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#SPBuch Adventskalender – 12 – Nina C. Hasse

#SPBuch Adventskalender – 12 – Nina C. Hasse

#SPBuch Adventskalender – 12 – Nina C. Hasse

(Werbung wegen Namensnennung)

Heute darf ich die liebe Nina C. Hasse im Adventskalender begrüßen!

Die liebe Nina war eine der ersten Personen, der ich damals auf twitter gefolgt bin und die mich auf meiner ersten Frankfurter Buchmesse als Autorin begrüßt und unter ihre Fittiche genommen hat. Aber sie ist nicht nur eine unglaublich liebe Person, sondern auch Autorin und Lektorin!

Übrigens, ihr Buch „Ersticktes Matt“ habe ich bereits hier auf meinem Blog rezensiert. Es ist eine der ersten Rezensionen, die ich hier geschrieben habe und ist noch ganz anders aufgebaut als meine jetzigen Rezis.

Auf Ninas Website erfahrt ihr mehr über ihre Bücher und die Arbeit als Lektorin. Auf ihrem Blog gibt es persönlichere Beiträge und auch die spannende Create & Inspire Interviewreihe.


 

  1. Hallo Nina! Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wie entstand die Idee, einen Steampunk-Krimi zu schreiben?

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann ich mit dem Schreiben begonnen habe. Ich weiß aber noch, dass ich bereits in der Grundschule Geschichten zu Bildern aus Zeitschriften geschrieben habe, teilweise mit verkehrt herum geschriebenen Buchstaben. Als ich 16 Jahre alt war, habe ich so richtig ernsthaft mit dem Schreiben begonnen. Damals war der Wunsch zu veröffentlichen schon da, allerdings habe ich das meiste für die Schublade geschrieben, darunter einen halben Fantasy-Roman und einen über die Hexenverfolgung in Salem.

Der Steampunk-Krimi war ursprünglich ein normaler Krimi – ganz ohne Steampunk. Allerdings habe ich beim Schreiben recht schnell gemerkt, dass der Roman in unserer »normalen« Welt nicht funktionierte. Ich bin dann recht zufällig auf Steampunk gestoßen  und dachte mir »Hey, das ist cool, damit will ich mich näher beschäftigen«. Ich habe den bis dato verfassten Roman dann noch einmal neu geschrieben und plötzlich funktionierte die Geschichte wesentlich besser.

 

  1. Dein Steampunk-Krimi „Ersticktes Matt“ spielt in einer überfluteten Welt in New York – was hat dich zu diesem Setting inspiriert?

Ehrlich gesagt, war auch das wieder Zufall. Ich hatte jetzt die Steampunk-Version meiner Geschichte, dennoch fehlte noch das gewisse Etwas. Im Urlaub sah ich eine Dokumentation über den Klimawandel und den Anstieg der Meeresspiegel und sogleich setzte mein Kopfkino ein. Also habe ich die Geschichte noch einmal umgeschrieben, die Floodlands entwickelt und Story und Figuren daran angepasst. Erst nach drei verschiedenen Fassungen hatte ich dann endlich ein rundes Bild.

 

  1. Feiern die Menschen in den Floodlands und der Stadt auch noch Weihnachten? Fährt der Weihnachtsmann vielleicht im Schnellboot statt im Schlitten?

Natürlich wird auch in meiner Version von New York Weihnachten gefeiert und auch die Menschen in den Floodlands feiern ihren Möglichkeiten entsprechend, wenn sie dem christlichen Glauben anhängen. Mit Santa bin ich persönlich nie so wirklich warm geworden, aber ich könnte mir Madelines Ehemann Antoni sehr gut als Weihnachtsmann verkleidet vorstellen.

  1. Du arbeitest sowohl als Autorin als auch als Lektorin – beeinflusst das dein eigenes Schreiben?

Auf jeden Fall! Mit jedem Manuskript, das ich im Lektorat bearbeite, lerne ich auch etwas für mein eigenes Schreiben dazu. Die vielen Fragen, die ich den Autoren im Manuskript stelle, versuche ich auch in meinem eigenen anzuwenden. Auf ein Lektorat kann ich meinerseits leider auch nicht verzichten. Man kann seine Texte zwar bis zu einem gewissen Grad überarbeiten, aber nicht selbst lektorieren. Irgendwann setzt die Betriebsblindheit dann doch ein.

