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Was ist deine besondere Fähigkeit? (Der Atlas der besonderen Kinder – Blogtour)

Was ist deine besondere Fähigkeit? (Der Atlas der besonderen Kinder – Blogtour)

Was ist deine besondere Fähigkeit? (Der Atlas der besonderen Kinder – Blogtour)

 

Herzlich Willkommen zur Blogtour zu „Der Atlas der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs!

Das Buch ist gestern bei Droemer Knaur erstmalig auf Deutsch erschienen. Meine Rezension dazu findet ihr hier. Vielen Dank an Droemer Knaur und Patricia, die uns bei der Blogtour unterstützt und uns die Bücher vorab zur Verfügung gestellt haben! Zwar bildet „Der Atlas der besonderen Kinder“ zwar den Auftakt einer neuen Trilogie, dennoch ist es ratsam zuerst die vorhergehende Trilogie zu lesen.


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  • Autor: Ransom Riggs, übersetzt von Silvia Kinkel
  • Titel: Der Atlas der besonderen Kinder
  • Verlag: Droemer Knaur
  • 512 Seiten, Hardcover: 18€ | Ebook: 12,99€

Reihenfolge:

  1. Die Insel der besonderen Kinder
  2. Die Stadt der besonderen Kinder
  3. Die Bibliothek der besonderen Kinder
  4. Der Atlas der besonderen Kinder


Worum geht’s?
Nach den Ereignissen der ersten drei Bände ist Ruhe eingekehrt – könnte man denken. Doch der Wiederaufbau der zerstörten Gebiet und die Etablierung von neuen Strukturen beschäftigen die besonderen Kinder. Jacob hingegen ist unzufrieden, hin und hergerissen zwischen zwei Welten. Das Erbe seines Großvaters stellt ihn vor viele Rätsel, denen er auf den Grund gehen möchte. Doch dazu muss er sich über die Regeln und den Kopf von Miss Peregrine hinwegsetzen und sich auf unbekanntes Terrain begeben: Die Welt der Besonderen in den USA, die nach ganz anderen Regeln funktionieren. Werden ihn seine Freunde dabei unterstützen? Was für Gefahren lauern in den unbekannten Zeitschleifen, wer ist der mysteriöse H und warum sind besondere Kinder wieder in Gefahr?


 

Die Teilnehmer*innen der Blogtour:

02.03 *Du bist hier*

03.03 Lieschen Liest: Auf Reisen mit den besonderen Kindern

04.03 Hertzklecks: Die Charaktere und ihre besonderen Fähigkeiten

05.03 Bücherwanderin: Must Haves für einen besonderen Roadtrip

06.03 The Booted Kat: Die Victorians und die Fotografie

07.03 Bibliophilara: Zehn besondere Fotos

 

Was ist deine besondere Fähigkeit?

Zum Start der Blogtour erwartet dich hier ein interaktives Quiz, bei dem du entdecken kannst, welche besondere Fähigkeit vielleicht in dir schlummert! Notiere dir bei jeder Antwort den entsprechenden Buchstaben.

1. Du gelangst in den Besitz eines rätselhaften Briefs, einer alten Karte, eines mystischen Gegenstands – etwas, das eindeutig mehr ist als es zu sein scheint. Der Beginn eines Abenteuers vielleicht. Was machst du?

A – Ich versuche in der Bibliothek oder im Internet mehr darüber zu erfahren
B – Das weckt meinen Forschungsdrang. Ich setze alles daran herauszufinden, was es damit auf sich hat
C – Ich gebe es an jemanden weiter, der mehr Erfahrung mit solchen Dingern hat.
D – Sobald ich denke, dass es etwas Böses oder Dunkles ist, versuche ich, den Gegenstand zu zerstören

2. Um ein Abenteuer zu bestreiten braucht man ordentlichen Proviant! Was packst du für eine lange Reise ein?

A – Ein paar Brote belegt mit Wurst oder Käse, etwas Gemüse und etwas Obst und genug Wasser. Und etwas als Nachtisch!
B – Eine Flasche Wasser muss reichen, um den Rest kümmere ich mich unterwegs!
C – Die Reste vom Abendessen gestern.
D – Ein koffeinhaltiges Getränk und energiereiche, aber praktische Snacks z.B. Müsliriegel & Äpfel

3. Wen nimmst du mit auf dein Abenteuer?

A – Ein sich gut ergänzendes Team mit ausgewogenen Fähigkeiten für verschiedene Situationen.
B – Die fähigsten Personen unter meinen Vertrauten.
C – Meine Freunde und Familie.
D – Nur wenige Personen, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.

