Schlagwort: Mystery

Jasmin Engel #ProjektArbeitstitel

Jasmin Engel #ProjektArbeitstitel

Jasmin Engel #ProjektArbeitstitel

Ich freue mich euch eine weitere liebe Schwester aus dem Nornennetz vorstellen zu dürfen: Jasmin Engel bei #ProjektArbeitstitel

Hallo! Ich bin Jasmin Engel, als ein Kind der 80er Jahre im schönen Unterfranken geboren, lebe ich heute mit meinem Mann und unseren zwei Hunden in Darmstadt.

Als kleines Mädchen konnte ich es kaum abwarten bis ich endlich in der Vorschule lesen gelernt habe. Ich wollte unbedingt Zugang erlangen zu den magischen Welten, die sich in all den Büchern zu Hause verborgen haben. Genauso begeistert habe ich dann meine eigenen Welten kreieren wollen. Ich habe kurze Märchen und Mini-Geschichten geschrieben. Bevor ich mit 16 meine erste Novelle verfasst habe, hat mich schon die Liebe zur Lyrik für sich gewonnen und bis heute nicht losgelassen. Das beeinflusst auch meinen Schreibstil in der Prosa.

 

Erst einmal habe ich eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin gemacht, einige Jahre später noch mein Abitur nachgeholt. Schon mit Anfang 20 hat sich für mich jedoch herauskristallisiert, dass ich nichts lieber als Autorin sein möchte. Die Phantastik hatte ich schon davor für mich entdeckt. Seitdem habe ich so einige Kurzgeschichten und Gedichte in Anthologien veröffentlichen können. 2012 ist mein Historical Fiction Roman fertig geworden und 2015 mein Fantasy-Mystery-Roman, der erste Teil einer Dilogie.

Mein Historical Fiction Roman „Die Götter der Dämmerung“ wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2020 erscheinen.

 

Zwischen den Welten und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Momentan schreibe ich parallel am zweiten Teil meiner Dilogie, „Zwischen den Welten“, und an einem Kurzroman mit dem Arbeitstitel „Orbis Alius – die Anderswelt“.

Der zweite Band meiner Dilogie soll sinn- und stimmungsvoll das fortsetzen und abschließen, was ich mit meinem ersten Band, „Zwischen den Träumen“, begonnen habe. Ich tue mir schwer damit, meine Dilogie Genre mäßíg einzuordnen. Die Geschichte um Marie und Ion hat gleich starke Fantasy- wie Mystery-Anteile. Das Hauptthema sind parallele Welten und die Möglichkeit, sich nachts auf Traumreisen dorthin zu begeben, was meine Hauptfigur mit Wundern und Schrecken konfrontiert. Marie hat damit zu kämpfen, auf Dauer mit einem Fuß in ihrem alltäglichen Leben zu stehen und mit dem anderen in der Welt ihrer Traumreisen. Das lässt sie auch zwischen ihrer alten und neuen Liebe stehen. Ich habe mich bei der Gestaltung des Kosmos, der diese und die Parallelwelten verbindet, an den altindischen, vedischen Schriften orientiert.

Im Gegensatz zu meinem 2. Band der Dilogie stehe ich bei meinem Kurzroman noch ziemlich am Anfang, selbst wenn der Plot grob steht. Er spielt überwiegend in der Anderswelt, wie der Titel schon sagt. Vorbild war zum Teil die keltische Vorstellung des Jenseits, zum anderen Teil meine eigene. Die Anderswelt wirkt zunächst „leer“ und still. Alles entwickelt und zeigt sich, je nachdem wie die Person selbst ist, die sie betritt, wie sie selbst sich entwickelt. Meine beiden sehr unterschiedlichen Protagonistinnen erleben daher eine jeweils sehr unterschiedliche jenseitige Welt, in der sie sich zurechtfinden und Prüfungen bestehen müssen. Es gibt auch eine Prise unkonventioneller Romantik.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Was meinen Kurzroman „Orbis Alius – die Anderswelt“ betrifft, bin ich mit einem Kleinverlag im Gespräch und er könnte Ende 2020 erscheinen. Das Gleiche gilt für meinen  Roman „Die Götter der Dämmerung“. Sollte es doch nicht klappen, würde ich zumindest den Roman selfpublishen. Bei meiner Dilogie bin ich noch nicht mit einem Verlag ins Gespräch gekommen. Falls die Verlage kein Interesse haben, kann ich mir hier ebenso Selfpublishing vorstellen, dann für 2021.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich habe vor Jahren ein Manuskript angefangen, das, genauso wie mein Historical Fiction Roman „Die Götter der Dämmerung“, mit dem Thema Prä-Astronautik spielt. Hier wäre das Setting nicht die Welt der Maya, sondern das alte Mesopotamien.

Außerdem würde ich gerne meine Novelle, die ich als 16-jähriges Mädchen geschrieben habe, noch einmal neu schreiben. Es ist eine Geschichte, die im Frankreich des 13. Jahrhunderts spielt, historisch mit Fantasy-Anteilen. Emanzipation ist ein großes Thema, daneben wahre Werte, anstelle von Macht und Besitz.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Dran zu bleiben, mich täglich neu zum Schreiben zu motivieren, obwohl ich schon mit vielen Absagen oder einfach gar keiner Reaktion von Agenturen und Verlagen umgehen musste.

Hast du eine Schreibroutine?
Ja, über die letzten Jahre hat es sich bei mir so ergeben, dass ich mir den späteren Nachmittag für das Schreiben freihalte. Ich sitze unter der Woche täglich etwa zwei Stunden an meinen Texten. Am Wochenende bin ich selten im kreativen Modus, wenn dann eher für Gedichte.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Ich würde mir den Tipp geben, einerseits ruhig ungebremst meine Kreativität auszuleben und das zu schreiben, was mir wichtig ist. Doch andererseits keine solch großen bis naiven Hoffnungen hinsichtlich der Agenturen und Verlage zu haben.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Im Grunde sind das für mich alle Autor*innen, die sich trauen, Romane abseits des Mainstreams zu schreiben. Etwas Eigenes, tiefgründig, gewagt. Nicht einfach nur Unterhaltung. Da man mit solchen Büchern nur sehr schwer bei Verlagen unterkommt, ist Selfpublishing meist die einzige Möglichkeit, zu veröffentlichen. Ich bewundere also auch alle mutigen Selfpublisher*innen.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Ob ich nun jeweils bei einem Verlag oder selbst veröffentliche, ich wünsche mir am meisten, dass meine Romane gelesen werden, dass sie berühren, inspirieren und zum Nachdenken anregen. Ich träume zwar noch immer ein bisschen von der Zusammenarbeit mit einem netten Verlag, aber wichtiger ist mir, schreiben zu können, was ich für richtig halte, was es nicht ohnehin schon massenweise auf dem Markt gibt.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Als ich die Rohfassung von meinem allerersten Roman „Die Götter der Dämmerung“, mit seinen fast 500 Normseiten, fertig hatte, „Ende“ darunter schreiben konnte. Fast genauso schön war es dann nach dem zweiten Durchgang der Überarbeitung und nach Beenden der Rohfassung von meinem zweiten Roman „Zwischen den Träumen“.

 

Eine kleine Kostprobe…

Gerne! Dieser Ausschnitt stammt aus dem zweiten Kapitel meines Historical Fiction Romans „Die Götter der Dämmerung“, der nächstes Jahr erscheinen wird. Xio ist unter meinen fünf Hauptcharakteren noch einmal die zentrale Person. Sie sind gerade auf Expedition bei den Maya.

„Fasziniert betrachtete er den grün schimmernden Leguan. Ja, Xio mochte Reptilien. Wieder etwas, das ihn von seinen nibiruanischen Kameraden unterschied, denn ihr Volk hegte eine erbitterte Feindschaft gegen die Reptiloiden. Das waren jene intelligenten Spezies im bekannten Teil der Galaxie, die sich aus Echsen anstatt aus Säugetieren entwickelt hatten.

Es ging sogar so weit, dass die Nibiruaner deren unschuldige Vorfahren, ob Salamander oder Schildkröte, verabscheuten. Schlange und Drache waren bei ihnen Symbole für das Böse – so wenig religiös und faktengläubig die meisten Nibiruaner auch sonst stets sein mochten. Diese Haltung, diese Symbole legten sie mit Vorliebe den noch jungen Zivilisationen der Galaxie ans Herz.

Oh, Commander Etharah rief bereits nach ihm… Xio beeilte sich, um wieder seinen Platz in der Gruppe einzunehmen. Gleich befand er sich erneut dicht hinter dem Captain, der sich kurz umdrehte und ihn nachsichtig anlächelte.

Nachdem sie eine Weile weitergelaufen waren, wandte Sephiram sich mit einer Frage an ihn. Dabei musste er ein wenig aufschauen zu seinem fast einen Kopf größeren Piloten. „Deine Vorfahren haben diese Gegend damals auch besucht, richtig?“

Xio blickte ihn überrascht an und fühlte sich etwas verunsichert. Über ihre unterschiedlichen Heimatvölker wurde in der Gruppe kaum gesprochen, da die Beziehungen zwischen Thokadiern und Nibiruanern sehr angespannt waren. „Das stimmt. Aber als wir hier auf Entdeckungsreise gingen, müssen Flora und Fauna noch ganz anders ausgesehen haben. Menschen traf mein Volk auch nicht an, denn sie hatten den Kontinent erst ein paar Jahrtausende später besiedelt.“

Sephiram nickte anerkennend vor sich hin. „Ich muss schon sagen, ihr Thokadier habt bei euren Expeditionen auf diesem Planeten kaum Spuren hinterlassen.“ Er pausierte kurz. „Zumindest sind wir nie eindeutig auf welche gestoßen, als wir Ersetu später ebenfalls besucht haben.“

Xio schluckte. Hoffentlich ging sein Captain jetzt nicht auf die recht verschiedenen ethischen Auffassungen ein, die ihre beiden Völker bei dem Thema Kontakt mit jungen Zivilisationen auf fremden Planeten vertraten. Sie hatten erst vor kurzem ein Streitgespräch darüber geführt und danach war ihm jetzt wirklich nicht zumute. „Man muss dabei bedenken, dass wir im Vergleich zu euch nicht oft hier waren.“

Zum Glück schmunzelte Sephiram bloß und gab zu: „Im Vergleich zu uns war niemand oft hier!“

Nach einigen weiteren Schritten wurde der Drei-Stern-Wächter ernster und ließ seinen Blick ergriffen um sich schweifen. „Ah! Ist das nicht eine faszinierende Gegend? Ich finde es jedes Mal aufs Neue, selbst wenn ich schon öfters hier war.“ Xio stimmte ihm zu.

 


Jasmin Engel

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Ivy Lang #ProjektArbeitstitel

Ivy Lang #ProjektArbeitstitel

Ivy Lang #ProjektArbeitstitel

Aaaah so gut wie Halbzeit bei #ProjektArbeitstitel! Wie schnell die Zeit vergeht. Heute stelle ich euch eine Person vor, die mir immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wenn ich sie sehe: Ivy Lang!

Hallo! Ich bin Ivy und ich schreibe Geschichten eigentlich schon seit ich schreiben kann.

Ja, ich habe schon in der Grundschule Geschichten am PC meiner Eltern geschrieben, um mir die Zeit zu vertreiben und mich in andere Welten zu träumen. Seitdem ist Schreiben für mich Entspannung, Unterhaltung und Eskapismus. Was alle meine Geschichten gemeinsam haben, ist der Kern, der immer eine Liebesgeschichte ist. Doch einfach „nur“ Romantik ist mir persönlich zu wenig. Es muss krachen, meine Figuren müssen einiges durchmachen. Die dunkle Seite der menschlichen Seele fasziniert mich einfach zu sehr. Auch die negative Kraft, die von Liebe ausgehen kann, ist bei mir immer ein Thema.

Man kann mich daher wohl am ehesten im Genre Romantic Suspense ansiedeln. Tatsächlich kombiniere ich Romance aber immer mit anderen Genres, z.B. Mystery Thriller, wie bei meinem veröffentlichten Roman „Teufelswetter“ oder einer Mafia-/Crime-Thematik, wie bei meinem aktuellen WiP „Lola“. Daneben habe ich Konzepte für Romantasy und SciFi-Romance in meiner Schublade.

 

Lola und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Aktuell überarbeite ich das Manuskript zu meinem WiP „Lola“ (#ProjektLola). Hier handelt ich sich um eine Romantic Suspense/ Dark Roamce-Geschichte. Die junge Lauren wird durch ihren Bruder in Mafia-Geschäfte verwickelt. Notgedrungen macht sie mit und stellt schnell fest, wie einfach sich hier Geld verdienen lässt. Daneben interessiert sie sich für Dominic, den Neffen des großen Capo, der zwar immer einen lockeren Spruch drauf hat, aber sonst so gar nicht ihrem Vorurteil eines Mafioso (Mobsters) entspricht. Das ist kein Zufall, denn Dominic ist eigentlich gar kein Mobster, sondern als Undercover-Agent in die Mafia-Strukturen eingebunden, um gegen eine Gruppe der Russenmafia vorzugehen. Beide kommen sich näher – finden ineinander jeweils das, was sie brauchen –, doch Dominics Auftrag wird bald erledigt sein und er wird aus Laurens Leben verschwinden müssen. Natürlich wird es zum Schluss ziemlich actionreich und spannend.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Mein Plan sah eigentlich vor, den Roman Projekt „Lola“ (Arbeitstitel „Mobster“) im Spätsommer im Selfpublishing rauszubringen. Nun habe ich eine Textprobe spontan bei einer Verlags-Challenge eingereicht, weil der Plot hier zufällig gepasst hat. Ein weiterer Verlag hat Interesse angemeldet. Sollte es mit den beiden Verlagen nicht klappen, gehe ich den Weg im Selfpublishing wie geplant weiter, allerdings dann vorrausichtlich erst etwas später im Jahr.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Meine Schublade ist voller Konzepte/ groben Plots und es fällt mir momentan schwer, mich für ein nächstes Projekt zu entscheiden. Erste Szenen habe ich u. A. verfasst für eine romantische SciFi-Dystopie, allerdings ist dies eigentlich ein Plot für eine ganze Reihe (mind. 4-5 Teile) und mir fehlt – realistisch betrachtet – die Zeit, um die Teile in entsprechend kurzer Frequenz fertigzustellen. Ebenfalls infrage kommen die Projekte „Flong“ (Fantasy ohne Drachen und epische Schlachten), „Bullseye“ (sehr düstere Romantik Suspense), „Kryptonite“ (New Adult Romance) oder „Loose“ (eher ein Psycho Thriller rund um die Anschläge des 11. September). Aktuell schreibe ich an Szenen für Projekt „Bullseye“ und hier flutscht es gerade sehr gut. Also, vielleicht wird das das nächste WiP. Tja, mal sehen.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Ich habe innerhalb kürzester Zeit so unglaublich viel Neues gelernt. Ich würde jedem, der aktuell noch zögert, ob er es wagen soll oder nicht, raten es einfach zu tun. Mit dem ersten Roman wird man eh nicht groß – er wird buchstäblich und in vielerlei Hinsicht ein Lehrstück sein. Durch die Erfahrungen mit der ersten Veröffentlichung bin ich mittlerweile definitiv besser geworden, sowohl was das Schreiben, als auch das Organisatorische angeht.

Unterscheiden werden sich die beiden Bücher natürlich im Inhalt, denn WiP „Lola“ hat keine Mystery-Elemente, wie „Teufelswetter“. Vom Umfang (Wortanzahl) her sind sie ähnlich, „Lola“ wird etwas kürzer sein. Aber natürlich hat sich auch mein Schreibstil geändert – neben den bewussten Änderungen, die dem anderen Genre geschuldet sind, bin ich nun auch etwas „erwachsener“ in meiner Sprache geworden.

 

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Zeit, Zeit, Zeit. Mir fehlt als Working Mom mit einer chronischen Krankheit (Diabetes Typ 1) einfach immer die Zeit. Ich musste zu einem „Opportunistic Writer“ werden, einer Autorin, die jede Gelegenheit zum Schreiben nutzt. Leider haut das nicht immer hin. Oft ist es dann so, dass ich nicht in Schreibstimmung bin, wenn sich plötzlich unverhofft doch ein Zeitfenster öffnet. Ich denke oft: Hätte ich mehr Zeit, meine ganzen Konzepte konkret anzugehen und fertigzustellen, dann könnte ich mir z.B. für ein Projekt einen Verlag suchen, während ich das andere im Selfpublishing rausbringe usw. Im Selfpublishing ist die größte Herausforderung die mangelnde Sichtbarkeit.

