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[Dunkle Spuren] Die Slender Man Mädchen

[Dunkle Spuren] Die Slender Man Mädchen

Ich habe schon länger kein True Crime/Mystery Video mehr gemacht. Für viele Fälle liegen sehr wenige Informationen vor und bei anderen habe ich das Gefühl, dass sie komplett in den Medien ausgerollt wurden.

Ein besonders interessanter Fall hat jedoch vor kurzem einen „Abschluss“ gefunden, weil das abschließende Gerichtsurteil verkündet wurde. Für mich ein guter Anlass, um darüber zu berichten.

Wer von euch kennt Slender Man?

Slender Man ist eine mysteriöse Internetkreatur. Frei erfunden, verewigt auf Fotomontage und durch Creepy Pastas (Creepy + Copy and Paste = Horrorgeschichten, die im Internet verbreitet werden) berühmt geworden.

Er ist ein übernatürliches großes Wesen ohne Gesicht und mit langen, tentakelartigen Gliedmaßen. Schwarz gekleidet lauert er zwischen Bäumen oder im Gebüsch und entführt hauptsächlich junge Kinder, um sie grausam zu töten.

Der „Tulpa Effekt„, Teil der tibetanischen Mythologie, bezeichnet Kreaturen/Dinge/Ereignisse, die durch reine Gedankenkraft und Glauben tatsächlich entstehen. So müsste man nur fest genug an etwas glauben und der Gedanke würde sich manifestieren. Ein Konzept, das ich in meiner Geschichte Projekt Save Our Souls übrigens auch aufgegriffen habe.

Heißt das Slender Man existiert wirklich?

Tja, das weiß man nicht. Genau so wenig wie man sicher sein kann, ob der Yeti oder der Jersey Devil oder Nessi existieren. Slender Man wurde auf jeden Fall bewusst erfunden, während beispielsweise der Yeti oder Nessi sich über Jahrhunderte durch Sichtungen und Berichte entwickelt haben.

Dass eine fiktive Kreatur jedoch Einfluss auf unsere Leben nehmen kann, zeigt der Fall, den ich euch im neuen Video vorstelle. Für Slender Man waren zwei junge Mädchen bereit, ihre beste Freundin zu verraten:

[Rezension] Lillesang: Das Geheimnis der dunklen Nixe von Nina Blazon

[Rezension] Lillesang: Das Geheimnis der dunklen Nixe von Nina Blazon

Dieses Buch stand tatsächlich recht lange ungelesen in meinem Regal. Es war ein absoluter Coverkauf. Glitzerschuppen, Meer, ihr dürftet mich inzwischen gut genug kennen. Aber nun habe ich es endlich beendet. Bisher haben mich die meisten Nixen/Meerjungfrau Bücher enttäuscht.

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Konnte Nina Blazon mich mit ihrem Kinder-/Jugendbuch überzeugen? Die Rezension ist wie immer spoilerfrei. <3

  • Titel: Lillesang – Das Geheimnis der dunklen Nixe
  • Autorin: Nina Blazon
  • Verlag: cbt Verlag
  • Genre: Fantasy, Kinder-/Jugendbuch
  • Taschenbuch*: 9,99€ | Ebook*: 8,99€
  • Einzelband, 413 Seiten

 

Worum geht’s?
Die elfjährige Jo fährt mit ihren Eltern nach Dänemark um das Haus ihrer kürzlich verstorbenen Großtante auszuräumen. Von dieser Großtante wusste niemand, denn Jos Mama tut alles dafür, um ihre eigene Vergangenheit zu verschleieren. Aber die alten Fotos im Haus, das Säuseln des Meeres und die düsteren Geschichten über ein Monster in Fischgestalt, das arglose Menschen in die Tiefen des Meeres zieht gehören alle zu einem uralten Geheimnis, das Jos Familie betrifft und sie, ihre neugewonnenen Freunde und ihre ahnungslose Mutter bald in große Gefahr bringen.

 

Meine Meinung:

Nixen, Geheimnisse, das Meer – alles Elemente, die mich unglaublich glücklich machen können. Andererseits erwarte ich mir auch was, von allen Büchern, die sich mit schillernden Schuppen kleiden. Zum Glück hat mich Nina Blazon nicht enttäuscht.

Dass das Buch sich an jüngere Leser richtet merkt man am Alter der Protagonistin Jolanda, die 11 Jahre alt ist. Für eine Elfjährige ist sie aber ziemlich gewieft, trotzdem noch verletztlich und bockig, aber nicht dumm. Das ist angenehm, denn oft stört mich bei Büchern, die auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten sind, wie dämlich sich die Kinder anstellen.lillesang2

Generell lässt sich das Buch auch als Erwachsener wunderbar lesen, der Schreibstil ist malerisch und fließt sanft dahin wie ein Bächlein. Manche Begriffe werden natürlich extra erklärt, aber das stört nicht weiter.

Ich fand das Buch hatte eine interessante Struktur und war nach einem etwas schleppenden Start sehr spannend. Man wurde in die Geschichte hineigesogen und Nina Blazons schöner Schreibstil sorgte für ein lebendiges Kopenhagen und malerische dänische Standhäuser. Wo man von Nixen spricht, ist auch „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans-Christian Andersen nicht weit und das Märchen wurde auf zauberhafte Weise mit der Geschichte verknüpft. Der Plot hat mich begeistert, denn zuerst fürchtete ich, wir würden das Märchen nacherzählt bekommen, aber so war es ganz und gar nicht.
Wie ein Strudel zieht uns die Geschichte in ihren Bann und da ist es leicht, sich aufs Glatteis führen zu lassen, auch wenn man ab der Hälfte schon erkennen kann, worauf es hinauslaufen wird. Die endgültige Auflösung ist dann dennoch traurig-schön und viel wunderbarer geschrieben, als man das erwartet hätte.lillesang3

Ich dachte mir nur an manchen Stellen: „Wow für ein Kinder/Jugendbuch ganz schön düster und bedrohlich.“
Mir hat es sehr gut gefallen, aber für jüngere Leser hat das Buch bestimmt den ein oder anderen albtraumreifen Moment. Ich hab auch als Kind schon gerne gruseliges Zeug gelesen, aber das sollte man als Leser*in definitiv wissen, bevor man das Buch seinem Kind in die Hände gibt. Am Ende dachte ich mir aber, ich würde gerne mehr von Jos, Mads‘ und Julies Abenteuern lesen.

Stellenweise war es ein bisschen ungalubwürdig, was die Kinder so alleine bewerkstelligen konnten, ohne aufzufallen und verhaftet zu werden. Auch manche Dialoge wirkten etwas hölzern und erzwungen.

Ansonsten bin ich mit dem Buch aber rundum zufrieden und ich muss es einfach nochmal sagen: Es. ist. so. schön. Diese glitzernden Schuppen machen das gebundene Buch einfach zu einem meiner allerliebsten Buchschätze und es ist einfach nur schön anzuschauen. Ein verträumtes Wasserbuch, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für alle, die mit dem Thema was anfangen können. Außerdem ist Kopenhagen auf meiner Reiseliste ein ganzes Stückchen weiter nach oben gewandert.

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Fazit:

Auch, wenn mir das Geheimnis schon relativ früh klar wurde, so finde ich nicht, dass man dem Buch Vorhersehbarkeit anlasten kann, denn es hat definitiv einige Irrungen und Wirrungen und bleibt trotzdem spannend. Außerdem ist es eben für eine jüngere Zielgruppe gedacht. Die Märchenanspielungen, die schönen Beschreibungen und der wunderbare Plot machen dieses Buch für mich zur perfekten Badewannen-Blubber-Lektüre. Einen klitzekleinen Abzug gibt es aber für ein paar kleine Ungereimtheiten.

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Weitere Stimmen zum Buch:


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Der Buchblogaward 2017

Der Buchblogaward 2017

Uiuiuiuiui! Heute mal etwas Werbung in eigener Sache.

Ich bin auf der Longlist des Buchblogawards.
Und schaut euch die vielen anderen tollen Teilnehmer an. Waaaaah!

=> Hier könnt ihr für eure Favoriten abstimmen.

Ich glaube kaum, dass ich eine Chance habe auf die Shortlist zu kommen, aber es freut mich, dass so viele meiner Lieblingsbuchblogs mit von der Partie sind. Am liebsten würde ich für 99% der Teilnehmer abstimmen! Gut, dass man mehrmals abstimmen kann, sonst wäre es unmöglich für mich, eine Entscheidung zu treffen.

Blobfishkl

Aber ich würde mich natürlich trotzdem über ein Däumchen freuen, einfach damit nicht „0“ dransteht.

Hier findet ihr meinen Blog.

 

Ich wünsche euch einen tollen Start ins Wochenende!