4. Eine gute Freundin/Ein guter Freund ist in Schwierigkeiten! Du …?

A – Ich überlege mir einen Plan, wie wir am besten vorgehen.
B – Ich hole mir Verstärkung und dann helfen wir.
C – Ich eile ihr/ihm sofort zur Hilfe.
D – Ich beseitige die Ursache des Problems.

5. Im Laufe des Abenteuers ändern sich eure Informationen – was ihr erreichen wollt, könnte katastrophale Konsequenzen für viele haben. Was tut ihr?

A – Ich wäge die Vor- und Nachteile ab und entscheide mich je nachdem wie wahrscheinlich die negativen Konsequenzen wären.
B – Ich versuche, mein Ziel zu erreichen und gleichzeitig die negativen Konsequenzen einzudämmen oder zu verhindern.
C – Ich breche ab, denn ich würde meinen eigenen Nutzen nie über das Gemeinwohl stellen.
D – Um die Konsequenzen kümmere ich mich, wenn es soweit ist. Meine Liebsten und ich sind es mir wert, dieses Risiko einzugehen.

6. Was ist deine größte Angst? 

A – Krankheiten und das älter werden.
B – Nichts im Leben zu erreichen.
C – Geliebte Menschen zu verlieren.
D – Einsamkeit.

7. Wie steht es um deine körperliche Fitness?

A – Bei Gefahr könnte ich wegrennen, aber nicht für lange. Fitness ist nicht so meins.
B – Ganz gut, aber ich würde eigentlich gerne öfter Sport treiben.
C – Ich mache einigermaßen regelmäßig Sport, aber hauptsächlich, weil es mir Spaß macht.
D – Ich arbeite regelmäßig an mir und treibe oft Sport. Körperliche Fitness ist mir sehr wichtig, ich gehe auch gerne auf Wettkämpfe.

8. Euer Erzfeind ist endlich besiegt. Wie verfahrt ihr mit ihm?

A – Ich werde seine Informationen und sein Wissen nutzen und ihm die Chance geben, gemeinsam mit mir zu arbeiten um sich zu rehabilitieren.
B – Ich sperre ihn ein. So jemand Gefährliches sollte nicht frei herumlaufen!
C – Er soll vor Gericht für seine Schandtaten geradestehen.
D – Er wird doppelt und dreifach für all das büßen, was er verbrochen hat.

9. Das Abenteuer ist geschafft, endlich wieder Zeit für dich. Wenn du es dir aussuchen könntest, was für einen Urlaub würdest du machen?

A – Ein entspannter Aufenthalt in einem Spa-Hotel mit Therme. Ausschlafen, ausgedehnte Spaziergänge, Gesichtsmasken und Massagen – Hauptsache kein Stress!
B – Ein Städtetrip mit kulturellem Programm. Die Tage sind gut durchgeplant mit Museen, Stadtführungen, Sehenswürdigkeiten und leckerer regionaler Küche.
C – Ein Urlaub am Meer, mit viel Sonne, faulenzen am Strand, leckerem Eis und gelegentlichen Bootsausflügen.
D – Etwas Abwechslungsreiches wie ein Roadtrip oder ein kleiner Abenteuerurlaub mit Safari, Dschungelexpedition oder Erlebnis-Wanderungen.

10. Was für Hobbies hast du so, wenn die Welt nicht gerade gerettet werden muss?

A – Lesen, neue Dinge lernen, Bullet Journal oder Tagebuch führen.
B – Nicht wirklich viel. Serien oder Fernsehen schauen. Für mehr habe ich kaum Energie.
C – Etwas mit meinen Händen machen. Gärtnern, Töpfern, Zeichnen o.Ä.
D – Vieles! Ein Instrument spielen, Pfadfinder, Reiten oder Tanzgruppe – ich brauche Abwechslung.

11. Mit welchem Charakter aus der Welt der besonderen Kinder wärst du am liebsten befreundet?

A – Millard.
B – Ich kann mich nicht entscheiden.
C – Miss Peregrine.
D – Jacob.

Am häufigsten A

Puh, besonders sein ist ganz schön anstrengend! Du hältst dich lieber von Kämpfen fern und agierst unterstützend und aus dem Hintergrund. Dein ruhiges, rationales Gemüt wirkt ausgleichend auf die anderen Hitzköpfe in deinem Team. Demenstprechend wären deine Fähigkeiten auch eher subtil wie Horaces Visionen, perfide wie Enochs Nekromantie oder geheimnisvoll wie Millards Unsichtbarkeit. Manchmal stellst du dich und deine Fähigkeiten unter den Scheffel, dabei hast du das gar nicht nötig. Vertraue in dich und deine Fähigkeiten.

Am häufigsten B

Immer tapfer voraus! Dein starkes Gespür für Gerechtigkeit, dein Tatendrang und deine Entschlossenheit machen dich zur geborenen Anführer*in. Trotzdem verlierst du nicht den Überblick über das große Ganze und bist kreativen Lösungswegen nicht abgeneigt.  Zu dieser großen Verantwortung passen große Kräfte wie Jacobs Gespür für Hollows, Frankies Puppenspiel oder die Ymbrine Fähigkeiten von Miss Peregrine. Pass nur auf, dass dein Ehrgeiz deine Sicht nicht trübt! Manchmal kann es ratsam zu sein, abzuwarten oder sich mit seinen Freunden zu besprechen sonst kann es sein, dass du schnell vom Held zum Bösewicht kippst.

Am häufigsten C

Hauptsache drauf! Oft bist du eher verwirrt und überfordert mit der Situation, aber du stehst deinen Freunden immer helfend zur Seite, wenn Not am Mann ist. Du bist loyal und stehst stets für deine Lieben ein. Du hättest vermutlich Bronwyns Stärke, Hughs Bienen oder Claires bissigen, versteckten Mund. Du folgst lieber, als den Ton anzugeben. Trau dich ruhig, auch Hilfe in Anspruch zu nehmen, Rücksicht auf dich und deine Bedürfnisse zu nehmen und deine Meinung zu sagen.

Am häufigsten D

Explosiv! Du bist tough, entschlossen und weißt genau was du willst und was nicht. Faule Kompromisse sind nicht deins. Du hättest vermutlich die Kräfte, Elemente zu bändigen, so wie Emma das Feuer, Fiona ihre Pflanzen oder Noor das Licht. Du bist eine treue und gute Seele, aber alle werden sich davor hüten, dich zu ihrem Feind zu machen. Manchmal übermannen dich deine Gefühle und du sagst vielleicht Sachen, die du später bereust. Sei nicht zu stolz, dich zu entschuldigen oder Fehler einzugestehen.

Mehrere Buchstaben gleich häufig

Die Welt ist nicht schwarz oder weiß. Vielleicht hast du Talente in mehreren Bereichen oder deine besondere Fähigkeit hat sich noch nicht herauskristallisiert? Sharon, Lily und viele andere Charaktere im Buch sind ebenso wichtig wie unsere Helden – und zwar ohne Flammen aus ihren Händen zu schießen o.Ä.. Lass dich nicht davon beirren was andere können und machen, sondern folge deinem Herzen und dem woran du glaubst. Fehler, Neuanfänge und Kurswechsel sind in Ordnung. Es ist deine Geschichte. Jeder ist auf seine Art und Weise besonders und wichtig.


Ich hoffe, euch hat dieses kleine Quiz gefallen! Schreibt mir doch gerne in die Kommentare, welches Ergebnis ihr bekommen habt.

Morgen geht es weiter mit der Blogtour und zwar bei Lisa von www.lieschenliest.de!

Header Blogtour
[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder von Ransom Riggs

[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder von Ransom Riggs

[Rezension] Der Atlas der besonderen Kinder von Ransom Riggs

Wer mich schon länger verfolgt, weiß es. Ransom Riggs hat sich mit seinen besonderen Kindern in mein Herz geschrieben. Seit J.K. Rowling habe ich niemanden mehr so gehyped. Umso mehr freute es mich, zu hören, dass auch der vierte Teil aus dem Universum der besonderen Kinder wieder bei Droemer Knaur erscheint. Und zwar als schmuckes Hardcover! Vielen Dank an Droemer Knaur (Grüße an Patricia!), die es mir ermöglicht haben, das Buch vorab zu lesen.

Da mit dem Buch eine neue Trilogie eingeläutet wird und ich ausführlicher über die besonderen Kinder reden möchte, hier eine Spoiler Warnung, für alle, die Band 1-3 noch lesen möchten. Ich versuche aber, nicht zu konkret zu werden. Die ersten drei Bände habe ich hier drei Bände habe ich hier rezensiert.

Eine Blogtour zum Buch startet übrigens morgen genau hier auf meinem Blog, also haltet die Augen offen. 😉


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  • Autor: Ranroms Riggs, übersetzt von Silvia Kinkel
  • Titel: Der Atlas der besonderen Kinder
  • Verlag: Droemer Knaur
  • Genre: (Urban) Fantasy, Roadtrip
  • 512 Seiten, Hardcover: 18€ | Ebook: 12,99€
  • auf amazon* kaufen

Reihenfolge:

  1. Die Insel der besonderen Kinder
  2. Die Stadt der besonderen Kinder
  3. Die Bibliothek der besonderen Kinder
  4. Der Atlas der besonderen Kinder (Beginn einer neuen Trilogie, aufbaunend auf 1-3)

 

Worum geht’s?
Der Auftakt zu einer neuen „besonderen Kinder“ Trilogie.
Jacob hat Devil’s Acre schweren Herzens verlassen, nachdem er gemeinsam mit den besonderen Kindern die Wights und Hollows besiegt hat. Doch er fühlt sich seinen Eltern und seinem alten Leben gegenüber verpflichtet. Als seine Eltern ihn in eine Psychiatrie stecken wollen, weil ihnen sein seltsames Verhalten Sorgen bereitet, geschieht das Undenkbare. Alma Peregrine und die besonderen Kinder stehen vor seiner Haustür. Die große Schlacht ist vorbei, doch es gibt Einiges aufzuräumen. Während Jacob versucht, die besondere und normale Welt in Balance zu halten, stößt er auf weitere Geheimnisse, die sein Großvater vor ihm hatte. Auf der Spur seines Opas reist er mit seinen Freunden durch Amerika und muss schnell feststellen, dass die Spielregeln der besonderen Kinder hier so ganz anders sind.


Meine Meinung:

Ich habe das Buch bereits auf Englisch gelesen, weil ich einfach nicht warten konnte! Umso schöner war es, jetzt nochmal die deutsche Version vor sich zu haben.

Dass ich ein großer Fan der besonderen Kinder bin, dürften regelmäßige Besucher meines Blogs schon gemerkt haben. Mir gefällt die Mischung aus Urban Fantasy, bizarren Fähigkeiten und liebenswerten Charakteren, die wortgewandte und präzise Sprache und der kleine Hauch Schaurigkeit.

Klar ist – wer die ersten drei Bände nicht gelesen hat, wird über dem Buch vermutlich verzweifeln, denn Ransom Riggs erklärt nur ganz grob, was bisher geschehen ist. Es gibt keine Vorstellungen und das Wissen aus den ersten drei Bänden wird teilweise als Voraussetzung gesehen. Selbst ich musste nochmal in Band 3 bezüglich einiger Punkte nachblättern. Hier würde ich mir vom Autor etwas mehr Erklärungen wünschen, denn er selbst ist als Erschaffer natürlich ständig in der Materie, dem Plot und der Geschichte. Als Leser*in muss man aber doch manchmal ein oder zwei Jahre auf die Bücher warten, da vergisst man leichtsam ein paar Details.

Zu Gemütlich? Zu rasant?

Wie schon beim allerersten Band der besonderen Kinder zieht sich die Geschichte stellenweise etwas. Es gab einige wirklich bezaubernde Stellen, z.B. als Jacob die besonderen Kinder mit in einen großen US-Supermarkt mitnimmt. Zur Vorbereitung des eigentlichen Abenteuers auf Achse muss aber noch einiges an Aufklärungsarbeit passieren. Das Haus von Jacobs Großvater versteckt einige Geheimnisse, die es zu entschlüsseln gibt. Und schließlich der mysteriöse Bekannte, der die Geschichte erst so richtig ins Rollen bringt.

Ab der zweiten Hälfte passiert dann wieder sagenhaft viel, dass man kaum Zeit hat, all die Details und Infos zu verarbeiten. Hier hätte ich mehr zwischendurch etwas mehr Zeit gewünscht, während am Anfang ruhig etwas mehr Pfeffer hätte sein können. Es treten eine Fülle von Personen auf. Gerade der Übergang von Frankies Haus zum Treffen der New Yorker Chefs war ziemlich hart und ich musste die beiden Kapitel mehrmals überfliegen.

