Schlagwort: elenor avelle

Babsis Leipziger Buchmesse 2019

Babsis Leipziger Buchmesse 2019

Babsis Leipziger Buchmesse 2019

In kompakter Videoform gibt es meine Messeeindrücke natürlich wie immer auf meinem Youtube Kanal:

 

Mittwoch: Wiedersehensfreude und Aufbau

Nornennetz Stand

Die Anreise begann für mich bereits am Mittwoch. In Erfurt hüpfte ich in den Zug, in dem schon Elenor Avelle saß. Gemeinsam rollten wir fleißig Lose für den Messestand des Nornennetzes. Anne Zandt sammelte uns mit dem Auto vom Bahnhof ein und über viele Treppen ging es zur Nornen-Messe-WG im vierten Stock eines schönen Altbaus. Hier wurde erstmal begrüßt, geplaudert und dann persönliche Gegenstände und Ausrüstung für den Messestand in verschiedene Häufchen sortiert. Wir rollten weiter fleißig Lose für den Kelch und dann ging es los zum Messegelände. Efeu sprießen lassen, Bücher ordentlich präsentieren und Gewinne für die Verlosungen sortieren. Unter einem fast vollen Mond tuckerten wir schließlich wieder heimwärts, freudig gespannt auf den Messebeginn.

Donnerstag: Es ist sehr voll hier!

Am Donnerstag war ich ziemlich erschlagen von den einströmenden Massen. Die erste Nacht in einem fremden Bett mit mehreren Leuten im Zimmer ist immer etwas holprig und so fühlte ich mich kaum ausgeruht. Für jeden Messetag hatte ich mir Programm aufgeschrieben – am Donnerstag habe ich nichts davon geschafft. Ich war so erschöpft und überfordert, dass ich morgens einfach nur meinen Kaffee umklammerte und versuchte, mich zu sammeln. Zum Glück war der Standdienst bei den Nornen eine Konstante und meine Schwestern total lieb und rücksichtsvoll. Am Stand konnte ich mich außerdem langsam „klimatisieren“ und an die ganzen neuen Eindrücke gewöhnen. Viele liebe Leute kamen am Stand vorbei, um mich zu besuchen und zu knuddeln.

Nornentalk & Phantastik Leseabend

So langsam setzte dann die Nervosität ein, denn gemeinsam mit Anne Zandt, Michelle Janßen und Eleonore Laubenstein, würde ich bei der Phantastik Leseinsel 2 eine 30-minütige Diskussionsrunde moderieren. Wir sprachen die Fragen nochmal in Ruhe durch, aber ich war natürlich trotzdem aufgeregt. Aber es saßen viele liebe Freund*innen im Publikum, die es ganz leicht machten, sich zu konzentrieren und nicht vor Nervosität einzugehen. Obwohl wir schneller mit den Fragen durch waren als geplant und ich ein bisschen improvisieren musste, lief alles gut und wir konnten die wichtigsten Punkte ansprechen. Es wird den Beitrag auch wieder als Transkript bzw. zum Nachhören geben, sobald ich mehr weiß, verlinke ich euch das auch gerne hier.

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Danach ging es nach einer kurzen Pause direkt zur Verleihung des Seraph Phantastikpreises. Mit Stella Delaney und Nora Bendzko waren zwei Nornen auf der Shortlist, für die ich natürlich feste die Daumen gedrückt habe. Das Rennen gemacht haben Bernhard Hennen, Birgit Jaeckel und Kris Brynn. Gemeinsam mit ein paar lieben Freundinnen brachen wir dann auch schon auf zum Phantastik Leseabend, an dem ebenjene Gewinner*innen neben anderen Phantastik-Autor*innen lesen würden (Die liebe Jenny hat mich übrigens eingeladen, danke!). Für Essen blieb jedoch keine Zeit, da wir sonst viel zu spät gekommen wären. Vor Ort gab es nur kleine Knabbereien und ich wollte nicht zwischendurch raus und mir gegenüber beim Imbiss was holen. Der Abend war wirklich fabelhaft, auch wenn mir zur Pause die Puste ausging. Ich hätte gerne noch länger zugehört, aber der Magen hing in den Kniekehlen und ich war total platt. Gemeinsam mit Nora ging es nach Hause in die Messe WG, kurz unter die Dusche und ab ins Bett.

