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[Rezension] The future is female von Scarlett Curtis

[Rezension] The future is female von Scarlett Curtis

[Rezension] The future is female von Scarlett Curtis

„The future is female“ schreit einen schon mit dem quietschpinken Cover direkt an. Das Buch hatte ich schon länger im Blick und durfte es nun dank dem Goldmann Verlag und dem Bloggerportal als Rezensionsexemplar lesen.


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  • Titel: The future is female – Was Frauen über Feminismus denken
  • Herausgeberin: Scarlett Curtis, übersetzt von Antje Althans, Katrin Harlaß, Elke Link, Kristin Lohmann, Johanna Ott und Sophie Zeitz
  • Genre: Sachbuch, Essay Sammlung
  • Verlag: Goldmann
  • 416 Seiten, Ebook: 9,99€ | Broschiert: 12€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
In diesem Buch schreiben Frauen und als Frau gelesene Personen aus aller Welt ihre Gedanken, Erfahrungen und Wünsche rund um die Themen Feminismus und Weiblichkeit nieder. Von Keira Knightley über Jameela Jamil, von Emma Watson bis hin zu Karla Paul und Katrin Bauernfeind.


Meine Meinung:

Ich habe ziemlich lange gebraucht, um dieses Buch durchzulesen. Vermutlich weil es kein Roman ist, sondern sehr unterschiedliche Texte von sehr unterschiedlichen Menschen. Die Texte sind thematisch gegliedert, unterschiedlich lang und auch Gedichte finden sich darin.

 

„Sei Pippi, nicht Annika. Aber wer sagt, dass die Annikas dieser Welt – brav, fleißig, hübsch – unfeministisch und unfrei sind, wenn auch sie aktiv werden?“ (Fränzi Kühne, S. 278)

Erstmal muss ich positiv hervorheben, dass in diesem Buch nicht nur privilegierte, weiße cis Frauen zu Wort kommen, sondern auch trans Frauen und People of Color. Frauen aus allen Ecken der Welt, aus verschiedenen sozialen Schichten und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen.

Feminismus ist auch in unserer heutigen Gesellschaft noch sehr wichtig und umso mehr wollte ich alle Texte in diesem Buch lieben. Aber manche haben in mir einfach nichts ausgelöst. Kein Gefühl von Verbundenheit, keine Wut, keine Nachdenklichkeit. Sie waren mir zu zahm, zu leise, zu konfus. Und das trübt meine Meinung des Buches leider, weil ich mich stellenweise wirklich ein bisschen zwingen musste, weiterzulesen. Auch finde ich es schade, dass es keine Infos zu den Autor*innen gab und man selbst Google bemühen musste, um mehr zu erfahren als zwei Schlagworte.

 

„Mein Gott, wir müssen schon erstaunliche Geschöpfe sein, dass wir diese ganze Scheiße überstanden haben. Sagt ihm das.“ (Jameela Jamil, S. 145)

Spread the word

Besonders gut gefallen haben mir die Texte von Jameela Jamil, Charlie Craggs, Katrin Bauernfeind, Stefanie Lohaus, Keira Knightley, Alice Wroe, Fränzi Kühne und Nimco Ali. Emma Watson hat in ihrem Text Platz gemacht für feministische Literaturempfehlungen aus aller Welt. Die Listen von Amani Al-Khatahtbeh, Jordan Hewson, Zoe Sugg und Olivia Perez sind pointiert und informativ, Texte wie von Lauren Woodhouse-Laskonis und Amika George regen zum Nachdenken an. Das Schlusswort von Scarlett Curtis rundet das Buch gut ab und macht Lust, seine eigenen Gedanken auf den letzten paar Seiten zu notieren. Da ist nämlich tatsächlich Platz dafür. Eine schöne Idee!

Perfekte Feminist*innen gibt es nicht. Der Ausdruck ist ein Widerspruch in sich. Feminist*innen leben von Unzulänglichkeiten. Sie verwandeln Schwäche in Stärke und Verletzlichkeit in Kraft. (Scarlett Curtis, S. 407)

Ich kann gar nicht so viel über dieses Buch sagen, denn es ist voller Aussagen und Dinge, die mich begeistern und mich laut „Ja!“ rufen lassen. Trotz der Kritik kann ich das Buch empfehlen. Denn ist es eben vielfältig, ganz unterschiedlich und jeder Lesende wird einen Text finden, der gefällt.

„Ich bin nicht das schwächere Geschlecht. Du bist nicht das schwächere Geschlecht. Wir sind nicht das schwächere Geschlecht.“ (Keira Knightley, S. 160)

 

Fazit:

Einige Texte waren richtig gut, inspirierend und motivierend. Andere wirkten auf mich unfertig, unrund und konnten mich weder begeistern noch zum Nachdenken anregen. Aber das zeigt mir auch, dass es vielfältig ist und vermutlich viele verschiedene Menschen ansprechen kann. Positiv hervorzuheben ist auch, dass Frauen und als Frauen gelesene Personen aus unterschiedlichsten Kulturen zu Wort kamen. Ich habe mich schon viel mit dem Thema Feminismus beschäftigt, weswegen ich mir teilweise noch tiefgründigere, informative Texte gewünscht hätte. Für Menschen, die bisher nur wenig Berührungspunkte mit Feminismus und den dazugehörigen Themen haben, sicherlich aber ein gelungener Überblick.

Weitere Meinungen:

 


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Verlagsvorschauen 2019 – Meine Highlights!

Verlagsvorschauen 2019 – Meine Highlights!

Verlagsvorschauen 2019 – Meine Highlights!

 Ich hab mich durch die Verlagsprogramme gewühlt und wieder einige Schätze ausgegraben, die auf meine Wunschliste kommen. Wie soll man mit dem Lesen hinterher kommen, wenn so viele Highlights erscheinen. Hach!


(Werbung wegen Namensnennung)

Jugendbuch

Julie Murphy: Ramona Blue

Ramona liebt Mädchen, da ist sie sicher. Sie weiß auch, dass sie obwohl sie ihre Eltern sehr liebt, nicht ewig in ihrem Heimatstädtchen leben möchte. Als ihr alter Freund, der Wettkampfschwimmer Freddie wiederkommt und sie überzeugen kann, mit ihm gemeinsam zu Schwimmen zu gehen, gerät Ramonas Leben durcheinander. Freddie weckt Gefühle in ihr und Ramona muss sich fragen – kann man Mädchen UND Jungs lieben?

  • Autorin: Julie Murphy, Übersetzung: Kattrin Stier
  • Titel: Ramona Blue
  • Verlag: Fischer FJB
  • ISBN: 978-3-8414-4025-9
  • gebunden 18,99€
  • lieferbar ab 22. Mai 2019

Warum ich mich freue?
Ich mochte Dumplin‘ von Julie Murphy schon total gerne. Sie hat bewiesen, dass sie Themen, die (nicht nur) Jugendliche bewegen, in unterhaltsame Geschichten verpacken kann. Dass mit Ramona ein LGBTQ+ Charakter im Fokus steht, finde ich wunderbar. Und wenn es einen Sport gibt, den ich gerne mag, dann ist es Schwimmen! Schließlich war ich selbst mehrere Jahre als Rettungsschwimmerin aktiv.

 

Lucy van Smit – The Hurting

Nell glaubt nicht an Liebe auf den ersten Blick. Bis sie Lukas, dem Sohn eines reichen Ölmagnaten, begegnet. Mit ihm ist sie glücklich, doch er hat eine dunkle Seite voller Geheimnisse. Als Nell dahinter kommt, ist es bereist zu spät und sie wird von der Polizei gesucht. Sie flieht sich in die norwegischen Wälder und ein Kampf gegen die Mächte der Natur, das Gesetz und ihre große Liebe beginnt.

  • Autorin: Lucy van Smit, übersetzt von Sophie Zeitz
  • Titel: The Hurtig
  • Verlag: Carlsen/Chicken House
  • ISBN: 978-3-551-52112-5
  • gebunden 17€
  • erscheint im März 2019

Warum ich mich freue?
Mädels, die nicht an Liebe auf den ersten Blick glauben und sich dann doch Hals über Kopf verknallen – das ist nichts Neues. Mich lockt eher der zweite Teil der Geschichte. Kindesentführung? Eine Flucht in die Wälder? Das klingt nach einer spannenden, turbulenten Geschichte.

 

Ceylan Scott: Auf einer Skala von 1 bis 10

Tamar sitzt einer geschlossenen Jugendpsychiatrie und ihre Freundin Iris ist tot. Sie soll Fragebögen beantworten, in Gesprächen über Iris‘ Tod sprechen. Doch Tamar bringt kein Wort heraus, denn das Monster in ihrem Kopf tobt viel zu laut. TW: Borderline Persönlichkeitsstörung

  • Autorin: Ceylan Scott, übersetzt von Beate Schäfer
  • Titel: Auf einer Skala von 1 bis 10
  • Verlag: Carlsen/Chicken House
  • ISBN: 978-3-551-52111-8
  • gebunden
  • erscheint im März 2019

Warum ich mich freue?
Psychische Krankheiten sind tabuisiert und werden dämonisiert. Die Autorin des Buches leidet an derselben psychischen Erkrankung wie ihre Hauptfigur und schreibt ehrlich und ungeschönt über die Schwierigkeiten und Vorurteile. Das kombiniert mit einer Prise Thriller und Coming of Age klingt hochspannend!


Roman

Shaun Bythell: Tagebuch eines Buchhändlers

Buchhändler! Absoluter Traumjob, oder? In Wigtown ist die größte Second Hand Buchhandlung Schottlands, in der Shaun Bythell arbeitet. Hinter meterhohen Büchertürmen, Regalen bis zur Decke und dem Geruch von Papier verbergen sich allerlei Geschichten. Nervige Kunden, rare Fundstücke und schwächelnde Umsätze – die Geschichte über Buchhandlungen hinter den Kulissen.

  • Autor: Shaun Bythell, übersetzt von Mechthild Barth
  • Titel: Tagebuch eines Buchhändlers
  • Verlag: btb
  • ISBN: 978-3-442-71865-8
  • Taschenbuch 11,99€
  • erscheint im September 2019

Warum ich mich freue?
Bücher über Bücher, Buchhändler*innen und Buchhandlungen haben ihren ganz eigenen Charme. Da ich selbst in einem modernen Antiquariat jobbe, hat dieses Buch sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Es hört sich witzig, interessant und sehr sympathisch an!


Fantasy/SciFi

Jonathan Maberry: V-Wars – Die Vampirkriege

Los Angeles: Der Schauspieler Michael Fayne wacht nach einem One Night Stand neben einer verstümmelten Leiche auf. Bald stellt er fest: Er ist Patient 0 eines vampirartigen Virus. Das Auftauchen der Vampire wirft die Gesellschaft in ein moralisches Chaos. Müssen die Blutsauger beseitigt werden oder ist ein friedliches Miteinander möglich?

  • Autor: Jonathan Maberry, Übersetzung: Maike Hallmann und Birgit Herden
  • Titel: V-Wars – Die Vampirkriege
  • Verlag: Fischer TOR
  • ISBN: 978-3-596-70458-3
  • Paperback 16,99€
  • erscheint am 27.02.2019

Warum ich mich freue?
Ich mag klassische Vampire. Also Blutsauger, die nicht glitzern. Außerdem mag ich es, wenn die gesellschaftlichen Konsequenzen und politischen Folgen miteinbezogen werden, wenn es um die Aufdeckung übernatürlicher Wesen geht. Im Manga Devil’s Line werden die Monster auch „entdeckt“ und müssen sich mit den Folgen auseinandersetzen. Das gibt den klassischen Problematiken um das Vampirdasein nochmal einen Haufen Schwierigkeiten und Hindernisse. Außerdem wird zu dem Buch eine Netflix Serie produziert. Yay!

 

Ransom Riggs: Der Atlas der besonderen Kinder

Das vierte Buch um die besonderen Kinder der Miss Peregrine und der Auftakt einer neuen Trilogie. Die Geschichte schließt an die Trilogie an, weswegen ich zum Inhalt nicht so viel erzählen möchte. Aus den Zeitschleifen in die moderne Welt werden die Bindungen der besonderen Kinder, ihre bisherigen Erfahrungen und Einstellungen herausgefordert. Denn in Amerika sind die Besonderen ganz anders organisiert als in Europa.

  • Autor: Ransom Riggs, übersetzt von Silvia Kinkel
  • Titel: Der Atlas der besonderen Kinder
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3-426-22657-5
  • gebunden 18€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
ICH LIEBE DIE BESONDEREN KINDER Ich habe schon lange auf das Buch hingefiebert. Nachdem ich das englische Original bereits verschlungen habe, kann ich nur bestätigen: Das wird wieder ein tolles, übernatürliches Abenteuer mit viel Wortwitz und genialen Ideen (MILLARD UND LILLY FTW). Aber auch unter ulkigen Szenen geht die Ernsthaftigkeit nicht verloren. Unsere Helden müssen sich hinterfragen, sich selbst und ihren Ängsten stellen und wachsen. Einfach genial!

 

Liza Grimm: Die Helden von Midgard

Die Vorgeschichte zu „Die Götter von Asgard„! Walküre Kára war eine der coolsten Figuren in DGvA, großherzig und tough. Aber wie wurde sie zu dieser Frau? In „Die Helden von Midgard“ erfahren wie ihre tragische, emotionale Geschichte. Sie verliebt sich in den Menschen Erik, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Die einzige Möglichkeit für ihre Liebe ist, Erik, zu einem Helden zu machen und ihn nach Wallhalla zu holen. Doch es scheint, dass die Götter sich gegen sie verschworen haben…

  • Autorin: Liza Grimm
  • Titel: Die Helden von Midgard
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3-426-52371-1
  • Broschur 12,99€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
Ich durfte der lieben Liza als Testleserin meinen Senf aufdrücken und schon in die Geschichte spitzeln. Deshalb weiß ich, dass sie gegenüber „Die Götter von Asgard“ nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt hat. Fesselnd und emotional packt euch Káras Vergangenheit am Kragen. Zwar ist die Geschichte romantischer, aber auch düsterer und stellt viele philosophische Fragen an die Welt und die Charaktere. Das. wird. großartig!

 

Katharina V. Haderer: Das Schwert der Totengöttin

Im Stadtstaat Tradea erheben sich die Toten. Gardist Erik ist sicher, dass dahinter nur die Kräuterhexe Mirage stecken kann. Als er sie stellt und dem Gericht übergibt, erzählt sie ihm jedoch vom gestohlenen Artefakt der Totengöttin Nif.

  • Autorin: Katharina V. Haderer
  • Titel: Das Schwert der Totengöttin
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3-426-52452-7
  • Broschur 9,99€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
Die Geschichte hört sich düster, spannend und magisch an. Außerdem Dark Fantasy einer deutschen Hybridautorin – das würde ich gerne unterstützen. Auch das Cover sieht wunderbar mystisch und geheimnisvoll aus, findet ihr nicht?

 

Mara Elbrach: Die Gabe des Winters

Heldin Nuria ist Gefangene am Hof des dunklen Lords und Magier Tarik, der das Volk knechtet. Im Land herrscht ewiger Winter. Doch dann entdeckt Nuria Fähigkeiten in sich, mit denen sie den Kälte beenden könnte. Aber dazu muss Nuria Tarik vom Thron werfen, in den sie sich in ihrer Zeit in Gefangenschaft verliebt hat.

  • Autorin: Mara Elbrach
  • Titel: Die Gabe des Winters
  • Verlag: Blanvalet
  • ISBN: 978-3-7341-6193-3
  • Paperback 12,99€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
Ein bisschen Romantasy darf nie fehlen! Ein dunkler Lord, eine junge Magierin und ein winterliches Setting? Das klingt genau nach meinem Geschmack. Ich bin gespannt wie die Liebe des Lords Tarik und der Gefangenen Nuria entsteht. Und schaut euch mal das Cover an. Wie schön ist das denn?

 

Quifan Chen: Die Silizium Insel

Auf der Silizium Insel im Südwesten Chinas wird der Elektroschrott der Welt recyclet. Auf der Insel herrschen ganz eigene Gesetze und Dynamiken, giftige Dämpfe, Müllsucher, Elend. Als eine amerikanische Firma ihre Fühler nach der Insel ausstreckt, droht die labile Ordnung der Insel vollends zusammenzubrechen.

  • Autor: Quifan Chen, übersetzt von Marc Hermann
  • Titel: Die Silizium Insel
  • Verlag: Heyne
  • ISBN: 978-3-453-31922-6
  • Klappbroschur 16,99€
  • erscheint im Oktober 2019

Warum ich mich freue?
Ich bin ja nicht so der SciFi-Freund. Aber die Geschichte um eine Elektroschrott-Insel klingt gleichzeitig fantastisch und sehr realistisch. Außerdem habe ich bisher kaum Bücher von chinesischen Autoren gelesen, was mich zusätzlich neugierig auf den Erzählstil von Quifan Chen macht!

 

Madeleine Puljic: Noras Welten – Durch den Nimbus

Selfpublishing Preis Gewinnerin Madeleine Puljic schreibt über Nora, die Angst vor Büchern hat. Warum? Weil sie jedes Mal, wenn sie beginnt, zu lesen in die Geschichte hineingezogen wird. Um das zu überwinden begibt sich Nora zu einem Hypnosetherapeuten. Doch nun werden sie beide in eine Geschichte gesogen und müssen feststellen: Sie kommen vermutlich nur wieder raus, indem sie die Geschichte bis zum Ende überstehen.

  • Autorin: Madeleine Puljic
  • Titel: Noras Welten – Durch den Nimbus
  • Verlag: Piper
  • ISBN: 978-3-492-26036-7
  • Klappbroschur 13€
  • erscheint am 02.04.2019

Warum ich mich freue?
Wenn Selfpublisher-Titel es zum Verlag schaffen, freut mich das immer sehr. Schon bei der Preisverleihung 2017 klang die Geschichte ziemlich spannend und hat mich neugierig gemacht.

 


Horror

Scott Thomas: Kill Creek

Ein Haus, dessen Besitzer kein glückliches Ende fanden. Vier Horrorautoren und eine Marketingkampagne, die mehr als Gag gedacht ist. Doch aus Spaß wird tödlicher Ernst, als jemand stirbt.

  • Autor: Scott Thomas, übersetzt von Kristof Kurz
  • Titel: Kill Creek
  • Verlag: Heyne
  • ISBN: 978-3-453-32025-3
  • Klappbroschur 14,99€
  • erscheint im September 2019

Warum ich mich freue?
Ich weiß auch nicht, warum ich verfluchte/verspukte Häuser so liebe. Die Vorstellung keine hormongesteuerten Teenager, sondern vier Horrorautoren in ein solches Setting zu packen, verspricht witzige Anekdoten und klug handelnde Charaktere

 

Grady Henrix: Der Exorzismus der Gretchen Lang 

Die ganz normale Gretchen verwandelt sich nach einem LSD Trip in ein sadistisches Biest. Sie manipuliert, schikaniert und terrorisiert ihre Mitschüler*innen. Ihre Freundin Abby ist sicher: Gretchen ist von einem Dämon besessen. Oder?

  • Autorin: Grady Henrix, übersetzt von Jakob Schmidt
  • Titel: Der Exorzismus der Gretchen Lang
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3-426-22690-2
  • Klappbroschur 16,99€
  • erscheint am 01.03.2019

Warum ich mich freue?
Bisher habe ich über Grady Henrix nur Gutes gehört. Als olle Horrorliebhaberin sprechen mich Bücher dieser Art oft an. Exorzismus? Wer ist hier verrückt? Count me in.

 


Sachbuch

Olivia Wollinger: Essanfälle adé

Olivia Wollinger litt selbst jahrelang an einer Essstörung. Wie sie diese überwunden hat und es geschafft hat, Essen nicht mehr als Emotionsregulations-Mechanismus einzusetzen erfährt man in diesem autobiografischen Ratgeber.

  • Autorin: Olivia Wollinger
  • Titel: Essanfälle adé
  • Verlag: Ullstein
  • ISBN: 978-3-548-06014-9
  • Taschenbuch 9,99€
  • erscheint am 25.01.2019

Warum ich mich freue?
Wie ihr vielleicht wisst, bin ich übergewichtig. Daran gibt es nichts zu beschönigen, aber ich mag mich, wie ich bin. Was mich allerdings belastet, ist, dass ich oft wenn ich traurig/wütend oder gelangweilt bin, zu Snacks greife. Emotionales Essen. Ich weiß es besser, aber ich komme nicht gegen die jahrelang eingeschlichenen Verhaltensmuster an. Olivia Wollinger arbeitet inzwischen selbst mit Klienten und Körperarbeit an dem Thema. Vielleicht finden sich ja in dem Buch gute Ansätze, um mein Frustessen ein bisschen besser regulieren zu können?

 

Irvin D. Yalom: Wie man wird, was man ist (Memoiren eines Psychotherapeuten)

Psychoanalytiker Irvin D. Yalom wurde als Sohn russischer Eltern in den USA geboren. Er ist einer der bekanntesten Psychoanalytiker des Landes, der über ein turbulentes, spannendes Leben zu berichten hat. Das hat er zu großen Teilen, in seiner Arbeit als Psychotherapeut, anderen und deren Geschichten gewidmet. In diesem Buch erzählt er nun seine eigene.

  • Autor: Ivirn D. Yalom, übersetzt von Barbara von Bechtolsheim
  • Titel: Wie man wird, was man ist (Memoiren eines Psychotherapeuten)
  • Verlag: btb
  • ISBN: 978-3-442-71842-9
  • Broschur 12€
  • erscheint im Oktober 2019

Warum ich mich freue?
Irvin D. Yalom ist ein bekannter Psychotherapeut und Autor. Seine bisherigen Werke fand ich unfassbar beeindruckend, eingänglich und mir gefällt sein humanistischer, einfühlsamer Einsatz. Meist erzählt er von seinen Patienten oder psychologisch-philosophischen Themen. Ab und zu streut er persönliche Dinge ein. Umso mehr freue ich mich jetzt auf ein sehr persönliches Buch von ihm.

 

Christina Lamb: Unsere Körper sind euer Schlachtfeld (Frauen, Krieg und Gewalt)

Christina Lamb ist Kriegsreporterinnen und war Co-Autorin des Buches „Ich bin Malala“. Krieg zerstört Länder und Menschen. Geschichte von Soldaten und Politik gibt es zuhauf. Aber oft werden die Frauen übersehen, die in Kriegszeiten unsagbares Leiden ertragen müssen. Christina Lamb gibt ihnen eine Stimme und will aufmerksam für das Schicksal zahlreicher Frauen machen.

  • Autorin: Christina Lamb
  • Titel: Unsere Körper sind euer Schlachtfeld (Frauen, Krieg und Gewalt)
  • Verlag: Penguin
  • ISBN: 978-3-328-60072-5
  • Hardcover 22€
  • erscheint im April 2019

Warum ich mich „freue“?
Dieses Buch verspricht weder besonders fröhlich, unterhaltsam oder angenehm zu werden. Und doch ist es wichtig. Denn Frauen leiden überall auf der Welt. In den Wirren des Krieges geraten sie unter die Räder und die meisten Verbrechen werden nie geahndet. Ich bin gespannt auf dieses Buch und die Schicksale, die Geschichten, von denen Christina Lamb berichten wird.

 

Auf welche Bücher, die 2019 erscheinen, freut ihr euch besonders? Und soll ich auch bei Kleinverlagen, Selfpublishern und Comics & Mangas stöbern gehen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!


Titelbild Paul Schafer // Unsplash
[Rezension] Psyche? Hat doch jeder! von Lena Kuhlmann

[Rezension] Psyche? Hat doch jeder! von Lena Kuhlmann

Eine bloggende Psychotherapeutin? Irgendwie schäme ich mich ja schon, dass ich noch nicht früher über Lena Kuhlmann von freudmich gestolpert bin. Im Urlaub hat mir eine Bekannte von dem Buch vorgeschwärmt:

„Sag mal, Babsi, du studierst doch auch Psychologie, oder? Was hältst du von diesem Buch? Ich fand das soooo toll!

Ich habe mir den Klappentext durchgelesen, ein bisschen reingeblättert und war ziemlich angetan. Ein Psychologie Buch? Von einer jungen Autorin? Nicht über-esoterisch? Nicht reißerisch gegen Internet oder die Jugend von heute? Heureka!

Kaum war ich zuhause, flatterte auch schon eine Mail von der bezaubernden Anabelle (Stehlblüten) herein, die bei Eden Books ein Praktikum macht und bei dem Buch an mich denken musste. So habe ich dann ein Rezensionsexemplar und ein Buch zum Verlosen bekommen. Dankeschön!

Warum zur Hölle auf dem Bild oben eine Banane liegt und wie ihr ein Exemplar von diesem Buch gewinnen könnt, verrate ich euch am Ende des Beitrags!

Lena Kuhlmann: Psyche? Hat doch jeder!


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  • Titel: Psyche? Hat doch jeder
  • Autorin: Lena Kuhlmann
  • Verlag: Eden Books
  • Genre: Sachbuch, Psychologie
  • 256 Seiten, Ebook: 12,99€ | Paperback: 16,95€
  • auf amazon* anschauen

 

Worum geht’s?
Psychotherapeutin und Bloggerin Lena Kuhlmann will aufklären, hartnäckige Vorurteile aus der Welt schaffen und informieren. Über Psychotherapeuten, Depressionen, psychische Erkrankungen und alles drumherum. Liegt man apathisch und auf der Couch und spricht nur von seinen Eltern? Denkste! Wie spannend und vielseitig Psychologie ist und warum Schokolade zwar lecker ist, aber eben leider keine Depressionen heilt – all das erklärt Lena Kuhlmann in diesem Buch.


Meine Meinung:

Vorneweg: Ich fange in ca. einem Monat meinen Master in Psychologie an – für mich standen in dem Buch fast ausschließlich Dinge, die ich schon wusste. Für die meisten mag das Buch aber vor allem neue Erkenntnisse und Aha-Effekte beinhalten. 😉

Wir beginnen mit den Basics: Wie ist die Psychologie entstanden, welche Richtungen gibt es und wie unterscheiden die sich. Im zweiten Themenbereich geht es um Psychotherapeut, Psychologe, Psychosomatiker, Heilpraktiker. Behandlung mit oder ohne Medikamenten, Hilfe für Betroffene und Angehörige und die gängingen Krankheitsbilder. Zum Schluss gibt es noch einen Blick hinter die Kulissen der Psychotherapeuten.

Was mir besonders gut gefällt: Neben den Klassikern – Freud, Piaget, Bandura – bezieht Lena Kuhlmann auch soziale Medien, aktuelle Studien und Entwicklungen mit ein,  ohne sie zu verurteilen (wie es Manfred Spitzer gerne tut). Hintergrundwissen und Studien finde ich auch bei Sachbüchern unverzichtbar.

Für mich ist das einfach ein Zeichen von Qualität, denn viele Bücher rund ums Thema Geist und Gehirn sind gerne mal esoterische Meinungsbilder ohne wirkliche Fakten. In diesem Buch finden wir stattdessen Fachwissen, Fakten, angereichert mit persönlichen Erfahrungen aus dem Psychotherapie-Alltag.

Du psycho, ich psycho, alle psycho.

Nicht zu ausführlich und doch ausführlich genug werden die verschiedenen Therapierichtungen, die Geschichte der Psychologie und einzelne Krankheitsbilder beleuchtet. Das Buch dient als Überblick und schneidet die meisten Themen nur an. Zwar verstecken sich viele Weisheiten, hilfreiche Gedankenanstöße und einige Therapieansätze darin, aber wer sich genauer über ein bestimmtes Störungsbild informieren will, der muss noch weitere Bücher kaufen.

Dieses Buch sagt alles, was ich in meiner Litcamp Session angesprochen habe, nochmal geordneter, ein bisschen ausführlicher und kompakt zum Nachlesen. Im Bachelor Psychologie hat man unter anderem Wahrnehmungspsychologie, Motivation & Emotion, Entwicklungspsychologie, Psychopathologie, Gesundheitspsychologie und klinische Psychologie. Papageno-Effekt, Werther-Effekt, Übetragung, Kleiner Albert… Alle diese Bereiche werden im Buch zumindest angeschnitten und einige Worte dazu gesagt. Das finde ich für ein Buch mit knapp 256 Seiten echt beachtlich! (Lena Kuhlmann kann sich definitiv kürzer fassen als ich, hihi!)

Serotonin beim Lesen!

Und deswegen macht mich dieses Buch auch so rundum zufrieden und glücklich. Als Betroffene von Depressionen und Psychologie Studentin kann ich dieses Buch guten Gewissens absegnen und weiterempfehlen. Denn es klärt auf und baut Vorurteile ab, räumt mit Missverständnissen auf und gibt genug Einblick in die Marterie um ein Grundgefühl zu bekommen.

Dazu ist es schön gestaltet, sinnvoll und übersichtlich in kleine Wissenshäppchen gegliedert und gut geschrieben. Neben vollendeten Tatsachen gibt Lena Kuhlmann kein Allheilmittel – denn das gibt es nicht – sondern gibt viele Gedankenanstöße.

Da ich auch schon viele fragwürdige Bücher von Psycholog*innen gelesen habe bzw. seltsame Meinungen und Persönlichkeiten getroffen habe, bin ich zuversichtlich, dass Lena Kuhlmann mit ihrem Buch und ihrem Blog gute Arbeit leistet. Hirn, Herz und Gefühle stehen in diesem Buch im Vordergrund, nicht die Person hinter dem Buch.

Außerdem teile ich viele Ansichten der Autorin – denn sie schreckt nicht davor, auch ganz klar die Probleme beim Namen zu nennen: Die ewig langen Wartezeiten, die miesen Bedingungen bei der Ausbildung zum Psychotherapeuten. Genauso wie sie wünsche ich mir, dass die Menschen irgendwann so selbstverständlich und regelmäßig zum Psychologen gehen können wie zum Hausarzt. Denn immer erst dann helfen, wenn es eigentlich schon richtig schlimm ist – da sind wir uns wohl alle einig – ist nicht so prickelnd. Auch VR Brillen zur Angstexposition kann ich mir gut vorstellen!

Versprochen ist versprochen

Kommen wir nun zum Hintergrund des doch leicht befremdlichen Fotos und zum Gewinnspiel!

Schrauben locker? Nicht mehr alle Tassen im Schrank? Vollkommen Banane? – Ja, die Gegenstände auf dem Foto wirken neben dem Buch auf den ersten Blick etwas deplatziert und willkürlich. Andererseits haben wir ziemlich viele Synonyme fürs „verrückt sein“ – aber hey, wer von euch würde sich als vollkommen normal bezeichnen?

Außerdem ist die Bananen tatsächlich ein kleiner Insider für alle, die in Bamberg studieren und die Vorlesung bei Professor Carbon besuchen. Seine Folien zur Gestaltpsychologie inklusive mühevoll ausgewählter Schnappschüsse von Bananen (wegen dem nervigen Copyright bei Stockfotos etc!) sind wohl legendär. Banane im Dunkeln, Banane hinterm Wasserglas, Banane von oben, Banane in rot, Banane in schwarz-weiß… Liebe Grüße an dieser Stelle!

Das Gewinnspiel ist diesmal exklusiv auf Instagram zu finden!

Fazit:

Danke Lena Kuhlmann! Dieses Buch war dringend überfällig. Verständlich, unterhaltsam, kompakt – die wichtigsten Basics, das wichtigste Wissen über psychologische Grundlagen in einem schmucken Buch verpackt. Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch zum Kanon gehört. Jedenfalls, wenn ich mir die Leute anschaue, die noch Witze über Suizide machen oder Menschen mit psychischen Erkrankungen raten „Sie sollen sich zusammenreißen“.

Allgemeinwissen für jeden. Jeeeeeeedeeeeen. Ja, auch für dich. Wer sich schon mit Psychologie und psychischen Erkrankungen auseinandergesetzt hat oder gar Psychologie studiert, der wird in dem Buch eher bestätigend nicken und laut „Ja“ ausrufen, als Neues zu lernen. Aber das ist auch mal ganz schön. Volle Punktzahl von mir für dieses Buch!

Zusätzlich möchte ich mich dem Ende des Buches anschließen und diesen Beitrag nicht mit einem Punkt, sondern mit einem Zeichen der Mental Health Bewegung und der Hoffnung abschließen ;

Weitere Meinungen:


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[Rezension] Wie Sie unvermeidlich glücklich werden von Manfred Lütz

[Rezension] Wie Sie unvermeidlich glücklich werden von Manfred Lütz

Danke an bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar! Meine Mutter hat mir von diesem Buch erzählt und ich bin immer recht skeptisch was Ratgeber angeht. „Das hat ein Psychologe geschrieben, vielleicht ist das ja mal nicht nur esoterisches, halbgares Geschwafel„, dachte ich mir und habe dem ganzen eine Chance gegeben. Tatsächlich gab es viel Wissensinput – warum mich das Buch aber nicht begeistern konnte, könnt ihr in dieser Rezension nachlesen.

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  • Autor: Manfred Lütz
  • Titel:  Wie Sie unvermeidlich glücklich werden. Eine Psychologie des Gelingens
  • Verlag: Penguin Verlag*
  • Genre: Sachbuch, Ratgeber Psychologie/Geist & Gesundheit
  • Taschenbuch**: 10,-€ | Ebook**: 8,99€ | gebunden**: 17,99€

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Meine Meinung:

Das Fazit und die Botschaft dieses Buches kann ich in einem Absatz zusammenfassen. Nun bin ich einigermaßen gebildet und studiere selbst Psychologie – ich bin also darauf vorbereitet, nicht nur Neues zu hören – aber in diesem Buch fand ich wirklich wenig Inhalt vor.

Manfred Lütz beginnt mit einem ausschweifenden Exkurs in das frühe Glücksbild der griechischen Antike und beleuchtet verschiedene philosophische Konzepte zum „Glück“, u.a. von den Stoikern, von Epikur, Aristoteles bis in die Moderne zum Heidelberger Karl Jaspers. Da ich in der Schule mehrere Jahre lang Latein hatte, hatte ich bereits ausreichend Bekanntschaft mit den Denkweisen der griechischen Antike gemacht. Dennoch war der Überblick amüsant geschrieben und für den ein oder anderen sicherlich eine interessante Reise in die Vergangenheit.

Auch in die Neurologie bzw. die Hirnwissenschaft wird ein Abstecher gemacht. Hierbei wird lediglich angeschnitten, was überhaupt bei Glücksgefühlen im Hirn vorgeht. Dass man Glück nicht nur biologisch mit Neurotransmittern definieren kann ist klar und ich habe ehrlich gesagt noch nie jemanden getroffen, der diese Sichtweise vertritt. Wir begleiten Manfred Lütz also ein bisschen beim Philosophieren was Glück eigentlich bedeutet und kommen zum Schluss, dass es sehr individuell ist.

Anschließend beschäftigte sich der Autor mit einigen religiösen Vorstellungen von Glück, wobei er den Buddhismus stark vereinfachte und meiner Meinung nach auch nachlässig interpretierte. Ein ganzes Kapitel durfte man sich dann eine schiere Lobeshymne auf das Christentum durchlesen, weil dies die einzige Religion sei, die auch im Leiden Glück finden könne. Mhm ja. Ich bin kein besonders religiöser Mensch und kein Fan der Kirche, aber ich wage doch seine Ansicht diesbezüglich zu bezweifeln. Wenn man den Wert einer Religion an einigen religiösen Märtyrern und zugegegebenermaßen beeindruckenden Persönlichkeiten festmacht, hat man noch lange nicht die Masse und deren Überzeugungen erfasst. Die Geschichte des Glücks, der verschiedenen Konzepte und Ansichten wurde somit auf einen winzigen Rahmen begrenzt – nämlich Mitteleuropa. Mit einem kurzen Abstecher nach Asien zum Buddhismus, lediglich um sich über Gautama ein wenig lustig zu machen, wie es schien. Islam, Judentum, andere Religionen – darauf wurde kaum eingegangen. Heiden können ja schonmal nicht so glücklich sein wie die anderen. Was ist mit Inselstaaten irgendwo im Nirgendwo? Mit Ländern, die jährlich ein höheres Zufriedenheitsranking aufweisen? Mit anderen Kulturen? Sich nur das liebste Gebiet, die griechische Philosophie, herauszusuchen ist einfach schwach. Hätte ich gewusst, dass sich das halbe Buch wie das Image-Pamphlet eines Bibelkreises liest, hätte ich es vermutlich nicht gekauft. Spätestens bei Hiob und wie viel man aus der Geschichte lernen kann, hatte ich den Impuls das Buch einfach in die Ecke zu pfeffern.

Dennoch sind einige intelligente und kluge Sätze in dem Buch enthalten und es liest sich schnell und flüssig mit seinen knapp 190 Seiten. Schmerz, Tod und Leid sind im Leben der Menschen unvermeidlich und das Streben nach 100% 24/7 Glück ist nicht nur fatal, sondern sorgt auf lange Sicht für mehr Unzufriedenheit. Hoffnung, auch im schlechten das Gute sehen und alles nicht so ernst nehmen, sind laut Manfred Lütz also die Schlüssel zum Glück. Und bloß keine zehntausend Ratgeber lesen und sich mit falschen und unerreichbaren Idealen zumüllen. Das ist die Botschaft des Buches und die hätte man sicher schneidiger, mit mehr Fachwissen und Pepp und weniger Moralaposteltum und „Konvertieren Sie zum Christentum“ rüberbringen können.

Fazit:

Für mich war das Buch leider ein Fehlgriff. Ich bin ziemlich enttäuscht, was den Inhalt angeht, denn das Buch hat mehr mit Philosophie und Religiosität zu tun als mit Psychologie. Zudem liest es sich stellenweise wie ein Plädoyer fürs Christentum. Nicht mein Geschmack, deshalb gibt es von mir knapp 2 Seesterne, da es sich ganz amüsant liest und die ein oder andere Alltagsweisheit parat hält.

2seesterne


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