Allerdings bin ich mittlerweile sehr sensibel für gern genutzte Formulierungen wie das allseits bemühte „Achselzucken“, „lächelte“, „blickte“ usw. Die fallen mir besonders auf, wenn ich sie in mein Manuskript schreibe. In der Rohfassung lasse ich sie oftmals stehen, spätestens der Überarbeitung fallen sie dann aber meist zum Opfer. 😀

  1. Selbst Schreiben und Lektorieren – das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Was macht dir in diesen zwei unterschiedlichen Prozessen denn am meisten Spaß?

Im Schreibprozess mag ich das Plotten am liebsten. Dieses Gefühl, wenn noch alles möglich ist, du die Figuren und eine ganze Welt um sie herum erschaffen kannst, ist manchmal ziemlich überwältigend, aber herrlich.

Beim Lektorieren mag ich auch das erste Lesen des Textes besonders, bei dem ich die Geschichte erst einmal selbst entdecken darf und nur erste Anmerkungen zu Figuren/Spannungsbogen/etc. mache. Dann habe ich das Gefühl, meinen Autorenkollegen am nächsten zu sein.

 

  1. Wie verbringst du Weihnachten am liebsten? Feiert ihr groß mit der Familie mit brennenden Tannen, angekokeltem Truthahn und Gezanke? Oder läuft alles besinnlich und friedlich ab?

Weihnachten ist bei uns eindeutig ein Familienfest, das seit ich denken kann gleich abläuft. Heiligabend verbringen wir bei Oma und Opa, mit Bescherung und leckerem Essen. Am 1. Weihnachtstag kommen dann Tanten und Cousinen dazu. Es ist immer fast schon kitschig-harmonisch und wir genießen diese Zeit gemeinsam sehr, weil wir eine recht große Familie sind und nur selten alle zusammenkommen.

  1. Was ist deine liebste Weihnachtsleckerei? (Falls du ein altes Familiengeheimrezept für umwerfend gute Plätzchen hast, gerne her damit!)

Ich liebe Zimtsterne und Lebkuchen, die ich aber immer kaufe. Ich bin koch- und backtechnisch nur so semi-begabt. Meine Oma macht superleckere Kokosmakronen, die ich dieses Jahr auch gerne selbst einmal ausprobieren möchte. Drückt mir bitte die Daumen, dass ich dabei nicht die Küche in Brand setze!

Hier das Rezept:

  • 4 Eiweiß
  • 200g feiner Zucker
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 2 Tropfen Bittermandel Backöl
  • 200g Kokosraspeln

Das Eiweiß zu Schnee schlagen, der so fest ist, dass ein Schnitt mit einer Messerspitze sichtbar bleibt. Nach und nach mit einem Esslöffel Zucker, Zimt und das Backöl unterschlagen. Danach langsam die Kokosraspeln unterheben. Mithilfe zweier Teelöffel kleine Teighäufchen auf Backoblaten setzen und bei leichter Hitze (je nach Ofen etwa 100° – 130°C) auf einem Backblech für etwa 35 Minuten backen. *yummy*

  1. Hast du ein aktuelles Projekt, an dem du arbeitest bzw. vielleicht in den Startlöchern zur VÖ? Und kannst/magst du uns mehr darüber erzählen?

In den Startlöchern zur Veröffentlichung leider noch nicht, aber ich arbeite natürlich am 2. Teil der Floodlands-Reihe. Und jetzt im NaNoWriMo habe ich ein Projekt geschrieben (bzw. schreibe es noch), das ich im Alter von 17 Jahren begonnen und irgendwann auf Eis gelegt habe. Die Geschichte hat mich allerdings nie losgelassen und bekommt jetzt endlich einen neuen Anstrich und ein funkelndes Steampunk-Gewand. Ausnahmsweise wird es mal kein Krimi, sondern ein Abenteuerroman, den ich gerne mit „Lara Croft trifft Jules Verne“ beschreibe. Wer also Abenteuer, Archäologie, Schatzsuche, Indiana Jones und Steampunk mag, kann sich unter dem Hashtag #AdLucem bei Twitter und Instagram schon einmal einen ersten Eindruck verschaffen. Ach, und eine Pinterest-Pinnwand gibt es natürlich auch – wie für alle meine Projekte.

  1. Was wünscht du dir für 2019 und worauf freust du dich im neuen Jahr besonders?

In erster Linie wünsche ich mir Gesundheit und ein wunderbares Jahr für mein gesamtes (digitales) Umfeld, meine Familie und Freunde und natürlich auch für mich. In Bezug auf meine schriftstellerische Tätigkeit hoffe ich, zwei Romane so weit fertig zu schreiben, dass sie in absehbarer Zeit veröffentlicht werden können.

Besonders freue ich mich auf eine Europareise, die ich im Sommer gerne machen würde, auf die Geburt meiner zweiten Großcousine und auf viele tolle Begegnungen mit lieben Menschen – online wie offline. Und natürlich auf spannende Abenteuer mit meinen Figuren.

Vielen Dank für das tolle Interview, liebe Nina!

Wenn ihr euch das Buch kaufen möchtet, dann ist der Dezember die beste Gelegenheit. Denn die liebe Nina spendet pro verkauftem Buch 1€ an den Bund Naturschutz. Tolle Sache!


Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

(Werbung wegen Namensnennung)

Heute im Adventskalender darf ich euch eine liebe Freundin und Nornennetz-Kollegin vorstellen.

Die kreative, engangierte und fabelhafte Elenor Avelle!

Bei so einer liebevollen und vergnügten Persönlichkeit würde man es nicht erwarten – aber Elenor liebt Grusel, Zombies und Halloween! Ihr erstes Buch „Infiziert – Geheime Sehnsucht“ habe ich rezensiert und zum Release damals mit einer Blogtour begleitet.

Auf ihrer Website findet ihr immer kreative Aktionen und spannende Hintergrundinfos rund um ihre Bücher.


1. Deine Geschichten „Infiziert“ und „Gefesselt“ spielen beide in einem dystopischen Settings mit immerhungrigen Zombies. Feiern die Charaktere trotzdem Weihnachten? Und wenn ja, wie?

Weihnachten spielt vor allem in „Infiziert“ eine große Rolle. Die Zombiekalypse findet kurz vor Weihnachten statt und der langsam verrottende Schmuck des Festtages, verkörpert den Niedergang unserer Zivilisation und der Werte der westlichen Welt insbesondere. Eine Weihnachtsfeier kommt allerdings in beiden Büchern nicht vor.

 

2. Dieser Adventskalender präsentiert eine Fülle wunderbarer Selfpublisher*innen. Wo liegen für dich die Vorteile des Selfpublishing?

Als Selfpublisher bin ich nicht an Marktforschung gebunden. Während ein Verlag Bücher veröffentlicht, die den gerade vorherrschenden Vorlieben entgegenkommen, kann ich schreiben, was immer mir am Herzen liegt.

 

3. Zu Halloween verwandelt sich dein Haus in einen magischen Hexenhof mit Zaubersteinen, Labyrinth und tollen Extras – wie sieht Weihnachten bei dir aus?

Wie Weihnachten bei mir aussieht, hängt sehr von meiner Jahresstimmung ab. Da wir nicht religiös sind, feiern wir das Ende der langen Nächte. Je nachdem, wie weihnachtlich mir zumute war, habe ich von Tannenzweigen, Kerzen, Spekulatius und Kakao Ende Dezember genug und packe zu Sylvester freudig alles wieder weg.

 

4. Welchen Charakter aus deinen Büchern würdest du gerne mal treffen?

Ich würde Gill gerne treffen. Nicht nur viele meiner Leser sind #TeamGill. Er ist ein außergewöhnlicher Mensch, ehrlich, verlässlich und locker.

 

5. Elenor Avelle ist nicht dein richtiger Name, oder? Wie bist du auf dein Pseudonym gekommen und warum hast du dir eines ausgewählt?

Meine Persönlichkeit kommt den Anforderungen des heutigen Autorendaseins nicht sehr entgegen. Deshalb finde ich ein Alter Ego für mich unerlässlich, dass meine Autorenseite nach außen präsentiert. Ein Pseudonym zu finden, ist gar nicht so einfach. Ich habe meinen Vornamen eingebaut, meinen Lieblingscharakter aus den Jane Austen Romanen, eine Schriftstellerin, die ich sehr bewundere. Auch ein Teil meines Nachnamens ist enthalten und da ich ein Fable für Schnörkel habe, habe ich noch zwei Buchstaben mit weichem Klang eingebaut.

6. Wie gehst du beim Schreiben deiner Geschichten vor? Wird alles haarfein geplottet oder lässt du deine Charaktere auch manchmal ins Ungewisse laufen?

Ich plotte so gut wie gar nicht. Das ist für mich, als würde ich als Mutter meinen Kindern vorschreiben wollen, wer sie zu sein haben. Das Schreiben ist für mich ähnlich wie ein Rollenspiel. Es entwickelt sich, von Gewissen Grundlagen ausgehend, selbst.

 

7. Was macht dir bei der Entstehung eines Buches, vom Schreiben über Überarbeitung bis hin zur Veröffentlichung und dem Marketing am meisten Spaß?

Das hängt stark von meiner Stimmung ab. Alles kann Spaß machen und ich habe auch schon bei jedem Schritt höllisch geflucht.

 

8. Was war dein bisheriges Highlight als Autorin?

Es gab viele Highlights. Der Schritt mich in die Autorenwelt hinauszuwagen, ist für mich wahrscheinlich das größte aller Highlights insgesamt.

 

9. Wird dein nächstes Buch auch wieder im „Infiziert“ Universum spielen und kannst du uns schon ein bisschen was darüber verraten?

Mein nächstes Buch, das im kommenden Sommer 2019 erscheinen soll, wird der Abschluss der Reihe. Es ist der Folgeteil zu „Gefesselt-Der Anfang“. „Gefesselt“ war eigentlich nie geplant. Die Geschichte ist entstanden, weil einige meiner Leser sagten, sie würden gerne mehr über Gill und die Hintergründe erfahren. Allen voran eine gute Freundin von mir, der ich das Buch auch gewidmet habe. Ursprünglich habe ich Gills Geschichte nur für sie geschrieben, doch das ganze hat sich verselbstständig und dann wurde nicht nur ein Roman daraus, sondern zwei. „Gefesselt – Die Rückkehr“, die Geschichte, in der es um Gills Heimreise nach London geht, und was er in seiner Heimatstadt vorfindet, ist das Buch, dass ich nach „Infiziert“ geschrieben habe. Daraus entwickelte sich dann der Vorgängerband „Gefesselt- Der Anfang“ und Rebecca erwachte zum Leben. Das ist der spannendste Moment für mich als Schriftstellerin, wenn eine Welt oder ein Charakter aus dem Nichts entsteht.

 

10. Was wünscht du dir für 2019 und worauf freust du dich im neuen Jahr besonders?

 Ich freue mich auf viele weitere tolle Momente mit Lesern und Kollegen und bin gespannt, wohin der Wind mich treiben wird.
Vielen Dank für das spannende Interview!

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Titelbild von tolino media

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[Interview] Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang!

[Interview] Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang!

[Interview] Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang!

Hallodriho ihr Halunken!

Ihr habt noch nicht genug von Benjamin Spang? Dann bekommt ihr jetzt zur Abwechslung mal ein Interview ohne viele Worte. Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang – inspiriert von der Interviewreihe der Süddeutschen Zeitung.

Den Beitrag zur Blogtour und ein ausführlicheres Interview findet ihr *hier*

Unterstütze die Crowdfunding Kampagne zu Blut gegen Blut 2!


Sagen Sie jetzt Nichts, Herr Spang!

1. Blut gegen Blut 2 im Vergleich zu Teil 1 – was hat sich getan?

2. Wie sieht Ihrer Meinung nach ein echter Vampir aus?

3. Was mögen Sie am meisten an Katrina und Helena?

4. Blut gegen Blut wird verfilmt!

5. … mit Robert Pattinson als Katrina und Kristen Stewart als Helena!

Haha, ja das ist Absicht! 😀

6. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an die gerade laufende Crowdfunding-Kampagne denken?

7. Die Kampagne ist erfolgreich!


Damit das letzte Bild tatsächlich wahr wird, brauchen wir weiterhin EUCH! Vielen Dank für das Interview lieber Benjamin!

Ich hoffe, euch hat der Beitrag heute auch so gut gefallen wie mir. Hihihi.

[Rezension] Orelios: Das Erwachen von Clemens Kiefhaber

[Rezension] Orelios: Das Erwachen von Clemens Kiefhaber

Durch eine gemeinsame Freundin erhielt ich die Gelegenheit mit Clemens Kiefhaber in Kontakt zu treten. Freundlich und sichtlich aufgeregt stellte er mir sein Debut „Orelios: Das Erwachen“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung. Vielen lieben Dank!


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  • Autor: Clemens Kiefhaber
  • Titel: Orelios – Das Erwachen
  • Selpfublishing via Kindle Direct Publishing
  • Genre: High Fantasy, 612 Seiten
  • auf amazon* kaufen
  • Band 1 von voraussichtlich 5

Worum geht’s?
Die Länder Antaijan und Tenrack sind seit Jahrhunderten getrennt. Erzürnte Geister und ein grausamer Krieg entzweiten die beiden Länder einst. Das Überqueren der Grenze ist strengstens verboten. Einige Studenten aus Antaijan stoßen in der Bibliothek auf ein mysteriöses Tagebuch, das alle Geschichten ihres Landes auf den Kopf stellt. Im nördlichen Tenrack erscheint ein blasser Junge, der ein Dorf nach dem anderen abschlachtet. Während die Studenten die Grenze in den Norden passieren, droht im Süden ein politischer Umbruch und es scheint, als wäre die Zeit des Friedens in beiden Ländern vorbei.


Meine Meinung:

 

~Videorezension folgt~

Ein 612 Seiten starkes Debut erfordert viel Arbeit und man merkt bei Clemens Kiefhaber, dass er viel Mühe und Liebe hineingesteckt hat. Mit den Ländern Antaijan und Tenrack baut er eigene Kulturen, Religionen und Traditionen auf, zeichnet eine komplexe und reiche Fantasy-Welt abseits des Elfen-Zwerge-Einheitsbreis. Eigene Fauna, Flora, Tiere und Mythen geben dem ganzen einen wunderbaren Rahmen.

Wir begleiten allerlei Charaktere aus beiden Ländern und so ist das Charakterverzeichnis am Ende wirklich sehr hilfreich, da es zeitweise schwer ist, einen Überblick zu behalten, wer wer war. Einige Perspektiven heben sich positiv hervor, wie die der tenrackischen Jägerin Noriat oder die des Soldaten Ilfran, dessen Rolle im Gefüge noch nicht ganz klar wird. Dass alle Charaktere irgendwie zusammenhängen, wird Stück für Stück deutlich. Alle sind Zahnräder in der Geschichte einer Welt, denn wir erleben live den Umbruch zweier Länder.

Ein bunter Mix von Charakteren…

Die Kapitel mit Regotar haben mir leider am wenigstens gefallen. Es ist zwar interessant, die Steinmetzzucht und das Dorfleben kennen zu lernen und mehr über das geheimnisvolle blaue Metall zu erfahren, aber seine persönliche Geschichte und sein Charakter haben bei mir für keinerlei Interesse gesorgt. Seine Abschnitte habe ich meistens übersprungen.

Student Dargan wirkt in der altertümlichen Welt durch seine Gewieftheit und Intelligenz fast etwas fehlplatziert. Seine Handlungen und die seiner Freunde bringen jedoch die wichtigsten Steine ins Rollen und lehren uns mehr über die Welt. Manchmal waren mir seine Gedankengänge zu ausufernd und ich hoffe, er wird noch etwas menschlicher. Er ist sehr sympathisch, aber er scheint mir fast etwas zu perfekt und liebenswert? Ich würde ihn mit Sherlock Holmes vergleichen – da er noch zu wichtig und intelligent ist, fürchtet man nicht wirklich um ihn und bangt mit ihm mit.

Noriats erstes Kapitel war fesselnd und auch sonst war die tapfere Jägerin mein liebster Charakter im Buch. Sie ist hitzköpfig, liebevoll und entschlossen. Ihre verschiedenen Beziehungen zu ihrem Bruder, den anderen Jägern und Kriegern und den späteren Gefangenen sind vielschichtig und faszinieren. In ihren Kapiteln erfahren wir außerdem viele Schlüsselmomente und Informationen.

Die Kapitel von Aschandreij und Sheijan haben sich teilweise etwas gezogen, waren aber interessant und ein spannender, wenngleich weniger turbulenter Gegensatz zu Noriats und Dargans Abenteuern.

Da ist noch Luft nach oben…

Clemens Kiefhabers Schreibstil ist solide und lässt sich flüssig lesen. Dennoch sehe ich an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf bzw. mehr Gründlichkeit des Lektorats.

Ich musste beim Lesen oft ausufernde Beschreibungs- und Gedankenabsätze überspringen. Eine komplett eigene Welt zu erschaffen ist eine große Leistung und benötigt viele Erklärungen, jedoch fühlte ich mich manchmal von den Informationsblöcken erschlagen. Hier würde ich mir für kommende Bände mehr „Show, don’t tell“ und Selektion wünschen (Was ist jetzt für den Leser wichtig? Was spielt im folgenden Kapitel eine Rolle? Was kann ich in Dialoge oder Handlungen einweben?). Außerdem sind mir einige Redundanzen aufgefallen – Die Charaktere dachten sehr viel nach und stellten sich oft viele Fragen. Fragen, die ich mir als Leserin ohnehin stelle. Manchmal waren es auch unnötige Dopplungen und Füllwörter.

Dargan machte sich schon jetzt Sorgen um Teveij, die es selbst in einer kühlen Nacht schon zu sehr fror. Wie sollten sie die eisige Kälte von Tenrack überstehen?

Man kann dem Leser ruhig ein wenig eigene Denkleistung zumuten, denke ich.

Die erste Hälfte war teilweise etwas zäh und es dauerte bis ich in die Geschichte hineinkam und die Charaktere und ihre Bedeutung verstanden habe. Der umfangreiche Weltenbau und die vielen originellen Ideen und Verstrickungen sind jedoch definitiv Pluspunkte und für ein Debut ist das auf jeden Fall richtig gut. Außerdem gibt es eine liebevoll gestaltete Karte am Anfang!

Da das ganze erst der Auftakt zu einem epischen Abenteuer ist, würde ich mir folgende Bände ein bisschen mehr Pfeffer und Tempo wünschen. Ansonsten: Mehr von dieser Welt und ihren Geschichten!

Fazit:

Das High Fantasy Debut von Clemens Kiefhaber hat noch einige kleine Kinderkrankheiten, hat jedoch durch den tollen, einfallsreichen Weltenbau und die komplex gestrickte Geschichte eine Menge Potenzial. Für Fans von detailliertem Weltenbau und genauen Beschreibungen ein Genuss, für ungeduldige Leser aber leider etwas zu langatmig. Von mir gibt es drei Seesterne.

Weitere Meinungen:

Ihr habt eine Rezension zu diesem Buch geschrieben? Schreibt mir gerne, dann verlinke ich euch!


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[Rezension] Scream Run Die von Tanja Hanika

[Rezension] Scream Run Die von Tanja Hanika

Scream Run Die von Tanja Hanika

Nachdem ich von Tanjas Buch „Zwietracht“ begeistert war, hat sie mir auf dem Litcamp 2017 in Heidelberg ihr Buch „Scream Run Die“ geschenkt. Vielen Dank dafür und entschuldige, dass ich erst so spät dazu gekommen bin, es zu lesen und zu rezensieren.


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  • Autorin: Tanja Hanika
  • Titel: Scream Run Die
  • Genre: Horror, Slasher, blutig
  • 122 Seiten, Taschenbuch: 7,99€ | Ebook: 2,99€
  • auf amazon* kaufen

Worum geht’s?
Milton überfährt auf dem Highway eine seltsame Kreatur. Um den Unfall geheim zu halten, verstaut er das Wesen in seinem Kofferraum und fährt zu seinen Freunden, die eine Hausparty veranstalten. In der Abgeschiedenheit, provoziert von Alkohol und Langeweile, probieren sie Gläserrücken mit einem Ouija Brett aus unds müssen bald erkennen, dass sie von jemandem oder etwas verfolgt werden…


Meine Meinung

Das Buch inklusive Survival Tipps des Killers verspricht eine spannende Hetzjagd auf eine Gruppe Jugendlicher.

Leider war es für mich kein fesselndes Erlebnis. Die 122 Seiten reichen nicht, um eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, man leidet und bibbert nicht mit ihnen, sondern zuckt lediglich mit den Schultern, wenn sie aufgeschlitzt werden. Manche Handlungen und Entscheidungen, sowie die Motive des Killers waren auch einfach nicht wirklich glaubwürdig und nachvollziehbar.

Tanja Hanika spielt gezielt mit einigen typischen Horrorfilmklischees – Jugendliche allein zuhaus, Gläser rücken, die durchtrennten Stromkabel, das mysteriöse Wesen im Kofferraum, der maskierte Killer. Bei mir hat das leider aber weder für ein Schmunzeln, noch für Schauer gesorgt.

Ich bin eher der Fan von psychologischem Horror, was nicht heißt, dass ich es nicht auch mal blutig und klassisch mag. Aber bei diesem Buch ist der Funke leider nicht übergesprungen, vielleicht weil ich so viel in diesem Genre unterwegs bin.

Ich hätte mir mehr Zeit gewünscht, die Charaktere kennen zu lernen, mehr Zeit für das Versteckspiel mit dem Killer, mehr von der bedrohlichen Atmosphäre und Ausweglosigkeit oder noch blutigere Kills. So bleibt das Buch leider für packenden Psychohorror zu harmlos und für einen gedärmereichen Slasher zu seicht.

Tanja Hanikas Schreibstil und ihre Ideen sind gut, womöglich hatte ich nach Zwietracht einfach etwas zu hohe Erwartungen. Die Begeisterung beim Schreiben, die Extras und die Liebe zum Detail merkt man Tanja aber absolut an. In meinem Exemplar des Buches war wirklich der Glückskeks-Spruch versteckt, der im Buch erwähnt wird und ich war richtig geflasht, als mir der beim Lesen in den Schoß gefallen ist. Die Tipps des Killers sind unterhaltsam und Pflicht für alle Horror-Neulinge.

Fazit:

Mich konnte das Buch leider nicht vollends überzeugen. Die guten Ideen sind leider durch die Kürze nicht richtig ausgenutzt worden, sodass die Spannung ihren potenziellen Gipfel nicht erreichen kann. Tanjas Schreibstil ist gut und bei Zwietracht hat sie bewiesen, dass Horror ihr liegt, aber „Scream, Run, Die“ war für mich leider kein Highlight. Ich würde das Buch eher Leser*innen empfehlen, die sich sonst nicht an Horror heranwagen und sich zur Abwechslung mal trauen möchte. Ich vergebe 2,5 bis 3 Seesterne.

 

Weitere Meinungen:


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[Rezension] Infiziert: Geheime Sehnsucht von Elenor Avelle

[Rezension] Infiziert: Geheime Sehnsucht von Elenor Avelle

Die liebe Nora aka Elenor Avelle ist so ein lieber, fröhlicher und aufgeschlossener Mensch. Ich durfte sie schon auf dem litcamp persönlich kennen lernen! Und ich habe ihr Buch „Infiziert: Geheime Sehnsucht“ als Rezensionsexemplar in der Ebook-Version bekommen. Vielen Dank nochmal dafür! Bei so einer laufenden Blumenwiese denkt man gar nicht, dass sie eine so düstere, spannende und brutalen Zombie-Apokalypse schreiben kann.

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Elenor Avelle – Infiziert: Geheime Sehnsucht

Worum geht’s?

Viele Jahre sind seit dem Ausbruch eines Zombievirus vergangen. Mit einer Machete bewaffnet kämpft sich Charlie durch die Straßen und begegnet dabei sowohl fleischhungrigen Monstern, als auch Gruppen von Überlebenden. Obwohl sie sowohl in der Gruppe des coolen Gill als auch des besorgten Rafaels einen Platz hat, treibt es sie immer wieder durch die Straßen. Sie weiß, sie wird beobachtet. Von einem geheimnisvollen Fremden, der ihr hilft, sich ihr jedoch nie zeigt. Charlie scheint gegen den Zombievirus immun zu sein und als sie auf nicht-verwandelte Leichen stößt, kommt ihr der Verdacht, dass sie vielleicht nicht die einzige Person ist. Auf der Suche nach der Lösung des Rätsels, der Identität des Fremden und nach einem sicheren Ort schlägt sich die toughe Charlie durch Zombieherden und Monster in Menschengestalt. Die Wahrheit, die sie hinter den Mauern eines geheimen Instituts finden soll, ist jedoch nicht weniger gefährlich als die Bedrohung in Form von gehirnfressenden Untoten.

  • Genre: Dystopie, Science Fiction, Zombieapokalypse, Abenteuer
  • Selfpublishing via Books on Demand
  • Taschenbuch*: 14,99*€ | Ebook: 7,99*€

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Meine Meinung

Das Cover wurde von der unfassbar talentierten Christin Thomas gestaltet und ich finde, es sieht einfach stimmig und professionell aus. Wir sehen Charlie, eine toughe, furchtlose Heldin und die drohende Gefahr durch die Zombies. Mir gefällt die Farbgebung sehr gut.

Elenors Schreibstil ist sehr gut, lässt sich flüssig lesen und sie versteht es, den Szenen und den Charaktere mit ihren Worten leben einzuhauchen. Mir sind keine Fehler oder unpassenden Formulierungen aufgefallen und ich wurde ganz in den Bann der Geschichte gezogen.