Freitag: 9lesen

Der Freitag begann etwas besser ausgeschlafen. Heute fühlte ich mich den Massen besser gewappnet. Mit der Verlosungsbox der #MesseFürDaheim vom Nornennetz ging es los in Halle 1 und 3. Die #MesseFürDaheim Box wurde vom Nornennetz auf je drei Kanälen verlost und ich traf einige liebe Freundinnen, die mir Goodies dafür spendeten. Für mich selbst habe ich bei den vielen tollen Künstler*innen natürlich auch was gekauft.

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Nach einer weiteren Runde Standdienst mit Lose verteilen, glückliche Gewinner beschenken und guten Gesprächen ging es für mich zur Bloggerparty von Tolino. Die liebe Julia hatte mich eingeladen und bei Popcorn und Eistee gab es weitere gute Gespräche und neue Bekanntschaften. Dazu gab es eine total süße, prallgefüllte Goodiebag mit Tee, Keksen(die haben nicht lange überlebt), Notizbuch, Stickern, Badezusatz und vielen anderen süßen Kleinigkeiten. Danke!

Allerdings hatte ich noch einen wichtigen Termin: Das erste Jubiläum von 9lesen! Nach Stärkung mit leckerem Flammkuchen startete die Veranstaltung im vollbesetzten Café Eigler. Der einzige Wehmutstropfen dieser Location waren die geteilten Räume. Aber der Livestream funktionierte, die Stimmung war trotz Müdigkeit gut, die Texte abwechslungsreich und die Bilanz des Abends positiv. Wir hoffen, weiterhin wachsen zu können und euch einen bunten Mix aus unveröffentlichten und veröffentlichten Autor*innen sowie verschiedenen Genres bieten zu können! Vielen Dank an alle, die da waren.

Samstag: ES IST WIRKLICH SEHR VOLL HIER

Es ist bei jeder Messe dasselbe Spiel: Kaum hat man sich einigermaßen an die Menschenmassen gewöhnt, kommt das Wochenende und wenn man Donnerstag denkt „Wow, ist das voll hier!“, wird man Samstag eines besseren belehrt. Dieses Mal habe ich gemerkt, dass ich mit so vielen Reizen und Eindrücken schlecht umgehen kann. Ich werde schnell müde, gereizt und bin überfordert. Deswegen weiß ich die Pressetage auf der Frankfurter Buchmesse umso mehr zu schätzen. Ich wünschte, in Leipzig gäbe es auch wenigstens einen solchen Tag. Denn es ist wirklich schwierig, sich zu den Veranstaltungen zu kämpfen, die man sehen will oder die Stände genauer anzuschauen.

Ich hatte direkt morgens Standdienst beim Nornennetz und hatte mir danach einige Dinge vorgemerkt. Ich habe mich todesmutig in Halle 1 begeben und dort die liebe Melanie Schober wiedergetroffen und mir das vorbestellte Buch „Drawing Dilemmas“ abgeholt. Anschließend plauderten wir noch und dann ging es für mich in Halle 5 zur Bloggerlounge wo ich an meiner Kaffeetasse hing und mit lieben Menschen plauderte – froh um die Ruhe und den Sitzplatz. Anschließend tuckerte ich, getragen vom Menschenstrom, noch etwas durch die Hallen, ohne bestimmte Dinge anzuschauen.

Abends fuhren wir dann mit den Nornen zum großen Nornen-Messe-Essen. Wir waren alle total müde, aber nach einer Stärkung ging die Müdigkeit in Heiterkeit über (Nach müde kommt blöd) und wir haben sehr viel gelacht. Ein wunderschöner Abend, mit dem wir uns für den letzten Messetag wappnen konnten.

Sonntag: Ich will nicht, dass es vorbei ist

Bizarr, wenn man eigentlich total k.o. und hinüber von der Messe ist und am letzten Tag doch nicht will, dass es aufhört. Kaum hat man sich ein bisschen eingewöhnt und einen Überblick verschafft, ist es schon wieder vorbei. Sonntag stand deswegen wieder im Zeichen der Menschen. Ich lauschte am Nornennetz Stand Lesungen und dachte endlich daran, Selfies zu machen! Nach dem Abbau ging es dann noch kurz mit ein paar Lieblingsmenschen essen, bevor ich erschöpft in den Zug purzelte.

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Mein Fazit

Die Leipziger Buchmesse 2019 war wunderschön und reich an wundervollen Begegnungen und Gesprächen mit lieben Menschen. Allerdings hat sie mir auch knallhart meine Grenzen gezeigt. Während ich auf der Frankfurter Buchmesse noch meine Antidepressiva nahm war das die erste Messe ohne Medikamente. Wie bereits erwähnt, merkte ich, dass mein Atem wieder kürzer war. Dass mich vieles überforderte, verängstigte und anstrengte. Weniger als noch in meinen schlimmen depressiven Phasen, aber mehr als mit den antriebs- und stimmungssteigernden Medikamenten. Diese Erinnerung klebt bittersüß in meinem Hinterkopf.

Ich wachse, Ich gedeihe…

Aber es ist eine Lektion über mich und meine Grenzen, die mich lehrt, mir weniger vorzunehmen, mich mehr treiben zu lassen und gut auf mich zu achten. Das habe ich auf der Leipziger Buchmesse geschafft – aber die nagende, selbstkritische Stimme war noch da. „Ich schaffe nicht genug“, „Ich muss doch mehr Energie haben“ – wenn ich dieses fiese Nervtöterchen noch besser in den Griff bekomme, dann werde ich eine gute Balance finden. Vor allem aber freue ich mich, dass ich so viele tolle Menschen getroffen habe, die auch Verständnis dafür hatten, wenn ich nicht sonderlich gesprächig war. Ich bin dankbar, lerne und wachse und ich zehre von den schönen Erfahrungen, den Umarmungen, den lieben Worten und den Menschen, die mich mögen und akzeptieren.

Beim Sichten der Fotos habe ich gemerkt, dass ich mit vielen Menschen keine Fotos gemacht habe. Natürlich ist es schöner zu quatschen als Selfies zu schießen, aber manchmal bin ich doch etwas traurig, dass es kein gemeinsames Bild gibt. Memo an Zukunftsbabsi: Mehr Fotos mit Menschen!

Danke liebe LBM19, dass ich bei dir nach Hause kommen und all diese wunderbaren Menschen treffen kann!

 


Weitere Messerückblicke:

 

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

#SPBuch Adventskalender – 06 – Elenor Avelle

(Werbung wegen Namensnennung)

Heute im Adventskalender darf ich euch eine liebe Freundin und Nornennetz-Kollegin vorstellen.

Die kreative, engangierte und fabelhafte Elenor Avelle!

Bei so einer liebevollen und vergnügten Persönlichkeit würde man es nicht erwarten – aber Elenor liebt Grusel, Zombies und Halloween! Ihr erstes Buch „Infiziert – Geheime Sehnsucht“ habe ich rezensiert und zum Release damals mit einer Blogtour begleitet.

Auf ihrer Website findet ihr immer kreative Aktionen und spannende Hintergrundinfos rund um ihre Bücher.


1. Deine Geschichten „Infiziert“ und „Gefesselt“ spielen beide in einem dystopischen Settings mit immerhungrigen Zombies. Feiern die Charaktere trotzdem Weihnachten? Und wenn ja, wie?

Weihnachten spielt vor allem in „Infiziert“ eine große Rolle. Die Zombiekalypse findet kurz vor Weihnachten statt und der langsam verrottende Schmuck des Festtages, verkörpert den Niedergang unserer Zivilisation und der Werte der westlichen Welt insbesondere. Eine Weihnachtsfeier kommt allerdings in beiden Büchern nicht vor.

 

2. Dieser Adventskalender präsentiert eine Fülle wunderbarer Selfpublisher*innen. Wo liegen für dich die Vorteile des Selfpublishing?

Als Selfpublisher bin ich nicht an Marktforschung gebunden. Während ein Verlag Bücher veröffentlicht, die den gerade vorherrschenden Vorlieben entgegenkommen, kann ich schreiben, was immer mir am Herzen liegt.

 

3. Zu Halloween verwandelt sich dein Haus in einen magischen Hexenhof mit Zaubersteinen, Labyrinth und tollen Extras – wie sieht Weihnachten bei dir aus?

Wie Weihnachten bei mir aussieht, hängt sehr von meiner Jahresstimmung ab. Da wir nicht religiös sind, feiern wir das Ende der langen Nächte. Je nachdem, wie weihnachtlich mir zumute war, habe ich von Tannenzweigen, Kerzen, Spekulatius und Kakao Ende Dezember genug und packe zu Sylvester freudig alles wieder weg.

 

4. Welchen Charakter aus deinen Büchern würdest du gerne mal treffen?

Ich würde Gill gerne treffen. Nicht nur viele meiner Leser sind #TeamGill. Er ist ein außergewöhnlicher Mensch, ehrlich, verlässlich und locker.

 

5. Elenor Avelle ist nicht dein richtiger Name, oder? Wie bist du auf dein Pseudonym gekommen und warum hast du dir eines ausgewählt?

Meine Persönlichkeit kommt den Anforderungen des heutigen Autorendaseins nicht sehr entgegen. Deshalb finde ich ein Alter Ego für mich unerlässlich, dass meine Autorenseite nach außen präsentiert. Ein Pseudonym zu finden, ist gar nicht so einfach. Ich habe meinen Vornamen eingebaut, meinen Lieblingscharakter aus den Jane Austen Romanen, eine Schriftstellerin, die ich sehr bewundere. Auch ein Teil meines Nachnamens ist enthalten und da ich ein Fable für Schnörkel habe, habe ich noch zwei Buchstaben mit weichem Klang eingebaut.

6. Wie gehst du beim Schreiben deiner Geschichten vor? Wird alles haarfein geplottet oder lässt du deine Charaktere auch manchmal ins Ungewisse laufen?

Ich plotte so gut wie gar nicht. Das ist für mich, als würde ich als Mutter meinen Kindern vorschreiben wollen, wer sie zu sein haben. Das Schreiben ist für mich ähnlich wie ein Rollenspiel. Es entwickelt sich, von Gewissen Grundlagen ausgehend, selbst.

 

7. Was macht dir bei der Entstehung eines Buches, vom Schreiben über Überarbeitung bis hin zur Veröffentlichung und dem Marketing am meisten Spaß?

Das hängt stark von meiner Stimmung ab. Alles kann Spaß machen und ich habe auch schon bei jedem Schritt höllisch geflucht.

 

8. Was war dein bisheriges Highlight als Autorin?

Es gab viele Highlights. Der Schritt mich in die Autorenwelt hinauszuwagen, ist für mich wahrscheinlich das größte aller Highlights insgesamt.

 

9. Wird dein nächstes Buch auch wieder im „Infiziert“ Universum spielen und kannst du uns schon ein bisschen was darüber verraten?

Mein nächstes Buch, das im kommenden Sommer 2019 erscheinen soll, wird der Abschluss der Reihe. Es ist der Folgeteil zu „Gefesselt-Der Anfang“. „Gefesselt“ war eigentlich nie geplant. Die Geschichte ist entstanden, weil einige meiner Leser sagten, sie würden gerne mehr über Gill und die Hintergründe erfahren. Allen voran eine gute Freundin von mir, der ich das Buch auch gewidmet habe. Ursprünglich habe ich Gills Geschichte nur für sie geschrieben, doch das ganze hat sich verselbstständig und dann wurde nicht nur ein Roman daraus, sondern zwei. „Gefesselt – Die Rückkehr“, die Geschichte, in der es um Gills Heimreise nach London geht, und was er in seiner Heimatstadt vorfindet, ist das Buch, dass ich nach „Infiziert“ geschrieben habe. Daraus entwickelte sich dann der Vorgängerband „Gefesselt- Der Anfang“ und Rebecca erwachte zum Leben. Das ist der spannendste Moment für mich als Schriftstellerin, wenn eine Welt oder ein Charakter aus dem Nichts entsteht.

 

10. Was wünscht du dir für 2019 und worauf freust du dich im neuen Jahr besonders?

 Ich freue mich auf viele weitere tolle Momente mit Lesern und Kollegen und bin gespannt, wohin der Wind mich treiben wird.
Vielen Dank für das spannende Interview!

Weitere Adventskalender-Stationen:


Titelbild von tolino media

Der Adventskalender ist eine unbezahlte Kooperation mit tolino Media, Books on Demand und verschiedenen Selfpublisher*innen. Unter dem Hashtag #SPbuch finden sich Leseempfehlungen und weitere Selfpublishing-Autor*innen.

[Rezension] Infiziert: Geheime Sehnsucht von Elenor Avelle

[Rezension] Infiziert: Geheime Sehnsucht von Elenor Avelle

Die liebe Nora aka Elenor Avelle ist so ein lieber, fröhlicher und aufgeschlossener Mensch. Ich durfte sie schon auf dem litcamp persönlich kennen lernen! Und ich habe ihr Buch „Infiziert: Geheime Sehnsucht“ als Rezensionsexemplar in der Ebook-Version bekommen. Vielen Dank nochmal dafür! Bei so einer laufenden Blumenwiese denkt man gar nicht, dass sie eine so düstere, spannende und brutalen Zombie-Apokalypse schreiben kann.

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Elenor Avelle – Infiziert: Geheime Sehnsucht

Worum geht’s?

Viele Jahre sind seit dem Ausbruch eines Zombievirus vergangen. Mit einer Machete bewaffnet kämpft sich Charlie durch die Straßen und begegnet dabei sowohl fleischhungrigen Monstern, als auch Gruppen von Überlebenden. Obwohl sie sowohl in der Gruppe des coolen Gill als auch des besorgten Rafaels einen Platz hat, treibt es sie immer wieder durch die Straßen. Sie weiß, sie wird beobachtet. Von einem geheimnisvollen Fremden, der ihr hilft, sich ihr jedoch nie zeigt. Charlie scheint gegen den Zombievirus immun zu sein und als sie auf nicht-verwandelte Leichen stößt, kommt ihr der Verdacht, dass sie vielleicht nicht die einzige Person ist. Auf der Suche nach der Lösung des Rätsels, der Identität des Fremden und nach einem sicheren Ort schlägt sich die toughe Charlie durch Zombieherden und Monster in Menschengestalt. Die Wahrheit, die sie hinter den Mauern eines geheimen Instituts finden soll, ist jedoch nicht weniger gefährlich als die Bedrohung in Form von gehirnfressenden Untoten.

  • Genre: Dystopie, Science Fiction, Zombieapokalypse, Abenteuer
  • Selfpublishing via Books on Demand
  • Taschenbuch*: 14,99*€ | Ebook: 7,99*€

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Meine Meinung

Das Cover wurde von der unfassbar talentierten Christin Thomas gestaltet und ich finde, es sieht einfach stimmig und professionell aus. Wir sehen Charlie, eine toughe, furchtlose Heldin und die drohende Gefahr durch die Zombies. Mir gefällt die Farbgebung sehr gut.

Elenors Schreibstil ist sehr gut, lässt sich flüssig lesen und sie versteht es, den Szenen und den Charaktere mit ihren Worten leben einzuhauchen. Mir sind keine Fehler oder unpassenden Formulierungen aufgefallen und ich wurde ganz in den Bann der Geschichte gezogen.

Charaktere

Ein absolutes Herzstück waren die tollen Charaktere! Sie wirkten lebendig und nicht so generisch und öde wie oftmals in anderen Zombie-Geschichten. Die Gruppen handelten emotional, rational und intelligent. Sie planten, sie verloren die Kontrolle und alles wirkte glaubhaft und nicht an den Haaren herbeigezogen. Es gab Charaktere, die durch die Umstände in den Wahnsinn getrieben wurden, Charaktere deren Wahnsinn durch den Tod überall erst richtig aufblühte.

  • Charlie ist eine unfassbar toughe, intelligente und bedachte Protagonistin. Sie ist so unfassbar cool und dabei ist sie nicht overpowered oder zu perfekt. Auch sie hat Sorgen, die sie umtreiben, Gewissensbisse und Gefühle – aber dennoch ist sie eine wahrhaft heldenhafte und konsequente Person. Manchmal wirkt sie beinahe unbeteiligt und kühl und dann scheint doch wieder Wärme hindurch. Eine absolut geniale Heldin! (Einzig ihre Hintergrundgeschichte – auch wenn die interessant war – war für mich ein bisschen too much)
  • Gill & seine Gruppe sind meine liebste Gruppe. Gill ist so ein cooler, großherziger und entspannter Typ und ich glaube, ich würde mich nirgendwo sicherer fühlen, wenn eine Apokalypse losbricht. Francis aka „Hulk“ hätte ich übrigens gern als Onkel. Oder Kumpel. Oder Haustier oder Beschützer. Er ist einfach zu genial und sein schwarzer Humor hat so manche düstere Szene aufgeheitert.
  • Liam hat übrigens verdammt viel „Bookish Boyfriend“ Potenzial. Seine nachdenkliche, entschlossene Art und seine Beziehung zu Hund Freya sind so knuffig. Und er fährt Motorrad und hat coole Fähigkeiten und ist besorgt und engagiert. Hach!

Inhalt

Ich liebe Zombies. Meistens sind Bücher, Filme und Serien zu dem Thema repetetiv, aber irgendwie stürze ich mich dennoch gerne in verfallende, verwesende Welten und bin froh, in meinem gemütlichen Bett zu liegen. Elenor vereint in „Infiziert“ alles, was für mich eine gute Zombie-Geschichte ausmacht. Dabei hält sie eine wunderbare Balance zwischen Gewalt, Spannung, emotionalen Dilemmata und der Suche nach einer Lösung.  Für mich war der Inhalt absolut rund und stimmig. Ich mag es, wenn in Zombie-Geschichten den Ursachen der Infektion auf den Grund gegangen wird, wenn die Geschichte sich nicht ewig wie Kaugummi in immergleichen Mustern abwickelt. Das hat Elenor hier definitiv umgangen, in dem wir eine gewisse Zweiteilung des Buches haben. Einmal die zombieverseuchte Welt hinter den Mauern des Institus und dann die kaum weniger bedrohliche Entwicklung hinter den Mauern. Die aufgegriffenen Thematiken, die moralischen Konflikte, die vielen verschiedenen Facetten von Menschlichkeit. Einfach bombastisch! Für mich hat dieses Buch alles vereint, was ich von einer guten Geschichte erwartet. Abenteuer, Geheimnisse, Action, ein bisschen Liebe, Metathemen. Booooom!

Ich hab zum Ende so mitgefiebert, es wurde nochmal so spannend und mich hat es schier zerissen vor Ungewissheit und Hoffnung. Das Ende bietet auf jeden Fall Platz für weitere Bücher in diesem Universum und öffnet weitere Türen. Ich war nach dem Lesen richtig geflasht.

Fazit:

Was für ein Höllenritt! Im positiven Sinne. „Infiziert“ hat alles was eine gute Geschichte braucht und noch mehr. Ich liebe die Charaktere, fand die Entwicklung total spannend und brauche definitiv eine Printversion zum Anhimmeln. Ich muss hier und da schweren Herzens ein paar Abzüge geben, denn Charlies schnelles Vertrauen zum Fremden und ihre Vergangenheit waren mir ein bisschen zu viel des Guten. Aber das ist wirklich Meckern auf höchstem Niveau und ich gebe dem Buch 4,5 Seesterne.

4,5seesterne

Weitere Meinungen:


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