Hast du eine Schreibroutine?
Meistens schreibe ich tatsächlich dann, wenn ich Zeit dafür finde. Oft ist das abends/nachts, wenn der Sohn im Bett ist. Aber ich kann es schlecht planen, denn es kann auch immer was mit dem Sohn sein oder anderes dazwischenkommen. Ich versuche allerdings, jeden Tag etwas für mein Autorenleben zu tun. Wenn es nicht schreiben ist, dann vielleicht ein Beitrag für Instagram oder basteln an der Homepage, Papierkram oder Recherche.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Vielleicht würde ich mir sagen, früher ans Veröffentlichen zu denken. Ich habe sehr lange Zeit geglaubt, das wäre völlig illusorisch – keiner würde es lesen wollen, usw. Ich würde mir also raten, mutiger zu sein und den Weg als Autorin früher bewusst ein zuschlagen.

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Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich versuche mich natürlich an anderen Autoren zu orientieren – weniger, wenn es um den Inhalt meiner Geschichten geht, als vielmehr an ihrem Auftreten, ihrer Strategie bei Veröffentlichungen etc. Daneben finde ich die „Buchbubble“, die Menschen, die ich in den letzten Jahren im Zusammenhang mit meiner Autorentätigkeit kennengelernt habe, unglaublich inspirierend. Der Austausch mit anderen Autoren und/oder Bloggern ist sehr motivierend, weil es einfach Spaß macht. Das macht den Unterschied zwischen „Schreiben, um der Welt zu entfliehen“ und richtigem Autorenleben.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Es wäre schön, mit dem Veröffentlichen weiterzumachen, weiter Neues dazuzulernen und den Spaß am Schreiben selbst zu erhalten.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Vor Freude geweint habe ich bei den Rezensionen nach der Leserunde zu „Teufelswetter“, denn die Resonanz war so überwältigend gut, wie ich sie niemals erwartet hätte. Ich bin blutige Anfängerin, keine studierte Germanistin etc., aber das hat mir gezeigt, dass ich wohl doch in der Lage bin Geschichten gut zu erzählen. Und es ist immer noch wunderschön, das Taschenbuch in die Hand zu nehmen, sein eigenes Werk in den Händen zu halten.

 

Eine kleine Kostprobe…

Ein Auszug aus „Teufelswetter“:

Zögernd öffnete Rachel den Verschluss der kleinen Flasche. Sie fürchtete sich vor dem Ergebnis dieses Experiments, doch mehr noch besorgte sie die Tatsache, dass sie ihm nicht wehtun wollte.

Vorsichtig träufelte sie eine kleine Menge von dem Weihwasser auf Lous Hand. Zuerst geschah gar nichts und Rachel war versucht, noch etwas mehr von dem Wasser zu nehmen. Doch dann zog Lou plötzlich seine Hand zurück und starrte angewidert darauf. Nach einer Weile hob er sie hoch, sodass Rachel sie sehen konnte und seine Augen leuchteten böse.

Die Stelle, die mit dem Weihwasser in Berührung gekommen war, war stark gerötet und die Haut warf kleine Brandblasen auf. Auch Rachel verzog das Gesicht. Ob aus Ekel oder aus Mitleid hätte sie in dem Moment selbst nicht zu sagen gewusst. Lou spuckte auf seine Hand, und verrieb den Speichel; dann zog er ein Stofftaschentuch aus der Hosentasche und wickelte es sich provisorisch um die verletzte Hand.

»Das tut mir leid«, platzte Rachel heraus. »Ehrlich.«

Lou sah sie kurz an und prustete dann laut vor Lachen los. »Es tut dir ehrlich leid?! Mann! Die gewöhnliche Reaktion ist lautes Gekreische: ›Hilfe, er ist der Teufel! Gott, beschütze mich!‹« Lou äffte die Reaktionen nach, die er sonst erhielt, wenn Menschen ihn wahrhaftig als Teufel erkannten. Dann lachte er wieder, bis sein Lachen nur noch dünn und eher verzweifelt klang.

»So weit ist es schon gekommen«, murmelte er in sich hinein.

Rachel stand unschlüssig da. Ja, es war absurd, Lou zu bemitleiden. Sie dachte an Michaelas Worte: Der Teufel wird immer menschlicher. Nun stand sie hier und wusste nicht, was sie tun sollte.

Lou hatte sich wieder gefangen und war zur Fahrerseite seines Wagens gelaufen. Erwartungsvoll sah er Rachel an. »Und? Kommst du nun mit?«

»Was wird es mich kosten?«, fragte sie.

Lou, der im Begriff war, in sein Auto zu steigen, schloss die Fahrertür und stütze seine Arme auf dem Dach des Wagens ab. Er sah Rachel prüfend an und kratzte sich am Kopf, so als würde er angestrengt nachdenken.

»Ich muss nach Vegas«, begann er. »Du willst nach Vegas. Hier stehen wir und es ist nur logisch, dass du mitfährst.«

»Aber du bist der Teufel.«

»Hör zu«, sagte Lou unvermittelt, »ich will deine Seele nicht. Du kannst tun, was du willst. Diese Fahrt nach Vegas wird dich nicht deine Seele kosten. Wir fahren, wir kommen an, das war’s.«

Rachel fragte sich, ob sie ihm trauen konnte. Wahrscheinlich würde das alles noch ein böses Ende nehmen. Sie überlegte kurz, ob sie das nicht beunruhigen sollte, wenigstens ein bisschen. Aber es war ihr einfach egal.

Lou schenkte ihr ein breites Grinsen. »Natürlich werde ich nicht ›Nein‹ sagen, wenn du dich mir anbietest.«

Rachel nickte, seufzte tief und stieg in den Wagen.

 


Ivy Lang

 

Das Buch „Teufelswetter“ könnt ihr u.a. auf amazon* bestellen. Bisher sind keine weiteren Veröffentlichungen geplant.

