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Christin Lindner #ProjektArbeitstitel

Christin Lindner #ProjektArbeitstitel

Christin Lindner #ProjektArbeitstitel

Was ich an #ProjektArbeitstitel auch wirklich bereichernd finde – ich lerne nicht nur gute Bekannte und Freunde noch besser kennen, sondern auch jede Menge neue Menschen. Heute: Christin Lindner!

Ich bin Christin Lindner, 38 Jahre alt, bin verheiratet, habe 2 Kinder und einen Hund.

Ich schreibe Liebesromane oder wie man vielleicht auch sagt Romance. Die Protagonisten meiner Geschichten sind ganz normale Leute und meine Deichkicker-Reihe spielt in meiner Heimat Bremen-Nord.

Tatsächlich habe ich erst 2016 mein erstes Buch veröffentlicht.

Bücher gehören seit jeher zu meinem Leben dazu und ich habe immer schon mal Gedichte und kurze Geschichten geschrieben. Auch als Kind. Meine Aufsätze wurden in der Schule auch in Bezug auf Einfallsreichtum und interessante Inhalte gelobt. Das Schreiben eines Buches gehörte definitiv zu den Dingen, die ich unbedingt machen wollte, aber wie das so ist, ist es ein Wunsch, der mehr so im Hintergrund schwelt. Ich habe mich nicht näher damit beschäftigt.

Dann hatte ich lustigerweise einen Traum, bin aufgewacht und hab gedacht „das wäre eine tolle Szene für ein Buch“. Ich habe diese aufgeschrieben und dann ein Buch drum herum geschrieben. Die Geschichte war innerhalb von 14 Tagen fertig. Bis ich es veröffentlicht habe, hat es allerdings noch etwas gedauert. Es musste ja noch überarbeitet werden, das Cover gestaltet werden. Derzeit sind „Ein turbulentes Jahr“, sowie „Freiheit für Hannah“ nicht auf dem Markt. Ich möchte sie noch einmal unter Berücksichtigung meiner bisherigen Erfahrungen überarbeiten und dann neu veröffentlichen.

Wie bereits erwähnt, sind schon ein paar meiner Bücher auf dem Markt. Derzeit meine Deichkicker-Reihe, die seit kurzem aus vier Bänden besteht: 1. Mitten in die Elf 2. Und dann kam alles anders … 3. Lack und Vorurteile, 4. Anstoß zum Glück. Der vierte Band ist gerade erst erschienen.

 

Deichkicker und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Ich kann ehrlich gesagt gar nicht so schnell schreiben, wie mir meine Ideen kommen. Eigentlich wollte ich meine Deichkicker-Reihe erst einmal ruhen lassen und mich auf andere Dinge konzentrieren, mal etwas ganz neues starten, doch nun habe ich schon das Gerüst für Band 5, in dem Andrés Schwester im Vordergrund steht und seit Band 1 schwelt in meinem Kopf schon eine weitere Geschichte über den Torwart der Fußballmannschaft herum, die auch irgendwann zu Papier gebracht werden musss.

Wie schon erwähnt möchte ich „Ein turbulentes Jahr“ und „Freiheit für Hannah“ überarbeiten, wobei mir vor allem zweiteres besonders am Herzen liegt. Die Geschichte gefällt mir einfach. Und darum geht es:

Hannah lebt in ihrer Beziehung zu Michael in ständiger Angst vor seinen Misshandlungen. Sie sieht keinen Ausweg ihrer Misere zu entkommen. Als in die Wohnung gegenüber ein fröhlicher und gut aussehender junger Mann einzieht, wird Michael grundlos misstrauisch. Hannah lernt den neuen Nachbarn Marco jedoch ohne sein Wissen kennen und erfährt im Laufe der Zeit mysteriöse Dinge über ihn.

Der Wunsch, Michael zu verlassen und ein Leben ohne Angst zu führen, wird immer größer. Eines Tages reicht es und sie verlässt ihn mit Hilfe ihrer Freundin. Doch leider läuft nicht alles wie geplant und sie beschließt, die Stadt zu verlassen.

Auch Marco muss die Stadt verlassen und nimmt Hannah kurzentschlossen mit, da sie den gleichen Weg haben. Wird es Hannah gelingen, Michael ein für alle Mal zu entkommen? Oder findet er sie sogar am Bodensee, wo sie versucht sich ein neues Leben aufzubauen? Wird sich Hannahs und Marcos Weg noch einmal kreuzen? Und findet sie vielleicht doch noch ihre große Liebe?

Zu „Ein turbulentes Jahr“ soll es eine Fortsetzung geben, die halb fertig ist. Aber tatsächlich habe ich jetzt erst einmal einen Roman im Genre Young Adult Romance in Angriff genommen.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Da „Anstoß zum Glück“ gerade erst erschienen ist, habe ich erst mal keine weiteren Pläne. Ich arbeite erst einmal an dem neuen Buch und wenn es soweit vorzeigefähig ist, möchte ich es versuchen bei einem Verlag einzureichen.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Deichkicker Band 5: Susann (Andrés Schwester. André ist Protagonist in Band 4, Maurer und Mittelfeldspieler beim FC Deichkicker) zieht in die Wohnung über ihren Bruder, der immer noch nicht besonders gut auf sie zu sprechen ist, da sie ihre Tochter vor einiger Zeit einfach bei ihm gelassen und für ein halbes Jahr verschwunden war. Langsam bekommt sie ihr Leben einigermaßen in den Griff, aber es ist nicht immer ganz einfach. Das André ihr ständig Vorschriften macht, nimmt sie hin, weil ihr schlechtes Gewissen an ihr nagt, doch manchmal ist sie kurz davor auszurasten. Schließlich ist sie erwachsen und möchte nicht bevormundet werden. Schon gar nicht, wenn es darum geht, mit wem sie sich trifft.

Fortsetzung „Ein turbulentes Jahr“ ohne Titel: Während Emma und Jeremy verliebt ihre Hochzeit planen zieht auch Jenna nach Kalifornien. Sie hat in einem angesehenen Fotostudio eine Stelle als Fotografin ergattert. Da sie sich mit Emma wieder gut versteht, fällt ihr der Umzug nicht schwer, hat sie in Minneapolis doch keine Familie mehr. Als Einzelkind stand sie früh allein da, als ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Während sie sich in Kalifornien langsam einlebt, erreicht sie eine Nachricht, die sie erschüttert: Angeblich hat sie einen Halbbruder. Und er ist jünger als sie …

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Ganz genau kann ich das gar nicht sagen. Ich mache mittlerweile vieles anders und habe trotzdem das Gefühl irgendwie ahnungslos zu sein. Ich habe zwei unterschiedliche Plattformen ausprobiert und die eine für mich gestrichen, da ich dort nicht sehr zufrieden war. Doch für die Zukunft wünsche ich mir trotzdem etwas anderes. Ich muss erst noch schauen, ob sich meine Vorstellungen irgendwo umsetzen lassen.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem 1. Buch und dem jetzt?
Ich finde mein erstes Buch richtig schnulzig und mag es selbst nicht mehr gern lesen. Ich habe meinen Stil im Laufe der Zeit verbessert und glaube ich auch den Spannungsbogen besser im Griff.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Ich habe bislang nie versucht einen Verlag zu finden. Das ist etwas, was ich auch irgendwann versuchen möchte. Möglicherweise mit meinem zuvor erwähnten Young-Adult-Romance-Projekt.

Das Schwierigste ist in der Tat nicht das Schreiben an sich. Manchmal machen sich zwar die Figuren selbständig und es dauert etwas, bis so manche Szene oder vor allem das Ende funktionieren, aber im Großen und Ganzen ist das das geringste Problem. Anstrengend ist die Überarbeitung der Rohfassung. Hier steht weit mehr Konzentration an und es ist nicht so spannend, denn die Geschichte kenne ich dann ja und muss sie immer und immer wieder durcharbeiten und Kleinigkeiten verändern. Mir das Ganze erst mal auszudenken macht mehr Spaß 😊. Ich muss sagen, Werbung/Marketing liegt mir auch nicht sonderlich.

Hast du eine Schreibroutine?
Ich schreibe leider neben meinem Hauptjob. Somit fällt die Schreibzeit meist in die Abendstunden, manchmal nachmittags ein wenig. Im Großen und Ganzen klappt es so ganz gut, auch wenn ich gern wesentlich mehr Zeit für das Schreiben aufwenden würde. Da ich eh eine Nachteule bin, fällt meine Schreibzeit in meine energetische Komfortzone zwischen zwanzig Uhr und Mitternacht.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Ach, ich weiß nicht. Ich habe schon einige Vorgänge verbessert, bin aber längst noch nicht beim Optimum angekommen. Das Schreiben in Word abzuschaffen war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Das Buch zunächst durchzustrukturieren, bevor man losschreibt erleichtert den Prozess, auch wenn es in den Fingern juckt. Dann lieber einzelne Szenen schon mal separat schreiben. Aber erst mal ein Grundgerüst schaffen kann sehr gut helfen. Muss aber nicht.

 

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
In der Tat finde ich immer wieder Posts von Autoren, die mich inspirieren, es irgendwann mal genauso gut hinzubekommen. Gerade was interessanten Mehrwert für den Leser angeht.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Mich würde generell freuen, ein größeres Publikum zu erreichen. Im großen Dschungel der Selfpublisher ist es nicht einfach, gesehen zu werden. Da ich bislang nur positive Rückmeldungen zu meinen Büchern bekommen habe, denke ich, kann mein Weg nicht ganz verkehrt sein und ich freue mich, wenn ich irgendwann mehr Menschen erreichen kann. Ich habe jetzt eine Hompage, www.christinlindner.de und möchte dort Steckbriefe meine Protagonisten einstellen und interessante Informationen rund um die Deichkicker und später natürlich auch die Personen anderer Bücher. Bislang findet man hier ausschließlich die Klappentexte meiner Bücher und die Cover. Ich freue mich über jeden Besucher und arbeite daran den Inhalt auszubauen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Besonders gefreut habe ich mich über erste positive Rezensionen von „fremden“ Menschen. Es ist ein ganz anderes Gefühl, wenn ein unbekannter Mensch begeistert von meinem Buch ist, als wenn es jemand aus der Verwandtschaft oder dem Freundeskreis ist. Ich schätze es sehr, dass einige Personen in Verwandtschaft und Freundeskreis meine Bücher gern lesen und sich auf Neues von mir freuen. Ich weiß, dass sie mich ehrlich kritisieren und fordere das auch ein, denn nur so habe ich die Möglichkeit Dinge zu verbessern. Trotzdem ist es eine tolle Bestätigung, wenn auch Außenstehende positives Feedback geben.

 

Eine kleine Kostprobe…

Aus „Anstoß zum Glück“:

Schon am folgenden Wochenende wurden Andrés Pläne gewaltig durcheinandergebracht. Die Türklingel riss ihn am Samstagmorgen aus dem Schlaf. Er richtete sich erstaunt auf und schüttelte den Kopf, um seine Müdigkeit loszuwerden. Da es schon wieder läutete, schwang er die Beine aus dem Bett und ging zur Haustür.

André blinzelte. Auf der Türschwelle standen Susann und Merle.

„Zieh dir mal was an!“, wies seine Schwester ihn zurecht.

Er trug lediglich Schlafshorts. „Ich habe mich beeilt. Du hast mich geweckt.“

„Es ist spät genug.“ Sie hielt ihm beinahe anklagend ihr Handy mit der Uhrzeit vor die Nase. Zehn Uhr zweiunddreißig. „Scheiße, du hast ne Fahne!“

„Ich war gestern aus.“ Er sah die Tasche in der Hand seiner Schwester. „Hab ich was verpasst?“

„Du hast gesagt, du wolltest mal wieder was mit ihr machen. Bitte.“ Sie hielt ihm das Gepäck hin.

Statt danach zu greifen, bat er Merle ins Haus zu gehen bevor er Susann versuchte streng anzusehen. Mit seiner, wie er festgestellt hatte, vom Feiern leicht kratzigen Stimme fragte er sie, „sprechen wir so etwas nicht eigentlich ab?“

„Ich brauche mal eine Pause von ihr. Ich möchte auch mal ausgehen. Du warst gestern aus. Reicht das nicht?“

André hatte seine Nichte gern um sich. „Okay. Ich habe erst morgen ein Spiel. Ich überlege mir, was wir zusammen machen können. Ich bringe sie dir dann heute Abend nach Hause“, lenkte er ein.

Susanns Augen wurden bei diesem Vorschlag vor Entsetzen groß, statt dankbar einen weicheren Ausdruck anzunehmen. „Nein! Sie soll hier schlafen. Ich möchte mal abends weg. Und Mama hat keine Zeit“, beantwortete sie seine noch nicht gestellte Frage.

André seufzte. „Mein Spiel ist morgen Vormittag. Ich müsste sie dann gegen neun wieder zu dir bringen.“

„Das ist zu früh. Bitte nimm sie doch mit zum Spiel. Sie ist lieb. Sie guckt dir bestimmt gerne zu. Sie vergöttert dich.“

„Mit Warmmachen und anschließend Duschen, sind wir sicher drei Stunden auf dem Fußballplatz. Eher länger. Es ist kalt.“ Seine Schwester sah ihn flehend an. „Okay. Irgendwie kriege ich das hin. Dann kommt sie erst morgen Abend wieder. Ist dir das recht?“

„Danke“, fiel sie ihm um den Hals. „Wer ist das denn?“ Susann ließ ihn los.

André sah hinter sich, wo die Frau, die gerade noch in seinem Bett gelegen hatte, im Flur erschienen war und wenig amüsiert die junge Mutter bei ihm anstarrte. Mist, wie war gleich ihr Name? Jetzt sah sie ihn beinahe auffordernd an. „Äh …“

„Scheiße, hast du ein Kind? Ist das deine Ex?“, fragte die Unbekannte fassungslos.

„Nein, meine Schwester mit ihrer Tochter … wie war noch dein Name?“

Jetzt lief sie vor Wut rot an. „Blöder Penner!“ Sie rauschte ins Schlafzimmer und kehrte wenig später vollständig bekleidet zurück. Während sie die Tür passierte, stieß sie ihn unsanft beiseite.

Eine Weile sahen André und seine Schwester der Frau nach. Dann nickte Susann ihm zu und verschwand auf dem gleichen Weg.

 


Christin Lindner

 

 

  • Mitten in die Elf (Deichkicker 1), E-Book 3,49 Euro, TB 10,99 Euro. Auf amazon* bestellen.
  • Und dann kam alles anders … (Deichkicker 2), E-Book 3,49 Euro, TB 10,99 Euro. Auf amazon* bestellen.
  • Lack und Vorurteile (Deichkicker 3),  E-Book 3,49 Euro, TB 9,99 Euro. Auf amazon* bestellen.
  • Anstoß zum Glück (Deichkicker 4), E-Book 3,49 Euro, TB 12,99 Euro. Auf amazon* bestellen.

Bis Ende Juni gibt es alle E-Books zum Einstiegspreis von 0,99€ für alle, die mit der Reihe beginnen wollen.

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

Anne Granert #ProjektArbeitstitel

Anne Granert #ProjektArbeitstitel

Anne Granert #ProjektArbeitstitel

Heute begrüße ich wieder eine großartige Autorin und einen absolut lieben Menschen bei #ProjektArbeitstitel: Anne Granert! Wenn ihr süßes Lächeln nicht reicht, um sie sofort super sympathisch zu finden, dann vielleicht, was sie euch über den Schreibprozess verrät…

Moin Moin, ich bin Anne und komme aus dem echten Norden Schleswig-Holstein.

Eines Nachts vor knapp 4 Jahren ereilte mich im Traum eine Szene zweier in Boston lebender Fremdweltler, die mich nicht mehr losließ. Bislang hatte ich erfolglos versucht, eine Fantasywelt zu erschaffen, war jedoch oft gescheitert. In dem Traum war dagegen alles so glasklar, dass eine Urban-Fantasy-Trilogie mit knapp 300.000 Wörtern entstanden ist, von denen ich die ersten beiden Bände bereits veröffentlicht habe (Des Sandes Widerhall/ Des Wassers Wiederkehr). Band 3 soll im Sommer 2020 folgen und ein Spin-Off ist auch in Planung.

Ich habe das große Glück, bei meinen Büchern mit Künstlern wie Marie Graßhoff und Anja Uhren zusammenzuarbeiten. Nebenbei arbeite ich an kleineren Projekten, darunter auch ein weihnachtliches Goodie für Kinder.

 

Die Talentierten und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Bislang habe ich mich am Genre Urban-Fantasy ausprobiert, was mir irre gut gefällt und bei dem ich langfristig auch bleiben werde. Langsam verbessert sich mein Schreibstil und mein Schreibhandwerk, meine tolle Lektorin Saskia Weyel (Zeilenrausch Lektorat) hat einiges dazu beigetragen. Daher arbeite ich nun zusätzlich an einer Belletristik-Frauen-Freundschafts-Geschichte, die mir sehr am Herzen liegt und die ich unter dem Pseudonym Marie Friedrich herausbringen werde.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Das Belletristik-Projekt spielt um Weihnachten herum. Daher ist eine Veröffentlichung im Herbst angedacht. Mitte Juli geht es ins Lektorat zu Alisha Schulz und dann habe ich noch ein paar Wochen für die Überarbeitung und das Korrektorat. An dem Buchsatz probiere ich mich selber aus, aber das Cover wird von Anja Uhren gestaltet.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
In dem Belletristik-Projekt geht es um eine Frauen-Freundschaft, die durch eine Krebserkrankung wieder aufblüht. Das Projekt für Kinder ist noch streng geheim. Achtung, geflüsterter Spoiler: Es hat was mit Weihnachten zu tun und ich darf mit der großartigen Künstlerin Anja Uhren zusammenarbeiten.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Die Welt geht nicht unter, wenn man Fehler entdeckt. Notfalls hilft eine Neuauflage. Und Leser sind natürlich subjektiv. Des einen Leid ist des anderen Freud und ich habe selten so unterschiedliche Meinungen zu Charakteren gehört, wie zu meiner Protagonistin Sunna.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem ersten Buch und dem aktuellen Projekt?
Da ich zurzeit ein Belletristik-Projekt verschriftliche, ist ein anderes Genre der Hauptunterschied. Aber auch der Schreibstil ist anders. Im Urban-Fantasy-Bereich schreibe ich lockerer von der Leber weg, bisweilen ziemlich ironisch und lustig. Das Belletristik-Projekt fordert mich anders heraus und ich habe diesbezüglich meinen Stil noch nicht gefunden.

 

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Als Selfpublisherin kann ich alles so und dann machen, wie ich möchte. Vielleicht ist dann eher die Herausforderung, mit selbstgewählten Deadlines zu arbeiten? Ich glaube, meine Herausforderungen sind von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Bei der Urban-Fantasy-Trilogie ist es das Plotting, weil ich sieben Hauptcharaktere miteinander verwebe. Zurzeit sagt mir mein Schreibstil im Belletristik-Projekt nicht zu und stellt mich vor eine sehr große Herausforderung. Werbung habe ich selbst in der Hand und da bleibe ich ganz entspannt. Ich habe noch eine kleine Familie und einen Brotjob, da kann ich nur die Sachen machen, die wirklich Spaß bringen, so wie Instagram zum Beispiel.

Hast du eine Schreibroutine?
Da ich als alleinerziehende Mutter neben dem Brotjob schreibe, muss ich mich gut organisieren und disziplinieren. Die Kinder haben absoluten Vorrang – alles andere kommt danach. Also schreibe ich an freien Tagen und abends. Wenn ich richtig im Flow bin, kann es schon passieren, dass ich um  4 Uhr morgens aufstehe. Allerdings sind meine Kinder noch in dem Alter in dem sie dann schnell an den Schreibtisch folgen. Also mache ich das nicht zu oft.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Einfach schreiben, du überarbeitest sowieso noch etliche Male. Handlettering, Lithografie, Postkarten, Blumenpressen, Serien gucken und Häkeln sind Formen von Prokrastination. Lass sie, schreib!

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
In erster Linie meine Lektorin Saskia Weyel, ohne sie wäre es nie zur Urban-Fantasy-Reihe Die Talentierten gekommen. Generell orientiere ich mich gerne an Künstlerinnen wie Anja Uhren oder Pam Grout und Liz Gilbert.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Ich möchte gerne alle Plott-Enden meiner Trilogie Die Talentierten sinnig voreinanderbekommen. Außerdem wünsche ich mir für das Belletristik-Projekt einen schönen Twist im Schreibstil. Und natürlich, dass beide Werke Leser*innen begeistern und ihnen etwas mitgeben, und sei es nur ein dickes und fettes Grinsen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Als mich die Twentysix.de-Jury zu einem Coaching nach Frankfurt auf die Buchmesse einlud und mein Werk zum Top-Titel kürte.

 

Eine kleine Kostprobe…

Prolog, LIAM (Des Mondes Widerstand – Die Talentierten 3, VÖ 2020)

»Das ist doch Wahnsinn!« Liam rieb sich die grau-glänzende Wange und verzog angewidert den Mund. »Selbst wenn ich wüsste wie, würden mich keine zwei kurvigen Nymphen dazu bringen, dich zu verwandelt. Du hast doch einen Sockenschuss.« Wütend stapfte er auf. Die dreckige Bodenfliese in der Bahnhofshalle zerbrach mit einem dumpfen Klirren.

»Pst«, zischte Jack und schob Liam in die hintere Ecke zwischen den verwaisten Schließfächern. Zumindest versuchte er das.

»Was soll das werden?«, fragte Liam trocken.

»Ich schiebe dich weiter in die Ecke.«

»Aha«, antwortete Liam, machte einen Schritt zurück und brachte Jack zu Fall. Er verschränkte die Arme vor der schmalen Brust und musterte seinen ehemaligen besten Freund von oben bis unten. Abendsonne schien durch verschmutzte Milchglasscheiben auf Jacks Haupt und veränderte sich zu verdünntem Blut.

Blut.

Liams Magen krampfte sich zusammen. Blut – hatte er noch welches? – rauschte in seinen Ohren und kämpfte mit seinen neuen, empfindlichen Sinnen um die Herrschaft.

Tausende von Eindrücken preschten auf Liam ein. Die tickende große Bahnhofsuhr. Die umblätternden Buchstaben und Zahlen in den Anzeigen. Entkräftetes Stöhnen einer alten Frau beim Erklimmen der steilen Treppe. Das feine Surren eines Kooati-Schwanzes, der am Saum eines langen Mantels entlangschwingt. Dicke Menschenfinger, denen der Schiebegriff des Reißverschlusses entgleitet. Die Säure des Filterkaffees bei Starbucks. Nein, das war nicht der Filterkaffee, das war der Mundgeruch eines Schaffners.

»Was hast du?«, fragte Jack. Er rieb sich den Arm, sein Sturz war auf dem rechten Ellenbogen geendet. Den Dreck von seiner taupefarbenen Jeanshose klopfend richtete er sich umständlich auf.

»Hunger«, knurrte Liam.

Jack wich zurück, die Augen erschrocken aufgerissen.


Anne Granert

 

Bereits veröffentlicht:

  • Des Sandes Widerhall – Die Talentierten 1, auf amazon* kaufen (24.01.2019)
  • Des Wassers Wiederkehr – Die Talentierten 2, auf amazon* kaufen (12.04.2019)

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Nika Sachs #ProjektArbeitstitel

Nika Sachs #ProjektArbeitstitel

Nika Sachs #ProjektArbeitstitel

Eine wahnsinnig talentierte Autorin, deren einzigartige Entwicklungsromane um ihre liebenswert angeknacksten Figuren Lukas, Inga und Silas viel mehr Aufmerksamkeit verdienen. Meine Rezension zu Schneepoet findet ihr auch hier auf dem Blog. Nika Sachs hat außerdem bereits einige Erfahrungen gesammelt, an denen sie uns heute hier teilhaben lässt.

Ich bin Nika, irgendwas knapp über 30 und Geschichtenverrückt, seit ich denken kann.

Mein erstes Buch habe ich geschrieben als ich vierzehn war. Leider fiel es einem PC-kurzschluss zum Opfer. Damals war kam mir der Gedanke noch nicht, dass ich meine Texte regelmäßig extern speichere. Nach langer Pause über mehrere Jahre begann ich mit Anfang Zwanzig wieder mit dem Schreiben und stellte 2015 mein Debut „Namenlos“ fertig. Danach war es um mich geschehen und ich schrieb in drei Jahren vier weitere Bücher. Leider ist am Ende der Zeit immer noch so viel Idee übrig.

Nach dem Buch ist vor dem Buch.

 

Schneepoet und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Derzeit schreibe ich am fünften Band der Reihe über meinen Protagonisten Luc und seine Familie. Da er bereits den fertigen Titel hat, kann ich noch nicht so viel verraten. Allerdings laufen meine Bücher gedanklich jederzeit als „Textbaustelle“ in meinem Hirn. Hin und wieder arbeite ich zwischendurch außerdem an einem Jugendbuch, das phantastische Elemente hat. Dieses Projekt hat in der Tat bisher keinen Arbeitstitel. Meine Projekte wachsen aus Alltagsgründen derzeit viel langsamer als bisher, aber nicht mit weniger Freude und Ideen. Eben nur ein bisschen mehr durch die Grauzone Leben ausgebremst als sonst.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Am liebsten würde ich bis Ende des Jahres mit dem aktuellen Luc veröffentlichen. Aber ich mag mir auch genauso viel Raum für seine aktuelle Lebensphase lassen, die mir nach den letzten drei Bänden Familienchaos sehr am Herzen liegt. Meine Protagonisten verändern sich und ich mich mit ihnen. Das erfordert immer neue Herangehensweisen beim Schreiben.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Tatsächlich habe ich über zehn angefangene Manuskripte im Bereich Jugendbuch bzw. Roman und Novelle. Und daneben habe ich noch ein paar weitere Ideen, die alle nach und nach reifen und sich in einen möglichen Weiterführungsprozess einreihen. Wahrscheinlich haben meine Projekte alle ein bisschen Melancholie, Philosophie und Faszination Alltagsmagie gemeinsam, da bleibe ich mir treu.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Dass mir ein Vertrag bei einem konventionellen Verlag nichts bedeutet, wenn ich nicht ich bleiben kann.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem ersten Buch und dem aktuellen Projekt?
Ich schreibe routinierter in Bezug auf Technik des Schreibens und die Sprache der Protagonist*innen und befasse mich eigentlich direkt nur noch mit ihren Gedanken und Entwicklungen.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Der Anspruch an mich selbst. Ich will es immer und immer wieder selbst lesen können ohne mich daran zu stören. Dabei geht es mir weniger um die genaue Wortwahl, etwaige Fehler im Sprachbild oder offene Fragen, ob eine andere Option an dieser oder jener Stelle besser gewesen wäre. Ich versuche immer das Bild eines Gefühls wiederbringbar mit Worten zu „zeichnen“. Wenn ich das Gefühl, das ich beim Schreiben hatte, beim Lesen immer wieder habe, bin ich glücklich. Da ich meine Bücher bisher selbst verlege und überwiegend selbst gestalte bzw. entwerfe, bin ich unabhängig. Werbung mache ich kaum, dafür fehlt mir die Zeit. Ich hoffe immer, dass meine Geschichten gefallen und sich, wenn auch langsam, durch die Leser in der Welt verteilen.

Hast du eine Schreibroutine?
Ich schreibe entweder, wenn ich Zeit und den unausweichlichen Drang dazu habe oder wenn ich eine grobe Idee habe und in naher Zukunft einen freien Abend dazu habe. Am besten schreibe ich abends bis spät in die Nacht oder vormittags. Da ich studiere und zudem in einem Angestelltenverhältnis arbeite, bin ich derzeit nicht so flexibel wie bei den Büchern, die ich bisher veröffentlicht habe.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Noch weniger Erwartungen an Wirtschaftlichkeit der Kreativität zu stellen, dafür aber an die Qualität der Arbeit. Man kann es niemals allen recht machen und schreiben um gezielt damit zu verdienen finde ich sehr restriktiv für die Kreativität.

Wie ist es, gemeinsam mit anderen ein Buch zu schreiben?
Für den aktuell veröffentlichten Band „Abseitsliebe“ durfte ich ein ganzes Kapitel gemeinsam mit Nicole Neubauer schreiben und mir ihren Protagonisten Hannes Brandl „ausleihen“, der auf Luc trifft. Nicole ist meiner Meinung nach eine fabelhafte Krimiautorin und gegen meine Befürchtung hat das super geklappt, dass wir beim gemeinsamen Schreiben (an zwei Laptops im gleichen Raum) auch den jeweils fremden Protagonisten übernommen haben. Ich habe definitiv Lust, noch einmal ein gemeinsames Autorenprojekt anzugehen.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Mich inspirieren viele Menschen, weil sie ein Netz aus Erkenntnissen, Strukturen und Konzepten in sich tragen. Aber einige haben mir so viel Anerkennung für meine Arbeit zukommen lassen, dass mich das schon sehr motiviert, weiterzuschreiben.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Den ersten Teil von Lucs Tagebüchern als Kunstprojekt zu verfilmen. Und vielleicht noch ein paar Leser mehr, denen meine Bücher Türen zu sich selbst öffnen oder ihnen einen anderen Blickwinkel ermöglichen, um andere besser zu verstehen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Dass ich Leser*innen habe, die meine Geschichten auch im realen Leben mit sich weiterführen wollen.

 

Eine kleine Kostprobe…

Diese Szene entstammt aus dem fünften Buch um Lukas, Inga, Silas und Véro, welches sich noch in Arbeit befindet.

Das war das hässlichste Geräusch seit Langem. Dabei hat der Tag vorhin so vielversprechend begonnen. Ich werfe der zugefallenen Tür einen wehleidigen Blick zu. Post aus dem Briefkasten holen wollte ich, jetzt habe ich mich ausgesperrt. Lukas hat mir zwar letztens gesagt, wo ich den Ersatzschlüssel finde, aber weil ich ihm wie immer nur so halb zugehört habe, weiß ich es natürlich jetzt nicht mehr. Shit.

Nachdem ich im Garten die gängigen Verstecke dummer Menschen für einen Ersatzschlüssel abgeklappert habe ohne fündig zu werden, mache ich meinem eigenen Dasein als dummer Mensch alle Ehre. Ich klettere barfuß auf den Kirschbaum und von dort auf das Garagendach. Hoffentlich sieht mich niemand dabei, wie ich es jedem potenziellen Einbrecher vormache, uns zu überfallen. Mit etwas Anlauf schaffe ich es auf das flache Vordach. Von hier ist es leicht, über die Schindeln zum Badezimmerfenster rüber zu kriechen, das ich vorhin offengelassen habe. Okay, ich dachte das zumindest. Das Dach ist steiler und rutschiger als gedacht. Scheiße, scheiße, denke ich. »Drei Meter, du Muschi!«, sage ich zu mir selbst. Nach etwa zwei Metern geht mir die Kraft aus. Ich wäge ab, ob es sich ungefährlicher vom Dach rutschen lässt, oder ob ich besser ein paar Minuten warte, bis ich den Rest auch noch schaffe. Die Nachbarn mit einem Hilferuf zu mobilisieren scheint mir keine Option. Dann heißt es wieder ›Die Kartoffeln!‹

Ich entschließe mich, zu warten.

»Madame?«, ruft jemand. Das hat mir gerade noch gefehlt.

Ich drehe mich langsam um, in der Hoffnung, dass ich nicht gleich mit samt den Schindeln den Abflug mache. Mit in die Hüften gestemmten Händen steht er da und glotzt zu mir hoch, als wäre ich das einzige Problem in seinem Leben. Ich zeige langsam auf mich selbst. Bloß keine hektischen Bewegungen.

Der weißhaarige Hobbit nickt. »Qu’est-ce que vous faites là, hein?«

Ja, was mache ich hier wohl … Ich seufze und sehe mich um. Scheiße. Dann zucke ich mit den Schultern. »J’habite ici.«

»Vraiment?«

Ich nicke. Natürlich wohne ich hier!

Der Hobbit textet mich zu, aber ich verstehe nichts davon, weil er redet wie ein Wasserfall und ich seiner Sprache nicht mächtig bin. In der Hoffnung, es mir nachhaltig zu verkacken und ab sofort meine Ruhe zu haben, sage ich wehleidig die drei magischen Worte: »Je suis allmande.«

»Mon dieu!«, stöhnt er. Ich könnte gerade losprusten, so lustig finde ich sein Gesicht.

Der Hobbit flüchtet mit großen Schritten für so einen Zwerg, ich widme mich wieder der Aktion Dachfenster. Kurze Zeit später schleift etwas über unseren Steinweg.

»Attention, Foiärrrwärrr!«, ruft er mir zu. Dann stellt er die Leiter an die Hauswand und verschwindet aus meinem Sichtfeld. Ich glotze auf die Regenrinne und gehe durch, was ich gefrühstückt habe. Lukas hat mir bestimmt LSD ins Müsli gemischt. Kommt mich gerade ein bretonischer Hobbit vom Dach retten, der auf Deutsch – oder so was Ähnliches, Bestimmt hat er das im Panzerhandbuch gelernt – Feuerwehr ruft?! Okay, Leben, eins zu null für dich.


Nika Sachs

 

Worum geht’s in „Schneepoet“?
Luc ist innerlich zerissen. Zwischen seiner Identität, seiner Entscheidung die Liebe seines Lebens Inga zu verlassen, zwischen Deutschland und Frankreich. Er flüchtet sich zu seinem Zwillingsbruder Silas nach Paris, wo er Heilung und Ablenkung in Exzessen sucht. Frauen, Drogen – nichts stillt dauerhaft seinen Hunger nach Liebe. Im Kampf gegen sich selbst, seine bipolare Störunge und selbszerstörerischen Tendenzen begleiten wir Luc in Form von Tagebucheinträgen. Wir sehen die Welt mit seinen Augen, erhalten Einblick in seine verletztliche, poetische Seele.

 

Ihre bisherigen Veröffentlichungen:
  • Schneepoet (Band 1), auf amazon* kaufen, ISBN 978-374073164
  • Karmapoet (Band 2), auf amazon* kaufen, ISBN 978-3740743659
  • Abseitsliebe (Band 3), auf amazon* kaufen, ISBN 978-3740735777
  • Am Horizont Schwarz (Spin Off), auf amazon* kaufen, ISBN 978-3740734312
  • Namenlos (Novelle), auf amazon* kaufen, ISBN 978-3741205149
  • Mitheerausgeberin der Anthologie „Sehnsuchtsfluchten“, auf amzaon* kaufen, ISBN 978-3740730710

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Matthias Thurau #ProjektArbeistitel

Matthias Thurau #ProjektArbeistitel

Matthias Thurau #ProjektArbeitstitel

Hallo zusammen! Wie schön, dass ihr wieder dabei seid. Ich darf heute mit Matthias Thurau den ersten Herren in der Runde dieses Projekts vorstellen:

Ich heiße Matthias Thurau, bin 33 Jahre alt, lebe in Dortmund und schreibe bereits mein Leben lang. Auf alten Grundschulzeugnissen findet man die ersten Hinweise darauf. Offenbar war das erwähnenswert. Mit 13 fing ich an, Lyrik zu schreiben, und blieb einige Jahre dieser Gattung treu. Seitdem fühle ich mich als Autor. Inzwischen schreibe ich Romane, Erzählungen und weniger Lyrik.

Als Teenager kam ich zum Schreiben, um Probleme mit meiner Umwelt zu verarbeiten. Lyrik bietet die Möglichkeit, Dinge auszudrücken, die man nicht in exakte Worte fassen kann. Indem man Bilder und Gefühle erzeugt, transportiert man Inhalte, über die man möglicherweise noch nicht zu sprechen bereit ist.

In meinem Leben habe ich mehr oder minder freiwillig verschiedenste Milieus, Szenen und vor allem Menschen kennengelernt: Linke, Rechte, Metalheads, Punks, Kriminelle, Junkys, Alkoholiker, Arbeiter, Musiker, Studenten, Soldaten, Gläubige und viele viele mehr. Das ein oder andere war oder bin ich auch selbst.

Vieles davon war nicht schön, aber hat mich mit einer Menge Stoff versorgt, den ich nun literarisch verarbeite. Es handelt sich bei meinen Werken thematisch also nicht gerade um leichte Kost. Allerdings lockere ich meine Geschichten gerne mit Humor auf. Wie im echten Leben: etwas Lustiges findet man noch im schlimmsten Leid.

Bisher habe ich noch keine Veröffentlichungen vorzuweisen. Sofern keine Katastrophe mehr dazwischenkommt, werde ich aber noch diesen Monat meinen ersten Roman „Sorck“ im Selbstverlag herausbringen.

 

 

Sorck und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
„Sorck“ ist ein Reiseroman und gleichzeitig so viel mehr als das. Die Geschichte handelt von Martin Sorck, der bei einem Wohnungsbrand alles verliert, von zwei Koffern und einem Kreuzfahrtticket abgesehen. Auf der Reise muss er eigentlich sein Leben sortieren und schauen, wie es danach weitergehen soll, aber es geschehen viel zu viele skurrile Dinge, als dass er wirklich Zeit dazu fände. Wichtig bei diesem Projekt war mir, dass es auf mehreren Ebenen funktioniert. Man kann es lesen und die Story genießen und lachen. Man kann den Roman allerdings auch tiefergehend interpretieren und beispielsweise versteckte Details und Bezüge zu Mythologie, Religion, Literatur, Kunst und Philosophie finden.

 

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
„Sorck“ ist weitestgehend fertig. Der Roman ging durchs Korrektorat und durchlief einen professionellen Buchsatz. Was fehlt, ist das Cover. Daran arbeite ich derzeit mit einem guten Freund, der zum Glück auch Ahnung hat. Es dürfte in Kürze bereit sein. Dann kann ich veröffentlichen. Hier könnte man anmerken, dass man das Cover idealerweise sehr früh fertig haben sollte, um gut damit werben zu können. Daran dachte ich allerdings noch nicht, als ich mir in den Kopf setzte, den Roman zu veröffentlichen.

Alles Weitere sind ein paar Klicks und Werbung. Noch immer habe ich ein seltsames Gefühl dabei, meine eigenen Werke zu vermarkten. Zweifel an der Qualität habe ich nicht, sondern will mich nicht aufdrängen. Das kennen sicherlich viele. Ich hoffe einfach, dass ich mehr Interesse als Widerwillen damit wecke. All die anderen Projekte brauchen noch mindestens eine Überarbeitungsrunde, Lektorate, Korrektorate und Cover. Dennoch hoffe ich noch auf mindestens eine weitere Veröffentlichung dieses Jahr.

 

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ideen für die nächsten Veröffentlichungen habe ich en masse. Einige davon sind bereits weit fortgeschritten und beinahe fertig, andere bloß Notizen. Hauptsächlich handelt es sich um Erzählungen.

Als nächstes wird eine kurze Dystopie kommen, die das Schicksal einer einzelnen Person darstellt und dadurch einen Teil des Staatsapparats und der herrschenden Gesellschaftsordnung. Sie trägt den etwas sperrigen Arbeitstitel „Wiedereingliederungsverfahren“.

Danach folgt eine weitere gesellschaftskritische Geschichte und eine, die das Thema Verlust behandelt. Sie sind bisher mit „Der Tod in Porto I“ und „Der Tod in Porto II“ betitelt, weil sie beide auf einer Portugal-Reise entstanden. Zwei kafkaeske Erzählungen warten noch und die Idee für den nächsten Roman steht auch bereits. Irgendwann soll definitiv noch ein Lyrikband erscheinen, aber damit lasse ich mir Zeit. Ob es also dieses Jahr noch klappen wird, weiß ich nicht.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Mein Schreibprozess beginnt mit viel Gedankenarbeit und Planung. Ich stelle Ideensammlungen zusammen, prüfe, wie und ob die Ideen zusammenpassen, sammele Material und recherchiere. Dann schreibe ich. Nach einer Pause von mehreren Wochen oder sogar Monaten überarbeite ich. „Sorck“ habe ich auf diese Weise geschrieben und das Manuskript dann weggelegt. Nach einer fast sechsmonatigen Pause habe ich es etwa drei Monate lang täglich bearbeitet, um am Ende ein anderes, runderes und 65 Seiten dickeres Manuskript zu haben. Um den Arbeitsaufwand zu verbildlichen: der Roman wird 252 Seiten (inklusive Impressum, Triggerwarnung etc.) umfassen, aber ich neben mir liegt ein Stapel mit etwa 800 bis 1000 Seiten an Ideensammlungen, Notizen, Hintergründen, Plänen und Arbeitsschritten dafür.

Dennoch empfinde ich das Drumherum der Veröffentlichung um vieles anstrengender als den kreativen Prozess. Klappentext, Autorenvita, Kurzbeschreibungen, Einordnung in Genres, Keywords und all das, was ich als Neuling in Sachen Selfpublishing zu lernen hatte. Und natürlich die Werbung sowie der Social Media Auftritt. Ich gehöre zu den etwas altmodischen Schriftstellern, die am liebsten nur schreiben würden und möglicherweise ein paar zusätzliche Essays veröffentlichen, um den Schreibprozess und die Ideengeschichte aufzuzeigen. Instagram und besonders Twitter haben zwar viele Vorteile, aber eigentlich bin ich eine recht private Person und würde auf viele Posts verzichten, wenn es heutzutage noch möglich wäre. Bedenkt man das alles, wäre ein Verlag vermutlich die bessere Lösung gewesen. Doch „Sorck“ musste endlich veröffentlicht werden, also mache ich das eben selbst.

 

Hast du eine Schreibroutine?
Einen festen Ablauf habe ich nicht. Ich arbeite täglich an meinen Werken. Alle zwei bis drei Wochen gibt es mal einen Tag, an dem ich nichts daran tue. Üblicherweise bin ich vormittags am produktivsten, habe dann ein Mittagstief und kann nachmittags weitermachen. Abends entspanne ich mich. Manchmal packt es mich auch und ich schreibe 10 oder 12 Stunden an einem Tag. In manchen Phasen schlägt sich diese Arbeitsweise als Flexibilität nieder. Dann wird mein restliches Leben davon nicht tangiert. In anderen Phasen allerdings wird dadurch jede Planung zerschlagen und ich verschiebe Treffen, trainiere und esse nicht mehr regelmäßig. Das Schreiben steht dann an erster Stelle. Alles und jeder andere wird untergeordnet.

Das hat zwei Hauptgründe: Einerseits das altbekannte „Ich kann nicht nicht schreiben“, also ein Getriebensein, andererseits die Tatsache, dass ich das Schreiben als einen Lebenssinnersatz betrachte. Dürrenmatt schrieb einmal, dass der Mensch alles aushalten könne, sofern er einen Sinn darin erkennen könne. Ich kenne nichts, was einem höheren Sinn näherkäme, als das Schreiben. Ohne diese Arbeit kommt mir mein Leben leer vor.

Schreiben ist mein Beruf, aber leider noch nicht meine Haupteinnahmequelle.

 

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
„Wenn du glaubst, das Werk sei fertig, glaub dir nicht!“

Man sollte Manuskripte eine Weile ruhen lassen und dann vollständig überarbeiten. Zwar muss es irgendwann abgeschlossen werden, aber selten ist es bereit für eine Veröffentlichung, wenn man es zum ersten Mal dafür hält. Ansonsten hat mein Vergangenheits-Ich im Rahmen seiner Möglichkeiten alles richtig gemacht. Es dauert seine Zeit, bis man reif genug schreibt, um an die Öffentlichkeit zu treten, und genug erlebt hat, um etwas von Bedeutung erzählen zu können. Diese Zeit habe ich mir genommen.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Über meine literarischen Vorbilder und Inspirationen spreche ich immer gerne.

Es gibt eine ganze Reihe von Autoren und Werken, die für mich und meine Arbeit wichtig sind. Häufig fällt mir erst nach Fertigstellung einer Geschichte auf, an wen oder was sie mich erinnert. „Sorck“ enthält Bezüge und Parallelen zu verschiedenen Vorbildern, aber in einer Mischung, durch die es niemals wie eine Kopie klingt. Das hoffe ich jedenfalls.

Am deutlichsten sind wohl die Einflüsse von Hermann Burger, Albert Camus, Hermann Hesse und Franz Kafka im Roman. Sprachlich und durch die Vermischung scheinbar nicht zusammengehöriger Storyelemente erinnert er an Burger, philosophisch an Camus, aufgrund des Protagonisten und der Struktur an Hesse und aufgrund mancher Szenen an Kafka. Was Alkohol und Drogen angeht, könnte man auch an Hunter S. Thompson, Charles Bukowski oder Henry Miller denken, die ich ebenfalls gern gelesen habe.

„Der Tod in Porto II“ ist stark von Hermann Hesse inspiriert (besonders vom Gedicht „Stufen“), während „Wiedereingliederungsverfahren“ einen Teil Orwell und einen Teil Kafka mit einer Liebesgeschichte verstrickt.

Als generelle Einflüsse sollte ich die Liste noch um Jorge Luis Borges, Daniel Kehlmann, Sartre, eine handvoll Graphic Novel Autoren und Philosophen erweitern. Die Liste ist also zu lang, um ins Detail zu gehen, was mich an welchem Vorbild besonders fasziniert. Meine Freunde können jedoch bestätigen, dass ich über jeden einzelnen von ihnen stundenlang begeistert erzählen kann, ohne darauf zu achten, ob es jemanden interessiert.

An den Namen kann man unschwer erkennen, was ich am liebsten lese. Etliche Einflüsse brachten mir damals auch die Jahre des Studiums (Komparatistik und Philosophie). Hinzu kommen natürlich noch persönliche Erlebnisse, die meine Hauptinspirationsquelle darstellen.

 

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Für mich wird „Sorck“ ein Erfolg sein, wenn die Verkaufszahlen mindestens dreistellig sind. Mir geht es dabei nicht ums Geld – wäre auch ein schlechter Ansatz bei meiner Art des Schreibens –, sondern darum, meine Gedanken zu verbreiten und Leser*innen zu finden, die sich davon angesprochen fühlen. Entsprechend ist es mir lieber, wenn 100 Leser*innen mein Werk kaufen und es lieben, es ihnen vielleicht sogar hilft, als wenn 1000 Leser*innen es kaufen und dann vergessen.

Ich wünsche mir, dass meine Texte die Leser*innen so intensiv beschäftigen, wie meine Lieblingstexte mich beschäftigt haben und es noch immer tun. Gute Bücher verändern ein Leben. Selbstverständlich würde ich zusätzlich gerne in Zukunft vom Schreiben leben können. Konkretere Ziele umfassen die Veröffentlichung von ein bis zwei Erzählungen noch in diesem Jahr, zwei im nächsten sowie einen Roman und einen Lyrikband.

 

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Es gab ein paar schöne Momente. Ein Leser interpretierte ein Gedicht von mir und zeigte auf, welche Passagen ihn besonders berührten, und eine Testleserin erzählte mir mehreren Wochen, nachdem sie eine Geschichte („Der Tod in Porto I“) gelesen hatte, dass sie noch immer darüber nachdenke. Beides entspricht genau der Wirkung, die ich erreichen möchte. Meine Werke sollen keine kurze Ablenkung vom Leben sein und keine kurzlebige Unterhaltung, sondern sollen etwas auslösen. Was das genau ist, hängt von der Leserin/dem Leser ab. Mehr als einmal bin ich auf reges Interesse für meine Geschichten gestoßen, wenn ich davon erzählte. Solche Momente geben Mut.

Außerdem war ich häufig beeindruckt von der Hilfsbereitschaft anderer Selfpublisher*innen und Lektorinnen, von denen ich so vieles habe lernen können. Das habe ich mir übrigens als Vorbild genommen und helfe selbst gern, wenn jemand tatsächlich weniger Ahnung haben sollte als ich.

 

Eine kleine Kostprobe…

Das hier ist der Anfang von „Sorck“, meinem Debütroman:

So, wie Martin Sorck am Bordstein stand, hätte man ihn für vieles halten können. Oder auch für sehr wenig.

Im Schein der Flammen und Blaulichter feierten seine speckig-ledernen Koffer ein stilles Fest, an das sich seine Mimik anpasste. Gesichtslos starrte er die backsteinerne Häuserfront auf der anderen Straßenseite an. Es brannte. Er spürte die Hitze des Feuers deutlich auf der Stirn und konnte nicht fassen, wie pompös das Feuerwerk war, das seine Wohnung sich leistete. Eine Befreiungsfeier mit musikalischer Begleitung. Knarzend, krachend und knackend fraß sich der Brand durch die Dachbalken. Da oben hing bisher seine Wäsche zum Trocknen. Was vorhin noch dort war, war jetzt nicht mehr.

In mehreren Grüppchen leisteten Schaulustige dem dauerhaft Ausgesperrten Gesellschaft, deuteten mit erregten Fingern, filmten mit schwarzen Kameras. Andere verlangsamten für eine Weile den Schritt auf dem Weg zur Arbeit. Mit jedem lauten Krachen zuckten sie zusammen, raunten auf. Ungläubig hielten sie die Hände vor den Mund. Oder versteckten sie ein Lächeln?

Im Rhythmus eines weiteren gebrochenen Balkens bewegten die Gaffer ihre Köpfe, versteckten sie zwischen den Schultern, versanken in halbe Kniebeugen. Dann reckten sie sich wieder neugierig vor.

Nur Martin Sorck stand still.

Wortlos, ausdruckslos, fassungslos stand er still.

 


Matthias Thurau

 

Das Buch „Sorck“ erscheint Ende Mai/Juni. Update: Ihr könnt es jetzt auf amazon* kaufen!

Klappentext:

»Häufiger als Zitronen gibt das Leben dir Skorbut.«

Martin steht an der Straße und betrachtet seine brennende Wohnung.

Nur zwei Koffer und ein Kreuzfahrtticket bleiben ihm.

Doch spätestens, als sich der erste Landgang als paramilitärische Übung entpuppt, droht auch der Urlaub zur Katastrophe zu werden…

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

Katania de Groot #ProjektArbeitstitel

Katania de Groot #ProjektArbeitstitel

Katania de Groot #ProjektArbeitstitel

Ich freue mich sehr, #ProjektArbeitstitel mit einer so wunderbaren und coolen Person zu eröffnen: Katania de Groot! Ihr Debut „Wolfkisses: Ankunft der Jäger“ erscheint übrigens in genau einer Woche. Höchste Eisenbahn also, Katania näher kennen zu lernen!

Hallo! Ich bin Katania. Ich komme aus der Nähe von Erlangen und schreibe eigentlich schon immer. Nur, dass ich es offiziell mache, ist erst ein Jahr her.

 

Wolfkisses und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Gerade fertig und in Druck ist der erste Band von Wolfkisses. Einer Wolfwandler-Dark-Romantasy-Reihe. Mich hat geärgert, dass Männer in Romance eigentlich immer übergriffig dargestellt wurden. Noch mehr, wenn sie in irgend einer Form paranormal sind. Das war etwas, dass ich anders machen wollte. So entstand der Plot für Sofie und Luke. Dazu kam dann der von Becca und Alex, in den ich mich vielleicht ein bisschen zu sehr verliebt habe.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Der erste Wolfkisses Teil, Ankunft der Jäger, erscheint am 20. Mai. Wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, soll hier halbjährlich ein neuer Teil erscheinen. Auf Steampunk und Dystopie werdet ihr noch etwas warten müssen. Ich will beide Geschichten erst vollständig fertig haben und konzentriere mich aber aus Zeitgründen vor allem auf die Wölfe.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Einiges! Ich plotte gerade eine Steampunk-Piraten Geschichte mit paranormalen Meereslebewesen, von der ich noch nicht so wirklich sicher bin, wo sie mit hinführen wird. Bis jetzt haben wir da Piraten-Sirenen-Dämonen. Dann gibt es da noch diese »King Arthur trifft auf Robin Hood Dystopie« auf die ich mich total freue.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Das ständige Wechselbad zwischen »Boar ist das geiler Scheiß« und »Das kann man doch niemanden lesen lassen« Ich hab ungefähr das Selbstvertrauen einer Kartoffel und das ist es, was mir den ganzen Prozess teilweise recht schwer macht.

Hast du eine Schreibroutine?
Ich würde sagen halbberuflich?  Ich habe das Glück sehr viel Zeit zum Schreiben zu haben und diese auch zu nutzen. Allerdings verdiene noch nichts damit. Aber selbst, wenn ich gerade nicht schreibe, arbeite ich im Hintergrund meiner Gedanken an Plot, Figuren, Dialogen. Es ist eigentlich immer präsent.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Lass dich nicht kleinreden. Du hast etwas zu sagen? Dann sag es auch.

 

Motivation

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich habe einige Autorinnen, mit denen ich mich austausche. Darunter Katrin Ils, Jill Noll und Kathy Wild. Dazu kommen viele liebe Autoren auf Twitter, das Gemeinsamkeitsgefühl, das dort entsteht, hat mir unglaublich geholfen und dank der LitCamps konnte ich so viel lernen. Austausch ist etwas, dass ich jedem empfehlen kann.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Vermutlich ähnliche, wie jeder andere Autor auch. Irgendwann würde ich gerne vom Schreiben leben können und irgendwann vielleicht sogar anderen Autoren unter die Arme greifen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Ich habe meinen Testleserinnen das Manuskript ausgedruckt und zugesendet und als es zurückkam, und die Kommentare gelesen hab. Die Gefühle die ich hervorrufen wollte scheinen genau an den richtigen Stellen auch angekommen zu sein. Man könnte sagen, ich hab ein Bild mit Worten gemalt und meine Testleser konnten zu der Melodie tanzen.

 

Eine kleine Kostprobe…

Es ist ein Teil der Szene die ich schon in Leipzig bei #9lesen vorgetragen habe. Ich mag sie sehr gerne.