Holzkopf Jacob

Leider ist Jacob – nachdem er in den letzten paar Bänden so viele Pluspunkte sammeln konnte – in diesem Buch wieder eher in meiner Gunst abgerutscht. Das lag vor allem an seiner Starrköpfigkeit und seinem eingeschränkten Blick für das große Ganze. Er hat teilweise wirklich unverantwortlich gehandelt und wirkte mehr wie ein pubertärer Bengel denn je. Natürlich ist es auch realistisch, dass er manchmal bockt – schließlich ist er ein junger, heranwachsender Mann – aber man sollte doch meinen, dass die ganzen Erfahrungen ihn etwas reifer gemacht hätten. Allerdings fällt er durch seinen Stolz auch oft genug auf die Schnauze. Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung – und der ist Jacob nicht so ganz gewachsen.

Ein Auge für Feinheiten hat Ransom Riggs auch bewiesen, indem er sich auf weniger Charaktere konzentriert hat und deren Beziehungen und Persönlichkeiten genauer exploriert hat. Auch wenn ich einige besondere Kinder wieder schmerzlich vermisst habe – Horace! Hugh! – so war die Kombination aus unseren Helden Bronwyn, Emma, Millard, Enoch und Jacob bunt genug. Mir hat gefallen, dass die Beziehungen und Freundschaften nicht in Stein gemeißelt waren. Es gab Streitereien, Schwierigkeiten, Zweifel und Weiterentwicklung. Besonders um die zarte Romanze von Emma und Jacob muss man sich im Laufe des Buches häufiger Sorgen machen, denn Emmas Temperament und Jacobs befeuerter Wille seinen ganz eigenen Weg zu gehen stoßen oft aneinander.

Ransom kann schreiben!

Bisher habe ich die Bücher nur auf Deutsch gelesen, diesmal eben auf Englisch und auf Deutsch. So hatte ich einen schönen Vergleich über die Sprachlichkeit. Übersetzerin Silvia Kinkel fängt die Besonderheiten von Ransom Riggs‘ Schreibstil, die kräftige Bildsprache, die Wortgewandtheit und den trockenen Witz wunderbar ein. Sie bleibt dabei nah am Original, was mir sehr gut gefällt.

Generell würde ich Ransom Riggs‘ Schreibstil als sehr individuell beschreiben. Er hat einen breiten Wortschatz, schreibt abwechslungsreich und für ein Jugendbuch auch durchaus anspruchsvoll. Das mindert ab keineswegs die Leseflüssigkeit oder die Verständlichkeit. Auch ohne die skurrilen Fotografien kann man sich wunderbar in die Szenerie hineinträumen.

Besondere Charaktere hat er auch drauf. In „Der Atlas der besonderen Kinder“ treten unglaublich viele neue Figuren auf den Plan. Viele davon spielen eher kleine, untergeordnete Rollen, andere sind sehr wichtig.

Mir gefiel, dass viele der neuen Charaktere auf ihre Weise nicht gut-böse, schwarz-weiß, sondern sehr ambivalent waren. Das System der Besonderen in  den USA unterscheidet sich stark von den bisher bekannten Regeln und so lässt sich erahnen, warum einige der neu auftretenden Figuren so handeln wie sie handeln. Auch, wenn ihr Handeln böse oder gemein erscheint, agieren sie in ihrem Weltbild logisch. Anders als in den ersten drei Büchern ist „der Bösewicht“ bzw. „die Gegner“ gar nicht so leicht erkennbar. Frankie zählt auf ihre Weise sicherlich dazu, Leo ist hart aber nicht gnadenlos und auch viele andere Personen im Buch brillieren durch feine Graustufen.

Spannend fand ich vor allem die Geschichte rund um Noor, die sich gegen Ende des Buches spinnt. Hier wird auch deutlich, dass es wieder eine Gefahr für die besonderen Kinder gibt, gegen die sie sich wehren müssen. Außerdem ist es erfrischend, einige moderne besondere Kinder kennen zu lernen, die sich wie Jacob im 21. Jahrhundert zurecht finden. Das ganze Buch habe ich übrigens über genau das Szenario nachgedacht, dass mit Millard und Lily eingetreten ist und war begeistert, dass auch Ransom Riggs sich diese Idee nicht entgehen ließ. Millard ist ohnehin mein liebster Charakter!

Das Ende ist jedenfalls wieder schön fies mit leichtem Cliffhanger und ich hänge schon wieder hibbelig in meinem Stuhl, wenn ich darüber nachdenke.

Nicht vergessen: Morgen startet die Blogtour bei mir. 🙂

 

Fazit:

Das vierte Buch um die besonderen Kinder macht große Lust auf die neue Trilogie. Wir haben die charmanten und einzigartigen besonderen Kinder und ein ganz neues Setting, das sie vor einige Probleme stellt. Darunter litt für mich aber manchmal ein wenig die verzauberte, weltfremde Stimmung, die ich in der Urtrilogie so sehr mochte. Dennoch liest sich das Buch spannend, es geschieht viel. Die Welt um die besonderen Kinder wird größer und gefährlicher. Die Geschwindigkeit und die Aufteilung der Schwerpunkte im Buch haben mir nicht ganz so gut gefallen wie in den bisherigen Büchern. Ich bin trotz kleiner Kritikpunkte sehr gespannt, wie es weitergehen wird!

Weitere Meinungen:
  • Du hast eine Rezension zu diesem Buch geschrieben? Schreib mir, dann verlinke ich dich hier!

 


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[Reihenvorstellung] Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder (Trilogie)

[Reihenvorstellung] Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder (Trilogie)

Hallo ihr Lieben!

Ich habe vor kurzem endlich wieder eine Reihe beendet und die möchte ich euch heute vorstellen!

Und zwar geht es um eine Trilogie aus dem Genre Fantasy/Mystery.

„Die Insel der besonderen Kinder“, „Die Stadt der besonderen Kinder“ und „Die Bibliothek der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs.

Das ganze ist als Jugendbuch gedacht, hat aber viele ernste Themen und düstere Momente, weshalb ich sie eher so ab 15/16 empfehlen würde. Die Reihe ließ sich auch als Erwachsener ganz wunderbar lesen.

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Ich werde inhaltlich genauer auf Band 1 eingehen, Band 2 & 3 ansprechen, aber nicht explizit spoilern. Über die Enden der jeweiligen Bücher verrate ich nichts, Andeutungen kommen aber vor, wenn ich kurz den Inhalt zusammenfasse.

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Worum geht’s?

Jacob Portman fristet ein recht ödes Teenager Dasein. An die fantastischen Geschichten seines senilen Großvaters über das mystische Haus der Miss Peregrine und ihrer besonderen Kinder mit magischen Fähigkeiten, glaubt er schon lange nicht mehr. Bis sein Großvater angegriffen wird und stirbt. Jacob erblickt eine Kreatur, so scheußlich wie sein schlimmster Albtraum. Um das Ganze zu verarbeiten besucht er mit seinem Vater die britische Insel, auf der sich das sagenumwobene Haus befinden soll. Und im nebligen Moor findet er das Haus, das durch eine Bombe im zweiten Weltkrieg vollkommen zerstört wurde. Aber dann stolpert er durch eine Zeitschleife direkt in das größte Abenteuer seines Lebens hinein.

Damit beginnt die magische Reihe und sie wird noch viele Schwierigkeiten für Jacob und die besonderen Kinder bereithalten.

 

Design:

Ich liebe die Cover. Die gruseligen und seltsamen Fotos, die wirklich aus den Schätzen von Sammlern kommen und das schlichte und dennoch verschnörkelte Design im und auf dem Buch macht es einfach zu einer optischen Bombe. Ich LIEBE die Aufmachung. Die Fotos im Buch lockern das Ganze auf, aber dennoch wird die Vorstellungskraft nicht gänzlich zerstört. Es passt einfach.

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Schreibstil:

Ich fand den Schreibstil für ein Jugendbuch angemessen und dennoch anspruchsvoll und gehoben. Ähnlich wie die Schnörkel und Fotos waren die Beschreibungen auch detailreich und sorgfältig, ohne einen zu erschlagen. Leise Momente hatten ebenso viel Platz wie turbulente, actionreiche Szenen, die immer sehr gut und angemessen beschrieben wurden immer mit dem Maß an Detailgrad der angebracht war. Für mich vorbildlich und sehr lebendig. Ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein und konnte mir alles sehr gut vorstellen, ohne dass mir jeder Punkt vorgekaut wurde.

Inhalt:

Falls ihr euch bezüglich Band 1 gar nicht spoilern lassen wollt, solltet ihr diese Reihenvorstellung erst nach dem Beenden von Band 1 lesen. 😉

Band 1 ist tatsächlich rückblickend für mich der schwächste Band. Es geht langsam los, wir starten mit Jacob und fristen mit ihm das öde Dasein in den USA, erleben Freunde, Familie und Alltag. Der Lichtblick und das, worauf wir als Leser hinfiebern sind die Geschichten seines Opas. Er floh als Junge aus Polen vor den Nazis und schaffte es auf die britische Insel Cairnholm wo er in einem Waisenhaus landete, das von Miss Peregrine geleitet wurde. Dort lebten besondere Kinder und auch Emma, das Mädchen, das Feuer machen kann und in das Großvater Portman einst verliebt war.

Alle tun die Geschichten als Hirngespinst ab, die gesammelten Fotos als Manipulation. Es sei seine Art, den Holocaust und den Krieg zu verarbeiten. Als Großvater Portman jedoch angegriffen wird und stirbt, sieht Jacob, der zu Hilfe eilt gerade noch eine scheußliche Kreatur im Wald verschwinden.

Obwohl er danach zu einem Therapeuten geht, lassen ihn die Geschichten seines Großvaters nicht los. Was, wenn doch etwas dran ist?

Und so besucht er mit seinem Vater endlich die titelgebende Insel. Von Miss Peregrine und den besonderen Kindern gibt es aber zuerst keine Spur, das Haus wurde von einer Bombe zerstört und niemand hätte überlebt. Aber Jacob stolpert durch das Portal und gelangt so in die Zeitschleife, wo die besonderen Kinder leben und nicht altern, da sie den Tag des Bombenfalls jeden Tag aufs Neue durchleben.

Jacob trifft auf Emma, das Feuermädchen, und Millard, den unsichtbaren Jungen, die zuerst skeptisch sind. Die besonderen Kinder müssen nämlich vorsichtig sein, dass die weißäugigen Wights und ihre grauenvollen Monster, die Hollows, es auf sie abgesehen haben.

Als klar wird, dass Jacob der Enkel von Abraham Portman ist und nach dessen Tod herkam, mischen sich Freude über den Neuankömmling mit Trauer über den Tod eines alten Freundes. Während Jacob langsam die Welt der besonderen kennenlernt und zwischen der Zeitschleife und dem normalen Cairnholm hin und herreist, gibt es einige Todesfälle und es scheint, das grausame Monster, das seinen Großvater getötet hat, ist ein Hollow und hat nun die Zeitschleife gefunden.

Gemeinsam müssen sich die besonderen Kinder und Jacob gegen die drohende Gefahr wehren.

Die aufflammende, zarte Freundschaft zwischen Jacob und den besonderen Kindern, vor allem mit Emma, mit der ihn mehr zu verbinden scheint, wird im Laufe des Abenteuers häufiger auf die Probe gestellt.

In Band 2 (markiere, um zu lesen)geht es vor allem um die besonderen Kinder, die mit der in Vogelgestalt gefangenen Miss Peregrine durch das kriegsgeprügelte England versuchen, eine weitere Ymbrine zu finden und dabei auf Gefahren und neue Verbündete stoßen.

In Band 3 (markiere, um zu lesen) sind Jacob, Emma und Hund Addison auf sich gestellt und kämpfen sich tapfer durch Devil’s Acre, um ihre Freunde aus den Fängen der Wights zu befreien und Caul und ihre Feinde endgültig zu besiegen.

Das Buch verbindet die alten Fotos gekonnt mit einer spannenden tiefgehenden Story, die trotz ihrer Magie die Welt der normalen Menschen niemals aus den Augen verliert. Die Kulisse des kriegsgebeutelten Englands und der Nazis, der Flucht und der Schwierigkeiten der damaligen Zeit ist bombastisch. Ransom Riggs hat hier viele schwierige Themen aufgegriffen. Krieg, Flucht, Traumata und das erwachsen werden und sich weiterentwickeln. Alles angereichert mit zauberhaften, lebendigen Charakteren.

Ich habe bisher kein Buch gelesen, das auch nur ansatzweise zwei Themen wie den zweiten Weltkrieg und Fantasy so miteinander verbunden hat. Diese Buchreihe ist wahrlich etwas Besonderes.

Charaktere:

Es gibt so viele tolle Charaktere in den drei Büchern, das ich wirklich nicht auf alle eingehen kann. Zu meinen Lieblingen gehören Bronwyn, Sharon, Enoch, Olive und ach ich möchte alle besonderen Kinder adoptieren!

Jacob Portman, unser Protagonist ist ein facettenreicher Teenager und er wächst in der Buchreihe. Dabei quälen ihn neben den ganzen Schwierigkeiten auch ganz normale Fragen und Zweifel. Er hat Angst, er liebt, er zweifelt, er ist mutig, er ist unsicher, er scheitert, er überrascht. Für mich ein wunderbarer, liebenswerter Protagonist. Ein Held, der niemals geplant hatte, einer zu sein.

Emma Bloom, das Feuermädchen, ist eine temperamentvolle, starke, großherzige Figur, die ebenfalls mit ihren Erfahrungen zu kämpfen hat. Sie ist stark, hitzköpfig, besorgt und tough. Dennoch wirkt sie immer zart und verletzlich, ohne das offensichtlich zu zeigen. Die Beziehung zwischen ihr und Jacob wirkt zart und wächst heran. Auch sie lernt und entwickelt sich.

Miss Peregrine hat nebst Band 1 eher kleine Auftritte, wobei sie immer beschützerisch und mysteriös wirkt. Sie ist eine Mutter, aber auch eine starke entschlossene Frau mit ihrer eigenen Geschichte. Ihre strenge, aber liebevolle Art und das Augenzwinkern mit dem sie an viele Situationen herangeht machen sie unfassbar sympathisch. Dennoch bleibt sie trotz allem ein Geheimnis und das liebe ich.

Caul, der Antagonist, der bis zuletzt im Schatten bleibt. Er ist ein verrückter Widerling wie er im Buche steht. Für mich war er eine der schwächeren Figuren, denn er war nur größenwahnsinnig, ein diabolischer Antagonist mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Alle anderen Figuren hatten gewisse Grautöne, aber er war zweifelsfrei einfach nur Banane. Es gab Versuche seine Motive etwas genauer zu beleuchten, aber das hat mich nicht so ganz überzeugt.

Insgesamt waren die Charaktere bunt und dreidimensional, natürlich hatte man bei der Fülle an Personen nicht die Möglichkeit alle genau kennen zu lernen, aber sie hatten trotz distinkter, auffälliger Charakteristiken auch Nuancen, die das ganze immer wieder interessant gemacht haben. Besonders der Fokus auf die Beziehungen zwischen den besonderen Kindern in Band 2 hat mir unfassbar gut gefallen.

Ende:

Ich hatte befürchtet, dass ich mich mit dem Film* von Tim Burton bezüglich des Endes gespoilert haben könnte. Gott sei Dank nicht, der Film ist wirklich etwas ganz Eigenes und sollte losgelöst davon betrachtet werden.

Das Ende hat mir gut gefallen, auch wenn für mich ein paar Fragen offenbleiben, z.B. bezüglich Fiona. Ransom Riggs hat zwar gesagt, dass er sich vorstellen kann, nochmal etwas in diesem Universum zu schreiben, aber nicht in nächster Zeit. Ich denke, wenn wir nochmal den Fokus auf Jacob und Emma hätten, würde das magische und runde Ende auch zerstört werden. Aber ich würde gerne über andere besondere Kinder lesen!

Für mich war das Ende ein schöner, ulkiger Abschluss zu einer fabelhaften Reihe und ich kann damit leben.

Die Bücher in der Einzelwertung:

Die Insel der besonderen Kinder“ *

Band 1 hat mir etwas zu langsam begonnen, auch wenn es ein recht gutes Stilmittel war, um zu zeigen wie öde Jacobs Leben ist! Als es dann endlich nach Cairnholm ging war ich gefesselt. Dieser Teil würde 4 Sterne von mir bekommen.

Die Stadt der besonderen Kinder“ *

Band 2 ist mein Lieblingsteil. Bombastisch, actionreich, mit leisen und lauten Tönen. Großartigen Einfällen und einer wunderbaren Charakterdynamik, tollen mystischen Geschichten und Elementen. 5 Sterne.

Die Bibliothek der besonderen Kinder“ *

Band 3 ist ebenso stürmisch und zackig wie Band 2, hat aber durch die Zuspitzung der Lage mehr Gefahren und Kämpfe und weniger Charaktere. Dennoch finden wir hier nochmal viele interessante Infos, Ideen und Konzepte. Außerdem haben wir Jacobs Entwicklung und die Zerrissenheit. Ein lebendiger Held, der sich auch sich selbst stellen muss.

Die Gesamtwertung:

Ich fangirle die Reihe so sehr. Ich liebe die Stimmung, den Fokus auf die Charakterentwicklung, die Talente, die Schauplätze, die Fotos.

Ich liebe alle Bücher!

Alles miteinberechnet bekommt die Reihe von mir 4,7 Seesterne, die ich auf 5 aufrunde, weil die Stärken die kleinen Schwächen einfach übertönen. Ich liebe die Reihe und ich kann sie jedem ans Herz legen, der etwas Besonderes und Einzigartiges lesen möchte.

5seesterne


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