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[Rezension] Ich fühle so tief ich kann von Liane Cornelius

[Rezension] Ich fühle so tief ich kann von Liane Cornelius

Ich war ziemlich überrascht, als mich die E-Mail erreichte, in dem mir „Ich fühle so tief ich kann“ von Liane Cornelius als Rezensionsexemplar angeboten wurde. Von der Autorin hatte ich nie zuvor gehört, aber sie hatte sich die Mühe gemacht meinen Blog genau anzusehen und mir eine liebe und persönliche Mail zu schreiben. Außerdem hat Liane mir Zeit gelassen, ihr Buch zu lesen und war nicht ungeduldig und unhöflich. Eine angenehme Abwechslung zu den lieblosen Massenmails à la „Lieber Blogger…“.

Außerdem klang dieses Buch wirklich interessant – ob es mir gefallen hat?

Liane Cornelius – Ich fühle so tief ich kann


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  • Autorin: Liane Cornelius
  • Titel: Ich fühle so tief ich kann (396 Seiten)
  • Genre: Entwicklungsroman
  • BOD, Taschenbuch: 15,99€ | Ebook: 11,99€
  • auf amazon*

 

Worum geht’s?
Liane „Lilly“ ist in der Mitte ihres Lebens angelangt und hat viel mitgemacht. Vier OPs braucht es noch, damit sie wieder schmerzfrei gehen kann. Als Physiotherapeut Andreas in ihr Leben tritt, ahnen beide noch nicht, dass ihre Begegnung weitreiche Folgen haben wird. Liane ist verletzt und hat Angst, fallen gelassen zu werden. Andreas hingegen ist manipulativ, sexsüchtig und eiskalt hinter seiner freundlichen Fassade. Doch der Kontakt der beiden entwickelt sich zu einem tiefgründigen Austausch und sie lernen sich tiefer kennen als ihnen lieb ist.


 

Meine Meinung:

Ich kannte aus der Mail nur den groben Inhalt, den Klappentext und die psychologischen Themen, die im Buch angeschnitten werden. Als ich das Buch dann anfing war ich vom Aufbau und der Geschichte doch recht überrascht. Auch, wenn am Ende der Hinweis kommt, dass alle handelnden Figuren frei erfunden sind, liest es sich wie eine Art Biografie, ein Tagebuch. Denn wir als Leser sind untrennbar mit Lillys Gedanken verbunden, erleben und fühlen durch sie. Der Schreibstil passt dazu und ist persönlich gefärbt und reich an Sinneseindrücken. Das fand ich schön!

Zwischen den Passagen, die ihren schwierigen Alltag behandeln, streuen sich Erinnerungen an ihre Kindheit. Spannend und sehr nah erleben wir, was Lilly mitmachen musste und wie sie die Frau wurde, die sie im Buch ist.

Nach und nach decken wir ihre Gedanken, Gefühle und Narben auf. Während Andreas zuerst unnahbar und irrational erscheint, erreicht die seltsame, beinahe magisch anmutende und ungewöhnliche Beziehung der Beiden tiefe Gefielde. Fast schon phantastisch mutet die telepathische Kommunikation an. Die Gespräche und Liebeleien finden oft nur in Lillys Kopf statt und eine Zeit lang wissen wir nicht, ob sie sich das vielleicht nur einbildet. Schließlich ist Andreas nur selten physisch so ehrlich, so offen und so ruchlos wie seine „Seele“.

Das Cover ist simpel gehalten und sieht ordentlich aus. Ich persönlich hätte die Schrift noch ein bisschen konstrastreicher gemacht. Aber das sind nur Äußerlichkeiten.

An dieser Stelle eine kleine Warnung: Das Buch spricht Themen wie Missbrauch, Suizid und psychische sowie physische Gewalt an.

Wir fühlen wirklich so tief es geht, explorieren und grübeln mit Lilly was mit ihr und Andreas los ist. Als Hobby Psychologen arbeiten wir mit den Bröckchen Interaktion, mit Gesten und wenigen Worten und versuchen herauszufinden, welche Puzzleteile Andreas erklären. Der reale Alltag um Lillys Krankheit wird damit oft zur Oase der Ruhe, aber auch zur Nebensache. Denn sie ist eigentlich glücklich mit Tony verheiratet und Andreas hat seine Freundin Laura.

