie die Geschichte bis zum Ende überstehen.

  • Autorin: Madeleine Puljic
  • Titel: Noras Welten – Durch den Nimbus
  • Verlag: Piper
  • ISBN: 978-3-492-26036-7
  • Klappbroschur 13€
  • erscheint am 02.04.2019

Warum ich mich freue?
Wenn Selfpublisher-Titel es zum Verlag schaffen, freut mich das immer sehr. Schon bei der Preisverleihung 2017 klang die Geschichte ziemlich spannend und hat mich neugierig gemacht.

 


Horror

Scott Thomas: Kill Creek

Ein Haus, dessen Besitzer kein glückliches Ende fanden. Vier Horrorautoren und eine Marketingkampagne, die mehr als Gag gedacht ist. Doch aus Spaß wird tödlicher Ernst, als jemand stirbt.

  • Autor: Scott Thomas, übersetzt von Kristof Kurz
  • Titel: Kill Creek
  • Verlag: Heyne
  • ISBN: 978-3-453-32025-3
  • Klappbroschur 14,99€
  • erscheint im September 2019

Warum ich mich freue?
Ich weiß auch nicht, warum ich verfluchte/verspukte Häuser so liebe. Die Vorstellung keine hormongesteuerten Teenager, sondern vier Horrorautoren in ein solches Setting zu packen, verspricht witzige Anekdoten und klug handelnde Charaktere

 

Grady Henrix: Der Exorzismus der Gretchen Lang 

Die ganz normale Gretchen verwandelt sich nach einem LSD Trip in ein sadistisches Biest. Sie manipuliert, schikaniert und terrorisiert ihre Mitschüler*innen. Ihre Freundin Abby ist sicher: Gretchen ist von einem Dämon besessen. Oder?

  • Autorin: Grady Henrix, übersetzt von Jakob Schmidt
  • Titel: Der Exorzismus der Gretchen Lang
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3-426-22690-2
  • Klappbroschur 16,99€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
Bisher habe ich über Grady Henrix nur Gutes gehört. Als olle Horrorliebhaberin sprechen mich Bücher dieser Art oft an. Exorzismus? Wer ist hier verrückt? Count me in.

 


Sachbuch

Olivia Wollinger: Essanfälle adé

Olivia Wollinger litt selbst jahrelang an einer Essstörung. Wie sie diese überwunden hat und es geschafft hat, Essen nicht mehr als Emotionsregulations-Mechanismus einzusetzen erfährt man in diesem autobiografischen Ratgeber.

  • Autorin: Olivia Wollinger
  • Titel: Essanfälle adé
  • Verlag: Ullstein
  • ISBN: 978-3-548-06014-9
  • Taschenbuch 9,99€
  • erscheint am 25.01.2019

Warum ich mich freue?
Wie ihr vielleicht wisst, bin ich übergewichtig. Daran gibt es nichts zu beschönigen, aber ich mag mich, wie ich bin. Was mich allerdings belastet, ist, dass ich oft wenn ich traurig/wütend oder gelangweilt bin, zu Snacks greife. Emotionales Essen. Ich weiß es besser, aber ich komme nicht gegen die jahrelang eingeschlichenen Verhaltensmuster an. Olivia Wollinger arbeitet inzwischen selbst mit Klienten und Körperarbeit an dem Thema. Vielleicht finden sich ja in dem Buch gute Ansätze, um mein Frustessen ein bisschen besser regulieren zu können?

 

Irvin D. Yalom: Wie man wird, was man ist (Memoiren eines Psychotherapeuten)

Psychoanalytiker Irvin D. Yalom wurde als Sohn russischer Eltern in den USA geboren. Er ist einer der bekanntesten Psychoanalytiker des Landes, der über ein turbulentes, spannendes Leben zu berichten hat. Das hat er zu großen Teilen, in seiner Arbeit als Psychotherapeut, anderen und deren Geschichten gewidmet. In diesem Buch erzählt er nun seine eigene.

