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Jasmin Zipperling #ProjektArbeitstitel

Jasmin Zipperling #ProjektArbeitstitel

Jasmin Zipperling #ProjektArbeitstitel

Kennt irgendjemand Jasmin Zipperling alias Zippi noch nicht? Falls ja, dann wird es höchste Eisenbahn! Ihr Buch „Himmeldonnerglöckchen“ erscheint nämlich schon bald. Und es ist mindestens so süß wie Jasmin selbst.

Quelle: Miriam Wagner

Ich heiße Jasmin Zipperling, ich bin Teammitglied der Autorenwelt und freies Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift Federwelt.

Bisher habe ich Kinderbücher geschrieben. Meine Agentin (ja, ich habe eine Agentin! Als unveröffentlichte Autorin – wie abgefahren ist das denn bitte???) würde sich aber sehr über einen Roman von mir freuen. Hab damit auch schon angefangen!
Eigentlich habe ich schon als Teenager geschrieben, aber ich erinnere mich nicht mehr, wie das alles angefangen hat. Bei uns zu Hause gab es immer Bücher und Hörspielkassetten.

In diesem Jahr wird mein allererstes Buch bei Books on Demand erscheinen und ich bin dezent aufgeregt. Geplant ist Ende August, womit meine Premierenlesung am 31. August bei „9lesen“ zum Literaturcamp Hamburg stattfände.

 

Himmeldonnerglöckchen und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Auf mein Kinderbuch in diesem Jahr folgt noch eines im nächsten Jahr – es sind beides Vorlesebücher für Kinder ab 5 Jahren. Zuerst erscheint „Himmeldonnerglöckchen“. Darin geht es um Hopsi. Sie ist eine kleine Häsin und landet mit dem Wichtel Michi in der Weihnachtswerkstatt. Und auf einmal fragt sie sich, ob sie nicht lieber eine Weihnachts- als eine Osterhäsin werden möchte.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Die Veröffentlichung ist derzeit nur für die beiden Kinderbücher angepeilt, die im Selfpublishing bei Books on Demand erscheinen werden. Zu einigen Projekten hält meine Agentin mich auf dem Laufenden und dann gibt es noch Manuskripte, die erst einmal gut genug werden müssen, damit ich sie ihr zeige. Zum Glück kenne ich jede Menge tolle Menschen, die mir zur Seite stehen. Überhaupt ist das derzeit eine fantastische Erfahrung, die ich mache: So viele liebe Menschen sagen mir ihre Unterstützung zu – Gerüchten zufolge soll mir schon das eine oder andere Freudentränchen über die Wange gekullert sein.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Bei meiner Agentin schlummern noch ein Vorlese- und ein Bilderbuch. Ich habe einen Roman begonnen, in dem es viel um Mutterschaft geht. Dann habe ich grobe Skizzen für einen … ja, was ist das eigentlich? Könnte ein Thriller werden. Aber mit Humor. Bin noch nicht sicher. Darf es überhaupt lustige Thriller geben? Werde ich dafür verhaftet? *googelt die Caymaninseln*

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Mich auf den Ar*** setzen und schreiben. 😀 Wenn ich einmal angefangen habe, geht es. Aber vorher fällt mir auf, wie dreckig meine Wohnung ist oder dass ich noch Sachen für die Autorenwelt erledigen muss. Und ein Artikel für die Federwelt muss ja bereits in zwei Monaten abgegeben werden. Und ich bin ja immer gerne pünktlich und zuverlässig …  Ich habe den schwarzen Gürtel in Prokrastination.

Hast du eine Schreibroutine?
Nope. Hauptberuflich arbeite ich als Sekretärin in der Kölner Innenstadt. Das ernährt mich. Und es finanziert mein Buch-Leben. Ich nehme an vielen Veranstaltungen mit Buchmenschen teil. Anreise und Unterkunft müssen also bezahlt werden. Und neben diesen Ausflügen, meiner Arbeit für die Autorenwelt und meinen Artikeln für die Federwelt und den Selfpublisher schreibe ich meine eigenen Projekte. Immer wenn es gerade passt. Und wenn meine Wohnung endlich sauber ist. Das alles klappt auch nur, weil ich nebenberuflich nichts anderes mache, als diesen Buch-Kram. Trotzdem warte ich noch auf den Tag, an dem ich endlich kapiere, dass ich meinen Schreibprojekten die höchste Priorität zuordnen sollte.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Ja, ich weiß, dass du jetzt glaubst, dass du eine untalentierte Vollpflaume bist. Ja, ich sehe, dass du gerade in embryonaler Haltung auf der Couch liegst und heulst, weil dein Text im Forum auf unsensibelste Weise zerpflückt wurde. Und ich weiß auch, dass du von nun an Angst haben wirst, jemandem deine Texte zu zeigen. Aber es wird besser werden. Du wirst länger brauchen als alle anderen, um dein erstes Buch zu veröffentlichen, weil du Angst hast. Das ist okay. Du wirst das Schreiben ja doch nicht lassen können und du wirst besser werden. Auf der Buchmesse 2018 wirst du dann endlich den verbalen Tritt bekommen, den du brauchst und dann legst du los. Mach einfach weiter.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich verehre Astrid Lindgren und Michael Ende. Aber die sind beide tot. Vielleicht sollte ich einfach sagen, dass meine gesamte Buchbubble mich inspiriert und motiviert. Wir unterstützen uns gegenseitig und stehen einander zur Seite. Das finde ich unheimlich toll.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Okay, das ist jetzt echt doof und meine Antwort ist voll peinlich. Aber leider auch ehrlich. Ich will im Grunde immer nur eines und das ist Anerkennung beziehungsweise das Gefühl dazuzugehören. Ich denke, das wird sich auch in Zukunft nicht so schnell ändern.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Puh … da gibt es einige. Mein erster Artikel in der Federwelt. Mein Cover für den Selfpublisher. Dass Books on Demand mich zum 20-jährigen Jubiläum eingeladen hat. Als ich den Vertrag mit meiner Illustratorin Esther Wagner unterschrieben habe (dadurch wurde es real, dass es wirklich ein Buch von mir geben wird – und eure Reaktion auf mein Cover zeigen eindeutig, dass Esther eine Göttin ist).

 

Eine kleine Kostprobe…

Ausschnitt aus Himmeldonnerglöckchen:

Hopsi starrte auf den Holzboden unter ihr. Was war gerade geschehen? Sie klammerte sich immer noch an Michis Hand. Sie hörte viele Stimmen und ein Windhauch streichelte ihr Gesicht. Hopsis Mümmelnase wackelte. Sie wusste nicht, wonach es hier roch, aber der Geruch war süß und machte ihr großen Appetit.

„Motziges Marzipan! Was zum dreimal gerührten Keksteig machst du in der Weihnachtswerkstatt?“, fragte Michi.

Weihnachtswerkstatt? Hopsi hob den Blick. Sie befanden sich in einem seltsamen Raum. Er war riesig, aber es gab hier so viele Wichtel, dass Hopsi Michis Hand losließ und die Arme eng an den Körper zog. Aus dem Nichts tauchte ein Mädchen auf. Sie hatte tatsächlich Flügel und flog direkt auf Hopsi zu. Ach, du liebe Möhre! Jeden Moment würde sie mit ihr zusammenstoßen. Die kleine Häsin hielt sich schützend die Arme vors Gesicht. Doch nichts geschah. Sie lugte zwischen ihren Armen hindurch. Das Mädchen schlug kräftig mit den Flügeln und glitt einfach über sie hinweg. Hopsi sah ihm verwundert nach und schmatzte. Wieso konnte es fliegen?

„Sie ist ein Engel. Die haben Flügel“, erklärte Michi. Dann drehte er sich mit seinem Bündel aus Zweigen einfach um und hüpfte davon.

Hopsi folgte Michi zaghaft durch die Menge. Sie wusste nicht so recht, wie sie sich hier unter den seltsamen Wesen zu benehmen hatte. Die Wichtel trugen alle grüne Kleidung, aber Michis Mütze war die einzige mit einem Glöckchen. Das war auch gut so, denn so konnte Hopsi dem Glöckchenklingeln folgen. Bei dem Gewusel war Michi nicht immer zu sehen. Sie duckte sich, weil ein Wichtel über ihren Kopf hechtete.

 


Jasmin Zipperling

 

„Himmeldonnerglöckchen“ erscheint voraussichtlich im August bei Books on Demand.

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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[Rezension] Orelios: Das Erwachen von Clemens Kiefhaber

[Rezension] Orelios: Das Erwachen von Clemens Kiefhaber

Durch eine gemeinsame Freundin erhielt ich die Gelegenheit mit Clemens Kiefhaber in Kontakt zu treten. Freundlich und sichtlich aufgeregt stellte er mir sein Debut „Orelios: Das Erwachen“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung. Vielen lieben Dank!


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  • Autor: Clemens Kiefhaber
  • Titel: Orelios – Das Erwachen
  • Selpfublishing via Kindle Direct Publishing
  • Genre: High Fantasy, 612 Seiten
  • auf amazon* kaufen
  • Band 1 von voraussichtlich 5

Worum geht’s?
Die Länder Antaijan und Tenrack sind seit Jahrhunderten getrennt. Erzürnte Geister und ein grausamer Krieg entzweiten die beiden Länder einst. Das Überqueren der Grenze ist strengstens verboten. Einige Studenten aus Antaijan stoßen in der Bibliothek auf ein mysteriöses Tagebuch, das alle Geschichten ihres Landes auf den Kopf stellt. Im nördlichen Tenrack erscheint ein blasser Junge, der ein Dorf nach dem anderen abschlachtet. Während die Studenten die Grenze in den Norden passieren, droht im Süden ein politischer Umbruch und es scheint, als wäre die Zeit des Friedens in beiden Ländern vorbei.


Meine Meinung:

 

~Videorezension folgt~

Ein 612 Seiten starkes Debut erfordert viel Arbeit und man merkt bei Clemens Kiefhaber, dass er viel Mühe und Liebe hineingesteckt hat. Mit den Ländern Antaijan und Tenrack baut er eigene Kulturen, Religionen und Traditionen auf, zeichnet eine komplexe und reiche Fantasy-Welt abseits des Elfen-Zwerge-Einheitsbreis. Eigene Fauna, Flora, Tiere und Mythen geben dem ganzen einen wunderbaren Rahmen.

