Schlagwort: romantisch

[Rezension] Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterling

[Rezension] Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterling

Die liebe Eva von schreibtrieb ist nicht nur eine gute Freundin, ein Vorbild und eine ganz liebe Person, sondern auch Autorin (und schreibt ihre Doktorarbeit!). Ich habe bereits ihren Urban Fantasy Roman „Zeitlose – Simeons Rückkehr“ gelesen und freue mich schon auf Band 2 davon.

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<3

Auch dieses Buch von ihr hat sie mir mit einer lieben Widmung geschenkt, ein weiteres signiertes Exemplar durfte ich zu meinem 100 Abo Special auf Youtube verlosen.

 

Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterlinge

Worum geht’s?

Ihrem langjährigen Freund Jan zuliebe zieht Miri mit ihm für seinen Job nach Mingheim, ein kleines idyllisches Dorf irgendwo im Nirgendwo. Ein Albtraum für die Großstädterin! Alles zurückgebliebene, konservative Spießer denkt sie. Ihre Nachbarin Ella, eine junge, schwangere Dorfmutti mit bereits einem Kind ist offen und freundlich zu Miri. Aber eigentlich will Miri nichts wie weg und versucht anfangs nicht einmal sich auf den neuen Ort und die Leute dort einzulassen. Das führt natürlich zu Konflikten mit ihrem Freund Jan und es hilft der kriselnden Beziehung nicht, dass Miri Ellas Bruder Jonathan kennenlernt, der ihr Herz wie wild flattern lässt. Womit Miri nicht rechnet: Einige Ereignisse werden ihr Leben komplett auf den Kopf stellen.

  • Genre: humorvoller Gegenwartsroman mit einer Prise Romantik
  • Verlag: bookshouse Verlag*
  • Taschenbuch**: 10,99€| Ebook**: 3,99€

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Meine Meinung

Auch wenn sie in letzter Zeit sehr oft auf Buchcovern zu sehen sind – ich mag Schattenschnitte! Die junge Frau, die mit den Schmetterlingen tanzt vermittelt Leichtigkeit und Verträumtheit und passt sehr gut zur Geschichte. Der Hintergrund ist mir ein bisschen zu bunt und vollgestopft, aber das ist ja Geschmackssache.

Ich bezeichne Eva nicht umsonst oft als Vorbild und bin so ein Fan von ihr. Ich mag ihren leichten, schwungvollen und dynamischen Schreibstil. Sie versteht es wunderbar lebendige und liebenswerte, aber auch unsympathische Charaktere zu zeichnen und schnöde Alltagssituationen ansprechend zu formulieren. Bereits bei „Zeitlose“ waren die romantischen Szenen zum Dahinschmelzen schön beschrieben und auch die Gefühle bringt sie einfach mit ihren Worten so toll rüber. Mir war nach dem Lesen wieder ganz warm und wohlig in der Magengegend.

Der Inhalt fing recht gewöhnlich an und nahm eine spannende Richtung. Es gab mehrere recht unerwartete Wendungen, viele Momente zum Schmunzeln, zum Augenvedrehen und zum glücklich-verliebt Seufzen. Auch wenn das Buch romantisch daherkommt, steht Miris Entwicklung und ihre komplizierte Beziehung zu Nachbarin Ella im Vordergrund. Mir gefallen die feinen Nuancen der Beziehungen, die vielen relevanten Themen, die Eva scheinbar beiläufig in die Geschichte hineinwebt. In knapp 200 Seiten so viele Aspekte des Lebens anzuschneiden war ziemlich cool und es wirkte nicht unabgeschlossen. Es hat einfach gepasst. Lediglich ein Punkt hat mich etwas gestört, den ich hier nicht weiter erwähne. Als oller Liebhaber von Mysterien und Geheimnissen war mir die alte, stark duftende Dame mir doch zu schnell wieder abgehandelt (diejenigen, die das Buch kennen, wissen vermutlich wovon ich rede). Ellas Schmetterlingstheorie ist auf jeden Fall etwas, woran ich noch häufig denken werde.

