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#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

(Werbung wegen Namensnennung)

Heute im Adventskalender darf ich euch eine liebe Freundin und Nornennetz-Kollegin vorstellen.

Die kreative, engangierte und fabelhafte Elenor Avelle!

Bei so einer liebevollen und vergnügten Persönlichkeit würde man es nicht erwarten – aber Elenor liebt Grusel, Zombies und Halloween! Ihr erstes Buch „Infiziert – Geheime Sehnsucht“ habe ich rezensiert und zum Release damals mit einer Blogtour begleitet.

Auf ihrer Website findet ihr immer kreative Aktionen und spannende Hintergrundinfos rund um ihre Bücher.


1. Deine Geschichten „Infiziert“ und „Gefesselt“ spielen beide in einem dystopischen Settings mit immerhungrigen Zombies. Feiern die Charaktere trotzdem Weihnachten? Und wenn ja, wie?

Weihnachten spielt vor allem in „Infiziert“ eine große Rolle. Die Zombiekalypse findet kurz vor Weihnachten statt und der langsam verrottende Schmuck des Festtages, verkörpert den Niedergang unserer Zivilisation und der Werte der westlichen Welt insbesondere. Eine Weihnachtsfeier kommt allerdings in beiden Büchern nicht vor.

 

2. Dieser Adventskalender präsentiert eine Fülle wunderbarer Selfpublisher*innen. Wo liegen für dich die Vorteile des Selfpublishing?

Als Selfpublisher bin ich nicht an Marktforschung gebunden. Während ein Verlag Bücher veröffentlicht, die den gerade vorherrschenden Vorlieben entgegenkommen, kann ich schreiben, was immer mir am Herzen liegt.

 

3. Zu Halloween verwandelt sich dein Haus in einen magischen Hexenhof mit Zaubersteinen, Labyrinth und tollen Extras – wie sieht Weihnachten bei dir aus?

Wie Weihnachten bei mir aussieht, hängt sehr von meiner Jahresstimmung ab. Da wir nicht religiös sind, feiern wir das Ende der langen Nächte. Je nachdem, wie weihnachtlich mir zumute war, habe ich von Tannenzweigen, Kerzen, Spekulatius und Kakao Ende Dezember genug und packe zu Sylvester freudig alles wieder weg.

 

4. Welchen Charakter aus deinen Büchern würdest du gerne mal treffen?

Ich würde Gill gerne treffen. Nicht nur viele meiner Leser sind #TeamGill. Er ist ein außergewöhnlicher Mensch, ehrlich, verlässlich und locker.

 

5. Elenor Avelle ist nicht dein richtiger Name, oder? Wie bist du auf dein Pseudonym gekommen und warum hast du dir eines ausgewählt?

Meine Persönlichkeit kommt den Anforderungen des heutigen Autorendaseins nicht sehr entgegen. Deshalb finde ich ein Alter Ego für mich unerlässlich, dass meine Autorenseite nach außen präsentiert. Ein Pseudonym zu finden, ist gar nicht so einfach. Ich habe meinen Vornamen eingebaut, meinen Lieblingscharakter aus den Jane Austen Romanen, eine Schriftstellerin, die ich sehr bewundere. Auch ein Teil meines Nachnamens ist enthalten und da ich ein Fable für Schnörkel habe, habe ich noch zwei Buchstaben mit weichem Klang eingebaut.

6. Wie gehst du beim Schreiben deiner Geschichten vor? Wird alles haarfein geplottet oder lässt du deine Charaktere auch manchmal ins Ungewisse laufen?

Ich plotte so gut wie gar nicht. Das ist für mich, als würde ich als Mutter meinen Kindern vorschreiben wollen, wer sie zu sein haben. Das Schreiben ist für mich ähnlich wie ein Rollenspiel. Es entwickelt sich, von Gewissen Grundlagen ausgehend, selbst.

 

7. Was macht dir bei der Entstehung eines Buches, vom Schreiben über Überarbeitung bis hin zur Veröffentlichung und dem Marketing am meisten Spaß?

Das hängt stark von meiner Stimmung ab. Alles kann Spaß machen und ich habe auch schon bei jedem Schritt höllisch geflucht.

 

8. Was war dein bisheriges Highlight als Autorin?

Es gab viele Highlights. Der Schritt mich in die Autorenwelt hinauszuwagen, ist für mich wahrscheinlich das größte aller Highlights insgesamt.

 

9. Wird dein nächstes Buch auch wieder im „Infiziert“ Universum spielen und kannst du uns schon ein bisschen was darüber verraten?

Mein nächstes Buch, das im kommenden Sommer 2019 erscheinen soll, wird der Abschluss der Reihe. Es ist der Folgeteil zu „Gefesselt-Der Anfang“. „Gefesselt“ war eigentlich nie geplant. Die Geschichte ist entstanden, weil einige meiner Leser sagten, sie würden gerne mehr über Gill und die Hintergründe erfahren. Allen voran eine gute Freundin von mir, der ich das Buch auch gewidmet habe. Ursprünglich habe ich Gills Geschichte nur für sie geschrieben, doch das ganze hat sich verselbstständig und dann wurde nicht nur ein Roman daraus, sondern zwei. „Gefesselt – Die Rückkehr“, die Geschichte, in der es um Gills Heimreise nach London geht, und was er in seiner Heimatstadt vorfindet, ist das Buch, dass ich nach „Infiziert“ geschrieben habe. Daraus entwickelte sich dann der Vorgängerband „Gefesselt- Der Anfang“ und Rebecca erwachte zum Leben. Das ist der spannendste Moment für mich als Schriftstellerin, wenn eine Welt oder ein Charakter aus dem Nichts entsteht.

 

10. Was wünscht du dir für 2019 und worauf freust du dich im neuen Jahr besonders?

 Ich freue mich auf viele weitere tolle Momente mit Lesern und Kollegen und bin gespannt, wohin der Wind mich treiben wird.
Vielen Dank für das spannende Interview!

Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

Blogtour "Infiziert: Geheime Sehnsucht"

Blogtour "Infiziert: Geheime Sehnsucht"

Achtung, Achtung!

Die höchste Sicherheitswarnstufe wurde ausgerufen. Der Virus ist freigesetzt. Die Säuberungseinheiten bitte zu Block C, die Spezialeinheiten zu den Toren. Die Evakuierung der Zivilisten wird eingeleitet. Bitte bleiben Sie ruhig und folgen Sie den Anweisungen der Ordner. Professorin Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Siren bitte begeben Sie sich unverzüglich ins Labor.

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Photo by Drew Hays on Unsplash

Forschungstagebuch von Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Siren

Die Lage ist ernst. Ich musste meine wichtigen Studien zum Psychrolutes Marcidus unterbrechen, weil einige Wissenschaftler aus dem Institut nicht für den Ernstfall vorgesorgt haben (Einmal mit Profis! *seufz*). Der gemeinhin als „Zombie„-Virus bekannte Erreger wurde freigesetzt und hat sich ausgebreitet. Ich bin im Labor und mir obliegt es, die verschiedenen Ausprägungsformen zu untersuchen und zu dokumentieren – in der Hoffnung dabei auf ein Gegengift, das den Prozess aufhält, umkehrt oder zumindest endgültig das Licht in den verwesenden Gehirnen ausknipst, zu stoßen.

Womöglich ist diese Forschungsarbeit das Letzte, was ich tue, aber ich werde mein Bestes geben. Bitte sagen Sie meiner Katze, dass ich sie liebe.


Vorsicht! Es sind Spoiler enthalten.

Virus #01 – Beißer (The Walking Dead)

Dieser Virus schlummert in jedem von uns. Mit dem Tod des Organismus übernimmt der Virus die Kontrolle über das Gehirn. Eine weitere Übertragungsmethode ist „beißen“, woher auch der Name stammt. Nach dem Versterben bleiben die Gehirnareale, in der Verstand und Persönlichkeit vermutet werden, tot. Der Virus übernimmt lediglich die für Hunger und Motorik zuständigen Gehirnlappen und -kerne. Die Beißer sind in der Lage auch ohne Extremitäten zu „existieren“ und sind immun gegen Verletzungen, Tod durch Ertrinken oder Vergiftungen. Eine Säuberung kann nur durch die Zerstörung des Gehirns oder die vollständige Auflösung des Körper z.B. durch Säure oder Feuer erfolgen. Tod durch Verhungern bzw. fortschreitende Verwesung ist ebenfalls möglich, dauert aber länger als andere Tötungsarten. Da das Gehirn-Areal für Schmerz ebenfalls abgestorben ist, ist auf eine schnelle Tötung zu achten, da Schuss- oder Schnittwunden die Beißer nicht lange zurückhalten.

Es scheinen nur Tiere der Spezies homo sapiens sapiens vom Ausbruch betroffen zu sein, eine Übertragung des Virus‘ durch andere Rassen scheint zumindest möglich.

Die Subjekte bewegen sich unabhängig voneinander, werden aber oftmals durch Geräusche aufgeschreckt und bilden nach und nach lange Züge, die in Wellen über das Land schwappen.

Beiße können einfach Tätigkeiten wie „rennen“, „Gegenstände greifen“ und „unverschlossene Türen öffnen“ ausführen. Sie reagieren auf Geräusche und können Menschen von Untoten anhand des Geruchs unterscheiden. Schmiert sich jemand mit Beißer-Blut voll, kann er sich eine Zeit lang unbemerkt unter diesen bewegen. Beobachtungen zeigen außerdem gewisse Unterschiede in Reaktionszeit und Geschicklichkeit bei verschiedenen Subjekten. Die Forschung hierzu ist noch nicht abgeschlossen.

Virus #02 – Infizierte (Infiziert: Geheime Sehnsucht)

Erfreulicherweise ist durch meine Vorarbeit im Bereich dieser speziellen Sorte von Zombies einiges über den Ursprung des Virus‘ bekannt, ebenso liegt ein Impfstoff vor.

Die Untoten, im Verfolgungsmodus auch „Jäger“ genannt, verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn, der sie die Spuren Überlebender auch über mehrere Kilometer verfolgen lässt. Diese Art von Zombievirus ist hochansteckend, allein die bloße Exposition mit infizierten Körperflüssigkeiten wie Blut oder Speichel kann bereits eine Übertragung auslösen. Die Untoten bevorzugen dunkle Orte und sind ebenfalls zu einfachen Tätigkeiten in der Lage, so können sie sogar „Objekte werfen“ oder „einfache Waffen“ verwenden. Ähnlich wie Subjekte der Gattung #01 verspüren sie keinen Schmerz oder werden dadurch zumindest nicht beeinträchtigt. Da auch die ausgeschalteten Subjekte noch ein hohes Ansteckungspotenzial aufweisen ist eine fachgerechte Entsorgung durch Feuer oder Säure ratsam. Diese Subjekte sammeln sich in „Nestern“ was eine Ausräucherung durchaus gefährlich, aber bei Erfolg effizient macht.

Durch die vorliegenden Aufsätze meiner geschätzten Kollegin Prof. Dr. med. phil. Elenor Avelle war es uns möglich, den Ursprung des Virus‘ zurückzuverfolgen. Der Erreger steckt in einer Gruppe in vitro gezüchteter Menschen, die ihn unwissentlich verbreitet haben. Durch ihre besondere Körperbeschaffenheit bricht der Virus bei ihnen jedoch nicht aus. Ein Impfstoff bzw. Gegengift konnte durch die Bemühungen von Charlie und Liam hergestellt werden, wenngleich seine Verfügbarkeit limitiert ist. Inwieweit der Impfstoff auch bei direkten Bissen oder bereits betroffenen Untoten wirkt, ist noch zu untersuchen. Eine Ansteckung zwischen homo sapiens sapiens kann jedoch damit unterbunden werden. Der Virus scheint bei anderen Tieren nicht auszubrechen, eine Übertragung ist jedoch möglich, was bei der Bekämpfung des Virus unbedingt berücksichtigt werden sollte. Wir sind zuversichtlich, dass die Bekämpfung des Virus auf einem guten Weg ist.

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Photo by Joey Banks on Unsplash

 

 

 

 

 

 

Virus #03 – Zombies (Left 4 Dead)

Die Infizierten treten immer in großen Horden auf und sind sehr angrifflustig, es ist fast unmöglich sie zu umgehen, weswegen mit schweren Geschützen auf sie geschossen werden muss. Sie machen großen Lärm, weshalb sie meist zu hören sind, sodass man sich auf einen Schwall aus dem Höllenschlund vorbereiten kann.

Aufzupassen ist jedoch auf die genmutierten besonderen Zombies. Zum einen der sog. Smoker, der Überlebende mit seiner langen Zunge wie ein Lasso einfängt und sie aus dem Schutz der Gruppe zieht. Tötet man sie, gehen sie in einer hochgiftigen Rauchwolke auf, daher der Name. Boomer sind wohl die groteskeste Form, die der Virus annehmen kann. Sie sind auf eine unnormale Größe angeschwollen und explodieren beim Gebrauch von Schusswaffen, woraufhin die klebrige Körperflüssigkeit überall hinspritzt. Sie ist säureartig und vermindert die Seh- und Bewegungsfähigkeit. Tanks, die sich durch die Menge pflügen und nur schwer zu verwunden sind und Hunter, die schnell und agil sind und sich immer das schwächste Opfer herauspicken, sind ebenfalls Schädlinge, die man besser schnell ausschaltet. Besonders trügerisch ist jedoch die Witch, die perfekt das Schluchzen und Weinen von Menschen imitieren kann. Sie hält sich meist in dunklen Ecken auf und wartet auf ihre Opfer. Wenn man sie aufschreckt, dann zerfleischt sie einem mit ihren Klauen direkt die Kehle.

Wie sieht es mit der Übertragung des Virus aus? Nun, bisher hat noch niemand, der gebissen wurde, es überlebt…

Virus #04 – „Zombies“ (Warm Bodies)

Im Kopf scheinen sie zwar einigermaßen klar zu sein, doch sie sind kaum Herr ihrer Sinne und ihres Körpers. Erst durch zunehmenden Kontakt mit Menschen erlangen sie ihre Menschlichkeit wieder. Bonies hingegen sind bereits zu weit verrottet, um wieder zu klarem Verstand zu kommen und greifen schneller und grausamer an. Eine Ansteckungsgefahr scheint nur durch einen Biss zu bestehen.

Nur der Kuss der wahren Liebe kann sie wieder in Menschen verwandeln.

Die Forschungsberichtnotizen sind an dieser Stelle unleserlich. Lediglich eine Notiz vermerkt: „Das scheint mir eher eine Form des Vampirismus der Sorte meyerii zu sein.

Virus #05 – Lebende Tote (iZombie)

Durch die Kombination von Max Rager und einer Untergrunddroge gelangt eine Bootsparty außer Kontrolle und die Leute verwandeln sich in gewalttätige, hirnfressende Zombies. Durch eine stete Ernährung mit Hirn sind die Zombies jedoch in der Lage ihren menschlichen Verstand und die Kontrolle über sich zu bewahren. Lediglich Verletzungen, Wut oder extremer Hunger rufen den Zombie-Modus hervor. Leidet ein Zombie zu lange an Hunger, verbleibt er in dem Zustand der Seelenlosigkeit und verwest weiter.

Die „lebenden“ Toten sind nur durch ihre weißblonden Haare, die kalkweiße Haut und ihre roten Augen im Zombiemodus von Menschen zu unterscheiden. Außerdem haben sie keinen Puls.

Sowohl den lebenden Toten als auch den Zombies muss das Gehirn zerstört werden, damit sie sterben. Lebende Tote sind jedoch in der Lage gewissen Schmerz zu spüren. Eine Übertragung des Virus‘ ist durch Kratzen oder Beißen möglich.

Durch die Aufzeichnungen von Dr. Moore und Dr. Chakrabarti konnte jedoch mehr zu diesem Typus der Zombies geforscht werden. Infizierte, die das Hirn eines Menschen zu sich nehmen, haben für die Dauer des Verdauungsprozesses Erinnerungen und Charaktereigenschaften des Verstorbenen. Für die polizeilichen Ermittlungen ist Dr. Moore somit eine große Hilfe. Ebenso konnte Dr. Chakrabarti in Tierexperimenten erste Prototypen eines Gegengifts herstellen, die jedoch nicht auf Dauer wirken.


Die Erforschung von Untoten, Infizierten, Zombies und der sie auslösenden Viren ist noch lange nicht abgeschlossen. Angstvoll harren wir den weiteren Berichten und Analysen von Augenzeugen, Streunern und Überlebenden.

Ich beende meinen Forschungsbericht an dieser Stelle und mache eine Pause von meiner Arbeit. Draußen kann man die schlurfenden Schritte und das ständige Stöhnen der Karawane der Verrottung hören. Noch bin ich hier sicher, aber für wie lang? Ich muss meine Kräfte sparen. Irgendwo hatte ich doch noch eine Dose Ravioli…

Weiter geht es morgen bei der Autorin höchstselbst

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~Wir verlosen 1 signiertes Printexemplar von „Infiziert – geheime Sehnsucht“~

Wenn ihr gut aufgepasst habt, dann ist euch das blutige Wort im Text nicht entgangen. Solche blutigen Worte findet ihr auch in den anderen Beiträgen der Blogtour. Sie ergeben einen Satz, den ihr an schreibtrieb-buchblog@gmx.de schicken könnt.  Sie lässt euch dann in den geheimen Bunker für Überlebende. Doch nur ein Los kann gewinnen und so wird der Zufall entscheiden, wer von euch das Handbuch zum Überleben in der Zombiekalypse (den Roman „Infiziert“) bekommt.

Teilnahmebedingungen

  • Gewinnspielteilnahme ab 18 oder mit Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, für Versand wird keine Haftung übernommen, eine Barauszahlung ist nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärst du dich bereit, dass deine Adresse an die Autorin übersendet werden darf und im Gewinnfall dein Name öffentlich genannt wird.
  • Pro Person ist eine Teilnahmemöglichkeit gegeben.
  • Das Gewinnspiel endet am 22.10.2017, 23:59.
[Rezension] Infiziert: Geheime Sehnsucht von Elenor Avelle

[Rezension] Infiziert: Geheime Sehnsucht von Elenor Avelle

Die liebe Nora aka Elenor Avelle ist so ein lieber, fröhlicher und aufgeschlossener Mensch. Ich durfte sie schon auf dem litcamp persönlich kennen lernen! Und ich habe ihr Buch „Infiziert: Geheime Sehnsucht“ als Rezensionsexemplar in der Ebook-Version bekommen. Vielen Dank nochmal dafür! Bei so einer laufenden Blumenwiese denkt man gar nicht, dass sie eine so düstere, spannende und brutalen Zombie-Apokalypse schreiben kann.

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Elenor Avelle – Infiziert: Geheime Sehnsucht

Worum geht’s?

Viele Jahre sind seit dem Ausbruch eines Zombievirus vergangen. Mit einer Machete bewaffnet kämpft sich Charlie durch die Straßen und begegnet dabei sowohl fleischhungrigen Monstern, als auch Gruppen von Überlebenden. Obwohl sie sowohl in der Gruppe des coolen Gill als auch des besorgten Rafaels einen Platz hat, treibt es sie immer wieder durch die Straßen. Sie weiß, sie wird beobachtet. Von einem geheimnisvollen Fremden, der ihr hilft, sich ihr jedoch nie zeigt. Charlie scheint gegen den Zombievirus immun zu sein und als sie auf nicht-verwandelte Leichen stößt, kommt ihr der Verdacht, dass sie vielleicht nicht die einzige Person ist. Auf der Suche nach der Lösung des Rätsels, der Identität des Fremden und nach einem sicheren Ort schlägt sich die toughe Charlie durch Zombieherden und Monster in Menschengestalt. Die Wahrheit, die sie hinter den Mauern eines geheimen Instituts finden soll, ist jedoch nicht weniger gefährlich als die Bedrohung in Form von gehirnfressenden Untoten.

  • Genre: Dystopie, Science Fiction, Zombieapokalypse, Abenteuer
  • Selfpublishing via Books on Demand
  • Taschenbuch*: 14,99*€ | Ebook: 7,99*€

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Meine Meinung

Das Cover wurde von der unfassbar talentierten Christin Thomas gestaltet und ich finde, es sieht einfach stimmig und professionell aus. Wir sehen Charlie, eine toughe, furchtlose Heldin und die drohende Gefahr durch die Zombies. Mir gefällt die Farbgebung sehr gut.

Elenors Schreibstil ist sehr gut, lässt sich flüssig lesen und sie versteht es, den Szenen und den Charaktere mit ihren Worten leben einzuhauchen. Mir sind keine Fehler oder unpassenden Formulierungen aufgefallen und ich wurde ganz in den Bann der Geschichte gezogen.

Ein absolutes Herzstück waren die tollen Charaktere! Sie wirkten lebendig und nicht so generisch und öde wie oftmals in anderen Zombie-Geschichten. Die Gruppen handelten emotional, rational und intelligent. Sie planten, sie verloren die Kontrolle und alles wirkte glaubhaft und nicht an den Haaren herbeigezogen. Es gab Charaktere, die durch die Umstände in den Wahnsinn getrieben wurden, Charaktere deren Wahnsinn durch den Tod überall erst richtig aufblühte.

  • Charlie ist eine unfassbar toughe, intelligente und bedachte Protagonistin. Sie ist so unfassbar cool und dabei ist sie nicht overpowered oder zu perfekt. Auch sie hat Sorgen, die sie umtreiben, Gewissensbisse und Gefühle – aber dennoch ist sie eine wahrhaft heldenhafte und konsequente Person. Manchmal wirkt sie beinahe unbeteiligt und kühl und dann scheint doch wieder Wärme hindurch. Eine absolut geniale Heldin! (Einzig ihre Hintergrundgeschichte – auch wenn die interessant war – war für mich ein bisschen too much)
  • Gill & seine Gruppe sind meine liebste Gruppe. Gill ist so ein cooler, großherziger und entspannter Typ und ich glaube, ich würde mich nirgendwo sicherer fühlen, wenn eine Apokalypse losbricht. Francis aka „Hulk“ hätte ich übrigens gern als Onkel. Oder Kumpel. Oder Haustier oder Beschützer. Er ist einfach zu genial und sein schwarzer Humor hat so manche düstere Szene aufgeheitert.
  • Liam hat übrigens verdammt viel „Bookish Boyfriend“ Potenzial. Seine nachdenkliche, entschlossene Art und seine Beziehung zu Hund Freya sind so knuffig. Und er fährt Motorrad und hat coole Fähigkeiten und ist besorgt und engagiert. Hach!

Ich liebe Zombies. Meistens sind Bücher, Filme und Serien zu dem Thema repetetiv, aber irgendwie stürze ich mich dennoch gerne in verfallende, verwesende Welten und bin froh, in meinem gemütlichen Bett zu liegen. Elenor vereint in „Infiziert“ alles, was für mich eine gute Zombie-Geschichte ausmacht. Dabei hält sie eine wunderbare Balance zwischen Gewalt, Spannung, emotionalen Dilemmata und der Suche nach einer Lösung.  Für mich war der Inhalt absolut rund und stimmig. Ich mag es, wenn in Zombie-Geschichten den Ursachen der Infektion auf den Grund gegangen wird, wenn die Geschichte sich nicht ewig wie Kaugummi in immergleichen Mustern abwickelt. Das hat Elenor hier definitiv umgangen, in dem wir eine gewisse Zweiteilung des Buches haben. Einmal die zombieverseuchte Welt hinter den Mauern des Institus und dann die kaum weniger bedrohliche Entwicklung hinter den Mauern. Die aufgegriffenen Thematiken, die moralischen Konflikte, die vielen verschiedenen Facetten von Menschlichkeit. Einfach bombastisch! Für mich hat dieses Buch alles vereint, was ich von einer guten Geschichte erwartet. Abenteuer, Geheimnisse, Action, ein bisschen Liebe, Metathemen. Booooom!

Ich hab zum Ende so mitgefiebert, es wurde nochmal so spannend und mich hat es schier zerissen vor Ungewissheit und Hoffnung. Das Ende bietet auf jeden Fall Platz für weitere Bücher in diesem Universum und öffnet weitere Türen. Ich war nach dem Lesen richtig geflasht.

Fazit:

Was für ein Höllenritt! Im positiven Sinne. „Infiziert“ hat alles was eine gute Geschichte braucht und noch mehr. Ich liebe die Charaktere, fand die Entwicklung total spannend und brauche definitiv eine Printversion zum Anhimmeln. Ich muss hier und da schweren Herzens ein paar Abzüge geben, denn Charlies schnelles Vertrauen zum Fremden und ihre Vergangenheit waren mir ein bisschen zu viel des Guten. Aber das ist wirklich Meckern auf höchstem Niveau und ich gebe dem Buch 4,5 Seesterne.

4,5seesterne

Weitere Meinungen:


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