 

 

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[Dunkle Spuren] Die Slender Man Mädchen

[Dunkle Spuren] Die Slender Man Mädchen

Ich habe schon länger kein True Crime/Mystery Video mehr gemacht. Für viele Fälle liegen sehr wenige Informationen vor und bei anderen habe ich das Gefühl, dass sie komplett in den Medien ausgerollt wurden.

Ein besonders interessanter Fall hat jedoch vor kurzem einen „Abschluss“ gefunden, weil das abschließende Gerichtsurteil verkündet wurde. Für mich ein guter Anlass, um darüber zu berichten.

Wer von euch kennt Slender Man?

Slender Man ist eine mysteriöse Internetkreatur. Frei erfunden, verewigt auf Fotomontage und durch Creepy Pastas (Creepy + Copy and Paste = Horrorgeschichten, die im Internet verbreitet werden) berühmt geworden.

Er ist ein übernatürliches großes Wesen ohne Gesicht und mit langen, tentakelartigen Gliedmaßen. Schwarz gekleidet lauert er zwischen Bäumen oder im Gebüsch und entführt hauptsächlich junge Kinder, um sie grausam zu töten.

Der „Tulpa Effekt„, Teil der tibetanischen Mythologie, bezeichnet Kreaturen/Dinge/Ereignisse, die durch reine Gedankenkraft und Glauben tatsächlich entstehen. So müsste man nur fest genug an etwas glauben und der Gedanke würde sich manifestieren. Ein Konzept, das ich in meiner Geschichte Projekt Save Our Souls übrigens auch aufgegriffen habe.

Heißt das Slender Man existiert wirklich?

Tja, das weiß man nicht. Genau so wenig wie man sicher sein kann, ob der Yeti oder der Jersey Devil oder Nessi existieren. Slender Man wurde auf jeden Fall bewusst erfunden, während beispielsweise der Yeti oder Nessi sich über Jahrhunderte durch Sichtungen und Berichte entwickelt haben.

Dass eine fiktive Kreatur jedoch Einfluss auf unsere Leben nehmen kann, zeigt der Fall, den ich euch im neuen Video vorstelle. Für Slender Man waren zwei junge Mädchen bereit, ihre beste Freundin zu verraten:

Sieben ungeklärte Vermisstenfälle aus den letzten 17 Jahren

Sieben ungeklärte Vermisstenfälle aus den letzten 17 Jahren

Stellt euch vor, ein euch lieber Mensch verschwindet von heute auf morgen und ihr wisst nicht warum, nicht wohin und nicht weswegen. Weder ob die Person tot oder am Leben ist. Für mich ist das mitunter die grauenvollste Sache, die es gibt.

Dieses im Nichts hängen, die Ungewissheit – ich glaube, das nagt viel mehr am Verstand und an den Kräften als alles andere. Es ist meine Angst, meine absolute Horrorvorstellung. Nicht mal meinem schlimmsten Feind würde ich so ein Schicksal wünschen.

Ich würde wissen wollen, was geschehen ist.

Viele Familien können das leider bis heute nicht. Sie müssen weiter hoffen, bangen oder haben sich selbst eine Theorie zurecht gelegt, die jedoch bisher nicht bestätigt wurde.

Ich kann nur hoffen, dass diese sieben Fälle eines Tages geklärt werden. Damit sowohl die betroffenen Angehörigen, als auch die vermissten Personen selbst Frieden finden können.

Vielleicht könnt ihr helfen. Haltet eure Augen offen, vergesst diese Menschen nicht, nur weil die Medien sie womöglich vergessen haben.

#Buchmagie

#Buchmagie

Es war eine morgendliche Eingebung – auf magische Weise kam diese Idee zu mir und ich dachte: Wieso eigentlich nicht? Und ich habe mich hingesetzt und habe meinen kreativen Gedanken freien Lauf gelassen.

Wir alle kennen dieses Gefühl, wenn ein Buch einen von der ersten Seite an in seinen Bann zieht und unser Gehirn genaue Bilder, Szenen und ganze Filme dazu zeichnet. Auf zauberhafte Weise tauchen wir in die Geschichte ein und leiden, kämpfen, lieben und wachsen wir mit unseren Helden. Wenn die letzte Seite dann gelesen ist, bleibt zumindest ein Funke davon übrig. Bücher sind Magie – jedes auf seine ganz besondere Art.

Deswegen #Buchmagie


Für den Juni (oder wann immer ihr Zeit & Lust habt), habe ich mich an einen Täääg(Tag) bzw. einer Challenge versucht. Ob über Facebook, Instagram, twitter, euren Blog oder Youtube ist ganz egal. Gerne auch alles gemischt! Autor*innen dürfen die Fragen gerne auch etwas abwandeln.

Ich möchte kein Medium ausschließen – auch Mangas, Hörbücher und Filme – dürfen mit auf die Liste, auch wenn Bücher im Vordergrund stehen. 🙂
(Meine Antworten findet ihr ganz am Ende des Beitrags!)

Also Zauberstäbe gezückt, Grimoiren aufgeschlagen, Spitzhüte zurecht gerückt und los:

#buchmagie.PNG

1. Was ist dein Hogwarts-Haus? Alternativ: Würdest du eine Zauberschule besuchen oder lieber selbst lernen Magie anzuwenden und warum? (z.B. über pottermore oder http://www.testedich.de/persoenlichkeit-personality-tests-Haeusertest.php?katb=0413B0)

2. Wer ist deine liebste Hexe/Magierin aus einem Buch und warum? (Für Autor*innen: Stell uns eine Magierin aus deinem Buch vor!)

