Schlagwort: selfpublishing

Magret Kindermann #ProjektArbeitstitel

Magret Kindermann #ProjektArbeitstitel

Magret Kindermann #ProjektArbeitstitel

Die liebe Magret Kindermann, die ich euch heute bei #ProjektArbeitstitel vorstellen möchte, hat ein Händchen für schöne, nachdenkliche Worte und besondere Texte.

Ich bin Magret und schreibe Geschichten, seitdem ich das Schreiben lernte.

2011 oder 12 veröffentlichte ich in einem Blog Geschichten über Begegnungen beim Bahnfahren. Die waren oft eine Mischung aus Fiktion und Wahrheit. Ich erinnere mich an ein Paar, dessen Liebesgeschichte ich über Monate hinweg immer weiter erzählte, jedes Mal mit anderen Personen bestückt. Bis zum Schluss, denn leider trennten sie sich. Durch diesen Blog schrieb ich zum ersten Mal regelmäßig und mir wurde bewusst, dass ich so besser wurde. Aber erst Ende  2015 begann ich ernsthaft mit dem Schreiben und damit mit meinem Debüt. Diesen Sommer veröffentlichte ich mein viertes Buch, das erste in einem Verlag. Der New-Adult-Roman „Killing Zombies and Kissing You“ erschien im GedankenReich Verlag.

 

Die Feindin des Todes und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Zum ersten Mal schreibe ich Fantasy. Das ist ein Genre, das ich eigentlich gar nicht ausstehen kann. Aber das Prinzip finde ich toll und das will ich umsetzen. Aber mal gucken, ich bin nämlich kein Plotter oder Worldbuilder. Vielleicht setze ich das Projekt auch total in den Sand. Dazu kommt, dass ich momentan fast nur mit einer Hand tippe, weil mein Baby nur auf mir schlafen will. Erschwerte Bedingungen also.

Es geht um den Tod, der sich in ein Mädchen verliebt. Es ist eine Welt, in der kein Gott angebetet wird, sondern der Tod, voller Furcht vor dessen Macht. Also wird das Mädchen gemieden, selbst von ihrer Familie. Es verführt den Tod, sich sein Herz einzusetzen, um sich der Liebe ganz hingeben zu können, denn sie hofft auf sein Mitleid. Das tut er, doch die neuen intensiveren Gefühle machen ihn rasend. Aus Eifersucht tötet er den Verlobten der inzwischen jungen Frau und macht sie unsterblich, um sie für immer behalten zu können. Damit hat er allerdings gesorgt, dass sie damit eine Waffe gegen ihn hat. Zum ersten Mal hat der Tod eine Feindin …

Eigentlich ist dieses Projekt nur die Vorgeschichte eines weiteren Fantasy-Romans, in der sie ebenfalls eine Rolle spielt. Hoffentlich stolpere ich da nicht in etwas hinein, das mich jahrelang verfolgt. Der Arbeitstitel lautet sehr unkreativ: Der Tod und das Mädchen.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Es gibt keine Pläne. Beziehungsweise momentan lautet der Plan, wenigstens ab und zu ein bisschen zu schreiben. Durch das Baby bin ich zwangsläufig in einer Pause und ich denke, bis zum nächsten Sommer wird nicht viel passieren. Bisher habe ich 749 Wörter, alle mit einer Hand geschrieben.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich hab Bock auf einen Krimi, sowas zwischen Agatha Christie, Gone Girl und Tana French. Außerdem hab ich noch was Experimentelles mit dem Arbeitstitel „Zuckerschock“ angefangen. Das wird wohl was Kürzeres und dafür Hartes. Ach ja, eine Fortsetzung meiner Novelle „Tulpologie“ wartet auch noch. Sie spielt in den 70ern und Marlene ist in einer Beziehung, in der sie sich hundertprozentige Ehrlichkeit schwören. Das wird „Himmelogie“ heißen.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Ich kann das. Wirklich, diese Erkenntnis ist bereichernd und machte für mich einen gigantischen Unterschied aus. Mein Debüt schrieb ich, um mal ein Buch geschrieben zu haben. Um nichts zu bereuen. Weiter schrieb ich, weil ich erkannte, dass ich gut bin und dass Bücher schreiben gar nicht so unmöglich schwer ist.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deiner ersten Veröffentlichungen und deinen jetzigen Projekten?
Ich traue mich mehr, Regeln zu brechen, aber auch, welche einzuhalten. Insgesamt bin ich selbstsicherer geworden. Ich denke weniger daran, was die Leser über mich denken, stattdessen will ich was Echtes, Wahres erschaffen. Es geht beim Werk nicht mehr um mich, die Autorin dahinter, sondern um die Geschichte.

Die Genres fliegen bei mir wild durcheinander. Am liebsten werde ich nicht in welche eingeordnet. Aber dazu kann man sagen, dass ich mir eingestehe, mich mit dem Schreiben mehr dem Geschmack der Masse anzupassen. Ich glaube – und es ist mir unangenehm, das zuzugeben –, dass ich früher zu eingebildet war, um weniger intellektuell zu schreiben. Jetzt habe ich erkannt, dass eine Geschichte über Zombies und Liebe nicht weniger intelligent oder künstlerisch sein muss. Im Gegenteil, eine solche Mischung ist richtig geil.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Am schwersten fällt mir das Weiterschreiben nach einer langen Pause. Dann traue ich mich nicht mal, das Projekt zu öffnen, und finde es scheiße. Ist es erst mal geöffnet, finde ich es plötzlich klasse und es geht wieder. Aber in der Zwischenzeit fühlt es sich an wie Versagen.

Hast du eine Schreibroutine?
Mein Debüt „Zwei Königinnen“ schrieb ich innerhalb eines Jahres in Vollzeit. Ich nahm mir 1.500 Wörter täglich vor, einen Tag die Woche hatte ich frei. Ich war zwischendurch aber auch mal in Griechenland und Budapest zur Selbstfindung. Das Schreiben ging überraschend flott, im Sommer war ich fertig und korrigierte schon. Die „Tulpologie“ und „Und dein Leben, dein Leben“, schrieb ich zwischendurch, das war Wahnschreiberei, fast am Stück. „Killing Zombies and Kissing You“ schrieb ich irgendwie zweigeteilt, denn der Beginn meiner Schwangerschaft brachte mich aus dem Konzept. Das Interesse des Verlages rüttelte mich Monate später wach und ich schrieb den Rest. Bisher gibt es also keinerlei Routine für mich. Ich kriege das Schreiben gut unter, weil ich keine Serien gucke, denke ich. Aber der Alltag mit Baby wird mir nun zeigen, was es heißt, wirklich nicht schreiben zu können.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Mach dir nicht so viele Gedanken, wie ein Buch zu sein hat. Und sei gewissenhafter und nicht so ungeduldig.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich mag, wie Jennifer Lawrence mit ihrem Erfolg umgeht, wie Muhammad Ali überzeugt Werbung für sich selbst machte, wie furchtlos sich Freddie Mercury sich seinem kreativen Wahn hingab, wie schamlos ehrlich Anaïs Nin schreibt und wie zärtlich Milan Kundera dies tut.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Noch tausend Geschichten schreiben können und dass diese gelesen und verkauft werden, denn ich will auf jeden Fall vom Schreiben leben können. Das sollte ich in den nächsten fünf Jahren schaffen können, oder?

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Meine erste Buchmesse in Leipzig, denn dort traf ich Menschen, die diese seltsame, schreibwütende Seite an mir sehr gut von sich selbst kannten. Ich war nicht mehr allein damit. Und ich dachte, ich bin der einzige Mensch, der so tickt.

 

 

Eine kleine Kostprobe…

Da öffnete das Neugeborene ein Auge. Neugierig beugte er sich über es. Er hatte schon mit Säuglingen zu tun gehabt, aber da waren sie meistens schon tot gewesen. Seine Schwester hatte drei Kinder bekommen, doch nach den Geburten hatte man ihn nicht eingeladen. Den Tod hält man lieber auf Abstand, selbst wenn er der Bruder war. Dieses Kind war anders. Dieses war am Anfang seines Lebens, an Tag Null.

»Niemand ist gerade so weit von mir entfernt wie du«, sagte er.

»Was sagt er?«, flüsterte die Alte.

»Lauter!«, sagte die Köchin.

Der Tod hob den Kopf und betrachtete das Wesen mit dem einen blauen Auge vor sich. An schönen Tagen war das Moor genauso blau, doch diese Tage waren selten. Er hob seine Hand über den Korb. Die Augen der Frauen wurden größer. Der Tod machte hilflos eine Handbewegung, als würde er Salz über das Mädchen streuen.

»Bist du überhaupt eine gute Fee?«, fragte die Köchin und stemmte einen Arm in die Hüfte. Es musste der sein, mit dem sie immer die Eier aufschlug, denn der Bizeps war deutlich zu sehen.

»Er hat’s gesagt!«, rief die Alte. »Mich trifft keine Schuld, ich habe überall gesucht und er hat’s gesagt.«

»Ich bin die beste gute Fee, die ihr hättet finden können und das gerade war erstklassige Magie. Macht man jetzt überall so, hat euer Moorloch wohl noch nicht erreicht.«

Die Köchin blickte ihn länger an. »Wir haben auch nur dich. Also mach fertig, drei Gaben und so und dann raus hier.«

Der Tod hatte sich wieder dem Mädchen genähert. Hallo, hallte es in seinem Kopf. Erschrocken fuhr er zusammen. Es hatte nicht wirklich das Wort benutzt, aber es war die Bedeutung dessen gewesen, das Kind hatte ihn begrüßt. Und es sagte noch mehr. Es sagte: Guck mal. Mit dem zweiten Auge, das es öffnete, zeigte es dem Tod seine Seele.

Tränen stießen ihm in die Augen. Ergriffen wischte er sie sich weg und schniefte. Die Seele war zwar jung und ungestüm, doch sie war stark und hatte eine Ruhe, die ihn in die Knie zwang. Während ganz Jui an nichts Übermenschliches als den Tod glaubte, begann eben dieser an Götter zu glauben.

»Darf ich es halten?«, fragte er.

Da lächelte selbst die Köchin.

Mit Fingern, die sonst eher zupackten und würgten, hob er das Neugeborene aus dem Hängekorb und hielt es sich an sein flatterndes Herz. Die Seele des Kindes flocht ein Band aus ihrer Selbst und schnürte es um das Organ des Todes, das sich sofort beruhigte. Die Körperwärme des Kindes ließ ihn schwindeln. Er spürte den starken Drang, am Köpfchen zu riechen. Durfte er das? Das wäre sicher merkwürdig.

»Also gut, drei Gaben«, sagte er und wiegte das Geschöpf in seinen Armen. »Ich wünsche dir, dass die, die dich am meisten lieben, immer an deiner Seite bleiben. Ich wünsche dir, dass du die Ruhe im Sturm bist. Ich wünsche dir, dass du erkennst, was du suchst, was du willst und was du brauchst.« Er drückte einen Kuss auf die winzige Stirn und das Kind schloss schnell die Augen.

»Das war schön«, seufzte die Geburtshelferin, die mit blutigen Händen auf einem Schemel saß und das Putzen vergessen hatte.

 


Magret Kindermann

 

Ihre bisherigen Veröffentlichungen:

  • Zwei Königinnen“ (Februar 2017)
    • Soft Sci-Fi, SP bei Twentysix – auf amazon* kaufen
  • Tulpologie“ (Oktober 2017)
    • Novelle, SP bei Twentysix – auf amazon* kaufen
  • Und dein Leben, dein Leben“ (März 2018)
    • Novelle, philosophischer Thriller, SP bei Twentysix – auf amazon* kaufen
  • Killing Zombies and Kissing You“ (Juli 2019)
    • New Adult, Endzeit + Romance, im GedankenReich Verlag

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

Nina C. Hasse #ProjektArbeitstitel

Nina C. Hasse #ProjektArbeitstitel

Nina C. Hasse #ProjektArbeitstitel

Eine der allerersten Rezensionen auf diesem Blog schrieb ich zum ihrem Buch! Heute bei #ProjektArbeitstitel Nina C. Hasse!

Hallo zusammen! Ich bin Nina, wohne in Münster und schreibe hauptsächlich Steampunk-Geschichten.

Etwa seit meinem 13. Lebensjahr schreibe ich mit dem Ziel, zu veröffentlichen. Bis dahin sollten aber noch einige Jahre ins Land gehen. Meinen Debütroman „Ersticktes Matt“, einen Steampunk-Krimi & der 1. Band der Floodlands-Reihe, habe ich nach fünfjähriger Schreibzeit im Sommer 2016 veröffentlicht.

 

Ad Lucem und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Oh, an Projekten mangelt es nicht! (Aber bei welchem Autor tut es das schon?) Aktuell arbeite ich an zwei Romanen. Zum einen natürlich den 2. Band der Floodlands-Reihe, in dem Gesichtsanalytiker Remy Lafayette wieder in der Pfahlbautensiedlung im East River auf Mörderjagd geht.

Und zum anderen ein Steampunk-Abenteuer, das den Arbeitstitel „Ad Lucem“ trägt und das ich gerne mit „Lara Croft meets Jules Verne“ anteasere. Wer Abenteuer, Schatzsuche, Indiana Jones usw. mag, wird dort bestimmt auf seine Kosten kommen.

Und exklusiv für meine Unterstützer bei Patreon schreibe ich noch an einem dritten, vielleicht etwas seltsam anmutenden Projekt. Es heißt „Die Schatten von Manhattan“ und handelt von einer Bande Straßenkatzen, die sich im New York der 1920er Jahre herumtreibt. Ein richtiges Catventure, sozusagen 😊

Und eine Veröffentlichung steht auch kurz bevor: In den vergangenen Monaten habe ich auch viel Zeit mit der Hafermann-Anthologie „Erntenacht“ verbracht, die am 6. Oktober erscheint. Insgesamt 17 Autoren haben sich in Kurzgeschichten deutscher Folklore beschäftigt. Ich freue mich sehr darauf, wenn ihr das Buch in einigen Tagen in den Händen halten dürft. Es war und ist ein großartiges Projekt, an dem wir Autor*Innen viel Freude hatten und ich hoffe, dass euch bald ebenso viel Vergnügen beim Lesen beschert.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Im kommenden Jahr möchte ich auf jeden Fall den 2. Band der Floodlands veröffentlichen, das ist aktuell meine Priorität Nr. 1. Dieser wird wieder im Self-Publishing erscheinen. Mit „Ad Lucem“ würde ich es gerne einmal bei einem Verlag versuchen, um mich in der Hinsicht breiter aufzustellen und noch einmal einen anderen Blickwinkel auf den Literaturbetrieb zu erhalten. Mal sehen, ob und wie das klappt.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich habe vor Kurzem den ersten Halbsatz eines Klappentextes geträumt und war sofort Feuer und Flamme, diese Idee zu Papier zu bringen. Bisher schwirren in meinem Kopf ein paar Figuren und das Setting umher, aber das ist alles sehr vage und braucht noch ein wenig Zeit zum Reifen. Zwei Schlagworte kann ich aber schon verraten: Steampunk (wer hätte es gedacht?) und Raumfahrt.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Dass es immer länger dauert, als man anfangs glaubt. Ich kann Zeit nicht sehr gut einschätzen, v. a. wenn es sich um langfristige Projekte handelt. Das hat mich oft aus der Bahn geworfen, weil ich es frustrierend fand, wenn ich das Gefühl hatte, es geht nicht zügig genug voran. Mittlerweile bin ich da entspannter – zumindest ein wenig. Ich möchte die bestmögliche Geschichte schreiben, zu der ich zu diesem Zeitpunkt in der Lage bin, und dafür brauche ich Zeit, Durchhaltevermögen und eine Menge Geduld. Ich bin kein schneller Schreiber, der ein oder mehrere Bücher pro Jahr veröffentlicht. Das zu akzeptieren, ist ein Prozess, der immer noch andauert.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem 1. Buch und dem jetzt?
Ich gehe den Schreibprozess anders an, habe einen ausführlicher ausgearbeiteten Plot als beim ersten Buch. Ich weiß, was ich zu tun habe, um ein Manuskript fertigzustellen. Aber ich würde nicht sagen, dass es dadurch einfacher geworden ist. Plötzlich treten ganz andere Sorgen auf: Was, wenn ich nicht in der Lage bin, nochmal eine Geschichte zu schreiben, die an den Erstling heranreicht? Was, wenn ich die Erwartungen meiner Leser nicht erfüllen kann? Erzähle ich immer wieder die gleiche Geschichte, nur in anderer Form? Diese Gedanken hatte ich beim Debütroman nicht, meine eigene Erwartungshaltung an mich selbst war damals schon hoch, durch das positive Feedback von Leser*Innen, die nun auf ein neues Buch warten, ist sie jedoch noch einmal gestiegen. Ich hoffe, dass zukünftige Geschichten den Erwartungen der Leser*Innen und meinen eigenen gerecht werden.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
So simpel wie schwierig: das Anfangen. Nicht der Anfang einer Geschichte – der geht mir meist recht leicht von der Hand (und wird dann noch etwa tausendmal umgeschrieben) –, sondern der Beginn jeder Schreibsession. Ich bin ein Meister der Prokrastination. Wenn ich erst einmal angefangen habe, läuft es meistens wie geschmiert und ich mag gar nicht mehr aufhören. Aber anfangen …

Hast du eine Schreibroutine?
Ich arbeite als freiberufliche Lektorin und habe daher den ganzen Tag mit Literatur zu tun. Wenn ich mich um die Manuskripte meiner Autor*Innen kümmere, bleibt das Schreiben häufig auf der Strecke. Vor Kurzem habe ich daher die Entscheidung getroffen, zukünftig weniger Manuskripte im Lektorat anzunehmen, um meinen eigenen Projekten wieder mehr Zeit und Raum zu geben. Ich bin daher derzeit dabei, mir eine neue Schreibroutine anzugewöhnen, muss aber noch herausfinden, wie es für mich am besten funktioniert.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Bleib dran – auch wenn’s oft schwerfällt. Und arbeite einen Plot aus, verdammt nochmal! Du bist kein Discovery Writer.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Da gibt es einige. Vom literarischen Können würde ich hier Simon Beckett, Alan Bradley und – obwohl es mittlerweile ein Klischee ist – auch J. K. Rowling nennen. Auf Neil Gaimans Output bin ich einigermaßen neidisch und Liz Gilbert finde ich wahnsinnig inspirierend. Und dann gibt es noch eine fiktive Figur, die ich schon seit Teenager-Zeiten als Vorbild ansehe: Jessica Fletcher aus der Krimi-Serie „Mord ist ihr Hobby“. Meine kriminalistischen Ambitionen stufe ich als einigermaßen gering ein, aber diese Figur hat mich nachhaltig beeindruckt und inspiriert mich bis heute. Ihr verdanke ich zum Teil auch meine Liebe zum Genre des Kriminalromans.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Regelmäßig schreiben, veröffentlichen und gelesen werden.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, es gab und gibt so viele schöne Momente. Ein einzelner Tweet jemandem, der eine meiner Geschichten mochte, versüßt mir den ganzen Tag. Aber mein schönstes Erlebnis war wohl der Thementag zu „Ersticktes Matt“ an der Akademie für Kommunikation in Stuttgart im vergangenen November. Die Schüler*Innen haben sich wahnsinnig viel Mühe gegeben, die Designstudent*Innen hatten Bilder und Collagen zu meinem Roman angefertigt, es gab Diskussionsrunden und am Abend durfte ich noch eine Lesung halten. Es war unglaublich aufregend und wahnsinnig bereichernd. Das ist auf jeden Fall ein Erlebnis, an das ich mich immer wieder gerne zurückerinnere und das mich immer wieder motiviert, wenn es mal nicht so gut läuft.

 

Eine kleine Kostprobe…

Sehr gerne! Hier könnt ihr exklusiv die ersten Wörter von „Ad Lucem“ lesen. Es handelt sich allerdings um die Rohfassung, daher kann sich noch einiges ändern.

Der Alarm schrillte in einer Lautstärke, die Tote wecken konnte, und es hätte Faedra nicht gewundert, wenn sich die Mumien der Ägyptischen Abteilung nebenan in ihren gläsernen Särgen regten. Dies war nun wirklich das letzte Geräusch auf der Welt, das sie hören wollte. Denn im Moment baumelte sie kopfüber an einem Seil, etwa fünfzehn Fuß über dem Boden des Museums, die Hände nach der Abdeckung eines Schaukastens ausgestreckt.

Soviel zu: unbemerkt rein und wieder raus in unter sechs Minuten. Eine neue Bestzeit konnte sie jetzt wohl vergessen.

»Otis«, zischte sie. Wo zur Hölle war der Kauz, wenn man ihn brauchte? »Otis, komm her!«

Keine Spur von dem Vogel.

In Ordnung, Fae, bleib ruhig.

Die Dublin Metropolitan Police würde mindestens zehn Minuten brauchen, um zum Museum zu gelangen, und wenn sie Glück hatte, weitere drei bis fünf, bis man sie hier entdeckte. Der Nachtwächter war ihr geringstes Problem, nicht umsonst hatte sie den heutigen Abend für die Umsetzung ihres Plans gewählt. Freitagnacht hatte Carl Dienst. Carl war mindestens Mitte siebzig, verschlief den Großteil seiner Schicht und schlurfte so langsam durch die Gänge, dass sie ihm rückwärts auf einem Bein hüpfend entkommen wäre. Die Polizei hingegen war ein anderes Kaliber.

Sie atmete einmal tief durch, konzentrierte sich auf das Rauschen des Blutes in ihren Ohren, spürte, wie es von dem kräftig klopfenden Herzen durch ihre Adern gepumpt wurde. So lebendig hatte sie sich schon lange nicht mehr gefühlt.

Noch elf Minuten, vielleicht zehneinhalb.

Jetzt oder nie!

Mit einer schnellen Handbewegung löste sie den Diamantschneider von ihrem Gürtel, setzte ihn auf dem Glasdeckel auf, wie sie es bereits bei der Glaskuppel auf dem Dach gemacht hatte, und zog einen präzisen Kreis um die Mitte herum. Dann hob sie die Platte behutsam heraus und legte sie auf dem Rand der Vitrine ab.

»Otis«, rief sie erneut, doch der Kauz blieb verschwunden. Verflixt nochmal! Eigentlich sollte er sie vorwarnen, sobald sich Menschen näherten, doch falls er sich von einer Maus hatte ablenken lassen, war sie auf sich allein gestellt.

Sie zog sich noch ein wenig tiefer, langte in den Kasten und entnahm die enthaltenen Schmuckstücke. Eilig stopfte sie sie in einen schwarzen Samtbeutel. Zum Bestaunen war später noch genug Zeit, nun musste sie hier verschwinden. Wo zur Hölle blieb Otis?

Sie löste den Diamantschneider von der Scheibe, befestigte ihn wieder an ihrem Gürtel und verstaute das Säckchen in ihrer Hüfttasche. Mit Schwung richtete sie sich an dem Seil auf. Für einen Augenblick hatte der Schwindel sie im Griff, dann klärte sich ihr Blick wieder.

Sechs Minuten. Maximal.

Ein Geräusch an der Tür ließ sie aufmerken.

»Wer ist da?«, fragte eine Stimme, die eher verärgert als ängstlich klang.

Sie presste die Lippen aufeinander. So schnell hatte sie nicht mit dem alten Nachtwächter gerechnet. Hätte er nicht draußen auf die Polizei warten können?


Nina C. Hasse

 

Bisherige Veröffentlichungen:

  • Ersticktes Matt (Floodlands, Band 1), auf amazon* kaufen
  • Der Traum vom Fliegen (Floodlands Kurzkrimi), auf amazon* kaufen

Die Hafemann Anthologie „Erntenacht“ erscheint am 7. Oktober 2019.

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Jessica Bradley #ProjektArbeitstitel

Jessica Bradley #ProjektArbeitstitel

Jessica Bradley #ProjektArbeitstitel

Und wieder darf ich euch eine falbehafte Autorin und einen herzensguten Menschen vorstellen. Ich bin sehr gespannt auf ihr Buch: Jessica Bradley bei #ProjektArbeitstitel

Foto von Anne Servos

Hi, ich bin Jessica Bradley. Ich lebe mit meiner Familie und zwei Katzen in Bonn.

Ich bin Autorin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Ursprünglich komme ich aus dem Theaterbereich, habe aber dieses Jahr in den Film- und Serienbereich gewechselt. Zusätzlich bin ich noch Autorin von Kinder- und Jugendliteratur und „All Age“. Ich bin meistens im Drama und Fantasy Genre glücklich, schreibe aber auch Mystery und Horror.
Wie lange ich schon schreibe, kann ich gar nicht genau beantworten. Es hat mir jedenfalls sehr geholfen, die dunklen Seiten meiner Vergangenheit zu verarbeiten.
Mein erstes Drehbuch habe ich mit dreizehn Jahren geschrieben und am Kinder- und Jugendtheater aufgeführt. Seitdem begleitet mich, auch wenn in verschiedenen, künstlerischen Bereichen, das Schreiben regelmäßig.
Bisher habe ich noch keinen Roman veröffentlicht. Aber das wird sich im September dieses Jahres ändern.

 

Nachtfrost und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Ich habe im Moment ziemlich viele Projekte offen.
Zum einen die baldige Veröffentlichung meines ersten Romans: „Nachtfrost“.
Nachtfrost ist eine Hommage an das Märchen von H.C. Andersen, Das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Dieses Märchen war bereits in meiner Kindheit mein Liebstes. Den Roman selbst würde ich als sozialkritisches Drama sehen.

Zusätzlich schreibe ich noch an meiner Dystopie: „Vyrus“. Hier habe ich einen Genre-Mix von Fantasy und Dystopie erschaffen, von dem es voraussichtlich drei Bände geben wird.

Weiterhin arbeite ich gerade mit meinen Kollegen an einer Mystery/ Horror Serie, dessen Arbeitstitel: Dark Legends ist. Weiter kann ich aber nicht erzählen, lass euch überraschen. 😉

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Für Nachtfrost steht bereits ein Veröffentlichungsdatum an. Es wird der 16.09.2019 (meinen 42 Geburtstag^^) sein.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ehrlich? Viel zu viel um es auch nur anzuteasern. 😉

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Nicht alles sofort und gleichzeitig zu machen. Das war ein Fehler, den ich am Anfang gemacht habe. Dabei habe ich einigen Menschen ziemlich vor den Kopf gestoßen. Was ich im Nachhinein wirklich bereue. Ich wollte zu viel in zu kurzer Zeit.
Mittlerweile konzentriere ich mich auf max. vier Projekte gleichzeitig. Ist eins abgeschlossen, kommt das nächste Projekt dazu.

Hast du eine Schreibroutine?
Früher hatte ich keine. Ich habe mich hingesetzt, wenn ich dachte die Muse küsst mich.
Dabei habe ich so gut wie nichts geschafft.

Deshalb habe ich jetzt eine feste Schreibroutine. Jeder Tag, an dem ich nicht meinem Brotjob nachgegen muss, ist jetzt Schreibtag. Da nehme ich mir vier bis sechs Stunden Zeit.
Dazu gehört aber auch Organisatorisches, wie Mails beantworten und sonstiger Papierkram

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Lerne! Deine! Grenzen! kennen!
Schreibe und lese was das Zeug hält. Je mehr du schreibst und je mehr du liest umso besser wirst du.
Bleibe nicht allein in deiner Kammer sitzen. Geh raus und tausche dich mit anderen aus. Du wirst enorm davon profitieren und andere auch.

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich habe einige Vorbilder. Meist sind es Menschen, die eine ähnliche Vergangenheit haben wie ich und trotzdem etwas Künstlerisches daraus entwickeln konnten. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich nur um Autor*innen. Auch im Film und Musik Bereich, gibt es einige Menschen, die ich bewundere und die mich mit ihrer Geschichte motivieren.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Mein größter Wunsch ist es mich nur noch auf meine Kunst konzentrieren zu können. Die Menschen mit meinen Projekten zu begeistern und vielleicht zu motivieren, wie ich motiviert wurde.
Ich möchte Geschichten erzählen, egal mit welchem Medium, die die Menschen berühren.
In unserer schnell lebigen Zeit, brauchen wir etwas, dass uns kurz innehalten lässt und vielleicht sogar näherbringt. Dazu würde ich gerne meinen Teil beitragen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Mein schönster Moment war letztes Jahr bei der Bonntastik Veranstaltung. Als ich meine Kurzgeschichte „Zeitdieb“ vorgetragen habe und sehen konnte, wie ergriffen das Publikum von der Geschichte war.
Einige der Anwesenden hatte sogar Tränen in den Augen und haben mich später angesprochen und mir gesagt, wie sehr sie die Geschichte berührt hat. Das war ein unbeschreibliches Gefühl.

(Okay, die Autogramm Anfragen waren auch cool 😉)

 

 

Eine kleine Kostprobe…

Der Kurzroman Nachtfrost enthält eine Vielzahl sog. Trigger. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Deshalb ein genereller Hinweis: Menschen, die sich z. Z. in einer instabilen, emotionalen Verfassung befinden, rate ich ab, Nachtfrost zu lesen. Es besteht die Gefahr von sog. Flashbacks, Dissoziationen und ähnlichen Reaktionen.

Lauras Beine schmerzten, dennoch wagte sie nicht, ihre Position zu verändern. Seit Stunden hockte sie hinter ihrer Zimmertür. Ihr Magen knurrte. Sie hatte zwei Tagen nichts gegessen. Erschöpft kippte ihr Kopf zur Seite. Doch sie fing sich, bevor er geräuschvoll gegen die Tür schlagen konnte.

Angestrengt versuchte sie, auf die Geräusche zu horchen, die aus der Wohnung drangen. Jedes Mal, wenn sie Schritte vernahm, zuckte sie zusammen und rechnete damit, dass die Tür aufgestoßen wurde. Doch nichts geschah.

Aus der Wohnung über ihr drang Musik. Laura wusste nur zu gut, weshalb an Tagen wie diesen, die Nachbarn ihre Stereoanlage aufdrehten. Ihre Hilflosigkeit quälte sie, längst hatte sie aufgegeben. Die anfängliche Illusion jemand würde kommen und sie retten, verloren an Kraft von Monat zu Monat bis sie verpuffte.

Wie ein weiterer Schlag in die Magengrube. Sie wusste, nichts würde sie retten, wenn sie es nicht selbst tat. Und genau das hatte sie heute vor. Lange hatte sie an diesem Plan gefeilt, jede Möglichkeit abgewogen und alles genau durchdacht und geplant. Laura kaute an ihren Fingern und schmeckte den kupfernen Geschmack von Blut im Mund.

Sie wischte sich den Finger an ihrer Jeans ab und schob sie wieder unter ihr Knie. Ihr Gesicht pochte. Besonders die Stelle unter ihrem rechten Auge. Wieder Schritte im Flur. Laura spannte alle Muskeln an. Die Klobrille klapperte, dann hörte sie die Toilettenspülung rauschen; Schritte die sich entfernten.

Der Boden vor ihrem Zimmer knarzte. Laura atmete tief ein und hielt die Luft an. Die Wohnzimmertür, kurze Stimmfetzen aus dem Fernseher; anschließend war es wieder still.

Langsam löste sich ihre Anspannung wieder. Sie zählte ihre Herzschläge, die in ihren Ohren trommelten. Konzentrierte sich nur auf dieses dumpfe Geräusch. Es hatte Tage gegeben, da hatte sie gehofft, dass ihr Herz einfach damit aufhören würde. Doch diese Hoffnung entfernte sich mit jedem neuen Klopfen.

Als Laura die Wohnzimmertür erneut hörte, ging ihr Atem stoßweise. Sie wusste, dass ihr Zimmer, keinerlei Schutz bot. Die schlurfenden Schritte kamen langsam näher. Der Boden vor ihrer Tür ächzte.

 


Jessica Bradley

Die Veröffentichung von „Nachtfrost“ steht kurz bevor!

 

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Ivy Lang #ProjektArbeitstitel

Ivy Lang #ProjektArbeitstitel

Ivy Lang #ProjektArbeitstitel

Aaaah so gut wie Halbzeit bei #ProjektArbeitstitel! Wie schnell die Zeit vergeht. Heute stelle ich euch eine Person vor, die mir immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wenn ich sie sehe: Ivy Lang!

Hallo! Ich bin Ivy und ich schreibe Geschichten eigentlich schon seit ich schreiben kann.

Ja, ich habe schon in der Grundschule Geschichten am PC meiner Eltern geschrieben, um mir die Zeit zu vertreiben und mich in andere Welten zu träumen. Seitdem ist Schreiben für mich Entspannung, Unterhaltung und Eskapismus. Was alle meine Geschichten gemeinsam haben, ist der Kern, der immer eine Liebesgeschichte ist. Doch einfach „nur“ Romantik ist mir persönlich zu wenig. Es muss krachen, meine Figuren müssen einiges durchmachen. Die dunkle Seite der menschlichen Seele fasziniert mich einfach zu sehr. Auch die negative Kraft, die von Liebe ausgehen kann, ist bei mir immer ein Thema.

Man kann mich daher wohl am ehesten im Genre Romantic Suspense ansiedeln. Tatsächlich kombiniere ich Romance aber immer mit anderen Genres, z.B. Mystery Thriller, wie bei meinem veröffentlichten Roman „Teufelswetter“ oder einer Mafia-/Crime-Thematik, wie bei meinem aktuellen WiP „Lola“. Daneben habe ich Konzepte für Romantasy und SciFi-Romance in meiner Schublade.

 

Lola und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Aktuell überarbeite ich das Manuskript zu meinem WiP „Lola“ (#ProjektLola). Hier handelt ich sich um eine Romantic Suspense/ Dark Roamce-Geschichte. Die junge Lauren wird durch ihren Bruder in Mafia-Geschäfte verwickelt. Notgedrungen macht sie mit und stellt schnell fest, wie einfach sich hier Geld verdienen lässt. Daneben interessiert sie sich für Dominic, den Neffen des großen Capo, der zwar immer einen lockeren Spruch drauf hat, aber sonst so gar nicht ihrem Vorurteil eines Mafioso (Mobsters) entspricht. Das ist kein Zufall, denn Dominic ist eigentlich gar kein Mobster, sondern als Undercover-Agent in die Mafia-Strukturen eingebunden, um gegen eine Gruppe der Russenmafia vorzugehen. Beide kommen sich näher – finden ineinander jeweils das, was sie brauchen –, doch Dominics Auftrag wird bald erledigt sein und er wird aus Laurens Leben verschwinden müssen. Natürlich wird es zum Schluss ziemlich actionreich und spannend.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Mein Plan sah eigentlich vor, den Roman Projekt „Lola“ (Arbeitstitel „Mobster“) im Spätsommer im Selfpublishing rauszubringen. Nun habe ich eine Textprobe spontan bei einer Verlags-Challenge eingereicht, weil der Plot hier zufällig gepasst hat. Ein weiterer Verlag hat Interesse angemeldet. Sollte es mit den beiden Verlagen nicht klappen, gehe ich den Weg im Selfpublishing wie geplant weiter, allerdings dann vorrausichtlich erst etwas später im Jahr.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Meine Schublade ist voller Konzepte/ groben Plots und es fällt mir momentan schwer, mich für ein nächstes Projekt zu entscheiden. Erste Szenen habe ich u. A. verfasst für eine romantische SciFi-Dystopie, allerdings ist dies eigentlich ein Plot für eine ganze Reihe (mind. 4-5 Teile) und mir fehlt – realistisch betrachtet – die Zeit, um die Teile in entsprechend kurzer Frequenz fertigzustellen. Ebenfalls infrage kommen die Projekte „Flong“ (Fantasy ohne Drachen und epische Schlachten), „Bullseye“ (sehr düstere Romantik Suspense), „Kryptonite“ (New Adult Romance) oder „Loose“ (eher ein Psycho Thriller rund um die Anschläge des 11. September). Aktuell schreibe ich an Szenen für Projekt „Bullseye“ und hier flutscht es gerade sehr gut. Also, vielleicht wird das das nächste WiP. Tja, mal sehen.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Ich habe innerhalb kürzester Zeit so unglaublich viel Neues gelernt. Ich würde jedem, der aktuell noch zögert, ob er es wagen soll oder nicht, raten es einfach zu tun. Mit dem ersten Roman wird man eh nicht groß – er wird buchstäblich und in vielerlei Hinsicht ein Lehrstück sein. Durch die Erfahrungen mit der ersten Veröffentlichung bin ich mittlerweile definitiv besser geworden, sowohl was das Schreiben, als auch das Organisatorische angeht.

Unterscheiden werden sich die beiden Bücher natürlich im Inhalt, denn WiP „Lola“ hat keine Mystery-Elemente, wie „Teufelswetter“. Vom Umfang (Wortanzahl) her sind sie ähnlich, „Lola“ wird etwas kürzer sein. Aber natürlich hat sich auch mein Schreibstil geändert – neben den bewussten Änderungen, die dem anderen Genre geschuldet sind, bin ich nun auch etwas „erwachsener“ in meiner Sprache geworden.

 

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Zeit, Zeit, Zeit. Mir fehlt als Working Mom mit einer chronischen Krankheit (Diabetes Typ 1) einfach immer die Zeit. Ich musste zu einem „Opportunistic Writer“ werden, einer Autorin, die jede Gelegenheit zum Schreiben nutzt. Leider haut das nicht immer hin. Oft ist es dann so, dass ich nicht in Schreibstimmung bin, wenn sich plötzlich unverhofft doch ein Zeitfenster öffnet. Ich denke oft: Hätte ich mehr Zeit, meine ganzen Konzepte konkret anzugehen und fertigzustellen, dann könnte ich mir z.B. für ein Projekt einen Verlag suchen, während ich das andere im Selfpublishing rausbringe usw. Im Selfpublishing ist die größte Herausforderung die mangelnde Sichtbarkeit.

Hast du eine Schreibroutine?
Meistens schreibe ich tatsächlich dann, wenn ich Zeit dafür finde. Oft ist das abends/nachts, wenn der Sohn im Bett ist. Aber ich kann es schlecht planen, denn es kann auch immer was mit dem Sohn sein oder anderes dazwischenkommen. Ich versuche allerdings, jeden Tag etwas für mein Autorenleben zu tun. Wenn es nicht schreiben ist, dann vielleicht ein Beitrag für Instagram oder basteln an der Homepage, Papierkram oder Recherche.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Vielleicht würde ich mir sagen, früher ans Veröffentlichen zu denken. Ich habe sehr lange Zeit geglaubt, das wäre völlig illusorisch – keiner würde es lesen wollen, usw. Ich würde mir also raten, mutiger zu sein und den Weg als Autorin früher bewusst ein zuschlagen.

.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich versuche mich natürlich an anderen Autoren zu orientieren – weniger, wenn es um den Inhalt meiner Geschichten geht, als vielmehr an ihrem Auftreten, ihrer Strategie bei Veröffentlichungen etc. Daneben finde ich die „Buchbubble“, die Menschen, die ich in den letzten Jahren im Zusammenhang mit meiner Autorentätigkeit kennengelernt habe, unglaublich inspirierend. Der Austausch mit anderen Autoren und/oder Bloggern ist sehr motivierend, weil es einfach Spaß macht. Das macht den Unterschied zwischen „Schreiben, um der Welt zu entfliehen“ und richtigem Autorenleben.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Es wäre schön, mit dem Veröffentlichen weiterzumachen, weiter Neues dazuzulernen und den Spaß am Schreiben selbst zu erhalten.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Vor Freude geweint habe ich bei den Rezensionen nach der Leserunde zu „Teufelswetter“, denn die Resonanz war so überwältigend gut, wie ich sie niemals erwartet hätte. Ich bin blutige Anfängerin, keine studierte Germanistin etc., aber das hat mir gezeigt, dass ich wohl doch in der Lage bin Geschichten gut zu erzählen. Und es ist immer noch wunderschön, das Taschenbuch in die Hand zu nehmen, sein eigenes Werk in den Händen zu halten.

 

Eine kleine Kostprobe…

Ein Auszug aus „Teufelswetter“:

Zögernd öffnete Rachel den Verschluss der kleinen Flasche. Sie fürchtete sich vor dem Ergebnis dieses Experiments, doch mehr noch besorgte sie die Tatsache, dass sie ihm nicht wehtun wollte.

Vorsichtig träufelte sie eine kleine Menge von dem Weihwasser auf Lous Hand. Zuerst geschah gar nichts und Rachel war versucht, noch etwas mehr von dem Wasser zu nehmen. Doch dann zog Lou plötzlich seine Hand zurück und starrte angewidert darauf. Nach einer Weile hob er sie hoch, sodass Rachel sie sehen konnte und seine Augen leuchteten böse.

Die Stelle, die mit dem Weihwasser in Berührung gekommen war, war stark gerötet und die Haut warf kleine Brandblasen auf. Auch Rachel verzog das Gesicht. Ob aus Ekel oder aus Mitleid hätte sie in dem Moment selbst nicht zu sagen gewusst. Lou spuckte auf seine Hand, und verrieb den Speichel; dann zog er ein Stofftaschentuch aus der Hosentasche und wickelte es sich provisorisch um die verletzte Hand.

»Das tut mir leid«, platzte Rachel heraus. »Ehrlich.«

Lou sah sie kurz an und prustete dann laut vor Lachen los. »Es tut dir ehrlich leid?! Mann! Die gewöhnliche Reaktion ist lautes Gekreische: ›Hilfe, er ist der Teufel! Gott, beschütze mich!‹« Lou äffte die Reaktionen nach, die er sonst erhielt, wenn Menschen ihn wahrhaftig als Teufel erkannten. Dann lachte er wieder, bis sein Lachen nur noch dünn und eher verzweifelt klang.

»So weit ist es schon gekommen«, murmelte er in sich hinein.

Rachel stand unschlüssig da. Ja, es war absurd, Lou zu bemitleiden. Sie dachte an Michaelas Worte: Der Teufel wird immer menschlicher. Nun stand sie hier und wusste nicht, was sie tun sollte.

Lou hatte sich wieder gefangen und war zur Fahrerseite seines Wagens gelaufen. Erwartungsvoll sah er Rachel an. »Und? Kommst du nun mit?«

»Was wird es mich kosten?«, fragte sie.

Lou, der im Begriff war, in sein Auto zu steigen, schloss die Fahrertür und stütze seine Arme auf dem Dach des Wagens ab. Er sah Rachel prüfend an und kratzte sich am Kopf, so als würde er angestrengt nachdenken.

»Ich muss nach Vegas«, begann er. »Du willst nach Vegas. Hier stehen wir und es ist nur logisch, dass du mitfährst.«

»Aber du bist der Teufel.«

»Hör zu«, sagte Lou unvermittelt, »ich will deine Seele nicht. Du kannst tun, was du willst. Diese Fahrt nach Vegas wird dich nicht deine Seele kosten. Wir fahren, wir kommen an, das war’s.«

Rachel fragte sich, ob sie ihm trauen konnte. Wahrscheinlich würde das alles noch ein böses Ende nehmen. Sie überlegte kurz, ob sie das nicht beunruhigen sollte, wenigstens ein bisschen. Aber es war ihr einfach egal.

Lou schenkte ihr ein breites Grinsen. »Natürlich werde ich nicht ›Nein‹ sagen, wenn du dich mir anbietest.«

Rachel nickte, seufzte tief und stieg in den Wagen.

 


Ivy Lang

 

Das Buch „Teufelswetter“ könnt ihr u.a. auf amazon* bestellen. Bisher sind keine weiteren Veröffentlichungen geplant.

 

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

[Rezension] Am Horizont Schwarz von Nika Sachs

[Rezension] Am Horizont Schwarz von Nika Sachs

[Rezension] Am Horizont Schwarz von Nika Sachs

Ich bin ein totaler Nika Sachs Fan. Sie ist einfach ein wundervoller Mensch, unglaublich kreativ und feinfühlig und schreibt fantastisch! Nach „Schneepoet“ war ich hungrig auf mehr Geschichten von ihr. Umso glücklicher war ich als sie bei uns in der Buchhandlung und zuhause auf meinem Sofa direkt aus „Am Horizont schwarz“ vorgelesen hat.

Irgendwie hat es trotzdem ewig gedauert, bis ich Zeit für das Buch gefunden habe. Und wieder eine Weile bis ich die richtigen Worte finden konnte.


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  • Autorin: Nika Sachs
  • Titel: Am Horizont schwarz
  • Genre: Jugendbuch, Entwicklungsroman
  • Veröffentlicht bei: Twentysix
  • Prequel zur Luc Reihe, 1.: Schneepoet, 2.: Karmapoet, 3.: Abseitsliebe
  • 256 Seiten, TB: 9,99€ | Ebook: 6,99€
  • Auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Inga ist fünfzehn Jahre alt und seit kurzem mit ihrem Sandkastenfreund, dem drei Jahr älteren Lukas zusammen. Der nachdenkliche und eigensinnige Lukas, die Schule und die Zukunft bereiten Inga oft Sorgen. Was bringt die Zukunft? In welche Richtung geht es nach dem Schulabschluss? Die beiden verbringen die Nachmittage nach der Schule mit philosophischen Gesprächen, jeder Menge Unfug und stellen sich den Herausforderungen des Lebens. Dabei wird auch deutlich, dass Lukas einige Geheimnisse hat, die er nicht mit Inga teilen kann.


Meine Meinung:

Das Buch „Am Horizont schwarz“ spielt zeitlich zwar vor „Schneepoet“, aber ich fand es gerade spannend das Prequel erst nach Band 1 zu lesen. Man muss AHS auch nicht gelesen haben, um Schneepoet zu verstehen. Das als kleine Info vorweg.

Nika Sachs schafft etwas, was nur wenigen Autor*innen gelingt. Sie holt aus den unspektakulärsten Szenen Tiefgründigkeit und Spannung heraus. Dabei wechselt sie wunderbar zwischen Alltagskomik und Albernheit und Schwermut und Philosophie.

Ihre Charaktere sind lebendig, so leibhaftig und real. Als würde man mit ihnen bei Oma am Küchentisch hocken und sich bei Kaffee und Kuchen die Geschichte ihres Lebens erzählen lassen. Irgendwie nahbar, heimelig, zum Anfassen.

Die Fragen, die Inga beschäftigen sind so real und gut verständlich. Die Zweifel und Unsicherheit, mit der sie umgehen muss, das sind Gefühle, die uns alle in unserer Jugend und auch noch heute beschäftigen.

Inga ist schlagfertig, clever und absolut liebenswert, auch wenn sie manchmal richtig bockig sein kann. Lukas sehen wir in diesem Buch von einer ganz anderen Seite. Aus Ingas Sicht. In „Schneepoet“ haben wir so viel über ihn erfahren, dass es angenehm und spannend ist, ihn in jünger und mit Ingas Augen zu sehen. Man erahnt die Schatten, die auf seiner Seele lasten. Man beobachtet, wie er sich entwickelte und was die Beziehung für beide bedeutet.

Grufti und Hippie?

Sie sind ein wunderbar schrulliges Pärchen, unromantisch romantisch und teilen so viel miteinander und gleichzeitig so wenig.

Ich tue mich immer schwer mit Rezensionen zu Nikas Büchern, weil sie so vielschichtig, tiefgründig und auf besondere Weise einzigartig sind, dass ich dem Ganzen mit Worten kaum gerecht werden kann. Aber sie lösen in mir Gefühle aus, fesseln mich und machen mich nachdenklich.

„Am Horizont Schwarz“ ist definitiv eher ein Jugendbuch, es fühlt sich leichter an als „Schneepoet“, bei dem man durchaus oft Schlucken musste. Das ist auch mein einziger „Kritikpunkt“ – ich liebe die Reihe und vor allem ihren Tiefgang. Davon gibt es auch viel in „Am Horizont Schwarz“, dennoch ist Inga nicht ganz so nachdenklich wie Lukas. Oder auf eine andere Art und Weise. Die Grüblerei hat mir tatsächlich ein bisschen gefehlt.

Doch es ist eine wundervolle Ergänzung für die Reihe – ein neuer, interessanter Blickwinkel. Die Themen, die Inga und Lukas umtreiben, kennt wohl jeder Mensch und das macht das Lesen und die Entwicklung der Beiden so spannend und unmittelbar.

Fazit:

Eine dicke Empfehlung für alle von Nikas Büchern! Ihr einzigartiger Schreibstil, die lebensnahen Themen, die lebensechten Charaktere, die Balance zwischen Humor und Ernst. „Am Horizont Schwarz“ ist definitiv eher für eine jüngere Zielgruppe gedacht, aber wer die „Schneepoet“-Reihe liebt, der sollte definitiv auch zugreifen.

Weitere Meinungen:

 


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Jasmin Zipperling #ProjektArbeitstitel

Jasmin Zipperling #ProjektArbeitstitel

Jasmin Zipperling #ProjektArbeitstitel

Kennt irgendjemand Jasmin Zipperling alias Zippi noch nicht? Falls ja, dann wird es höchste Eisenbahn! Ihr Buch „Himmeldonnerglöckchen“ erscheint nämlich schon bald. Und es ist mindestens so süß wie Jasmin selbst.

Quelle: Miriam Wagner

Ich heiße Jasmin Zipperling, ich bin Teammitglied der Autorenwelt und freies Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift Federwelt.

Bisher habe ich Kinderbücher geschrieben. Meine Agentin (ja, ich habe eine Agentin! Als unveröffentlichte Autorin – wie abgefahren ist das denn bitte???) würde sich aber sehr über einen Roman von mir freuen. Hab damit auch schon angefangen!
Eigentlich habe ich schon als Teenager geschrieben, aber ich erinnere mich nicht mehr, wie das alles angefangen hat. Bei uns zu Hause gab es immer Bücher und Hörspielkassetten.

In diesem Jahr wird mein allererstes Buch bei Books on Demand erscheinen und ich bin dezent aufgeregt. Geplant ist Ende August, womit meine Premierenlesung am 31. August bei „9lesen“ zum Literaturcamp Hamburg stattfände.

 

Himmeldonnerglöckchen und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Auf mein Kinderbuch in diesem Jahr folgt noch eines im nächsten Jahr – es sind beides Vorlesebücher für Kinder ab 5 Jahren. Zuerst erscheint „Himmeldonnerglöckchen“. Darin geht es um Hopsi. Sie ist eine kleine Häsin und landet mit dem Wichtel Michi in der Weihnachtswerkstatt. Und auf einmal fragt sie sich, ob sie nicht lieber eine Weihnachts- als eine Osterhäsin werden möchte.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Die Veröffentlichung ist derzeit nur für die beiden Kinderbücher angepeilt, die im Selfpublishing bei Books on Demand erscheinen werden. Zu einigen Projekten hält meine Agentin mich auf dem Laufenden und dann gibt es noch Manuskripte, die erst einmal gut genug werden müssen, damit ich sie ihr zeige. Zum Glück kenne ich jede Menge tolle Menschen, die mir zur Seite stehen. Überhaupt ist das derzeit eine fantastische Erfahrung, die ich mache: So viele liebe Menschen sagen mir ihre Unterstützung zu – Gerüchten zufolge soll mir schon das eine oder andere Freudentränchen über die Wange gekullert sein.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Bei meiner Agentin schlummern noch ein Vorlese- und ein Bilderbuch. Ich habe einen Roman begonnen, in dem es viel um Mutterschaft geht. Dann habe ich grobe Skizzen für einen … ja, was ist das eigentlich? Könnte ein Thriller werden. Aber mit Humor. Bin noch nicht sicher. Darf es überhaupt lustige Thriller geben? Werde ich dafür verhaftet? *googelt die Caymaninseln*

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Mich auf den Ar*** setzen und schreiben. 😀 Wenn ich einmal angefangen habe, geht es. Aber vorher fällt mir auf, wie dreckig meine Wohnung ist oder dass ich noch Sachen für die Autorenwelt erledigen muss. Und ein Artikel für die Federwelt muss ja bereits in zwei Monaten abgegeben werden. Und ich bin ja immer gerne pünktlich und zuverlässig …  Ich habe den schwarzen Gürtel in Prokrastination.

Hast du eine Schreibroutine?
Nope. Hauptberuflich arbeite ich als Sekretärin in der Kölner Innenstadt. Das ernährt mich. Und es finanziert mein Buch-Leben. Ich nehme an vielen Veranstaltungen mit Buchmenschen teil. Anreise und Unterkunft müssen also bezahlt werden. Und neben diesen Ausflügen, meiner Arbeit für die Autorenwelt und meinen Artikeln für die Federwelt und den Selfpublisher schreibe ich meine eigenen Projekte. Immer wenn es gerade passt. Und wenn meine Wohnung endlich sauber ist. Das alles klappt auch nur, weil ich nebenberuflich nichts anderes mache, als diesen Buch-Kram. Trotzdem warte ich noch auf den Tag, an dem ich endlich kapiere, dass ich meinen Schreibprojekten die höchste Priorität zuordnen sollte.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Ja, ich weiß, dass du jetzt glaubst, dass du eine untalentierte Vollpflaume bist. Ja, ich sehe, dass du gerade in embryonaler Haltung auf der Couch liegst und heulst, weil dein Text im Forum auf unsensibelste Weise zerpflückt wurde. Und ich weiß auch, dass du von nun an Angst haben wirst, jemandem deine Texte zu zeigen. Aber es wird besser werden. Du wirst länger brauchen als alle anderen, um dein erstes Buch zu veröffentlichen, weil du Angst hast. Das ist okay. Du wirst das Schreiben ja doch nicht lassen können und du wirst besser werden. Auf der Buchmesse 2018 wirst du dann endlich den verbalen Tritt bekommen, den du brauchst und dann legst du los. Mach einfach weiter.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich verehre Astrid Lindgren und Michael Ende. Aber die sind beide tot. Vielleicht sollte ich einfach sagen, dass meine gesamte Buchbubble mich inspiriert und motiviert. Wir unterstützen uns gegenseitig und stehen einander zur Seite. Das finde ich unheimlich toll.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Okay, das ist jetzt echt doof und meine Antwort ist voll peinlich. Aber leider auch ehrlich. Ich will im Grunde immer nur eines und das ist Anerkennung beziehungsweise das Gefühl dazuzugehören. Ich denke, das wird sich auch in Zukunft nicht so schnell ändern.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Puh … da gibt es einige. Mein erster Artikel in der Federwelt. Mein Cover für den Selfpublisher. Dass Books on Demand mich zum 20-jährigen Jubiläum eingeladen hat. Als ich den Vertrag mit meiner Illustratorin Esther Wagner unterschrieben habe (dadurch wurde es real, dass es wirklich ein Buch von mir geben wird – und eure Reaktion auf mein Cover zeigen eindeutig, dass Esther eine Göttin ist).

 

Eine kleine Kostprobe…

Ausschnitt aus Himmeldonnerglöckchen:

Hopsi starrte auf den Holzboden unter ihr. Was war gerade geschehen? Sie klammerte sich immer noch an Michis Hand. Sie hörte viele Stimmen und ein Windhauch streichelte ihr Gesicht. Hopsis Mümmelnase wackelte. Sie wusste nicht, wonach es hier roch, aber der Geruch war süß und machte ihr großen Appetit.

„Motziges Marzipan! Was zum dreimal gerührten Keksteig machst du in der Weihnachtswerkstatt?“, fragte Michi.

Weihnachtswerkstatt? Hopsi hob den Blick. Sie befanden sich in einem seltsamen Raum. Er war riesig, aber es gab hier so viele Wichtel, dass Hopsi Michis Hand losließ und die Arme eng an den Körper zog. Aus dem Nichts tauchte ein Mädchen auf. Sie hatte tatsächlich Flügel und flog direkt auf Hopsi zu. Ach, du liebe Möhre! Jeden Moment würde sie mit ihr zusammenstoßen. Die kleine Häsin hielt sich schützend die Arme vors Gesicht. Doch nichts geschah. Sie lugte zwischen ihren Armen hindurch. Das Mädchen schlug kräftig mit den Flügeln und glitt einfach über sie hinweg. Hopsi sah ihm verwundert nach und schmatzte. Wieso konnte es fliegen?

„Sie ist ein Engel. Die haben Flügel“, erklärte Michi. Dann drehte er sich mit seinem Bündel aus Zweigen einfach um und hüpfte davon.

Hopsi folgte Michi zaghaft durch die Menge. Sie wusste nicht so recht, wie sie sich hier unter den seltsamen Wesen zu benehmen hatte. Die Wichtel trugen alle grüne Kleidung, aber Michis Mütze war die einzige mit einem Glöckchen. Das war auch gut so, denn so konnte Hopsi dem Glöckchenklingeln folgen. Bei dem Gewusel war Michi nicht immer zu sehen. Sie duckte sich, weil ein Wichtel über ihren Kopf hechtete.

 


Jasmin Zipperling

 

„Himmeldonnerglöckchen“ erscheint voraussichtlich im August bei Books on Demand.

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Catherine Strefford #ProjektArbeitstitel

Catherine Strefford #ProjektArbeitstitel

Catherine Strefford #ProjektArbeitstitel

Ich bin immer wieder begeistert wie vielfältig die Menschen sind, die ich bei #ProjektArbeitstitel vorstellen darf. Heute Bloggerin, Grafikdesignerin (auch Buchcover!) und Autorin: Catherine Strefford!

Hallo, ich bin Catherine Strefford, noch unveröffentlichte Autorin und ich schreibe zur Zeit an meinem ersten Roman. Nun ja, jedenfalls der erste, der veröffentlicht werden soll.

Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht mehr so recht, wie das mit dem Schreiben überhaupt angefangen hat. Aber die erste Geschichte die ich geschrieben habe, an die ich mich bewusst erinnern kann, hieß „Soap Girls“ und handelte von meiner Cousine und mir und unserer Topkarriere als Girlband. Geschrieben auf der Schreibmaschine meiner Oma. Die Geschichte habe ich nie fertig gestellt und auch aus der Girlband ist nichts geworden … 😀
Später habe ich Fanfictions geschrieben. Oh ja, von mir geistern zwei Kim Possible Fanfictions im Netz herum. Ich habe auch mal ein Drehbuch für einen Friends-Film geschrieben. Und ein Theaterstück über eine Zahnfee und einen heimtückischen Zahnarzt (das möchte ich demnächst mal in Romanform umschreiben).

Ich habe viel ausprobiert, viel angefangen, nur wenig zu Ende gebracht. Das Schreiben war immer ein Hobby, nichts von dem ich dachte, daraus könnte man was machen, damit könnte man Erfolg haben. Andererseits war der Beruf den ich in Freundebücher eingetragen habe fast immer: Autorin. (Wenn nicht Autorin, dann Malerin, aber der Zug ist wirklich abgefahren. ^^)

Also habe ich 2017 die Ärmel hochgekrempelt und den Stift wieder aufgenommen. Beim damaligen NaNoWriMo habe ich die Rohfassung von „Better World Project“ geschrieben, welches eigentlich mein Debüt werden sollte. Aber es fühlte sich noch nicht richtig an. Es musste noch mal zur Seite und „Nur kurz leben“ durfte vortreten – mein aktuelles Projekt.

 

Nur kurz leben und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Gerade arbeite ich an meinem Debüt „Nur kurz leben“, ein Entwicklungsroman mit Road-Trip-Touch. Es geht um Richie, der die Schnauze voll hat von seinem Leben. Es läuft einfach nicht so richtig. Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner. Darum raubt er eine Tankstelle aus und will sich in den Süden absetzen. Um schnell dorthin zu kommen, klaut er ein Auto. Zu spät fällt ihm sein Fehler auf: Leon, der auf der Rückbank geschlafen hat und den er nun nicht mehr los wird. Den Rest müsst ihr dann selbst lesen, wenn es soweit ist. 😉

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Als Selbermacherin habe ich mich entschieden das Buch ohne Verlag im Rücken zu publizieren, also als Selfpublisherin. Dafür muss noch einiges geplant und gemacht werden:  aktuell stecke ich Hals über Kopf in der Überarbeitung, da ich „Nur kurz leben“ Ende Mai an meine Testleser übergeben möchte, parallel überlege ich mir bereits eine Marketing-Strategie und wie ich das Buch bewerbe, zudem ist für den Spätsommer/Herbst eine Crowdfunding-Kampagne vorgesehen, mit der ich das Lektorat finanzieren möchte und wenn alles nach Zeitplan läuft, soll „Nur kurz leben“ nächstes Jahr um diese Zeit veröffentlicht werden.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich kann mich für vieles begeistern: Gegenwartsliteratur, Fantasy, Dystopien, Science Fiction und mag mich auch gar nicht festlegen, was das Genre angeht. Ich handhabe es da lieber wie Matt Haig, der mal sagte: be your own genre.
„Nur kurz leben“ ist ein Entwicklungsroman, während „Better World Project“ eher gesellschaftskritisch ist, mit minimalem dystopischen Touch, „Edward van Fear“ ist eher übersinnlich geprägt, während das Theaterstück mit der Zahnfee ein Gruselmärchen ist.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Ich kenne noch nicht alle Herausforderungen, die einem von der ersten Idee bis zum fertigen Buch in der Hand und der Vermarktung so bevorstehen. Aber ich glaube, das eine der schwierigsten Herausforderungen immer sein wird, sich nur auf ein Projekt zu konzentrieren. Die anderen so lange in der Schublade zu behalten, dass sie einen nicht ablenken und man am Ende nicht eine Autorin mit zig unveröffentlichten Rohfassungen ist. Man fühlt sich immer ein bisschen wie eine Rabenmutter, wenn man die anderen Ideen immer so wegstoßen und vernachlässigen muss.

Hast du eine Schreibroutine?
Für gewöhnlich schreibe/überarbeite ich morgens 1-2 Stunden, bevor ich mich dann an meine Arbeit als Gestalterin mache. Das klappt auch meistens ganz gut. Wenn eine Deadline näher rückt, dann räume ich mir auch tagsüber mehr Zeit ein. Das ist das schöne, wenn man selbstständig arbeitet, man kann sich die Zeit so einplanen, wie man sie braucht.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Schreibe jeden Tag, höre niemals auf, alles ist subjektiv und glücklich und zufrieden sein ist wichtiger als ein Job, der viel Geld bringt.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Im Grunde begeistert, motiviert und inspiriert mich jeder Mensch, der aus seinem Können etwas macht. Der begriffen hat, dass Erfolg nichts damit zu tun hat, dass es einem einfach in den Schoss fällt, sondern dass man hart für seine Träume und Ziele arbeiten muss und das auch tut. Es gibt nichts motivierendes als sich mit so Jemandem zu unterhalten.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Weiterhin viel, viel Schreiben und mein Debüt und noch viele weitere Bücher veröffentlichen. Ich würde mich sehr freuen, wenn irgendjemandem meine Geschichten genau so sehr gefallen, wie sie mir gefallen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Mit Kurzgeschichten habe ich bisher erfolgreich an zwei Wettbewerben teilgenommen, das war schon sehr toll. Aber noch schöner war, als ich eine Kurzgeschichte zum Testlesen an die liebe Antonie (auch bekannt als @lesewahn) geschickt habe und nicht nur eine, sondern gleich VIER begeisterte Mails als Rückmeldung bekam. Das war schon wirklich toll!

 

Eine kleine Kostprobe…

Ein Ausschnitt aus „Nur kurz leben“:

Es dauert kaum zehn Minuten, bis ich die Küste sehen kann. Die Sonne geht langsam unter, trotzdem sind noch immer viele Menschen unterwegs. Vermutlich nicht die beste Idee, in einen Urlaubsort zu flüchten. Aber flüchte ich überhaupt noch? Oder zögere ich nur hinaus?
Ich parke den Wagen an einer Böschung, vermutlich Halteverbot, aber es juckt mich nicht weiter. Ich schüttle Leon vorsichtig an der Schulter, aber er schläft tief und fest. Ich lasse ihn schlafen. Er wird mich schon finden. Ich hole eine Packung mit Eclairs und eine Flasche Cola aus dem Kofferraum. Dann gehe ich in den Sonnenuntergang. Fühle mich wie einer dieser Westernhelden und verstehe nun genau, warum sie die immer in den Sonnenuntergang reiten lassen.

Der Weg ist steil und ein paar Mal rutsche ich fast ab und befürchte, dass ich mir den Hals breche, ehe ich da bin, aber dann endlich wird es eben und das Gestrüpp wird weniger. Das Gras wird abgelöst von Sand und vor mir die unendliche Weite irgendeines Ozeans. Geografie war nie so mein Ding.
Ich gehe ganz nah ans Meer und setze mich dort in den Sand. Ziehe die Schuhe aus, so dass ich mit meinen Zehen im Sand graben kann. Ich esse einen Eclair und dann noch einen. Denn wann sitzt man schon mal am Meer, sieht zu wie die Sonne untergeht und die Sterne zu leuchten beginnen und isst einfach nur einen Eclair? Viel zu selten.

Als von der Sonne nur noch ein bisschen rot am Horizont übrig ist, lege ich mich in den Sand. Sehe den Sternen beim Leuchten zu. Versuche sie zu zählen. Dabei das stetige Rauschen des Meeres in den Ohren. Und das erste Mal seit einer Unendlichkeit, bin ich einfach zufrieden. Vielleicht sogar glücklich. Es ist egal, ob sie mich wegen dem Tankstellen-Geld einsperren oder denken ich habe einen Jungen entführt. Es ist egal, dass ich nicht weiß, was ich eigentlich möchte und was morgen oder übermorgen vielleicht sein wird. Alles nicht wichtig. Wichtig ist nur das hier.


Catherine Strefford

Aktuell steht noch kein Datum für eine Veröffentlichung fest.

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Julia von Rein-Hrubesch #ProjektArbeitstitel

Julia von Rein-Hrubesch #ProjektArbeitstitel

Julia von Rein-Hrubesch #ProjektArbeitstitel

Heute habe ich eine Autorin, die auf meinem Blog schon das ein oder andere Mal aufgetaucht ist. Sie ist einer meiner liebsten Buchmenschen überhaupt: Julia von Rein-Hrubesch! Ihre Bücher „Dein Paradies wächst“ und „Das Flüstern der Pappeln“ habe ich auch bereits rezensiert.

Hallo! Mein Name ist Julia. Die Frage „Wer bist du“ amüsiert mich, obwohl sie eigentlich eine sehr schwierige Frage ist. Man ist gezwungen, über sich nachzudenken und das, was man gefunden hat, auf einen Punkt zu bringen. Ich versuche das mal: Ich bin ein Mensch voller Emotionen, Kreativität und Liebe.

Angefangen zu schreiben … hm. Ich erinnere mich an Aufsätze, an denen ich die größte Freude hatte, während meine Mitschüler darüber stöhnten. Ich sollte mal eine Beschreibung eines Ölgemäldes als Hausarbeit machen, die die Lehrerin nicht benoten wollte, weil sie nicht glaubte, dass sie von mir sei. Ein Buch habe ich mit 11 Jahren angefangen zu schreiben, aber da habe ich nur den Anfang geschafft, das schien mir viel zu anstrengend. Erst mit Zwanzig habe ich das wieder aufgenommen und dann dafür gebrannt. Seitdem empfinde ich das Schreiben tatsächlich als meine Berufung. Ich habe mehrere Romane und Kurzgeschichten im Selfpublishing veröffentlicht.

 

Fallendes Wasser und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Zurzeit schreibe ich an „Fallendes Wasser“, eine Geschichte, in der eine junge Frau als Ferienjob in einem verlassenen Anwesen arbeitet, da dies verkauft werden soll. Als dort Türen schlagen und seltsame Dinge geschehen, ist sie wie besessen davon, herauszufinden, was in diesem Haus passiert ist. Sie ist sich sicher, dass das Anwesen und die Geister, die es bewohnen, ihr etwas mitteilen wollen. Mir gefällt der Gedanke, dass die Frau sich nicht fürchtet, wie es uns gern in diesen Geschichten erzählt wird. Sie ist neugierig und auch ein bisschen naiv, und sie bekommt Hilfe von einer sehr interessanten Figur, deren Persönlichkeit für mich eine Herausforderung ist.

Dann gibt es noch „Monster“, die Erzählung von Lise, die jeden Abend Kekse unter ihr Bett stellt. Eines Tages verschwindet der Großvater ihres besten Freundes, und sie ist sicher, dass er sich in der Welt der Monster aufhält. Diese Geschichte liegt in den letzten Zügen, sie ist bald fertig.

Und dann freue ich mich auf Hennie, eine meiner liebsten Figuren. „Das Flüstern der Pappeln“ ist mein beliebtestes und bestverkauftes Buch, was lustig ist, da ich Hennie anfangs überhaupt nicht mochte und dachte, dass es dem Leser genauso geht. Auch ist es das einzige Buch, das ich nicht an einen Verlag schickte, sondern gleich selbst herausbrachte. „Im Rauschen der Weiden“ ist die Fortsetzung von „Das Flüstern der Pappeln“. Ein Mammutprojekt, da ich den ersten Teil noch immer für mein bestes Werk halte. Es ist dicht und bringt alles auf den Punkt ohne Schmuck. Hach.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Ich schreibe zu jedem Projekt ein Exposé. Das mache ich sehr gern, es hilft vor allem zu sehen, ob man das, was man sagen will, auch tut. Wie ein Filter oder ein Trichter. Ich nenne es auch Bericht schreiben. Genauso wie ein Klappentext. Beides entsteht bei mir parallel zur Geschichte, ich empfinde es als Hilfsmittel. Ist das Exposé irgendwann final, schicke ich es zu Verlagen. Bisher habe ich das nicht immer gemacht, doch für die Zukunft ist das mein Plan.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ähm, da bräuchte ich viel Platz. Ich bin ein Ideen-Monster. Ich habe einen ganzen Ordner voll von Entwürfen, die ich alle ganz hervorragend finde. Ich denke, nach den genannten Projekten widme ich mich der Fantasy, da habe ich was in Planung. Das ist allerdings so riesig, dass ich mich ein wenig fürchte. Ich brenne schnell, doch das Feuer stets zu halten, ist dann schwierig.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Es dauert. Man muss geduldig sein. Das ist schwer für mich. Ich will mich immer gleich ins nächste Projekt stürzen, da bin ich extrem lustgesteuert. Und: Setze auf Profis! Ich habe Lektorat, Satz und Cover machen lassen. Das find ich unheimlich wichtig, und das Ergebnis war so … extrem befriedigend. Es gibt nichts anderes mehr für mich.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem ersten Buch und dem aktuellen Projekt?
Ich schreibe anders. Das Handwerk hat sich geändert. Weiterentwickelt. Ich möchte sagen, dass ich immer besser werde, was ja auch wichtig ist. Das Schreiben lernt man immer weiter, da ist man nie fertig. Ich schreibe langsamer, dafür sorgfältiger. Früher schrieb ich wie besessen und sortierte dann aus. Jetzt prüfe ich jeden Satz mehrmals auf seine Daseinsberechtigung, bevor ich ihn aufschreibe. Das ist anstrengender. Doch ich bin sehr zufrieden damit.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Oh, das ist einfach: Kontinuierliches Arbeiten und Marketing. Letzteres bekomme ich einfach nicht hin, ich weiß nicht, ob man dafür ein bestimmter Typ sein muss. Das kontinuierliche Arbeiten ist ein Prozess, an dem ich arbeiten kann, ich trainiere immer und immer wieder. Doch Vermarkten nicht. Das ist auch einer der Gründe, warum ich vermehrt Exposés verschicken werde.

Hast du eine Schreibroutine?
Diese Frage ist schon schwieriger zu beantworten. Das letzte Jahr habe ich damit verbracht, eine gute Routine zu finden. Überhaupt eine. Früher habe ich geschrieben, egal wie laut oder chaotisch es war. Ich erinnere mich an wuselnde Kinder und Lärm, und ich habe eine ganze Fantasy Reihe geschrieben. Heute kann ich das nicht mehr. Ich brauche Ruhe und Ordnung. Mann, klingt öde, oder? Und ich brauche einen ganzen Tag, um den Kopf frei zu kriegen. Ab September habe ich einen festen Schreibtag in der Woche. Ich bin sehr gespannt!

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Mach weiter. Schreib mehr Bewerbungen. Mehr. Mehr. Mehr.

Wie ist es, gemeinsam mit anderen ein Buch zu schreiben?
Es ist toll! Als würden sich ständig Türen öffnen, die man vorher nicht sah. Die man sich nicht mal vorstellen konnte. Zusammen schreiben bereichert und bringt Wissen. Schwierig ist, wenn man eine gewisse Vorstellung vom Text oder der Figuren hat und der Co-Autor es dann anders macht. Da muss man flexibel sein und nicht steif. Auch das kann ein Lernprozess sein.

 

 

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Leser*innen! Wenn ich eine begeisterte Leserstimme höre, springe ich gleich auf und schreibe. Ich glaube, es wird unterschätzt, was begeistertes Lesen mit uns Autoren macht. Vor allem Hennie aus „Das Flüstern der Pappeln“ hat mich fasziniert, das tut sie noch immer. Mir erzählen Leser*innen, wie sehr sie sich mit ihr identifizieren können. Das macht mich so selig.

Autor*innen! Autor*innen, die sich gegenseitig interviewen zum Beispiel. Zusammen zu schreiben, zusammen zu planen, ist unheimlich motivierend. Gegenseitig Werke analysieren. Vor allem Magret Kindermann, Nika Sachs und Vanessa Glau möchte ich hier nennen. Sie sind meine Motivationsriege.

Echte Menschen! Ihr Leben, ihre Ansichten, ihr Handeln.

Menschen, die Kunst machen! Musik! Ich habe unzählige Kurzgeschichten, die ich nach Songs geschrieben habe, vor allem nach Wintersleep. Und ich hab einen ganzen Roman nach „Deep below the earth“ von Matthew and the atlas geschrieben. Kunst allgemein, dahinter stecken ja auch Menschen. Esther Wagner zum Beispiel, ihre Bilder erzählen Geschichten, die man sofort aufschreiben möchte. Caspar David Friedrich malt ganze Universen voller Geschichten. Mich fasziniert oft die Atmosphäre, sie ist pure Inspiration. Reisen ist ebenfalls inspirierend, sagt ja jeder, aber das ist nun mal so ;).

Vorbilder habe ich nicht wirklich. Ich bin großer Fan von King, weil er Bilder im Kopf malt wie kein zweiter. Und weil er Dialoge kann. Ich bewundere jeden Autor, der Dialoge schreibt, die man einfach so überfliegt, ohne zu stolpern. Das ist sehr schwer. Zurzeit lese ich „Geisternächte“ von André Mumot, da sind Dialoge drin, die ich mehrmals lese, weil sie vom Handwerk so gut sind. Man kann also sagen, ich habe auch „aktuelle Vorbilder“. Und ich bin großer Hesse Fan, weil ich mich von seinen Texten verstanden fühle. Matt Ruff finde ich großartig, und Joselyne Saucier. Sie zählen auch als Vorbilder.

Bäume sind zwar keine Menschen, doch die muss ich unbedingt nennen. Die Natur, die Erde, auf der wir leben, sind oft große Inspiration für mich.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Mach weiter. Schreib mehr Bewerbungen. Mehr. Mehr. Mehr.“ – Das! Vor allem will ich das mit dem festen Schreibtag hinkriegen. Organisatorisch habe ich das bereits. Nun müssen Disziplin und Kontinuität folgen. Und ich will damit glücklich sein.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Mir hat mal eine Leserin auf der Straße hinterhergerufen, was für ein wundervolles Buch „Das Flüstern der Pappeln“ doch sei. Noch heute kommt mir dieser Moment unwirklich vor, eine Begebenheit, die man sich wünscht, und wenn sie dann eintrifft, kann man es kaum glauben. Und ich habe eine Mail von einem Verlag bekommen, eines meiner Projekte betreffend. Mehr kann ich da noch nicht verraten. Das war natürlich auch ein wahnsinnig aufregend Gefühl!

 

Eine kleine Kostprobe…

Sehr gern! „Fallendes Wasser“, (Psycho)Thriller + Entwicklungsroman

Es wurde viel zu schnell dunkel.  Madeleine trug den Tee und die Gebäckstücke, die sie in der Speisekammer gefunden hatte, auf einem Tablett in das Gärtnerhaus. Ihre Laptoptasche hängte sie um.

Edda nannte es Gästehaus, doch der andere Name gefiel Madeleine besser. Sie mochte die Vorstellung, in dem Häuschen zu wohnen, in dem einst der Gärtner von Fallendes Wasser gelebt hatte, auch wenn das einige Jahre zurücklag. Und sie war gespannt auf die Dame, die sich um die Rosen kümmerte. Vor ihrem inneren Auge tat sich ein Bild auf, wie sie zusammen im Pavillon saßen und Kaffee tranken und von Fallendes Wasser schwärmten. Wie sie wohl aussehen mochte, die Gärtnerin? Sicher trug sie einen geflochtenen Hut mit breiter Krempe und einem Band darum.

Das Gärtnerhaus stand schräg hinter dem Hauptgebäude. Es zeigte sich umringt von Birken und Sträuchern, doch nicht versteckt. Weiter hinten befanden sich Stall und Scheune, auf der anderen Seite der kleine See.

Madeleine seufzte, als sie den passenden Schlüssel suchte. Dies war ein Traum. Wie konnte man diesen Ort freiwillig verlassen? Sie wusste nicht, wo die Stampsons jetzt lebten. Überhaupt hatte sie keine Informationen über den Fortgang der Familie. Bei der Recherche hatte sie nur Zeitungsartikel über Pferderennen gefunden. Die Stampsons waren passionierte Reiter gewesen. Sicher haben sie sich zerstritten, dachte Madeleine. Und dann sind sie fortgegangen, weil sie sich nicht einigen konnten, wer Fallendes Wasser bekommt. Das, oder es spukt.


Julia von Rein-Hrubesch

 

Einen Buchtrailer zu „Das Flüstern der Pappeln“ gibt es hier:

Ihre bisherigen Veröffentlichungen:
  • Das Flüstern der Pappeln, auf amazon* kaufen
  • Dein Paradies wächst, auf amazon* kaufen

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

Anne Granert #ProjektArbeitstitel

Anne Granert #ProjektArbeitstitel

Anne Granert #ProjektArbeitstitel

Heute begrüße ich wieder eine großartige Autorin und einen absolut lieben Menschen bei #ProjektArbeitstitel: Anne Granert! Wenn ihr süßes Lächeln nicht reicht, um sie sofort super sympathisch zu finden, dann vielleicht, was sie euch über den Schreibprozess verrät…

Moin Moin, ich bin Anne und komme aus dem echten Norden Schleswig-Holstein.

Eines Nachts vor knapp 4 Jahren ereilte mich im Traum eine Szene zweier in Boston lebender Fremdweltler, die mich nicht mehr losließ. Bislang hatte ich erfolglos versucht, eine Fantasywelt zu erschaffen, war jedoch oft gescheitert. In dem Traum war dagegen alles so glasklar, dass eine Urban-Fantasy-Trilogie mit knapp 300.000 Wörtern entstanden ist, von denen ich die ersten beiden Bände bereits veröffentlicht habe (Des Sandes Widerhall/ Des Wassers Wiederkehr). Band 3 soll im Sommer 2020 folgen und ein Spin-Off ist auch in Planung.

Ich habe das große Glück, bei meinen Büchern mit Künstlern wie Marie Graßhoff und Anja Uhren zusammenzuarbeiten. Nebenbei arbeite ich an kleineren Projekten, darunter auch ein weihnachtliches Goodie für Kinder.

 

Die Talentierten und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Bislang habe ich mich am Genre Urban-Fantasy ausprobiert, was mir irre gut gefällt und bei dem ich langfristig auch bleiben werde. Langsam verbessert sich mein Schreibstil und mein Schreibhandwerk, meine tolle Lektorin Saskia Weyel (Zeilenrausch Lektorat) hat einiges dazu beigetragen. Daher arbeite ich nun zusätzlich an einer Belletristik-Frauen-Freundschafts-Geschichte, die mir sehr am Herzen liegt und die ich unter dem Pseudonym Marie Friedrich herausbringen werde.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Das Belletristik-Projekt spielt um Weihnachten herum. Daher ist eine Veröffentlichung im Herbst angedacht. Mitte Juli geht es ins Lektorat zu Alisha Schulz und dann habe ich noch ein paar Wochen für die Überarbeitung und das Korrektorat. An dem Buchsatz probiere ich mich selber aus, aber das Cover wird von Anja Uhren gestaltet.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
In dem Belletristik-Projekt geht es um eine Frauen-Freundschaft, die durch eine Krebserkrankung wieder aufblüht. Das Projekt für Kinder ist noch streng geheim. Achtung, geflüsterter Spoiler: Es hat was mit Weihnachten zu tun und ich darf mit der großartigen Künstlerin Anja Uhren zusammenarbeiten.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Die Welt geht nicht unter, wenn man Fehler entdeckt. Notfalls hilft eine Neuauflage. Und Leser sind natürlich subjektiv. Des einen Leid ist des anderen Freud und ich habe selten so unterschiedliche Meinungen zu Charakteren gehört, wie zu meiner Protagonistin Sunna.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem ersten Buch und dem aktuellen Projekt?
Da ich zurzeit ein Belletristik-Projekt verschriftliche, ist ein anderes Genre der Hauptunterschied. Aber auch der Schreibstil ist anders. Im Urban-Fantasy-Bereich schreibe ich lockerer von der Leber weg, bisweilen ziemlich ironisch und lustig. Das Belletristik-Projekt fordert mich anders heraus und ich habe diesbezüglich meinen Stil noch nicht gefunden.

 

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Als Selfpublisherin kann ich alles so und dann machen, wie ich möchte. Vielleicht ist dann eher die Herausforderung, mit selbstgewählten Deadlines zu arbeiten? Ich glaube, meine Herausforderungen sind von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Bei der Urban-Fantasy-Trilogie ist es das Plotting, weil ich sieben Hauptcharaktere miteinander verwebe. Zurzeit sagt mir mein Schreibstil im Belletristik-Projekt nicht zu und stellt mich vor eine sehr große Herausforderung. Werbung habe ich selbst in der Hand und da bleibe ich ganz entspannt. Ich habe noch eine kleine Familie und einen Brotjob, da kann ich nur die Sachen machen, die wirklich Spaß bringen, so wie Instagram zum Beispiel.

Hast du eine Schreibroutine?
Da ich als alleinerziehende Mutter neben dem Brotjob schreibe, muss ich mich gut organisieren und disziplinieren. Die Kinder haben absoluten Vorrang – alles andere kommt danach. Also schreibe ich an freien Tagen und abends. Wenn ich richtig im Flow bin, kann es schon passieren, dass ich um  4 Uhr morgens aufstehe. Allerdings sind meine Kinder noch in dem Alter in dem sie dann schnell an den Schreibtisch folgen. Also mache ich das nicht zu oft.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Einfach schreiben, du überarbeitest sowieso noch etliche Male. Handlettering, Lithografie, Postkarten, Blumenpressen, Serien gucken und Häkeln sind Formen von Prokrastination. Lass sie, schreib!

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
In erster Linie meine Lektorin Saskia Weyel, ohne sie wäre es nie zur Urban-Fantasy-Reihe Die Talentierten gekommen. Generell orientiere ich mich gerne an Künstlerinnen wie Anja Uhren oder Pam Grout und Liz Gilbert.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Ich möchte gerne alle Plott-Enden meiner Trilogie Die Talentierten sinnig voreinanderbekommen. Außerdem wünsche ich mir für das Belletristik-Projekt einen schönen Twist im Schreibstil. Und natürlich, dass beide Werke Leser*innen begeistern und ihnen etwas mitgeben, und sei es nur ein dickes und fettes Grinsen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Als mich die Twentysix.de-Jury zu einem Coaching nach Frankfurt auf die Buchmesse einlud und mein Werk zum Top-Titel kürte.

 

Eine kleine Kostprobe…

Prolog, LIAM (Des Mondes Widerstand – Die Talentierten 3, VÖ 2020)

»Das ist doch Wahnsinn!« Liam rieb sich die grau-glänzende Wange und verzog angewidert den Mund. »Selbst wenn ich wüsste wie, würden mich keine zwei kurvigen Nymphen dazu bringen, dich zu verwandelt. Du hast doch einen Sockenschuss.« Wütend stapfte er auf. Die dreckige Bodenfliese in der Bahnhofshalle zerbrach mit einem dumpfen Klirren.

»Pst«, zischte Jack und schob Liam in die hintere Ecke zwischen den verwaisten Schließfächern. Zumindest versuchte er das.

»Was soll das werden?«, fragte Liam trocken.

»Ich schiebe dich weiter in die Ecke.«

»Aha«, antwortete Liam, machte einen Schritt zurück und brachte Jack zu Fall. Er verschränkte die Arme vor der schmalen Brust und musterte seinen ehemaligen besten Freund von oben bis unten. Abendsonne schien durch verschmutzte Milchglasscheiben auf Jacks Haupt und veränderte sich zu verdünntem Blut.

Blut.

Liams Magen krampfte sich zusammen. Blut – hatte er noch welches? – rauschte in seinen Ohren und kämpfte mit seinen neuen, empfindlichen Sinnen um die Herrschaft.

Tausende von Eindrücken preschten auf Liam ein. Die tickende große Bahnhofsuhr. Die umblätternden Buchstaben und Zahlen in den Anzeigen. Entkräftetes Stöhnen einer alten Frau beim Erklimmen der steilen Treppe. Das feine Surren eines Kooati-Schwanzes, der am Saum eines langen Mantels entlangschwingt. Dicke Menschenfinger, denen der Schiebegriff des Reißverschlusses entgleitet. Die Säure des Filterkaffees bei Starbucks. Nein, das war nicht der Filterkaffee, das war der Mundgeruch eines Schaffners.

»Was hast du?«, fragte Jack. Er rieb sich den Arm, sein Sturz war auf dem rechten Ellenbogen geendet. Den Dreck von seiner taupefarbenen Jeanshose klopfend richtete er sich umständlich auf.

»Hunger«, knurrte Liam.

Jack wich zurück, die Augen erschrocken aufgerissen.


Anne Granert

 

Bereits veröffentlicht:

  • Des Sandes Widerhall – Die Talentierten 1, auf amazon* kaufen (24.01.2019)
  • Des Wassers Wiederkehr – Die Talentierten 2, auf amazon* kaufen (12.04.2019)

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


mit * gekennzeichnete Links sind affiliate Links des amazon Partnerprogramms. Falls ihr ein Produkt über den Link kauft, entstehen für euch keinerlei Mehrkosten, ich erhalte jedoch einen kleinen Anteil als Provision.

Matthias Thurau #ProjektArbeistitel

Matthias Thurau #ProjektArbeistitel

Matthias Thurau #ProjektArbeitstitel

Hallo zusammen! Wie schön, dass ihr wieder dabei seid. Ich darf heute mit Matthias Thurau den ersten Herren in der Runde dieses Projekts vorstellen:

Ich heiße Matthias Thurau, bin 33 Jahre alt, lebe in Dortmund und schreibe bereits mein Leben lang. Auf alten Grundschulzeugnissen findet man die ersten Hinweise darauf. Offenbar war das erwähnenswert. Mit 13 fing ich an, Lyrik zu schreiben, und blieb einige Jahre dieser Gattung treu. Seitdem fühle ich mich als Autor. Inzwischen schreibe ich Romane, Erzählungen und weniger Lyrik.

Als Teenager kam ich zum Schreiben, um Probleme mit meiner Umwelt zu verarbeiten. Lyrik bietet die Möglichkeit, Dinge auszudrücken, die man nicht in exakte Worte fassen kann. Indem man Bilder und Gefühle erzeugt, transportiert man Inhalte, über die man möglicherweise noch nicht zu sprechen bereit ist.

In meinem Leben habe ich mehr oder minder freiwillig verschiedenste Milieus, Szenen und vor allem Menschen kennengelernt: Linke, Rechte, Metalheads, Punks, Kriminelle, Junkys, Alkoholiker, Arbeiter, Musiker, Studenten, Soldaten, Gläubige und viele viele mehr. Das ein oder andere war oder bin ich auch selbst.

Vieles davon war nicht schön, aber hat mich mit einer Menge Stoff versorgt, den ich nun literarisch verarbeite. Es handelt sich bei meinen Werken thematisch also nicht gerade um leichte Kost. Allerdings lockere ich meine Geschichten gerne mit Humor auf. Wie im echten Leben: etwas Lustiges findet man noch im schlimmsten Leid.

Bisher habe ich noch keine Veröffentlichungen vorzuweisen. Sofern keine Katastrophe mehr dazwischenkommt, werde ich aber noch diesen Monat meinen ersten Roman „Sorck“ im Selbstverlag herausbringen.

 

 

Sorck und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
„Sorck“ ist ein Reiseroman und gleichzeitig so viel mehr als das. Die Geschichte handelt von Martin Sorck, der bei einem Wohnungsbrand alles verliert, von zwei Koffern und einem Kreuzfahrtticket abgesehen. Auf der Reise muss er eigentlich sein Leben sortieren und schauen, wie es danach weitergehen soll, aber es geschehen viel zu viele skurrile Dinge, als dass er wirklich Zeit dazu fände. Wichtig bei diesem Projekt war mir, dass es auf mehreren Ebenen funktioniert. Man kann es lesen und die Story genießen und lachen. Man kann den Roman allerdings auch tiefergehend interpretieren und beispielsweise versteckte Details und Bezüge zu Mythologie, Religion, Literatur, Kunst und Philosophie finden.

 

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
„Sorck“ ist weitestgehend fertig. Der Roman ging durchs Korrektorat und durchlief einen professionellen Buchsatz. Was fehlt, ist das Cover. Daran arbeite ich derzeit mit einem guten Freund, der zum Glück auch Ahnung hat. Es dürfte in Kürze bereit sein. Dann kann ich veröffentlichen. Hier könnte man anmerken, dass man das Cover idealerweise sehr früh fertig haben sollte, um gut damit werben zu können. Daran dachte ich allerdings noch nicht, als ich mir in den Kopf setzte, den Roman zu veröffentlichen.

Alles Weitere sind ein paar Klicks und Werbung. Noch immer habe ich ein seltsames Gefühl dabei, meine eigenen Werke zu vermarkten. Zweifel an der Qualität habe ich nicht, sondern will mich nicht aufdrängen. Das kennen sicherlich viele. Ich hoffe einfach, dass ich mehr Interesse als Widerwillen damit wecke. All die anderen Projekte brauchen noch mindestens eine Überarbeitungsrunde, Lektorate, Korrektorate und Cover. Dennoch hoffe ich noch auf mindestens eine weitere Veröffentlichung dieses Jahr.

 

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ideen für die nächsten Veröffentlichungen habe ich en masse. Einige davon sind bereits weit fortgeschritten und beinahe fertig, andere bloß Notizen. Hauptsächlich handelt es sich um Erzählungen.

Als nächstes wird eine kurze Dystopie kommen, die das Schicksal einer einzelnen Person darstellt und dadurch einen Teil des Staatsapparats und der herrschenden Gesellschaftsordnung. Sie trägt den etwas sperrigen Arbeitstitel „Wiedereingliederungsverfahren“.

Danach folgt eine weitere gesellschaftskritische Geschichte und eine, die das Thema Verlust behandelt. Sie sind bisher mit „Der Tod in Porto I“ und „Der Tod in Porto II“ betitelt, weil sie beide auf einer Portugal-Reise entstanden. Zwei kafkaeske Erzählungen warten noch und die Idee für den nächsten Roman steht auch bereits. Irgendwann soll definitiv noch ein Lyrikband erscheinen, aber damit lasse ich mir Zeit. Ob es also dieses Jahr noch klappen wird, weiß ich nicht.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Mein Schreibprozess beginnt mit viel Gedankenarbeit und Planung. Ich stelle Ideensammlungen zusammen, prüfe, wie und ob die Ideen zusammenpassen, sammele Material und recherchiere. Dann schreibe ich. Nach einer Pause von mehreren Wochen oder sogar Monaten überarbeite ich. „Sorck“ habe ich auf diese Weise geschrieben und das Manuskript dann weggelegt. Nach einer fast sechsmonatigen Pause habe ich es etwa drei Monate lang täglich bearbeitet, um am Ende ein anderes, runderes und 65 Seiten dickeres Manuskript zu haben. Um den Arbeitsaufwand zu verbildlichen: der Roman wird 252 Seiten (inklusive Impressum, Triggerwarnung etc.) umfassen, aber ich neben mir liegt ein Stapel mit etwa 800 bis 1000 Seiten an Ideensammlungen, Notizen, Hintergründen, Plänen und Arbeitsschritten dafür.

Dennoch empfinde ich das Drumherum der Veröffentlichung um vieles anstrengender als den kreativen Prozess. Klappentext, Autorenvita, Kurzbeschreibungen, Einordnung in Genres, Keywords und all das, was ich als Neuling in Sachen Selfpublishing zu lernen hatte. Und natürlich die Werbung sowie der Social Media Auftritt. Ich gehöre zu den etwas altmodischen Schriftstellern, die am liebsten nur schreiben würden und möglicherweise ein paar zusätzliche Essays veröffentlichen, um den Schreibprozess und die Ideengeschichte aufzuzeigen. Instagram und besonders Twitter haben zwar viele Vorteile, aber eigentlich bin ich eine recht private Person und würde auf viele Posts verzichten, wenn es heutzutage noch möglich wäre. Bedenkt man das alles, wäre ein Verlag vermutlich die bessere Lösung gewesen. Doch „Sorck“ musste endlich veröffentlicht werden, also mache ich das eben selbst.

 

Hast du eine Schreibroutine?
Einen festen Ablauf habe ich nicht. Ich arbeite täglich an meinen Werken. Alle zwei bis drei Wochen gibt es mal einen Tag, an dem ich nichts daran tue. Üblicherweise bin ich vormittags am produktivsten, habe dann ein Mittagstief und kann nachmittags weitermachen. Abends entspanne ich mich. Manchmal packt es mich auch und ich schreibe 10 oder 12 Stunden an einem Tag. In manchen Phasen schlägt sich diese Arbeitsweise als Flexibilität nieder. Dann wird mein restliches Leben davon nicht tangiert. In anderen Phasen allerdings wird dadurch jede Planung zerschlagen und ich verschiebe Treffen, trainiere und esse nicht mehr regelmäßig. Das Schreiben steht dann an erster Stelle. Alles und jeder andere wird untergeordnet.

Das hat zwei Hauptgründe: Einerseits das altbekannte „Ich kann nicht nicht schreiben“, also ein Getriebensein, andererseits die Tatsache, dass ich das Schreiben als einen Lebenssinnersatz betrachte. Dürrenmatt schrieb einmal, dass der Mensch alles aushalten könne, sofern er einen Sinn darin erkennen könne. Ich kenne nichts, was einem höheren Sinn näherkäme, als das Schreiben. Ohne diese Arbeit kommt mir mein Leben leer vor.

Schreiben ist mein Beruf, aber leider noch nicht meine Haupteinnahmequelle.

 

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
„Wenn du glaubst, das Werk sei fertig, glaub dir nicht!“

Man sollte Manuskripte eine Weile ruhen lassen und dann vollständig überarbeiten. Zwar muss es irgendwann abgeschlossen werden, aber selten ist es bereit für eine Veröffentlichung, wenn man es zum ersten Mal dafür hält. Ansonsten hat mein Vergangenheits-Ich im Rahmen seiner Möglichkeiten alles richtig gemacht. Es dauert seine Zeit, bis man reif genug schreibt, um an die Öffentlichkeit zu treten, und genug erlebt hat, um etwas von Bedeutung erzählen zu können. Diese Zeit habe ich mir genommen.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Über meine literarischen Vorbilder und Inspirationen spreche ich immer gerne.

Es gibt eine ganze Reihe von Autoren und Werken, die für mich und meine Arbeit wichtig sind. Häufig fällt mir erst nach Fertigstellung einer Geschichte auf, an wen oder was sie mich erinnert. „Sorck“ enthält Bezüge und Parallelen zu verschiedenen Vorbildern, aber in einer Mischung, durch die es niemals wie eine Kopie klingt. Das hoffe ich jedenfalls.

Am deutlichsten sind wohl die Einflüsse von Hermann Burger, Albert Camus, Hermann Hesse und Franz Kafka im Roman. Sprachlich und durch die Vermischung scheinbar nicht zusammengehöriger Storyelemente erinnert er an Burger, philosophisch an Camus, aufgrund des Protagonisten und der Struktur an Hesse und aufgrund mancher Szenen an Kafka. Was Alkohol und Drogen angeht, könnte man auch an Hunter S. Thompson, Charles Bukowski oder Henry Miller denken, die ich ebenfalls gern gelesen habe.

„Der Tod in Porto II“ ist stark von Hermann Hesse inspiriert (besonders vom Gedicht „Stufen“), während „Wiedereingliederungsverfahren“ einen Teil Orwell und einen Teil Kafka mit einer Liebesgeschichte verstrickt.

Als generelle Einflüsse sollte ich die Liste noch um Jorge Luis Borges, Daniel Kehlmann, Sartre, eine handvoll Graphic Novel Autoren und Philosophen erweitern. Die Liste ist also zu lang, um ins Detail zu gehen, was mich an welchem Vorbild besonders fasziniert. Meine Freunde können jedoch bestätigen, dass ich über jeden einzelnen von ihnen stundenlang begeistert erzählen kann, ohne darauf zu achten, ob es jemanden interessiert.

An den Namen kann man unschwer erkennen, was ich am liebsten lese. Etliche Einflüsse brachten mir damals auch die Jahre des Studiums (Komparatistik und Philosophie). Hinzu kommen natürlich noch persönliche Erlebnisse, die meine Hauptinspirationsquelle darstellen.

 

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Für mich wird „Sorck“ ein Erfolg sein, wenn die Verkaufszahlen mindestens dreistellig sind. Mir geht es dabei nicht ums Geld – wäre auch ein schlechter Ansatz bei meiner Art des Schreibens –, sondern darum, meine Gedanken zu verbreiten und Leser*innen zu finden, die sich davon angesprochen fühlen. Entsprechend ist es mir lieber, wenn 100 Leser*innen mein Werk kaufen und es lieben, es ihnen vielleicht sogar hilft, als wenn 1000 Leser*innen es kaufen und dann vergessen.

Ich wünsche mir, dass meine Texte die Leser*innen so intensiv beschäftigen, wie meine Lieblingstexte mich beschäftigt haben und es noch immer tun. Gute Bücher verändern ein Leben. Selbstverständlich würde ich zusätzlich gerne in Zukunft vom Schreiben leben können. Konkretere Ziele umfassen die Veröffentlichung von ein bis zwei Erzählungen noch in diesem Jahr, zwei im nächsten sowie einen Roman und einen Lyrikband.

 

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Es gab ein paar schöne Momente. Ein Leser interpretierte ein Gedicht von mir und zeigte auf, welche Passagen ihn besonders berührten, und eine Testleserin erzählte mir mehreren Wochen, nachdem sie eine Geschichte („Der Tod in Porto I“) gelesen hatte, dass sie noch immer darüber nachdenke. Beides entspricht genau der Wirkung, die ich erreichen möchte. Meine Werke sollen keine kurze Ablenkung vom Leben sein und keine kurzlebige Unterhaltung, sondern sollen etwas auslösen. Was das genau ist, hängt von der Leserin/dem Leser ab. Mehr als einmal bin ich auf reges Interesse für meine Geschichten gestoßen, wenn ich davon erzählte. Solche Momente geben Mut.

Außerdem war ich häufig beeindruckt von der Hilfsbereitschaft anderer Selfpublisher*innen und Lektorinnen, von denen ich so vieles habe lernen können. Das habe ich mir übrigens als Vorbild genommen und helfe selbst gern, wenn jemand tatsächlich weniger Ahnung haben sollte als ich.

 

Eine kleine Kostprobe…

Das hier ist der Anfang von „Sorck“, meinem Debütroman:

So, wie Martin Sorck am Bordstein stand, hätte man ihn für vieles halten können. Oder auch für sehr wenig.

Im Schein der Flammen und Blaulichter feierten seine speckig-ledernen Koffer ein stilles Fest, an das sich seine Mimik anpasste. Gesichtslos starrte er die backsteinerne Häuserfront auf der anderen Straßenseite an. Es brannte. Er spürte die Hitze des Feuers deutlich auf der Stirn und konnte nicht fassen, wie pompös das Feuerwerk war, das seine Wohnung sich leistete. Eine Befreiungsfeier mit musikalischer Begleitung. Knarzend, krachend und knackend fraß sich der Brand durch die Dachbalken. Da oben hing bisher seine Wäsche zum Trocknen. Was vorhin noch dort war, war jetzt nicht mehr.

In mehreren Grüppchen leisteten Schaulustige dem dauerhaft Ausgesperrten Gesellschaft, deuteten mit erregten Fingern, filmten mit schwarzen Kameras. Andere verlangsamten für eine Weile den Schritt auf dem Weg zur Arbeit. Mit jedem lauten Krachen zuckten sie zusammen, raunten auf. Ungläubig hielten sie die Hände vor den Mund. Oder versteckten sie ein Lächeln?

Im Rhythmus eines weiteren gebrochenen Balkens bewegten die Gaffer ihre Köpfe, versteckten sie zwischen den Schultern, versanken in halbe Kniebeugen. Dann reckten sie sich wieder neugierig vor.

Nur Martin Sorck stand still.

Wortlos, ausdruckslos, fassungslos stand er still.

 


Matthias Thurau

 

Das Buch „Sorck“ erscheint Ende Mai/Juni. Update: Ihr könnt es jetzt auf amazon* kaufen!

Klappentext:

»Häufiger als Zitronen gibt das Leben dir Skorbut.«

Martin steht an der Straße und betrachtet seine brennende Wohnung.

Nur zwei Koffer und ein Kreuzfahrtticket bleiben ihm.

Doch spätestens, als sich der erste Landgang als paramilitärische Übung entpuppt, droht auch der Urlaub zur Katastrophe zu werden…

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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