Außerkörperliche Erfahrung…

Zugegeben, am Anfang wirkte die esoterische, rein geistige Beziehung der Beiden etwas abstrus, absurd auf mich. Zwei Seelenverwandte, die im Geiste miteinander kommunizieren und sich berühren und Gefühle auslösen. Das habe ich nicht erwartet und es hat ein bisschen gebraucht, mich darauf einzulassen. Einfach, weil ich dieses „phantastische“ Element nicht erwartet habe.

Die Beziehung von Andreas und Lilly – generell alle von Andreas‘ Beziehungen – scheinen im Machtgefüge etwas verrutscht, sicher nicht ideal oder gesund zu sein. Aber das stellt die Autorin auch nicht so dar. Es ist klar, dass diese Form der Kommunikation, diese Beziehung etwas Seltsames, Intensives aber auch Belastendes darstellt. Dass es sich um zwei schwer verletzte und traumatisierte Personen handelt, die sich gegenseitig mit seltsamen Methoden versuchen über Wasser zu halten.

Lässt man sich jedoch darauf ein, bekommt man als Leser*in ein spannendes Spiel serviert, ein Ringen und Zerren, ein interessantes Bild zweier Menschen und immer wieder psychologische Anekdoten und Informationen.

Liane Cornelius kann diese Form der Visualisierung wunderbar beschreiben. Wie man z.B. seine „Angst“ als Figur zeichnet und diese in die Ecke des Raumes stellt. Solche gedanklichen Bilder werden oft eingesetzt, um Genesungsprozesse zu unterstützen und komplexe Sachverhalte wie Gefühle greifbarer zu machen. Auch Entspannungsübungen und Traumreisen werden so eingesetzt und man merkt im Buch, dass Liane die richtigen Worte für solche Sachverhalte finden kann.

Wehmutstropfen

Ein größeres Manko für mich war das fehlende(?) Lektorat. Das Buch ist im Selfpublishing bei Book on Demand erschienen und man merkt leider an manchen Stellen, dass kein professionelles, umfassendes Lektorat bzw. Korrektorat stattgefunden hat. Weniger an Rechtschreib- oder Grammatikfehlern („Wochen-Ende“), sondern an Formulierungen oder einzelnen Szenen, die ich nach meinem Empfinden in so einem Durchgang gestrichen hätte. Letztlich hat es den Lesefluss nicht so sehr gestört, aber es ist eben doch hier und da aufgefallen.

Fazit:

Dieses Buch ist definitiv etwas Besonderes und hat mich an vielerlei Stellen überrascht. Wer eine seichte Liebesgeschichte oder Erotikschmonzette sucht, ist hier falsch. Viel mehr geht es mehr um Gefühle, Traumata und die Bewältigung der Erfahrungen. Die Beziehung von Lilly und Andreas ist interessant, manchmal seltsam und erschreckend. Nachdem ich mich auf den „esoterischen“ Austausch der beiden Seelen eingelassen habe, war das Buch spannend und interessant, sehr nah und sehr gefühlvoll. Von mir gibt es deshalb vier Seesterne.

Ein wirklich süßes Extra: Auf der Homepage von Liane könnt ihr einen Test machen, ob das Buch etwas für euch sein könnte! Den Test habe ich erst nach dem Lesen entdeckt, aber mir wurde die Leseprobe empfohlen. Hihihi.

Weitere Meinungen:


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[Rezension] Orelios: Das Erwachen von Clemens Kiefhaber

[Rezension] Orelios: Das Erwachen von Clemens Kiefhaber

Durch eine gemeinsame Freundin erhielt ich die Gelegenheit mit Clemens Kiefhaber in Kontakt zu treten. Freundlich und sichtlich aufgeregt stellte er mir sein Debut „Orelios: Das Erwachen“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung. Vielen lieben Dank!


