Schlagwort: spbuch

[Rezension] Blut gegen Blut 2 von Benjamin Spang

[Rezension] Blut gegen Blut 2 von Benjamin Spang

[Rezension] Blut gegen Blut  2 von Benjamin Spang

Ich durfte „Blut gegen Blut 2“ von Benjamin Spang testlesen und habe nun das fertige Endprodukt in Händen halten dürfen. Natürlich ist es spannend, zu sehen, was sich in den letzten Schritten noch getan hat. Die Rezension zum ersten Band könnt ihr übrigens *hier* nachlesen.

Nach dem ersten Band war für mich klar: Ich muss beim Crowdfunding für den zweiten Teil dabei sein! Ich durfte testlesen und sogar bei der Blogtour mitmachen und Benni interviewen. Die Zusammenarbeit mit Benni macht einfach immer Spaß und er selbst lässt sich auch tolle Aktionen einfallen und ist sehr engagiert. Zwischen lieblosen „hier blogger1 lies mein Buch„-Mails ist das absolut erste Sahne. Mein Unterstützerpaket war wieder proppenvoll mit coolen Sachen!

Ich versuche natürlich, möglichst spoilerfrei zu schreiben, aber es könnte für alle, die Band 1 noch nicht gelesen haben, ein bisschen was vorweg nehmen. Sorry!


Anzeige

  • Autor: Benjamin Spang
  • Titel: Blut gegen Blut 2
  • Genre: Dark Fantasy
  • 544 Seiten, Ebook: 3,99€ | TB: 16,99€ | geb.: 25,99€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Nach Blut gegen Blut sind Katrina und ihre Mutter vereint, Helenas Schicksal ist ungewiss. Doch der „Frieden“ soll nicht lange andauern, denn Katrina und ihre Mutter werden von den misstrauischen Werwölfen grausam ermordet. Doch Katrina wacht wieder auf. Eine traumhafte Stimme sendet ihr Visionen und lockt sie tiefer ins Gebiet der Vampire. Mit einem uralten Artefakt, der Blutschrift, soll sie ihre Eltern retten können. Doch die gefährliche Blutmagierin Faedora und die grausame Vampirkönigin Eliska sind hinter der Schrift her. Was kann eine einfache Mechanikerin diesen übermächtigen Gegnerinnen schon entgegensetzen?


~Videorezension folgt~

Meine Meinung:

Schon die Testleseversion war mit knapp 500 Seiten echt ein Brocken. Aber ich habe mich tatsächlich gefreut, das Buch nochmal in Endversion zu lesen. Natürlich ist man neugierig, was alles umgesetzt wurde und wie bestimmte Dinge geändert wurden.

Normalerweise bin ich eine langsame Leserin, lese auch mal queerbeet und lasse angefangene Bücher einstauben, bis ich wieder zu ihnen greife. Nicht so bei „Blut gegen Blut 2“! Während ich am ersten Teil noch den etwas schleppenden Anfang kritisiert habe, werden wir hier mitten in die Geschichte hineingezogen.

Und Schlag auf Schlag geht es weiter. Benni hat sich bemüht, jedes Kapitel mit einem Cliffhanger abzuschließen und das ist ihm auch meistens gelungen. Es ist wirklich schwer gewesen, das Buch für längere Zeit wegzulegen. Auch das, ist wirklich wirklich selten bei mir.

Atemlos durch Nuun~

Aber auch, wenn das Buch turbulent und temporeich ist, bleibt Zeit für leisere Momente. In diesen lernen wir Katrina und auch Helena besser kennen, die unabhängig voneinander mit ihren eigenen Dämonen und den Wunden aus Band 1 zu kämpfen haben. Man fiebert, man leidet mit den beiden mit. Denn sie wachsen einem ans Herz. Toughe Frauen, die auf sich auf ihre Art durchschlagen.

Wie in Band 1 mochte ich die Grautöne. Beide hatten ihre Prinzipien, ihre Vorstellungen, Wünsche und Überzeugungen. Aber auch sie bereuten, zweifelten, wankten. Das machte sie menschlich und nahbar. Da Benni es seinen Charakteren auch gerne mal schwer macht, fürchtet man auch um sie.

Und er hat es ihnen wirklich schwer gemacht. Ganz nach Murphy’s Law, wenn man so will. Fast alles, was schief gehen konnte, ging auch schief. Ist das ein Spoiler? Vielleicht. Stellt euch jedenfalls auf Nervenkitzel und Spannung ein, die euch manchmal ins Buch beißen lassen wollen.

Besonders hat mir gefallen, dass Benjamin sich in diesem Band auch wieder auf ganz ursprüngliche Fähigkeiten seiner Charaktere konzentriert hat. Katrina ist eine talentierte Mechanikerin und diese Fähigkeit hat ihr in Band 2 oft weitergeholfen. Helena durfte ihr Kampf- und Informationsgewinnunsgeschick unter Beweis stellen. Während ich Katrina in Band 1 recht ambivalent gegenüber stand, hat sie es im zweiten Teil geschafft, sich auch in mein Herz zu schrauben. Helena mochte ich seit ihrem ersten Auftritt schon.

Alles hat seinen Preis…

Benni schafft es, obwohl das Buch düster, hart und kantig ist und keinen Kitsch enthält, trotzdem Emotionen zu provozieren. Trauer, Schmerz, Angst und Wut. Denn auch in „Blut gegen Blut 2“ gibt es wieder einige schmerzhafte Verluste. Über einen davon bin ich besonders entsetzt (und immer noch sauer auf Benni!), aber er zeigt, wie gnadenlos die Welt Nuun ist.

Die Bösewichte sind auch wieder sehr gut gelungen. Unsympathisch, monströs und von fragwürdiger Moral. Und doch – je mehr man über sie erfuhr, desto besser konnte man ihr Handeln nachvollziehen. Niemals verstehen oder gutheißen, aber man konnte erkennen, was dazu geführt hatte.

Diese Graustufen liebe ich! Es zeugt für mich von guter Charakterkonstruktion, von lebendigen Wesen, die jeder ihre eigene Geschichte haben. Vor allem die Frauencharaktere liegen Benjamin einfach. Dagegen war der „liebe“ Edgar fast schon blass.

Benjamin Tarantino?

Eine andere Leserin verglich Benjamin mit Tarantino. Was Blut, Innereien und Action anging, kann ich diesem Vergleich nur zustimmen.

Es gibt einige wirklich eklige Szenen, viele Leichen und erbarmungslose Kämpfe. Sowohl Katrina und Helena haben auch in diesem Buch viel durchmachen müssen, wurden gefangen, geschlagen und fast schon gefoltert. Darüber hinaus gibt es exzessive Gewalt durch die Vampire und Werwölfe. Das sollte man definitiv wissen, bevor man sich auf das Buch einlässt.

Ich habe es bei der Rezension zu Teil 1 bereits erwähnt, aber Benjamin Spang steckt unglaublich viel Arbeit, Leidenschaft und Mühe in seine Projekte. Lektorat, Korrektorat, Coverdesign und umfangreiches Marketing – an all dem, merkt man auch, wie sehr er für seine Arbeit brennt. Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten und am Entstehungsprozess seiner Projekte teilhaben zu können. Besucht ihn auf seiner Homepage oder auf patreon, um mehr zu erfahren.

Crowdfunding-Unterstützer-Paket-Ausbeute!

Fazit:

Blut gegen Blut 2 hat auf den sehr guten ersten Band nochmal eine Schippe draufgelegt. Alles an diesem Buch stimmt: Tempo, Charaktere. Eine gute Mischung aus blutiger Action, Tiefgründigkeit und Charakterentwicklung. Das Buch ist sicherlich nichts für zartbesaitete Gemüter, oder Leser*innen, die es lieber ruhig und gesittet mögen. Für mich war das Buch auf jeden Fall eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Spannend, fesselnd und emotional involvierend. Dafür gibt es von mir eine fette Leseempfehlung und die volle Zahl Seesterne!

Weiter Meinungen:
  • Julia Hartmann/Akiko Hana
  • Du hast eine Rezension zu „Blut gegen Blut 2“ geschrieben? Schreib mir gerne einen Kommentar, dann verlinke ich deine Rezension hier.

 


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

[Rezension] Blut gegen Blut 1 von Benjamin Spang

[Rezension] Blut gegen Blut 1 von Benjamin Spang

[Rezension] Blut gegen Blut 1 von Benjamin Spang

Wer ist dieser seltsame Autor von twitter, der hin und wieder ganz witzige Sachen macht? Meine Neugier war geweckt und zack, holte ich mir „Blut gegen Blut“ ins Haus. Ich habe das Buch schon vor längerer Zeit gelesen und auch schon ein Video dazu gedreht. Aber irgendwie habe ich es total verpennt, eine ordentliche Rezension zu verschriftlichen. Das hole ich natürlich hier nach. Direkt morgen gibt es übrigens die Rezension zu Teil 2.


Anzeige

  • Autor: Benjamin Spang
  • Titel: Blut gegen Blut
  • Genre: Dark Fantasy, Steampunk
  • 360 Seiten, Ebook: 2,99€ | TB: 14,99€ | geb.: 23,99€
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Die Welt Nuun, in der zwei Monde am Himmel stehen, ist brandgefährlich. Werwölfe, Vampire und Menschen bekriegen sich. Mechanikerin Katrina lebt mit ihrer Mutter in einer kleineren Ortschaft hinter sicheren Mauern. Doch Katrinas Vater verschwand spurlos und ihre Mutter ertränkt die Sorgen in Alkohol. Nach einem Zwischenfall auf ihrer Arbeit flieht Katrina in die große Stadt zu ihrem Onkel, um in dessen Werkstatt auszuhelfen. Der Frieden währt jedoch nur kurz, denn Katrina heuert auf dem Luftschiff der Doppelmond-Agenten um Helena Keska an, die Vampire und Werwölfe jagen. Außerhalb der Stadtmauern lauern viele Gefahren und Katrina muss feststellen, dass sowohl die Werwölfe als auch ein Blutmagier der Vampire es auf sie abgesehen haben.


 

Meine Meinung:

Der Anfang von „Blut gegen Blut“ zieht sich etwas. Dabei kann ich gar nicht genau festmachen, woran es liegt, denn eigentlich passiert ständig etwas. Vielleicht war es einfach die Anhäufung von Informationen und die Eingewöhnungszeit an die ganz eigene Fantasywelt.

Sobald Katrina aber in die Stadt aufbricht, fühlt sich das Tempo der Geschichte gut an.

Keine Glitzervampire und keine passiven Mädels

Das Buch hält was es verspricht. Wir haben starke Frauencharaktere und die Vampire und Werwölfe sind keine schimmernden Boyfriends, sondern kaltblütige und hungrige Bestien. Aber die Aufteilung in Gut und Böse ist gar nicht so leicht. Je mehr wir erfahren, desto mehr zweifeln wir auch an der Richtigkeit des Verhaltens der Menschen und der Doppelmond-Agenten. Alle haben ihre Geschichte und ihre Gründe.

Die Charaktere sind sehr lebhaft und eigenständig, vor allem Katrina und Helena sind vielschichtig und wirken lebendig und lebensecht. Mit Katrina bin ich trotz ihrer emotionalen Geschichte nicht so ganz warm geworden. Helena hingegen sammelte durch ihr mutiges und entschlossenes Handeln mehr Pluspunkte.

Auch die anderen Charaktere waren interessant, auch wenn mir der Blutmagier-Bösewicht und einige der Werwölfe des Clans irgendwie nicht so gut gefallen haben. Sie waren ein bisschen zu blass (Haha! Wortwitz!) oder generisch, was ich schade fand.

Handwerklich begabt

Ich mochte, dass wir mit Mechanikerin Katrina eine „gewöhnliche“ Frau als Protagonistin hatten, die eben kein übertalentiertes Kampfass ab dem ersten Training waren. Sie musste sich oft mit Grips und List durchkämpfen. Auch die toughe Helena war keine „Auserwählte“ und kam bisweilen in Schwierigkeiten. Die Kämpfe waren riskant und forderten trotz Waffen und Talent Opfer, was maßgeblich zur Spannung beitrug. Dass die Protagonisten eben nicht unantastbar sind.

