Schlagwort: kinderbuch

Reni Rubin #ProjektArbeitstitel

Reni Rubin #ProjektArbeitstitel

Reni Rubin #ProjektArbeitstitel

Kinderbücher habe ich gar nicht so sehr auf dem Schirm, auch wenn ich sie meistens total niedlich und wunderbar finde. Wie gut, dass Reni Rubin heute in #ProjektArbeitstitel von ihren Werken berichtet!

Hallo, mein Name ist Verena (unter Freunden auch Vreni oder Reni) und ich schreibe Kinderbücher.

Das Schreiben begleitet mich seit meiner Teenagerzeit, in der ich meine Tagebücher mit Gedichten und Geschichtenschnipseln gefüllt und meine Lieblingsbücher weitergesponnen habe, weil ich nicht wollte, dass sie enden. Inzwischen hat sich viel getan. Neben zahlreichen Geschichten, die ich geschrieben habe und die wohl niemals die Schublade verlassen werden, habe ich meine Vorliebe für das Schreiben von Kinderliteratur entdeckt. Ich möchte vor allem bei den Jüngsten die Lust am Lesen wecken und hoffe natürlich, dass mein Debüt diesem Anspruch gerecht wird. Die Geschichte um Oskar, den kleinen Vampinguin, soll noch diesen Sommer bei BoD, also im Self Publishing erscheinen.

Oskar, der kleine Vampirpinguin und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Just in diesem Augenblick ist mein Kinderbuch „Oskar, der kleine Vampinguin. Die Suche nach dem verschwundenen Verband“ in der Mache.

Wie der Titel bereits verrät, geht es um den kleinen Vampinguin Oskar – ja, er ist Pinguin und Vampir in einem –, der sich gemeinsam mit seiner besten Freundin Ursi, einer Vampirfledermaus, auf die Suche nach dem verschwundenen Verband der Mumie Anubis macht. Auf ihrem Weg quer durch Schreckenberg begegnen sie nicht nur einer Nixe, sondern auch einer diebischen Elster. Aber entgegen der naheliegenden Vermutung hat diese nichts mit dem Diebstahl zu tun. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Wer also wissen möchte, was hinter dem Diebstahl steckt, der sollte unbedingt mein Buch kaufen.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Während ich dies hier schreibe, befindet sich das Manuskript von „Oskar, der kleine Vampinguin. Die Suche nach dem verschwundenen Verband“ zum zweiten Mal bei der Lektorin. Danach wird es noch komplett illustriert, worauf ich mich schon besonders freue. Ich hoffe, dass alles bis zum Sommer 2019 steht, sodass ich das Buch dann veröffentlichen kann.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich habe noch einige Ideen rund um Oskar und seine Freunde und würde gerne eine kleine Reihe dazu schreiben und veröffentlichen. Außerdem möchte ich unbedingt einmal einen Kinderroman herausbringen. Geschrieben habe ich schon einige, aber die sind leider nicht veröffentlichungswürdig.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Bei Romanprojekten fällt es mir zwischendurch oft schwer, dran zu bleiben und weiterzuschreiben. Wenn es mal wieder soweit ist, wechsle ich oft das Projekt, um etwas Abstand zu bekommen. Nach ein paar Wochen oder manchmal auch Monaten läuft es dann meist wieder besser.

Hast du eine Schreibroutine?
Nein, ich besitze keine Schreibroutine. Vor der Geburt meines Sohnes habe ich es einige Zeit versucht, doch das war einfach nichts für mich. Ich will mir da auch gar keinen Druck machen, denn ich weiß, dass es mir den Spaß an der ganzen Sache nehmen würde. Manchmal schreibe ich ein paar Tage nicht, manchmal ganze Wochen oder gar Monate. Das mag für einige Autor*innen vielleicht frustrierend sein, für mich war es das anfangs auch. Aber ich habe inzwischen eingesehen, dass ich diese Schreibpausen brauche, wenn ich weiterhin kreativ und mit Freude dabei sein möchte. Und das ist für mich die Hauptsache. Geld verdienen steht für mich (noch) nicht im Vordergrund, denn dafür habe ich einen Brotjob, dem ich gerne nachgehe. Da ich keinem Verlag verpflichtet bin, stehe ich auch nicht so unter Druck, etwas liefern zu müssen. Das ist vielleicht auch gut so.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Setz dich nicht zu sehr unter Druck. Der erste Entwurf muss nicht perfekt sein, dafür ist die Überarbeitung da!

 

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Vorbilder gibt es viele. Da wären Cornelia Funke, Astrid Lindgren, Enid Blyton, Jostein Gaarder, Otfried Preußler oder auch Anja Kiel (@anjakielautorin), um nur einige zu nennen. Inspiriert werde ich vor allem durch den kleinen Menschen, der seit einiger Zeit mein Leben bereichert. Gute Bücher zu schreiben, die er später stolz mit seinen Freunden teilt, motiviert zudem ungemein.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Mein Wunsch ist es, dass die anstehende Veröffentlichung reibungslos verläuft und ich mit der Geschichte zumindest einige Kinder glücklich mache. Ich hoffe auch, dass mir die Inspiration nicht ausgeht, damit ich weiterhin spannende Geschichten schreiben und veröffentlichen kann. Ein Ziel, das aber noch in weiter Ferne liegt, wäre es, irgendwann zumindest teilweise vom Schreiben leben zu können. Aber davon träumen wahrscheinlich die meisten Autor*innen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Als ich die ersten Illustrationen zu meinem Kinderbuch gesehen habe, die fast eins zu eins den Vorstellungen in meinem Kopf entsprochen haben. Ich bin so froh, dass mir Risto (@Risto_Licious) von meiner Lektorin empfohlen wurde! Danke noch mal an dieser Stelle, liebe Marieke (@textzucker)!

 

Eine kleine Kostprobe…

Da das Kinderbuch selbst nur aus rund 4500 Wörtern besteht, gibt es hier nur einen kurzen Auszug aus der aktuellen Lektoratsrunde. Seht es mir also nach, wenn der Text noch nicht perfekt ist.

Mit einem Mal schießt ein Vogel auf sie zu. […] Bei jedem Flügelschlag stoßen die vielen Becher, Armbänder und Ketten aneinander, die der Vogel mit sich trägt. Unter lautem Getöse landet er neben den Freunden auf dem Boden. Das muss Pica, die Elster sein.

»Wer seid ihr? Und was macht ihr hier?«, fragt sie mit schriller Stimme.

»Ich bin Oskar und das ist meine Freundin Ursi«, murmelt der kleine Vampinguin und geht einen Schritt zurück. Die Elster ist viel größer als Ursi und er. Und ihre Stimme macht ihm Angst. Oskar versucht, ganz fest an sein Versprechen an Anubis zu denken. Er nimmt allen Mut zusammen und ruft: »Gib den Verband zurück, den du Anubis gestohlen hast!«

»Wir wissen, dass du ihn hast«, stimmt Ursi ein. Beim Anblick der Elster hat sie sich entschlossen, ihrem Freund weiterhin beizustehen. »Wir haben das hier in deinem Nest gefunden.« Sie zeigt der Elster das Stück Stoff.

Pica sieht sie mit großen Augen an. Dann bricht sie in schrilles Gelächter aus.

»Warum lachst du?«, fragt Oskar und legt die Stirn in Falten. »Ein Dieb zu sein ist nicht lustig.« Doch die Elster lacht nur noch lauter.

»Hör auf zu lachen!«, fordert Ursi. »Bestimmt hast du die Sachen dort auch gestohlen.« Sie deutet auf den Schmuck und die silbernen Becher auf dem Boden. Das Lachen verstummt.

»Das geht euch gar nichts an!« Hastig versucht die Elster, ihre Schätze hinter sich zu schieben.

»Gib uns den Verband zurück!«, fordert Oskar erneut.

»Wie kommt ihr darauf, dass ich ihn habe? Nur weil dieser Fetzen Stoff bei mir im Nest lag?«

»Ja«, sagt Oskar. Ursi nickt.

»Und was soll ich bitte mit einem Verband anfangen? Er glänzt ja nicht einmal«, kreischt die Elster und verzieht das Gesicht. »Ich habe ihn nicht gestohlen.«

»Wieso sollen wir dir glauben?«, fragt Ursi. »Du bist eine Diebin!«

»Wenn etwas nicht glänzt und funkelt, stehle ich es auch nicht« […].

 


Reni Rubin

 

Ihr Debüt wird vorraussichtlich im Juli erscheinen.

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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[Rezension] Lillesang: Das Geheimnis der dunklen Nixe von Nina Blazon

[Rezension] Lillesang: Das Geheimnis der dunklen Nixe von Nina Blazon

Dieses Buch stand tatsächlich recht lange ungelesen in meinem Regal. Es war ein absoluter Coverkauf. Glitzerschuppen, Meer, ihr dürftet mich inzwischen gut genug kennen. Aber nun habe ich es endlich beendet. Bisher haben mich die meisten Nixen/Meerjungfrau Bücher enttäuscht.

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Konnte Nina Blazon mich mit ihrem Kinder-/Jugendbuch überzeugen? Die Rezension ist wie immer spoilerfrei. <3

  • Titel: Lillesang – Das Geheimnis der dunklen Nixe
  • Autorin: Nina Blazon
  • Verlag: cbt Verlag
  • Genre: Fantasy, Kinder-/Jugendbuch
  • Taschenbuch*: 9,99€ | Ebook*: 8,99€
  • Einzelband, 413 Seiten

 

Worum geht’s?
Die elfjährige Jo fährt mit ihren Eltern nach Dänemark um das Haus ihrer kürzlich verstorbenen Großtante auszuräumen. Von dieser Großtante wusste niemand, denn Jos Mama tut alles dafür, um ihre eigene Vergangenheit zu verschleieren. Aber die alten Fotos im Haus, das Säuseln des Meeres und die düsteren Geschichten über ein Monster in Fischgestalt, das arglose Menschen in die Tiefen des Meeres zieht gehören alle zu einem uralten Geheimnis, das Jos Familie betrifft und sie, ihre neugewonnenen Freunde und ihre ahnungslose Mutter bald in große Gefahr bringen.

 

Meine Meinung:

Nixen, Geheimnisse, das Meer – alles Elemente, die mich unglaublich glücklich machen können. Andererseits erwarte ich mir auch was, von allen Büchern, die sich mit schillernden Schuppen kleiden. Zum Glück hat mich Nina Blazon nicht enttäuscht.

Dass das Buch sich an jüngere Leser richtet merkt man am Alter der Protagonistin Jolanda, die 11 Jahre alt ist. Für eine Elfjährige ist sie aber ziemlich gewieft, trotzdem noch verletztlich und bockig, aber nicht dumm. Das ist angenehm, denn oft stört mich bei Büchern, die auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten sind, wie dämlich sich die Kinder anstellen.lillesang2

Generell lässt sich das Buch auch als Erwachsener wunderbar lesen, der Schreibstil ist malerisch und fließt sanft dahin wie ein Bächlein. Manche Begriffe werden natürlich extra erklärt, aber das stört nicht weiter.

Ich fand das Buch hatte eine interessante Struktur und war nach einem etwas schleppenden Start sehr spannend. Man wurde in die Geschichte hineigesogen und Nina Blazons schöner Schreibstil sorgte für ein lebendiges Kopenhagen und malerische dänische Standhäuser. Wo man von Nixen spricht, ist auch „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans-Christian Andersen nicht weit und das Märchen wurde auf zauberhafte Weise mit der Geschichte verknüpft. Der Plot hat mich begeistert, denn zuerst fürchtete ich, wir würden das Märchen nacherzählt bekommen, aber so war es ganz und gar nicht.
Wie ein Strudel zieht uns die Geschichte in ihren Bann und da ist es leicht, sich aufs Glatteis führen zu lassen, auch wenn man ab der Hälfte schon erkennen kann, worauf es hinauslaufen wird. Die endgültige Auflösung ist dann dennoch traurig-schön und viel wunderbarer geschrieben, als man das erwartet hätte.lillesang3

Ich dachte mir nur an manchen Stellen: „Wow für ein Kinder/Jugendbuch ganz schön düster und bedrohlich.“
Mir hat es sehr gut gefallen, aber für jüngere Leser hat das Buch bestimmt den ein oder anderen albtraumreifen Moment. Ich hab auch als Kind schon gerne gruseliges Zeug gelesen, aber das sollte man als Leser*in definitiv wissen, bevor man das Buch seinem Kind in die Hände gibt. Am Ende dachte ich mir aber, ich würde gerne mehr von Jos, Mads‘ und Julies Abenteuern lesen.

Stellenweise war es ein bisschen ungalubwürdig, was die Kinder so alleine bewerkstelligen konnten, ohne aufzufallen und verhaftet zu werden. Auch manche Dialoge wirkten etwas hölzern und erzwungen.

Ansonsten bin ich mit dem Buch aber rundum zufrieden und ich muss es einfach nochmal sagen: Es. ist. so. schön. Diese glitzernden Schuppen machen das gebundene Buch einfach zu einem meiner allerliebsten Buchschätze und es ist einfach nur schön anzuschauen. Ein verträumtes Wasserbuch, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für alle, die mit dem Thema was anfangen können. Außerdem ist Kopenhagen auf meiner Reiseliste ein ganzes Stückchen weiter nach oben gewandert.

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Fazit:

Auch, wenn mir das Geheimnis schon relativ früh klar wurde, so finde ich nicht, dass man dem Buch Vorhersehbarkeit anlasten kann, denn es hat definitiv einige Irrungen und Wirrungen und bleibt trotzdem spannend. Außerdem ist es eben für eine jüngere Zielgruppe gedacht. Die Märchenanspielungen, die schönen Beschreibungen und der wunderbare Plot machen dieses Buch für mich zur perfekten Badewannen-Blubber-Lektüre. Einen klitzekleinen Abzug gibt es aber für ein paar kleine Ungereimtheiten.

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Weitere Stimmen zum Buch:


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