»Es riecht nach nassem Hund.« Die barsche Stimme im Nebenraum war ihm unbekannt. »Nach fremdem, nassem Hund. Wieso erzählst du mir nicht, was er hier zu suchen hat?«
»Ich habe es dir schon gesagt. Zwei Mal. Aber ich erkläre es dir auch gerne noch ein drittes Mal. Er war hier um mich abzuholen. Wegen eines Jobs.«
»Du hättest mich anrufen können, ich hätte dich gefahren.« Der Fremde knurrte, die Drohung darin jagte Luke einen Schauer über den Rücken.
»Und ich dachte, ich hätte dir ausreichend klargemacht, dass ich nichts mehr mit dir oder deinen Speichelleckern zu tun haben will.« Die Lautstärke in Sofies Stimme nahm zu. Sie hatte keine Angst vor ihrem Gegenüber. Etwas, das Luke von sich nicht sagen konnte. Die Clanmacht tobte in ihm. Verzweifelt versuchte sie, ihn zum Gehen zu bewegen, drängte ihn, den Laden und die Stadt zu verlassen. Und zwar, bevor King ihn bemerkte.
»Entschuldigung?«, sagte Luke und verfluchte sich im gleichen Moment selbst dafür. »Sofie, du hast die Notizen liegenlassen.« Er klammerte sich an das Klemmbrett und betete, dass der Schutz durch die Arbeit ausreichte, obwohl er seinen zweiten Besuch nicht angemeldet hatte.
Sofie kam aus dem Hinterzimmer zum Tresen.
»Danke, Luke.« Sofie griff über die Theke und legte ihre Hand auf seine.

Er zuckte zusammen, als der fremde Wolf den Raum betrat. King musterte ihn abfällig, dann beugte er sich zu Sofie herab und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. Für einen Moment schloss Luke die Augen. Seine Fingernägel gruben sich in die Handballen, wo sie deutliche Spuren hinterließen.
Jede von Kings Handlungen drückte Missbilligung aus. Der kurze Kuss gehörte genauso dazu, wie die Tatsache, dass er den Wolf in Luke komplett ignorierte.
Luke sank in sich zusammen, damit er möglichst klein und ungefährlich wirkte. Klein, ungefährlich, unscheinbar. Bloß nicht auffallen. Sein Mantra bei jeder Begegnung mit einem Fremden.
King schritt an dem Tresen vorbei und Luke drückte sich gegen ein Pflanzenregal, um ihm möglichst viel Platz zu lassen. Einen Moment blieb der Ranghöhere neben ihm stehen und musterte ihn. Luke senkte den Blick, gab so auch in der menschlichen Gestalt seinen Nacken frei um seine Unterlegenheit deutlicher zu betonen. Es gab hier keine Gefahr für den Warith, nur Bestätigung. King schnaubte abfällig, ehe er den Weg zum Ausgang fortsetzte.
Erst als die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen war, wagte Luke, sich zu bewegen. Er sah auf. Sofie musterte ihn.

»Es tut mir leid, ich hätte gehen sollen.«
Mit wenigen Schritten umrundete sie die Theke und griff nach seinen Händen. »Beruhig dich. Es ist alles in Ordnung.«
»Das war dein Freund?« Seine Stimme versagte mitten in der Frage.
»Mein Ex-Freund und ja, er und bevor du fragst: Ja, sein Benehmen ist der Grund dafür, dass ich nicht mit Werwölfen ausgehe.«
Luke lachte auf. »Jede Wölfin würde dir erklären, dass er ein äußerst guter Fang ist.«
»Wenn man darauf steht, als Besitz oder Trophäe angesehen zu werden, vielleicht. King ist so sehr Wolf, dass er immer vergisst, dass ich ein Mensch und kein Wolf bin. Ich kann nicht immer gegen ihn kämpfen. Ich will keinen Mann, dessen Gene dafür sorgen, dass er versucht, mich zu dominieren. Damit will ich nicht leben-«, sie lächelte gequält, »Ich bin eine eigenständige Person und ich will nicht darum kämpfen müssen, es zu sein.«


Katania de Groot

 

Das Buch „Wolfskisses: Ankunft der Jäger“ erscheint am 20.05.2019 im Selfpublishing. Ihr könnt es bei amazon* bereits vorbestellen.

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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#ProjektArbeitstitel – Was ist das?

#ProjektArbeitstitel – Was ist das?

#ProjektArbeitstitel – Was ist das?

Hallo zusammen, vielleicht habt ihr den Aufruf auf twitter mitbekommen. Ich habe gefragt, ob unveröffentlichte und bald veröffentlichende Autor*innen Lust auf eine Interview-Reihe hätten. Und die positive Resonanz war riesengroß.

Worum geht es?

Bei #ProjektArbeitstitel interviewe ich vor allem Autor*innen, die noch nichts veröffentlicht haben, bald veröffentlichen oder noch nicht so viele Veröffentlichungen haben. Weil ich Projektschnipsel, Work in Progress und den Schreibprozess so liebe und so gerne mitverfolge. Viele von euch posten regelmäßig Ausschnitte in Social Media und machen mich ganz hungrig auf die tollen Bücher, die da wachsen. Und ich bin sicher, damit bin ich nicht allein!

Außerdem finde ich es immer spannend als Schreibende von den Herausforderungen, Tipps und Prozessen anderer Schreibender zu lesen. Das motiviert und inspiriert.

Wann?

Die Interviews werden jeweils montags und donnerstags hier auf meinem Blog erscheinen.

Und ich habe so viele Teilnehmer, dass sich diese Aktion wohl bis in den Oktober erstrecken wird. Ihr dürft euch also auf geballte Autor*innenpower freuen!

„Ich würde auch gerne mitmachen!“

Ich konnte leider nicht alle Personen, die sich gemeldet haben, mitaufnehmen (Sonst würde die Aktion wohl locker 1 Jahr lang dauern). Auch jetzt sind es schon sehr viele Autor*innen und dadurch natürlich auch ein recht großer Organisationsaufwand. Allerdings werde ich nach Ende der Aktion die Fragen hier posten, sodass jeder sie auf dem eigenen Blog oder der eigenen Website beantworten kann. Quasi als Tag! Wenn ihr hier kommentiert, verlinke ich euch auch gerne.


Übersicht der Teilnehmenden

[Rezension] Und dein Leben, dein Leben von Magret Kindermann

[Rezension] Und dein Leben, dein Leben von Magret Kindermann

[Rezension] Und dein Leben, dein Leben von Magret Kindermann

Dieses Buch stand schon etwas länger in meinem Regal und ganz weit oben auf meiner Leseliste, da ich Magret Kindermann persönlich kenne sehr gerne mag. Ihre Art, die Welt zu betrachten, zu sprechen und die Dinge zu sehen ist sehr besonders und ich war neugierig, ob sich das auch in ihren Büchern widerspiegelt.


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  • Titel: Und dein Leben, dein Leben
  • Autorin: Magret Kindermann
  • Genre: sanfte Psychothrillernovelle(?)
  • 107 Seiten, Ebook: 1,49€ | TB: 9,99€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Krimiautorin Carmen lebt in einem Bootshaus abseits der Zivilisation in der Nähe eines Waldes, wo sie eine Leiche gefunden hat. Sie genießt die Einsamkeit und lässt ihrer Fantasie in ihren Manuskripten freien Lauf. Einziger Begleiter ist ihr Hund, mit dem sie gerne ausgedehnte Waldspaziergänge macht. Eines Tages wird sie jedoch bewusstlos geschlagen und sitzt plötzlich in ihrem eigenen Haus gefangen einem Fremden gegenüber, der von sich sagt, er seie ein Serienmörder.


Meine Meinung:

Ich liebe das simple und doch schicke Cover mit den dunklen Wellen, die mich an den See aus der Geschichte erinnern. Dieses Buch ist eines dieser Bücher, über die ich einerseits ganz viel und gar nicht reden möchte. Es ist eine dünne Novelle, die man verschlingt und in einem Rutsch durchlesen kann und möchte. Dementsprechend kann ich auch nicht viel über den Inhalt oder die Charaktere sprechen ohne etwas vorweg zu nehmen.

Die Prämisse des Buches ist düster und bedrohlich, doch wir lassen uns ein bisschen Zeit Carmen und ihr Leben kennen zu lernen. Warum sie so lebt, wie es ihr geht und warum sie so fasziniert von Verbrechen ist. Als leidenschaftliche Zuschauerin von Aktenzeichen XY und True Crime Sendungen kann ich diese bizarre Faszination am Tod und den dunkelsten Seiten der Menschen gut nachvollziehen. Auch wenn Krimiautorin Carmen ihr täglich Brot damit verdient, jagen ihr die Tatortfotos, ihre eigenen Werke und das tiefe Abtauchen in die Materie im einsamen Bootshaus manchmal Schauer ein.

Magret Kindermann philosophiert gerne und denkt außerhalb gesellschaftlicher Konventionen und Normen. Das überträgt sie auch wunderbar auf die Geschichte. Da wir alles aus Carmens Kopf heraus betrachten und sie viel mit sich allein ist, passt das wunderbar. Wir tauchen die Zehenspitze in die düstere Gedankenwelt von Carmen, die ein Bild von einer Geschichte vor Augen hat, das sie nicht ganz fassen kann. Die Story, die ihr bestes Buch bilden soll, das sie doch nicht schreiben kann.

Schatten und Licht.

Die oberflächlichen Gespräche mit den Leuten aus dem Ort am anderen Ufer des Sees, ihre Belanglosigkeiten aber auch ihre Heiterkeit stehen im Kontrast zur düsteren Carmen.

Und dann kommt der Tag, an dem sie bewusstlos geschlagen wird und einem Fan ihrer Arbeit gegenüber sitzt. Ein Serienmörder, gelassen und doch bedrohlich. Eine Zwickmühle aus Angst, Faszination und Neugier. Wir fiebern mit Carmen und lauschen dem interessanten Austauschs einer Mörderin auf Papier und eines realen Mörders. Die Luft ist klirrend kalt und die Seiten fliegen vorbei, während man dem Spiel der beiden folgt. Kann Carmen entkommen? Wird sie überleben? Hat dieser Mann etwas mit ihr zu tun? Wir decken Geheimnisse aus Carmens Vergangenheit auf, während der Mörder ein Rätsel bleibt. Wird er sie umbringen? Was hat er vor? Warum Carmen? Nicht ganz greifbar und mit vielen Fragezeichen, aber so ein faszinierender Charakter!

Ich mochte auch die Geschichte in der Geschichte, die Carmen dem Mörder vorliest. Generell liebe ich es, wenn in Büchern über Bücher und das Schreiben gesprochen wird.

Ich kann gar nicht so genau benennen was mich so in den Bann zieht. Der melancholisch, nachdenkliche Schreibstil? Die schrulligen Figuren? Diese bedrohliche Geschichte? Vermutlich ein Mix aus allem. Und ein Mix, der Magret Kindermann wirklich gelungen ist. Etwas vom Tod klebt an der Geschichte, dunkel und schwer wie der See. Auch das Genre einzuordnen fällt mir schwer. Es ist schon ein Psychothriller, aber ohne Blut, ohne Hektik, sondern langsam und bedrohlich wie eine Schlange im Gras.