  • Autor: Ivirn D. Yalom, übersetzt von Barbara von Bechtolsheim
  • Titel: Wie man wird, was man ist (Memoiren eines Psychotherapeuten)
  • Verlag: btb
  • ISBN: 978-3-442-71842-9
  • Broschur 12€
  • erscheint im Oktober 2019

Warum ich mich freue?
Irvin D. Yalom ist ein bekannter Psychotherapeut und Autor. Seine bisherigen Werke fand ich unfassbar beeindruckend, eingänglich und mir gefällt sein humanistischer, einfühlsamer Einsatz. Meist erzählt er von seinen Patienten oder psychologisch-philosophischen Themen. Ab und zu streut er persönliche Dinge ein. Umso mehr freue ich mich jetzt auf ein sehr persönliches Buch von ihm.

 

Christina Lamb: Unsere Körper sind euer Schlachtfeld (Frauen, Krieg und Gewalt)

Christina Lamb ist Kriegsreporterinnen und war Co-Autorin des Buches „Ich bin Malala“. Krieg zerstört Länder und Menschen. Geschichte von Soldaten und Politik gibt es zuhauf. Aber oft werden die Frauen übersehen, die in Kriegszeiten unsagbares Leiden ertragen müssen. Christina Lamb gibt ihnen eine Stimme und will aufmerksam für das Schicksal zahlreicher Frauen machen.

  • Autorin: Christina Lamb
  • Titel: Unsere Körper sind euer Schlachtfeld (Frauen, Krieg und Gewalt)
  • Verlag: Penguin
  • ISBN: 978-3-328-60072-5
  • Hardcover 22€
  • erscheint im April 2019

Warum ich mich „freue“?
Dieses Buch verspricht weder besonders fröhlich, unterhaltsam oder angenehm zu werden. Und doch ist es wichtig. Denn Frauen leiden überall auf der Welt. In den Wirren des Krieges geraten sie unter die Räder und die meisten Verbrechen werden nie geahndet. Ich bin gespannt auf dieses Buch und die Schicksale, die Geschichten, von denen Christina Lamb berichten wird.

 

Auf welche Bücher, die 2019 erscheinen, freut ihr euch besonders? Und soll ich auch bei Kleinverlagen, Selfpublishern und Comics & Mangas stöbern gehen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!


Titelbild Paul Schafer // Unsplash
[Rezension] Ich fühle so tief ich kann von Liane Cornelius

[Rezension] Ich fühle so tief ich kann von Liane Cornelius

Ich war ziemlich überrascht, als mich die E-Mail erreichte, in dem mir „Ich fühle so tief ich kann“ von Liane Cornelius als Rezensionsexemplar angeboten wurde. Von der Autorin hatte ich nie zuvor gehört, aber sie hatte sich die Mühe gemacht meinen Blog genau anzusehen und mir eine liebe und persönliche Mail zu schreiben. Außerdem hat Liane mir Zeit gelassen, ihr Buch zu lesen und war nicht ungeduldig und unhöflich. Eine angenehme Abwechslung zu den lieblosen Massenmails à la „Lieber Blogger…“.

Außerdem klang dieses Buch wirklich interessant – ob es mir gefallen hat?

Liane Cornelius – Ich fühle so tief ich kann


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  • Autorin: Liane Cornelius
  • Titel: Ich fühle so tief ich kann (396 Seiten)
  • Genre: Entwicklungsroman
  • BOD, Taschenbuch: 15,99€ | Ebook: 11,99€
  • auf amazon*

 

Worum geht’s?
Liane „Lilly“ ist in der Mitte ihres Lebens angelangt und hat viel mitgemacht. Vier OPs braucht es noch, damit sie wieder schmerzfrei gehen kann. Als Physiotherapeut Andreas in ihr Leben tritt, ahnen beide noch nicht, dass ihre Begegnung weitreiche Folgen haben wird. Liane ist verletzt und hat Angst, fallen gelassen zu werden. Andreas hingegen ist manipulativ, sexsüchtig und eiskalt hinter seiner freundlichen Fassade. Doch der Kontakt der beiden entwickelt sich zu einem tiefgründigen Austausch und sie lernen sich tiefer kennen als ihnen lieb ist.


 

Meine Meinung:

Ich kannte aus der Mail nur den groben Inhalt, den Klappentext und die psychologischen Themen, die im Buch angeschnitten werden. Als ich das Buch dann anfing war ich vom Aufbau und der Geschichte doch recht überrascht. Auch, wenn am Ende der Hinweis kommt, dass alle handelnden Figuren frei erfunden sind, liest es sich wie eine Art Biografie, ein Tagebuch. Denn wir als Leser sind untrennbar mit Lillys Gedanken verbunden, erleben und fühlen durch sie. Der Schreibstil passt dazu und ist persönlich gefärbt und reich an Sinneseindrücken. Das fand ich schön!