3. Deine 3 liebsten magischen Bücher? (pro Reihe nur ein Buch 😉 )

4. Was ist dein liebstes Fabelwesen?

5. Zaubersprüche, Zauberstab oder eine innere Kraft? – Was für eine Magieform findest du am besten?   20170509_191020

6. Dein liebster Zauberer/Magier aus einem Buch und warum? (Für Autor*innen: Stell uns einen Magier aus deinem Buch vor!)                                                                                              

7. Welche Magiedisziplin würdest du gerne beherrschen und was würdest du damit anstellen? (z.B. Alchemie, Hellsehen, Dinge schweben lassen, Telepathie, Kräuterkunde, Fliegen, Elemente beherrschen?)

8. Welche Bücher mit Magie/Zaubern würdest du gerne noch lesen/befinden sich auf deinem SuB?

9. Welche Rune würdest du auswählen? (z.B. https://www.magierin-damona.eu/Weisse_Magie_Schriftstuecke/runen.html )                   

10. Dein liebste/r BÖSE/R Zauberer/Hexe aus einem Buch?

11. Was wäre dein Vertrauter bzw. dein Begleitwesen und warum? (z.B. Rabe, schwarze Katze, Kröte)

12. Welches Kinderbuch hat deine Vorliebe für magische Dinge beflügelt?

13. Welche Tarotkarte würdest du wählen? (http://www.astrolymp.de/tarotkarten-bedeutung/)

14. Welche Cover sind einfach nur zauberhaft?

15. Wen wünscht du dir als deine/n Zauberlehrer*in?

#buchmagie

16. Wenn du dich in eine Buchwelt zaubern könntest, welche würdest du besuchen wollen?

17. Welchen Edelstein würdest du wählen? (http://www.sternenschein.de/edelsteine.php)

18. Welches Magie-Klischee in Büchern findest du wirklich schaurig-schrecklich?

19. Liest du lieber von guten oder von bösen Magier*innen?

20. Heilung, Kampfmagie oder Beschwörung? Womit würdest du/würde dein Charakter die Gruppe bei einem Abenteuer unterstützen und warum?

21. Welches Hexengebräu trinkst du am liebsten beim Lesen/Schreiben? (schwarzen Bohnensaft, Kräuteraufgüsse, Quellwasser?)

22. Welches Buch hat tolle Ideen für moderne/einzigartige Magie? Alternativ: Was für neue Ideen braucht Magie in Büchern?

23. Gibt es Momente in deinem Alltag, die dich so richtig verzaubern können?

24. Hast du schon ein Buch gelesen, das zwar Hexen/Zauberer behandelt, aber in dem keine Magie vorkommt? (z.B. Sachbuch, mittelalterlichen Roman zur Zeit der Inquisition)

25. Welcher Charakter hat dir einen Liebestrank eingeflößt und dein Herz erobert?

26. Zeige uns ein Zitat, das so voller Magie oder Weisheit steckt, dass es glatt ein Zauberspruch sein könnte!

27. Hand aufs Herz! Glaubst du, dass es Magie wirklich gibt? Und wenn ja in welcher Form?

28. Zeig uns ein magisches Buch, das leider keine Funken bei dir sprühen ließ!

29. Welche zauberhafte Buchreihe sollte jeder gelesen haben?

30. Welcher Autor (auch nicht-magisch) hat dein Herz auf ewig verzaubert?

#buchmagie

Schreibt mir einen Kommentar, wenn ihr mitmachen wollt und ich verlinke euch gerne. Ich würde mich freuen, wenn ihr die Aktion samt Hashtag #buchmagie teilt, verbreitet.

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Teilnehmende Zauberlehrlinge:

Ungeklärt: Wer ermordete Frauke Liebs?

Ungeklärt: Wer ermordete Frauke Liebs?

Hallo meine Lieben,

ein neues Video aus meiner True Crime Serie ist online. Es geht um die 2006 zuerst verschwundene, dann tot aufgefundene Frauke Liebs. Der Fall ist bis heute ungeklärt, allerdings gibt es neue Hinweise, die eine Beziehung zwischen diesem Fall und dem Horrorhaus eines Ehepaars aus Höxter andeuten.

Was ist geschehen und warum musste Frauke sterben?

Sachdienliche Hinweise bitte an die nächste Polizeidienststelle oder direkt bei der zuständigen Behörde:
Kreispolizeibehörde Paderborn
Riemekestraße 60 – 62
33102 Paderborn
Telefon: 05251 306-0

Mein Mitgefühlt gilt Freunden und Angehörigen. Ich hoffe, dass der Fall eines Tages aufgeklärt werden kann, damit die Angehörigen von Frauke Liebs Antworten auf ihre quälenden Fragen bekommen.

[Reihenvorstellung] Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder (Trilogie)

[Reihenvorstellung] Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder (Trilogie)

Hallo ihr Lieben!

Ich habe vor kurzem endlich wieder eine Reihe beendet und die möchte ich euch heute vorstellen!

Und zwar geht es um eine Trilogie aus dem Genre Fantasy/Mystery.

„Die Insel der besonderen Kinder“, „Die Stadt der besonderen Kinder“ und „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs.

Das ganze ist als Jugendbuch gedacht, hat aber viele ernste Themen und düstere Momente, weshalb ich sie eher so ab 15/16 empfehlen würde. Die Reihe ließ sich auch als Erwachsener ganz wunderbar lesen.

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Ich werde inhaltlich genauer auf Band 1 eingehen, Band 2 & 3 ansprechen, aber nicht explizit spoilern. Über die Enden der jeweiligen Bücher verrate ich nichts, Andeutungen kommen aber vor, wenn ich kurz den Inhalt zusammenfasse.

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Worum geht’s?

Jacob Portman fristet ein recht ödes Teenager Dasein. An die fantastischen Geschichten seines senilen Großvaters über das mystische Haus der Miss Peregrine und ihrer besonderen Kinder mit magischen Fähigkeiten, glaubt er schon lange nicht mehr. Bis sein Großvater angegriffen wird und stirbt. Jacob erblickt eine Kreatur, so scheußlich wie sein schlimmster Albtraum. Um das Ganze zu verarbeiten besucht er mit seinem Vater die britische Insel, auf der sich das sagenumwobene Haus befinden soll. Und im nebligen Moor findet er das Haus, das durch eine Bombe im zweiten Weltkrieg vollkommen zerstört wurde. Aber dann stolpert er durch eine Zeitschleife direkt in das größte Abenteuer seines Lebens hinein.

Damit beginnt die magische Reihe und sie wird noch viele Schwierigkeiten für Jacob und die besonderen Kinder bereithalten.

 

Design:

Ich liebe die Cover. Die gruseligen und seltsamen Fotos, die wirklich aus den Schätzen von Sammlern kommen und das schlichte und dennoch verschnörkelte Design im und auf dem Buch macht es einfach zu einer optischen Bombe. Ich LIEBE die Aufmachung. Die Fotos im Buch lockern das Ganze auf, aber dennoch wird die Vorstellungskraft nicht gänzlich zerstört. Es passt einfach.

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Schreibstil:

Ich fand den Schreibstil für ein Jugendbuch angemessen und dennoch anspruchsvoll und gehoben. Ähnlich wie die Schnörkel und Fotos waren die Beschreibungen auch detailreich und sorgfältig, ohne einen zu erschlagen. Leise Momente hatten ebenso viel Platz wie turbulente, actionreiche Szenen, die immer sehr gut und angemessen beschrieben wurden immer mit dem Maß an Detailgrad der angebracht war. Für mich vorbildlich und sehr lebendig. Ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein und konnte mir alles sehr gut vorstellen, ohne dass mir jeder Punkt vorgekaut wurde.

Inhalt:

Falls ihr euch bezüglich Band 1 gar nicht spoilern lassen wollt, solltet ihr diese Reihenvorstellung erst nach dem Beenden von Band 1 lesen. 😉

Band 1 ist tatsächlich rückblickend für mich der schwächste Band. Es geht langsam los, wir starten mit Jacob und fristen mit ihm das öde Dasein in den USA, erleben Freunde, Familie und Alltag. Der Lichtblick und das, worauf wir als Leser hinfiebern sind die Geschichten seines Opas. Er floh als Junge aus Polen vor den Nazis und schaffte es auf die britische Insel Cairnholm wo er in einem Waisenhaus landete, das von Miss Peregrine geleitet wurde. Dort lebten besondere Kinder und auch Emma, das Mädchen, das Feuer machen kann und in das Großvater Portman einst verliebt war.

Alle tun die Geschichten als Hirngespinst ab, die gesammelten Fotos als Manipulation. Es sei seine Art, den Holocaust und den Krieg zu verarbeiten. Als Großvater Portman jedoch angegriffen wird und stirbt, sieht Jacob, der zu Hilfe eilt gerade noch eine scheußliche Kreatur im Wald verschwinden.

Obwohl er danach zu einem Therapeuten geht, lassen ihn die Geschichten seines Großvaters nicht los. Was, wenn doch etwas dran ist?

Und so besucht er mit seinem Vater endlich die titelgebende Insel. Von Miss Peregrine und den besonderen Kindern gibt es aber zuerst keine Spur, das Haus wurde von einer Bombe zerstört und niemand hätte überlebt. Aber Jacob stolpert durch das Portal und gelangt so in die Zeitschleife, wo die besonderen Kinder leben und nicht altern, da sie den Tag des Bombenfalls jeden Tag aufs Neue durchleben.

Jacob trifft auf Emma, das Feuermädchen, und Millard, den unsichtbaren Jungen, die zuerst skeptisch sind. Die besonderen Kinder müssen nämlich vorsichtig sein, dass die weißäugigen Wights und ihre grauenvollen Monster, die Hollows, es auf sie abgesehen haben.

Als klar wird, dass Jacob der Enkel von Abraham Portman ist und nach dessen Tod herkam, mischen sich Freude über den Neuankömmling mit Trauer über den Tod eines alten Freundes. Während Jacob langsam die Welt der besonderen kennenlernt und zwischen der Zeitschleife und dem normalen Cairnholm hin und herreist, gibt es einige Todesfälle und es scheint, das grausame Monster, das seinen Großvater getötet hat, ist ein Hollow und hat nun die Zeitschleife gefunden.

Gemeinsam müssen sich die besonderen Kinder und Jacob gegen die drohende Gefahr wehren.

Die aufflammende, zarte Freundschaft zwischen Jacob und den besonderen Kindern, vor allem mit Emma, mit der ihn mehr zu verbinden scheint, wird im Laufe des Abenteuers häufiger auf die Probe gestellt.

In Band 2 (markiere, um zu lesen)geht es vor allem um die besonderen Kinder, die mit der in Vogelgestalt gefangenen Miss Peregrine durch das kriegsgeprügelte England versuchen, eine weitere Ymbrine zu finden und dabei auf Gefahren und neue Verbündete stoßen.

In Band 3 (markiere, um zu lesen) sind Jacob, Emma und Hund Addison auf sich gestellt und kämpfen sich tapfer durch Devil’s Acre, um ihre Freunde aus den Fängen der Wights zu befreien und Caul und ihre Feinde endgültig zu besiegen.

Das Buch verbindet die alten Fotos gekonnt mit einer spannenden tiefgehenden Story, die trotz ihrer Magie die Welt der normalen Menschen niemals aus den Augen verliert. Die Kulisse des kriegsgebeutelten Englands und der Nazis, der Flucht und der Schwierigkeiten der damaligen Zeit ist bombastisch. Ransom Riggs hat hier viele schwierige Themen aufgegriffen. Krieg, Flucht, Traumata und das erwachsen werden und sich weiterentwickeln. Alles angereichert mit zauberhaften, lebendigen Charakteren.

Ich habe bisher kein Buch gelesen, das auch nur ansatzweise zwei Themen wie den zweiten Weltkrieg und Fantasy so miteinander verbunden hat. Diese Buchreihe ist wahrlich etwas Besonderes.

Charaktere:

Es gibt so viele tolle Charaktere in den drei Büchern, das ich wirklich nicht auf alle eingehen kann. Zu meinen Lieblingen gehören Bronwyn, Sharon, Enoch, Olive und ach ich möchte alle besonderen Kinder adoptieren!

Jacob Portman, unser Protagonist ist ein facettenreicher Teenager und er wächst in der Buchreihe. Dabei quälen ihn neben den ganzen Schwierigkeiten auch ganz normale Fragen und Zweifel. Er hat Angst, er liebt, er zweifelt, er ist mutig, er ist unsicher, er scheitert, er überrascht. Für mich ein wunderbarer, liebenswerter Protagonist. Ein Held, der niemals geplant hatte, einer zu sein.

Emma Bloom, das Feuermädchen, ist eine temperamentvolle, starke, großherzige Figur, die ebenfalls mit ihren Erfahrungen zu kämpfen hat. Sie ist stark, hitzköpfig, besorgt und tough. Dennoch wirkt sie immer zart und verletzlich, ohne das offensichtlich zu zeigen. Die Beziehung zwischen ihr und Jacob wirkt zart und wächst heran. Auch sie lernt und entwickelt sich.

Miss Peregrine hat nebst Band 1 eher kleine Auftritte, wobei sie immer beschützerisch und mysteriös wirkt. Sie ist eine Mutter, aber auch eine starke entschlossene Frau mit ihrer eigenen Geschichte. Ihre strenge, aber liebevolle Art und das Augenzwinkern mit dem sie an viele Situationen herangeht machen sie unfassbar sympathisch. Dennoch bleibt sie trotz allem ein Geheimnis und das liebe ich.

Caul, der Antagonist, der bis zuletzt im Schatten bleibt. Er ist ein verrückter Widerling wie er im Buche steht. Für mich war er eine der schwächeren Figuren, denn er war nur größenwahnsinnig, ein diabolischer Antagonist mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Alle anderen Figuren hatten gewisse Grautöne, aber er war zweifelsfrei einfach nur Banane. Es gab Versuche seine Motive etwas genauer zu beleuchten, aber das hat mich nicht so ganz überzeugt.

Insgesamt waren die Charaktere bunt und dreidimensional, natürlich hatte man bei der Fülle an Personen nicht die Möglichkeit alle genau kennen zu lernen, aber sie hatten trotz distinkter, auffälliger Charakteristiken auch Nuancen, die das ganze immer wieder interessant gemacht haben. Besonders der Fokus auf die Beziehungen zwischen den besonderen Kindern in Band 2 hat mir unfassbar gut gefallen.

Ende:

Ich hatte befürchtet, dass ich mich mit dem Film* von Tim Burton bezüglich des Endes gespoilert haben könnte. Gott sei Dank nicht, der Film ist wirklich etwas ganz Eigenes und sollte losgelöst davon betrachtet werden.

Das Ende hat mir gut gefallen, auch wenn für mich ein paar Fragen offenbleiben, z.B. bezüglich Fiona. Ransom Riggs hat zwar gesagt, dass er sich vorstellen kann, nochmal etwas in diesem Universum zu schreiben, aber nicht in nächster Zeit. Ich denke, wenn wir nochmal den Fokus auf Jacob und Emma hätten, würde das magische und runde Ende auch zerstört werden. Aber ich würde gerne über andere besondere Kinder lesen!

Für mich war das Ende ein schöner, ulkiger Abschluss zu einer fabelhaften Reihe und ich kann damit leben.

Die Bücher in der Einzelwertung:

Die Insel der besonderen Kinder“ *

Band 1 hat mir etwas zu langsam begonnen, auch wenn es ein recht gutes Stilmittel war, um zu zeigen wie öde Jacobs Leben ist! Als es dann endlich nach Cairnholm ging war ich gefesselt. Dieser Teil würde 4 Sterne von mir bekommen.

Die Stadt der besonderen Kinder“ *

Band 2 ist mein Lieblingsteil. Bombastisch, actionreich, mit leisen und lauten Tönen. Großartigen Einfällen und einer wunderbaren Charakterdynamik, tollen mystischen Geschichten und Elementen. 5 Sterne.

Die Bibliothek der besonderen Kinder“ *

Band 3 ist ebenso stürmisch und zackig wie Band 2, hat aber durch die Zuspitzung der Lage mehr Gefahren und Kämpfe und weniger Charaktere. Dennoch finden wir hier nochmal viele interessante Infos, Ideen und Konzepte. Außerdem haben wir Jacobs Entwicklung und die Zerrissenheit. Ein lebendiger Held, der sich auch sich selbst stellen muss.

Die Gesamtwertung:

Ich fangirle die Reihe so sehr. Ich liebe die Stimmung, den Fokus auf die Charakterentwicklung, die Talente, die Schauplätze, die Fotos.

Ich liebe alle Bücher!

Alles miteinberechnet bekommt die Reihe von mir 4,7 Seesterne, die ich auf 5 aufrunde, weil die Stärken die kleinen Schwächen einfach übertönen. Ich liebe die Reihe und ich kann sie jedem ans Herz legen, der etwas Besonderes und Einzigartiges lesen möchte.

5seesterne


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