So gerne würde ich mehr über dieses Buch erzählen, aber es ist schwierig, in Worte zu fassen welche Emotionen und Gedanken das Buch in mir losgetreten hat. Fies!

 

Fazit:

Ein kleines Kunstwerk! Dieses Buch muss man einfach selbst gelesen haben, um die Magie zu verstehen. Für alle, die einen kühlen Schauer suchen. Menschliche Abgründe und Untiefen, die einen zum Nachdenken anregen. Leise Töne, interessante Gedanken statt Action und Blut. Gute Gespräche, schöne Wörter und eine Geschichte, die im Nacken kitzelt. Dafür gibt es die volle Anzahl Seesterne!

Weitere Meinungen:

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[Rezension] Splitter der Nacht von Katrin Ils

[Rezension] Splitter der Nacht von Katrin Ils

[Rezension] Splitter der Nacht von Katrin Ils

Die liebe Katrin Ils hat mit ihr Buch „Splitter der Nacht“ samt geheimnisvollem Kristall als Rezensionsexemplar zugeschickt. Vielen Dank dafür! Das Buch spielt im „Unstern-Universum“, hat aber zumindest bisher nichts mit der Hauptgeschichte zu tun. Wie ich „Unstern“ fand, könnt ihr in dieser Rezension nachlesen.


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  • Autorin: Katrin Ils
  • Titel: Splitter der Nacht
  • Genre: Dark Fantasy
  • 210 Seiten, TB: 9€ | Ebook: 2,99€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Schattenmagierin Jara arbeitet für einen freien Magierzirkel. Frei ist das in ihrer Stadt aber nicht wirklich. Per Eidzauber ist sie an ihren Zirkelmeister gebunden, die freien Zirkel liefern sich untereinander blutige Kämpfe und der Bund der reinen Sonne macht ihnen das Leben schwer. Nach einem missglückten Raub liegt Jara im Kerker des verhassten Bundes. Ihr Meister ist mit ein paar Zauberern und der Beute – einem Kristall namens „Splitter der Nacht“ entkommen. Der Bund möchte den Splitter um jeden Preis zurückbekommen. Jara wird vor die Wahl gestellt – qualvoll sterben oder ihren Meister töten und den Kristall zurückbekommen. Jara fackelt nicht lange…


Meine Meinung:

Auch wenn es für die Geschichte keine riesengroße Rolle spielt, möchte ich erwähnen, dass Jara lesbisch ist. Es ist ein kleines, aber schönes Detail und die Unaufgeregtheit mit der alle Buchcharaktere das hinnehmen würde ich mir für unsere reale Welt auch wünschen. Jaras Herz gehört einer Zirkelkollegin, diese Liebe bleibt jedoch unerwidert. Aber es sind diese scheinbar winzigen Details, die auch für mich eine Geschichte aufbessern und mir zeigen, dass die Autorin eine wirklich lebendige Welt mit lebendigen Figuren im Kopf hat.

Jara ist eine sehr interessante Protagonistin. Während es in ihrem Inneren oft brodelt, schafft sie es, sich immer wieder zu Gelassenheit zu mahnen. Sie ist eine sehr fähige und mächtige Magierin, bleibt aber trotzdem vorsichtig und lieber im Hintergrund. Ihr Leben bisher war alles andere als leicht, das hat sie stark gemacht, aber die Wunden der Vergangenheit schmerzen noch. Diese Mischung macht Jara für mich sehr lebendig und auch glaubwürdig. Während sie durchaus kaltblütig und entschlossen vorgeht, ist da noch etwas Menschlichkeit in ihr. Etwas Weiches in all der Härte. Ich würde unglaublich gerne noch mehr von Jara lesen, da ich sie aufgrund der vielen liebevollen Details fast noch ein bisschen lieber als Unstern Protagonistin Kerra mochte.

Die spielerische, selbstständige und lebendige Magie in der Unstern Welt gefällt mir sehr gut. In diesem Buch erfahren wir auch mehr über die Dämonen und ihr Reich, was ich sehr cool finde. Dämonen, Düsternis und schwarze Magie – das liebe ich in Büchern einfach. Katrin hat durch ihre eigene Lore, ihre eigene Dämonologie und ihr Magiekonzept der Dark Fantasy Welt einen besonderen Touch gegeben. Auch, wenn wir uns in Unstern bisher nur in der Stadt Alat und auch in Splitter der Nacht in Städten befinden, lassen diese Details erahnen, dass da wirklich eine ganze Galaxie in Katrins Kopf existiert.

Katrins Schreibstil ist magisch!

Präzise, detailreich und dennoch flüssig und angenehm zu lesen. Zwischen knallharten Kämpfen und blutigen Ritualen, scheinen sanfte Zeilen und Gedanken durch. Besonders gut haben mir in diesem Buch die Beschreibungen von Jaras Magie, den Elementaren und den Dämonen gefallen. Dieses Buch war absolut verdient auf der Longlist des Seraph 2019 und ich hätte es gerne auch auf der Shortlist gesehen. Wer auf schöne Sprache wert legt, der kann bei Katrins Büchern nichts falsch machen.

Das Genre der Unstern Reihe lässt sich in Dark Fantasy einordnen – dennoch ist Splitter der Nacht in punkto Brutalität, Blutigkeit und auch bei traumatischen Erfahrungen wesentlich expliziter. Folter, körperliche und psychische Gewalt. Und alles nochmal etwas derber als in Unstern. Wenn euch das stört, solltet ihr bei „Splitter der Nacht“ vorsichtig sein. Nichtsdestotrotz wirkt die Gewalt nicht unverhältnismäßig oder deplatziert. Der Ton in diesem Buch ist einfach etwas rauer und schrecklicher. Und wie ihr von meinem bisherigen Lesegeschmack wisst – ich mag es düster und blutig.

Diese Rezension fällt leider recht kurz aus – aus dem einfach Grund, dass mir dieses Buch rundum gefallen hat. Ich habe sogar ein Fanart von Jara gezeichnet!

Fazit:

Mit „Splitter der Nacht“ hat Katrin Ils wieder bewiesen, dass sie Dark Fantasy drauf hat – und Schreiben generell. Spannung, Action und Charaktertiefe zeichnen auch dieses Buch aus. Jara ist mir sogar noch ein bisschen sympathischer als Kerra. Die vielseitige Welt, die liebevollen Details und die interessanten Charaktere ziehen einen direkt in ihren Bann. Katrins Schreibstil hat mir auch wieder unglaublich gut gefallen. Wer sich von viel Blut und Gewalt nicht abschrecken lässt, darf beherzt bei diesem Dark Fantasy Schmankerl zugreifen.

Weitere Meinungen:

 


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[Rezension] Blut gegen Blut 2 von Benjamin Spang

[Rezension] Blut gegen Blut 2 von Benjamin Spang

[Rezension] Blut gegen Blut  2 von Benjamin Spang

Ich durfte „Blut gegen Blut 2“ von Benjamin Spang testlesen und habe nun das fertige Endprodukt in Händen halten dürfen. Natürlich ist es spannend, zu sehen, was sich in den letzten Schritten noch getan hat. Die Rezension zum ersten Band könnt ihr übrigens *hier* nachlesen.

Nach dem ersten Band war für mich klar: Ich muss beim Crowdfunding für den zweiten Teil dabei sein! Ich durfte testlesen und sogar bei der Blogtour mitmachen und Benni interviewen. Die Zusammenarbeit mit Benni macht einfach immer Spaß und er selbst lässt sich auch tolle Aktionen einfallen und ist sehr engagiert. Zwischen lieblosen „hier blogger1 lies mein Buch„-Mails ist das absolut erste Sahne. Mein Unterstützerpaket war wieder proppenvoll mit coolen Sachen!

Ich versuche natürlich, möglichst spoilerfrei zu schreiben, aber es könnte für alle, die Band 1 noch nicht gelesen haben, ein bisschen was vorweg nehmen. Sorry!


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  • Autor: Benjamin Spang
  • Titel: Blut gegen Blut 2
  • Genre: Dark Fantasy
  • 544 Seiten, Ebook: 3,99€ | TB: 16,99€ | geb.: 25,99€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Nach Blut gegen Blut sind Katrina und ihre Mutter vereint, Helenas Schicksal ist ungewiss. Doch der „Frieden“ soll nicht lange andauern, denn Katrina und ihre Mutter werden von den misstrauischen Werwölfen grausam ermordet. Doch Katrina wacht wieder auf. Eine traumhafte Stimme sendet ihr Visionen und lockt sie tiefer ins Gebiet der Vampire. Mit einem uralten Artefakt, der Blutschrift, soll sie ihre Eltern retten können. Doch die gefährliche Blutmagierin Faedora und die grausame Vampirkönigin Eliska sind hinter der Schrift her. Was kann eine einfache Mechanikerin diesen übermächtigen Gegnerinnen schon entgegensetzen?


~Videorezension folgt~

Meine Meinung:

Schon die Testleseversion war mit knapp 500 Seiten echt ein Brocken. Aber ich habe mich tatsächlich gefreut, das Buch nochmal in Endversion zu lesen. Natürlich ist man neugierig, was alles umgesetzt wurde und wie bestimmte Dinge geändert wurden.

Normalerweise bin ich eine langsame Leserin, lese auch mal queerbeet und lasse angefangene Bücher einstauben, bis ich wieder zu ihnen greife. Nicht so bei „Blut gegen Blut 2“! Während ich am ersten Teil noch den etwas schleppenden Anfang kritisiert habe, werden wir hier mitten in die Geschichte hineingezogen.

Und Schlag auf Schlag geht es weiter. Benni hat sich bemüht, jedes Kapitel mit einem Cliffhanger abzuschließen und das ist ihm auch meistens gelungen. Es ist wirklich schwer gewesen, das Buch für längere Zeit wegzulegen. Auch das, ist wirklich wirklich selten bei mir.

Atemlos durch Nuun~

Aber auch, wenn das Buch turbulent und temporeich ist, bleibt Zeit für leisere Momente. In diesen lernen wir Katrina und auch Helena besser kennen, die unabhängig voneinander mit ihren eigenen Dämonen und den Wunden aus Band 1 zu kämpfen haben. Man fiebert, man leidet mit den beiden mit. Denn sie wachsen einem ans Herz. Toughe Frauen, die auf sich auf ihre Art durchschlagen.

Wie in Band 1 mochte ich die Grautöne. Beide hatten ihre Prinzipien, ihre Vorstellungen, Wünsche und Überzeugungen. Aber auch sie bereuten, zweifelten, wankten. Das machte sie menschlich und nahbar. Da Benni es seinen Charakteren auch gerne mal schwer macht, fürchtet man auch um sie.

Und er hat es ihnen wirklich schwer gemacht. Ganz nach Murphy’s Law, wenn man so will. Fast alles, was schief gehen konnte, ging auch schief. Ist das ein Spoiler? Vielleicht. Stellt euch jedenfalls auf Nervenkitzel und Spannung ein, die euch manchmal ins Buch beißen lassen wollen.

Besonders hat mir gefallen, dass Benjamin sich in diesem Band auch wieder auf ganz ursprüngliche Fähigkeiten seiner Charaktere konzentriert hat. Katrina ist eine talentierte Mechanikerin und diese Fähigkeit hat ihr in Band 2 oft weitergeholfen. Helena durfte ihr Kampf- und Informationsgewinnunsgeschick unter Beweis stellen. Während ich Katrina in Band 1 recht ambivalent gegenüber stand, hat sie es im zweiten Teil geschafft, sich auch in mein Herz zu schrauben. Helena mochte ich seit ihrem ersten Auftritt schon.

Alles hat seinen Preis…

Benni schafft es, obwohl das Buch düster, hart und kantig ist und keinen Kitsch enthält, trotzdem Emotionen zu provozieren. Trauer, Schmerz, Angst und Wut. Denn auch in „Blut gegen Blut 2“ gibt es wieder einige schmerzhafte Verluste. Über einen davon bin ich besonders entsetzt (und immer noch sauer auf Benni!), aber er zeigt, wie gnadenlos die Welt Nuun ist.

Die Bösewichte sind auch wieder sehr gut gelungen. Unsympathisch, monströs und von fragwürdiger Moral. Und doch – je mehr man über sie erfuhr, desto besser konnte man ihr Handeln nachvollziehen. Niemals verstehen oder gutheißen, aber man konnte erkennen, was dazu geführt hatte.

Diese Graustufen liebe ich! Es zeugt für mich von guter Charakterkonstruktion, von lebendigen Wesen, die jeder ihre eigene Geschichte haben. Vor allem die Frauencharaktere liegen Benjamin einfach. Dagegen war der „liebe“ Edgar fast schon blass.

Benjamin Tarantino?

Eine andere Leserin verglich Benjamin mit Tarantino. Was Blut, Innereien und Action anging, kann ich diesem Vergleich nur zustimmen.

Es gibt einige wirklich eklige Szenen, viele Leichen und erbarmungslose Kämpfe. Sowohl Katrina und Helena haben auch in diesem Buch viel durchmachen müssen, wurden gefangen, geschlagen und fast schon gefoltert. Darüber hinaus gibt es exzessive Gewalt durch die Vampire und Werwölfe. Das sollte man definitiv wissen, bevor man sich auf das Buch einlässt.

Ich habe es bei der Rezension zu Teil 1 bereits erwähnt, aber Benjamin Spang steckt unglaublich viel Arbeit, Leidenschaft und Mühe in seine Projekte. Lektorat, Korrektorat, Coverdesign und umfangreiches Marketing – an all dem, merkt man auch, wie sehr er für seine Arbeit brennt. Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten und am Entstehungsprozess seiner Projekte teilhaben zu können. Besucht ihn auf seiner Homepage oder auf patreon, um mehr zu erfahren.

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Fazit:

Blut gegen Blut 2 hat auf den sehr guten ersten Band nochmal eine Schippe draufgelegt. Alles an diesem Buch stimmt: Tempo, Charaktere. Eine gute Mischung aus blutiger Action, Tiefgründigkeit und Charakterentwicklung. Das Buch ist sicherlich nichts für zartbesaitete Gemüter, oder Leser*innen, die es lieber ruhig und gesittet mögen. Für mich war das Buch auf jeden Fall eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Spannend, fesselnd und emotional involvierend. Dafür gibt es von mir eine fette Leseempfehlung und die volle Zahl Seesterne!

Weiter Meinungen:
  • Julia Hartmann/Akiko Hana
  • Du hast eine Rezension zu „Blut gegen Blut 2“ geschrieben? Schreib mir gerne einen Kommentar, dann verlinke ich deine Rezension hier.

 


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[Rezension] Blut gegen Blut 1 von Benjamin Spang

[Rezension] Blut gegen Blut 1 von Benjamin Spang

[Rezension] Blut gegen Blut 1 von Benjamin Spang

Wer ist dieser seltsame Autor von twitter, der hin und wieder ganz witzige Sachen macht? Meine Neugier war geweckt und zack, holte ich mir „Blut gegen Blut“ ins Haus. Ich habe das Buch schon vor längerer Zeit gelesen und auch schon ein Video dazu gedreht. Aber irgendwie habe ich es total verpennt, eine ordentliche Rezension zu verschriftlichen. Das hole ich natürlich hier nach. Direkt morgen gibt es übrigens die Rezension zu Teil 2.


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  • Autor: Benjamin Spang
  • Titel: Blut gegen Blut
  • Genre: Dark Fantasy, Steampunk
  • 360 Seiten, Ebook: 2,99€ | TB: 14,99€ | geb.: 23,99€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Die Welt Nuun, in der zwei Monde am Himmel stehen, ist brandgefährlich. Werwölfe, Vampire und Menschen bekriegen sich. Mechanikerin Katrina lebt mit ihrer Mutter in einer kleineren Ortschaft hinter sicheren Mauern. Doch Katrinas Vater verschwand spurlos und ihre Mutter ertränkt die Sorgen in Alkohol. Nach einem Zwischenfall auf ihrer Arbeit flieht Katrina in die große Stadt zu ihrem Onkel, um in dessen Werkstatt auszuhelfen. Der Frieden währt jedoch nur kurz, denn Katrina heuert auf dem Luftschiff der Doppelmond-Agenten um Helena Keska an, die Vampire und Werwölfe jagen. Außerhalb der Stadtmauern lauern viele Gefahren und Katrina muss feststellen, dass sowohl die Werwölfe als auch ein Blutmagier der Vampire es auf sie abgesehen haben.


 

Meine Meinung:

Der Anfang von „Blut gegen Blut“ zieht sich etwas. Dabei kann ich gar nicht genau festmachen, woran es liegt, denn eigentlich passiert ständig etwas. Vielleicht war es einfach die Anhäufung von Informationen und die Eingewöhnungszeit an die ganz eigene Fantasywelt.

Sobald Katrina aber in die Stadt aufbricht, fühlt sich das Tempo der Geschichte gut an.

Keine Glitzervampire und keine passiven Mädels

Das Buch hält was es verspricht. Wir haben starke Frauencharaktere und die Vampire und Werwölfe sind keine schimmernden Boyfriends, sondern kaltblütige und hungrige Bestien. Aber die Aufteilung in Gut und Böse ist gar nicht so leicht. Je mehr wir erfahren, desto mehr zweifeln wir auch an der Richtigkeit des Verhaltens der Menschen und der Doppelmond-Agenten. Alle haben ihre Geschichte und ihre Gründe.

Die Charaktere sind sehr lebhaft und eigenständig, vor allem Katrina und Helena sind vielschichtig und wirken lebendig und lebensecht. Mit Katrina bin ich trotz ihrer emotionalen Geschichte nicht so ganz warm geworden. Helena hingegen sammelte durch ihr mutiges und entschlossenes Handeln mehr Pluspunkte.

Auch die anderen Charaktere waren interessant, auch wenn mir der Blutmagier-Bösewicht und einige der Werwölfe des Clans irgendwie nicht so gut gefallen haben. Sie waren ein bisschen zu blass (Haha! Wortwitz!) oder generisch, was ich schade fand.

Handwerklich begabt

Ich mochte, dass wir mit Mechanikerin Katrina eine „gewöhnliche“ Frau als Protagonistin hatten, die eben kein übertalentiertes Kampfass ab dem ersten Training waren. Sie musste sich oft mit Grips und List durchkämpfen. Auch die toughe Helena war keine „Auserwählte“ und kam bisweilen in Schwierigkeiten. Die Kämpfe waren riskant und forderten trotz Waffen und Talent Opfer, was maßgeblich zur Spannung beitrug. Dass die Protagonisten eben nicht unantastbar sind.

Benjamin hat den Plot klug konstruiert und seine Charaktere auch leiden lassen, es ihnen nicht zu einfach gemacht, ihre Ziele zu erreichen. Zusätzlich sorgten sein flüssiger Schreibstil und die präzisen Beschreibungen für ein wunderbares Abtauchen im Buch. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht, diese Welt zu erkunden. Man merkt zwar, dass sie total lebendig und vielseitig ist, aber als Leser*in hat man nicht alle Informationen, die im Kopf des Autors verfügbar sind. Aber das ist nur ein kleiner Wehmutstropfen!

Auch die verschiedenen Wesen, der Mix aus bekannten und neuen Kreaturen hat mir gefallen. Mein Liebling war Katze Emma, deren Hinterläufe sie nicht mehr tragen und die deshalb von Katrinas Onkel ein paar Räder verpasst bekommen hat. Das Steampunk-Setting verleiht dem ganzen noch zusätzliche Coolness.

Inzwischen haben sich Selfpublisher*innen etabliert, gewinnen Preise und werden auch auf den Buchmessen anerkannt. Dennoch gibt es noch viele Vorbehalte und Vorurteile. Benjamin macht vor, dass man mit professionellem Lektorat und Korrektorat, sowie einem guten Coverdesign Verlagsbüchern in Nichts nachsteht. Wenn alle Selfpublisher*innen so gewissenhaft arbeiten würden, dann müsste ich diesen Punkt nicht so oft erwähnen. Auch Marketing und Aktionen plant Benjamin selbst, man merkt einfach, dass er mit Leidenschaft bei seinen Projekten dabei ist. Besucht ihn auf seiner Homepage oder auf patreon, um mehr zu erfahren.

Ich habe das Buch zuerst als Ebook gelesen und mir dann das Hardcover bestellt, weil es mir so gut gefallen hat. Benjamin, der Übertreiber, hat mir einfach ein fettes Goodie-Paket zusammengestellt. Zu seinen Büchern gibt es Making Offs, Spin Off Geschichte und viele weitere Extras, die sich definitiv lohnen!

Ernste Themen

Katrinas Mutter stürzt sich nach dem Verschwinden ihres Mannes in den Alkohol, wird laut und übergriffig gegenüber Katrina. Katrina verletzt sich selbst und auch Helena ist nicht frei von persönlichen Dämonen. Ich mochte es, wie menschliche und sehr ernste Themen mit der Fantasygeschichte verknüpft wurden. Das hat die Geschichte emotionaler, aber auch realer und greifbarer gemacht. Neben der übernatürlichen Bedrohung, musste die Charaktere oft gegen ihre inneren Monster kämpften.

Fazit:

„Blut gegen Blut“ von Benjamin Spang ist etwas ganz Besonderes. Das Buch besticht durch Action, toughe Frauencharaktere, viel Spannung und eine interessante Fantasy-Welt. Wer es düster und gefährlich mag, der sollte dem Buch eine Chance geben, auch wenn es ein bisschen dauert, bis man in der Geschichte ankommt. Es gibt noch ein bisschen Luft nach oben, ansonsten habe ich das Leseerlebnis sehr genossen.

 

Weiter Meinungen:

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