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  • Autor: Clemens Kiefhaber
  • Titel: Orelios – Das Erwachen
  • Selpfublishing via Kindle Direct Publishing
  • Genre: High Fantasy, 612 Seiten
  • auf amazon* kaufen
  • Band 1 von voraussichtlich 5

Worum geht’s?
Die Länder Antaijan und Tenrack sind seit Jahrhunderten getrennt. Erzürnte Geister und ein grausamer Krieg entzweiten die beiden Länder einst. Das Überqueren der Grenze ist strengstens verboten. Einige Studenten aus Antaijan stoßen in der Bibliothek auf ein mysteriöses Tagebuch, das alle Geschichten ihres Landes auf den Kopf stellt. Im nördlichen Tenrack erscheint ein blasser Junge, der ein Dorf nach dem anderen abschlachtet. Während die Studenten die Grenze in den Norden passieren, droht im Süden ein politischer Umbruch und es scheint, als wäre die Zeit des Friedens in beiden Ländern vorbei.


Meine Meinung:

 

~Videorezension folgt~

Ein 612 Seiten starkes Debut erfordert viel Arbeit und man merkt bei Clemens Kiefhaber, dass er viel Mühe und Liebe hineingesteckt hat. Mit den Ländern Antaijan und Tenrack baut er eigene Kulturen, Religionen und Traditionen auf, zeichnet eine komplexe und reiche Fantasy-Welt abseits des Elfen-Zwerge-Einheitsbreis. Eigene Fauna, Flora, Tiere und Mythen geben dem ganzen einen wunderbaren Rahmen.

Wir begleiten allerlei Charaktere aus beiden Ländern und so ist das Charakterverzeichnis am Ende wirklich sehr hilfreich, da es zeitweise schwer ist, einen Überblick zu behalten, wer wer war. Einige Perspektiven heben sich positiv hervor, wie die der tenrackischen Jägerin Noriat oder die des Soldaten Ilfran, dessen Rolle im Gefüge noch nicht ganz klar wird. Dass alle Charaktere irgendwie zusammenhängen, wird Stück für Stück deutlich. Alle sind Zahnräder in der Geschichte einer Welt, denn wir erleben live den Umbruch zweier Länder.

Ein bunter Mix von Charakteren…

Die Kapitel mit Regotar haben mir leider am wenigstens gefallen. Es ist zwar interessant, die Steinmetzzucht und das Dorfleben kennen zu lernen und mehr über das geheimnisvolle blaue Metall zu erfahren, aber seine persönliche Geschichte und sein Charakter haben bei mir für keinerlei Interesse gesorgt. Seine Abschnitte habe ich meistens übersprungen.

Student Dargan wirkt in der altertümlichen Welt durch seine Gewieftheit und Intelligenz fast etwas fehlplatziert. Seine Handlungen und die seiner Freunde bringen jedoch die wichtigsten Steine ins Rollen und lehren uns mehr über die Welt. Manchmal waren mir seine Gedankengänge zu ausufernd und ich hoffe, er wird noch etwas menschlicher. Er ist sehr sympathisch, aber er scheint mir fast etwas zu perfekt und liebenswert? Ich würde ihn mit Sherlock Holmes vergleichen – da er noch zu wichtig und intelligent ist, fürchtet man nicht wirklich um ihn und bangt mit ihm mit.

Noriats erstes Kapitel war fesselnd und auch sonst war die tapfere Jägerin mein liebster Charakter im Buch. Sie ist hitzköpfig, liebevoll und entschlossen. Ihre verschiedenen Beziehungen zu ihrem Bruder, den anderen Jägern und Kriegern und den späteren Gefangenen sind vielschichtig und faszinieren. In ihren Kapiteln erfahren wir außerdem viele Schlüsselmomente und Informationen.

Die Kapitel von Aschandreij und Sheijan haben sich teilweise etwas gezogen, waren aber interessant und ein spannender, wenngleich weniger turbulenter Gegensatz zu Noriats und Dargans Abenteuern.

Da ist noch Luft nach oben…

Clemens Kiefhabers Schreibstil ist solide und lässt sich flüssig lesen. Dennoch sehe ich an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf bzw. mehr Gründlichkeit des Lektorats.