Wir begleiten allerlei Charaktere aus beiden Ländern und so ist das Charakterverzeichnis am Ende wirklich sehr hilfreich, da es zeitweise schwer ist, einen Überblick zu behalten, wer wer war. Einige Perspektiven heben sich positiv hervor, wie die der tenrackischen Jägerin Noriat oder die des Soldaten Ilfran, dessen Rolle im Gefüge noch nicht ganz klar wird. Dass alle Charaktere irgendwie zusammenhängen, wird Stück für Stück deutlich. Alle sind Zahnräder in der Geschichte einer Welt, denn wir erleben live den Umbruch zweier Länder.

Ein bunter Mix von Charakteren…

Die Kapitel mit Regotar haben mir leider am wenigstens gefallen. Es ist zwar interessant, die Steinmetzzucht und das Dorfleben kennen zu lernen und mehr über das geheimnisvolle blaue Metall zu erfahren, aber seine persönliche Geschichte und sein Charakter haben bei mir für keinerlei Interesse gesorgt. Seine Abschnitte habe ich meistens übersprungen.

Student Dargan wirkt in der altertümlichen Welt durch seine Gewieftheit und Intelligenz fast etwas fehlplatziert. Seine Handlungen und die seiner Freunde bringen jedoch die wichtigsten Steine ins Rollen und lehren uns mehr über die Welt. Manchmal waren mir seine Gedankengänge zu ausufernd und ich hoffe, er wird noch etwas menschlicher. Er ist sehr sympathisch, aber er scheint mir fast etwas zu perfekt und liebenswert? Ich würde ihn mit Sherlock Holmes vergleichen – da er noch zu wichtig und intelligent ist, fürchtet man nicht wirklich um ihn und bangt mit ihm mit.

Noriats erstes Kapitel war fesselnd und auch sonst war die tapfere Jägerin mein liebster Charakter im Buch. Sie ist hitzköpfig, liebevoll und entschlossen. Ihre verschiedenen Beziehungen zu ihrem Bruder, den anderen Jägern und Kriegern und den späteren Gefangenen sind vielschichtig und faszinieren. In ihren Kapiteln erfahren wir außerdem viele Schlüsselmomente und Informationen.

Die Kapitel von Aschandreij und Sheijan haben sich teilweise etwas gezogen, waren aber interessant und ein spannender, wenngleich weniger turbulenter Gegensatz zu Noriats und Dargans Abenteuern.

Da ist noch Luft nach oben…

Clemens Kiefhabers Schreibstil ist solide und lässt sich flüssig lesen. Dennoch sehe ich an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf bzw. mehr Gründlichkeit des Lektorats.

Ich musste beim Lesen oft ausufernde Beschreibungs- und Gedankenabsätze überspringen. Eine komplett eigene Welt zu erschaffen ist eine große Leistung und benötigt viele Erklärungen, jedoch fühlte ich mich manchmal von den Informationsblöcken erschlagen. Hier würde ich mir für kommende Bände mehr „Show, don’t tell“ und Selektion wünschen (Was ist jetzt für den Leser wichtig? Was spielt im folgenden Kapitel eine Rolle? Was kann ich in Dialoge oder Handlungen einweben?). Außerdem sind mir einige Redundanzen aufgefallen – Die Charaktere dachten sehr viel nach und stellten sich oft viele Fragen. Fragen, die ich mir als Leserin ohnehin stelle. Manchmal waren es auch unnötige Dopplungen und Füllwörter.

Dargan machte sich schon jetzt Sorgen um Teveij, die es selbst in einer kühlen Nacht schon zu sehr fror. Wie sollten sie die eisige Kälte von Tenrack überstehen?

Man kann dem Leser ruhig ein wenig eigene Denkleistung zumuten, denke ich.

Die erste Hälfte war teilweise etwas zäh und es dauerte bis ich in die Geschichte hineinkam und die Charaktere und ihre Bedeutung verstanden habe. Der umfangreiche Weltenbau und die vielen originellen Ideen und Verstrickungen sind jedoch definitiv Pluspunkte und für ein Debut ist das auf jeden Fall richtig gut. Außerdem gibt es eine liebevoll gestaltete Karte am Anfang!

Da das ganze erst der Auftakt zu einem epischen Abenteuer ist, würde ich mir folgende Bände ein bisschen mehr Pfeffer und Tempo wünschen. Ansonsten: Mehr von dieser Welt und ihren Geschichten!

Fazit:

Das High Fantasy Debut von Clemens Kiefhaber hat noch einige kleine Kinderkrankheiten, hat jedoch durch den tollen, einfallsreichen Weltenbau und die komplex gestrickte Geschichte eine Menge Potenzial. Für Fans von detailliertem Weltenbau und genauen Beschreibungen ein Genuss, für ungeduldige Leser aber leider etwas zu langatmig. Von mir gibt es drei Seesterne.

Weitere Meinungen:

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