Schlagwort: zwischen den lügen

Kathy Wild #ProjektArbeitstitel

Kathy Wild #ProjektArbeitstitel

Kathy Wild #ProjektArbeitstitel

Heute darf ich euch eine wunderbar liebe und entspannte Person vorstellen, auf deren erste Veröffentlichung ich auch schon sehnlichst warte: Kathy Wild bei #ProjektArbeitstitel

Hi, ich bin Kathy, meines Zeichens Bücherwurm und Autorin mit Fernweh.

Ich habe schon als Kind gerne Geschichten erzählt und mich in ferne Länder und Welten geträumt. Das Schreiben ist schon seit der Grundschule mein treuer Begleiter, wobei ich erst in den letzten Jahren angefangen habe auf eine Veröffentlichung hinzuarbeiten. Ich hoffe nächstes Jahr mein Debüt zu veröffentlichen, wahrscheinlich im Selfpublishing.

 

Zwischen den Lügen und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Aktuell habe ich zwei Projekte auf dem Schreibtisch. „Zwischen den Lügen“, eine Urban Fantasy Serial mit Romance, und (Arbeitstitel) „The Lost Prince“, ein High Fantasy Projekt mit Assassinen, Piraten und Magie.

In Zwischen den Lügen wird die achtzehnjährige Ann mit einer neuen Realität konfrontiert: Als totgeglaubte Tochter eines Tyrannen ist ihr ganzes Leben von Wächtern und Spionen konstruiert worden. Selbst ihr Freund Kian ist einer der Rebellen, die sie trainieren wollen, damit sie ihre übernatürliche Gabe gegen den König, ihren Vater, und seine Regierung einsetzen kann. Je schneller Ann lernt ihre Gabe einzusetzen, desto eher kann sie nach der Wahrheit zwischen all den Lügen suchen…

Zu „Lost Prince“ habe ich erstmal nur ein paar Stichworte für euch: Große Meere. Schlafende Götter. Mittendrin die verlorene Stadt, Perdua, bekannt als Paradies für Gesetzlose. Hier trifft ein junger Dieb von einem fernen Kontinent auf die letzte Assassine.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Das ist eine etwas kniffelige Frage, dieses Jahr musste das Autorenleben leider öfter mal hintenanstehen, aber aktuell arbeite ich wieder mit höchster Priorität neben dem neuen Brotjob an meinen Projekten. Sowohl für Zwischen den Lügen als auch für Lost Prince ist eine Veröffentlichung geplant, aber noch kann ich nicht sicher sagen, ob tatsächlich beide Projekte 2020 schon so weit sein werden. Aber sobald ich mehr weiß, werde ich es euch (sicher sehr aufgeregt) mitteilen 😀

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
In der Welt von Lost Prince liegen noch einige weitere Geschichten, auf die ich mich schon sehr freue. Ansonsten habe ich noch ein Projekt im Genre „Science Fiction mit Magie“ so wie zwei Romance Projekte, die viel Fernweh beinhalten und an Orten spielen, an denen ich selbst schon auf Reisen etwas Zeit verbringen durfte.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Vor der Veröffentlichung ist es wohl definitiv die Überarbeitungs-Phase, die mich die meisten Nerven kostet. Speziell der Teil, bevor ich erstes Feedback erhalte, also vor Testlesern und Lektorat, denn da sind die Selbstzweifel bei mir am größten. Wenn man den eigenen Text zu oft gelesen und geändert hat, ist es einfach sehr schwer einzuschätzen, ob es wirklich spannend genug ist oder ich das vermittle, was ich mit der Geschichte erzählen möchte. Da muss ich mich dann irgendwann zusammenreißen und anderen mein Herzensprojekt anvertrauen.

Hast du eine Schreibroutine?
Ich schreibe in meiner Freizeit, das war lange neben dem Studium und dem Nebenjob, seit kurzem ist es neben einem Vollzeitjob. Ich bin noch am Finden meines neuen Alltags und der passenden Schreibroutine, aber generell versuche ich mich nach Feierabend nochmal 1-2h an den Schreibtisch zu setzen (weit weg von meiner Couch und dem Fernseher) und ansonsten die Wochenenden zu nutzen. Routine ist für mich gerade in der Schreibphase wichtig, denn nur wenn ich regelmäßig am Manuskript sitze, kann ich auch wenn ich mal nur eine halbe Stunde Zeit noch relativ viel schaffen. Ansonsten nutze ich auch die Pomodoro Technik und setze mich ab und zu in ein Café oder eine Bibliothek, weil es mir dort oft leichter fällt mich zu konzentrieren und besonders nach einem Arbeitstag nicht in die  Prokrastinations-Falle zu tappen.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
„Trau dich und glaub an dich!“ Das würde ich meinen Vergangenheits-Ich in vielen Lebensbereichen empfehlen, insbesondere auch beim Schreiben. Angst nicht zu genug zu sein oder zu versagen hat mich früher von vielem abgehalten, aber wie J.K. Rowling sagte: „It is impossible to live without failing at something, unless you live so cautiously that you might as well not have lived at all – in which case, you fail by default.“

Und ich versuche es auch generell nicht als Versagen sondern als Lernen zu sehen, wenn etwas nicht so klappt wie ich es mir vorgestellt habe.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Sehr viele 😀 Ich bin immer wieder dankbar in den letzten Jahren viele andere Autoren und kreative Menschen kennengelernt zu haben und mittlerweile besteht ein großer Teil meines Freundeskreises aus anderen verrückten, tollen Buchmenschen. Ich bewundere sie alle, wie sie ihre Leidenschaften nebenberuflich oder hauptberuflich verfolgen und sie motivieren und inspirieren mich immer wieder. Gute Writing Buddies sind unersetzlich <3

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Mein Ziel ist es mir stets Zeit für meine kreativen Projekte nehmen und vor allem meine Geschichten mit Lesern teilen. Ich verliere mich immer gerne in Büchern und so einige Geschichten haben mir schon sehr geholfen oder auch einfach die Stimmung/den Tag gerettet – das möchte ich gerne zurückgeben und unterstützen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Das Schönste, neben dem Schreiben und Geschichten mit meinen Charakteren erleben selbst, ist für mich Feedback. Von Lesern oder Testlesern. Oder nachdem ich letztes Jahr zwei Mal bei 9lesen einen kleinen Ausschnitt aus meinen Manuskripten vorlesen durfte und hinterher neugierige Fragen nach mehr bekommen habe.

 

Eine kleine Kostprobe…

Eine kleine Kostprobe aus dem Anfang vom zweiten Kapitel von Zwischen dem Lügen.

Die Autoschlüssel lagen wie immer auf dem kleinen Beistelltisch bei der Treppe und ich machte automatisch den ersten Schritt darauf zu. Michael bewegte sich fast gleichzeitig mit mir. Ich war näher dran, doch kurz bevor ich zugreifen konnte, rutschten die Schlüssel weg, direkt in seine Hand. Ich starrte den Tisch an. Es gab keinen Grund warum er gewackelt haben sollte. Genau wie es vor Stunden in dem Lagerhaus niemanden gegeben hatte, der das Fenster vor meiner Nase schließen und verriegeln konnte. Übernatürliche Gaben. Konnte das wirklich sein? Ich schaute in die vertrauten grün-braunen Augen und fand Verständnis. Aber nicht die beruhigende Sorte.

„Du weißt Bescheid. Das hatte ich befürchtet.“ Er klang nicht ängstlich, eher enttäuscht. Als hätte ich etwas falsch gemacht. „Sarah, ruf an und sag Bescheid.“ Michael sprach ganz ruhig, aber er hatte meine Großmutter noch nie zuvor bei ihrem Namen genannt. Genauso wenig wie ich es tat. Er war zwar adoptiert, aber unsere Großeltern hatten nie Unterschiede zwischen uns gemacht. Sie nickte nur und entfernte sich ohne ein Wort zu mir in Richtung des Haustelefons.

Das alles ergab keinen Sinn. Michael musterte mich lauernd, als wartete er nur auf eine falsche Bewegung. Kälte breitete sich in mir aus und drang mit jedem Atemzug weiter vor. Zum ersten Mal in meinem Leben, war Michael nicht auf meiner Seite. Ein frischer Stich im Nadelkissen, in das mein Herz sich heute verwandelt hatte.

Er setzte dazu an, etwas zu sagen, aber ich wollte nichts mehr hören. In wenigen Schritten war ich an der Tür, hatte sie noch nicht komplett geöffnet, als ich sah, dass jemand draußen stand.

Kian hatte schon die Hand in Richtung des Klingelknopfs erhoben. Ich hielt inne, unsicher, wem ich mich lieber stellen sollte. Mein Bauchgefühl sprach sich für meinen Freund aus. Oder war er jetzt mein Exfreund? Doch gerade als ich das Haus verlassen wollte, merkte ich, dass es nicht ging.

„Ich kann dich nicht gehen lassen“, stellte Michael hinter mir fest. Als ob er genau wusste, dass ich mich nicht rühren konnte, egal wie verzweifelt ich es versuchte. Eingefroren hing ich in der Luft, konnte weder Arme noch Beine bewegen, nur Kian erschrocken anstarren. Er brauchte den Bruchteil einer Sekunde, um zu erkennen, dass etwas nicht stimmte. Seine Miene verfinsterte sich, er trat er vor und stieß die Tür so fest auf, dass sie meinen ohnmächtigen Fingern entglitt.

„Du!“ Pure Verachtung lag in Michaels Ausruf. Dann löste sich plötzlich die Blockade um mich herum wieder auf. Unvorbereitet fiel ich vorwärts und wäre unsanft auf der Veranda gelandet, wenn Kian nicht rechtzeitig einen Arm ausgesteckt hätte. Er gab mir Halt, schaute mich aber nicht an. Automatisch verfolgte ich seinen konzentrierten Blick. Gerade als sich meine Großmutter von hinten auf Michael stürzte. Ich blinzelte, aber die Szene vor mir änderte sich nicht.

„Wir müssen hier weg.“ Kian wartete meine Antwort nicht ab, sondern zog mich mit sich.


Kathy Wild

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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