Ich musste beim Lesen oft ausufernde Beschreibungs- und Gedankenabsätze überspringen. Eine komplett eigene Welt zu erschaffen ist eine große Leistung und benötigt viele Erklärungen, jedoch fühlte ich mich manchmal von den Informationsblöcken erschlagen. Hier würde ich mir für kommende Bände mehr „Show, don’t tell“ und Selektion wünschen (Was ist jetzt für den Leser wichtig? Was spielt im folgenden Kapitel eine Rolle? Was kann ich in Dialoge oder Handlungen einweben?). Außerdem sind mir einige Redundanzen aufgefallen – Die Charaktere dachten sehr viel nach und stellten sich oft viele Fragen. Fragen, die ich mir als Leserin ohnehin stelle. Manchmal waren es auch unnötige Dopplungen und Füllwörter.

Dargan machte sich schon jetzt Sorgen um Teveij, die es selbst in einer kühlen Nacht schon zu sehr fror. Wie sollten sie die eisige Kälte von Tenrack überstehen?

Man kann dem Leser ruhig ein wenig eigene Denkleistung zumuten, denke ich.

Die erste Hälfte war teilweise etwas zäh und es dauerte bis ich in die Geschichte hineinkam und die Charaktere und ihre Bedeutung verstanden habe. Der umfangreiche Weltenbau und die vielen originellen Ideen und Verstrickungen sind jedoch definitiv Pluspunkte und für ein Debut ist das auf jeden Fall richtig gut. Außerdem gibt es eine liebevoll gestaltete Karte am Anfang!

Da das ganze erst der Auftakt zu einem epischen Abenteuer ist, würde ich mir folgende Bände ein bisschen mehr Pfeffer und Tempo wünschen. Ansonsten: Mehr von dieser Welt und ihren Geschichten!

Fazit:

Das High Fantasy Debut von Clemens Kiefhaber hat noch einige kleine Kinderkrankheiten, hat jedoch durch den tollen, einfallsreichen Weltenbau und die komplex gestrickte Geschichte eine Menge Potenzial. Für Fans von detailliertem Weltenbau und genauen Beschreibungen ein Genuss, für ungeduldige Leser aber leider etwas zu langatmig. Von mir gibt es drei Seesterne.

Weitere Meinungen:

Ihr habt eine Rezension zu diesem Buch geschrieben? Schreibt mir gerne, dann verlinke ich euch!


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Unabhängige & kleine Verlage – diese Perlen solltet ihr kennen!

Unabhängige & kleine Verlage – diese Perlen solltet ihr kennen!

Vielfalt ist wichtig. In den letzten Wochen gab es viele Aktionen für unabhängige Buchhandlungen, da diese ob den großen Konkurrenten oftmals aus den Städten vertrieben werden. Damit will ich keinesfalls sagen, dass ich Ketten schlecht finde oder nicht gerne auch dort stöbere – aber für mich gehört zu einem ausgewogenen Stadtbild eben auch mehr: Kleine Läden zum Stöbern, moderne und wirklich alte Antiquariate, Läden von Menschen, die Bücher lieben und selbst mit an der Gestaltung des Sortiments beteiligt sind. Das ermöglicht einerseits Schwerpunktsetzung und gibt auch Titeln abseits von Bestsellerlisten und großen Verlagen eine Chance.

Genauso wichtig sind auch kleine Verlage – denn sie decken oftmals geschmackliche Nischen ab oder geben kleineren, lokale Autor*innen eine Chance. Nebst den großen Verlagen sind sie ebenfalls eine Bereicherung für den Buchmarkt, die unterstützt werden sollten (Eine umfangreiche Liste von Independent Verlagen findet ihr bei Autorenwelt).

Marketing und Werbung wird komplexer – viele Menschen haben keinen Bock mehr auf Frontalwerbung, haben einen Adblocker und setzen Scheuklappen auf. Durch Blogger und Influencer wird versucht, Produkte zu präsentieren und so das Zielpublikum zu erreichen. Es geht wie immer um das leidige Thema Geld und Umsatz. Große Verlage setzen auf kritikerprobte und bekannte Namen, um das Einkommen und die Arbeitsplätze aller Mitarbeiter zu sichern. Damit ermöglichen sie auch mittelgroßen und kleineren Autoren Projekte. Zu sehen an der Entwicklung zahlreicher (Ebook)-Imprints z.B. Midnight & Forever von Ullstein.

Ein unabhängiger Verlag (synonym zu Kleinverlag und Independent Verlag) hat meist weder bekannte Autoren noch großes Kapital um zu experimentieren oder Autoren aufzubauen. Alle Titel sollten sich einigermaßen gut verkaufen, Flops kann man sich meist nicht leisten. Dabei schöpfen diese Verlage oftmals Perlen ab, die große Verlage in der Flut von Bewerbungen nicht sehen können. Aber auch die Buchbranche lebt nicht von Liebe, Luft und Leidenschaft. „Gute Bücher„, ohnehin subjektiv, müssen sich nicht zwangsläufig gut verkaufen. Einige Verlagszweige oder ganze Verlage, genau wie einige unabhängige Buchhandlungen, gehen in dem Konkurrenzkampf unter.

Auch das von seinen Fans heißgeliebte Königskinder Imprint muss seine Pforten schließen (hier ein FAZ Artikel dazu). Dabei steht dahinter der etablierte Carlsen Verlag.

Was passiert dann mit den Mitarbeitern, den Büchern und den Autor*innen? Bei einem großen Verlag gibt es Hoffnung, bei einem Kleinverlag – oftmals von Privatpersonen gestemmt – steht schlimmstenfalls die private Insolvenz an.

„Natürliche Selektion der freien Marktwirtschaft“ mögen einige jetzt sagen. Klar, man kann nicht alle retten, manche Projekte sollen wohl einfach nicht sein. Was wir als Blogger*innen & Leser*innen aber können, ist bewusst unser Auge auf kleinere Verlage zu richten und uns auch deren Programme anzuschauen, geliebte Bücher weiterzuempfehlen und so einen bunten Buchmarkt am Leben zu erhalten. Ich fände es schade, wenn Kleinverlage nach und nach untergehen.

Deshalb möchte ich euch heute mal ein paar Perlen vorstellen!

 

  • Schwarzer Drachen Verlag – der magische Verlag

Zur Verlagshomepage, gegründet Januar 2016

Der Schwarzer Drachen Verlag wurde von Michael und Sandra Schwarzer ins Leben gerufen und verlegt vor allem fantastische und magische Bücher. Der Verlag besticht durch sein kleines, aber feines Programm und die liebevoll gestalteten Cover.

Gelesen: Eva-Maria Obermann – Zeitlose: Simeons Rückkehr
Der Auftakt zu einer verträumten, magischen Trilogie. Wunderbar geschrieben und sehr berührend.hannya

Wunschliste:

Dieter R. Fuchs – Hannya: Im Bann der Dämonin
Japanische Mythologie? Oh yes! Eine alte japanische Holzschnitzerei macht nicht nur einem älteren Mann zu schaffen.

 


  • Sternensand Verlag

zur Verlagshomepage, gegründet im September 2015

Der Sternensand Verlag beherbergt vor allem Jugendbücher aus den Genres Romantik, Fantasy und Abenteuer. Auch an romantischen und erotischen Büchern für eine ältere Zielgruppe werde gearbeitet, so steht es auf der Homepage. Der Sternensand Verlag ist mir persönlich zum ersten Mal auf der FBM aufgefallen, weil mich die Cover angesprochen haben. „Sternensand“ – Der Name allein klingt schon ganz zauberhaft.

Gelesen: Bisher noch nichts 🙁

Wunschliste:

Nadine Roth – Bloody Mary: Du darfst dich nicht verliebenbloodymary
Mary wurde grausam ermordet und wartet hinter den Spiegeln darauf, Rache an den Lebenden zu nehmen. Avian glaubt nicht an den urbanen Mythos der Bloody Mary und ist umso schockierter als da wirklich ein junges Mädchen vor ihm steht. Er möchte ihr unbedingt helfen, aber damit setzt er sein Leben aufs Spiel.

cmspoerriC.M. Spoerri – Die Greifen Saga: Die Ratten von Chakas
Mica kämpft sich mit ihrem Bruder Faím auf den Straßen durch. Ihre langsam erwachenden magischen Kräfte helfen ihr dabei. Aber als sie von ihrem Bruder getrennt und in eine Diebesgilde mitgenommen wird, ändert sich alles. Voneinander getrennt müssen die Geschwister zuerst um ihr eigenes Leben kämpfen in der Hoffnung sich irgendwann wiederzusehen.

 


  • Festa Verlag

zur Verlagshomepage, gegründet im April 2001

Der Festa Verlag ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreich gefundene Nische. Sehr blutige, extrem gruselige und verstörende Bücher sind wahrlich Nichts fürs die Allgemeinheit – aber der Festa Verlag hat ein festes Publikum und hat sich erfolgreich in seinen Genres etabliert. Sie werben in ihrer Sparte „Extrem“ sogar mit dem Ausschluss aus dem Buchhandel, denn die dortige Literatur spricht eine bestimmte, erwachsene Zielgruppe an. Für zarte Gemüter sind aber vermutlich die wenigsten Bücher des Verlags gedacht.

Der Festa Verlag verlegt leider keine deutschen Autoren. (Als olle Horrorliebhaberin musste ich ihn jedoch einfach erwähnen!)

Gelesen: Bisher noch nichts 🙁

Wunschliste: Die Cthulhu Buchstützen Da gibt es mehrere, ich picke mal zwei raus!
keene

Brian Keene – Eine Versammlung von Krähen
Brinkley Springs ist eine ruhige Kleinstadt. Und sie ist dem Untergang geweiht, denn uralte Kreaturen sollen schon bald Grauen und Blutvergießen über den Ort bringen.

S.slgreyL. Grey – Das Labyrinth der Puppen
Er ist Angestellter in einem kleinen Buchladen im Einkaufszentrum. Eine drogensüchtige Frau zwingt ihn mit vorgehaltenem Messer ihr bei der Suche nach dem Kind zu helfen, dass sie babysitten sollte. Es geht hinab in den Keller voller Schaufensterpuppen aber der Aufzug macht nicht auf der untersten Etage halt, sondern fährt noch tiefer.

 


  • Drachenmond Verlag

Zur Verlagshomepage, gegründet 1996

Fantasy, Romance, Historisches, Zeitgenössisches, sogar Sachbücher. Der Drachenmond Verlag besticht durch ein vielseitiges Programm und wunderschöne Cover. Die Signierschlangen am FBM Stand sind lang und einige hauseigene Namen können bereits eine große Fangemeinschaft vorweisen z.B. Nicole Godzek und Marie Graßhoff.

Gelesen: Bisher noch nichts 🙁

Wunschliste:

animantcrumbs

Lin Rina – Animant Crumbs Staubchronik
England, 1890. Junge Damen sollten schnell unter die Haube. Animant hingegen liebt Bücher und möchte sich den Wünschen ihrer Mutter nicht fügen. Ein Monat in London, die Arbeit in einer Bibliothek und eine vollautomatische Suchmaschine: Animant findet mehr als sie erwartet hätte.

binhexen

 

Liane Mars – Bin hexen, wünscht mir Glück
Hexe Prim hasst Magie, denn sie ist maximal unbegabt im Zaubern. Aber was muss das muss. Chaotisch wird es als der schnuckelige Hexenjäger Liam sich in ihr Leben schleicht und Prim verhindern muss, dass die Zauberwelt untergeht.

 


  • Voodoo Press

Zur Verlagshomepage, gegründet 2008

Der Name lässt es bereits vermuten, Voodoo Press‘ Schwerpunkt liegt bei Titeln aus den Genres Horror, Mystery, SciFi, Apokalypse und „Bizarro Fiction“. Was ist Bizarro Fiction? Nun ich denke Titel wie „The Haunted Vagina“ lassen es so ein bisschen erahnen. Ich bin auch unschlüssig! Ich bin erst durch die Recherche für diesen Beitrag auf den Verlag gestoßen, das Angebot klingt jedoch auf jeden Fall genau nach meinem Geschmack!

Gelesen: Bisher noch nichts 🙁

Wunschliste:

thehauntedvagina

Carlton Mellick III – The Haunted Vagina
Macht euch der Titel nicht neugierig? Mich macht der Titel neugierig! Lest euch die Kurzbeschreibung durch und schaut auch das Autorenfoto an.
Stacy & Steve sind ein glückliches Paar. Nur manchmal kommen aus Stacys Intimgegend seltsame Geräusche. Stacy meint, dass ihre Vagina verflucht ist und als eines Tages nach dem gemeinsamen Beischlaf ein Skelett herauskrabbelt ist klar, dass Steve etwas dagegen unternehmen muss. Das klingt so bizarr, ich muss das unbedingt lesen.

dietreppeimseeRonald Malfi – Die Treppe im See
Ein Ehepaar zieht in ein idyllisches Haus am See. Doch bald geschehen seltsame, übernatürliche Dinge und die beiden werden mit der schaurigen Vergangenheit des Hauses konfrontiert.

 

 


  • Cross Cult Verlag

Zur Verlagshomepage, gegründet 2001

Das Grafikstudio Amigo Grafik veröffentlicht unter dem Label Cross Cult Comics, Graphic Novels, Mangas und auch Titel aus dem Fantasy und Science Fiction Bereich. Populär sind vor allem die Comics zur TV Serie The Walking Dead, Doctor Who oder Avatar.

Gelesen: The Walking Dead Comics Band 1 und 2

Wunschliste: Sehr lang. Ich picke ein paar Titel heraus.

Nnedi Okorafor – Wer fürchtet den Tod
nnediokorafor(Die Autorin ist Bombe! Sie engagiert sich für mehr Diversität und die Sichtbarkeit von Frauen und People of Color auf dem Buchmarkt. Hier ein Interview!) In diesem fantastisch-postapokalyptischen Buch werden dunkelhäutige Menschen (Okeke) von den hellhäutigen Nuru unterdrückt. Ein Mädchen, dessen Mutter vergewaltigt und getötet wird, begibt sich auf die gefährliche Reise sich am Peiniger ihrer Mutter, ihrem Vater und zugleich einem mächtigen Magier zu rächen.

Comics
Die Comicreihe zu den „Dragon Age“ Videospielen, die Comics zur TV Serie „Avatar – Der Herr der Elemente“, „Monstress“ von Marjorie Liu und Sana Takeda…

 


  • Papierfresserchen MTM und Herzsprung Verlag

zur Verlagshomepage, gegründet im März 2007

Papierfresserchen MTM ist vor allem für Kinder- und Jugenbücher gedacht und soll jungen Autor*innen den Weg in die Buchwelt ebnen. 2014 kam Herzsprung dazu, der sich auf Lyrik, Belletristik und Sachbuch für Erwachsene konzentriert. Die Cover wirken vereinzelt nicht ganz so professionell, da sie teils von den jungen Autor*innen selbst angefertigt wurden, aber der Verlag besticht durch die Liebe zum Detail und die vielen Schreibprojekte und -wettbewerbe für die ganz jungen Schreiberlinge.

Gelesen: M. Meier – Solang das Rad der Zeit sich dreht
In dieser Anthologie geht es um das schwierige Thema Tod unsolangdasradd Vergänglichkeit. Kurzgeschichten, Gedichte und Texte verschiedenster Autor*innen beschreiben Erfahrungen und Gedanken mit dem großen Unbekannten. Vorsicht, Schleichwerbung: Von mir ist auch eine Geschichte mit drin, die ich in der elften Klasse geschrieben habe.

Wunschliste:

luzifer

Stella Tack – Luzifer: Des Teufels Sünden
Als Evening einer sprechenden, gehörnten Katze begegnet wird sie in einen uralten Kampf zwischen Gut und Böse hineingezogen und muss feststellen, dass all die Monster der Nacht real sind.

 


 

So, es gibt natürlich noch jede Menge andere kleine, unabhängige Independent Verlage, aber um die alle vorzustellen fehlt mir leider die Zeit. Auch sind einige Themen so spezifisch und ich interessiere mich leider einfach nicht für das Sortiment.

Ich hoffe, ich konnte euch den ein oder anderen Titel schmackhaft machen. Falls ihr auch Social Media-Mensch oder Blogger*in seid, fühlt euch gerne eingeladen selbst einen Beitrag zu schreiben, indem ihr mir eure liebsten Indie-Verlage vorstellt. Ich wünschte, ich hätte jetzt einen schicken Hashtag parat. Vielleicht sowas wie #wirlesenindie ? Schreibt mir gernen einen Kommentar, falls ihr weitere Ideen und Anmerkungen habt (oder einen coolen Hashtag)!

Tüdelü, eure Babsi

Fun fact: Mit diesem Beitrag wanderten insgesamt über zwölf neue Titel auf meine Wunschliste. Argh!