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[Rezension] Jennifer L. Armentrout – Scorched

[Rezension] Jennifer L. Armentrout – Scorched

Hallo meine Lieben!

Das lange Osterwochende und der Urlaub sind wirklich gut für meinen Stapel ungelesener Bücher. Ratzfatz weggelesen, weil leichte Kost, habe ich scorched, den Nachfolger zu „frigid“ von Jennifer L. Armentrout. Frigid konnte mich ja nicht wirklich vom Hocker hauen, wie ihr in meiner Rezension nachlesen könnt.

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Jennifer L. Armentrout – Scorched*, erschienen 2017 im Piper Verlag kostet als TB 9,99€ und als Ebook 8,99€.

Genre: New Adult, Romantik/Erotik

Man kann scorched lesen ohne frigid gelesen zu haben. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen.

Die Video-Rezension gibt es hier:

Worum geht’s?

Tanner und Andrea gehören zwar zur selben Viererclique, können aber kaum eine Stunde im selben Raum verbringen, ohne sich zu kabbeln. Die Anziehungskraft ist auf beiden Seiten da, aber es scheint, sie stoßen sich immer wieder ab. Tanner ist ein Aufreißer und Andrea trinkt gerne einen über den Durst. Als sie gemeinsam mit ihren Freunden auf eine Hütte fahren, um die Semesterferien zu genießen, knistert es gewaltig. Aber Andrea ist unsicher, ob Tanner es ernst mit ihr meint. Hinzu kommt, dass Andreas private Probleme weiter außer Kontrolle geraten. Kann das gut gehen?

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Design:

Das Design ist schlicht gehalten und nah am Vorgänger. Dass man Menschen aufs Cover packt, die nicht ansatzweise den Personen in der Geschichte entsprechen, wird mich aber auch weiterhin stören.

Inhalt:

Andrea ist mit ihrem Leben nicht ganz im Reinen. Zum Entsetzen ihrer Eltern hat sie das Medizinstudium kurz vor dem Abschluss geschmissen, um Lehramt zu studieren. Sie hat das Gefühl, ihre Freunde haben ihr etwas voraus, während sie feststeckt. Ihre beste Freundin Sydney ist in einer glücklichen Beziehung und wird bald ihren Master in Psychologie anfangen. Als Syd sie gemeinsam mit der Clique zu einem Ferientrip auf eine Hütte überreden möchte, ist sie zuerst wenig begeistert, als sie hört, dass auch Tanner mitkommt. Tanner und sie verbindet eine Hass-Liebe. Auch wenn die beiden zurselben Vierer-Clique gehören liegen sie sich ständig in den Haaren und ein fieser Kommentar jagt den nächsten. Aber als sie auf der Hütte ankommen, schmeißt Tanner sich offensiv an Andrea ran, die ihm zuerst nicht abkaufen will, dass er es ernst meint.

Zwischen Streit und gemischten Gefühlen kommt es zu einigen Enthüllungen aus der Vergangenheit der beiden, die die aufflammende Liebe auf eine harte Probe stellen werden. Denn Tanner findet es gar nicht cool, dass Andrea ständig zu viel trinkt und Andrea kann nach wie vor nicht glauben, dass Tanner es ernst mit ihr meint.

Werden die beiden zueinander finden?

Runtergebrochen ist der Inhalt recht simpel und ähnlich wie bei frigid. Hatten wir in frigid zusätzlich zum New Adult noch eine Portion Thriller, haben wir hier etwas mehr Drama durch Andreas private Probleme. Anfangs dachte ich, das Buch unterbietet frigid an handfester Handlung wurde ich am Ende doch positiv von der Ernsthaftigkeit überrascht. Die Probleme wurden nicht notdürftig, sondern ernsthaft gelöst.

Schreibstil:

Gewohnt flüssig trägt uns Jennifer L. Armentrout durch die Geschichte. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass sie sich für „scorched“ weniger Zeit genommen hat. Es ging viel flotter, die Geschichte wurde runtergerattert, die Beschreibungen blieben kurz und die Dialoge waren grausam. Ich spürte kein Knistern bei Tanner und Andrea in den Gesprächen, warum die beiden sich überhaupt mochten, wurde mir nicht klar. Die „guten“ Gespräche der beiden fanden nämlich keinen Platz sondern wurden mit „wir redeten den ganzen Morgen ohne uns zu kabbeln“ o.Ä. abgetan. Die Kabbeleien waren eigentlich trockene Beleidigungen ohne Charme und Tanners Flirtversuche lösten in mir den Drang aus mir schnell zum Übelkübel zu rennen.

Gegen Ende hat es sich verbessert, aber da war „frigid“ wirklich besser gelungen.

Charaktere:

Wie in frigid liegt das Augenmerkt auf unserer Hauptpaarung Tanner und Andrea. In frigid hatte ich ja fehlende Charaktertiefe und Entwicklung angemerkt. Wirklich überzeugt haben mich Tanner und Andrea nicht, vor allem Tanner wirkte blass und nicht durchdacht, aber Andrea hat mit mehr Tiefe und interessanten Problematiken geglänzt. Die beiden hatten ein bisschen mehr Pfeffer im Hintern als Syd und Kyler, aber wie bereits kritisiert: Dafür, dass wir hauptsächlich zwei handelnde Charaktere haben bleiben sie recht farblos.

Tanner blieb mir ein Rätsel. Warum seine Gefühle sich so entwickelten war für mich nicht nachvollziehbar. Bei den „Flirt“-Sätzen, die er am Anfang gebracht hat, hat es mich wirklich teilweise aus dem Lesefluss gerissen, weil ich kurz einen Würgreflex hatte. Vulgärer und schmieriger ging es kaum (dabei war er mir in frigid sympathisch *seufz*).

Ende:

Das Ende hat mich durch seine Ernsthaftigkeit nochmals positiv überrascht. Ich dachte die Autorin windet sich zugunsten der Romanze aus der vorher aufgedeckten Problematik von Hauptcharakter Andrea, aber sie hat es tatsächlich konsequent und angenehm gelöst.

Fazit:

Was „scorched“ an Sachen Story und Charakterentwicklung gut gemacht hat, hat es an anderen Stellen durch belanglose, humorlose Dialoge mit Fremdschäm-Faktor wieder eingebüßt. Es ist ein nette, leichte Lektüre für zwischendurch mit ein bisschen Erotik und einer Spur Ernsthaftigkeit am Ende. Die Schwächen und Stärken haben sich einigermaßen ausgeglichen und deswegen bekommt es von mir – wie frigid – 3 Seesterne. (Wobei ich bei beiden Büchern sagen würde, dass es eher eine 2,8 als eine 3,0 ist)

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[Rezension] Jennifer L. Armentrout – Frigid

[Rezension] Jennifer L. Armentrout – Frigid

Hallo ihr Lieben!

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Heute rezensiere ich „Frigid” von Jennifer L. Armentrout. Ich hab das Buch zur Hälfte gelesen und dann als Hörbuch weitergehört, weil ich von meiner Erkältung teilweise echt geschafft war. Diese Rezension ist wie immer spoilerfrei! 🙂

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Eine Rezension in Videoform gibt es, sobald ich wieder eine Stimme habe und nicht aussehe wie ein Komparse bei The Walking Dead! 🙂 => Update: Das Video findet ihr hier.

Das Buch ist erschienen im Piper Verlag und kostet als TB 9,99€, als E-Book 8,99€ und als Hörbuch 16,71€

Genre: Romantik, Erotik bzw. New Adult

Band 2 „Scorched” erscheint im April. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, im Folgeband geht es um zwei andere Charaktere aus der Clique. (Die Rezension findet ihr hier)

  • Worum geht’s?

Sydney und ihr bester Freund Kyler könnten unterschiedlicher nicht sein. Er: selbstbewusst, sportlich und jede Woche von einer anderen Frau umgarnt, Sie ist eher schüchtern, zurückhaltend und geht lieber mit einem Buch ins Bett. Dennoch ist Sydney seit Kindertagen in ihren Kumpel verliebt und ihr Herz schmerzt, da er nie mehr sehen würde als eine gute Freundin. Oder? 😉

Aus einem geplanten Skiurlaub mit der Clique wird leider nichts, denn bevor die anderen an der Hütte ankommen, fegt ein Schneesturm übers Land, der Sydney und Kyler zu zweit festsitzen lässt. Als wären die komplizierten Gefühle nicht schon schwer genug,  scheint esals würde jemand den beiden nach dem Leben trachten. Immer wieder versucht er, die beiden zu sabotieren, in dem er sie mit einem Schneemobil überfahren oder den Strom kappen möchte.

  • Design:

Das Cover sieht ganz schnuckelig aus, ist aber nichts Besonderes und passt nicht zu den Charakteren. Eher durchschnittlich. Ich finde, wenn man Leute aufs Cover packt, könnte man schon schauen, dass die Haarfarbe stimmt. Das würde es für mich noch ein bisschen schöner machen, ansonsten sieht es nett aus.