Zwischen den Passagen, die ihren schwierigen Alltag behandeln, streuen sich Erinnerungen an ihre Kindheit. Spannend und sehr nah erleben wir, was Lilly mitmachen musste und wie sie die Frau wurde, die sie im Buch ist.

Nach und nach decken wir ihre Gedanken, Gefühle und Narben auf. Während Andreas zuerst unnahbar und irrational erscheint, erreicht die seltsame, beinahe magisch anmutende und ungewöhnliche Beziehung der Beiden tiefe Gefielde. Fast schon phantastisch mutet die telepathische Kommunikation an. Die Gespräche und Liebeleien finden oft nur in Lillys Kopf statt und eine Zeit lang wissen wir nicht, ob sie sich das vielleicht nur einbildet. Schließlich ist Andreas nur selten physisch so ehrlich, so offen und so ruchlos wie seine „Seele“.

Das Cover ist simpel gehalten und sieht ordentlich aus. Ich persönlich hätte die Schrift noch ein bisschen konstrastreicher gemacht. Aber das sind nur Äußerlichkeiten.

An dieser Stelle eine kleine Warnung: Das Buch spricht Themen wie Missbrauch, Suizid und psychische sowie physische Gewalt an.

Wir fühlen wirklich so tief es geht, explorieren und grübeln mit Lilly was mit ihr und Andreas los ist. Als Hobby Psychologen arbeiten wir mit den Bröckchen Interaktion, mit Gesten und wenigen Worten und versuchen herauszufinden, welche Puzzleteile Andreas erklären. Der reale Alltag um Lillys Krankheit wird damit oft zur Oase der Ruhe, aber auch zur Nebensache. Denn sie ist eigentlich glücklich mit Tony verheiratet und Andreas hat seine Freundin Laura.

Außerkörperliche Erfahrung…

Zugegeben, am Anfang wirkte die esoterische, rein geistige Beziehung der Beiden etwas abstrus, absurd auf mich. Zwei Seelenverwandte, die im Geiste miteinander kommunizieren und sich berühren und Gefühle auslösen. Das habe ich nicht erwartet und es hat ein bisschen gebraucht, mich darauf einzulassen. Einfach, weil ich dieses „phantastische“ Element nicht erwartet habe.

Die Beziehung von Andreas und Lilly – generell alle von Andreas‘ Beziehungen – scheinen im Machtgefüge etwas verrutscht, sicher nicht ideal oder gesund zu sein. Aber das stellt die Autorin auch nicht so dar. Es ist klar, dass diese Form der Kommunikation, diese Beziehung etwas Seltsames, Intensives aber auch Belastendes darstellt. Dass es sich um zwei schwer verletzte und traumatisierte Personen handelt, die sich gegenseitig mit seltsamen Methoden versuchen über Wasser zu halten.

Lässt man sich jedoch darauf ein, bekommt man als Leser*in ein spannendes Spiel serviert, ein Ringen und Zerren, ein interessantes Bild zweier Menschen und immer wieder psychologische Anekdoten und Informationen.

Liane Cornelius kann diese Form der Visualisierung wunderbar beschreiben. Wie man z.B. seine „Angst“ als Figur zeichnet und diese in die Ecke des Raumes stellt. Solche gedanklichen Bilder werden oft eingesetzt, um Genesungsprozesse zu unterstützen und komplexe Sachverhalte wie Gefühle greifbarer zu machen. Auch Entspannungsübungen und Traumreisen werden so eingesetzt und man merkt im Buch, dass Liane die richtigen Worte für solche Sachverhalte finden kann.

Wehmutstropfen

Ein größeres Manko für mich war das fehlende(?) Lektorat. Das Buch ist im Selfpublishing bei Book on Demand erschienen und man merkt leider an manchen Stellen, dass kein professionelles, umfassendes Lektorat bzw. Korrektorat stattgefunden hat. Weniger an Rechtschreib- oder Grammatikfehlern („Wochen-Ende“), sondern an Formulierungen oder einzelnen Szenen, die ich nach meinem Empfinden in so einem Durchgang gestrichen hätte. Letztlich hat es den Lesefluss nicht so sehr gestört, aber es ist eben doch hier und da aufgefallen.