Die Charaktere waren wahrlich zauberhaft. Miri war schön zickig, irgendwie stürmisch aber intelligent und gewitzt. Ella war einfach Honig pur und bewunderswert in ihrer selbstsicheren Zielstrebigkeit. Jan war der etwas unverständnisvolle, aber eigentlich nette Kerl und Jonathan der etwas geheimnisvolle Retter in Not. Sehr gerne mochte ich den Bankangestellten Cem, der einfach Charme hatte. Alle Charaktere waren lebendig, liebevoll, jeder hatte seine kleinen Dämonen.

Das Ende fand ich so herrlich unkonventionell, liebevoll und zeitgemäß. Ich finde schöner hätte man dieses Buch gar nicht beenden können!

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Der Herbst kommt! Mit flauschiger Därmel (= Decke mit Ärmeln) und heißer Schokolade in Buchform aber kein Problem

Mein Fazit:

Das Buch war ein kurzes, angenehmes Lesevergnügen mit vielen kleinen Weisheiten und starken Botschaften. Die Geschichte ist teils realistisch, teils aberwitzig, aber auf jeden Fall liebenswert und süß. Es liest sich leicht und angenehm wie Schmetterlinge und hinterlässt das Gefühl als hätte man eine heiße Schokolade getrunken. Das Buch eignet sich super für Zwischendurch und alle, die eine kurzweilige Unterhaltung suchen, die nicht vor Klischees und Kitsch tropft. Von mir gibt es vier blubbernde Seesterne.

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[Rezension] Victoria Scott – Dante Walker: Seelensammler

[Rezension] Victoria Scott – Dante Walker: Seelensammler

Kennt ihr die Videospielreihe „Devil May Cry“ um den weißhaarigen und coolen Halbdämon Dante? Nein?

Dann habt ihr was verpasst. Ich bin nahezu konditioniert alles was nach Dante und Dämon klingt zu inspizieren. So oder so ähnlich landete auch „Dante Walker“ auf meiner Wunschliste und ich konnte ein Exemplar über tauschticket ergattern!

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Victoria Scott – Dante Walker: Seelensammler

Worum geht’s?

Dante Walker, ein cooler, abgebrühter ehemals 17-Jähriger ist Seelensammler des Teufels. Für den Big Boss in der Hölle stempelt er Seelen ab, verführt und verleitet die Menschen zum Sündigen. Und er ist gut in seinem Job. Sein nächster Auftrag könnte ihn an die Spitze seiner Karriere katapultieren, doch der Fall erweist sich als schwierig. Die siebzehnjährige Charlie Cooper, ein unschuldiges Mauerblümchen mit einem Herz aus Gold. Knapp neun Tage bleiben ihm, um ihre Seele in den Besitz der Hölle zu bringen. Doch das Leben, das Charlie ihm zeigt, bringt seinen Entschluss ins Wanken. Und warum ist der Teufel an einem so unscheinbaren Mädchen interessiert? Bald muss Dante erkennen, dass er es mit Himmel und Hölle aufnehmen muss, wenn er sich und Charlie beschützen will.

Band 2 „Dante Walker – Seelenretter“ ist bereits erschienen.

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Meine Meinung:

Das Cover wirkt cool und düster, passend zu höllischen Dämonen. Für mich wirkt es jedoch wesentlich erwachsener und dunkler als der eigentliche Inhalt des Buches. Dennoch finde ich die Gestaltung gelungen, die Farben würden Dante jedenfalls sehr gut gefallen.

Der Schreibstil ist locker, jugendlich und frech. Die Autorin lässt Dante aus der Ich-Perspektive erzählen. Seine Kommentare sind bissig, seine Gedanken manchmal fies-gemein bis niedlich. Das Buch liest sich locker und angenehm, manchmal war es mir jedoch ein wenig zu langatmig. Dennoch mochte ich Dantes Sarkasmus, seine Kommentare und seine seltsame Gehirnwelt.

Vom Inhalt hatte ich mir etwas anderes erwartet. Das Buch wirkt in seiner Aufmachung sehr erwachsen, der Klappentext verspricht eine außergewöhnliche Geschichte. Stattdessen bekommen wir eine Teenie-Romanze. Bad Boy trifft engelgleiches Mädchen, sie schafft es durch ihre reine, fehlerfreie Art ihn zum Nachdenken anzuregen. Hölle, Teufel, Dämonen? Das Element gibt der Geschichte zwar einen interessanten Twist und bringt Spannung, war für meinen Geschmack aber zu öde, zu wenig böse, zu wenig Hölle.

Die Charaktere haben mir solala gefallen.

  • Erzähler Dante Walker ist ein cooler Bad Boy und mit fünfzehn wäre ich sicher auf ihn abgefahren. Heute möchte ich ihn manchmal tätscheln, manchmal liebevoll ohrfeigen, weil er sich aufführt wie ein pubertierender Idiot. Sein Schicksal konnte mich jedoch nicht so mitreißen, dennoch war er mir der liebste Charakter im Buch. Und „cool“ ist er für mich leider nicht wirklich, dazu reichen schnieke Klamotten und rote Chucks nicht. Sorry, da nehme ich lieber den Devil May Cry Dante.  Positiv merke ich jedoch an, dass er als Kerl echt in Ordnung ist und ehrlich um Charlie bemüht. Da habe ich schon wesentlich ekligere Love Interests gehabt.
  • Zielobjekt Charlie hingegen bleibt blass, unerreichbar. Sie ist so naiv und rein und unschuldig, dass man mehrfach die Augen verdrehte. An ihr ist scheinbar nichts Schlechtes, keine Grautöne. Sie wird als graue Maus beschrieben, die am Ende durch innere Schönheit strahlt und die bei genauem Hinsehen glatt ein Engel sein konnte. Aber ihre Einzigartigkeit und Freundlichkeit, ihre reine Seele ist es, die Dante zum Nachdenken bringt… *Gähn*
  • Die Nebencharaktere Annabelle, Blue und die Ziehmutter von Charlie sowie Dantes Kumpel Max wirken austauschbar. Zwar hat man hier und da den ein oder anderen Charakterzug, aber sonst bleiben sie klischeehaft und dienen nur dem Zweck. Eine beste Freundin, die immer den Schubs in die Richtung gibt. Ein Kumpel, der als Liebesrivale auftritt. Ein paar Dilemmata und fertig.

Das Ende. Nun ja, ich denke, ich empfand es als sehr weit hergeholt. Es war klar, dass es so oder so ähnlich enden würde. Ein paar Probleme beseitigt, ein paar Neue kommen hinzu. Für mich wirkte es sehr generisch und konstruiert, deus ex machina. Es gibt keinen bösen Cliffhanger aber dennoch ist die Geschichte um Charlie und Dante noch nicht zu Ende.

Mein Fazit:

Meh. Das Buch ist für mich weder besonders schlecht noch besonders gut. Ich habe etwas anderes erwartet und war deshalb ein wenig enttäuscht, nur eine klischeehafte Teenie-Romanze vorzufinden. Die Charaktere sind blass und öde. Dante wirkt nur etwas lebendiger, weil wir die Geschichte durch seine Augen erleben. Zwar ließ sich das Buch gut und schnell lesen, aber mehr als eine kurzweilige Unterhaltung konnte es nicht bieten. Ich glaube aber, dass mein jüngeres Ich das Buch gut gefunden hätte. Für jüngere Leser oder Fans von unspektakulären übernatürlichen Romanzen ist die Geschichte dennoch zu empfehlen. Von mir gibt es drei Seesterne.

Werde ich Band 2 lesen? Vielleicht.

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Weitere Stimmen zum Buch:


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