Benjamin hat den Plot klug konstruiert und seine Charaktere auch leiden lassen, es ihnen nicht zu einfach gemacht, ihre Ziele zu erreichen. Zusätzlich sorgten sein flüssiger Schreibstil und die präzisen Beschreibungen für ein wunderbares Abtauchen im Buch. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht, diese Welt zu erkunden. Man merkt zwar, dass sie total lebendig und vielseitig ist, aber als Leser*in hat man nicht alle Informationen, die im Kopf des Autors verfügbar sind. Aber das ist nur ein kleiner Wehmutstropfen!

Auch die verschiedenen Wesen, der Mix aus bekannten und neuen Kreaturen hat mir gefallen. Mein Liebling war Katze Emma, deren Hinterläufe sie nicht mehr tragen und die deshalb von Katrinas Onkel ein paar Räder verpasst bekommen hat. Das Steampunk-Setting verleiht dem ganzen noch zusätzliche Coolness.

Inzwischen haben sich Selfpublisher*innen etabliert, gewinnen Preise und werden auch auf den Buchmessen anerkannt. Dennoch gibt es noch viele Vorbehalte und Vorurteile. Benjamin macht vor, dass man mit professionellem Lektorat und Korrektorat, sowie einem guten Coverdesign Verlagsbüchern in Nichts nachsteht. Wenn alle Selfpublisher*innen so gewissenhaft arbeiten würden, dann müsste ich diesen Punkt nicht so oft erwähnen. Auch Marketing und Aktionen plant Benjamin selbst, man merkt einfach, dass er mit Leidenschaft bei seinen Projekten dabei ist. Besucht ihn auf seiner Homepage oder auf patreon, um mehr zu erfahren.

Ich habe das Buch zuerst als Ebook gelesen und mir dann das Hardcover bestellt, weil es mir so gut gefallen hat. Benjamin, der Übertreiber, hat mir einfach ein fettes Goodie-Paket zusammengestellt. Zu seinen Büchern gibt es Making Offs, Spin Off Geschichte und viele weitere Extras, die sich definitiv lohnen!

Ernste Themen

Katrinas Mutter stürzt sich nach dem Verschwinden ihres Mannes in den Alkohol, wird laut und übergriffig gegenüber Katrina. Katrina verletzt sich selbst und auch Helena ist nicht frei von persönlichen Dämonen. Ich mochte es, wie menschliche und sehr ernste Themen mit der Fantasygeschichte verknüpft wurden. Das hat die Geschichte emotionaler, aber auch realer und greifbarer gemacht. Neben der übernatürlichen Bedrohung, musste die Charaktere oft gegen ihre inneren Monster kämpften.

Fazit:

„Blut gegen Blut“ von Benjamin Spang ist etwas ganz Besonderes. Das Buch besticht durch Action, toughe Frauencharaktere, viel Spannung und eine interessante Fantasy-Welt. Wer es düster und gefährlich mag, der sollte dem Buch eine Chance geben, auch wenn es ein bisschen dauert, bis man in der Geschichte ankommt. Es gibt noch ein bisschen Luft nach oben, ansonsten habe ich das Leseerlebnis sehr genossen.

 

Weiter Meinungen:

mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

#SPBuch Adventskalender – 17 – Tanja Hanika

#SPBuch Adventskalender – 17 – Tanja Hanika

#SPBuch Adventskalender – 17 – Tanja Hanika

(Werbung wegen Namensnennung)

Hallöchen und Willkommen zum siebzehnten Türchen des Selfpublishing Adventskalenders – heute habe ich mit Tanja Hanika eine unglaublich liebe Person im Boot. Man würde ihr auf den ersten Blick gar nicht zutrauen, gruselige und blutige Romane zu schreiben. Aber genau das macht sie und zwar sehr gut!

Zwei ihrer Werke, nämlich Zwietracht und Scream Run Die, habe ich hier auf meinem Blog schon rezensiert.

Auf ihrer Website findet ihr weitere Infos zu ihren Büchern.


1. Liebe Tanja, du schreibst vorwiegend gruselige und blutige Geschichten! Bei Weihnachten denkt man nicht gleich an Horror. Gibt es etwas im Advent und im Festtagstrubel, dass du gruselig findest?

Ich mag Weihnachten und an sich finde ich daran nichts gruselig. Knecht Ruprecht hätte aber Potenzial. Man kann jedes Setting gruselig schreiben. Ein leerer Weihnachtsmarkt mit leiernder Weihnachtsmusik und einem einzigen offenen Stand beispielsweise, der etwas ganz Spezielles verkauft.

 

2. Hast du dir schonmal überlegt eine unheimliche Weihnachtsgeschichte zu schreiben oder ein weihnachtliches Motiv für eine Horrorgeschichte zu adaptieren?

Da bringst du mich auf eine Idee.^^ Eine Weihnachtsgeschichte habe ich noch nicht adaptiert, aber ich finde generell, dass Horror gut in die Weihnachtszeit passt. Er bietet eine angenehme Pause von der Dauerbesinnlichkeit im Advent, lässt einen durchatmen und anschließend ist man wieder bereit für Plätzchen, Punsch und Co.

 

3. Dieser Adventskalender präsentiert eine Fülle wunderbarer Selfpublisher*innen. Wo liegen für dich die Vorteile beim Selfpublishing?

Der für mich wichtigste Vorteil ist die Freiheit, alles selbst zu organisieren, selbst zu entscheiden und auch die Geschichten zu veröffentlichen, die vielleicht nicht mainstreamig genug für einen Verlag wären. Ich habe Handlungsfreiheit bezüglich meiner Geschichten, der Themenwahl und ich kann bestimmen, wann ich sie veröffentliche, ohne zu lange Vorlaufzeit. Es muss nicht in ein Programm passen, sondern nur zu mir als Autorin. Die Branche hat sich stark Professionalisiert, sodass man genügend Ansprechpartner findet, wenn man Hilfe beim Feinschliff des Textes oder bei der Covergestaltung braucht. Ich kann mir sogar dabei aussuchen, mit wem ich zusammenarbeiten und wie ich es haben möchte. Welcher Verlag könnte mir all das bieten? 🙂

4. Was war dein bisheriges Highlight als Autorin?

Ein einzelnes Highlight kann ich wirklich nicht herausgreifen, es gibt da verschiedene Ebenen. Ein riesiges Highlight war das Autorenportrait über mich im Magazin »Der Selfpublisher«. Auch die Messen und Litcamps, wenn ich meine Kollegen und Leser treffen darf, sind jedes Mal Highlights mit ganz besonderen Momenten.

Das erste Mal das Taschenbuch des jeweils aktuellen Buchprojekts in den Händen zu halten, ist ein Highlight im Arbeitsprozess, weil man das Ergebnis sieht, wo hinein man all sein Herzblut und die Mühe gesteckt hat.

 

5. Was magst du an der Weihnachtszeit am Liebsten und welcher Nascherei kannst du nicht widerstehen?

Leuchtende Kinderaugen sind für mich das schönste an der Weihnachtszeit. Ich versuche, die meines Sohnes möglichst oft zum Strahlen zu bringen und gerade in der Weihnachtszeit ist das leicht.

Kaum widerstehen kann ich selbstgebackenen Plätzchen. Gerade die von meiner Oma wecken Kindheitserinnerungen und schmecken besonders lecker.

 

6. Gibt es etwas an Weihnachten, das dich nervt oder stört?

Weihnachtliche Pseudo-Freundlichkeit bringt mich auf die Palme. Menschen, die das ganze Jahr über nichts von Höflichkeit oder Freundlichkeit halten, können sich das auch in der Weihnachtszeit sparen.

 

7. Hast du einen Lieblingsfilm/-buch, dass du jedes Jahr zu Weihnachten aus der Kiste holst?

Nein, ich lese zwar jedes Jahr zu Halloween »Der Rabe« von Edgar Allan Poe, aber so eine Tradition für Weihnachten habe ich nicht. In den letzten Jahren haben mich Vorleseadventkalender für Kinder durch die Weihnachtszeit begleitet, das wird wohl dieses Jahr genauso sein.

 

8. Hast du aktuell ein Projekt in den Startlöchern und kannst du uns schon etwas darüber verraten?

Vor inzwischen fast einem Monat ist mein Schauerroman »Werwölfe in Aremsrath« erschienen. Die nächste Veröffentlichung dauert daher noch ein bisschen, aber ich schreibe momentan an einem modernen Hexenhorrorroman, der im Sommer 2019 erscheinen soll und gegen Ende 2019 möchte ich meine zweite Gruselanthologie veröffentlichen. Beides wird gewohnt gruselig und fies. Ich habe großen Spaß beim Schreiben. 🙂

 

9. Was wünscht du dir für 2019?

Wenn 2019 so wird wie 2018, bin ich an sich sehr happy. Vielleicht ein paar weniger Kindergartenviren, aber ansonsten ist jeder Tag das, was man daraus macht. 😀

Konkret wünsche ich mir, viele Litcamps und die Frankfurter Buchmesse besuchen zu können. Und falls es eine kleine Fee gibt, die Wünsche erfüllt, dann würde ich mir wünschen, dass sich mehr Leser an Horrortexte heranwagen. Damit meine ich nicht nur meine eigenen, sondern das Genre generell.

Liebe Tanja, vielen vielen Dank für deine Antworten!

Das war das letzte Adventskalender Special auf meinem Blog. Den krönenden Abschluss gibt es übrigens am 24.12 auf KeJas Blogbuch – mit einer riesengroßen Verlosung. Dort könnt ihr auch eines der Bücher meiner „Schützlinge“ gewinnen. Welches? Das wird noch nicht verraten.


Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

 

#SPBuch Adventskalender – 12 – Nina C. Hasse

#SPBuch Adventskalender – 12 – Nina C. Hasse

#SPBuch Adventskalender – 12 – Nina C. Hasse

(Werbung wegen Namensnennung)

Heute darf ich die liebe Nina C. Hasse im Adventskalender begrüßen!

Die liebe Nina war eine der ersten Personen, der ich damals auf twitter gefolgt bin und die mich auf meiner ersten Frankfurter Buchmesse als Autorin begrüßt und unter ihre Fittiche genommen hat. Aber sie ist nicht nur eine unglaublich liebe Person, sondern auch Autorin und Lektorin!

Übrigens, ihr Buch „Ersticktes Matt“ habe ich bereits hier auf meinem Blog rezensiert. Es ist eine der ersten Rezensionen, die ich hier geschrieben habe und ist noch ganz anders aufgebaut als meine jetzigen Rezis.

Auf Ninas Website erfahrt ihr mehr über ihre Bücher und die Arbeit als Lektorin. Auf ihrem Blog gibt es persönlichere Beiträge und auch die spannende Create & Inspire Interviewreihe.


 

  1. Hallo Nina! Wie bist du zum Schreiben gekommen? Und wie entstand die Idee, einen Steampunk-Krimi zu schreiben?

Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wann ich mit dem Schreiben begonnen habe. Ich weiß aber noch, dass ich bereits in der Grundschule Geschichten zu Bildern aus Zeitschriften geschrieben habe, teilweise mit verkehrt herum geschriebenen Buchstaben. Als ich 16 Jahre alt war, habe ich so richtig ernsthaft mit dem Schreiben begonnen. Damals war der Wunsch zu veröffentlichen schon da, allerdings habe ich das meiste für die Schublade geschrieben, darunter einen halben Fantasy-Roman und einen über die Hexenverfolgung in Salem.

Der Steampunk-Krimi war ursprünglich ein normaler Krimi – ganz ohne Steampunk. Allerdings habe ich beim Schreiben recht schnell gemerkt, dass der Roman in unserer »normalen« Welt nicht funktionierte. Ich bin dann recht zufällig auf Steampunk gestoßen  und dachte mir »Hey, das ist cool, damit will ich mich näher beschäftigen«. Ich habe den bis dato verfassten Roman dann noch einmal neu geschrieben und plötzlich funktionierte die Geschichte wesentlich besser.

 

  1. Dein Steampunk-Krimi „Ersticktes Matt“ spielt in einer überfluteten Welt in New York – was hat dich zu diesem Setting inspiriert?

Ehrlich gesagt, war auch das wieder Zufall. Ich hatte jetzt die Steampunk-Version meiner Geschichte, dennoch fehlte noch das gewisse Etwas. Im Urlaub sah ich eine Dokumentation über den Klimawandel und den Anstieg der Meeresspiegel und sogleich setzte mein Kopfkino ein. Also habe ich die Geschichte noch einmal umgeschrieben, die Floodlands entwickelt und Story und Figuren daran angepasst. Erst nach drei verschiedenen Fassungen hatte ich dann endlich ein rundes Bild.

 

  1. Feiern die Menschen in den Floodlands und der Stadt auch noch Weihnachten? Fährt der Weihnachtsmann vielleicht im Schnellboot statt im Schlitten?

Natürlich wird auch in meiner Version von New York Weihnachten gefeiert und auch die Menschen in den Floodlands feiern ihren Möglichkeiten entsprechend, wenn sie dem christlichen Glauben anhängen. Mit Santa bin ich persönlich nie so wirklich warm geworden, aber ich könnte mir Madelines Ehemann Antoni sehr gut als Weihnachtsmann verkleidet vorstellen.

  1. Du arbeitest sowohl als Autorin als auch als Lektorin – beeinflusst das dein eigenes Schreiben?

Auf jeden Fall! Mit jedem Manuskript, das ich im Lektorat bearbeite, lerne ich auch etwas für mein eigenes Schreiben dazu. Die vielen Fragen, die ich den Autoren im Manuskript stelle, versuche ich auch in meinem eigenen anzuwenden. Auf ein Lektorat kann ich meinerseits leider auch nicht verzichten. Man kann seine Texte zwar bis zu einem gewissen Grad überarbeiten, aber nicht selbst lektorieren. Irgendwann setzt die Betriebsblindheit dann doch ein.

Allerdings bin ich mittlerweile sehr sensibel für gern genutzte Formulierungen wie das allseits bemühte „Achselzucken“, „lächelte“, „blickte“ usw. Die fallen mir besonders auf, wenn ich sie in mein Manuskript schreibe. In der Rohfassung lasse ich sie oftmals stehen, spätestens der Überarbeitung fallen sie dann aber meist zum Opfer. 😀

  1. Selbst Schreiben und Lektorieren – das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Was macht dir in diesen zwei unterschiedlichen Prozessen denn am meisten Spaß?

Im Schreibprozess mag ich das Plotten am liebsten. Dieses Gefühl, wenn noch alles möglich ist, du die Figuren und eine ganze Welt um sie herum erschaffen kannst, ist manchmal ziemlich überwältigend, aber herrlich.

Beim Lektorieren mag ich auch das erste Lesen des Textes besonders, bei dem ich die Geschichte erst einmal selbst entdecken darf und nur erste Anmerkungen zu Figuren/Spannungsbogen/etc. mache. Dann habe ich das Gefühl, meinen Autorenkollegen am nächsten zu sein.

 

  1. Wie verbringst du Weihnachten am liebsten? Feiert ihr groß mit der Familie mit brennenden Tannen, angekokeltem Truthahn und Gezanke? Oder läuft alles besinnlich und friedlich ab?

Weihnachten ist bei uns eindeutig ein Familienfest, das seit ich denken kann gleich abläuft. Heiligabend verbringen wir bei Oma und Opa, mit Bescherung und leckerem Essen. Am 1. Weihnachtstag kommen dann Tanten und Cousinen dazu. Es ist immer fast schon kitschig-harmonisch und wir genießen diese Zeit gemeinsam sehr, weil wir eine recht große Familie sind und nur selten alle zusammenkommen.

  1. Was ist deine liebste Weihnachtsleckerei? (Falls du ein altes Familiengeheimrezept für umwerfend gute Plätzchen hast, gerne her damit!)

Ich liebe Zimtsterne und Lebkuchen, die ich aber immer kaufe. Ich bin koch- und backtechnisch nur so semi-begabt. Meine Oma macht superleckere Kokosmakronen, die ich dieses Jahr auch gerne selbst einmal ausprobieren möchte. Drückt mir bitte die Daumen, dass ich dabei nicht die Küche in Brand setze!

Hier das Rezept:

  • 4 Eiweiß
  • 200g feiner Zucker
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 2 Tropfen Bittermandel Backöl
  • 200g Kokosraspeln

Das Eiweiß zu Schnee schlagen, der so fest ist, dass ein Schnitt mit einer Messerspitze sichtbar bleibt. Nach und nach mit einem Esslöffel Zucker, Zimt und das Backöl unterschlagen. Danach langsam die Kokosraspeln unterheben. Mithilfe zweier Teelöffel kleine Teighäufchen auf Backoblaten setzen und bei leichter Hitze (je nach Ofen etwa 100° – 130°C) auf einem Backblech für etwa 35 Minuten backen. *yummy*

  1. Hast du ein aktuelles Projekt, an dem du arbeitest bzw. vielleicht in den Startlöchern zur VÖ? Und kannst/magst du uns mehr darüber erzählen?

In den Startlöchern zur Veröffentlichung leider noch nicht, aber ich arbeite natürlich am 2. Teil der Floodlands-Reihe. Und jetzt im NaNoWriMo habe ich ein Projekt geschrieben (bzw. schreibe es noch), das ich im Alter von 17 Jahren begonnen und irgendwann auf Eis gelegt habe. Die Geschichte hat mich allerdings nie losgelassen und bekommt jetzt endlich einen neuen Anstrich und ein funkelndes Steampunk-Gewand. Ausnahmsweise wird es mal kein Krimi, sondern ein Abenteuerroman, den ich gerne mit „Lara Croft trifft Jules Verne“ beschreibe. Wer also Abenteuer, Archäologie, Schatzsuche, Indiana Jones und Steampunk mag, kann sich unter dem Hashtag #AdLucem bei Twitter und Instagram schon einmal einen ersten Eindruck verschaffen. Ach, und eine Pinterest-Pinnwand gibt es natürlich auch – wie für alle meine Projekte.

  1. Was wünscht du dir für 2019 und worauf freust du dich im neuen Jahr besonders?

In erster Linie wünsche ich mir Gesundheit und ein wunderbares Jahr für mein gesamtes (digitales) Umfeld, meine Familie und Freunde und natürlich auch für mich. In Bezug auf meine schriftstellerische Tätigkeit hoffe ich, zwei Romane so weit fertig zu schreiben, dass sie in absehbarer Zeit veröffentlicht werden können.

Besonders freue ich mich auf eine Europareise, die ich im Sommer gerne machen würde, auf die Geburt meiner zweiten Großcousine und auf viele tolle Begegnungen mit lieben Menschen – online wie offline. Und natürlich auf spannende Abenteuer mit meinen Figuren.

Vielen Dank für das tolle Interview, liebe Nina!

Wenn ihr euch das Buch kaufen möchtet, dann ist der Dezember die beste Gelegenheit. Denn die liebe Nina spendet pro verkauftem Buch 1€ an den Bund Naturschutz. Tolle Sache!


Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

(Werbung wegen Namensnennung)

Heute im Adventskalender darf ich euch eine liebe Freundin und Nornennetz-Kollegin vorstellen.

Die kreative, engangierte und fabelhafte Elenor Avelle!

Bei so einer liebevollen und vergnügten Persönlichkeit würde man es nicht erwarten – aber Elenor liebt Grusel, Zombies und Halloween! Ihr erstes Buch „Infiziert – Geheime Sehnsucht“ habe ich rezensiert und zum Release damals mit einer Blogtour begleitet.

Auf ihrer Website findet ihr immer kreative Aktionen und spannende Hintergrundinfos rund um ihre Bücher.


1. Deine Geschichten „Infiziert“ und „Gefesselt“ spielen beide in einem dystopischen Settings mit immerhungrigen Zombies. Feiern die Charaktere trotzdem Weihnachten? Und wenn ja, wie?

Weihnachten spielt vor allem in „Infiziert“ eine große Rolle. Die Zombiekalypse findet kurz vor Weihnachten statt und der langsam verrottende Schmuck des Festtages, verkörpert den Niedergang unserer Zivilisation und der Werte der westlichen Welt insbesondere. Eine Weihnachtsfeier kommt allerdings in beiden Büchern nicht vor.

 

2. Dieser Adventskalender präsentiert eine Fülle wunderbarer Selfpublisher*innen. Wo liegen für dich die Vorteile des Selfpublishing?

Als Selfpublisher bin ich nicht an Marktforschung gebunden. Während ein Verlag Bücher veröffentlicht, die den gerade vorherrschenden Vorlieben entgegenkommen, kann ich schreiben, was immer mir am Herzen liegt.

 

3. Zu Halloween verwandelt sich dein Haus in einen magischen Hexenhof mit Zaubersteinen, Labyrinth und tollen Extras – wie sieht Weihnachten bei dir aus?

Wie Weihnachten bei mir aussieht, hängt sehr von meiner Jahresstimmung ab. Da wir nicht religiös sind, feiern wir das Ende der langen Nächte. Je nachdem, wie weihnachtlich mir zumute war, habe ich von Tannenzweigen, Kerzen, Spekulatius und Kakao Ende Dezember genug und packe zu Sylvester freudig alles wieder weg.

 

4. Welchen Charakter aus deinen Büchern würdest du gerne mal treffen?

Ich würde Gill gerne treffen. Nicht nur viele meiner Leser sind #TeamGill. Er ist ein außergewöhnlicher Mensch, ehrlich, verlässlich und locker.

 

5. Elenor Avelle ist nicht dein richtiger Name, oder? Wie bist du auf dein Pseudonym gekommen und warum hast du dir eines ausgewählt?

Meine Persönlichkeit kommt den Anforderungen des heutigen Autorendaseins nicht sehr entgegen. Deshalb finde ich ein Alter Ego für mich unerlässlich, dass meine Autorenseite nach außen präsentiert. Ein Pseudonym zu finden, ist gar nicht so einfach. Ich habe meinen Vornamen eingebaut, meinen Lieblingscharakter aus den Jane Austen Romanen, eine Schriftstellerin, die ich sehr bewundere. Auch ein Teil meines Nachnamens ist enthalten und da ich ein Fable für Schnörkel habe, habe ich noch zwei Buchstaben mit weichem Klang eingebaut.

6. Wie gehst du beim Schreiben deiner Geschichten vor? Wird alles haarfein geplottet oder lässt du deine Charaktere auch manchmal ins Ungewisse laufen?

Ich plotte so gut wie gar nicht. Das ist für mich, als würde ich als Mutter meinen Kindern vorschreiben wollen, wer sie zu sein haben. Das Schreiben ist für mich ähnlich wie ein Rollenspiel. Es entwickelt sich, von Gewissen Grundlagen ausgehend, selbst.

 

7. Was macht dir bei der Entstehung eines Buches, vom Schreiben über Überarbeitung bis hin zur Veröffentlichung und dem Marketing am meisten Spaß?

Das hängt stark von meiner Stimmung ab. Alles kann Spaß machen und ich habe auch schon bei jedem Schritt höllisch geflucht.

 

8. Was war dein bisheriges Highlight als Autorin?

Es gab viele Highlights. Der Schritt mich in die Autorenwelt hinauszuwagen, ist für mich wahrscheinlich das größte aller Highlights insgesamt.

 

9. Wird dein nächstes Buch auch wieder im „Infiziert“ Universum spielen und kannst du uns schon ein bisschen was darüber verraten?

Mein nächstes Buch, das im kommenden Sommer 2019 erscheinen soll, wird der Abschluss der Reihe. Es ist der Folgeteil zu „Gefesselt-Der Anfang“. „Gefesselt“ war eigentlich nie geplant. Die Geschichte ist entstanden, weil einige meiner Leser sagten, sie würden gerne mehr über Gill und die Hintergründe erfahren. Allen voran eine gute Freundin von mir, der ich das Buch auch gewidmet habe. Ursprünglich habe ich Gills Geschichte nur für sie geschrieben, doch das ganze hat sich verselbstständig und dann wurde nicht nur ein Roman daraus, sondern zwei. „Gefesselt – Die Rückkehr“, die Geschichte, in der es um Gills Heimreise nach London geht, und was er in seiner Heimatstadt vorfindet, ist das Buch, dass ich nach „Infiziert“ geschrieben habe. Daraus entwickelte sich dann der Vorgängerband „Gefesselt- Der Anfang“ und Rebecca erwachte zum Leben. Das ist der spannendste Moment für mich als Schriftstellerin, wenn eine Welt oder ein Charakter aus dem Nichts entsteht.

 

10. Was wünscht du dir für 2019 und worauf freust du dich im neuen Jahr besonders?

 Ich freue mich auf viele weitere tolle Momente mit Lesern und Kollegen und bin gespannt, wohin der Wind mich treiben wird.
Vielen Dank für das spannende Interview!

Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

#SPBuch Adventskalender – 01 – Books on Demand

#SPBuch Adventskalender – 01 – Books on Demand

#SPBuch Adventskalender – 01 – Books on Demand

(Werbung wegen Namensnennung)

Herzlich Willkommen zum ersten Türchen des Selfpublishing Adventskalenders! Ich bin dankbar und freue mich sehr, die Aktion, die sich Janna und Kerstin von KeJas Blogbuch ausgedacht haben, eröffnen zu dürfen. Den ganzen Dezember über erwarten euch spannende Interviews, Berichte, Kurzgeschichten und weitere Highlights.

Bereits hinter der ersten Tür wartet mit Books on Demand ein besonders interessantes Leckerli auf euch!

Was ist Books on Demand?

Books on Demand wurde 1997 gegründet und ist ein Unternehmen mit Sitz in Norderstedt nahe Hamburg. Books on Demand, kurz „BoD“ versteht sich selbst als Selfpublishing Dienstleister und bietet Publikationsmöglichkeiten und umfassende Services für Autor*innen und Verlage. Die Bücher, egal ob Ebook, Hardcover oder Taschenbuch sind in zahlreichen Shops erhältlich z.B. bei Amazon, Thalia oder Tolino. Der praktische Print-on-Demand Service schützt vor Flops und finanziellen Schäden: Ein Buch wird erst gedruckt und gebunden, wenn es bestellt wurde. Dadurch vermeidet man, dass unnötig Bücher im Müll landen oder in Regalen verstauben und zerknautscht werden. Durch ISBN kann man die Books on Demand Bücher auch in jeder lokalen Buchhandlung bestellen.

Heute mein Gast ist Thorsten Simon, Pressesprecher und PR-Experte bei Books on Demand. Vielleicht kennt ihr ihn schon von der Buchmesse oder dem Litcamp.


1. Hallo Thorsten, Vielen Dank, dass du uns heute Rede und Antwort stehen wirst! BoD gibt es nun bereits seit 20 Jahren – Wie lange bist du schon dabei und wofür bist du zuständig?

Ich bin seit fünf Jahren bei BoD und als Pressesprecher für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Meine Aufgaben umfassen dabei auch Blogger-Relations, Social Media und das Eventmanagement.

 

2. Ich habe den Eindruck, dass Selfpublishing inzwischen viel weiterverbreitet ist und auch von der Buchbranche ernstgenommen und akzeptiert wird. Das kann man unter anderen am Selfpublishing-Preis, der großen Selfpub Area auf der Frankfurter Buchmesse und der Zunahme von Hybridautor*innen erkennen. Welche Auswirkung hat diese Entwicklung für BoD und welche Veränderungen hast du in den letzten Jahren beobachtet?

Der Self-Publishing-Boom ist weiter ungebrochen. Immer mehr leidenschaftliche Leser*innen werden mit Self-Publishing zu Autoren*innen und erfüllen sich den Traum, ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Heute ist bereits jedes dritte neue Buch selbstverlegt – Tendenz steigend. Eine wichtige Entwicklung in den letzten Jahren ist dabei die zunehmende Professionalisierung der Autor*innen und damit verbunden die steigende Qualität der Bücher. Wer heute erfolgreich im Self-Publishing insbesondere in den beliebten Genres Fantasy, Romance, Krimi und Science-Fiction veröffentlicht, hat zumeist ein festes Team aus Grafiker*innen, Lektor*innen und oft auch Testleser*innen oder Marketingexpert*innen um sich.

Im Ergebnis entstehen so heute Bücher im Self-Publishing, die immer mehr Leser*innen begeistern. Der Erfolg der Titel steigert den Stellenwert von Self-Publishing und erlaubt es Autor*innen vom Schreiben zu leben. Beispiele hierfür sind die Fantasyautorin Mira Valentin und die Romance-Autorin Sarah Saxx. Als Self-Publishing-Plattform ist es unser Ziel, Autor*innen auf diesem Weg zu begleiten und zu unterstützen – mit Tipps und Services rund um die Veröffentlichung und natürlich bei der Vermarktung. Zugleich machen wir es uns zur Aufgabe, neue Vertriebswege zu eröffnen sowie die Sichtbarkeit von Self-Publishing-Titeln im stationären Buchhandel zu verbessern, um mehr Leser für unsere Autor*innen zu erreichen.

 

3. Auf eurer Website bietet ihr zahlreiche Serviceleistungen für Autor*innen an. Wie gehe ich als junger Schreiberling am besten vor, wenn ich mein Buch frisch geschrieben habe und es jetzt unbedingt bei euch veröffentlichen will?

Bevor das Buch bei BoD hochgeladen und veröffentlicht wird, sollte unbedingte folgendes berücksichtigt werden: Informiert euch im Vorfeld über das Veröffentlichen im Self-Publishing, macht euer Buch so gut, wie es euch möglich ist, und beginnt frühzeitig, euch mit dem Thema Marketing auseinanderzusetzen.

Im Self-Publishing haben Autor*innen die komplette Kontrolle über Inhalt, Gestaltung und Vermarktung ihrer Bücher. Mit der Freiheit geht aber auch mehr Verantwortung einher. Self-Publisher sind ihre eigenen Verleger und damit auch für das Marketing zuständig. Dieser Doppelrolle müssen sich Self-Publishing-Newcomer bewusst sein.

Auf ihrem Weg unterstützt BoD Autor*innen in jeder Phase der Buchveröffentlichung – vom Schreiben über das Gestalten bis hin zum Vermarkten. Sei es mit Services wie Korrektorat, Lektorat, Coverdesign oder auch Onlinewerbung und kostenlosen Rezensionsexemplaren für Redakteure und Blogger. Zusätzlich geben wir auch noch zahlreiche Tipps rund um die Buchveröffentlichung in unserem Autorenblog und Newsletter, in Webinaren oder in Vorträgen und Workshops auf Veranstaltungen wie den Buchmessen.

 

4. Wie groß ist das BoD-Team und wer arbeitet noch hinter den Kulissen mit dir?

Insgesamt hat BoD mehr als 180 Mitarbeiter*innen. In der Verwaltung sind es über 80 Kolleg*innen und in der Produktion je nach Jahreszeit 80 bis 100 Mitarbeiter*innen. Im aktuellen Weihnachtsgeschäft sind es aufgrund des außergewöhnlich hohen Auftragseingangs bei Buchbestellungen sogar noch ein paar mehr Kolleg*innen. Ich selbst gehöre zum Marketingteam und wir arbeiten natürlich eng mit unseren anderen Abteilungen zusammen zu denen unter anderem der Kundenservice, unser Herstellungs- und Autorenservice-Team, der Vertrieb, die IT und auch unser internationales Team gehören. BoD ist nämlich nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv, sondern auch in Frankreich, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen.

 

5. Veröffentlicht BoD alles? Oder gibt es eine Art Filter um z.B. gewaltverherrlichende, extremistische oder andere evtl. gesetzeswidrige Texte zu verhindern? Gibt es vielleicht sogar einen „Qualitätsfilter“ z.B. bezüglich Rechtschreibung und Grammatik?

Grundsätzlich kann jeder bei BoD sein Buch genauso veröffentlichen, wie er es möchte. Allerdings prüfen wir noch bevor es überhaupt zu einer Veröffentlichung kommt sehr genau, ob die Inhalte öffentlich Anstoß erregen können, politisch extremistische Positionen beinhalten, Personen verunglimpfen oder gegen geltende Gesetze verstoßen. Die großen Vertriebsplattformen geben zudem Richtlinien vor, an die sich Autoren und Distributoren zu halten haben.

Die Überprüfung erfolgt bei BoD in einem mehrstufigen Prozess. Zum einen kontrollieren erfahrene Mitarbeiter*innen die hochgeladenen Manuskripte sowie die verwendeten Bilder. Gleichzeitig suchen wir mit Hilfe eines umfangreichen Schlagwortkatalogs, der ständig aktualisiert und erweitert wird, nach auffälligen Inhalten. Strittige Titel werden abschließend von einer Expertenkommission begutachtet und entweder zur Veröffentlichung freigegeben oder abgelehnt.

Diesen umfassenden Prüfungsprozess durchlaufen sämtliche Bücher bei BoD – egal ob sie für eine Veröffentlichung über den Buchhandel vorgesehen sind oder nur für den Eigenbedarf ohne ISBN gedruckt werden sollen.

6. BoD vertreibt auch Bücher nach Großbritannien, Kanada, Australien und in die USA – kann man bei euch auch Bücher in anderen Sprachen veröffentlichen?

Als internationales Unternehmen unterstützen wir bereits heute Self-Publisher in acht europäischen Ländern dabei, ihr eigenes Buch professionell über den Buchhandel zu veröffentlichen. Da wir im Vorfeld einer Veröffentlichung jedes Buch prüfen und damit auch lesen müssen, können Autor*innen in jeder Sprache publizieren, die eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter von BoD beherrscht. So haben wir beispielsweise auch schon Bücher auf Türkisch und Russisch herausgebracht.

 

7. Was macht dir an der Arbeit bei BoD am meisten Spaß?

Am meisten Spaß bereiten mir die Bandbreite meiner Aufgaben sowie die Zusammenarbeit mit den Autor*innen. Jeder Tag bietet Abwechslung. Immer neue Autor*innen erzählen mit Self-Publishing ihre Geschichten und es ist sehr spannend, sie auf ihrem Weg zu begleiten und zu unterstützen. Das macht die Arbeit bei BoD auch so besonders. Seit 20 Jahren sind wir ein Vorreiter mit unseren digitalen Publikationsleistungen wie Print on Demand und Self-Publsihing und erweitern gemeinsam mit den Autor*innen und Verlagen die Vielfalt im Buchmarkt.

 

8. Ich möchte BoD und die Autor*innen des Hauses unterstützen! Wie macht man das am besten? Sollte ich die Bücher direkt über euren Shop ordern oder z.B. in die nächste Buchhandlung bestellen, um auf die Titel aufmerksam zu machen?

Wenn Leser*innen BoD-Autor*innen besonders unterstützen wollen, haben sie verschiedene Möglichkeiten. Titel, die über BoD erscheinen, sind im gesamten Buchhandel verfügbar – in über 1.000 Online-Buchshops und in allen Buchhandlungen. Wo Leser*innen ihre gewünschten Bücher bestellen, steht ihnen natürlich frei. Bei Bestellungen über den BoD Shop erhalten BoD-Autor*innen allerdings mehr Marge pro verkauftem Buch. Rezensionen in Online-Shops sind eine weitere wertvolle Hilfe, um auf ein Buch aufmerksam zu machen.

Als Partner der Autor*innen und auch des stationären Buchhandels ist für BoD eine größere Sichtbarkeit von Self-Publishing-Titeln in Buchhandlungen tatsächlich ein wichtiges Anliegen. Bestellungen über den stationären Buchhandel können daher helfen, selbstverlegte Bücher bei Buchhändler*innen mehr in den Fokus rücken. Auf diese Weise unterstützt man dann auch gleich noch den lokalen Buchhandel.

 

9. Vielen Dank für das Interview, lieber Thorsten! Zum Schluss: Gibt es ein aktuelles Buch aus eurem Haus, dass du den Leuten unbedingt empfehlen möchtest?

Aktuell lese ich das Buch „Löwenblut“ von Monika Pfundmeier. Ein historischer Roman über den letzten Staufer Konradin von Hohenstaufen, der als junger Regent in einen tödlichen Konflikt mit dem Pabst gerät. Das Buch hat im Oktober den Deutschen Selfpublishing Preis gewonnen und ist eine perfekte Mischung aus Unterhaltung und Historie.

„Infiziert“ von Elenor Avelle ist bei BoD erschienen. So sieht das ganze von Innen aus.

Vielen Dank für das Interview, lieber Thorsten! Damit habt ihr schon das Ende des 1. Türchens des #SPBuch Adventskalenders erreicht. Aber verzagt nicht! Schon morgen geht es weiter und zwar bei der wundebaren Janna!


Weitere Adventskalender-Stationen:

2. Dezember: Julia von Rein-Hrubesch

3. Dezember: Nora Bendzko

4. Dezember: Benjamin Spang

5. Dezember: Martin Krist

Teilnehmende Blogs:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.