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Leseliste zum Black History Month

Leseliste zum Black History Month

Leseliste zum Black History Month

Was ist der Black History Month? In vielen anderen Ländern wird im Februar der Kultur und Geschichte von PoCs (=people of color) gedacht. In Deutschland gibt es kleinere Veranstaltungen z.B. in Hamburg.

Vorweg: Ich bin eine Kartoffel aus einem richtig kartoffeligen Dorf im Allgäu – viel Erfahrung zum Thema Rassismus kann ich also nicht vorweisen. Ich weiß nur, dass ich bis zur Mittelstufe nur eine dunkelhäutige Person kannte. Dass ich kaum etwas über die Kultur und die Geschichte außerhalb von Deutschland und Mitteleuropa in der Schule gelernt habe. Dass ich nicht erahnen kann, wie sich jemand fühlen muss, der in einem urbayerischen Dorf voller Konservativer schräg angeschaut, angepöbelt und beleidigt wird.
Es ist mir egal, welche Hautfarbe jemand hat“ – Nein, es ist nicht egal, solange jemand dadurch benachteiligt und diskriminiert wird.

Ich hoffe, dass es vielleicht irgendwann mal egal sein wird wie wir aussehen. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Jeder von uns hat irgendwelche Vorurteile und nur, wenn wir uns bewusst und aktiv damit auseinandersetzen, können wir Rassismus besser bekämpfen.

Black History Month

Für den Februar, den Black History Month, habe ich mir gezielt ein paar Bücher von PoC Autoren herausgesucht, die ich diesen Monat lesen möchte. Denn die Vielfalt in der Literatur hängt auch immer davon ab, welche Bücher gekauft werden. Habt ihr gerade ein Buch von PoC Autor*in zur Hand? Nein? Vielleicht inspiriert euch dann dieser Blogeintrag… Hier findet ihr eine Liste von Büchern, die ich irgendwann noch lesen möchte. Ich möchte meinen Horizont erweitern. Leuten zuhören, die Erfahrungen direkt gemacht haben. Autobiografisch, politisch, gesellschaftskritisch, witzig, ernst, fantastisch. Es ist alles dabei.

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Meine Leseliste für den Februar:

Theodor Michael – Deutsch sein und schwarz dazu (deutsch)* [Biografie] 9783423348577Theodor Michael wird 1925 als Sohn eines Deutschen und einer Kamerunerin geboren. Er überlebt das Arbeitslager, studiert, arbeitet am Theater, hat eine Familie. Er ist in Deutschland geboren und aufgewachsen – und bleibt doch für viele aufgrund seiner Hautfarbe ein Außenseiter. Theodor erzählt die Geschichte seines Lebens.

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Nnedi Okofaror – Wer fürchtet den Tod (deutsch)* [Dystopische Fantasy/SciFi] Die dunkelhäutigen Okeke werden von den hellhäutigen Nuru untedrückt. Onyesonwu macht sich auf, sich am Vergewaltiger ihrer Mutter zu rächen. Dieser ist aber ein mächtiger Zauberer namens Daibu und außerdem ihr Vater.

 


Weitere Leseempfehlungen:

