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Katharina Mittmann #ProjektArbeitstitel

Katharina Mittmann #ProjektArbeitstitel

Katharina Mittmann #ProjektArbeitstitel

Heute darf ich euch eine liebe Freundin und talentierte Autorin vorstellen: Katharina Mittmann bei #ProjektArbeitstitel! Ich durfte ihre Geschichte um Kayla und Jason schon testlesen und kann voller Überzeugung sagen, ich will mehr solche Liebesgeschichten!

Hey, mein Name ist Katharina – aber Kathi reicht vollkommen.

Ich würde gerne behaupten, dass ich schon schreibe, seitdem ich einen Stift halten kann, aber das wäre gelogen. Tatsächlich lese ich aber schon immer. Gut, „schon immer“ ist auch gelogen, aber ich lese, seitdem ich es kann. Seit meiner Kindheit habe ich alles inhaliert, was zwei Buchdeckel und Seiten dazwischen hat. Krimi, Thriller, Fantasy, Liebesroman, Horror (wegen Stephen King konnte ich als im zarten Alter von zwölf Jahren nächtelang nicht schlafen).

Das Schreibfieber hat mich erst mit dem Ende der Harry Potter-Reihe gepackt. Ich konnte mich einfach nicht damit abfinden, dass es vorbei ist, also hab ich Fanfictions geschrieben. Viele Fanfictions. Nach und nach sind eigene Ideen dazugekommen und haben schließlich überhandgenommen.

2017 erschien mein Debüt „Dark Wings“, eine Fantasy Romance, bei Forever by Ullstein. Und am 02.09.2019 erscheint „Campus Love: Kayla & Jason“ bei Knaur. Und für das Frühjahr 2020 ist auch schon was geplant.

 

Campus Love und andere Projekte

 

Welche Projekte sind gerade in Arbeit? Erzähl uns doch ein bisschen davon!
Ich schreibe gerade an einer New Adult Romance mit dem klangvollen Arbeitstitel Projekt Luc. Mehr darf ich leider noch nicht verraten, also erzähle ich lieber ein bisschen von Kayla & Jason.

Und darum geht’s: Kayla lebt ihren großen Traum, nach einer harten Zeit hat sie endlich eines der begehrten Stipendien an der Brown University in Providence erhalten. Doch ihre Freude darüber verpufft, als sie gleich am ersten Tag Jason auf ihrem Bett herumlümmelnd vorfindet, den besten Freund ihrer Mitbewohnerin Rachel. Jason, der selbstbewusst, sorglos und einfach arrogant wirkt. Jason, der genau der Typ Mann ist, mit dem sie nichts mehr zu tun haben will. Der Jason, den sie auf Anhieb anziehend und attraktiv findet.
Dass er Kayla auf dem Campus ständig über den Weg läuft, macht die Sache auch nicht besser. Als Jason schließlich auch noch in der Buchhandlung auftaucht, in der Kayla jobbt, um sich mit ihr über Bücher zu unterhalten, kommen ihr langsam Zweifel: Ist er vielleicht gar nicht so oberflächlich, wie sie dachte? Doch gerade als Kayla beschließt, Jason endlich zu vertrauen, geschieht etwas, das all ihre Befürchtungen zu bestätigen scheint.

Wie schauen die Pläne für dein Projekt aus?
Wie oben schon erwähnt, erscheint Campus Love am 02.09.2019 als Taschenbuch. Projekt Luc hat dasselbe Verlagszuhause und wird auch definitiv veröffentlicht.

Magst du uns verraten, was für Ideen evtl. noch in der Schublade schlummern?
Puh, es sind so viele … Von New Adult über Young Adult, von Fantasy und SciFi bis hin zu Romance ist alles dabei. Ein paar sind bereits abgeschlossen und liegen in der Schublade – die meisten werden diese Schublade auch nie verlassen. Andere warten auf eine Überarbeitung, vor allem ein New Adult-Projekt mit vielen Ecken und Kanten, das mir aber sehr am Herzen liegt und von dem ich hoffe, dass es irgendwann doch noch das Licht der Welt erblickt.

Was hast du aus deinen bisherigen Veröffentlichungen gelernt?
Plotten. Kein Witz.

Ich hab früher wenig bis gar nicht geplottet, mein erstes Buch entstand im reinen Discovery Writing. Ist auch aufgegangen, da war meiner Meinung nach aber eine gewaltige Portion Glück mit dabei. Heute plotte ich recht ausführlich (aber nicht so ausführlich, dass die Geschichte mich nicht mehr überrascht beim Schreiben und ich keinen kreativen Raum mehr habe). Einerseits liegt das natürlich daran, dass ich jetzt Exposés schreiben muss, bevor ich mit dem eigentlichen Manuskript beginne. Andererseits schreibt es sich so einfach viel leichter und es kommt am Schluss eine rundere, durchdachtere Geschichte dabei raus.

Welche Unterschiede gibt es zwischen deinem ersten Buch und deinem aktuellen Projekt?
Zum einen gibt es in Campus Love keinen Fantasyanteil, es ist wirklich eine reine New Adult Romance. Und ich hoffe, dass ich die Beziehung meiner Figuren besser aufgebaut und mehr darauf geachtet habe, was für ein Bild ich damit zeichne. Dark Wings hab ich 2013 geschrieben, da habe ich mir noch nicht so viele Gedanken um so etwas gemacht; es war mir schlicht nicht so bewusst. Würde ich die Geschichte heute nochmal schreiben, würde ich vieles anders angehen. Da ich das aber nicht kann, bleibt mir nur zu versuchen, es mit jedem Buch besser zu machen.

 

Schreiballtag

 

Was ist deine größte Herausforderung im Schreibprozess?
Das Setting. Es fällt mir wahnsinnig schwer, es zu beschreiben, das ist wirklich, als hätte ich plötzlich Wortfindungsstörungen. Obwohl ich die Umgebung in meinem Kopf ganz genau sehe, hab ich total Probleme, das, was ich da sehe, in Worte zu fassen.

Und Werbung, insbesondere Instagram. Kein Witz. Langsam wird es besser (nach mehreren Crashkursen von befreundeten Autorinnen und Pep-Talks à la „Sei einfach du selbst, du musst keine Angst haben“), aber es fällt mir sehr schwer, mich von diesen vielen wundervollen Accounts mit den wunderschönen Bildern und noch schöneren Texten darunter nicht einschüchtern zu lassen. Auch wenn es oft nicht so wirkt, bin ich eigentlich ein schüchterner und zurückhaltender Mensch und deswegen fällt es mir sehr schwer, insbesondere über meine Schreiberei und meine Bücher zu sprechen.

Hast du eine Schreibroutine?
Ja. Nein. Jein. Sagen wir mal, ich versuche eine Schreibroutine zu haben. Und die lautet: Schreib jeden Tag. Aber da ich nicht hauptberuflich schreibe und noch andere Verpflichtungen habe, muss ich Schreiben mehr oder weniger da reinschieben, wo es gerade passt. Normalerweise mache ich mir immer am Wochenende einen Plan für jeden Wochentag, wann ich da schreibe, und setze dann alles daran, das einzuhalten. Gerade wenn ich eine Deadline einhalten muss, so wie momentan, verteidige ich meine Schreibzeit rigoros und schaue, dass ich jeden Tag mein Soll erreiche. Und wenn ich mich dafür spätabends noch hinsetzen muss.

Welchen Tipp würdest du deinem Vergangenheits-Ich geben, das gerade mit dem Schreiben anfängt?
Glaub an dich. Trau dich. Du kannst das.

Und schreib endlich ein Manuskript fertig. Wenn es fertig ist, kannst du dir das Hirn zermartern, wie du aus der Rohfassung etwas bastelst, was irgendein Mensch lesen will. Aber erst dann, vorher nicht.

 

Motivation

 

Hast du Vorbilder bzw. Menschen, die dich inspirieren und motivieren?
Nicht in dem Sinn, als dass ich ihnen nacheifere. Einfach, weil ich gerne meinen eigenen Weg gehen und niemanden nachahmen möchte. Aber es gibt viele AutorInnen, die ich bewundere und die mich inspirieren. Dazu gehört zum Beispiel Jennifer Benkau, weil ihre Geschichten immer das gewisse Etwas haben und ich ihre Erzählstimme sehr besonders finde. Oder Antonia Michaelis, deren Schreibstil ich vergöttere; die Art, wie sie Worte aneinanderreiht und damit Bilder zeichnet, ist einfach wunderschön und sehr eindrücklich. Oder auch Jennifer L. Armentrout, weil sie in einer Geschwindigkeit neue Ideen entwickelt und aufschreibt, die ich einfach nur berauschend finde – ich meine, im Ernst, wie schnell schreibt diese Frau? Und benutzt sie dafür einen Zeitumkehrer oder wie macht sie das?

Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass meine Geschichten Menschen berühren und vielleicht ein kurzes Stück auf ihrem Weg begleiten dürfen. Bücher geben mir oft das Gefühl, nicht allein zu sein, verstanden zu werden – oder unterhalten mich einfach sehr gut und erweitern meinen Horizont. Und ich würde mich unglaublich freuen, wenn meine Geschichten der ein oder anderen Person das geben, was Bücher mir oft geben.

Was war dein schönster Autor*innen-Moment bisher?
Als ich die Zusage für Kayla & Jason bekommen habe. Und als ich das Buch letzthin (am 14.08.2019, um genau zu sein) das erste Mal in Händen halten durfte. Das war wirklich ein unglaubliches Gefühl – diese Geschichte war so lange in meinem Kopf und plötzlich hab ich sie als fertiges Buch in der Hand. Da hab ich vielleicht sogar ein Tränchen verdrückt.

 

Eine kleine Kostprobe…

Na, dann nehmen wir doch den Anfang …

So hatte ich mir meinen ersten Tag an der Brown nicht vorgestellt.

In meinem Bett lag ein fremder Kerl. Und ich hatte keine Ahnung, was er dort machte. Perplex blieb ich im Türrahmen stehen und umklammerte den Umzugskarton, den ich soeben die zwei Stockwerke nach oben bis in mein Wohnheimzimmer geschleppt hatte. Sein Gesicht war zum Großteil von seinem Handy verdeckt, auf dem er herumtippte. Er bemerkte mich nicht. Eine Hand hatte er in seinen rostbraunen Haaren vergraben, die aussahen, als wäre er gerade erst aufgestanden und weder mit Dusche noch Bürste in Berührung gekommen – oder als hätte er sich sehr viel Mühe gegeben, trotz Körperpflege den perfekten Out-of-Bed-Style hinzukriegen. Ich rümpfte die Nase. Mir waren Kerle suspekt, die so viel wert auf ihr Aussehen legten, dass sie dafür Stunden vor dem Spiegel verbrachten. Nur um so auszusehen, als hätten sie genau das nicht getan. Vollkommen absurd.

Sein Körper war so breit und vor allem lang, dass er die gesamte Matratze belegte. Das war eindeutig die Art von Statur, die nur Sportler mitbrachten. Und leider brachte diese Figur meiner Erfahrung nach auch eher häufig als selten ein überdimensionales Ego mit sich, so viel hatte ich auf dem privaten Internat gelernt, das ich dank eines Stipendiums besucht hatte. Nur dort war ich Sportskanonen jemals nah genug gekommen, um eine Aussage über ihre Persönlichkeit treffen zu können. Zumindest einem im Speziellen und seinem gesamten Umfeld …

Seine Jeans wirkte abgetragen, doch das Markenlabel an seinem Hosenbund enttarnte ihn. Ein flaues Gefühl breitete sich in meiner Magengrube aus. Ich erwachte aus meiner Starre.

Krachend ließ ich den Umzugskarton auf den Boden fallen, und der Kerl schaute von seinem Smartphone hoch. Ich verschränkte die Arme vor meiner Brust und zog abwartend eine Augenbraue nach oben.

»Oh, hi. Du bist bestimmt Rachels Mitbewohnerin«, sagte er und setzte sich auf, machte jedoch keine Anstalten, sich von meiner Matratze wegzubewegen – oder zumindest seine Füße samt Schuhen auf den Boden zu stellen. Sein Schamgefühl tendierte offensichtlich gen Null.

Rachel Andrews, mit der ich mir das Zimmer in Keeney, einem der beiden Wohnheim-Komplexe für Erstsemester, teilte, hatte ich bisher noch nicht kennengelernt. Nur ihre Kisten und Kleidersäcke, die sich auf ihrer Seite des Raums und ihrer Matratze stapelten. Dafür lag nun offensichtlich ihr Freund in meinem Bett. Der nebenbei bemerkt auch noch ein verdammt hübsches Gesicht hatte, wie ich nun feststellte, als er mich ansah. Gerade Nase, klare Gesichtszüge, volle Lippen, leichter Bartschatten – vermutlich pflegte er wirklich den Out-of-Bed-Style und war kein Verfechter mangelnder Körperhygiene.

Er runzelte die Stirn. »Bist du stumm? Hab ich dir die Sprache verschlagen? Keine Sorge, das passiert öfter.«

Ich spürte, wie mir das Blut in den Kopf schoss, und wie so oft redete mein Mund, ohne dass ich ihn stoppen konnte. »Was zur Hölle machst du in meinem Bett?«

 


Katharina Mittmann

 

Ihr Debüt „Dark Wings“ könnt ihr als Ebook* kaufen.

Das Taschenbuch zu „Campus Love – Kayla & Jason“ erscheint am 2. September 2019 bei Droemer Knaur. Das Ebook* könnt ihr bereits käuflich erwerben.

Eine Übersicht aller Teilnehmer*innen findet ihr bei #ProjektArbeitstitel – Was ist das?


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