Ein absolutes Herzstück waren die tollen Charaktere! Sie wirkten lebendig und nicht so generisch und öde wie oftmals in anderen Zombie-Geschichten. Die Gruppen handelten emotional, rational und intelligent. Sie planten, sie verloren die Kontrolle und alles wirkte glaubhaft und nicht an den Haaren herbeigezogen. Es gab Charaktere, die durch die Umstände in den Wahnsinn getrieben wurden, Charaktere deren Wahnsinn durch den Tod überall erst richtig aufblühte.

  • Charlie ist eine unfassbar toughe, intelligente und bedachte Protagonistin. Sie ist so unfassbar cool und dabei ist sie nicht overpowered oder zu perfekt. Auch sie hat Sorgen, die sie umtreiben, Gewissensbisse und Gefühle – aber dennoch ist sie eine wahrhaft heldenhafte und konsequente Person. Manchmal wirkt sie beinahe unbeteiligt und kühl und dann scheint doch wieder Wärme hindurch. Eine absolut geniale Heldin! (Einzig ihre Hintergrundgeschichte – auch wenn die interessant war – war für mich ein bisschen too much)
  • Gill & seine Gruppe sind meine liebste Gruppe. Gill ist so ein cooler, großherziger und entspannter Typ und ich glaube, ich würde mich nirgendwo sicherer fühlen, wenn eine Apokalypse losbricht. Francis aka „Hulk“ hätte ich übrigens gern als Onkel. Oder Kumpel. Oder Haustier oder Beschützer. Er ist einfach zu genial und sein schwarzer Humor hat so manche düstere Szene aufgeheitert.
  • Liam hat übrigens verdammt viel „Bookish Boyfriend“ Potenzial. Seine nachdenkliche, entschlossene Art und seine Beziehung zu Hund Freya sind so knuffig. Und er fährt Motorrad und hat coole Fähigkeiten und ist besorgt und engagiert. Hach!

Ich liebe Zombies. Meistens sind Bücher, Filme und Serien zu dem Thema repetetiv, aber irgendwie stürze ich mich dennoch gerne in verfallende, verwesende Welten und bin froh, in meinem gemütlichen Bett zu liegen. Elenor vereint in „Infiziert“ alles, was für mich eine gute Zombie-Geschichte ausmacht. Dabei hält sie eine wunderbare Balance zwischen Gewalt, Spannung, emotionalen Dilemmata und der Suche nach einer Lösung.  Für mich war der Inhalt absolut rund und stimmig. Ich mag es, wenn in Zombie-Geschichten den Ursachen der Infektion auf den Grund gegangen wird, wenn die Geschichte sich nicht ewig wie Kaugummi in immergleichen Mustern abwickelt. Das hat Elenor hier definitiv umgangen, in dem wir eine gewisse Zweiteilung des Buches haben. Einmal die zombieverseuchte Welt hinter den Mauern des Institus und dann die kaum weniger bedrohliche Entwicklung hinter den Mauern. Die aufgegriffenen Thematiken, die moralischen Konflikte, die vielen verschiedenen Facetten von Menschlichkeit. Einfach bombastisch! Für mich hat dieses Buch alles vereint, was ich von einer guten Geschichte erwartet. Abenteuer, Geheimnisse, Action, ein bisschen Liebe, Metathemen. Booooom!

Ich hab zum Ende so mitgefiebert, es wurde nochmal so spannend und mich hat es schier zerissen vor Ungewissheit und Hoffnung. Das Ende bietet auf jeden Fall Platz für weitere Bücher in diesem Universum und öffnet weitere Türen. Ich war nach dem Lesen richtig geflasht.

Fazit:

Was für ein Höllenritt! Im positiven Sinne. „Infiziert“ hat alles was eine gute Geschichte braucht und noch mehr. Ich liebe die Charaktere, fand die Entwicklung total spannend und brauche definitiv eine Printversion zum Anhimmeln. Ich muss hier und da schweren Herzens ein paar Abzüge geben, denn Charlies schnelles Vertrauen zum Fremden und ihre Vergangenheit waren mir ein bisschen zu viel des Guten. Aber das ist wirklich Meckern auf höchstem Niveau und ich gebe dem Buch 4,5 Seesterne.

4,5seesterne

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