    • Nic Stone – Dear Martin (engl.)* [Jugendbuch] Justyce ist Klassenbester, ein ordentlicher Junge. Aber das ist den Cops und den Medien egal, die ihn und seinen Kumpel Manny für eine Schießerei verantwortlich machen.
    • Angie Thomas – The Hate U Give (engl. | deutsch)* [Jugendbuch] Meine Rezension
      Starr ist dabei, als ihr Kumpel ungerechtfertigterweise von einem weißen Cop erschossen wird. Sie ist hin- und hergerissen, denn sie hat Angst auszusagen, Angst, ihrer Wut Luft zu machen und als „wütende Schwarze“ abgestempelt zu werden. Wird sie im Prozess aussagen und ihre Stimme erheben?
    • Margot Lee Shetterly – Hidden Figures (Unbekannte Heldinnen) (deutsch)* [Erzählung, wahre Geschichte] 1943 werden erstmals afroamerikanische Frauen bei der NASA eingestellt. Trotz Diskriminierung und Skepsis setzen sich die brillianten Mathematikerinnen durch.
    • Reni Eddo-Lodge – Why I’m no longer talking to white people about race (engl.)* [Sachbuch, Gesellschaftsbuch] Die Diskussion über Rassismus, was beleidigend ist und was nicht, wird oft von solchen Leuten geführt, die keine Ahnung davon haben. PoCs hingegen müssen sich oft rechtfertigen, wenn sie sich aufgrund einer Bezeichnung schlecht fühlen. Die Journalistin Reni Eddo-Lodge wirft einen ungeschönten, direkten Blick auf unsere Gesellschaft.
    • Trevor Noah – Farbenblind (deutsch)* [biografische Kurzgeschichten, Humor] Trevor kam 1984 als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers zur Welt. Das südafrikanische Apartheidssystem stellte „gemischtrassige“ Beziehungen zu dieser Zeit noch unter Strafe. Wie es für Trevor war unter diesen Bedingungen aufzuwachsen erzählt der heutige Comedian in 18 Kurzgeschichten.
    • Lori Hewett – Coming of Age (engl.)* [Jugendbuch] Vier Jugendliche erleben die Hochs und Tiefs der Highschool. Sie kämpfen um Liebe, Respekt und ihre Zukunft. (Ich habe das Buch in der 9. oder 10. Klasse als Lektüre im Englischunterricht gelesen)
    • Rosa Parks – My Story (engl.)* [Biografie] Rosa Parks ist vielen bekannt als die Frau aus dem Bus. Aber ihr Leben hat so viel mehr Spannendes, Aufrüttelndes und Wichtiges.
    • Martin Luther King Jr. – Autobiography (engl.)* [Biografie] „I have a dream.“ – Strahlende Figur der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, erschossen von politischen Gegner. Warum seine Worte bis heute bewegen und welchen Einfluss sie haben.
    • Barack Obama – Dreams from my father (deutsch| engl.)* [Biografie] In seiner Biografie erzählt der ehemalige Präsident der Vereignigten Staaten von Amerika über seine Kindheit, Jugend und was ihn geprägt hat.
    • Hans J. Massaquoi – „Neger, Neger, Schornsteinfeger!“: Meine Kindheit in Deutschland (deutsch)* [Biografie] Hans beschreibt seine Jugend als Kind einer weißen Mutter und seines schwarzen Vaters zu Zeiten des Nationalsozialismus.
    • Noah Sow – Deutschland Schwarz Weiß (deutsch)* [Essays/Sachbuch]
      Rassismus gegen Schwarze – das ist doch kein Problem in Deutschland. Alles ganz harmlos. Vom N-Kuss und „Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“ und anderen offensichtlichen Dingen mal abgesehen. Der Rassismus ist in unserer Gesellschaft tief verankert.

Blogbeiträge:

  • Ein Blog gegen Rassismus, der nicht müde wird, aufzuklären.
  • African Book Addict stellt 56 englischsprachige Neuerscheinungen diverser Autoren und Autorinnen vor. Schaut bei ihr vorbei!
  • Bücher, Musik, Medien und vieles mehr findet ihr auch bei Yasmin!

Videos:

Leute, denen ihr folgen solltet:

Weitere Leselisten:

Hinterlasst mir gerne weitere Buch-, Serien- oder Blogbeitragsempfehlungen in den Kommentaren. Vielleicht gibt es ja in eurer Stadt eine Veranstaltung zum #BlackHistoryMonth, die ihr unterstützen könnt? Auf jeden Fall sollten wir nicht am 28.02 damit aufhören, kulturelle Vielfalt zu feiern und uns für andere Leute zu interessieren.

Tüdelü, eure Babsi

p.s.: Ich will mit diesem Beitrag niemanden angreifen oder beleidigen. Ist es dreist und vermessen, dass ich als weiße Nicht-Betroffene über dieses Thema schreibe? Ich weiß es nicht. Ich möchte aber auch nicht dazu schweigen. Ich möchte diverser lesen, ich möchte „own voices“ unterstützen und ich möchte mehr Vielfalt in meiner Literaturblase.


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#Buchmagie

#Buchmagie

Es war eine morgendliche Eingebung – auf magische Weise kam diese Idee zu mir und ich dachte: Wieso eigentlich nicht? Und ich habe mich hingesetzt und habe meinen kreativen Gedanken freien Lauf gelassen.

Wir alle kennen dieses Gefühl, wenn ein Buch einen von der ersten Seite an in seinen Bann zieht und unser Gehirn genaue Bilder, Szenen und ganze Filme dazu zeichnet. Auf zauberhafte Weise tauchen wir in die Geschichte ein und leiden, kämpfen, lieben und wachsen wir mit unseren Helden. Wenn die letzte Seite dann gelesen ist, bleibt zumindest ein Funke davon übrig. Bücher sind Magie – jedes auf seine ganz besondere Art.

Deswegen #Buchmagie


Für den Juni (oder wann immer ihr Zeit & Lust habt), habe ich mich an einen Täääg(Tag) bzw. einer Challenge versucht. Ob über Facebook, Instagram, twitter, euren Blog oder Youtube ist ganz egal. Gerne auch alles gemischt! Autor*innen dürfen die Fragen gerne auch etwas abwandeln.

Ich möchte kein Medium ausschließen – auch Mangas, Hörbücher und Filme – dürfen mit auf die Liste, auch wenn Bücher im Vordergrund stehen. 🙂
(Meine Antworten findet ihr ganz am Ende des Beitrags!)

Also Zauberstäbe gezückt, Grimoiren aufgeschlagen, Spitzhüte zurecht gerückt und los:

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1. Was ist dein Hogwarts-Haus? Alternativ: Würdest du eine Zauberschule besuchen oder lieber selbst lernen Magie anzuwenden und warum? (z.B. über pottermore oder http://www.testedich.de/persoenlichkeit-personality-tests-Haeusertest.php?katb=0413B0)

2. Wer ist deine liebste Hexe/Magierin aus einem Buch und warum? (Für Autor*innen: Stell uns eine Magierin aus deinem Buch vor!)

3. Deine 3 liebsten magischen Bücher? (pro Reihe nur ein Buch 😉 )

4. Was ist dein liebstes Fabelwesen?

5. Zaubersprüche, Zauberstab oder eine innere Kraft? – Was für eine Magieform findest du am besten?   20170509_191020

6. Dein liebster Zauberer/Magier aus einem Buch und warum? (Für Autor*innen: Stell uns einen Magier aus deinem Buch vor!)                                                                                              

7. Welche Magiedisziplin würdest du gerne beherrschen und was würdest du damit anstellen? (z.B. Alchemie, Hellsehen, Dinge schweben lassen, Telepathie, Kräuterkunde, Fliegen, Elemente beherrschen?)

8. Welche Bücher mit Magie/Zaubern würdest du gerne noch lesen/befinden sich auf deinem SuB?

9. Welche Rune würdest du auswählen? (z.B. https://www.magierin-damona.eu/Weisse_Magie_Schriftstuecke/runen.html )                   

10. Dein liebste/r BÖSE/R Zauberer/Hexe aus einem Buch?

11. Was wäre dein Vertrauter bzw. dein Begleitwesen und warum? (z.B. Rabe, schwarze Katze, Kröte)

12. Welches Kinderbuch hat deine Vorliebe für magische Dinge beflügelt?

13. Welche Tarotkarte würdest du wählen? (http://www.astrolymp.de/tarotkarten-bedeutung/)

14. Welche Cover sind einfach nur zauberhaft?

15. Wen wünscht du dir als deine/n Zauberlehrer*in?

#buchmagie

16. Wenn du dich in eine Buchwelt zaubern könntest, welche würdest du besuchen wollen?

17. Welchen Edelstein würdest du wählen? (http://www.sternenschein.de/edelsteine.php)

18. Welches Magie-Klischee in Büchern findest du wirklich schaurig-schrecklich?

19. Liest du lieber von guten oder von bösen Magier*innen?

20. Heilung, Kampfmagie oder Beschwörung? Womit würdest du/würde dein Charakter die Gruppe bei einem Abenteuer unterstützen und warum?

21. Welches Hexengebräu trinkst du am liebsten beim Lesen/Schreiben? (schwarzen Bohnensaft, Kräuteraufgüsse, Quellwasser?)

22. Welches Buch hat tolle Ideen für moderne/einzigartige Magie? Alternativ: Was für neue Ideen braucht Magie in Büchern?

23. Gibt es Momente in deinem Alltag, die dich so richtig verzaubern können?

24. Hast du schon ein Buch gelesen, das zwar Hexen/Zauberer behandelt, aber in dem keine Magie vorkommt? (z.B. Sachbuch, mittelalterlichen Roman zur Zeit der Inquisition)

25. Welcher Charakter hat dir einen Liebestrank eingeflößt und dein Herz erobert?

26. Zeige uns ein Zitat, das so voller Magie oder Weisheit steckt, dass es glatt ein Zauberspruch sein könnte!

27. Hand aufs Herz! Glaubst du, dass es Magie wirklich gibt? Und wenn ja in welcher Form?

28. Zeig uns ein magisches Buch, das leider keine Funken bei dir sprühen ließ!

29. Welche zauberhafte Buchreihe sollte jeder gelesen haben?

30. Welcher Autor (auch nicht-magisch) hat dein Herz auf ewig verzaubert?

#buchmagie

Schreibt mir einen Kommentar, wenn ihr mitmachen wollt und ich verlinke euch gerne. Ich würde mich freuen, wenn ihr die Aktion samt Hashtag #buchmagie teilt, verbreitet.

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Teilnehmende Zauberlehrlinge:

Rückblick: Das Literaturcamp Bonn 2017

Rückblick: Das Literaturcamp Bonn 2017

Tut mir leid, dass ich in letzter Zeit kaum längere, vernünftige Beiträge für den Blog verfasse und nur ganz dröge meine Videos ohne Kommentar verlinke. Ich gelobe baldige Besserung! (Ich habe einige Themen, über die ich noch schreiben möchte, aber die Muße ist gerade im Urlaub)

Auch für das Literaturcamp in Bonn habe ich ein paar Fotos und Aufnahmen gemacht. Dennoch gibt es noch ein paar Worte von mir direkt unter dem Video. 😉

Aktuell genieße ich eine kleine Auszeit bei meinen Eltern und meinem Kater und traumhaften Wetter und lasse mir die Sonne auf den weißen Bauch scheinen. Das Wochenende war ich auf dem Literaturcamp in Bonn – mein allererstes Barcamp.

Ich wusste zwar, dass ich zumindest drei Leute aus meinem Verein BartBroAuthors treffen würde und so nicht ganz allein sein würde, aber ich war trotzdem nervös.

Neue Menschen, spontane Workshops, Vorträge und Diskussionen? Da geht mein introvertierter Popö auf Grundeis! Generell habe ich keine Probleme mit sowas, aber ich weiß gerne, was mich erwartet. Aber dank dem vielversprechenden Glückskeks im Hotel und der angenehmen Stimmung in der Bonner Innenstadt fühlte ich mich ermutigt.

Früh morgens habe ich dann die liebe Jana vom Bahnhof abgeholt und zusammen machten wir uns dann auf. Wir wurden sofort freundlich begrüßt und im Foyer tummelten sich schon einige Literatur-Menschen, die alle noch etwas ruhig waren und auf Kaffee warteten. Dann ging es los. Ich war total gespannt und freute mich total, einige bekannte „twitter Namen“ auf den schicken Umhängeschildern zu lesen und nun endlich ein Gesicht zu vielen Leuten zu haben. Andere kannte ich gar nicht, aber mein vierter (oder fünfter?) Name wäre nicht Barbarazzi, wenn ich nicht sofort auf twitter und Facebook nachgeschaut hätte!

Die Vorstellungsrunde zog sich ein wenig und danach ging es zur Sessionplanung! Und zack war da eine Riesenschlange von Leuten mit tollen Ideen und Themen, sodass ich mir gar keine Sorgen machen musste, auch vor einer Gruppe zu sprechen, die mich als angehende Autorin mit meinen 23 Jahren und keinem einzigen zu Ende geschriebenen Buch, überhaupt nicht ernst nehmen würde. Es gab so viele tolle Sessions, dass ich mich oft ärgerte, nicht den praktischen Zeitumkehrer von Hermine aus Harry Potter 3 zu besitzen. 🙁 Meine persönlichen Highlights waren jedoch die Vorträge zum Vorlesen von Almut Schnerring und die interaktive Runde für Netzwerken für Autoren von Jasmin Zipperling (und das liegt nicht daran, dass ich Angst vor ihrer Schere hatte oder mit Kinderschokolade bestochen wurde…).

Es hat jedenfalls unfassbar viel Spaß gemacht und mir gefiel die freundliche, entspannte Stimmung sehr gut. In den Pausen habe ich es leider nicht geschafft, mit allen Leuten zu quatschen, die ich auch anquatschen wollte. Und nach dem langen, aber spannenden Tag bin ich kurz in den Hotelpool und dann einfach ins Bett gefallen.

Auch den ganzen nächsten Tag war ich noch geflasht von den vielen Eindrücken und bin Zucker- und Koffeinvorräte auffrischend von einem Sitzplatz im Zug zum nächsten gewandert.

Danke an alle, die dabei waren und das Event möglich gemacht haben! Ich bin vollauf begeistert und hoffe, viele weitere Litcamps besuchen zu können.

p.s.: Ja, ich hab noch kein Ticket für Heidelberg und ja, ich liege auf der Lauer wie ein hungriger Tiger!

Übrigens gibt es noch weitere, ausführliche und tolle Blogbeiträge zum Litcamp! Hier lang: