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Was ist deine besondere Fähigkeit? (Der Atlas der besonderen Kinder – Blogtour)

Was ist deine besondere Fähigkeit? (Der Atlas der besonderen Kinder – Blogtour)

Was ist deine besondere Fähigkeit? (Der Atlas der besonderen Kinder – Blogtour)

 

Herzlich Willkommen zur Blogtour zu „Der Atlas der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs!

Das Buch ist gestern bei Droemer Knaur erstmalig auf Deutsch erschienen. Meine Rezension dazu findet ihr hier. Vielen Dank an Droemer Knaur und Patricia, die uns bei der Blogtour unterstützt und uns die Bücher vorab zur Verfügung gestellt haben! Zwar bildet „Der Atlas der besonderen Kinder“ zwar den Auftakt einer neuen Trilogie, dennoch ist es ratsam zuerst die vorhergehende Trilogie zu lesen.


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  • Autor: Ransom Riggs, übersetzt von Silvia Kinkel
  • Titel: Der Atlas der besonderen Kinder
  • Verlag: Droemer Knaur
  • 512 Seiten, Hardcover: 18€ | Ebook: 12,99€

Reihenfolge:

  1. Die Insel der besonderen Kinder
  2. Die Stadt der besonderen Kinder
  3. Die Bibliothek der besonderen Kinder
  4. Der Atlas der besonderen Kinder


Worum geht’s?
Nach den Ereignissen der ersten drei Bände ist Ruhe eingekehrt – könnte man denken. Doch der Wiederaufbau der zerstörten Gebiet und die Etablierung von neuen Strukturen beschäftigen die besonderen Kinder. Jacob hingegen ist unzufrieden, hin und hergerissen zwischen zwei Welten. Das Erbe seines Großvaters stellt ihn vor viele Rätsel, denen er auf den Grund gehen möchte. Doch dazu muss er sich über die Regeln und den Kopf von Miss Peregrine hinwegsetzen und sich auf unbekanntes Terrain begeben: Die Welt der Besonderen in den USA, die nach ganz anderen Regeln funktionieren. Werden ihn seine Freunde dabei unterstützen? Was für Gefahren lauern in den unbekannten Zeitschleifen, wer ist der mysteriöse H und warum sind besondere Kinder wieder in Gefahr?


 

Die Teilnehmer*innen der Blogtour:

02.03 *Du bist hier*

03.03 Lieschen Liest: Auf Reisen mit den besonderen Kindern

04.03 Hertzklecks: Die Charaktere und ihre besonderen Fähigkeiten

05.03 Bücherwanderin: Must Haves für einen besonderen Roadtrip

06.03 The Booted Kat: Die Victorians und die Fotografie

07.03 Bibliophilara: Zehn besondere Fotos

 

Was ist deine besondere Fähigkeit?

Zum Start der Blogtour erwartet dich hier ein interaktives Quiz, bei dem du entdecken kannst, welche besondere Fähigkeit vielleicht in dir schlummert! Notiere dir bei jeder Antwort den entsprechenden Buchstaben.

1. Du gelangst in den Besitz eines rätselhaften Briefs, einer alten Karte, eines mystischen Gegenstands – etwas, das eindeutig mehr ist als es zu sein scheint. Der Beginn eines Abenteuers vielleicht. Was machst du?

A – Ich versuche in der Bibliothek oder im Internet mehr darüber zu erfahren
B – Das weckt meinen Forschungsdrang. Ich setze alles daran herauszufinden, was es damit auf sich hat
C – Ich gebe es an jemanden weiter, der mehr Erfahrung mit solchen Dingern hat.
D – Sobald ich denke, dass es etwas Böses oder Dunkles ist, versuche ich, den Gegenstand zu zerstören

2. Um ein Abenteuer zu bestreiten braucht man ordentlichen Proviant! Was packst du für eine lange Reise ein?

A – Ein paar Brote belegt mit Wurst oder Käse, etwas Gemüse und etwas Obst und genug Wasser. Und etwas als Nachtisch!
B – Eine Flasche Wasser muss reichen, um den Rest kümmere ich mich unterwegs!
C – Die Reste vom Abendessen gestern.
D – Ein koffeinhaltiges Getränk und energiereiche, aber praktische Snacks z.B. Müsliriegel & Äpfel

3. Wen nimmst du mit auf dein Abenteuer?

A – Ein sich gut ergänzendes Team mit ausgewogenen Fähigkeiten für verschiedene Situationen.
B – Die fähigsten Personen unter meinen Vertrauten.
C – Meine Freunde und Familie.
D – Nur wenige Personen, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.

4. Eine gute Freundin/Ein guter Freund ist in Schwierigkeiten! Du …?

A – Ich überlege mir einen Plan, wie wir am besten vorgehen.
B – Ich hole mir Verstärkung und dann helfen wir.
C – Ich eile ihr/ihm sofort zur Hilfe.
D – Ich beseitige die Ursache des Problems.

5. Im Laufe des Abenteuers ändern sich eure Informationen – was ihr erreichen wollt, könnte katastrophale Konsequenzen für viele haben. Was tut ihr?

A – Ich wäge die Vor- und Nachteile ab und entscheide mich je nachdem wie wahrscheinlich die negativen Konsequenzen wären.
B – Ich versuche, mein Ziel zu erreichen und gleichzeitig die negativen Konsequenzen einzudämmen oder zu verhindern.
C – Ich breche ab, denn ich würde meinen eigenen Nutzen nie über das Gemeinwohl stellen.
D – Um die Konsequenzen kümmere ich mich, wenn es soweit ist. Meine Liebsten und ich sind es mir wert, dieses Risiko einzugehen.

6. Was ist deine größte Angst? 

A – Krankheiten und das älter werden.
B – Nichts im Leben zu erreichen.
C – Geliebte Menschen zu verlieren.
D – Einsamkeit.

7. Wie steht es um deine körperliche Fitness?

A – Bei Gefahr könnte ich wegrennen, aber nicht für lange. Fitness ist nicht so meins.
B – Ganz gut, aber ich würde eigentlich gerne öfter Sport treiben.
C – Ich mache einigermaßen regelmäßig Sport, aber hauptsächlich, weil es mir Spaß macht.
D – Ich arbeite regelmäßig an mir und treibe oft Sport. Körperliche Fitness ist mir sehr wichtig, ich gehe auch gerne auf Wettkämpfe.

8. Euer Erzfeind ist endlich besiegt. Wie verfahrt ihr mit ihm?

A – Ich werde seine Informationen und sein Wissen nutzen und ihm die Chance geben, gemeinsam mit mir zu arbeiten um sich zu rehabilitieren.
B – Ich sperre ihn ein. So jemand Gefährliches sollte nicht frei herumlaufen!
C – Er soll vor Gericht für seine Schandtaten geradestehen.
D – Er wird doppelt und dreifach für all das büßen, was er verbrochen hat.

9. Das Abenteuer ist geschafft, endlich wieder Zeit für dich. Wenn du es dir aussuchen könntest, was für einen Urlaub würdest du machen?

A – Ein entspannter Aufenthalt in einem Spa-Hotel mit Therme. Ausschlafen, ausgedehnte Spaziergänge, Gesichtsmasken und Massagen – Hauptsache kein Stress!
B – Ein Städtetrip mit kulturellem Programm. Die Tage sind gut durchgeplant mit Museen, Stadtführungen, Sehenswürdigkeiten und leckerer regionaler Küche.
C – Ein Urlaub am Meer, mit viel Sonne, faulenzen am Strand, leckerem Eis und gelegentlichen Bootsausflügen.
D – Etwas Abwechslungsreiches wie ein Roadtrip oder ein kleiner Abenteuerurlaub mit Safari, Dschungelexpedition oder Erlebnis-Wanderungen.

10. Was für Hobbies hast du so, wenn die Welt nicht gerade gerettet werden muss?

A – Lesen, neue Dinge lernen, Bullet Journal oder Tagebuch führen.
B – Nicht wirklich viel. Serien oder Fernsehen schauen. Für mehr habe ich kaum Energie.
C – Etwas mit meinen Händen machen. Gärtnern, Töpfern, Zeichnen o.Ä.
D – Vieles! Ein Instrument spielen, Pfadfinder, Reiten oder Tanzgruppe – ich brauche Abwechslung.

11. Mit welchem Charakter aus der Welt der besonderen Kinder wärst du am liebsten befreundet?

A – Millard.
B – Ich kann mich nicht entscheiden.
C – Miss Peregrine.
D – Jacob.

Am häufigsten A

Puh, besonders sein ist ganz schön anstrengend! Du hältst dich lieber von Kämpfen fern und agierst unterstützend und aus dem Hintergrund. Dein ruhiges, rationales Gemüt wirkt ausgleichend auf die anderen Hitzköpfe in deinem Team. Demenstprechend wären deine Fähigkeiten auch eher subtil wie Horaces Visionen, perfide wie Enochs Nekromantie oder geheimnisvoll wie Millards Unsichtbarkeit. Manchmal stellst du dich und deine Fähigkeiten unter den Scheffel, dabei hast du das gar nicht nötig. Vertraue in dich und deine Fähigkeiten.

Am häufigsten B

Immer tapfer voraus! Dein starkes Gespür für Gerechtigkeit, dein Tatendrang und deine Entschlossenheit machen dich zur geborenen Anführer*in. Trotzdem verlierst du nicht den Überblick über das große Ganze und bist kreativen Lösungswegen nicht abgeneigt.  Zu dieser großen Verantwortung passen große Kräfte wie Jacobs Gespür für Hollows, Frankies Puppenspiel oder die Ymbrine Fähigkeiten von Miss Peregrine. Pass nur auf, dass dein Ehrgeiz deine Sicht nicht trübt! Manchmal kann es ratsam zu sein, abzuwarten oder sich mit seinen Freunden zu besprechen sonst kann es sein, dass du schnell vom Held zum Bösewicht kippst.

Am häufigsten C

Hauptsache drauf! Oft bist du eher verwirrt und überfordert mit der Situation, aber du stehst deinen Freunden immer helfend zur Seite, wenn Not am Mann ist. Du bist loyal und stehst stets für deine Lieben ein. Du hättest vermutlich Bronwyns Stärke, Hughs Bienen oder Claires bissigen, versteckten Mund. Du folgst lieber, als den Ton anzugeben. Trau dich ruhig, auch Hilfe in Anspruch zu nehmen, Rücksicht auf dich und deine Bedürfnisse zu nehmen und deine Meinung zu sagen.

Am häufigsten D

Explosiv! Du bist tough, entschlossen und weißt genau was du willst und was nicht. Faule Kompromisse sind nicht deins. Du hättest vermutlich die Kräfte, Elemente zu bändigen, so wie Emma das Feuer, Fiona ihre Pflanzen oder Noor das Licht. Du bist eine treue und gute Seele, aber alle werden sich davor hüten, dich zu ihrem Feind zu machen. Manchmal übermannen dich deine Gefühle und du sagst vielleicht Sachen, die du später bereust. Sei nicht zu stolz, dich zu entschuldigen oder Fehler einzugestehen.

Mehrere Buchstaben gleich häufig

Die Welt ist nicht schwarz oder weiß. Vielleicht hast du Talente in mehreren Bereichen oder deine besondere Fähigkeit hat sich noch nicht herauskristallisiert? Sharon, Lily und viele andere Charaktere im Buch sind ebenso wichtig wie unsere Helden – und zwar ohne Flammen aus ihren Händen zu schießen o.Ä.. Lass dich nicht davon beirren was andere können und machen, sondern folge deinem Herzen und dem woran du glaubst. Fehler, Neuanfänge und Kurswechsel sind in Ordnung. Es ist deine Geschichte. Jeder ist auf seine Art und Weise besonders und wichtig.


Ich hoffe, euch hat dieses kleine Quiz gefallen! Schreibt mir doch gerne in die Kommentare, welches Ergebnis ihr bekommen habt.

Morgen geht es weiter mit der Blogtour und zwar bei Lisa von www.lieschenliest.de!

Header Blogtour
[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder von Ransom Riggs

[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder von Ransom Riggs

[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder von Ransom Riggs

Wer mich schon länger verfolgt, weiß es. Ransom Riggs hat sich mit seinen besonderen Kindern in mein Herz geschrieben. Seit J.K. Rowling habe ich niemanden mehr so gehyped. Umso mehr freute es mich, zu hören, dass auch der vierte Teil aus dem Universum der besonderen Kinder wieder bei Droemer Knaur erscheint. Und zwar als schmuckes Hardcover! Vielen Dank an Droemer Knaur (Grüße an Patricia!), die es mir ermöglicht haben, das Buch vorab zu lesen.

Da mit dem Buch eine neue Trilogie eingeläutet wird und ich ausführlicher über die besonderen Kinder reden möchte, hier eine Spoiler Warnung, für alle, die Band 1-3 noch lesen möchten. Ich versuche aber, nicht zu konkret zu werden. Die ersten drei Bände habe ich hier drei Bände habe ich hier rezensiert.

Eine Blogtour zum Buch startet übrigens morgen genau hier auf meinem Blog, also haltet die Augen offen. 😉


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  • Autor: Ranroms Riggs, übersetzt von Silvia Kinkel
  • Titel: Der Atlas der besonderen Kinder
  • Verlag: Droemer Knaur
  • Genre: (Urban) Fantasy, Roadtrip
  • 512 Seiten, Hardcover: 18€ | Ebook: 12,99€
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Reihenfolge:

  1. Die Insel der besonderen Kinder
  2. Die Stadt der besonderen Kinder
  3. Die Bibliothek der besonderen Kinder
  4. Der Atlas der besonderen Kinder (Beginn einer neuen Trilogie, aufbaunend auf 1-3)

 

Worum geht’s?
Der Auftakt zu einer neuen „besonderen Kinder“ Trilogie.
Jacob hat Devil’s Acre schweren Herzens verlassen, nachdem er gemeinsam mit den besonderen Kindern die Wights und Hollows besiegt hat. Doch er fühlt sich seinen Eltern und seinem alten Leben gegenüber verpflichtet. Als seine Eltern ihn in eine Psychiatrie stecken wollen, weil ihnen sein seltsames Verhalten Sorgen bereitet, geschieht das Undenkbare. Alma Peregrine und die besonderen Kinder stehen vor seiner Haustür. Die große Schlacht ist vorbei, doch es gibt Einiges aufzuräumen. Während Jacob versucht, die besondere und normale Welt in Balance zu halten, stößt er auf weitere Geheimnisse, die sein Großvater vor ihm hatte. Auf der Spur seines Opas reist er mit seinen Freunden durch Amerika und muss schnell feststellen, dass die Spielregeln der besonderen Kinder hier so ganz anders sind.


Meine Meinung:

Ich habe das Buch bereits auf Englisch gelesen, weil ich einfach nicht warten konnte! Umso schöner war es, jetzt nochmal die deutsche Version vor sich zu haben.

Dass ich ein großer Fan der besonderen Kinder bin, dürften regelmäßige Besucher meines Blogs schon gemerkt haben. Mir gefällt die Mischung aus Urban Fantasy, bizarren Fähigkeiten und liebenswerten Charakteren, die wortgewandte und präzise Sprache und der kleine Hauch Schaurigkeit.

Klar ist – wer die ersten drei Bände nicht gelesen hat, wird über dem Buch vermutlich verzweifeln, denn Ransom Riggs erklärt nur ganz grob, was bisher geschehen ist. Es gibt keine Vorstellungen und das Wissen aus den ersten drei Bänden wird teilweise als Voraussetzung gesehen. Selbst ich musste nochmal in Band 3 bezüglich einiger Punkte nachblättern. Hier würde ich mir vom Autor etwas mehr Erklärungen wünschen, denn er selbst ist als Erschaffer natürlich ständig in der Materie, dem Plot und der Geschichte. Als Leser*in muss man aber doch manchmal ein oder zwei Jahre auf die Bücher warten, da vergisst man leichtsam ein paar Details.

Zu Gemütlich? Zu rasant?

Wie schon beim allerersten Band der besonderen Kinder zieht sich die Geschichte stellenweise etwas. Es gab einige wirklich bezaubernde Stellen, z.B. als Jacob die besonderen Kinder mit in einen großen US-Supermarkt mitnimmt. Zur Vorbereitung des eigentlichen Abenteuers auf Achse muss aber noch einiges an Aufklärungsarbeit passieren. Das Haus von Jacobs Großvater versteckt einige Geheimnisse, die es zu entschlüsseln gibt. Und schließlich der mysteriöse Bekannte, der die Geschichte erst so richtig ins Rollen bringt.

Ab der zweiten Hälfte passiert dann wieder sagenhaft viel, dass man kaum Zeit hat, all die Details und Infos zu verarbeiten. Hier hätte ich mehr zwischendurch etwas mehr Zeit gewünscht, während am Anfang ruhig etwas mehr Pfeffer hätte sein können. Es treten eine Fülle von Personen auf. Gerade der Übergang von Frankies Haus zum Treffen der New Yorker Chefs war ziemlich hart und ich musste die beiden Kapitel mehrmals überfliegen.

Holzkopf Jacob

Leider ist Jacob – nachdem er in den letzten paar Bänden so viele Pluspunkte sammeln konnte – in diesem Buch wieder eher in meiner Gunst abgerutscht. Das lag vor allem an seiner Starrköpfigkeit und seinem eingeschränkten Blick für das große Ganze. Er hat teilweise wirklich unverantwortlich gehandelt und wirkte mehr wie ein pubertärer Bengel denn je. Natürlich ist es auch realistisch, dass er manchmal bockt – schließlich ist er ein junger, heranwachsender Mann – aber man sollte doch meinen, dass die ganzen Erfahrungen ihn etwas reifer gemacht hätten. Allerdings fällt er durch seinen Stolz auch oft genug auf die Schnauze. Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung – und der ist Jacob nicht so ganz gewachsen.

Ein Auge für Feinheiten hat Ransom Riggs auch bewiesen, indem er sich auf weniger Charaktere konzentriert hat und deren Beziehungen und Persönlichkeiten genauer exploriert hat. Auch wenn ich einige besondere Kinder wieder schmerzlich vermisst habe – Horace! Hugh! – so war die Kombination aus unseren Helden Bronwyn, Emma, Millard, Enoch und Jacob bunt genug. Mir hat gefallen, dass die Beziehungen und Freundschaften nicht in Stein gemeißelt waren. Es gab Streitereien, Schwierigkeiten, Zweifel und Weiterentwicklung. Besonders um die zarte Romanze von Emma und Jacob muss man sich im Laufe des Buches häufiger Sorgen machen, denn Emmas Temperament und Jacobs befeuerter Wille seinen ganz eigenen Weg zu gehen stoßen oft aneinander.

Ransom kann schreiben!

Bisher habe ich die Bücher nur auf Deutsch gelesen, diesmal eben auf Englisch und auf Deutsch. So hatte ich einen schönen Vergleich über die Sprachlichkeit. Übersetzerin Silvia Kinkel fängt die Besonderheiten von Ransom Riggs‘ Schreibstil, die kräftige Bildsprache, die Wortgewandtheit und den trockenen Witz wunderbar ein. Sie bleibt dabei nah am Original, was mir sehr gut gefällt.

Generell würde ich Ransom Riggs‘ Schreibstil als sehr individuell beschreiben. Er hat einen breiten Wortschatz, schreibt abwechslungsreich und für ein Jugendbuch auch durchaus anspruchsvoll. Das mindert ab keineswegs die Leseflüssigkeit oder die Verständlichkeit. Auch ohne die skurrilen Fotografien kann man sich wunderbar in die Szenerie hineinträumen.

Besondere Charaktere hat er auch drauf. In „Der Atlas der besonderen Kinder“ treten unglaublich viele neue Figuren auf den Plan. Viele davon spielen eher kleine, untergeordnete Rollen, andere sind sehr wichtig.

Mir gefiel, dass viele der neuen Charaktere auf ihre Weise nicht gut-böse, schwarz-weiß, sondern sehr ambivalent waren. Das System der Besonderen in  den USA unterscheidet sich stark von den bisher bekannten Regeln und so lässt sich erahnen, warum einige der neu auftretenden Figuren so handeln wie sie handeln. Auch, wenn ihr Handeln böse oder gemein erscheint, agieren sie in ihrem Weltbild logisch. Anders als in den ersten drei Büchern ist „der Bösewicht“ bzw. „die Gegner“ gar nicht so leicht erkennbar. Frankie zählt auf ihre Weise sicherlich dazu, Leo ist hart aber nicht gnadenlos und auch viele andere Personen im Buch brillieren durch feine Graustufen.

Spannend fand ich vor allem die Geschichte rund um Noor, die sich gegen Ende des Buches spinnt. Hier wird auch deutlich, dass es wieder eine Gefahr für die besonderen Kinder gibt, gegen die sie sich wehren müssen. Außerdem ist es erfrischend, einige moderne besondere Kinder kennen zu lernen, die sich wie Jacob im 21. Jahrhundert zurecht finden. Das ganze Buch habe ich übrigens über genau das Szenario nachgedacht, dass mit Millard und Lily eingetreten ist und war begeistert, dass auch Ransom Riggs sich diese Idee nicht entgehen ließ. Millard ist ohnehin mein liebster Charakter!

Das Ende ist jedenfalls wieder schön fies mit leichtem Cliffhanger und ich hänge schon wieder hibbelig in meinem Stuhl, wenn ich darüber nachdenke.

Nicht vergessen: Morgen startet die Blogtour bei mir. 🙂

 

Fazit:

Das vierte Buch um die besonderen Kinder macht große Lust auf die neue Trilogie. Wir haben die charmanten und einzigartigen besonderen Kinder und ein ganz neues Setting, das sie vor einige Probleme stellt. Darunter litt für mich aber manchmal ein wenig die verzauberte, weltfremde Stimmung, die ich in der Urtrilogie so sehr mochte. Dennoch liest sich das Buch spannend, es geschieht viel. Die Welt um die besonderen Kinder wird größer und gefährlicher. Die Geschwindigkeit und die Aufteilung der Schwerpunkte im Buch haben mir nicht ganz so gut gefallen wie in den bisherigen Büchern. Ich bin trotz kleiner Kritikpunkte sehr gespannt, wie es weitergehen wird!

Weitere Meinungen:
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