Fazit:

Dieses Buch ist definitiv etwas Besonderes und hat mich an vielerlei Stellen überrascht. Wer eine seichte Liebesgeschichte oder Erotikschmonzette sucht, ist hier falsch. Viel mehr geht es mehr um Gefühle, Traumata und die Bewältigung der Erfahrungen. Die Beziehung von Lilly und Andreas ist interessant, manchmal seltsam und erschreckend. Nachdem ich mich auf den „esoterischen“ Austausch der beiden Seelen eingelassen habe, war das Buch spannend und interessant, sehr nah und sehr gefühlvoll. Von mir gibt es deshalb vier Seesterne.

Ein wirklich süßes Extra: Auf der Homepage von Liane könnt ihr einen Test machen, ob das Buch etwas für euch sein könnte! Den Test habe ich erst nach dem Lesen entdeckt, aber mir wurde die Leseprobe empfohlen. Hihihi.

Weitere Meinungen:


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[Rezension] Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterling

[Rezension] Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterling

Die liebe Eva von schreibtrieb ist nicht nur eine gute Freundin, ein Vorbild und eine ganz liebe Person, sondern auch Autorin (und schreibt ihre Doktorarbeit!). Ich habe bereits ihren Urban Fantasy Roman „Zeitlose – Simeons Rückkehr“ gelesen und freue mich schon auf Band 2 davon.

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<3

Auch dieses Buch von ihr hat sie mir mit einer lieben Widmung geschenkt, ein weiteres signiertes Exemplar durfte ich zu meinem 100 Abo Special auf Youtube verlosen.

 

Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterlinge

Worum geht’s?

Ihrem langjährigen Freund Jan zuliebe zieht Miri mit ihm für seinen Job nach Mingheim, ein kleines idyllisches Dorf irgendwo im Nirgendwo. Ein Albtraum für die Großstädterin! Alles zurückgebliebene, konservative Spießer denkt sie. Ihre Nachbarin Ella, eine junge, schwangere Dorfmutti mit bereits einem Kind ist offen und freundlich zu Miri. Aber eigentlich will Miri nichts wie weg und versucht anfangs nicht einmal sich auf den neuen Ort und die Leute dort einzulassen. Das führt natürlich zu Konflikten mit ihrem Freund Jan und es hilft der kriselnden Beziehung nicht, dass Miri Ellas Bruder Jonathan kennenlernt, der ihr Herz wie wild flattern lässt. Womit Miri nicht rechnet: Einige Ereignisse werden ihr Leben komplett auf den Kopf stellen.

  • Genre: humorvoller Gegenwartsroman mit einer Prise Romantik
  • Verlag: bookshouse Verlag*
  • Taschenbuch**: 10,99€| Ebook**: 3,99€

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Meine Meinung

Auch wenn sie in letzter Zeit sehr oft auf Buchcovern zu sehen sind – ich mag Schattenschnitte! Die junge Frau, die mit den Schmetterlingen tanzt vermittelt Leichtigkeit und Verträumtheit und passt sehr gut zur Geschichte. Der Hintergrund ist mir ein bisschen zu bunt und vollgestopft, aber das ist ja Geschmackssache.

Ich bezeichne Eva nicht umsonst oft als Vorbild und bin so ein Fan von ihr. Ich mag ihren leichten, schwungvollen und dynamischen Schreibstil. Sie versteht es wunderbar lebendige und liebenswerte, aber auch unsympathische Charaktere zu zeichnen und schnöde Alltagssituationen ansprechend zu formulieren. Bereits bei „Zeitlose“ waren die romantischen Szenen zum Dahinschmelzen schön beschrieben und auch die Gefühle bringt sie einfach mit ihren Worten so toll rüber. Mir war nach dem Lesen wieder ganz warm und wohlig in der Magengegend.

Der Inhalt fing recht gewöhnlich an und nahm eine spannende Richtung. Es gab mehrere recht unerwartete Wendungen, viele Momente zum Schmunzeln, zum Augenvedrehen und zum glücklich-verliebt Seufzen. Auch wenn das Buch romantisch daherkommt, steht Miris Entwicklung und ihre komplizierte Beziehung zu Nachbarin Ella im Vordergrund. Mir gefallen die feinen Nuancen der Beziehungen, die vielen relevanten Themen, die Eva scheinbar beiläufig in die Geschichte hineinwebt. In knapp 200 Seiten so viele Aspekte des Lebens anzuschneiden war ziemlich cool und es wirkte nicht unabgeschlossen. Es hat einfach gepasst. Lediglich ein Punkt hat mich etwas gestört, den ich hier nicht weiter erwähne. Als oller Liebhaber von Mysterien und Geheimnissen war mir die alte, stark duftende Dame mir doch zu schnell wieder abgehandelt (diejenigen, die das Buch kennen, wissen vermutlich wovon ich rede). Ellas Schmetterlingstheorie ist auf jeden Fall etwas, woran ich noch häufig denken werde.

Die Charaktere waren wahrlich zauberhaft. Miri war schön zickig, irgendwie stürmisch aber intelligent und gewitzt. Ella war einfach Honig pur und bewunderswert in ihrer selbstsicheren Zielstrebigkeit. Jan war der etwas unverständnisvolle, aber eigentlich nette Kerl und Jonathan der etwas geheimnisvolle Retter in Not. Sehr gerne mochte ich den Bankangestellten Cem, der einfach Charme hatte. Alle Charaktere waren lebendig, liebevoll, jeder hatte seine kleinen Dämonen.

Das Ende fand ich so herrlich unkonventionell, liebevoll und zeitgemäß. Ich finde schöner hätte man dieses Buch gar nicht beenden können!

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Der Herbst kommt! Mit flauschiger Därmel (= Decke mit Ärmeln) und heißer Schokolade in Buchform aber kein Problem

Mein Fazit:

Das Buch war ein kurzes, angenehmes Lesevergnügen mit vielen kleinen Weisheiten und starken Botschaften. Die Geschichte ist teils realistisch, teils aberwitzig, aber auf jeden Fall liebenswert und süß. Es liest sich leicht und angenehm wie Schmetterlinge und hinterlässt das Gefühl als hätte man eine heiße Schokolade getrunken. Das Buch eignet sich super für Zwischendurch und alle, die eine kurzweilige Unterhaltung suchen, die nicht vor Klischees und Kitsch tropft. Von mir gibt es vier blubbernde Seesterne.

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Neuzugänge Januar 2017

Neuzugänge Januar 2017

Holladrio! Hier gibt es, in neuer schnieker Kulisse, meine Neuzugänge aus dem Januar 2017.

Ich habe vor allem bei Jokers ziemlich zugeschlagen.

Für den Februar habe ich mir ein Buchkaufverbot auferlegt (zumindest große, spontane Einkäufe), da ich für die Klausuren lernen sollte und meinen SuB abbauen möchte.

Ende Februar habe ich dann auch wirklich Semesterferien und hoffentlich viel Zeit zu lesen. Und wer weiß? Vielleicht bekomme ich zum Geburtstag einen Büchergutschein, mit dem ich dann im März wieder kräftig zulangen kann. Hehe.

[Rezension] Tanja Hanika – Zwietracht: Mörderische Freundschaft

[Rezension] Tanja Hanika – Zwietracht: Mörderische Freundschaft

Meine liebe BartBroAuthors Kollegin Tanja Hanika schreibt düstere, schaurige Romane und ihr neuestes Projekt hat mich sowohl vom Cover als auch von der Kurzbeschreibung neugierig gemacht.

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Das Ebook kostet 6,99€, das Taschenbuch 11,99€.

Auch diese Rezension gibt es als Video auf meinem Youtube Kanal!

Worum geht’s?
Es geht um zwei beste Freundinnen, die gemeinsam in einen Kurzurlaub in eine abgelegene Hütte im Wald fahren. Lina, eine Schriftstellerin, möchte dort ihre Schreibblockade überwinden um ihr nächstes Buch veröffentlichen zu können. Millie, die in einer Bank arbeitet aber gerne mit ihren Fotos Geld verdienen würde sucht unterdessen in der Natur nach schönen Motiven.
In der Hütte gibt es eine verschlossene Tür, die Linas Interesse weckt, vor allem nach dem sie in der ersten Nacht kratzende Geräusche von unter der Hütte wahrnimmt. Kurz darauf fällt ihr Millies Verhalten seltsam auf und bald ist sich Lina sicher, dass irgendjemand es auf sie abgesehen hat. Am Ende sogar ihre beste Freundin?

Genre: Horrorroman

 

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Design/Gestaltung:

Das Cover ist schlicht gehalten, aber genau das gefällt mir sehr gut.

Schreibstil:

Den Anfang der Geschichte fand ich mit den Formulierungen teilweise etwas holprig. Es wirkte einfach zu bemüht abwechslungsreich und anschaulich zu schreiben. Aber das hat sich dann bald verflüchtigt, Tanja hat in die Geschichte gefunden und es ließ sich flüssiger und besser lesen. Die Spannung konnte auch ohne große dramatische Formulierungen aufgebaut und durchweg gehalten werden. Ich fand es sehr fesselnd und habe es tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen! (Was bei mir als Leseschnecke auch bei eher dünnen Büchern selten ist 😉 )

Inhalt:

Ich war sehr eingenommen von dem Buch, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Die erste Hälfte des Buches ist aus Linas Sicht geschrieben, die zweite aus Millies. Den ersten Twist habe ich kommen sehen, einfach weil ich unfassbar auf Horror stehe und so viele Bücher und Filme gelesen habe, dass man sich anhand kleiner Anzeichen schnell denken konnte, was los ist. Der Twist zum Ende hingegen kam etwas unerwartet aber nicht unpassend. Zu viel über den Inhalt möchte ich hier konkret gar nicht sagen, aber es spitzt sich zum Ende sehr stark zu, sodass man wirklich nicht aufhören kann zu lesen.

Charaktere:

Neben Lina und Millie gab es kaum Charaktere, die wirklich eine große Rolle gespielt haben. Stefan und Barbara – Barbara war mir allein wegen ihres Namens schon sympathisch – ich freu mich immer, wenn jemand Barbara heißt. Ich glaube, aus denen hätte man noch ein bisschen mehr machen können indem man sie noch mehr einbindet, da sie ja in der Nähe der Hütte gewohnt haben. Man hätte vielleicht auf ihrer Seite noch den ein oder anderen Zweifel setzen können, um den Leser zu verwirren. Allerdings hat es der Geschichte keinen Abbruch getan, sondern ist nur meine persönliche Meinung.
Lina war ein kleines bisschen unsympathisch. Aber ich denke gewollt. Einfach weil sie quengelig und unzufrieden war und ich ihre Paranoia zu Anfang nicht ganz verstanden habe. Ihre Neugier bezüglich der Tür und ihre Panik wegen dem Kratzen an der Hütte schon! So etwas würde mich auch ganz wuschig machen.
Millie war deutlich menschlicher und gerade in ihrem Teil hat man sie ins Herz geschlossen. Ihre Handlungen fand ich teilweise verwirrend, aber Horror funktioniert selten mit Charakteren, die nur geschickte und richtige Entscheidungen treffen. Man hat sich nicht an den Kopf gegriffen, aber das ein oder andere Mal hat man sich schon gewünscht, dass sie einfach direkt sagt, was Sache ist.
Alles in allem waren die Charaktere für so ein kurzes Buch gut ausgearbeitet und nicht zu eindimensional.
Ende

Das Ende war dann doch ein wenig überraschend, im positiven Sinne und mir hat es gut gefallen. Vor allem die letzten Szene. Es sind einige Fragen offen geblieben, aber um aus meinem meiner liebsten und ersten Horrorspiele zu zitieren.

In a horror story, the victim keeps asking „Why?“ But there can be no explanation, and there shouldn’t be one. The unanswered mystery is what stays with us the longest, and it’s what we’ll remember in the end.” – Alan Wake

Rückblickend finde ich tatsächlich die Horror Filme und Bücher, in denen einem nicht alles haarklein erzählt und vorgekaut wird, besser bzw. spannender. Manche enden zu offen, sodass es wirklich unbefriedigend ist aber Tanjas Geschichte endet akzeptabel offen.

Wenn man nun alle Einzelwertungen zusammen rechnet ergibt sich ein Ergebnis von 4 Seesternen! Eine klare Leseempefhlung für Freunde von Horror und Leute, die einen spannenden kurzen Ausflug zu einer Waldhütte machen wollen! 😉4seesterne.png