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Babsi auf der LBM18: Meine Leipziger Buchmesse

Babsi auf der LBM18: Meine Leipziger Buchmesse

Uff. Das beschreibt ziemlich gut, wie ich mich nach vier prall gefüllten Messetagen fühle. Ich bin k.o., hab heute bis halb 12 geschlafen und von Büchern und Menschen geträumt und musste zweimal blinzeln, um zu verstehen, dass ich wieder in meinem eigenen Bett liege. Ich bin erschöpft, glücklich erschöpft.

„Glücklich erschöpft“ ist ein tolles Gefühl. Etwas, an das man gerne zurückdenkt. Etwas, das vor allem Buchmessen oder Litcamps bei mir auslösen. In diesen wenigen Tagen ist viel passiert, ich habe viel gesehen, viel geredet, viel gelernt und doch verging die Zeit wie im Flug.

Ich bin froh, wieder in meinem Bett zu schlafen, aber meine Luftmatratzenschubserin Nadja vermisse ich ein bisschen. Auch die morgendlichen „Kaffeeeeee“ Ausrufe von Kia Kahawa und das zustimmende Brummen von Flo. Was ich definitiv nicht vermisse, ist die kitschige Dekoration in unserer Messe WG, die jegliche Regeln des guten Geschmacks in meinen Augen bricht.

Ansonsten war unsere Airbnb Wohnung übrigens super. Wir mussten mit der Straßenbahn nur einmal umsteigen, um zur Messe zu gelangen. Ich war nervös – mein erstes Mal Leipzig!

Ich werde mich hier auf meine Highlights beschränken, viele bunte Bilder und Ausschnitte gibt es in meinem Messevideo.

 

Meine Leipziger Buchmesse 2018

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Nornennetz

Da ich am ersten Tag direkt Standdienst beim Nornennetz hatte, eilten Nadja und ich durch die Hallen. Sehnsüchtig erblickten wir dabei bunte Stände, die wir uns später in Ruhe anschauen wollten.

Der allererste Messe-Stand des Nornennetzes war ein absoluter Hingucker – nicht zuletzt wegen den vielen unterschiedlichen Büchern, sondern auch wegen den niedlichen Boxen von Elenor Avelle und dem Loskelch, der viele Messegänger anlockte. Außerdem traf man dort immer liebe Kolleginnen, die ein warmes Lächeln und eine Umarmung parat hatten. Die Location war super, direkt daneben war eine Wand und schräg gegenüber ein Café bei dem man kurz verschnaufen konnte. Der Geruch von frischen Crêpes wehte stetig hinüber und lockte Besucher auch zu uns.


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Lesung von Fanny Bechert

Etwas peinlich war unsere erste Begegnung am Sternensand-Stand. Ich mutmaßte anhand des Covers, das es in „Countdown to Noah“ wohl um eine Zombieapokalypse ging. Fanny stand direkt hinter Nadja und mir und belehrte uns sofort eines Besseren. Die „Noah“ in ihrem Buch sind keine verfaulenden Leichen, sondern sehr lebendig. Durch eine Substanz die ursprünglich eine besser überlebensfähige Rasse aus dem Menschen machen sollte, wurden die Noahs kreiiert, die zwar durchaus kräftiger, sportlicher, aber auch instinkgeleiteter und damit hungriger wurden. Leider kamen sie dabei auch auf den Geschmack von Menschenfleisch… Das klang extrem cool! Anders als der Walking Dead Einheitsbrei. Die Lesung stand ohnehin auf dem Plan und nach dieser kleinen Einführung mussten wir auf jeden Fall hin. Die rothaarige Fanny ist sehr nett und fröhlich und hat auch extrem gut und lebhaft vorgelesen. Letztlich ist das Buch übrigens signiert mit auf die Reise nach Hause gekommen. 😉 Danke Fanny!


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9 lesen

Ein fabelhaftes Projekt füllte den Freitag Abend. Neun unterschiedliche Autor*innen aus verschiedenen Genres,  in verschiedenen Stadien des Schreibprozesses. Veröffentlicht und unveröffentlicht. Nebeneinander lesend, 10 Minuten Einblick in verschiedene Werken. Speedlesungsdating sozusagen. Und ich war eine der Autorinnen und durfte den Abend mit einem Ausschnitt aus meinem „Save Our Souls“ beschließen. Ich war so nervös, so aufgeregt, so hibbelig. Innerhalb kürzester Zeit leerte ich mein Wasser und mein Guiness und musste ab der zweiten Lesung aufs Klo. Da ich mich um die Videoaufnahmen kümmerte und meine Kamera aufgrund der Hitze zickte, blieb ich jedoch dabei und hätte mir wirklich beinahe in die Hose gemacht… Äh ja, genug über meine Blase.

ES WAR BOMBASTISCH! Das Pub war voll, die Lesungen war spannend und trotz einiger kleiner Schwierigkeiten hat der Abend total viel Spaß gemacht. Ein nächstes 9 lesen wird von der lieben Andrea Schrader geplant und ich glaube, wir haben unser Publikum ganz gut unterhalten. Vielen Dank an alle, die dabei waren! Videos von der Lesung wird es noch geben, die findet ihr später auch auf der offiziellen Website von 9lesen. (Der Mops hat nicht gelesen, aber er ist niedlich…)


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Lesung Liza Grimm

Auch für die liebe Liza Grimm war diese Messe ein Abenteuer – die erste große Lesung aus ihrem Buch „Die Götter von Asgard“. Außerdem war ich als Teil ihres Bloggerteams als Goldener Faden unterwegs und hatte ein Goodiebag dabei – die liebe Rachel hat mich superschnell gefunden.
Liza hat ihre Lesung absolut wundervoll gemeistert. Trotz Terminen und Stress hat sie immer ein riesiges Grinsen im Gesicht, bleibt herzlich und liebevoll. Meine Messekumpanin Nadja wurde sogleich zum Fan ohne irgendwas über das Buch zu wissen – einfach weil die liebe Liza ein so wunderbarer Mensch ist. <3


Natürlich war das nicht alles, aber das sind meine persönlichen Highlights!

Wir haben noch Jacky Vellguth getroffen und mit ihr geplaudert, Lesungen und Interviews gelauscht z.B. von Neil Shusterman, Marah Woolf und Bianca Iosivoni. Bei der Seraph Verleihung haben wir uns mit Janna Ruth über ihren Preis gefreut und beim Meet and Greet blaue Drinks geschlürft. Dann gab es das Heldentreffen mit Mary Cronos, Fans und Bloggern. Wir haben Künstler und Verlage besucht, ich habe mir meinen Manga von Melanie Schober signieren lassen, einen Polstergeist von Horrorkissen gezeichnet bekommen und einige Bücher und Goodies geschenkt bekommen.

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Menschen

Ohne euch wäre die Messe nicht, was sie ist.<3

Danke Nadja, Kia, Flo, Andrea, Jana, Julia, Magret, Jana, Chris, Michael, Hannes. Auch Muchas Gracias an Nora, Anne, Ela, Nika, Stella, Nise, Bonnie, Liza, Kat, Verena, Jen, Zippi, Anke, Denise. Merci Anna, Lily, Mareike, Charline, Anja, Thorsten, Janna, Janna R., Nora B., Nadine, Jenny, Suse, Cindy, Fanny, Franzi. Danke Rachel, Mary, Sophie, Isa, Anna, Lars, Helen, Sara, Jacky, Melanie, Jenni, Kathy Vanessa, Juliana. Ich habe so viele Menschen getroffen, dass ich bestimmt jemanden hier vergessen habe.

Danke auch an alle, die ich leider zeitlich nicht mehr treffen konnte.

Zum Schluss möchte ich allen Menschen danken, die mich auf der Messe begleitet haben. Alle, die ich treffen durfte. Allen Organisatoren, Verlagen, Sicherheitsleuten, Mitwirkenden, allen Besuchern (außer denen mit Rollkoffern und denen, die mitten im Gang stehen bleiben), allen fleißigen Helferlein, allen wundervollen Menschen, die ich treffen durfte und alle, die ich gerne noch getroffen hätte und hoffentlich beim nächsten Mal sehe.

 

Ich bin noch etwas k.o., aber voller Arbeitseifer und Motivation. Bis zur nächsten Messe!

Tüdelü, eure Babsi

Rückblick: Das Literaturcamp Bonn 2017

Rückblick: Das Literaturcamp Bonn 2017

Tut mir leid, dass ich in letzter Zeit kaum längere, vernünftige Beiträge für den Blog verfasse und nur ganz dröge meine Videos ohne Kommentar verlinke. Ich gelobe baldige Besserung! (Ich habe einige Themen, über die ich noch schreiben möchte, aber die Muße ist gerade im Urlaub)

Auch für das Literaturcamp in Bonn habe ich ein paar Fotos und Aufnahmen gemacht. Dennoch gibt es noch ein paar Worte von mir direkt unter dem Video. 😉

Aktuell genieße ich eine kleine Auszeit bei meinen Eltern und meinem Kater und traumhaften Wetter und lasse mir die Sonne auf den weißen Bauch scheinen. Das Wochenende war ich auf dem Literaturcamp in Bonn – mein allererstes Barcamp.

Ich wusste zwar, dass ich zumindest drei Leute aus meinem Verein BartBroAuthors treffen würde und so nicht ganz allein sein würde, aber ich war trotzdem nervös.

Neue Menschen, spontane Workshops, Vorträge und Diskussionen? Da geht mein introvertierter Popö auf Grundeis! Generell habe ich keine Probleme mit sowas, aber ich weiß gerne, was mich erwartet. Aber dank dem vielversprechenden Glückskeks im Hotel und der angenehmen Stimmung in der Bonner Innenstadt fühlte ich mich ermutigt.

Früh morgens habe ich dann die liebe Jana vom Bahnhof abgeholt und zusammen machten wir uns dann auf. Wir wurden sofort freundlich begrüßt und im Foyer tummelten sich schon einige Literatur-Menschen, die alle noch etwas ruhig waren und auf Kaffee warteten. Dann ging es los. Ich war total gespannt und freute mich total, einige bekannte „twitter Namen“ auf den schicken Umhängeschildern zu lesen und nun endlich ein Gesicht zu vielen Leuten zu haben. Andere kannte ich gar nicht, aber mein vierter (oder fünfter?) Name wäre nicht Barbarazzi, wenn ich nicht sofort auf twitter und Facebook nachgeschaut hätte!

Die Vorstellungsrunde zog sich ein wenig und danach ging es zur Sessionplanung! Und zack war da eine Riesenschlange von Leuten mit tollen Ideen und Themen, sodass ich mir gar keine Sorgen machen musste, auch vor einer Gruppe zu sprechen, die mich als angehende Autorin mit meinen 23 Jahren und keinem einzigen zu Ende geschriebenen Buch, überhaupt nicht ernst nehmen würde. Es gab so viele tolle Sessions, dass ich mich oft ärgerte, nicht den praktischen Zeitumkehrer von Hermine aus Harry Potter 3 zu besitzen. 🙁 Meine persönlichen Highlights waren jedoch die Vorträge zum Vorlesen von Almut Schnerring und die interaktive Runde für Netzwerken für Autoren von Jasmin Zipperling (und das liegt nicht daran, dass ich Angst vor ihrer Schere hatte oder mit Kinderschokolade bestochen wurde…).

Es hat jedenfalls unfassbar viel Spaß gemacht und mir gefiel die freundliche, entspannte Stimmung sehr gut. In den Pausen habe ich es leider nicht geschafft, mit allen Leuten zu quatschen, die ich auch anquatschen wollte. Und nach dem langen, aber spannenden Tag bin ich kurz in den Hotelpool und dann einfach ins Bett gefallen.

Auch den ganzen nächsten Tag war ich noch geflasht von den vielen Eindrücken und bin Zucker- und Koffeinvorräte auffrischend von einem Sitzplatz im Zug zum nächsten gewandert.

Danke an alle, die dabei waren und das Event möglich gemacht haben! Ich bin vollauf begeistert und hoffe, viele weitere Litcamps besuchen zu können.

p.s.: Ja, ich hab noch kein Ticket für Heidelberg und ja, ich liege auf der Lauer wie ein hungriger Tiger!

Übrigens gibt es noch weitere, ausführliche und tolle Blogbeiträge zum Litcamp! Hier lang: