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Carina Schnell #ProjektArbeitstitel

Carina Schnell #ProjektArbeitstitel

Carina Schnell #ProjektArbeitstitel

Ich freue mich sehr, euch mit Carina Schnell eine wunderbar liebe Schwester aus dem Nornennetz vorzustellen! Carina veröffentlich bald ihr drittes Buch und hat somit schon Einiges an Erfahrung sammeln können.

Ich heiße Carina, komme aus Kaufungen bei Kassel und schreibe und lese schon immer am liebsten Fantasy.

Ich habe meinen Eltern und Großeltern schon Geschichten „vorgelesen“, als ich noch gar nicht lesen konnte und sobald ich schreiben konnte, habe ich meiner Fantasie auch auf dem Papier freien Lauf gelassen. Ich schreibe also schon seit ich denken kann – Kurzgeschichten, Gedichte und jetzt eben auch Bücher. Das war irgendwie immer selbstverständlich, so ein innerer Drang, die Ideen, die mir im Kopf herumspuken, aufzuschreiben. Eigentlich werde ich täglich von allem um mich herum inspiriert – ein schöner Sonnenuntergang, ein Falkenschrei, die besondere Stimme einer Person, die aus der Menge heraussticht.

Am Schreiben gefällt mir besonders, dass es sich anfühlt, als würde man eine neue Dimension betreten. Alles ist möglich, alles ist erlaubt, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Vor allem am Fantasyschreiben gefällt mir deshalb der Weltenbau, das Erschaffen von etwas völlig Neuem, das vorher nur in meinem Kopf existierte und dass ich dann durch das Schreiben mit meinen Lesern teilen kann.

Mein Debüt erschien 2017 in zwei Teilen bei Forever by Ullstein und die nächste Veröffentlichung steht schon am 01. Juni an.

 

Alba und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Da muss ich mich leider bedeckt halten. Ganz bald habe ich nämlich große Neuigkeiten zu verkünden. Bis dahin müsst ihr euch noch etwas gedulden. 😉

(c) Droemer Knaur

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Alba erscheint ja schon am 01. Juni dieses Jahres und ich stecke gerade bis zum Hals in den Vorbereitungen für die Veröffentlichung. Ich gebe mir viel Mühe beim Marketing und bin jetzt sehr gespannt, was die Blogger-Crew, die ich eigens dafür ausgewählt habe, Tolles auf die Beine stellen wird. Ansonsten poste ich schon fleißig Textschnipsel und Fun Facts über Schottland, wo meine Geschichte spielt, und es wird eine Woche vor der Veröffentlichung tolle Überraschungen auf meinen Kanälen in den sozialen Medien geben. Nach dem Erscheinungsdatum gibt es dann auch noch eine Leserunde bei Lovelybooks.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich habe noch eine fertige Märchenadaption (Jugendbuch) in der Schublade, für die ich als nächstes einen Verlag suche. Ansonsten habe ich noch zwei angefangene Thriller und eine Idee für historische Fantasy.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Das man sich nicht alles von Verlagen gefallen lassen sollte, bzw. die Zusammenarbeit von Verlag zu Verlag sehr unterschiedlich ist. Damit meine ich vor allem Mitspracherecht bei Titeln und Covern und die Qualität vom Lektorat. Und – ganz wichtig – dass dein Buch niemals allen gefallen kann und das ist auch gut so.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem ersten Buch und dem aktuellen Projekt?
Es gibt riesige Unterschiede. Ich möchte mal behaupten, dass sich mein Stil weiterentwickelt hat und ich vor allem gewisse Anfängerfehler hoffentlich nicht mehr mache. Da ich seitdem die Autorenschule der Textmanufaktur mit Sylvia Englert als meiner Mentorin absolviert habe, habe ich, vor allem handwerklich, unheimlich viel gelernt. Ich habe mir eine Schreibroutine zugelegt und gehe allgemein professioneller ans Schreiben ran, anstatt es nur als Hobby anzusehen. Und mittlerweile probiere ich mich auch an anderen Genres, z.B. Thriller.

 

Schreiballtag

 

(c) Forever by Ullstein

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Ich glaube das Schwierigste ist für mich persönlich tatsächlich das Marketing, weil ich davon wenig Ahnung habe. Das Schreiben und Überarbeiten macht mir hauptsächlich Spaß, auch wenn es manchmal frustrierend sein kann. Und alle AutorInnen stimmen mir sicher zu, wenn ich sage, dass der schlimmste Teil des Autorenlebens das Warten ist – auf Antworten von Verlagen, Agenturen, LektorInnen etc. Das kann einen ziemlich verrückt machen.

Hast du eine Schreibroutine?
Ich bin gelernte Übersetzerin und übersetze neben dem Schreiben für einige große deutsche Publikumsverlage. Zweimal die Woche arbeite ich außerdem als Deutschlehrerin, weil man ja irgendwie auch seine Rechnungen bezahlen muss, nicht wahr? 😉 Das Schreiben passt dann irgendwie so dazwischen. Ich versuche, jeden Tag zu schreiben, aber wenn ich ehrlich bin, schaffe ich das nicht immer. Am meisten schreibe ich an Wochenenden. Ich hoffe aber, ab nächstem Jahr von meiner freiberuflichen Tätigkeit als Literaturübersetzern und Autorin leben zu können und dann endlich mehr Zeit dafür zu haben.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Schreib! Schreib immer weiter und hör nicht auf. Es ist das Wichtigste, dass man an sich selbst und seine Geschichten glaubt und nicht damit aufhört, nur weil man vielleicht nicht sofort Erfolg hat.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich glaube nicht, dass ich konkrete Vorbilder habe. Jeder orientiert sich im Leben an etwas und wir alle schauen auch zu gewissen Personen auf, bewundern sie, oder möchten so erfolgreich sein/so gut schreiben können wie sie, aber ich glaube lieber an mich selbst und versuche nicht, jemand anderem hinterher zu eifern, egal wie sehr mich eine andere Person auch faszinieren mag. Allerdings sind meine Autorenkolleginnen, von denen einige zu guten Freundinnen geworden sind, täglich eine große Inspiration für mich.

(c) Forever by Ullstein

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Schreiben, schreiben und nochmals schreiben. Wie gesagt, würde ich gerne vom Schreiben und Übersetzen leben können und arbeite darauf hin. Mein größtes Ziel ist es aber vor allem, all die tollen Geschichten zu Papier zu bringen, die ich im Kopf hab, egal, wie erfolgreich sie im Endeffekt sind.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Ich glaube dieser Moment kommt jedes Mal wieder, wenn ich eine E-Mail von einem Verlag mit einer Zusage im Postfach finde. Das ist jedes Mal ein Moment unfassbaren Glücks, der tagelang anhält. Ansonsten ist der Austausch mit anderen AutorInnen und BloggerInnen für mich immer eine der schönsten Dinge.

 

Eine kleine Kostprobe…

 

Hier sind ganz exklusiv für euch die ersten Zeilen von Alba – Zwischen den Welten. Ich hoffe, sie machen Lust auf mehr:

„Willst du mich heiraten?“

Ben sah mich mit seinen blauen Augen erwartungsvoll an. Er kniete vor mir auf dem exquisiten Teppich des The Palace, eine samtbezogene Schatulle in der einen Hand, die er mit der anderen langsam öffnete. Zum Vorschein kam ein Ring, gekrönt von einem gigantischen Diamanten.

Ich verschluckte mich an meinem Dom Pérignon.

Bens strahlendes Lächeln verwandelte sich in eine besorgte Grimasse, als ich äußerst undamenhaft zu husten begann. Die Blicke der anderen Gäste, die Ben mit seinem Kniefall auf uns gezogen hatte, erdrückten mich.

Ich hustete, konnte nicht atmen. Mein Blick huschte zwischen Ben, den reich verzierten Kronleuchtern an der Decke und dem Hummer auf meinem Teller hin und her. Ich bemühte mich, das immer lauter werdende Getuschel unserer Tischnachbarn auszublenden, während ich verzweifelt nach Luft schnappte. Mein panisch umherirrender Blick fiel auf den Diamantring, den Ben mir noch immer entgegenhielt.

Meine Brust zog sich schmerzhaft zusammen, der Champagner brannte in meinem Hals. Da schlug mir jemand von hinten heftig auf den Rücken.

 


Carina Schnell

(c) Droemer Knaur

 

Das Buch „Alba – Zwischen den Welten“ erscheint am 01.06.2019 bei Droemer Knaur. Ihr könnt das Buch bei amazon* vorbestellen.

 

Bisherige Veröffentlichungen:

  • „Die Kurtisane – Erwachen der Leidenschaft“ erschienen am 01.06. 2017 bei Forever by Ullstein (Magische Leidenschaft Teil 1).
  • „Die Magierin – Entscheidung aus Leidenschaft“ erschienen am 01.07. 2017 bei Forever by Ullstein (Magische Leidenschaft Teil 2)

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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[Rezension] Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden von Genki Kawamura

[Rezension] Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden von Genki Kawamura

Als ich dieses Buch in der Verlagsvorschau erblickt habe, wusste ich – das muss ich lesen! Japanischer Autor, bildschönes Cover und etwas mit Katzen. Das kann ja nur gut sein, oder? Vielen Dank an C.Bertelsmann & das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!

Genki  Kawamura: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden


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  • Autor: Genki Kawamura, übersetzt von Ursula Gräfe9783570103357_1508505235000_xxl
  • Titel: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden
  • Verlag: C. Bertelsmann
  • Genre: Erzählung, philosophisch; 190 Seiten
  • gebunden: 18€ | Ebook: 14,99€
  • auf amazon* anschauen

Worum geht’s?
Ein 30-jähriger Postbote bekommt eine Hiobsbotschaft: Er hat einen Hirntumor und nur noch wenige Zeit zu leben. Verzweifelt schleppt er sich zurück zu seiner Wohnung wo ihn ein Doppelgänger in Hawaiihemd und Shorts erwartet – der Teufel höchstpersönlich! Und der wartet mit einem scheinbar verlockenden Angebot auf – der Postbote kann leben. Für jeden Tag mehr Zeit, verschwindet jedoch etwas von der Welt. Kein Problem bei all dem unnützen Plunder der heutigen Gesellschaft… oder?


 Meine Meinung:

 

Was für eine Prämisse! Für mich ist der schlimmste Plan, den ein Erzbösewicht anstreben kann weder Weltherrschaft noch die totale Vernichtung der menschlichen Rasse – es wäre tatsächlich so etwas in die Art wie 20180526_172820„alle Katzen der Welt ausrotten“. Für mich also ein absolut gruseliger Gedanke.

Teufel in Büchern finde ich jedes Mal aufs Neue sehr spannend. Mir gefällt die Symbolik, die Rolle, die sie einnehmen. Auch hier ist der Teufel absolut sympathisch, schräg und putzig. Seine Absichten sind nicht per se böse, es ist mehr ein Wetten und Kabbeln mit Gott. Ein aberwitziger Konflikt, in den unser Protagonist hineingeworfen wird.

Er selbst hat eine vernichtende Diagnose bekommen und wie jeder von uns, lässt er sein Leben Revue passieren und möchte unbedingt einige Dinge erledigen, die ihm keine Ruhe lassen. Die Exfreundin nochmal treffen, die eiskalte Beziehung zu seinem Vater kitten, Dinge erleben, Filme sehen, Bücher lesen. Von großen Träumen und Abenteuern sieht er ab, ihm geht es viel mehr um die kleinen Dinge – die zwischenmenschlichen Beziehungen. Auch der Kater namens „Weißkohl“ (heimlicher Held des Buches) muss ja irgendwie versorgt werden. Oder will der Teufel im Austausch für einen Tag Leben irgendwann auch die Katzen verschwinden lassen? Katzen, die der verstorbenen Mutter des Protagonistin sehr viel bedeutet haben…

Generell sind die vorkommenden Charaktere alles andere als langweilige Platzhalter! Der Postbote, die Exfreundin, die Eltern, der Kater – alle wirken lebendig und liebevoll.

So tauchen wir in eine kurzweilige, philosophische Geschichte ein. Einen Mikrokosmos in einer beliebigen japanischen Stadt, in einem beliebigen Leben. Ein Einzelschicksal, das uns berührt und das uns irgendwie irgendwo selbst betrifft. Was würde ich tun, wenn ich nur noch wenige Tage zu leben hätte? Eine bedeutsame Frage, die in vielen Filmen und Büchern aufgegriffen und verarbeitet wurde. Dennoch bleibt das Buch von Genki Kawamura leicht, auch bei all der Nachdenklichkeit. Zwar wird einem manchmal ganz weh ums Herz, aber das Buch hat mich nicht runtergezogen. Es hat mich berührt, aber nicht in tiefe Trauer gestürzt.

Beim Lesen fühlte ich mich entspannt, geborgen und die Geschichte hat mich ein wenig geerdet, meine Zeit entschleunigt und mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Was wirklich wichtig ist, im Grunde unserer Herzens wissen wir das meist sehr gut. Aber ab und zu braucht es einen kleinen Stupser, um zu verstehen.20180525_224727

Ursula Gräfe hat es übrigens wunderbar geschafft die malerische japanische Sprache in ein ebenso schönes, sanftes Deutsch zu übersetzen. Das Buch liest sich vom Schreibstil wie eine leichte Frühlingsbrise und für mich macht sie einen wunderbaren Job!

Einziger Wermutstropfen sind für mich tatsächlich das Cover und der Preis. 18€ für knapp 200 Seiten erscheinen mir recht viel. Ich weiß nicht, ob ich das Buch tatsächlich direkt als gebundene Ausgabe gekauft hätte, wenn ich es nicht als Rezensionsexemplar bekommen hätte. Zusätzlich ist das Kirschblütencover zwar wunderschön, passt aber nicht wirklich zum Inhalt sondern nur zum Herkunftsland des Autors.

Die Geschichte ist anhand der Tage aufgebaut und direkt aus der Ich-Perspektive des Protagonisten erzählt.

Mein Fazit:

Ein malerisches und nachdenkliches Buch, das sich sehr angenehm liest. Das Thema und die Frage nach dem, was wirklich wichtig ist, sind nicht neu, aber dennoch ist Genki Kawamura mit dieser Geschichte ein sanftes, philosophisches Debüt gelungen. Es hat mich nicht komplett vom Hocker gehauen, aber ich habe es sehr gerne gelesen. Vor allem die liebevollen Charaktere und der schöne Erzählstil machen den Charme des Buches aus.

4seesterne

 

Weitere Meinungen:


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[Rezension] 3in1 Comics & Graphic Novel – Macha, Django Unchained, Stille Wasser

[Rezension] 3in1 Comics & Graphic Novel – Macha, Django Unchained, Stille Wasser

Hallo meine Lieben!
Graphic Novels und Comics lassen sich meistens flott lesen, weil sie meistens kürzer sind als ein Buch und andere Erzählschwerpunkte setzen. Die Zeichnungen stehen im Mittelpunkt und tragen zur Stimmung bei. Deshalb dachte ich, ich mache eine 3in1 Rezension!

~Die 3in1 Rezension gibt es auch als Video auf meinem Youtube Kanal TheBlueSiren~

Kan Takahama – Stille Wasser


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  • Autorin: Kan Takahama, aus dem japanischen von Yvonne Gerstheimer
  • Titel: Stille Wasser
  • Zeichnerin: Kan Takahama
  • Genre: Kurzgeschichtensammlung, zeitgenössisch, Drama, Romantik
  • Verlag: Carlsen Graphic Novel
  • auf amazon* bestellen

Worum geht’s?
Wasser ist wandelbar – mal wild, mal sanft. Der Fluss des Lebens kann verschiedenste Wege nehmen. So erzählt es Kan Takahama auch in acht Kurzgeschichten, die von der Liebe, dem Leben und Menschen an Scheidepunkten ihres Lebens erzählen.


Meine Meinung:

Das Cover und der Titel schrien förmlich nach mir. Als Meer/Wasser(-wesen) liebende Japanophile musste dieses Graphic Novel früher oder später in meinem Bücherregal landen. Das Cover ist ein absoluter Traum! Ich war ein bisschen enttäuscht, dass die Geschichten innendrin in schwarzweiß und weniger detailliert gezeichnet sind. Obwohl alle Geschichten von Kan Takahama sind, hat sie für jede einen leicht anderen Zeichenstil gewählt, was ich sehr interessant finde. Die Geschichten waren interessante, bewegende und traurige Einblicke in die Leben verschiedener Personen.

Wirklich umgehauen oder vom Hocker gerissen, hat mich leider keine davon und bei manchen hatte ich auch nach dem zweiten Lesen noch ein Fragezeichen über den Kopf. Dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und kann nicht sagen, dass es mir nicht gefallen hat. Der Bezug zum Wasser war nicht immer so deutlich, der Fokus lag mehr auf den Charakteren. Ich hätte mir mehr Ausdruck, mehr Tiefe und weniger seichte Tröpfchen gewünscht. Es war gut und schön zu lesen, aber bei dem wunderschönen Cover hatte ich einfach ein bisschen mehr erwartet. Deswegen gibt es von mir drei Seesterne.

 

 

Quentin Tarantino – Django Unchained


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  • Autoren: Quentin Tarantino (Drehbuch), Reginald Hudlin (Adaption), übersetzt von Dietmar Schmidt
  • Titel: Django Unchained
  • Zeichner: R.M. Guéra, Jason Latour, Denys Cowan, Danijel Zezelj, John Floyd, Giulia Brusco, Jose Villarubia, Michael Möller
  • Genre: Action, Befreiungsgeschichte, historisch
  • Verlag: Eichborn Verlag
  • bei Jokers kaufen | über amazon* bestellen

Worum geht’s?
Django wird gewaltsam von seiner Frau „Broomhilda“ getrennt und beide als Sklaven verkauft. Unverhofft stößt er auf den Zahnarzt Dr. Schultz, einen Kopfgeldjäger, der ihn das Handwerk lehrt und ihm zu neuen Stolz und Lebensmut verhilft. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den Verantwortlichen für den Sklavenhandel und dem neuen, grausamen Besitzer von Broomhilda.


Meine Meinung:

Ich habe den Film tatsächlich noch nicht gesehen und musste gleich zugreifen, als es „Django Unchained“ als Graphic Novel günstig bei Jokers zu erstehen gab. Es ist komplett farbig und die Kapitel sind jeweils von verschiedenen Zeichnern illustriert. Bis auf ein Kapitel fand ich auch alle Zeichnung unglaublich gut und sehr gelungen. Die Stimmung, die Dynamik und die Charaktere kamen sehr gut rüber, ohne sich zu stark an den Schauspielern zu orientieren.

Die Geschichte bewegt, empört und reißt mit. Die Grausamkeit und die Ungerechtigkeit der Unterwerfung schwarzer Menschen in Amerika stoßen mir übel auf, umso genugtuunder ist Djangos Weg als Kopfgeldjäger. Die Figur des Dr. Schultz ist amüsant und sehr cool, wenngleich mich die „White Savior“-Thematik – also ein weißer, großmütiger Charakter, der als strahlender Held auftritt – ein kleines bisschen gestört hat. Ich werde mir den Film auf jeden Fall noch anschauen, da ich glaube, dass Cristoph Waltz den eiskalten Zahnarzt wunderbar verkörpern wird.

Wie üblich bei den Drehbüchern ist der Anteil an Blut, roher Gewalt und derben Szenen recht hoch, deswegen ist das Graphic Novel nichts für schwache Gemüter, wenngleich es eine gute Balance gefunden hat. Von mir gibt’s vier Seesterne für dieses rundum schicke und toll aufgemachte Graphic Novel.

 

Grimaldi & Plentzke – Macha


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  • Autorin: Flora Grimaldi, aus dem Französischen von Tanja Krämling
  • Titel: Macha – Eine Geschichte der Insel Errance
  • Zeichnerin: Maike Plentzke
  • Genre: High Fantasy
  • Verlag: Carlsen Comics
  • auf amazon* kaufen

Worum geht’s?
Naturverbundene Tierwesen, Elfen und Waldgeister bevölkern die Insel Errance. Als die Menschen kommen, lassen sie ihnen Platz zum Leben. Doch der Frieden währt nur kurz, der König der Menschen ist gierig und beginnt mit der Rodung des Waldes und der Tötung der Inselbewohner. Ein Krieg entbrennt und mittendrin sind das Fuchsmädchen Macha und ihr Geliebter Ronan, deren Liebe in diesen schwierigen Zeiten auf eine harte Probe gestellt wird.


Meine Meinung:

Dieser Comic ist gebunden und besticht durch das wundervolle, kräftige Cover. Die Zeichnungen von Maike Plentzke sind wunderschön, farbig und einfach magisch. Die Geschichte von Flora Grimaldi ist für Fantasy recht simpel – Natur gegen Mensch – und doch schaffen es die Charaktere mein Herz zu bewegen. Auch hier wird von Menschen wieder eine himmelsschreiende Ungerechtigkeit gelebt, Gier und Gewalt tränken die friedliche Insel Errance und trüben die Idylle.

Man möchte in die Geschichte hineinsteigen und manche Charaktere schütteln. Wie so oft, bahnen sich mehrere Tragödien an. Mich macht die Geschichte neugierig, denn die Verbindung zu „Bran“ – einem zweiten Comic aus der Reihe – wird bereits angedeutet. Macha als Hauptcharakter ist eine idealistische, leidenschaftliche junge Fuchsdame, mit der man leicht mitfiebern kann. Ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte noch ein bisschen länger gewesen wäre, dass noch die ein oder andere Frage beleuchtet wird und wir uns andere Charaktere und die Insel Errance genauer anschauen. Nichtsdestotrotz habe ich den Comic verschlungen. Von mir gibt es vier Seesterne für dieses wunderschön gezeichnete Stückchen Fantasy.

 

Was denkt ihr? Habt ihr schon einen der Comics/eines der Graphic Novels gelesen? Oder sagt euch diese Form des Mediums gar nicht zu?

 


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Zeitlose 2 – Doras Erwachen erscheint heute!

Zeitlose 2 – Doras Erwachen erscheint heute!

Das Abenteuer um Dora, Nathan und CO. geht weiter!

Nebst den Göttern von Liza Grimm feiern heute auch die Träumer rund um Dora & Co. Release! Der zweite Band von „Zeitlose“ erscheint heute beim Schwarzer Drachen Verlag. Meine Rezension zum ersten Band findet ihr hier.

„Zeitlose 2 – Doras Erwachen“ von Eva-Maria Obermann

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Buch kaufen:

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[Rezension] Deutsch sein und schwarz dazu von Theodor Michael

[Rezension] Deutsch sein und schwarz dazu von Theodor Michael

Februar ist Black History Month, der Kultur und Geschichte von Menschen mit schwarzer Hautfarbe gedenkt und feiert. Ein Monat, um sich bewusst zu werden, wie wenig man als deutsche Kartoffel darüber weiß und nur ein Monat für die komplette Geschichte der Menschheit. Ich wollte diese Gelegenheit dennoch dazu nutzen, mich mehr mit dem Thema auseinander zu setzen. Dafür habe ich die Biografie eines Deutschen gelesen, der den zweiten Weltkrieg überlebt hat – wie viele andere Deutsche. Und dessen Geschichte dennoch unbekannt und unwirklich erscheint, weil wir eben über diese Seite der Geschichte kaum nachgedacht haben.

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  • Autor: Theodor Michael9783423348577
  • Titel: Deutsch sein und schwarz dazu – Erinnerungen eines Afro-Deutschen
  • Verlag: dtv
  • Genre: Biografie, Zeitzeugenbericht (224 Seiten)
  • über amazon*: Taschenbuch 9,90€ | Ebook 7,99€
  • über LChoice**: Taschenbuch vor Ort kaufen

 

Worum geht’s?
In diesem Buch beschreibt Theodor Michael sein Leben. Er wurde 1925 als Sohn eines Kameruners und einer Deutschen geboren und wuchs mit seinen Geschwistern in Berlin auf. Er hat viel erlebt, war beim Zirkus, wurde von verschiedenen Familien großgezogen und überlebte den zweiten Weltkrieg mit all seinen Schrecken und Gefahren. Theodor studierte, gründete seine eigene Familie und wirft in dieser Lektüre einen bewegenden Blick zurück als ein Zeitzeuge eines ereignisreichen und zugleich schrecklichen Jahrhunderts.

 

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Meine Katze hat sich sehr gefreut, dass ich das Buch in fast einem Rutsch durchgelesen habe, ohne mich groß zu bewegen. 😉
Meine Meinung:

Mit 224 Seiten ist das Buch wahrlich nicht dick, dennoch ist es schon länger her, dass ich ein Buch innerhalb von 24 Stunden beendet habe.

Theodor Michael beginnt ganz am Anfang bei seiner Geburt und gliedert verschiedene Aspekte und Thematiken seines Lebens in kleine Blöcke von 2-3 Seiten, die sich sehr schnell lesen lassen und trotzdem zusammenhängend sind. Durch den reflektierenden Schreibstil, ständige Andeutungen und Ausblicke auf spätere Ereignisse fliegt man durch die Seiten und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ehrlich, schonungslos und ohne unnötige Ausschmückungen schildert Theodor Michael seinen Werdegang, seine Probleme und seine Gedanken. Er wird in Deutschland geboren, spricht deutsch und gerade als kleiner Junge, versteht er kaum, warum er von anderen seltsam beäugt wird. Erst später schämt er sich für die demütigenden Völkerschauen, auf der dunkelhäutige Menschen in Baströckchen als unzivilisierte Wilde zur Schau gestellt werden.

Aber er muss lernen, damit umzugehen. Wie man Polizeikontrollen hinter sich bringt, wie man Situationen deeskaliert, wie man gehorsam ist und möglichst wenig auffällt. Lange muss er Wünsche und Träume zurückstellen. Was für andere selbstverständlich ist, wird ihm meist verwehrt, für vieles muss er kämpfen. Besonders bedrücken und ängstlich stimmen einen beim Lesen die Anfänge und schließlich die Hochphase des Nationalsozialismus und der zweiten Weltkrieg. Zwar entgeht Theodor dem Konzentrationslager, aber er wird in ein Arbeitslager gepfercht und leidet, funktioniert wie eine Maschine, um irgendwie zu leben. Als Leser mag man denken, dass mit dem Sieg der Aliierten der Horror vorbei ist, aber es gibt weiterhin Missgunst, Vorurteile und die harten Nachkriegsjahre hinterlassen ihre Spuren.
Zeitzeugenberichte verdeutlichen eindringlicher als jedes Geschichtsbuch die Auswirkungen großer politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen. Währungsreform, Besatzungszonen – all diese abstrakten Begriffe erwecken mit Theodor Michaels Worten zum Leben und man wird sich der Konsequenzen bewusst, die diese für die einzelnen Menschen hatte.

Theodor hat nicht aufgegeben, er reflektiert, interpretiert und kann durch den zeitlichen Abstand einen nüchternen Blick auf sein schwieriges, aber durchaus schönes Leben werfen. Er schreibt nicht verbittert, voller Hass, sondern hoffnungsvoll und mild. Mild, selbst, im Umgang mit Menschen, die grausam waren und ihm Unrecht taten. Seine Frau und er, seine Kinder und Enkel leben seine Vision. Harmonie bedeutet nicht, niemals zu streiten, sondern den anderen zu akzeptieren und gemeinsam eine Lösung zu suchen. Welche Schwierigkeiten Theodor, seine Geschwister, seine Familie und seine Mitmenschen erleben musste, welche Entbehrungen, Verluste, welche Momente des Glücks – all das bewegt und ist unglaublich interessant und man kann nicht anders, als am Ende der Lektüre vollsten Respekt vor diesem Mann und seinem Leben zu haben.

 

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Es liegt nicht an den Diskriminierten etwas gegen die Diskriminierung zu tun, sondern an den Diskriminierenden und denen, die meist nur zusehen und rumstehen, anstatt sich ein Herz zu fassen und Vorurteilen und Hass mutig entgegen zu treten.
Empathie und einander verstehen ist so wichtig. Sich mit anderen, ihren Gedanken, Schicksalen und Gefühlen auseinanderzusetzen ist nicht immer angenehm oder leicht, aber unumgänglich, wenn man sich persönlich weiterentwickeln will. Und, um zu verhindern, dass Hass, Ausgrenzung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erneut in dem Ausmaß um sich greifen wie zu Zeiten des Nationalsozialismus.

Das Buch fesselt durch seine Geschichte und den schmucklosen Schreibstil, jedoch wird Theodors zweite Lebenshälfte weniger ausführlich behandelt. Dabei hätte ich mir gewünscht auch davon etwas mehr zu erfahren, wie es mit den Kindern und seiner Ehefrau Friedel war. Das ist mein einziger Wermutstropfen.

 

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Fazit:

Insgesamt spreche ich für das Buch eine absolute Leseempfehlung aus. In der Schule hing mir der 2. Weltkrieg zwar zum Hals heraus, aber es ist so wichtig, sich stetig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ehrlich, ungeschönt und dennoch mit der Weisheit eines ganzen Lebens erzählt Theodor Michael seine Geschichte, die stellvertretend für viele Schicksale steht. Auch, wenn es hauptsächlich seine Erinnerungen sind, hätte ich gerne noch etwas mehr über das Leben seiner Kinder und seiner Frau Friedel gelernt und über deren Ansichten und Gefühle. Ansonsten ist das Buch eine interessante, lehrreiche und spannende Lektüre, die sich schnell lesen lässt.

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mit ** gekennzeichnete Links sind affilate Links des LChoice Partnerprogramms. Über diesen Link könnt ihr die Verfügbarkeit der Artikel in eurer nächsten Buchhandlung prüfen bzw. das Buch dorthin bestellen und somit den lokalen Handel unterstützen. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

Unabhängige & kleine Verlage – diese Perlen solltet ihr kennen!

Unabhängige & kleine Verlage – diese Perlen solltet ihr kennen!

Vielfalt ist wichtig. In den letzten Wochen gab es viele Aktionen für unabhängige Buchhandlungen, da diese ob den großen Konkurrenten oftmals aus den Städten vertrieben werden. Damit will ich keinesfalls sagen, dass ich Ketten schlecht finde oder nicht gerne auch dort stöbere – aber für mich gehört zu einem ausgewogenen Stadtbild eben auch mehr: Kleine Läden zum Stöbern, moderne und wirklich alte Antiquariate, Läden von Menschen, die Bücher lieben und selbst mit an der Gestaltung des Sortiments beteiligt sind. Das ermöglicht einerseits Schwerpunktsetzung und gibt auch Titeln abseits von Bestsellerlisten und großen Verlagen eine Chance.

Genauso wichtig sind auch kleine Verlage – denn sie decken oftmals geschmackliche Nischen ab oder geben kleineren, lokale Autor*innen eine Chance. Nebst den großen Verlagen sind sie ebenfalls eine Bereicherung für den Buchmarkt, die unterstützt werden sollten (Eine umfangreiche Liste von Independent Verlagen findet ihr bei Autorenwelt).

Marketing und Werbung wird komplexer – viele Menschen haben keinen Bock mehr auf Frontalwerbung, haben einen Adblocker und setzen Scheuklappen auf. Durch Blogger und Influencer wird versucht, Produkte zu präsentieren und so das Zielpublikum zu erreichen. Es geht wie immer um das leidige Thema Geld und Umsatz. Große Verlage setzen auf kritikerprobte und bekannte Namen, um das Einkommen und die Arbeitsplätze aller Mitarbeiter zu sichern. Damit ermöglichen sie auch mittelgroßen und kleineren Autoren Projekte. Zu sehen an der Entwicklung zahlreicher (Ebook)-Imprints z.B. Midnight & Forever von Ullstein.

Ein unabhängiger Verlag (synonym zu Kleinverlag und Independent Verlag) hat meist weder bekannte Autoren noch großes Kapital um zu experimentieren oder Autoren aufzubauen. Alle Titel sollten sich einigermaßen gut verkaufen, Flops kann man sich meist nicht leisten. Dabei schöpfen diese Verlage oftmals Perlen ab, die große Verlage in der Flut von Bewerbungen nicht sehen können. Aber auch die Buchbranche lebt nicht von Liebe, Luft und Leidenschaft. „Gute Bücher„, ohnehin subjektiv, müssen sich nicht zwangsläufig gut verkaufen. Einige Verlagszweige oder ganze Verlage, genau wie einige unabhängige Buchhandlungen, gehen in dem Konkurrenzkampf unter.

Auch das von seinen Fans heißgeliebte Königskinder Imprint muss seine Pforten schließen (hier ein FAZ Artikel dazu). Dabei steht dahinter der etablierte Carlsen Verlag.

Was passiert dann mit den Mitarbeitern, den Büchern und den Autor*innen? Bei einem großen Verlag gibt es Hoffnung, bei einem Kleinverlag – oftmals von Privatpersonen gestemmt – steht schlimmstenfalls die private Insolvenz an.

„Natürliche Selektion der freien Marktwirtschaft“ mögen einige jetzt sagen. Klar, man kann nicht alle retten, manche Projekte sollen wohl einfach nicht sein. Was wir als Blogger*innen & Leser*innen aber können, ist bewusst unser Auge auf kleinere Verlage zu richten und uns auch deren Programme anzuschauen, geliebte Bücher weiterzuempfehlen und so einen bunten Buchmarkt am Leben zu erhalten. Ich fände es schade, wenn Kleinverlage nach und nach untergehen.

Deshalb möchte ich euch heute mal ein paar Perlen vorstellen!

 

  • Schwarzer Drachen Verlag – der magische Verlag

Zur Verlagshomepage, gegründet Januar 2016

Der Schwarzer Drachen Verlag wurde von Michael und Sandra Schwarzer ins Leben gerufen und verlegt vor allem fantastische und magische Bücher. Der Verlag besticht durch sein kleines, aber feines Programm und die liebevoll gestalteten Cover.

Gelesen: Eva-Maria Obermann – Zeitlose: Simeons Rückkehr
Der Auftakt zu einer verträumten, magischen Trilogie. Wunderbar geschrieben und sehr berührend.hannya

Wunschliste:

Dieter R. Fuchs – Hannya: Im Bann der Dämonin
Japanische Mythologie? Oh yes! Eine alte japanische Holzschnitzerei macht nicht nur einem älteren Mann zu schaffen.

 


  • Sternensand Verlag

zur Verlagshomepage, gegründet im September 2015

Der Sternensand Verlag beherbergt vor allem Jugendbücher aus den Genres Romantik, Fantasy und Abenteuer. Auch an romantischen und erotischen Büchern für eine ältere Zielgruppe werde gearbeitet, so steht es auf der Homepage. Der Sternensand Verlag ist mir persönlich zum ersten Mal auf der FBM aufgefallen, weil mich die Cover angesprochen haben. „Sternensand“ – Der Name allein klingt schon ganz zauberhaft.

Gelesen: Bisher noch nichts 🙁

Wunschliste:

Nadine Roth – Bloody Mary: Du darfst dich nicht verliebenbloodymary
Mary wurde grausam ermordet und wartet hinter den Spiegeln darauf, Rache an den Lebenden zu nehmen. Avian glaubt nicht an den urbanen Mythos der Bloody Mary und ist umso schockierter als da wirklich ein junges Mädchen vor ihm steht. Er möchte ihr unbedingt helfen, aber damit setzt er sein Leben aufs Spiel.

cmspoerriC.M. Spoerri – Die Greifen Saga: Die Ratten von Chakas
Mica kämpft sich mit ihrem Bruder Faím auf den Straßen durch. Ihre langsam erwachenden magischen Kräfte helfen ihr dabei. Aber als sie von ihrem Bruder getrennt und in eine Diebesgilde mitgenommen wird, ändert sich alles. Voneinander getrennt müssen die Geschwister zuerst um ihr eigenes Leben kämpfen in der Hoffnung sich irgendwann wiederzusehen.

 


  • Festa Verlag

zur Verlagshomepage, gegründet im April 2001

Der Festa Verlag ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreich gefundene Nische. Sehr blutige, extrem gruselige und verstörende Bücher sind wahrlich Nichts fürs die Allgemeinheit – aber der Festa Verlag hat ein festes Publikum und hat sich erfolgreich in seinen Genres etabliert. Sie werben in ihrer Sparte „Extrem“ sogar mit dem Ausschluss aus dem Buchhandel, denn die dortige Literatur spricht eine bestimmte, erwachsene Zielgruppe an. Für zarte Gemüter sind aber vermutlich die wenigsten Bücher des Verlags gedacht.

Der Festa Verlag verlegt leider keine deutschen Autoren. (Als olle Horrorliebhaberin musste ich ihn jedoch einfach erwähnen!)

Gelesen: Bisher noch nichts 🙁

Wunschliste: Die Cthulhu Buchstützen Da gibt es mehrere, ich picke mal zwei raus!
keene

Brian Keene – Eine Versammlung von Krähen
Brinkley Springs ist eine ruhige Kleinstadt. Und sie ist dem Untergang geweiht, denn uralte Kreaturen sollen schon bald Grauen und Blutvergießen über den Ort bringen.

S.slgreyL. Grey – Das Labyrinth der Puppen
Er ist Angestellter in einem kleinen Buchladen im Einkaufszentrum. Eine drogensüchtige Frau zwingt ihn mit vorgehaltenem Messer ihr bei der Suche nach dem Kind zu helfen, dass sie babysitten sollte. Es geht hinab in den Keller voller Schaufensterpuppen aber der Aufzug macht nicht auf der untersten Etage halt, sondern fährt noch tiefer.

 


  • Drachenmond Verlag

Zur Verlagshomepage, gegründet 1996

Fantasy, Romance, Historisches, Zeitgenössisches, sogar Sachbücher. Der Drachenmond Verlag besticht durch ein vielseitiges Programm und wunderschöne Cover. Die Signierschlangen am FBM Stand sind lang und einige hauseigene Namen können bereits eine große Fangemeinschaft vorweisen z.B. Nicole Godzek und Marie Graßhoff.

Gelesen: Bisher noch nichts 🙁

Wunschliste:

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Lin Rina – Animant Crumbs Staubchronik
England, 1890. Junge Damen sollten schnell unter die Haube. Animant hingegen liebt Bücher und möchte sich den Wünschen ihrer Mutter nicht fügen. Ein Monat in London, die Arbeit in einer Bibliothek und eine vollautomatische Suchmaschine: Animant findet mehr als sie erwartet hätte.

binhexen

 

Liane Mars – Bin hexen, wünscht mir Glück
Hexe Prim hasst Magie, denn sie ist maximal unbegabt im Zaubern. Aber was muss das muss. Chaotisch wird es als der schnuckelige Hexenjäger Liam sich in ihr Leben schleicht und Prim verhindern muss, dass die Zauberwelt untergeht.

 


  • Voodoo Press

Zur Verlagshomepage, gegründet 2008

Der Name lässt es bereits vermuten, Voodoo Press‘ Schwerpunkt liegt bei Titeln aus den Genres Horror, Mystery, SciFi, Apokalypse und „Bizarro Fiction“. Was ist Bizarro Fiction? Nun ich denke Titel wie „The Haunted Vagina“ lassen es so ein bisschen erahnen. Ich bin auch unschlüssig! Ich bin erst durch die Recherche für diesen Beitrag auf den Verlag gestoßen, das Angebot klingt jedoch auf jeden Fall genau nach meinem Geschmack!

Gelesen: Bisher noch nichts 🙁

Wunschliste:

thehauntedvagina

Carlton Mellick III – The Haunted Vagina
Macht euch der Titel nicht neugierig? Mich macht der Titel neugierig! Lest euch die Kurzbeschreibung durch und schaut auch das Autorenfoto an.
Stacy & Steve sind ein glückliches Paar. Nur manchmal kommen aus Stacys Intimgegend seltsame Geräusche. Stacy meint, dass ihre Vagina verflucht ist und als eines Tages nach dem gemeinsamen Beischlaf ein Skelett herauskrabbelt ist klar, dass Steve etwas dagegen unternehmen muss. Das klingt so bizarr, ich muss das unbedingt lesen.

dietreppeimseeRonald Malfi – Die Treppe im See
Ein Ehepaar zieht in ein idyllisches Haus am See. Doch bald geschehen seltsame, übernatürliche Dinge und die beiden werden mit der schaurigen Vergangenheit des Hauses konfrontiert.

 

 


  • Cross Cult Verlag

Zur Verlagshomepage, gegründet 2001

Das Grafikstudio Amigo Grafik veröffentlicht unter dem Label Cross Cult Comics, Graphic Novels, Mangas und auch Titel aus dem Fantasy und Science Fiction Bereich. Populär sind vor allem die Comics zur TV Serie The Walking Dead, Doctor Who oder Avatar.

Gelesen: The Walking Dead Comics Band 1 und 2

Wunschliste: Sehr lang. Ich picke ein paar Titel heraus.

Nnedi Okorafor – Wer fürchtet den Tod
nnediokorafor(Die Autorin ist Bombe! Sie engagiert sich für mehr Diversität und die Sichtbarkeit von Frauen und People of Color auf dem Buchmarkt. Hier ein Interview!) In diesem fantastisch-postapokalyptischen Buch werden dunkelhäutige Menschen (Okeke) von den hellhäutigen Nuru unterdrückt. Ein Mädchen, dessen Mutter vergewaltigt und getötet wird, begibt sich auf die gefährliche Reise sich am Peiniger ihrer Mutter, ihrem Vater und zugleich einem mächtigen Magier zu rächen.

Comics
Die Comicreihe zu den „Dragon Age“ Videospielen, die Comics zur TV Serie „Avatar – Der Herr der Elemente“, „Monstress“ von Marjorie Liu und Sana Takeda…

 


  • Papierfresserchen MTM und Herzsprung Verlag

zur Verlagshomepage, gegründet im März 2007

Papierfresserchen MTM ist vor allem für Kinder- und Jugenbücher gedacht und soll jungen Autor*innen den Weg in die Buchwelt ebnen. 2014 kam Herzsprung dazu, der sich auf Lyrik, Belletristik und Sachbuch für Erwachsene konzentriert. Die Cover wirken vereinzelt nicht ganz so professionell, da sie teils von den jungen Autor*innen selbst angefertigt wurden, aber der Verlag besticht durch die Liebe zum Detail und die vielen Schreibprojekte und -wettbewerbe für die ganz jungen Schreiberlinge.

Gelesen: M. Meier – Solang das Rad der Zeit sich dreht
In dieser Anthologie geht es um das schwierige Thema Tod unsolangdasradd Vergänglichkeit. Kurzgeschichten, Gedichte und Texte verschiedenster Autor*innen beschreiben Erfahrungen und Gedanken mit dem großen Unbekannten. Vorsicht, Schleichwerbung: Von mir ist auch eine Geschichte mit drin, die ich in der elften Klasse geschrieben habe.

Wunschliste:

luzifer

Stella Tack – Luzifer: Des Teufels Sünden
Als Evening einer sprechenden, gehörnten Katze begegnet wird sie in einen uralten Kampf zwischen Gut und Böse hineingezogen und muss feststellen, dass all die Monster der Nacht real sind.

 


 

So, es gibt natürlich noch jede Menge andere kleine, unabhängige Independent Verlage, aber um die alle vorzustellen fehlt mir leider die Zeit. Auch sind einige Themen so spezifisch und ich interessiere mich leider einfach nicht für das Sortiment.

Ich hoffe, ich konnte euch den ein oder anderen Titel schmackhaft machen. Falls ihr auch Social Media-Mensch oder Blogger*in seid, fühlt euch gerne eingeladen selbst einen Beitrag zu schreiben, indem ihr mir eure liebsten Indie-Verlage vorstellt. Ich wünschte, ich hätte jetzt einen schicken Hashtag parat. Vielleicht sowas wie #wirlesenindie ? Schreibt mir gernen einen Kommentar, falls ihr weitere Ideen und Anmerkungen habt (oder einen coolen Hashtag)!

Tüdelü, eure Babsi

Fun fact: Mit diesem Beitrag wanderten insgesamt über zwölf neue Titel auf meine Wunschliste. Argh!

[Rezension] Victoria Scott – Dante Walker: Seelensammler

[Rezension] Victoria Scott – Dante Walker: Seelensammler

Kennt ihr die Videospielreihe „Devil May Cry“ um den weißhaarigen und coolen Halbdämon Dante? Nein?

Dann habt ihr was verpasst. Ich bin nahezu konditioniert alles was nach Dante und Dämon klingt zu inspizieren. So oder so ähnlich landete auch „Dante Walker“ auf meiner Wunschliste und ich konnte ein Exemplar über tauschticket ergattern!

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Victoria Scott – Dante Walker: Seelensammler

Worum geht’s?

Dante Walker, ein cooler, abgebrühter ehemals 17-Jähriger ist Seelensammler des Teufels. Für den Big Boss in der Hölle stempelt er Seelen ab, verführt und verleitet die Menschen zum Sündigen. Und er ist gut in seinem Job. Sein nächster Auftrag könnte ihn an die Spitze seiner Karriere katapultieren, doch der Fall erweist sich als schwierig. Die siebzehnjährige Charlie Cooper, ein unschuldiges Mauerblümchen mit einem Herz aus Gold. Knapp neun Tage bleiben ihm, um ihre Seele in den Besitz der Hölle zu bringen. Doch das Leben, das Charlie ihm zeigt, bringt seinen Entschluss ins Wanken. Und warum ist der Teufel an einem so unscheinbaren Mädchen interessiert? Bald muss Dante erkennen, dass er es mit Himmel und Hölle aufnehmen muss, wenn er sich und Charlie beschützen will.

Band 2 „Dante Walker – Seelenretter“ ist bereits erschienen.

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Meine Meinung:

Das Cover wirkt cool und düster, passend zu höllischen Dämonen. Für mich wirkt es jedoch wesentlich erwachsener und dunkler als der eigentliche Inhalt des Buches. Dennoch finde ich die Gestaltung gelungen, die Farben würden Dante jedenfalls sehr gut gefallen.

Der Schreibstil ist locker, jugendlich und frech. Die Autorin lässt Dante aus der Ich-Perspektive erzählen. Seine Kommentare sind bissig, seine Gedanken manchmal fies-gemein bis niedlich. Das Buch liest sich locker und angenehm, manchmal war es mir jedoch ein wenig zu langatmig. Dennoch mochte ich Dantes Sarkasmus, seine Kommentare und seine seltsame Gehirnwelt.

Vom Inhalt hatte ich mir etwas anderes erwartet. Das Buch wirkt in seiner Aufmachung sehr erwachsen, der Klappentext verspricht eine außergewöhnliche Geschichte. Stattdessen bekommen wir eine Teenie-Romanze. Bad Boy trifft engelgleiches Mädchen, sie schafft es durch ihre reine, fehlerfreie Art ihn zum Nachdenken anzuregen. Hölle, Teufel, Dämonen? Das Element gibt der Geschichte zwar einen interessanten Twist und bringt Spannung, war für meinen Geschmack aber zu öde, zu wenig böse, zu wenig Hölle.

Die Charaktere haben mir solala gefallen.

  • Erzähler Dante Walker ist ein cooler Bad Boy und mit fünfzehn wäre ich sicher auf ihn abgefahren. Heute möchte ich ihn manchmal tätscheln, manchmal liebevoll ohrfeigen, weil er sich aufführt wie ein pubertierender Idiot. Sein Schicksal konnte mich jedoch nicht so mitreißen, dennoch war er mir der liebste Charakter im Buch. Und „cool“ ist er für mich leider nicht wirklich, dazu reichen schnieke Klamotten und rote Chucks nicht. Sorry, da nehme ich lieber den Devil May Cry Dante.  Positiv merke ich jedoch an, dass er als Kerl echt in Ordnung ist und ehrlich um Charlie bemüht. Da habe ich schon wesentlich ekligere Love Interests gehabt.
  • Zielobjekt Charlie hingegen bleibt blass, unerreichbar. Sie ist so naiv und rein und unschuldig, dass man mehrfach die Augen verdrehte. An ihr ist scheinbar nichts Schlechtes, keine Grautöne. Sie wird als graue Maus beschrieben, die am Ende durch innere Schönheit strahlt und die bei genauem Hinsehen glatt ein Engel sein konnte. Aber ihre Einzigartigkeit und Freundlichkeit, ihre reine Seele ist es, die Dante zum Nachdenken bringt… *Gähn*
  • Die Nebencharaktere Annabelle, Blue und die Ziehmutter von Charlie sowie Dantes Kumpel Max wirken austauschbar. Zwar hat man hier und da den ein oder anderen Charakterzug, aber sonst bleiben sie klischeehaft und dienen nur dem Zweck. Eine beste Freundin, die immer den Schubs in die Richtung gibt. Ein Kumpel, der als Liebesrivale auftritt. Ein paar Dilemmata und fertig.

Das Ende. Nun ja, ich denke, ich empfand es als sehr weit hergeholt. Es war klar, dass es so oder so ähnlich enden würde. Ein paar Probleme beseitigt, ein paar Neue kommen hinzu. Für mich wirkte es sehr generisch und konstruiert, deus ex machina. Es gibt keinen bösen Cliffhanger aber dennoch ist die Geschichte um Charlie und Dante noch nicht zu Ende.

Mein Fazit:

Meh. Das Buch ist für mich weder besonders schlecht noch besonders gut. Ich habe etwas anderes erwartet und war deshalb ein wenig enttäuscht, nur eine klischeehafte Teenie-Romanze vorzufinden. Die Charaktere sind blass und öde. Dante wirkt nur etwas lebendiger, weil wir die Geschichte durch seine Augen erleben. Zwar ließ sich das Buch gut und schnell lesen, aber mehr als eine kurzweilige Unterhaltung konnte es nicht bieten. Ich glaube aber, dass mein jüngeres Ich das Buch gut gefunden hätte. Für jüngere Leser oder Fans von unspektakulären übernatürlichen Romanzen ist die Geschichte dennoch zu empfehlen. Von mir gibt es drei Seesterne.

Werde ich Band 2 lesen? Vielleicht.

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Weitere Stimmen zum Buch:


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Rückblick: Das Literaturcamp Bonn 2017

Rückblick: Das Literaturcamp Bonn 2017

Tut mir leid, dass ich in letzter Zeit kaum längere, vernünftige Beiträge für den Blog verfasse und nur ganz dröge meine Videos ohne Kommentar verlinke. Ich gelobe baldige Besserung! (Ich habe einige Themen, über die ich noch schreiben möchte, aber die Muße ist gerade im Urlaub)

Auch für das Literaturcamp in Bonn habe ich ein paar Fotos und Aufnahmen gemacht. Dennoch gibt es noch ein paar Worte von mir direkt unter dem Video. 😉

Aktuell genieße ich eine kleine Auszeit bei meinen Eltern und meinem Kater und traumhaften Wetter und lasse mir die Sonne auf den weißen Bauch scheinen. Das Wochenende war ich auf dem Literaturcamp in Bonn – mein allererstes Barcamp.

Ich wusste zwar, dass ich zumindest drei Leute aus meinem Verein BartBroAuthors treffen würde und so nicht ganz allein sein würde, aber ich war trotzdem nervös.

Neue Menschen, spontane Workshops, Vorträge und Diskussionen? Da geht mein introvertierter Popö auf Grundeis! Generell habe ich keine Probleme mit sowas, aber ich weiß gerne, was mich erwartet. Aber dank dem vielversprechenden Glückskeks im Hotel und der angenehmen Stimmung in der Bonner Innenstadt fühlte ich mich ermutigt.

Früh morgens habe ich dann die liebe Jana vom Bahnhof abgeholt und zusammen machten wir uns dann auf. Wir wurden sofort freundlich begrüßt und im Foyer tummelten sich schon einige Literatur-Menschen, die alle noch etwas ruhig waren und auf Kaffee warteten. Dann ging es los. Ich war total gespannt und freute mich total, einige bekannte „twitter Namen“ auf den schicken Umhängeschildern zu lesen und nun endlich ein Gesicht zu vielen Leuten zu haben. Andere kannte ich gar nicht, aber mein vierter (oder fünfter?) Name wäre nicht Barbarazzi, wenn ich nicht sofort auf twitter und Facebook nachgeschaut hätte!

Die Vorstellungsrunde zog sich ein wenig und danach ging es zur Sessionplanung! Und zack war da eine Riesenschlange von Leuten mit tollen Ideen und Themen, sodass ich mir gar keine Sorgen machen musste, auch vor einer Gruppe zu sprechen, die mich als angehende Autorin mit meinen 23 Jahren und keinem einzigen zu Ende geschriebenen Buch, überhaupt nicht ernst nehmen würde. Es gab so viele tolle Sessions, dass ich mich oft ärgerte, nicht den praktischen Zeitumkehrer von Hermine aus Harry Potter 3 zu besitzen. 🙁 Meine persönlichen Highlights waren jedoch die Vorträge zum Vorlesen von Almut Schnerring und die interaktive Runde für Netzwerken für Autoren von Jasmin Zipperling (und das liegt nicht daran, dass ich Angst vor ihrer Schere hatte oder mit Kinderschokolade bestochen wurde…).

Es hat jedenfalls unfassbar viel Spaß gemacht und mir gefiel die freundliche, entspannte Stimmung sehr gut. In den Pausen habe ich es leider nicht geschafft, mit allen Leuten zu quatschen, die ich auch anquatschen wollte. Und nach dem langen, aber spannenden Tag bin ich kurz in den Hotelpool und dann einfach ins Bett gefallen.

Auch den ganzen nächsten Tag war ich noch geflasht von den vielen Eindrücken und bin Zucker- und Koffeinvorräte auffrischend von einem Sitzplatz im Zug zum nächsten gewandert.

Danke an alle, die dabei waren und das Event möglich gemacht haben! Ich bin vollauf begeistert und hoffe, viele weitere Litcamps besuchen zu können.

p.s.: Ja, ich hab noch kein Ticket für Heidelberg und ja, ich liege auf der Lauer wie ein hungriger Tiger!

Übrigens gibt es noch weitere, ausführliche und tolle Blogbeiträge zum Litcamp! Hier lang: