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[Rezension] Himmeldonnerglöckchen von Jasmin Zipperling

[Rezension] Himmeldonnerglöckchen von Jasmin Zipperling

[Rezension] Himmeldonnerglöckchen von Jasmin Zipperling

Ich habe die Ehre, euch heute das Debüt der lieben Jasmin Zipperling zu präsentieren. Ihr weihnachtliches Kinderbuch Himmeldonnerglöckchen! Vielen Dank, Jasmin, dass du mir das Buch vorab zum Lesen zur Verfügung gestellt hast.


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  • Autorin: Jasmin Zipperling
  • Titel: Himmeldonnerglöckchen
  • Illustrationen: Esther Wagner (kirana.de)
  • Genre: Vorlesebuch für Kinder ab 5 Jahren, Weihnachten
  • 76 Seiten, gebunden 16,99€ | Taschenbuch 8,99€ | Ebook 3,99€,
  • auf amazon* kaufen

 

Worum geht’s?
Hopsi soll Osterhäsin werden. Gemeinsam mit anderen Hasenkindern lernt sie von ihrer Schwester alle wichtigen Dinge. Aber Hopsi ist tollpatschig, verspielt und schmatzt. Irgendwie klappt das nicht so recht. Als sie eines Tages den Weihnachtselfen Michi trifft und er sie auf einen Ausflug in die Weihnachtswerkstatt mitnimmt, stellt sich für Hopsi die Frage: Was spricht eigentlich dagegen, Weihnachtshäsin zu werden?


Meine Meinung:

Wie ich das süße Paket auspacke, das Jasmin mir geschickt hat, könnt ihr im Video sehen. Auch für Projekt Arbeitstitel hat sie mir bereits ein Interview gegeben.

Ich glaube, Himmeldonnerglöckchen ist das erste Kindervorlesebuch, das ich auf dem Blog vorstelle. Aber darüber könnte ich nicht glücklicher sein. Hopsi ist eine aufgeweckte und neugierige Häsin, die so niedlich und liebenswürdig ist, dass es mich wirklich sauer macht, wie fies manche andere Hasen zu ihr sind! Sie bemüht sich sehr, ihrer großen Schwester nachzueifern und eine gute Osterhäsin zu werden, aber so ganz klappt das einfach nicht.

Das Gefühl kennen wir sicher alle – es gibt einfach Dinge und Tätigkeiten, die allen anderen viel besser liegen und bei denen wir nicht so wirklich erfolgreich sind. Umso schöner, wenn dann jemand kommt, einem Mut macht und hilft, seine anderen Talente zu finden.

In der Weihnachtsbäckerei~

Probesitzen in der Buchhandlung für die Weihnachtszeit

So passiert es (ein bisschen unfreiwillig) dem Weihnachtselfen Michi, der sehr viel, aber sehr jugendfrei flucht und von dem auch der Ausruf „Himmeldonnerglöckchen!“ stammt. Hopsi kommt mit ihm in die Weihnachtswerkstatt und wird mit freundlichen Armen empfangen. Alle sind geduldig, erzählen von ihrer Arbeit und lassen Hopsi auch mal ausprobieren. Die junge Häsin blüht auf. Die Weihnachtswerkstatt ist ein Ort der Wunder, der Kreativität und des geliebten Chaos. Wippen, Rutschen, Trampoline und viel Gewusel. Dabei überzeugt Jasmin mit so vielen unglaublich cleveren und putzigen Einfällen, dass ich beim Lesen konstant glücklich vor mich hin Seufzen konnte.

Aber die Weihnachtswerkstatt hat ein Problem: Immer wieder verschwinden Plätzchen, die Engelin Angelina so liebevoll zubereitet hat. Klar, dass Hopsi beim Nachbacken und Ermitteln hilft.

Dabei zeigt sich, dass Hopsis Tollpatschigkeit auch ihre guten Seiten hat und dass manchmal aus vermeintlichen Fehlern oder Missgeschicken tolle Sachen entstehen. In der Weihnachtswerkstatt herrscht eine herzerwärmende Atmosphäre von Liebe und Harmonie. Balsam für Hopsi und die Leserseele!

Ihre Bemühungen, ihre Hilfsbereitschaft und ihre Kreativität wird wahrgenommen und akzeptiert. Ihre Macken sind eben da und niemand zieht sie deswegen auf. Akzeptanz und Nächstenliebe ist in dieser Weihnachtswerkstatt nicht nur leeres Gerede! Es ist so niedlich, dass ich wirklich dachte, meine Blutzuckerwerte würde jetzt bald kritische Werte erreichen.

Esther, ich will ein Tierbilderbuch von dir…

Die Illustrationen von Esther sind wunderschön, detailreich und so unglaublich niedlich. Sie unterstreichen die Geschichte von Jasmin, die zuckersüße Grundstimmung und lassen fantastische Ideen scheinbar zum Leben erstehen. Die Kombination aus Text  und Bildern ist wundervoll gelungen und sicherlich perfekt zum Vorlesen geeignet, denn es gibt immer was zu schauen. Ich glaube „Moritz“ ist meine allerliebste Illustration, ich bin einfach nur noch quietschend durchs Bett gerollt.

Jasmin bringt in ihrem Kinderbuch so viele tolle und wichtige Botschaften unter: Es ist in Ordnung, du selbst zu sein und dich nicht zu verstecken. Jeder kann irgendwas gut. Akzeptiere dich und andere. Miteinander reden und zuhören. Freundlichkeit. Mut zum albern sein und herumtollen. Akzeptanz und Nächstenliebe.

Das sind wirklich tolle Werte, wenn ihr mich fragt!

 

Fazit:

Dieses Vorlesebuch ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene ein quietschbuntes, zuckersüßes Vergnügen mit liebevollen und wichtigen Botschaften. Jasmin Zipperling hat so viele wunderbare, kreative Ideen, mit der sie eine unvergleichlich bunte und lebendige Weihnachtswerkstatt erschaffen hat. Die niedlichen Illustrationen runden das Buch wunderbar ab. Ein absoluter Volltreffer!

Weitere Meinungen:

 


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Jasmin Zipperling #ProjektArbeitstitel

Jasmin Zipperling #ProjektArbeitstitel

Jasmin Zipperling #ProjektArbeitstitel

Kennt irgendjemand Jasmin Zipperling alias Zippi noch nicht? Falls ja, dann wird es höchste Eisenbahn! Ihr Buch „Himmeldonnerglöckchen“ erscheint nämlich schon bald. Und es ist mindestens so süß wie Jasmin selbst.

Quelle: Miriam Wagner

Ich heiße Jasmin Zipperling, ich bin Teammitglied der Autorenwelt und freies Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift Federwelt.

Bisher habe ich Kinderbücher geschrieben. Meine Agentin (ja, ich habe eine Agentin! Als unveröffentlichte Autorin – wie abgefahren ist das denn bitte???) würde sich aber sehr über einen Roman von mir freuen. Hab damit auch schon angefangen!
Eigentlich habe ich schon als Teenager geschrieben, aber ich erinnere mich nicht mehr, wie das alles angefangen hat. Bei uns zu Hause gab es immer Bücher und Hörspielkassetten.

In diesem Jahr wird mein allererstes Buch bei Books on Demand erscheinen und ich bin dezent aufgeregt. Geplant ist Ende August, womit meine Premierenlesung am 31. August bei „9lesen“ zum Literaturcamp Hamburg stattfände.

 

Himmeldonnerglöckchen und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Auf mein Kinderbuch in diesem Jahr folgt noch eines im nächsten Jahr – es sind beides Vorlesebücher für Kinder ab 5 Jahren. Zuerst erscheint „Himmeldonnerglöckchen“. Darin geht es um Hopsi. Sie ist eine kleine Häsin und landet mit dem Wichtel Michi in der Weihnachtswerkstatt. Und auf einmal fragt sie sich, ob sie nicht lieber eine Weihnachts- als eine Osterhäsin werden möchte.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Die Veröffentlichung ist derzeit nur für die beiden Kinderbücher angepeilt, die im Selfpublishing bei Books on Demand erscheinen werden. Zu einigen Projekten hält meine Agentin mich auf dem Laufenden und dann gibt es noch Manuskripte, die erst einmal gut genug werden müssen, damit ich sie ihr zeige. Zum Glück kenne ich jede Menge tolle Menschen, die mir zur Seite stehen. Überhaupt ist das derzeit eine fantastische Erfahrung, die ich mache: So viele liebe Menschen sagen mir ihre Unterstützung zu – Gerüchten zufolge soll mir schon das eine oder andere Freudentränchen über die Wange gekullert sein.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Bei meiner Agentin schlummern noch ein Vorlese- und ein Bilderbuch. Ich habe einen Roman begonnen, in dem es viel um Mutterschaft geht. Dann habe ich grobe Skizzen für einen … ja, was ist das eigentlich? Könnte ein Thriller werden. Aber mit Humor. Bin noch nicht sicher. Darf es überhaupt lustige Thriller geben? Werde ich dafür verhaftet? *googelt die Caymaninseln*

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Mich auf den Ar*** setzen und schreiben. 😀 Wenn ich einmal angefangen habe, geht es. Aber vorher fällt mir auf, wie dreckig meine Wohnung ist oder dass ich noch Sachen für die Autorenwelt erledigen muss. Und ein Artikel für die Federwelt muss ja bereits in zwei Monaten abgegeben werden. Und ich bin ja immer gerne pünktlich und zuverlässig …  Ich habe den schwarzen Gürtel in Prokrastination.

Hast du eine Schreibroutine?
Nope. Hauptberuflich arbeite ich als Sekretärin in der Kölner Innenstadt. Das ernährt mich. Und es finanziert mein Buch-Leben. Ich nehme an vielen Veranstaltungen mit Buchmenschen teil. Anreise und Unterkunft müssen also bezahlt werden. Und neben diesen Ausflügen, meiner Arbeit für die Autorenwelt und meinen Artikeln für die Federwelt und den Selfpublisher schreibe ich meine eigenen Projekte. Immer wenn es gerade passt. Und wenn meine Wohnung endlich sauber ist. Das alles klappt auch nur, weil ich nebenberuflich nichts anderes mache, als diesen Buch-Kram. Trotzdem warte ich noch auf den Tag, an dem ich endlich kapiere, dass ich meinen Schreibprojekten die höchste Priorität zuordnen sollte.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Ja, ich weiß, dass du jetzt glaubst, dass du eine untalentierte Vollpflaume bist. Ja, ich sehe, dass du gerade in embryonaler Haltung auf der Couch liegst und heulst, weil dein Text im Forum auf unsensibelste Weise zerpflückt wurde. Und ich weiß auch, dass du von nun an Angst haben wirst, jemandem deine Texte zu zeigen. Aber es wird besser werden. Du wirst länger brauchen als alle anderen, um dein erstes Buch zu veröffentlichen, weil du Angst hast. Das ist okay. Du wirst das Schreiben ja doch nicht lassen können und du wirst besser werden. Auf der Buchmesse 2018 wirst du dann endlich den verbalen Tritt bekommen, den du brauchst und dann legst du los. Mach einfach weiter.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Ich verehre Astrid Lindgren und Michael Ende. Aber die sind beide tot. Vielleicht sollte ich einfach sagen, dass meine gesamte Buchbubble mich inspiriert und motiviert. Wir unterstützen uns gegenseitig und stehen einander zur Seite. Das finde ich unheimlich toll.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Okay, das ist jetzt echt doof und meine Antwort ist voll peinlich. Aber leider auch ehrlich. Ich will im Grunde immer nur eines und das ist Anerkennung beziehungsweise das Gefühl dazuzugehören. Ich denke, das wird sich auch in Zukunft nicht so schnell ändern.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Puh … da gibt es einige. Mein erster Artikel in der Federwelt. Mein Cover für den Selfpublisher. Dass Books on Demand mich zum 20-jährigen Jubiläum eingeladen hat. Als ich den Vertrag mit meiner Illustratorin Esther Wagner unterschrieben habe (dadurch wurde es real, dass es wirklich ein Buch von mir geben wird – und eure Reaktion auf mein Cover zeigen eindeutig, dass Esther eine Göttin ist).

 

Eine kleine Kostprobe…

Ausschnitt aus Himmeldonnerglöckchen:

Hopsi starrte auf den Holzboden unter ihr. Was war gerade geschehen? Sie klammerte sich immer noch an Michis Hand. Sie hörte viele Stimmen und ein Windhauch streichelte ihr Gesicht. Hopsis Mümmelnase wackelte. Sie wusste nicht, wonach es hier roch, aber der Geruch war süß und machte ihr großen Appetit.

„Motziges Marzipan! Was zum dreimal gerührten Keksteig machst du in der Weihnachtswerkstatt?“, fragte Michi.

Weihnachtswerkstatt? Hopsi hob den Blick. Sie befanden sich in einem seltsamen Raum. Er war riesig, aber es gab hier so viele Wichtel, dass Hopsi Michis Hand losließ und die Arme eng an den Körper zog. Aus dem Nichts tauchte ein Mädchen auf. Sie hatte tatsächlich Flügel und flog direkt auf Hopsi zu. Ach, du liebe Möhre! Jeden Moment würde sie mit ihr zusammenstoßen. Die kleine Häsin hielt sich schützend die Arme vors Gesicht. Doch nichts geschah. Sie lugte zwischen ihren Armen hindurch. Das Mädchen schlug kräftig mit den Flügeln und glitt einfach über sie hinweg. Hopsi sah ihm verwundert nach und schmatzte. Wieso konnte es fliegen?

„Sie ist ein Engel. Die haben Flügel“, erklärte Michi. Dann drehte er sich mit seinem Bündel aus Zweigen einfach um und hüpfte davon.

Hopsi folgte Michi zaghaft durch die Menge. Sie wusste nicht so recht, wie sie sich hier unter den seltsamen Wesen zu benehmen hatte. Die Wichtel trugen alle grüne Kleidung, aber Michis Mütze war die einzige mit einem Glöckchen. Das war auch gut so, denn so konnte Hopsi dem Glöckchenklingeln folgen. Bei dem Gewusel war Michi nicht immer zu sehen. Sie duckte sich, weil ein Wichtel über ihren Kopf hechtete.

 


Jasmin Zipperling

 

„Himmeldonnerglöckchen“ erscheint voraussichtlich im August bei Books on Demand.

 

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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Reni Rubin #ProjektArbeitstitel

Reni Rubin #ProjektArbeitstitel

Reni Rubin #ProjektArbeitstitel

Kinderbücher habe ich gar nicht so sehr auf dem Schirm, auch wenn ich sie meistens total niedlich und wunderbar finde. Wie gut, dass Reni Rubin heute in #ProjektArbeitstitel von ihren Werken berichtet!

Hallo, mein Name ist Verena (unter Freunden auch Vreni oder Reni) und ich schreibe Kinderbücher.

Das Schreiben begleitet mich seit meiner Teenagerzeit, in der ich meine Tagebücher mit Gedichten und Geschichtenschnipseln gefüllt und meine Lieblingsbücher weitergesponnen habe, weil ich nicht wollte, dass sie enden. Inzwischen hat sich viel getan. Neben zahlreichen Geschichten, die ich geschrieben habe und die wohl niemals die Schublade verlassen werden, habe ich meine Vorliebe für das Schreiben von Kinderliteratur entdeckt. Ich möchte vor allem bei den Jüngsten die Lust am Lesen wecken und hoffe natürlich, dass mein Debüt diesem Anspruch gerecht wird. Die Geschichte um Oskar, den kleinen Vampinguin, soll noch diesen Sommer bei BoD, also im Self Publishing erscheinen.

Oskar, der kleine Vampirpinguin und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Just in diesem Augenblick ist mein Kinderbuch „Oskar, der kleine Vampinguin. Die Suche nach dem verschwundenen Verband“ in der Mache.

Wie der Titel bereits verrät, geht es um den kleinen Vampinguin Oskar – ja, er ist Pinguin und Vampir in einem –, der sich gemeinsam mit seiner besten Freundin Ursi, einer Vampirfledermaus, auf die Suche nach dem verschwundenen Verband der Mumie Anubis macht. Auf ihrem Weg quer durch Schreckenberg begegnen sie nicht nur einer Nixe, sondern auch einer diebischen Elster. Aber entgegen der naheliegenden Vermutung hat diese nichts mit dem Diebstahl zu tun. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Wer also wissen möchte, was hinter dem Diebstahl steckt, der sollte unbedingt mein Buch kaufen.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Während ich dies hier schreibe, befindet sich das Manuskript von „Oskar, der kleine Vampinguin. Die Suche nach dem verschwundenen Verband“ zum zweiten Mal bei der Lektorin. Danach wird es noch komplett illustriert, worauf ich mich schon besonders freue. Ich hoffe, dass alles bis zum Sommer 2019 steht, sodass ich das Buch dann veröffentlichen kann.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Ich habe noch einige Ideen rund um Oskar und seine Freunde und würde gerne eine kleine Reihe dazu schreiben und veröffentlichen. Außerdem möchte ich unbedingt einmal einen Kinderroman herausbringen. Geschrieben habe ich schon einige, aber die sind leider nicht veröffentlichungswürdig.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Bei Romanprojekten fällt es mir zwischendurch oft schwer, dran zu bleiben und weiterzuschreiben. Wenn es mal wieder soweit ist, wechsle ich oft das Projekt, um etwas Abstand zu bekommen. Nach ein paar Wochen oder manchmal auch Monaten läuft es dann meist wieder besser.

Hast du eine Schreibroutine?
Nein, ich besitze keine Schreibroutine. Vor der Geburt meines Sohnes habe ich es einige Zeit versucht, doch das war einfach nichts für mich. Ich will mir da auch gar keinen Druck machen, denn ich weiß, dass es mir den Spaß an der ganzen Sache nehmen würde. Manchmal schreibe ich ein paar Tage nicht, manchmal ganze Wochen oder gar Monate. Das mag für einige Autor*innen vielleicht frustrierend sein, für mich war es das anfangs auch. Aber ich habe inzwischen eingesehen, dass ich diese Schreibpausen brauche, wenn ich weiterhin kreativ und mit Freude dabei sein möchte. Und das ist für mich die Hauptsache. Geld verdienen steht für mich (noch) nicht im Vordergrund, denn dafür habe ich einen Brotjob, dem ich gerne nachgehe. Da ich keinem Verlag verpflichtet bin, stehe ich auch nicht so unter Druck, etwas liefern zu müssen. Das ist vielleicht auch gut so.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Setz dich nicht zu sehr unter Druck. Der erste Entwurf muss nicht perfekt sein, dafür ist die Überarbeitung da!

 

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Vorbilder gibt es viele. Da wären Cornelia Funke, Astrid Lindgren, Enid Blyton, Jostein Gaarder, Otfried Preußler oder auch Anja Kiel (@anjakielautorin), um nur einige zu nennen. Inspiriert werde ich vor allem durch den kleinen Menschen, der seit einiger Zeit mein Leben bereichert. Gute Bücher zu schreiben, die er später stolz mit seinen Freunden teilt, motiviert zudem ungemein.

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Mein Wunsch ist es, dass die anstehende Veröffentlichung reibungslos verläuft und ich mit der Geschichte zumindest einige Kinder glücklich mache. Ich hoffe auch, dass mir die Inspiration nicht ausgeht, damit ich weiterhin spannende Geschichten schreiben und veröffentlichen kann. Ein Ziel, das aber noch in weiter Ferne liegt, wäre es, irgendwann zumindest teilweise vom Schreiben leben zu können. Aber davon träumen wahrscheinlich die meisten Autor*innen.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Als ich die ersten Illustrationen zu meinem Kinderbuch gesehen habe, die fast eins zu eins den Vorstellungen in meinem Kopf entsprochen haben. Ich bin so froh, dass mir Risto (@Risto_Licious) von meiner Lektorin empfohlen wurde! Danke noch mal an dieser Stelle, liebe Marieke (@textzucker)!

 

Eine kleine Kostprobe…

Da das Kinderbuch selbst nur aus rund 4500 Wörtern besteht, gibt es hier nur einen kurzen Auszug aus der aktuellen Lektoratsrunde. Seht es mir also nach, wenn der Text noch nicht perfekt ist.

Mit einem Mal schießt ein Vogel auf sie zu. […] Bei jedem Flügelschlag stoßen die vielen Becher, Armbänder und Ketten aneinander, die der Vogel mit sich trägt. Unter lautem Getöse landet er neben den Freunden auf dem Boden. Das muss Pica, die Elster sein.

»Wer seid ihr? Und was macht ihr hier?«, fragt sie mit schriller Stimme.

»Ich bin Oskar und das ist meine Freundin Ursi«, murmelt der kleine Vampinguin und geht einen Schritt zurück. Die Elster ist viel größer als Ursi und er. Und ihre Stimme macht ihm Angst. Oskar versucht, ganz fest an sein Versprechen an Anubis zu denken. Er nimmt allen Mut zusammen und ruft: »Gib den Verband zurück, den du Anubis gestohlen hast!«

»Wir wissen, dass du ihn hast«, stimmt Ursi ein. Beim Anblick der Elster hat sie sich entschlossen, ihrem Freund weiterhin beizustehen. »Wir haben das hier in deinem Nest gefunden.« Sie zeigt der Elster das Stück Stoff.

Pica sieht sie mit großen Augen an. Dann bricht sie in schrilles Gelächter aus.

»Warum lachst du?«, fragt Oskar und legt die Stirn in Falten. »Ein Dieb zu sein ist nicht lustig.« Doch die Elster lacht nur noch lauter.

»Hör auf zu lachen!«, fordert Ursi. »Bestimmt hast du die Sachen dort auch gestohlen.« Sie deutet auf den Schmuck und die silbernen Becher auf dem Boden. Das Lachen verstummt.

»Das geht euch gar nichts an!« Hastig versucht die Elster, ihre Schätze hinter sich zu schieben.

»Gib uns den Verband zurück!«, fordert Oskar erneut.

»Wie kommt ihr darauf, dass ich ihn habe? Nur weil dieser Fetzen Stoff bei mir im Nest lag?«

»Ja«, sagt Oskar. Ursi nickt.

»Und was soll ich bitte mit einem Verband anfangen? Er glänzt ja nicht einmal«, kreischt die Elster und verzieht das Gesicht. »Ich habe ihn nicht gestohlen.«

»Wieso sollen wir dir glauben?«, fragt Ursi. »Du bist eine Diebin!«

»Wenn etwas nicht glänzt und funkelt, stehle ich es auch nicht« […].

 


Reni Rubin

 

Ihr Debüt wird vorraussichtlich im Juli erscheinen.

 

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[Rezension] Lillesang: Das Geheimnis der dunklen Nixe von Nina Blazon

[Rezension] Lillesang: Das Geheimnis der dunklen Nixe von Nina Blazon

Dieses Buch stand tatsächlich recht lange ungelesen in meinem Regal. Es war ein absoluter Coverkauf. Glitzerschuppen, Meer, ihr dürftet mich inzwischen gut genug kennen. Aber nun habe ich es endlich beendet. Bisher haben mich die meisten Nixen/Meerjungfrau Bücher enttäuscht.

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Konnte Nina Blazon mich mit ihrem Kinder-/Jugendbuch überzeugen? Die Rezension ist wie immer spoilerfrei. <3

  • Titel: Lillesang – Das Geheimnis der dunklen Nixe
  • Autorin: Nina Blazon
  • Verlag: cbt Verlag
  • Genre: Fantasy, Kinder-/Jugendbuch
  • Taschenbuch*: 9,99€ | Ebook*: 8,99€
  • Einzelband, 413 Seiten

 

Worum geht’s?
Die elfjährige Jo fährt mit ihren Eltern nach Dänemark um das Haus ihrer kürzlich verstorbenen Großtante auszuräumen. Von dieser Großtante wusste niemand, denn Jos Mama tut alles dafür, um ihre eigene Vergangenheit zu verschleieren. Aber die alten Fotos im Haus, das Säuseln des Meeres und die düsteren Geschichten über ein Monster in Fischgestalt, das arglose Menschen in die Tiefen des Meeres zieht gehören alle zu einem uralten Geheimnis, das Jos Familie betrifft und sie, ihre neugewonnenen Freunde und ihre ahnungslose Mutter bald in große Gefahr bringen.

 

Meine Meinung:

Nixen, Geheimnisse, das Meer – alles Elemente, die mich unglaublich glücklich machen können. Andererseits erwarte ich mir auch was, von allen Büchern, die sich mit schillernden Schuppen kleiden. Zum Glück hat mich Nina Blazon nicht enttäuscht.

Dass das Buch sich an jüngere Leser richtet merkt man am Alter der Protagonistin Jolanda, die 11 Jahre alt ist. Für eine Elfjährige ist sie aber ziemlich gewieft, trotzdem noch verletztlich und bockig, aber nicht dumm. Das ist angenehm, denn oft stört mich bei Büchern, die auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten sind, wie dämlich sich die Kinder anstellen.lillesang2

Generell lässt sich das Buch auch als Erwachsener wunderbar lesen, der Schreibstil ist malerisch und fließt sanft dahin wie ein Bächlein. Manche Begriffe werden natürlich extra erklärt, aber das stört nicht weiter.

Ich fand das Buch hatte eine interessante Struktur und war nach einem etwas schleppenden Start sehr spannend. Man wurde in die Geschichte hineigesogen und Nina Blazons schöner Schreibstil sorgte für ein lebendiges Kopenhagen und malerische dänische Standhäuser. Wo man von Nixen spricht, ist auch „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans-Christian Andersen nicht weit und das Märchen wurde auf zauberhafte Weise mit der Geschichte verknüpft. Der Plot hat mich begeistert, denn zuerst fürchtete ich, wir würden das Märchen nacherzählt bekommen, aber so war es ganz und gar nicht.
Wie ein Strudel zieht uns die Geschichte in ihren Bann und da ist es leicht, sich aufs Glatteis führen zu lassen, auch wenn man ab der Hälfte schon erkennen kann, worauf es hinauslaufen wird. Die endgültige Auflösung ist dann dennoch traurig-schön und viel wunderbarer geschrieben, als man das erwartet hätte.lillesang3

Ich dachte mir nur an manchen Stellen: „Wow für ein Kinder/Jugendbuch ganz schön düster und bedrohlich.“
Mir hat es sehr gut gefallen, aber für jüngere Leser hat das Buch bestimmt den ein oder anderen albtraumreifen Moment. Ich hab auch als Kind schon gerne gruseliges Zeug gelesen, aber das sollte man als Leser*in definitiv wissen, bevor man das Buch seinem Kind in die Hände gibt. Am Ende dachte ich mir aber, ich würde gerne mehr von Jos, Mads‘ und Julies Abenteuern lesen.

Stellenweise war es ein bisschen ungalubwürdig, was die Kinder so alleine bewerkstelligen konnten, ohne aufzufallen und verhaftet zu werden. Auch manche Dialoge wirkten etwas hölzern und erzwungen.

Ansonsten bin ich mit dem Buch aber rundum zufrieden und ich muss es einfach nochmal sagen: Es. ist. so. schön. Diese glitzernden Schuppen machen das gebundene Buch einfach zu einem meiner allerliebsten Buchschätze und es ist einfach nur schön anzuschauen. Ein verträumtes Wasserbuch, nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für alle, die mit dem Thema was anfangen können. Außerdem ist Kopenhagen auf meiner Reiseliste ein ganzes Stückchen weiter nach oben gewandert.

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Fazit:

Auch, wenn mir das Geheimnis schon relativ früh klar wurde, so finde ich nicht, dass man dem Buch Vorhersehbarkeit anlasten kann, denn es hat definitiv einige Irrungen und Wirrungen und bleibt trotzdem spannend. Außerdem ist es eben für eine jüngere Zielgruppe gedacht. Die Märchenanspielungen, die schönen Beschreibungen und der wunderbare Plot machen dieses Buch für mich zur perfekten Badewannen-Blubber-Lektüre. Einen klitzekleinen Abzug gibt es aber für ein paar kleine Ungereimtheiten.

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Weitere Stimmen zum Buch:


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