  • Schreibstil:

Ich fand JL Armentrouts Schreibstil sehr angenehm, gut leserlich und auch in der Hörbuchversion klang es rund und abwechslungsreich. Auch die heißen Szenen waren unaufdringlich und prickelnd beschrieben. Im Romantik/Erotik/New Adult Genre habe ich schon viel, viel Schlechteres gelesen!

Die Sprecher der Hörbuchversion haben meiner Meinung nach sehr gut gepasst und eine tolle Leistung erbracht. Das gibt definitiv nochmal Pluspunkte.

  • Inhalt:

Sydney und Kyler sind beste Freunde und das Buch beginnt mit einer Szene in einer Bar, um die Charaktere und ihre Besonderheiten vorzustellen. Schon hier wird klar, dass bei Syd und Kyler versteckte Gefühle herrschen, die mit klarer Kommunikation und ein bisschen weniger Selbstzweifeln lösbar gewesen wären. Danach geht es schon ab auf die Hütte und der Schneesturm bahnt sich an. Vorher schaffen sie es aber noch, sich zu betrinken und die erste Annäherung findet statt, wobei Kyler ganz Gentleman die Situation der sturzvollen Syd nicht ausnutzt. (Danke, so sollte das immer sein!) Sobald die beiden eingeschneit sind und es draußen immer kälter wird, kommt die Suppe in der Hütte langsam aber sicher zum Brodeln. Zuerst könnte es wie die perfekte Chance wirken die Beziehung auf eine andere Ebene zu heben, aber jemand trachtet den beiden offensichtlich nach dem Leben. Gestalten schleichen ums Haus, Fenster werden eingeschossen und der Strom fällt aus. Wer dahinter steckt und ob es ein Happy End für die beiden gebt, müsst ihr selbst lesen!

Zwei Kindheitsfreunde, die sich eigentlich irgendwie lieben und dann durch eine brenzlige Situation zueinander finden, ist jetzt nichts Neues, aber für Zwischendurch war es gut geeignet.

  • Charaktere:

Der größte Minuspunkt für mich waren die klischeehaften, zweidimensionalen Charaktere. Man sollte meinen, wenn man den Fokus auf nur zwei Personen richtet, hat man Zeit beide gut kennen zu lernen und auszugestalten, aber beide wirkten generisch und irgendwie drahtig. Beide hatten zwar ihre Vergangenheit und ihre Motive, aber es wirkte als hätte sich die Autorin einfach auf „sexy, aber nett” und „treudoof und schüchtern” festgelegt. Mehr Charakterentwicklung gab es da leider nicht und dieses „Er/Sie ist nicht gut genug für mich”-Geheule geht mir nicht erst seit Twilight auf den Keks.

Sympathisch war Kyler dennoch, einfach weil er anständig war. In dem Genre gibt es in letzter Zeit zu viele Mr. Greys und fragliche, männliche Charaktere, bei denen der Grad zwischen Dominanz und Missbrauch viel zu schwammig ist. Kyler zeigt uns, dass ein sexy Bad Boy dominant und fürsorglich sein kann. Bei ihm kam zumindest teilweise die Idee einer Charakterentwicklung und Tiefe durch.

Sydney ist einfach sehr blass. Ihr ganzer Charaktere schien darauf ausgelegt Kyler zu daten oder einen Freund zu finden. Sie hat kaum Charaktereigenschaften oder Ziele. Schnarch! Vielleicht war es bewusst so gehalten, damit weibliche Leser sich in sie hinein projezieren können, aber für mich hat das nicht ganz geklappt.

  • Ende: Das Ende hat gepasst und war keine große Überraschung.

Die Gesamtwertung:

Wer eine tiefe Liebesgeschichte mit starken Charakteren sucht, wird sie hier nicht finden (und wahrscheinlich gar nicht erst gesucht haben…). Mir waren die Charaktere teils ein bisschen zu pathetisch und kitschig. Das Buch liest aber sich flott, angenehm und sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Die Erotikszenen sind schön verpackt, ohne in einen Porno abzurutschen. Für mich waren die passenden und talentierten Sprecher der Hörbuch Version ein klares Highlight.

Den Nachfolger werde ich vielleicht auch lesen, weil mir Andrea und Tanner schon sympathischer waren als Syd und Kyler. (Ich habe es gelesen und die Rezension findet ihr hier)

Ergibt insgesamt also 3 Seesterne!

(Wobei es eher eine 2,8 als eine 3,0 ist)

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